Ausgabe 
(27.4.1937) Nr. 114
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parteiamtliche Tageszeitung

Hachrrchlenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen

der TtationcchoZkaiisten Vremens

Amtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Vremen

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Postscheck 7° 72 ^ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar.

NS GauveAag Weser Ems G begründen keinenAnspruch ausErstattung oderErsatz.

°"°g -ivcser-Ems G. m. b. H., Bremen, Geeren 8-8 / Fernsprecher: 54121 und 51115.

Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Anzeigen-Grundpreise: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 die 70-mm-Zeile im Textteil 75

Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstig« Bedingungen Preis­liste 6 (Nachlaßstassel 6). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschlutz 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schriftleitung Dienstag und Freitag 12^ -13)4 Uhr.

Nr. N4 / 7. Jahrgang

dienslag, 27. April 1SZ7

kinzelpreis lS Npf.

Stein aus Stein fiir Stedinaselire!

ftufnif für den Ausbau unserer SedenkstSNe

Das Zlodvll dsr uisderdeutsvkou 6edonkstätte8tediuxssüre", von dem Lremer Rildkauer Ituä. daugloti >>viv die Lremoi Leitung anläblieb des Dauleitvr-Lesucbs am 22. ^pril beliebtet« an^cekertigl, bat jstut seinen IVex naeb Lerlin angetreten, um in der ^.nsstellunK6edt mir 4 llakrs Lsit" einen Dlatr: ^u linden und später neck ank der Ai'oüsn vüsseldorker 8cban8eüa8eiidss Volk" ansgestelit iru werden. ZlaÜstab 1:100.

^uknabmo: 8obmidt.

oldenburg, den 27. April

Zum wetteren Ausbau der Niederdeutschen Sedenkstötte »SteSingselire" wird folgender Aufruf erlassen:

Vie Niederdeutsche SedenkstölteStedingseftre" wächst ihrer Vollendung entgegen. Nur noch wenige Wochen, und schon rollen aus allen seilen des Vaues und des Neiches die Sonder- ziige hin zum vookkolzberg. Zehntausende von Volksgenossen erleben das größte Werk unseres Heimatdichters A u g u st hinrichs, das Volksschauspiel «Ve Stedinge", welches ewig künden wird von dem Vpsergeist, dem kampfesmut und dem sreiheitswillen unserer Altvordern, jener Stedinger Sauern, die sich das Losungswort gaben: »VoS, aber nich in de knee".

Nach dem willen unseres Vauleiters larlNöverist die Niederdeutsche 6edenkstätte»Stedings- ehre" erschossen, nach seinem willen soll sie zum kulturellen Mittelpunkt unseres Vaues und darüber hinaus des ganzen niederdeutschen Saumes werden, für alle Volksgenossen des Vaues weser-kms aber erwachst eine Verpflichtung: mitzuhelfen an dem weiteren Ausbau dieser vedenkstätte!

Um allen Volksgenossen die Möglichkeit zu geben, dieser Verpflichtung nachzukommen, sind im kinvernehmen mit dem Neichsschahmeister der NSVAP. von der StiftungSteöingsehre" vausteine herausgegeben worden, die in den nächsten Logen und Wochen zum Verkauf kommen.

Steen up Steen för Stedingsehre Sookholtsbarg / Siffuk du dien Steen du betaalst twee, fies, tein of twintig Mark / All Sott helpt!" So heißt der Appell, den wir an alle Volks­genossen des Saues richten.

Her oesliiästssülirer der StiftungStedingsehre": von Seggern, oberflnonMt; Her verrat der StiftungStedingsehre": Schulze, kaupropoganvaleiter und tanSeskuiturwalter; Vielkelmann, Sauob- mann ver M. und Sauwatt der NS 6 .kraft durch freude"öuscher, Souschulungsleiter u. Sauodmann der NS.-kulturgememde ; Pfeffermann, SouschaWeifter,- Sturm, ftreislefter,- Naß, Mimsterialrat; hoopts.

khrenoorfttzender der Niederdeutschen vichne, oldenburg; Seltner, ober- spielleiter; Stklldthoff, biicgermeifterund ortsgruppenleiter,- Athen, oau-liauptstellenleiter; Aall, Sou-ftauptstellenleiter,' INantheg, Sau- geschöstsMrer der NSS.Kraft durch freuöe"; tvohlschläger, 0 ber- bourat; friche, Architekt und tandesleiter der Neichskommec der bildenden Künste; Kunst, kauptlelicer, Leiter der Spielgemeinschast vookiioljberg.

Dnssr lagesspisgol

Minister Eden hatte in Brüssel Besprechun­gen mit dem belgischen Ministerpräsidenten und dem Handelsminister.

In Lyon wurde von jugendlichen Marxisten der neunjährige Sohn eines rechtsstehenden Handelsrichters bestialisch ermordet.

In Wien wurde die Tochter des Gesandten von Paraguay in einem Kraftwagen er­schossen.

Die italienischen Journalisten besuchten die Gaue Koblenz-Trier und Köln-Aachen.

Reichsminister Dr. Frick eröffnete in Berlin die Beamtenrechts-Halbwoche.

In Wiesbaden wurde der Laienbruder Bita­lis wegen Brandstiftung, Unterschlagung und Diebstahl zu einem Jahr sechs Monaten Zuchthaus verurteilt.

Zum weiteren Ausbau der Niederdeutschen Gedenkstätte Stedingsehre wird ein Aufruf an alle Volksgenossen im Gau Weser-Ems erlassen.

General Daluege, der Chef der deutschen Ordnungspolizei, weilt« auf seiner Vesich- tigungsreise durch Norddeutschland gestern in Bremen.

Im Raume Heilshorn, Vrundorf, Schwane- wede und Eggestedt fand eine große Feld­dienstübung des Roten Kreuzes statt.

Das Kreisamt Vremen der NSG.Kraft durch Freude" setzt hohe Preise für gute Fotos vom 1. Mai aus.

I« Kolonial-Museum wurde aus der japa­nischen Abteilung eine seltene Holzstatue ge­stohlen.

In Oldenburg tagten die Kunstschristleiter unseres Gaues.

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kunstschriftlettertagung in oldenburg

Oldenburg, 26. April.

Am Montag fand in Oldenburg eine Be­sprechung der Kunstschriftleiter des Gaues Weser- Ems statt, zu der gleichzeitig die Intendanten der Theater, sowie die Besitzer der Lichtspieltheater aus dem Gau Weser-Ems eingeladen worden wa­ren. Anwesend waren u. a. die Kunstschriftleiter, Intendanten und Lichtspieltheaterbesitzer der Städte Oldenburg, Bremen, Wilhelmshaven, Osnabrück und Emden. Die Besprechung, an der auch der Landesstellenleiter Weser-Ems des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Pro­paganda, Gaupropagandaleiter Ernst Schulze, teilnahm, wurde geleitet von Kulturhauptstellen- leiter Eontermann und befaßte sich mit der Zusammenarbeit der Presse, des Theaters und des Films, wobei alle sich aus dieser Zusammenarbeit ergebenden Fragen erörtert und geklärt wurden.

Vr. frick vor den Veamten

Berlin, 26. April.

Die Verwaltungsakademie Berlin, an deren Spitze der Leiter der deutschen Veamten Neef steht, führt vom 26. bis 29. April eine sogenannte , Beamtenrechts-Halbwoche durch, auf der hervorragende Männer der deutschen Verwal­tung sprechen werden. In den zehn Vorlesungen werden u. a. die rechtliche Stellung des Veamten, die Veamtenpflichten, das Verhältnis Beamter und Partei und weitere Fragen des Beamten­tums behandelt werden. Etwa 100 Beamte, die . aus dem ganzen Reich nach Berlin gekommen sind, nehmen an dieser Beamtenrechts-Halbwoche teil.

Für die Bedeutung der Veamtenrechts-Halb- woche ist es kennzeichnend, daß der Reichs- und preußische Minister des Innern, Dr. Frick, sie selbst mit einer Ansprache eröffnete, in der den Leistungen der Verwaltungsakadem'ie seine ganz besondere Anerkennung zollte. Dann leitete Reichsminister Dr. Frick die Vorlesungsreihe mit einem einstündigen Vortrug über das Berufs­beamtentum in Geschichte und Gegen­wart ein. Am Schluß seines Vertrages dankten die Zuhörer dem Minister durch stärksten Beifall.

veomtenfchost spendet Zl2VV0 Mark

für die Spanienflüchtlinge

Berlin, 26. April.

Die innerhalb der deutschen Beamtenschaft durchgeführte Sammlung für dasSpanien-Hilfs- werk des deutschen Volkes", die nunmehr zum Abschluß gelangt ist, hat einen Gesamtbetrag von 812000 RM. ergeben, die dem Leiter der Auslandsorganisation der NSDAP., Gauleiter Bohle, zur Verfügung gestellt wurden. Bei der Gabe ist zu bemerken, dag es sich dabei um eine Sammlung freiwilliger Spenden aus allen Krei­sen der Beamtenschaft handelt.

44Z5 000 Mark Patenschaften

Berlin, 26. April.

Anläßlich des Geburtstages des Führers mel­dete Hauptamtsleiter Hilgenfeldt als Vor­sitzender des PatenschaftswerkesDeutsche Ju­gendversicherungshilfe e. V.", daß wiederum für 253 500 RM. Patenschaften an erbge-sunde deutsche Kinder verteilt werden. Somit stehen dem Patenschaftswerk nunmehr insgesamt 113 5 0 0 0 R M. zur Verfügung.

ftl.-fükrerfchule in MarienwerSer

Berlin, 26. April.

Um die Ostland-Probleme Deutschlands an die Jugend heranzubringen, sollen die HJ.-Führer eine besondere Schulung erhalten in einer neuen HJ.-Führerschule in Marienwerder, die anläßlich des Besuches des italienischen Jugendführers Ricci in Ostpreußen eingeweiht werden soll. Die neue Schule, die in dem alten Ordensschloß, dem größten neben der Marienburg, Untergebracht ist,

wird mit ihren dreiwöchigen Lehrgängen der Unterrichtung der Hitler-Jugend im ganzen Reich über das Gebiet der Ostfragen dienen. In Zukunft wird es für jeden Bann- und JungbannführerPflicht sein, mindestens einen Lehrgang auf dieser Ostland-Fllhrerschule mitzumachen. Die Weihe soll am 29. April erfolgen. Zu den Lehrgängen dürften je etwa SO Jugendführer aus dem Reich und 50 Teilnehmer der ostpreußischen Eebietsführerschule einberufen werden.

In München begann ber vchlußkamps

München, 26. April.

Der große Schluß'kampf im 4. Reichsberuss- wettkampf der deutschen Jugend begann Montag in der Hauptstadt der Bewegung. Er wurde durch den Leiter des Reichsberufswettkampfes, Ober- gebietsfiihrer Axmann, im Lichthof der Mün­chener Universität eröffnet. Alle 3224 Teilnehmer und Teilnehmerinnen dieses bisher größten Lei­stungskampfes der Jugend hatten sich zu der Feierstunde eingefunden. Obergebietsführer Ax- mann führte noch einmal den hohen Sinn des Leistungskampfes vor Augen

frecheN durch ArbeN

Von

Gerichtsassessor W. Battenfeld, Bremen

Leiter der Rechtsberatungsstelle der DDF.

Wer in seiner Jugend den Robinson Crusoe gelesen hat und dessen glückliches Insel-Schicksal miterlebt hat, wird sich lebhaft jener Begeben­heit erinnern, wo Robinson sich, vom Schiffbruch erholt, nach dem gestrandeten Wrack seines Schiffes zurückbegibt, um lebensnotwendige Ge­rätschaften, namentlich Handwerkszeug, zu holen. Beim Durchstöbern des Schiffes findet er ein mit Dukaten angefülltes Behältnis. Er ist klug ge­nug, in seiner Lage die erbärmliche Wertlosig- keit dieses Eoldhaufens einzusehen und ihn verschmähen. Einen Hammer, eine Säge oder ein Paket Nägel bedeuten ihm mehr als alle Goldschätze.

Obwohl es in unseren Jugendbüchern so oft um die Auffindung eines Schatzes ging, erkann­ten wir doch hier in ehrlicher Bewunderung die Richtigkeit dieses Handelns und sahen in unserer kindlichen Gemütsart ein, welch' trügerischen Wert dem Gelds innswohnt. Wir fühlten, daß bei einem natürlichen Lebensaufbau niemals das Geld, sondern allein die schaffende Arbeit Bedeutung hat. Spätere Jahre hatten uns diese Wahrheit bereits verschleiert, und als wir erwachsen im Leben standen, schien uns der Sinn für diese im Grunde so einfache Erkennt­nis gänzlich verloren, zu sein. Was kindliche Ein­falt ohne weiteres als richtig erkannte, war dem liberalistisch-vernebeltenVerstand der Verstän­digen" nicht mehr zugänglich. Wer unterlag nicht der maßlosen Vergötterung des Geldes? Fundamental-Sätze wieGeld ist Macht" oder Geld regiert die Welt" wurden die Antriebs­signale einer verirrten Welt. Es war vergessen, daß das Geld keinen Selbstzweck hatte, sondern in seiner ursprünglichen Bedeutung nur ein Tauschmittel war. Durch Anschlagen der schlechten Instinkte hatte der Jude es ver­standen, aus diesem dienstbaren Geist der Mensch­heit seinen schlimmsten Despoten zu machen, der mit seiner furchtbaren Geißel die Völker zu Tode hetzen sollte. Wir wissen es, wieweit dieses den Juden bereits in Deutschland gelungen war.

Heute sehen wir beglückt die Umrisse einer grundlegenden weltanschaulichen Wandlung. Der schaffenden Arbeit gebührt schlechthin der Vor­rang vor dem Geld, dem Kapital, dem toten Be­sitz. Jedes Vermögen und jede persönliche Erb­masse erlangen ihre Rechtfertigung nicht mehr aus ihrer bloßen Existenz, sondern allein aus der Art ihrer Verwertung, aus dem Streben und der Leistung für Volk und Staat.

Aufgerüttelt durch den Mahnruf des Führers haben wir einsehen gelernt, daß wir gleichsam wie Robinson ein Jnselschicksal inmitten einer verständnislosen Welt durchmachen müssen, und daß dieses Schicksal Arbeit und nochmals Arbeit bedeutet. So nähern wir uns sichtlich einer Ordnung, in welcher der Mann, der eine Säge führt oder einen Hammer rührt, dem­jenigen, der Vermögensmassen sein eigen nennt, diese aber nicht zu verwalten weiß, turmhoch überragt. Das Wirtschaftsrecht wandelt sich nach und nach zu einem Bestandteil der großen völki­schen Arbeitsordnung. Wir erleben beglückt, daß die Erkenntnis dieser Ordnung auch im Herzen unseres Volkes wächst. Es ist praktisch heute wohl kaum noch möglich, ein Vermögen mühelos zu verzehren, von der Substanz oder von Zinsen zu leben, weil dieses dem müßigen Nutznießer mangels jeglicher Anerkennung keine rechte Freude mehr bedeutet. Außerdem ist der Auf­bruch unseres Volkes zur Erzwingung seiner Freiheit durch den restlosen Einsatz seiner Arbeitskraft so kategorisch und auch so monumental, daß sich der einzelne dieser großen Mobilmachung aller Energien nicht mehr entziehen kann. Psychologisch gesehen, ist es ihm überhaupt nicht mehr möglich, beiseite zu stehen. Wie 1933 jeder von dem Marschrhythmus der braunen Bataillone erfaßt wurde, so muß heute jeder bewußt oder unbewußt in den Gesang der Arbeit einstimmen.

Daß dieser Gesang zugleich der einzigartige Freiheitsgesang des deutschen Volkes ist, ahnen wir zitternd. War die Beseitigung der Arbeits­losigkeit das Eesellenwerk des erwachten Deutsch­lands, so wird die Verwirklichung des Vier­jahresplanes sein Meisterwerk sein; ein Meisterwerk, welches der Hand der jüdischen Weltwirtschaftsdiktatur die Geißel des Goldes entwinden wird.