Ausgabe 
(21.4.1937) Nr. 108
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parteiamtliche Lageszeitung

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Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitssront Dremen

der Nationalsozialisten Vremens

Amtsblatt des Senats der Zielen kjanseftadt Vremen

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Nr. 168 / 7. Jahrgang

Mittwoch, 21. Npril 1SZ7

kmzeipreis 1S Npf.

galtet euch wie fldolf Hitler!

Über ?ZV vvv politische jlmtsträger schworen dem führer an seinem öeburtstage unverbrüchliche Neue

Sie Parade

in der Neichshauptstadt

lfunöerttausende jubelten

(DrabÄbsriobt uvssrsp Lsrlivsr Lobriktlsitung) i. Berlin, 2V. April

Festliche Stimmung liegt Wer der Reichs­hauptstadt. In dem strahlenden Frühlings­morgen des 20. April leuchtet das Rot der

ttnssr lagssspiegel

Aus Stalin wurde ein Attentat geplant.

Die Berliner Truppenparade am Geburts­tag des Führers nahm einen glänzenden Verlaus.

Von München aus vereidigte Rudolf Hetz über 730 000 politische Amtsträger.

Adolf Hitler ist noch am gestrigen Tage in München eingetroffen.

Auch Bremen stand gestern im Zeichen zahl­reicher Vereidigungs- und Ueberweisungs- feiern und einer schneidigen Truppenparade. Dr. Schacht zog eine Bilanz der national­sozialistischen Wirtschaftspolitik.

Der Anteil der Auswanderer über deutsche Seehäfen ist etwas gestiegen.

Der englische Motorradrennsahrer Ferni- verbesserte vier Weltrekorde des

Deutschen Ernst Henne.

zahllosen Fahnen, zeigt sich das junge Grün der Bäum« und der Rasenflächen und großen Plätze in seiner herrlichen Frische. Zahlreiche Häuser, besonders die Gebäude an der Straße, durch die die Parade führt, sind mit Tannengrün geschmückt. Die Reichshaupt­stadt steht so in prächtigstem Schmuck, um den Geburtstag des Führers festlich zu be­gehen.

Sie ersten Sralulanten

Schon früh am Morgen beginnt in der Innen­stadt, im Herzen Berlins, das Leben. Nachdem bereits um Mitternacht die persönlichen Adjutan­ten und der Stab des Führers sowie u. a. Reichs­minister Dr. Goebbels, Reichsleiter Amann und Gauleiter Streicher in der Wohnung des Führers ihre Glückwünsche ausgesprochen hatten,

traten um 5 Uhr morgens die ersten Formationen den Marsch aus ihren Quartieren nach der Stadt­mitte an. Die kilometerlange Paradestraße von der Wilhelmstraße bis hinauf zur Technischen Hochschule in Lharlottenburg ist über Nacht von der Polizei abgesteckt worden. Während die eine Seite der breiten Charlottenburger Chaussee für den Anmarsch der Truppen freigehalten ist, füllt sich die andere schon um die achte Vormittags­stunde mit Zuschauern. Während sich aber um diese Zeit die Zuschauer an der Paradestraße erst in kleineren Abteilungen einfinden und Posten beziehen, herrscht auf dem Wilhelm-Platz bereits Hochbetrieb. Hier hat die Ju­gend das Wort. Schon kurz nach 5 Uhr rücken die Kolonnen der Jungen und Mädel an, große Blumensträuße in den Händen, um dem Führer ihre Glückwünsche darzubringen. Noch lange steht die Jugend im Zeichen der „Schweigepflicht . Sie ist gebeten worden, den Führer noch nicht so früh zu wecken. Aber länger als eine Stunde kann diese Jugend ihre Begeisterung nicht zügeln und kurz nach 6 Uhr erklingen die Sprechchöre der Jungen und Mädel über den Platz, bringt die Jugend dem Führer mit fröhlichen Liedern das erste Geburtstagsständchen.

lausende auf dem wilstelm-platz

Bald ist der riesige Platz mit Menschen gefüllt. Jedes Oeffnen einer Tür oder eines Fensters der Reichskanzlei ruft bei den Massen, die aus den Schächten der U-Bahn, von den Omnibussen und Straßenbahnen immer stärkeren Zuzug erhalten, lebhafte Bewegung hervor. Die Mitte des Wil­helm-Platzes wird vorerst noch von den Kara­biner-Pyramiden der absperrenden Leibstandar- ten-Formationen eingenommen. Rings um die

Pyramiden" halten Männer der Leib­standarte Wacht, um zu verhindern, daß die Karabiner von der begeisterten Menge über- rannt werden. An der vordersten „Front", der in tiefgestaffelten Blocks harrenden Menge veran­staltet eine klein» Pimpfengruppe ein improvi­siertes Mundharmonikakonzert, das den ehrlichen Beifall der Umstehenden hervorruft. Durch diesen Erfolg angefeuert, entschließen sich die Pimpfe, einen Sprechchor zu „organisieren". Aber die Stimmen dringen nicht recht durch, so daß der Versuch bald wieder aufgegeben werden muß und diese „Schlappe" nun zur Wiederherstellung der „Pimpfenehre" durch ein schneidiges Mundhar­monikastück wieder wettgemacht wird.

Das Mundharmonikakonzert der Hitler-Jugend verklingt unter dem Marschtritt des Musikkorps der Leibstandarte Adolf Hitler, das von der Wil­helmstraße in den Ehrenhos der alten Reichs­kanzlei, einbiegt und dem Führer ein Morgen­ständchen bringt. Inzwischen sind auch die Türen der Reichskanzlei geöffnet worden. Der Weg zu dem Empfangsraum, in dem die Gratulationsliste ausliegt, ist frei, und in endloser Reihe stehen die Volksgenossen, um sich in die Eratulatronsliste einzutragen. Als die Männer der Leibstandarte ihre Karabiner schultern, klingen von neuem die Sprechchöre aus. Die Menge weiß, daß jetzt der Führer kommen wird, um den Vorbeimarsch sei­ner Leibstandarte abzunehmen.

Kur; vor S Utzr erscheint der sichrer

vom Jubel umbraust, im Ehrenhos der alte» Reichskanzlei. Ein Paukenschlag, kurze Kom­mandos, die Griffe klappen und in schneidigem Parademarsch, an der Spitze LS.-Obergruppen-

führer Dietrich, marschieren drei Bataillone der Leibstandarte Adolf Hitler, der SS.-Nachrichten- sturmbann Berlin-Adlershos und ein Sturmbann der SS.-Totenkopsverbände mit ausgepflanztem Seitengewehr in glänzender Haltung unter dem Jubel der vielen Tausende, die dem prächtigen Schauspiel beiwohnen, an dem Führer vorbei. Adolf Hitler nahm den Vorbeimarsch im Wage» stehend ab. Vor dem Wagen stand der Reichs- sührer SS. Himmler mit zahlreichen hohen S§.- Führern. Neben dem Führer sah man den öster­reichischen Gesandten in Berlin Tauschitz und den österreichischen Bundesminister von Elaise-Hor- stenau sowie die Reichsminister Dr. Goebbels und Darre, die Reichsleiter Amann und Buch sowie die ständige Begleitung des Führers.

weitere Siiickwiinsche in der Neichskanflei

Der Jubel, der den Führer beim Erscheinen vor der Reichskanzlei begrüßt hatte, wiederholte sich, als er nach dem prächtigen Schauspiel der Parade wieder in die Reichskanzlei zurückkehrte. Hier empfing er, nachdem Reichsinnenminister Dr. Frick seine Glückwünsche dargebracht hatte, als nächste Gratulanten die von dem Reichsbauern- führer Daus geleitete deutsche Landjugend, die in Dichtung und Lied ihre Gratulation aus- sprach und der der Führer durch eine Einladung zum Frühstück eine besondere Freude bereitete.

Nachdem der Minister des Auswärtigen, Frei­herr von Neurath, seine Glückwünsche über­mittelt hatte, erschien gegen 10 Uhr eine größere Abordnung der Blutordenträger der Bewegung. Ihnen schlössen sich zahlreiche führende Männer der Partei an, unter ihnen Stabschef Lutze, Reichsleiter Dr. Ley, Dr. Frank, Rosen-

Lerg, Reichsarbeitsführer Hisrl; ferner Korpsführer Hühnlein, Generalinspektor Dr. Todt, Gauleiter Wächtler, die Reichsfrauest» sührerin Frau Scholtz-Klink, ReichskriegS- opferfllhrer Oberlindober, Oberst a. D. SS.-Gruppenführer Reinhardt.

Die Glückwünsche der Reichshauptstadt üüsp- brachte Oberbürgermeister und Stadtprästdsnt Dr. Lippert. Ferner sah man den Berliner Po­lizeipräsidenten Graf HeIldorf, SA.-Gruppen­führer Prinz August Wilhelm.

See flufmorsch der sruppenverbSnde

zur Paradeaufstellung vollzog sich in den frühen Vormittagsstunden nach einem genau festgelegten Plan. In den kilometerlangen Kolonnen sah man sämtliche Waffengattungen. Uebsrall wurden die Soldaten von der Bevölkerung freudig begrüßt.

Die Verkehrspolizei hatte ihren großen Tag- Verstärkte Posten sorgten für eine schnelle Ab­wicklung des Verkehrs. Trotz aller Großzügigkeit der Polizei, die zum Teil auch die Schmuckplätzs für das Publikum freigibt, kann Leim bestW Willen nur ein Keiner Teil der Bevölkerung un­mittelbar herankommen.

Der Vorbeimarsch fand diesmal bekanntlich nicht inmitten des Tiergartens, sondern auf der Ber­liner Straße gegenüber der Technischen Hochschule statt. Das Podium für den Führer steht genau gegenüber der Mittelachse der Technischen Hoch­schule, die neben ihrem sonst üblichen Fahnen­schmuck über dem Hauptportal die große Reichs­kriegsflagge trägt.

(Fortsetzung auf Seite 2)

die feierliche Vereidigung in München

flirspeachen des Stellvertreters des fützrers Nudolf 6eß und des Kelchsorgonksationstetters Vr. Leu

der siideer In der Hauptstadt der vewegung

München, 20. April.

Der Führer traf am Nachmittag seines Ge­burtstages völlig unerwartet, von Berlin kom­mend, in München ein. Aus dem Flugplatz Ober- wiesenseld erwartete ihn der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Hetz, der dem Führer die Geburtstagsglllckwünsche der Partei aussprach. Außerdem beglückwünschten Minister­präsident Siebert und Polizeipräsident Freiherr von Eberstein den Führer zu seinem Geburtstag.

Der Geburtstag des Führers erreichte seinen Abschluß und zugleich seinen Höhepunkt am Dienstagabend mit der feierlichen Vereidigung

auf dem Königlichen Platz in München. 700 Poli­tische Leiter der Bewegung und 1500 Frauen der NS.-Frauenschast standen ausgerichtet auf die Ewige Wache, ausgerichtet auf die unsterbliche» Vorbilder des höchsten Einsatzes für das ewige Deutschland, 0500 Walter und Warte der Gliede­rungen der Partei waren angetreten in der Ausstellungshalle aus der Theresienhöhe. Viele Tausende waren es im Traditionsgau und Hun­derttausende in all den anderen Gauen des großen, weiten Reiches, die in der gleiche» Stunde dem Führer treue Gefolgschaft schworen und das heilige Gelöbnis ablegten, ihre ganze Kraft, jeder an seinem Platz, dem Führer und dem Polk zu weihen.

Eine weihevolle Stimmung liegt über dem Königlichen Platz. Die Feuer der acht Opfer­

schalen in den Ehrentempeln gießen ihr rötliches Licht auf die ehernen Sarkophags der Blutzeugen der Vewegung. Ueber dem weiten Forum flat­tern die Banner des Dritten Reiches. Zwischen den Ehrentempeln erhebt sich eine rot verkleidete Rednertribüne mit Front zur Mittelstraße des Platzes. Vor den Parteibauten sind die Tri­bünen für die Ehrengäste errichtet. Längs den beiden Kunstausstellungsgebäuden und auf deren Freitreppen sind die Plätze frei gehak­ten für die Bevölkerung, die schon lange vor Be­ginn des feierlichen Aktes Kopf an Kopf steht.

Stürme der SA.., der SS., des NSKK. ziehen durch das breite Tor der Propyläen ein. Häm­mernden Schrittes rücken sie an und nehmen auf dem großen Platz mit Front zu den Ehrentem­peln Aufstellung. HJ. und VDM. folgen. Ernst

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piii- raiillose tausvnäe Vromer var äas militäris-elis 8eb:,„^piol ävr L»r»iis äer Vrcmer Truppe» am Rülirorgsliiiitstag ein erbebe,icke?, Li-Iekiim. Unser »ilä zoiAt üiv psruOieremle II./KV.58. In Oer Kitte äss Viläes (OinterZriiuO) äsr vivisions-KommauOeur Oeneralleutuant 8trauü, äsr älo Varaäe abnabln. Hinter ibm Oberstleutnant >Vaeger uyä Kafor Orak v. 8eb>ve rim (Verlebt uuä rveitere Liläer im Innern äes LIattss) ^.nkn.: Lcbmiät

und Pflichtbewußtsein, aber Glück und Stolz spricht aus den Gesichtern der Frauen. Jetzt klingt Musik auf. Die 700 Politischen Leiter^ die unbekannten Soldaten des Führers, marschie­ren an. Sie kommen aus den Zellen der Vewe­gung, aus den Ortsgruppen, aus den Partei­ämtern, um hier an dieser heiligen Stätte nun ernste und für alle Zeit verpflichtende Worte zu sprechen. Männer aus allen Bereichen des Lebens, Männer aus allen Schichten, Arbeiter, Unterneh­mer, Handwerker. Künstler. — Der Aufmarsch der Formationen ist beendet. An die 20000 Na­tionalsozialisten und National­sozialist innen zieren den Königlichen Platz.

Ver kinmarsü, der saßnen

Hitler-Jungen, die das gewaltige Forum zu Lei­den Seiten umsäumen, entzünden die Fackeln. Eine leuchtende Perlschnur flackernder Flammen umfaßt das große Piereck. „Formationen stillgestanden!" hallt es über den Platz, „Zum Mittelgang rechts und links um!" Die Arme recken sich zum nächtlichen Himmel, Marsch­musik ertönt: Durch das Mitteltor der Propyläen ziehen die Fahnen und Standarten .ein. Ihre Trä­ger marschieren durch das Spalier der vielen Tau­sende von Frauen und Männern, die unter diesen Fahnen kämpfen und arbeiten. Längs der Ehren- tempel nehmen die Fahnen Aufstellung, setzen sich fort über den Königlichen Platz und umfassen alle die, die zum Schwur an dieser Stätte angetreten sind, im Angesicht der sechzehn Sarkophage, der sechzehn Blutzeugen, die ewige Wache halten und rbnen Vorbild sein sollen, ewige Mahner und Zeugen des Schwurs.

Hinter den Fahnen marschieren die Ehren- sturme der Gliederungen: SA., NSKK., Abord­nungen der Gaubereitschaft und der Werkscharen, Abordnungen der HJ. und ein Zug der Schutz- stafieln. Vor den Heiligen Tempeln haben sie Aufstellung genommen, mit Front zum König­lichen Platz. Wieder knappe Kommandos. Der Eaumusikzug spielt „Preußens Gloria". Der stell­vertretende Gauleiter Otto Nippold begibt sich durch das Spalier der Kämpfer und Kämpferin« neu vor zur Tribüne, wo vorher schon führende Persönlichkeiten aus Partei, Staat und Wehr­macht, die Führer der Formationen des Gaues Munchen-Oberbayern, sich versammelt haben.

Die Marschklänge verhallen. Die Ehrenforma­tionen nehmen wieder Front zur Ewigen Wache. Mit ernem „Heil Hitler!" begrüßt der stellver­tretende Leiter des Traditionsgaues, Otto Nip- pold, die angetretenen Kämpfer ud Kämpferin­nen der Vewegung und ergreift dann das Wort ?u einer Ansprache, in der er des Führers ge­denkt. Dann stehen die Formationen auf Kom­mando still, Standarten und Fahnen flirrn hoch und alles wendet sich zu dem breiten Mit- telgang des weiten Platzes. Die Trommeln rüh­ren sich und schmetternde Fanfaren ertönen von den Türmen der Propyläen. Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, begibt sich in Beglei­tung des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley und des Gauleiters des Traditionsgaues, Adolf Wag­ner, über das weite Forum zur Tribüne Ku^er den Klängen des Präsentiermarsches !chr"° er vor den Ehrentempeln die Front der am ' u Ehrenformationen ab.

Hieraus meldet Reichsausbilder Bahre dem Stellvertreter des Führers III 01« Politische Lei­ter und 500 515 Obmänner, Leiterinnen, Walter und Walterinneu der Gliederungen und äuge-