Ausgabe 
(3.4.1937) Nr. 90
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Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsstont Dremen

flmtsblatt des Senats der Freien kjansestadt Vremen

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Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. S0 / ?. Zatirgang

Sonnabend, 5. flpril 1SZ?

kinzelprels 15 Npf.

freie valin für das neue willielmslMen

Staatsaki anläßlich der Zusammenlegung der beiden Zadeslädte in flnwesenßeit unseres Sauleiters larl NSver

die kriegsmarmefladt kam zu Oldenburg

(Lovcksrbsriobt cksrLrswsr Leitung")

Wilhelmshaven, 3. April

Eine festliche Stimmung lag über Wilhelms­haven, als der gestrige Tag anbrach, der durch den Staatsakt der Zusammenlegung der bishe­rigen Jadestädte die Geburtsstunde eines neuen, größeren Wilhelmshaven werden sollte. Um 8 Uhr erfolgte bei allen militärischen Gebäuden die feierliche Flaggenparade. Um .diese Zeit wurden" auch die Flaggen auf den öffentlichen

Unser lagesspiegel

Die Spannungen in Indien haben bereits ein Todesopfer gefordert.

In London ereignete sich ein folgenschwerer Zusammenstoß zweier Vorortbahnen.

Wilhelmshaven stand gestern im Zeichen des Staatsaktes anläßlich der Zusammenlegung der beiden Jadestädte.

Der Bankverein von Nordwestdeutschland hat sich weiter günstig entwickelt.

Die Regierung von Uruguay erteilte deut­schen Firmen größere Aufträge.

Kreisleiter Blanke weihte zwei neue Fahnen der Kreisdienststelle der NSKOV.

Gauobmann Dieckelman» eröffnete den Gau­entscheid des RBWK. in Bremen.

Morgen beginnt in Bremen die Ratten­bekämpfung.

Gebäuden gesetzt, und kurze Zeit später war ganz Wilhelmshaven ein riesiges Flaggenmeer.

Schon früh am Morgen herrschte auf der Hindenburgstratze vor dem bisherigen Wilhelms- havener Stadthaus reger Betrieb: in Gruppen standen die Volksgenossen zusammen, die der Uebernahme des Parteihauses bei­wohnen wollten. Zur festgesetzten Zeit traten die Kreisamtslsiter und Amtswalter der Gliede­rungen vor dem Gebäude an. Außerdem waren auch viele führende Männer der Bewegung und des Staates erschienen. Kreisleiter ipg. Meyer hielt eine Ansprache, in der er auf die Bedeu­tung dieses Tages für Wilhelmshaven hinwies, das' durch die Idee und den Kampf unseres Füh­rers wieder zu einer aufblühenden Stadt ge­worden ist. Die Bewegung des Führers erhält nun im Zuge der Zusammenlegung der Jade- städte im neuen Wilhelmshaven ein eigenes Parteihaus, das der Kreisleiter in dieser Stunde in Besitz nahm. Nach einem Wort des Führers, das einer der Kreisamtsleiter sprach, erfolgte das Kommando:Heiß Flagge!" Und während sich die Arme zum Gruß erhoben stiegen langsam die Fahnen an den Masten empor.

In den Nachmittagsstunden wurden die Stra­ßen Wilhelmshavens immer belebter. Zur Stunde des Staatsaktes hatten sich zahlreiche Volksgenossen auf dem großen Rathausplatz ver­sammelt. Das Rathaus selbst ein gewaltiger Klinkerbau, dieBurg am Meer" mit ihrem 50 Meter hohen Turm war festlich geschmückt. Riesige Fahnen hingen vom Dachgeschoß bis zur Erde und gaben dem Bau ein festliches Aus­sehen. Gegen 18 Uhr marschierten auf dem Rat­hausplatz neben den Politischen Leitern die Glie­derungen der Bewegung auf: SA., SS., NSKK. und die Hitlerjugend. Auch die Polizei der neuen Stadt Wilhelmshaven war durch eine Abord­nung vertreten. Inzwischen trafen auch zahl­reiche Gäste zur Teilnahme am Staatsakt ein.

Unseren Gauleiter und Reichsstatthalter Carl Rover empfingen vor dem Rathaus der lleber- leitungskommisiar und stellvertretende Gau­leiter Ministerpräsident Joel, der Oberbürger­meister der neuen Stadt, Pg. Dr. Müller, der Wilhclmshavener Kreisleiter Pg. Meyer, der Kommandierende Admiral der Marinestation der Nordsee, Admiral Schultze, der Oberwerst­direktor Konteradmiral von Nordeck sowie Wil- helmshavcns Polizeidirektor, SS.-Sturmbann- führer von Kozierowfki. Der Führer der 2A.- Marinestandarte 118 Wilhelmshaven, 2A.- Sturmbannsührcr von Freeden, meldete die angetretenen Formationen, deren Front der Gauleiter mit seiner Begleitung abschritt.

Vor Stoatsokt im Natßaus

Der festliche Sitzungssaal des neuen Rathauses war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der hohe Raum mit seiner prächtigen Holztäfelung war an der Stirnseite mit den Symbolen des Reiches und der Bewegung geschmückt. Unter den vielen Gästen, die an dem Staatsakt teilnahmen, bemerkte man die beiden bisherigen Oberbürgermeister Pg. R e n k e n - Wilhelmshaven und Pg. Dr. Nutz- horn- Rllstrinaen, den Oldenburger Oberbürger­meister Pg. Dr. Rabeling, ferner SA.-Brigade- fllhrer Dr. Vrugger, Stabsführer der SA.- Gruppe Nordsee, den Oberfinanzpräsidenten Larl (Bremen), den Kommandeur der Bremer Schutz­polizei, Oberst Dr. Lankenau, mehrere Vertre­ter der oldenburgischen Staatsregierung, darunter die Ministerialräte Pg. Rotz und Pg. EiIers, und mehrere Amtshauptleute. Von der Kriegs­

marine waren der Zweite Admiral der Nordsee, Konteradmiral Stobwasser, der Ehef des Stabes, Kapitän z. S. Bachmann, und der Festungskommandant von Wilhelmshaven, Kapi­tän z. S. von Schrader anwesend. Auch Ver­treter der Hansestadt Bremen und der Regierung in Aurich waren bei dem Staatsakt zugegen, an dem ferner Offiziere des Heeres, der Luftwaffe und der Polizei teilnahmen.

Als lleberleitungskommissar für das bisher preußische Staatsgebiet Wilhelmshaven begrüßte Ministerpräsident I oeldie Gäste. Er wies darauf hin, daß viele Denkschriften in der Vergangenheit über die Zusammenlegung der Jadestädte heraus­gegeben worden seien, daß aber erst die Regierung Adolf Hitler diese Zusammenlegung in die Tat umsetzen konnte. Es sei erfreulich, daß dieser Schritt getan wurde, denn er sei dringend erfor­derlich für die Zusammenarbeit zwischen der Ge­meindeverwaltung und der Kriegsmarine, die bis­her mit zwei Stadtverwaltungen arbeiten mußte. Zum Schluß seiner Ansprache betonte Minister­präsident Joel, daß mit diesem Staatsakt dieEin - fiihrung des neuen Oberbürger­meisters verbunden werden solle, als den er den Pg. Dr. Müller vorstellte, den der Gauleiter auf diesen Posten berufen habe. Dr. Müller fei ein alter Nationalsozialist mit reichen Erfahrungen auf dem Gebiete des Kommunalwesen. Freudig begrüßt, ergriff dann

Sauleiter und Neichsstanlialter larl Nöoer

das Wort. Wie groß die Zeit ist, in der wir leben, so führte er u. a. aus, erg'bt sich aus diesem Staats­akt. Was in ein paar Wochen geschehen ist, das war früher nicht in Jahrhunderten möglich. Heute, wo die Zusammenlegung der Jadestädte Wirklich­keit geworden ist, stellt man unwillkürlich die Frage: Weshalb ist das nicht schon vor 60 bis 70 Jahren gemacht worden? Der Gauleiter schilderte dann die Verhältniße in den früheren Jadestädten, und die großen Schwierigkeiten, die sich aus dem Vorhandensein zweier Staatsgebiete und zweier Stadtverwaltungen ergaben. Er sprach den beiden bisherigen Oberbürgermeistern seine Anerkennung aus, den alten nationalsozialistischen Kämpfern, die nun im Dienste des Staates an anderer Stelle eingesetzt werden. Seiner besonderen Freude gab er darüber Ausdruck, daß er bei diesem Staatsakt so viele Männer sehe, die sich im Kampf um das neue Deutschland bewährt haben.

Neues Leben," so führte Carl Rover weiter aus,wird sich jetzt in Wilhelmshaven entfalten, und in zehn Jahren wird man diefe Stadt nicht wiedererkennen. Was jetzt geschaffen wird, das schassen wir nicht für uns, sondern für die Zu­kunft. Und für diese Arbeit ist der neue Ober­bürgermeister Pg. Dr. Müller gerade der richtige Mann, der schon in Delmenhorst bewiesen hat, was aus einer Stadt gemacht werden kann."

Der neuen Stadt Wilhelmshaven wünschte der Gauleiter, daß sie mit der Kriegsmarine ein ebenso gutes Verhältnis haben möge, wie es die

ver OdsibiiiKvrmejstei- cker neuen Stockt stVilbslinsboveu I'g. vr. Uüllvr Kukn.: Orüppsl

Bewegung schon seit zehn Jahren habe, und wie es zwischen Partei und Wehrmacht überall im Gau' besteht. Die 'altem Kämpfet -forderte er auf, dem: neuen Oberbürgermeister beim Aufbau der Stadt tatkräftig zu helfen.Auch diesen Staats­akt," so schloß der Gauleiter,verdanken wir dem Führer und seiner Bewegung: Gegenseitige Ach­tung aus dem Geist der Kameradschaft und der' Schicksalsgemeinschaft heraus wird uns auch in Zukunft voranbringen und in ganz Deutschland den Geist des Führers wachwerden lassen, den heut« schon unsere Blauen Jungen über alle Meere tragen." Begeistert wurde von allen Teil­nehmern am Staatsakt das Treuegelöbnis auf­genommen, das der Gauleiter mit einem drei­fachen Sieg-Heil auf den Führer ausbrachte.

Anschließend nahm Ministerpräsident Joel nochmals das Wort und umriß kurz die historische Bedeutung des Bodens, auf dem Wilhelmshaven steht. Auf diesem Marschboden hat es in früheren' Jahrhunderten immer Streit und Kampf gege­ben, und die Bewohner lagen in ewigem Krieg mit demBlanken Hans". Durch Jahrhunderte hindurch haben sich aber auch die Rüstringer, die einst hier wohnten, ihre Freiheit bewahrt. Der Ministerpräsident schilderte weiter, wie es zur Gründung Wilhelmshavens kam. Wilhelmshaven ist ein Gemeinwesen, wie es nur einmalig in ganz Deutschland dasteht. Wilhelmshaven und Rüstringen, die einheitlich aufgebaut

wurden, werden nun in Zukunft auch einheit­lich geführt werden. Als oldenburgischer Ministerpräsident übernahm Eauleiterstellvertre- ter Joel sodann das Gebiet der bisherigen Stadt Wilhelmshaven und beteuerte, daß er die Be­wohner dieses Gebietes nicht als Oldenburger betrachten werde, sondern nur als Deutsche, und daß auch dieses Gebiet genau so betreut werde, wie alle anderen Gebiete des Oldenbur­ger Landes. Er gab zudem die Versicherung ab, daß der neue Oberbürgermeister Pa. Dr. Müller von ihm jede Unterstützung erfahren werde.

Der Erste Beigeordnete Wilhelmshavens, Bür­germeister Dr. Kellerhosf, vollzog sodann for­mell die Ernennung des neuen Oberbürgermeisters Dr. Müller, dem er die Bestallungsurkunde über­reichte und den er in seinem neuen Amte begrüßte. Er gab im Namen der Gefolgschaft der Stadtver­waltung das Gelöbnis ab, daß die Gefolgschaft

bestrebt sein werde, mitzuarbeiten an dem Aus­bau des neuen Wilhelmshaven.

Nachdem nunmehr der neue Oberbürgermeister von Wilhelmshaven in sein Amt eingeführt war, nahm Pg. Dr. Müller selbst das Wort. Freude und Dankbarkeit sind die Gefühle, so führte der Ober­bürgermeister aus, die sein Herz in dieser Stunde bewegten, in der ihm der Gauleiter als einen er­neuten Beweis des Vertrauens die Leitung der neuen Stadt Wilhelmshaven übertragen habe, die Leitung der Stadt, in der er seine Jugend ver­lebte. Seine Kraftquelle, so sagte der Oberbürger­meister, sei der Glaube anden Führer, der Glaube an seine Weltanschauung, in der Kampf­zeit erworben und gefestigt, in den Jahren seit 1933 durch die Erfüllung vor aller Augen, die nur sehen wollen, aufs herrlichste gerechtfertigt.

(Fortsetzung auf Seite 2)

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Luslsss in cisr kartsi nncl äsn Olisäsrnnysn

Mit den nachstehen­den Ausführungen über die Erziehung des Führernach­wuchses in der HJ. ind im NSKK. setzen mir unsere gestern legonnene Artikel- solge über die Auslese in der Partei und den Gliederungen im Rahmen der journa­listis chen Sonderaktion der Parteipresse fort.

Leim Inspekteur äsr LdoH-Hitlsr-Leliulsn

Die vollkommene Verkörperung des Willens unserer Bewegung zu einem neuen Erziehungs­ideal werden die in diesen Tagen eröffneten Adolf-Hitler-Schulen sein. Wir haben uns mit dem vom Reichsjugendführer bestimmten Inspek­teur der Adolf-Hitler-Schulen, Oberbannführer Petter, ausführlich über die Fragen der Füh­rerauslese in der HJ. unterhalten. Als Ergebnis dieser Aussprache hat sich folgendes ergeben: Das wesentliche Prinzip, nach dem die HJ. aus der Mannschaft ihre zukünftigen Führer auswählt ist die Leistung. Nicht etwa allein das rassische Erscheinungsbild oder eine psychotechnische Eig­nungsprüfung, sondern die vom 10. bis 18. Le-

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Der Stsatsalet in Lulln anläüliob cksr Lingliscksrung ckss bisbsr olcksvburgisobsv Oavcksstsilss Oübeek in ckis Lrovinr Leklssvig-Holstsln (Von l.soüts »soll links: Lsgisinnxsxräsickent Oruxxsnkabrsr öödweksr, Reivüsmiaistsr bsriok, Rsiobsstattbaltsr kövsr) K.ukn.: Lcüwickt

bensjahr im Jungvolk und in der HJ. bewiesene Leistung entscheidet. Die Vewahrungsmethoden der Kampfzeit, Opferbereitschaft. Selbstlosigkeit, gelten heute genau so wie früher. Bildungsvor­urteile liberal-bürgerlicher Art lehnt die HJ. ab. SO Prozent der Führerschaft der HJ. besteht, aus Handarbeitern, die übrigen 50 Prozent kommen aus geistigen Berufen. Der beste Beweis der grundsätzlichen Haltung der HJ. ist, daß.zahlreiche Gebietssührer von Beruf Hand­arbeiter sind.

Wie vollzieht' sich nun die Auslese der Führer­schaft? Die jährlich einen Monat dauernden Sommerlager der HJ.-Vanne im ganzen Reich geben dem Vannführer die Gelegenheit fest­zustellen, wer von den Jungen sich rn der Ge­meinschaft am besten bewährt, wer durch Haltung. Leistung, Mut und Ausdauer sich auszeichnet. Im Jahre 1936 wurden in 2000 Lagern 600 000 Hit­lerjungen erfaßt. Nicht durch Examina, sondern durch gerechte Beobachtung werden die als Führer vielleicht in Frage Kommenden ermittelt. Der Vannführer benennt die auf diese Weife Ausgesuchten für einen Drei-Wochen-Lehrganq der Eebietsführerschule. Jedes HJ.-Gebiet hat eine Eebietsführerschule. Seit 1933 wurden in 30 Gebietssührerschulen rund 100 OOO Führer ge­schult. Hier werden die vom Vannführer ausge­suchten Führer vom Kameradschaftsführer bis Unterbannführer geschult, sportlich weitergebildet und ihre Leistungen genau beobachtet. Diejenigen, die sich überdurchschnittlich bewährt haben, wer­den dem Personalamt des Gebietes gemeldet. Von der Eebietsführung aus werden diese Jungen weiter gefördert. Versager werden a und von ihren Führungsämtern entl

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ersager werden ausges ^ ,runasämtern entlastet.

Die Bewährung auf der Eebietsführerschule

wird eine Voraussetzung sein zur Aufnahme in eine der Leiden Akademien für Jugend- führung, die zurzeit in München und Vraun- schweig entstehen und im nächsten Jahre er­öffnet werden sollen. Aufgabe dieser beiden Aka­demien wird es sein, in einjährigen Kursen zu je 100 Mann den Nachwuchs für die Bann- und Jungbannfllhrer der HJ. heranzubilden. Jeder junge Volksgenosse, der sich als unterer Führer der HJ. bewährt hat, die notwendigen erbge- sundheitlichen, rassischen und geistigen Fähig­keiten ausweist, kann zur Akademie. Eine ein­jährige Ausbildung dient der systematischen Er­reichung des Rüstzeuges, das für einen Jugend- führer notwendig ist. Führer der Bewegung und des Staates, Künstler, Wissenschaftler, an­erkannte Fachleute werden auf den Akademien zu Gast sein und dem zukünftigen Jugendführer Einblick in die Vielgestaltigkeit des politischen kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaft­lichen Lebens geben. In diesem Jahr wird dem zukünftigen Bannführer eine ganz intensive sport­liche Ausbildung zuteil. Er wird eine Prüfung als Sportlehrer bestehen müssen. Als verant­wortlicher Leiter der Akademien werden bewährte HJ.-Führer eingesetzt werden. Ueber 1100 höhere Führer verfügt zurzeit die HJ., fast ausschließ­lich alte Parteigenossen, die die Kampfzeit er­lebt haben, trägt doch der größte Teil der Ee- bretsführer das goldene Ehrenzeichen der NS- DAP. Da jedoch in einer Jugendorganisation ein größerer Führernachwuchs als in einer an­deren Organisation erforderlich ist, wird durch den jährlichen Einsatz von 200 Führern aus den Akademien der Führernachwuchs gesichert sein.

Während der Plan der Akademien kurz vor der Ausführung steht, ist bereits in der- Vergangen­heit auf dem Gebiet der Auslese der höheren HJ.-Fuhrerschaft der Reichsjugendführer­schule in Potsdam eine ebenso in die Breite wie in die Tiefe gehende Arbeit geleistet wor­den. Im Jahre 1933 eröffnet, hat die Retchs- lugendfllhrerschule unter der Leitung von Ober­bannführer Minke bereits etwa 10 Drei-Wo- chen-Kurse mit mehr als 2000 Vannführern, Jungbannführern und Oberbannführern abge­halten. Große sportliche Anforderungen neben einem starken Kameradschaftsleben, weltanschau­liche und politische Ausrichtung, Vortrage füh­render Männer des öffentlichen Lebens und zum Schluß eine zwar kurze, aber eingehende Muste­rung durch den Chef des Personalamtes der RJF, Obergebietsführer John, sind Inhalt und Zweck dieser Kurse. Der Chef des Personalamtes nimmt auf Grund des dreiwöchentlichen Ein­drucks, den der Leiter der Reichsjugendfjjhrer-