parteiamtliche Tageszeitung
Hachrrchlenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen
der TtationcchoZkaiisten Vremens
Amtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Vremen
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Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
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Nr. N4 / 7. Jahrgang
dienslag, 27. April 1SZ7
kinzelpreis lS Npf.
Stein aus Stein fiir Stedinaselire!
ftufnif für den Ausbau unserer SedenkstSNe
Das Zlodvll dsr uisderdeutsvkou 6edonkstätte „8tediuxssüre", von dem Lremer Rildkauer Ituä. daugloti — >>viv die Lremoi Leitung anläblieb des Dauleitvr-Lesucbs am 22. ^pril beliebtet« — an^cekertigl, bat jstut seinen IVex naeb Lerlin angetreten, um in der ^.nsstellunK „6edt mir 4 llakrs Lsit" einen Dlatr: ^u linden und später neck ank der Ai'oüsn vüsseldorker 8cban „8eüa8eiidss Volk" ansgestelit iru werden. ZlaÜstab 1:100.
^uknabmo: 8obmidt.
oldenburg, den 27. April
Zum wetteren Ausbau der Niederdeutschen Sedenkstötte »SteSingselire" wird folgender Aufruf erlassen:
Vie Niederdeutsche Sedenkstölte „Stedingseftre" wächst ihrer Vollendung entgegen. Nur noch wenige Wochen, und schon rollen aus allen seilen des Vaues und des Neiches die Sonder- ziige hin zum vookkolzberg. Zehntausende von Volksgenossen erleben das größte Werk unseres Heimatdichters A u g u st hinrichs, das Volksschauspiel «Ve Stedinge", welches ewig künden wird von dem Vpsergeist, dem kampfesmut und dem sreiheitswillen unserer Altvordern, jener Stedinger Sauern, die sich das Losungswort gaben: »VoS, aber nich in de knee".
Nach dem willen unseres Vauleiters larlNöverist die Niederdeutsche 6edenkstätte»Stedings- ehre" erschossen, nach seinem willen soll sie zum kulturellen Mittelpunkt unseres Vaues und darüber hinaus des ganzen niederdeutschen Saumes werden, für alle Volksgenossen des Vaues weser-kms aber erwachst eine Verpflichtung: mitzuhelfen an dem weiteren Ausbau dieser vedenkstätte!
Um allen Volksgenossen die Möglichkeit zu geben, dieser Verpflichtung nachzukommen, sind im kinvernehmen mit dem Neichsschahmeister der NSVAP. von der Stiftung „Steöingsehre" vausteine herausgegeben worden, die in den nächsten Logen und Wochen zum Verkauf kommen.
„Steen up Steen för Stedingsehre Sookholtsbarg / Siffuk du dien Steen — du betaalst twee, fies, tein of twintig Mark / All Sott helpt!" So heißt der Appell, den wir an alle Volksgenossen des Saues richten.
Her oesliiästssülirer der Stiftung „Stedingsehre": von Seggern, oberflnonMt; Her verrat der Stiftung „Stedingsehre": Schulze, kaupropoganvaleiter und tanSeskuiturwalter; Vielkelmann, Sauob- mann ver M. und Sauwatt der NS 6 . „kraft durch freude"öuscher, Souschulungsleiter u. Sauodmann der NS.-kulturgememde ; Pfeffermann, SouschaWeifter,- Sturm, ftreislefter,- Naß, Mimsterialrat; hoopts.
khrenoorfttzender der Niederdeutschen vichne, oldenburg; Seltner, ober- spielleiter; Stklldthoff, biicgermeifterund ortsgruppenleiter,- Athen, oau-liauptstellenleiter; Aall, Sou-ftauptstellenleiter,' INantheg, Sau- geschöstsMrer der NSS. „Kraft durch freuöe"; tvohlschläger, 0 ber- bourat; friche, Architekt und tandesleiter der Neichskommec der bildenden Künste; Kunst, kauptlelicer, Leiter der Spielgemeinschast vookiioljberg.
Dnssr lagesspisgol
Minister Eden hatte in Brüssel Besprechungen mit dem belgischen Ministerpräsidenten und dem Handelsminister.
In Lyon wurde von jugendlichen Marxisten der neunjährige Sohn eines rechtsstehenden Handelsrichters bestialisch ermordet.
In Wien wurde die Tochter des Gesandten von Paraguay in einem Kraftwagen erschossen.
Die italienischen Journalisten besuchten die Gaue Koblenz-Trier und Köln-Aachen.
Reichsminister Dr. Frick eröffnete in Berlin die Beamtenrechts-Halbwoche.
In Wiesbaden wurde der Laienbruder Bitalis wegen Brandstiftung, Unterschlagung und Diebstahl zu einem Jahr sechs Monaten Zuchthaus verurteilt.
Zum weiteren Ausbau der Niederdeutschen Gedenkstätte Stedingsehre wird ein Aufruf an alle Volksgenossen im Gau Weser-Ems erlassen.
General Daluege, der Chef der deutschen Ordnungspolizei, weilt« auf seiner Vesich- tigungsreise durch Norddeutschland gestern in Bremen.
Im Raume Heilshorn, Vrundorf, Schwane- wede und Eggestedt fand eine große Felddienstübung des Roten Kreuzes statt.
Das Kreisamt Vremen der NSG. „Kraft durch Freude" setzt hohe Preise für gute Fotos vom 1. Mai aus.
I« Kolonial-Museum wurde aus der japanischen Abteilung eine seltene Holzstatue gestohlen.
In Oldenburg tagten die Kunstschristleiter unseres Gaues.
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kunstschriftlettertagung in oldenburg
Oldenburg, 26. April.
Am Montag fand in Oldenburg eine Besprechung der Kunstschriftleiter des Gaues Weser- Ems statt, zu der gleichzeitig die Intendanten der Theater, sowie die Besitzer der Lichtspieltheater aus dem Gau Weser-Ems eingeladen worden waren. Anwesend waren u. a. die Kunstschriftleiter, Intendanten und Lichtspieltheaterbesitzer der Städte Oldenburg, Bremen, Wilhelmshaven, Osnabrück und Emden. Die Besprechung, an der auch der Landesstellenleiter Weser-Ems des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, Gaupropagandaleiter Ernst Schulze, teilnahm, wurde geleitet von Kulturhauptstellen- leiter Eontermann und befaßte sich mit der Zusammenarbeit der Presse, des Theaters und des Films, wobei alle sich aus dieser Zusammenarbeit ergebenden Fragen erörtert und geklärt wurden.
Vr. frick vor den Veamten
Berlin, 26. April.
Die Verwaltungsakademie Berlin, an deren Spitze der Leiter der deutschen Veamten Neef steht, führt vom 26. bis 29. April eine sogenannte , Beamtenrechts-Halbwoche durch, auf der hervorragende Männer der deutschen Verwaltung sprechen werden. In den zehn Vorlesungen werden u. a. die rechtliche Stellung des Veamten, die Veamtenpflichten, das Verhältnis Beamter und Partei und weitere Fragen des Beamtentums behandelt werden. Etwa 100 Beamte, die . aus dem ganzen Reich nach Berlin gekommen sind, nehmen an dieser Beamtenrechts-Halbwoche teil.
Für die Bedeutung der Veamtenrechts-Halb- woche ist es kennzeichnend, daß der Reichs- und preußische Minister des Innern, Dr. Frick, sie selbst mit einer Ansprache eröffnete, in der den Leistungen der Verwaltungsakadem'ie seine ganz besondere Anerkennung zollte. Dann leitete Reichsminister Dr. Frick die Vorlesungsreihe mit einem einstündigen Vortrug über das Berufsbeamtentum in Geschichte und Gegenwart ein. Am Schluß seines Vertrages dankten die Zuhörer dem Minister durch stärksten Beifall.
veomtenfchost spendet Zl2VV0 Mark
für die Spanienflüchtlinge
Berlin, 26. April.
Die innerhalb der deutschen Beamtenschaft durchgeführte Sammlung für das „Spanien-Hilfs- werk des deutschen Volkes", die nunmehr zum Abschluß gelangt ist, hat einen Gesamtbetrag von 812000 RM. ergeben, die dem Leiter der Auslandsorganisation der NSDAP., Gauleiter Bohle, zur Verfügung gestellt wurden. Bei der Gabe ist zu bemerken, dag es sich dabei um eine Sammlung freiwilliger Spenden aus allen Kreisen der Beamtenschaft handelt.
44Z5 000 Mark Patenschaften
Berlin, 26. April.
Anläßlich des Geburtstages des Führers meldete Hauptamtsleiter Hilgenfeldt als Vorsitzender des Patenschaftswerkes „Deutsche Jugendversicherungshilfe e. V.", daß wiederum für 253 500 RM. Patenschaften an erbge-sunde deutsche Kinder verteilt werden. Somit stehen dem Patenschaftswerk nunmehr insgesamt 113 5 0 0 0 R M. zur Verfügung.
ftl.-fükrerfchule in MarienwerSer
Berlin, 26. April.
Um die Ostland-Probleme Deutschlands an die Jugend heranzubringen, sollen die HJ.-Führer eine besondere Schulung erhalten in einer neuen HJ.-Führerschule in Marienwerder, die anläßlich des Besuches des italienischen Jugendführers Ricci in Ostpreußen eingeweiht werden soll. Die neue Schule, die in dem alten Ordensschloß, dem größten neben der Marienburg, Untergebracht ist,
wird mit ihren dreiwöchigen Lehrgängen der Unterrichtung der Hitler-Jugend im ganzen Reich über das Gebiet der Ostfragen dienen. In Zukunft wird es für jeden Bann- und JungbannführerPflicht sein, mindestens einen Lehrgang auf dieser Ostland-Fllhrerschule mitzumachen. Die Weihe soll am 29. April erfolgen. Zu den Lehrgängen dürften je etwa SO Jugendführer aus dem Reich und 50 Teilnehmer der ostpreußischen Eebietsführerschule einberufen werden.
In München begann ber vchlußkamps
München, 26. April.
Der große Schluß'kampf im 4. Reichsberuss- wettkampf der deutschen Jugend begann Montag in der Hauptstadt der Bewegung. Er wurde durch den Leiter des Reichsberufswettkampfes, Ober- gebietsfiihrer Axmann, im Lichthof der Münchener Universität eröffnet. Alle 3224 Teilnehmer und Teilnehmerinnen dieses bisher größten Leistungskampfes der Jugend hatten sich zu der Feierstunde eingefunden. Obergebietsführer Ax- mann führte noch einmal den hohen Sinn des Leistungskampfes vor Augen
frecheN durch ArbeN
Von
Gerichtsassessor W. Battenfeld, Bremen
Leiter der Rechtsberatungsstelle der DDF.
Wer in seiner Jugend den Robinson Crusoe gelesen hat und dessen glückliches Insel-Schicksal miterlebt hat, wird sich lebhaft jener Begebenheit erinnern, wo Robinson sich, vom Schiffbruch erholt, nach dem gestrandeten Wrack seines Schiffes zurückbegibt, um lebensnotwendige Gerätschaften, namentlich Handwerkszeug, zu holen. Beim Durchstöbern des Schiffes findet er ein mit Dukaten angefülltes Behältnis. Er ist klug genug, in seiner Lage die erbärmliche Wertlosig- keit dieses Eoldhaufens einzusehen und ihn zü verschmähen. Einen Hammer, eine Säge oder ein Paket Nägel bedeuten ihm mehr als alle Goldschätze.
Obwohl es in unseren Jugendbüchern so oft um die Auffindung eines Schatzes ging, erkannten wir doch hier in ehrlicher Bewunderung die Richtigkeit dieses Handelns und sahen in unserer kindlichen Gemütsart ein, welch' trügerischen Wert dem Gelds innswohnt. Wir fühlten, daß bei einem natürlichen Lebensaufbau niemals das Geld, sondern allein die schaffende Arbeit Bedeutung hat. Spätere Jahre hatten uns diese Wahrheit bereits verschleiert, und als wir erwachsen im Leben standen, schien uns der Sinn für diese im Grunde so einfache Erkenntnis gänzlich verloren, zu sein. Was kindliche Einfalt ohne weiteres als richtig erkannte, war dem liberalistisch-vernebelten „Verstand der Verständigen" nicht mehr zugänglich. Wer unterlag nicht der maßlosen Vergötterung des Geldes? Fundamental-Sätze wie „Geld ist Macht" oder „Geld regiert die Welt" wurden die Antriebssignale einer verirrten Welt. Es war vergessen, daß das Geld keinen Selbstzweck hatte, sondern in seiner ursprünglichen Bedeutung nur ein Tauschmittel war. Durch Anschlagen der schlechten Instinkte hatte der Jude es verstanden, aus diesem dienstbaren Geist der Menschheit seinen schlimmsten Despoten zu machen, der mit seiner furchtbaren Geißel die Völker zu Tode hetzen sollte. Wir wissen es, wieweit dieses den Juden bereits in Deutschland gelungen war.
Heute sehen wir beglückt die Umrisse einer grundlegenden weltanschaulichen Wandlung. Der schaffenden Arbeit gebührt schlechthin der Vorrang vor dem Geld, dem Kapital, dem toten Besitz. Jedes Vermögen und jede persönliche Erbmasse erlangen ihre Rechtfertigung nicht mehr aus ihrer bloßen Existenz, sondern allein aus der Art ihrer Verwertung, aus dem Streben und der Leistung für Volk und Staat.
Aufgerüttelt durch den Mahnruf des Führers haben wir einsehen gelernt, daß wir gleichsam wie Robinson ein Jnselschicksal inmitten einer verständnislosen Welt durchmachen müssen, und daß dieses Schicksal Arbeit und nochmals Arbeit bedeutet. So nähern wir uns sichtlich einer Ordnung, in welcher der Mann, der eine Säge führt oder einen Hammer rührt, demjenigen, der Vermögensmassen sein eigen nennt, diese aber nicht zu verwalten weiß, turmhoch überragt. Das Wirtschaftsrecht wandelt sich nach und nach zu einem Bestandteil der großen völkischen Arbeitsordnung. Wir erleben beglückt, daß die Erkenntnis dieser Ordnung auch im Herzen unseres Volkes wächst. Es ist praktisch heute wohl kaum noch möglich, ein Vermögen mühelos zu verzehren, von der Substanz oder von Zinsen zu leben, weil dieses dem müßigen Nutznießer mangels jeglicher Anerkennung keine rechte Freude mehr bedeutet. Außerdem ist der Aufbruch unseres Volkes zur Erzwingung seiner Freiheit durch den restlosen Einsatz seiner Arbeitskraft so kategorisch und auch so monumental, daß sich der einzelne dieser großen Mobilmachung aller Energien nicht mehr entziehen kann. Psychologisch gesehen, ist es ihm überhaupt nicht mehr möglich, beiseite zu stehen. Wie 1933 jeder von dem Marschrhythmus der braunen Bataillone erfaßt wurde, so muß heute jeder bewußt oder unbewußt in den Gesang der Arbeit einstimmen.
Daß dieser Gesang zugleich der einzigartige Freiheitsgesang des deutschen Volkes ist, ahnen wir zitternd. War die Beseitigung der Arbeitslosigkeit das Eesellenwerk des erwachten Deutschlands, so wird die Verwirklichung des Vierjahresplanes sein Meisterwerk sein; ein Meisterwerk, welches der Hand der jüdischen Weltwirtschaftsdiktatur die Geißel des Goldes entwinden wird.