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Parteiamtliche Lageszeitung
Nachrichtenblatt -er Deutschen flrdeitssront Bremen
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Nr. W6 / ?. Jahrgang
Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Dremen
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Unser lagvsspüegvl
Der französische Autzenminister Delbos setzt sich für Bekanntgabe der Rüstungszahlen ein. Eine englische Zeitung wendet sich in einem Artikel gegen Verleumdungen des Führers. Auf dem Eautag in Karlsruhe erklärte der Stellvertreter des Führers, dah am 1. Mai die Mitgliedersperre der NSDAP. aufgehoben wird.
Die bremische SA. führte im Schauspielhaus eine richtnngweisende Kulturveranstaltung durch.
Aus einem oldenLurgischen Wettbewerb gingen drei Bremer Architekten als Preisträger hervor.
Die Motorsportgesolgschast 1/7» bewältigte eine schwere Orientierungsfahrt.
Der Niedersachsenmeister Werder schlug im Berliner Paststadion Hertha BSL. sicher 3:1. Die Deutsche Gepäckmarsch-Meisterschaft gewann in Bautzen erneut die SA.-Brigade Leipzig.
Bei den Deutschen Gerätemeisterschaften in Stuttgart sicherte sich Freu zum zweiten Male den Mistertitel.
Deutschlands Rngvq-Fünfzehn unterlag in Paris der französischen Nationalmannschaft k:27.
Die erste Zusammenkunft der Niedersächsischen Vorturner-Vereinigung fand in Bremen statt.
ciMakter und kiiMbereiMast entscheiden
„Sundav Mspatch" gegen Verleumdungen des sührers
London, 18. April.
Der »Sunday Dispatch« bringt eine erfreuliche Feststellung über die persönliche Haltung des Führers im Weltkrieg und wendet sich in einer nicht zu überbietenden Deutlichkeit an die Adresse der roten Verleumder. Es heißt darin, dätz die Oeffnnng des deutschen Heeresarchivs in der letzten Woche vielen Verleumdungen über den persönlichen Mut Hitlers im Weltkriege, die in verschiedenen Linkszeitungen Europas erschienen waren, ein Ende gesetzt habe.
Hitler sei Vataillons-Me segänger gewesen und habe somit den gefährlichsten Posten im Kriege gehabt. Im Dezember 1914 habe er das Eiserne Kreuz II. Klasse, im Juli 1918 das EK. I erhalten. Die Anerkennung, die ihm vom Kommandierenden General gezollt worden sei, sei mehr als auszeichnend. Kühle Erwägung, gepaart mit Energie und einer ständigen Bereitschaft, ja, Eifer, freiwillig Pflichten zu übernehmen, nach denen selbst ein Tapferer sich nicht gedrängt hätte, seien seine Charakteristika. Welche Ansicht seine Gegner auch politisch von ihm haben mögen und von seinem Regime, sei es doch eine schuftige Gemeinheit, diesen Mann zu verdächtigen. Man müsse annehmen, daß derartige Verleumdungen von roten Ratten ausgingen, die in Kellern säßen und persönlichen Mut wie Eist haßten, weil sie ihn nicht selbst besäßen. ^
Das deutsche Volk dankt dem englischen Blatt „Sunday Dispatch" für diese mutige Feststellung, durch die den jüdisch-marxistischen Verleumdungen im Sinne der Solidarität aller Frontkämpfer ein Ende gemacht wird.
Nudolf ließ verkündet die fluskebung der Mttgliedssperre
Karlsruhe, 18. April.
Zu einem gewaltigen Höhepunkt und Abschluß des Parteitages des Gaues Baden der NSDAP. gestaltete sich Sonntag nachmittag die Großkundgebung aus dem jetzt erweiterten Festhalle-Platz in Karlsruhe, aus der Reichsminister Rudolf Heß sprach. Der Stellvertreter des Führers ging einleitend auf die kommende Wiedereröffnung der NSDAP. ein, indem er u. a. ausführte, die Aufgaben der Partei sind nicht, wie mancher Außenstehende früher glaubte prophezeien zu können, kleiner geworden nach der Machtergreifung, sie sind größer geworden, sie sind umfassender geworden und in ihrer Bedeutung bestimmt nicht geringer. Welche Leistung bedeutet allein das Winterhilfswcrk mit seinen rund 499 Millionen Mark! Diese Leistung wie vieles andere ist undenkbar ohne nationalsozialistische Führerschaft und Parteigenossenschaft. Viele haben aber auch als Helfer viel für die NSDAP. getan, ohne Mitglied zu sein. Sie und alle die Volksgenossen, die sich in den Gliederungen und den angeschlossenen Verbänden der Bewegung^ unermüdlich einsatzbereit gezeigt haben, werden in erster Linie nach dem 1. Mai in die NSDAP. aufgenommen. Denn nach genau vier Zähren wird am 1. Mai die Mitgliedersperre aufgehoben. Damit steht vielen deutschen Volksgenossen wieder der Weg ofsen, sich einzureihen in die engste Gefolgschaft des Führers. Maßgebend für die Aufnahme werde nach wie vor nicht Stand, Rang, Geld oder Herkunft sein, sondern allein der Charakter, die bewiesene Einsatzbereitschaft, der Wille zur Mitarbeit.
Wie die Nationalsozialisten hier in Karlsruhe zusammenstehen in Kameradschaft, so steht das ganze deutsche Volk zusammen in einer großen Kameradschaft, und diese Kameradschaft wird nie wieder zerstört werden. Das mögen sich die gesagt sein lasten, die noch immer auf die alte deutsche Zwietracht hoffen, und mögen sich vor allem auch die gesagt sein lassen, die noch immer hoffen, die Religiosität unseres Volkes mißbrauchen zu können zu politischen Zwecken, so wie sie einst diese Religiosität mißbrauchten zu politischen Zwecken. Wir haben es nicht vergessen, daß Parteien mit christlichen Mäntelchen einst Hand in Hand gingen mit marxistischen Gottesleugnern und Schändern der deutschen Ehre, wir haben es nicht vergessen, daß sie mit an der Herrschaft waren, als Deutschland schier unaufhaltsam dem Bolschewismus zutrieb, wir haben es nicht vergessen, daß sie zu den haßerfülltesten Gegnern des Nationalsozialismus gehörten, wir haben es nicht vergessen, daß sie mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln die einzige Partei bekämpften, die ihrem Wesen nach am entschiedensten antibolschewistisch ist. Sie waren die haßerfüllten Gegner der Partei, die schließlich den bolschewistischen Menschheitsfeind schlug, die jene schlug, die aus Prinzip Gott leugnen. Diejenigen aber, die selbst heute noch den Nationalsozialismus versteckt oder offen angreifen, die Pamphlete gegen ihn verlesen lasten, diejenigen fragen wir: Habt Ihr vergessen, daß der Bolschewismus der Antipode des Nationalsozialismus, in Rußland und Spanien Kirchen in Kinos und Tanzdielen verwandelt, Altäre besudelt, Gotteshäuser niederbrennt, Priester und Nonnen hinfoltert? Habt Ihr ver
gessen, daß es die größte Auszeichnung ist, die der Bolschewismus zu vergeben hat, wenn er jemanden zum „Ehrengottlosen" ernennt?
Wollen die Kirchen bestreiten, daß sie machtlos diesem Treiben gegenüberstanden und gegenüberstehen? Sehen sie nicht, was Millionen sehen, daß der Nationalsozialismus zu einem ehernen Fels gegen diese Menschheitsgeißel geworden ist? Erkennen sie nicht, daß er allein es war, der in Deutschland vom jüdischen Bolschewismus verhetzte Menschen wieder zu Menschen von anständiger Gesinnung und Gesittung gewandelt hat? Können sie leugnen, daß der Nationalsozialismus damit das Gute im Menschen wieder geweckt hat, das Gute, aus dem der Glaube an Gott gedeiht?
Alle, die in der Welt den bolschewistischen Kulturzerstörer erkannt haben, blicken in letzter Hoffnung auf die wenigen Staaten, die zu einer Abwehrfront gegen das Treiben der Kommunistischen Internationale geworden sind. Wir bedauern aufs tiefste die Länder, die von der bolschewistischen Pest bedroht sind. Wir sind uns bewußt, welche unersetzlichen Kulturgüter diese Länder bergen. Wir sind uns auch bewußt, daß brave Menschen um die Früchte ehrlicher Arbeit gebracht werden, daß rassisch beste Menschen zu Legionen hingemordet werden und daß Hunger und Elend schließlich um sich greifen. Wir wünschen anderen Völkern nicht die Pest.
Je mehr wir die Folgen bolschewistischer Herrschaft bei anderen sehen, desto froher blicken wir auf unser eigenes Volk, wie es einig und zufrieden seiner Arbeit nachgeht. Dankbar blicken wir auf den Mann, der uns befreit hat vom Bolschewismus und aus Deutschland wieder eine gesunde und stolze Nation machte. Wir wissen, daß Gott mit uns Deu"^"i war, als er uns Adolf Hitler sandte."
frankreich für bekanntgabt der MtungsMern
flußenmimster Velbos auf einer lagung der radikalfoüalen lugend
Paris, 18. April
In Larcassonne fand Sonntag eine Tagung der radikalsozialistischen Jugend im Beisein mehrerer Senatoren und Abgeordneter und des Außenminister Delbos statt, der über die französische Außenpolitik sprach. .„Wir haben die Genugtuung, festzustellen", so führte er aus, „daß unsere Absichten zusammenfallen mit denen der Gesamtheit des Landes. Wenn ich von der Außenpolitik spreche, so spreche ich nicht nur im Namen meiner Partei oder der Regierung, sondern im Namen Frankreichs, das den Frieden wünscht, nicht einen heiklen, mit Kanonen und Bajonetten gespickten Frieden, sondern einen wirklichen Frieden, der organisiert ist in der Zusammenarbeit der Völker, in der gegenseitigen Achtung ihrer Unabhängigkeit und ihrer Freiheit. Wir haben dieses Ideal lehr nahe vor uns geglaubt Ende 1918. Das war die Zeit, wo Wilson mit Löon Bourgeois zusammen den Traum vom Völkerbund verwirklichte. Dieser sollte den Frieden organisieren mit Hilfe einer Gesamtheit von Garantien, die im wesentlichen auf der Hauptidee fußte, daß man an Stelle
Hecht und Moral sind eins
Sautagung des NS.-Nechlswakrerbundes in oldenburg
17. Oldenburg, 18. April.
2n Oldenburg fand eine Gautagung des NS.- Nechtswahrerbundes statt, zu der eine große Anzahl Gäste, u. a. Vertreter der verschiedenen Parteigliederungen, geladen waren. Der Geschäftsführer des NS.-Rechtswahrerbundes, Rechtsanwalt Schröder, begrüßte dieErschienenen und erteilte dem Eauobmann, Landgerichtspräsident Dr. Brand, das Wort zu einem längeren Vortrag über die Bedeutung des NS.-Rechtswahrerbundes, der am 11. Oktober 1928 als Bund nationalsozialistischer deutscher Juristen gegründet wurde und einen Stoßtrupp gegen die System- justiz darstellte.
Landgerichtspräsident Dr. Brand führte u. a. aus: „Nach dem Umbruch galt es, eine umfassende Sammlung all derer zu schuften, die berufen sind, dem deutschen Volk« Rechtswahrer zu sein. Die Bewegung bedurfte aber auch deshalb einer Zusammenfassung aller Rechtswahrer, weil diese in Den Geist der Bewegung eingeführt und damit für ihr Amt in der Volksgemeinschaft vorbereitet werden mußten. Das beste Gesetz wird erst dann zum Segen der Volksgemeinschaft wirksam werden können, wenn es auch von den berufenen Organen richtig angewendet wird.
Darum schuf sich die Bewegung im nationalsozialistischen Rechtswahrerbund eine Gemeinschaft zur Erziehung aller derjenigen, die im Rechtsleben als Rechtswahrer mitarbeiten. Der Redner schilderte dann den schädlichen Einfluß, den das römische Recht auf die deutsche Rechtsprechung gehabt hätte und fuhr fort: „Wir dürfen mit Stolz bekennen, daß wir jetzt auf dem Wege sind, die Fesseln des Fremden endgültig abzustreifen-. Aber es m nicht möglich, alle Gesetze in kurzer Zeit um
zubauen. Nicht jede Bestimmung kann so anpassungsfähig sein, daß nicht in einzelnen Fällen Härten auftreten. Auch hierbei werden von dem einzelnen Opfer für die Gemeinschaft gefordert. Das eine steht fest: Rechtsordnung und Rechtspflege haben auch im nationalsozialistischen Staat eine unersetzliche und lebenswichtige Aufgab« zu erfüllen.
Die Rechtsordnung stellt aber keinen Selbstzweck dar, sondern ist ein Niederschlag des Ord- nungsbedurfnistes der Volksgemeinschaft, die gerade darum Gemeinschaft ist, weil sie aus der Einheit des Blutes und der Rasse auch die Bindung in sich trägt, als ein lebendiger Organismus aus Werden und Vergehen Die Kräfte zu immer verjüngendem Fortleben zu entfalten. Der Reichsrechtsführer Dr. Frank sagt« in einem Geleitwort zu dem nationalsozialistischen Leitsätzen für ein neues deutsches Volksrecht: „Das Recht ist der Ausdruck und das Spiegelbild eines bestimmten Kulturwillens und einer Kultmchöhe eines Volkes. Recht ist das, was die Volksgemeinschaft als sittlich und als gut empfindet und was sie deshalb als Norm für dasvölkliche Zusammenleben sich zur Ordnung setzt."
In diesem Sinne konnte der Führer auf dem ersten deutschen Juristentag nach dem nationalsozialistischen Umbruch im Jahre 1933 den deutschen Rechtswahrer» zurufen, daß im nationalsozialistischen Staat Recht und Moral eins seien. In diesem Sinne konnte der Reichsrechtsführer den Grundsatz prägen: „Recht ist, was dem Volke nützt," Was der NS.-Rechts- wahrerbund will, ist die Verwirklichung der ihm vom Führer gestellten Ausgabe, ein deutsches Eemeinrecht zu schaffen, d. h. eine Rechtsordnung, die aus dem Wesen der deutschen Bluts- und Rassengemeinschaft geboren ist und den Grundsatz zur Tat macht „Gemeinnutz geht vor Eigennutz".
der Gewalt d as Schi edsgericht s etzen müsse. Unter Führung dieser Einrichtung sollte der Friede eine dauernde Einrichtung sein. Aber diese dauernde Einrichtung fordert das gegenseitige Verständnis und den guten Willen aller.
Statt der erwarteten Versöhnung, so behauptete Delbos, habe sich aber der Geist der Vergeltung bei den Besiegten s??j, gefördert durch die Fehler der Sieger, entwickelt, deren Hauptfehler darin gelegen habe, in der Theorie zu viel abzulehnen und in der Wirklichkeit zu viel nachzugeben. (??) Den zum Teil übertriebenen Forderungen auf dem Gebiete der Reparationen oder der Rüstungen entsprächen Verfehlungen, die nicht zu rechtfertigen wären, und da zu der nicht eingetretenen Versöhnung mit den ehemaligen Feinden die Lockerung der Solidarität unter den ehemaligen Verbündeten hinzugekommen sei, wäre der Völkerbund geschwächt. Von den einen verlassen, schlecht bedient von den anderen, herausgefordert von dem „Imperialismus" müßte er allzu oft Vergewaltigungen seiner Grundsätze hinnehmen sowie „gewaltsame Annexionen" und „einseitige Kündigungen" von Verträgen.
Frankreich hat in Genf einen Plan vorgeschlagen, der darin besteht, die Anstrengungen eines jeden in ein Verhältnis zu bringen 'zu der Gefahr, die für ihn besteht; statt von allen gegen den Angreifer eine Unterstützung zu verlangen, die gegenwärtig ein Hirngespinst ist, muß der militärische Beistand durch rigonale Pakte organisiert werden zwischen den Ländern, die von einer gemeinsamen Gefahr bedroht sind." Zur West- paktfragc erklärte Delbos, Frankreich sei stets bereit zu jeder Besprechung, zu jedem Versuch einer Entspannung unter der Voraussetzung, dag sie den französischen Verpflichtungen nicht widerspreche und niemand bedrohe
Die französisch-englische Freundschaft habe sich in der spanischen Angelegenheit wie in allen anderen Fragen gezeigt. „Unsere Einigkeit", so sagte Delbos, „gestützt auf unsere Kraft, stellt die beste Bürgschaft für unsere beiden Länder wie für den allgemeinen Frieden dar." Delbos ging dann aus das französische Bündnis mit Polen und den französisch-sowjetrussischen Pakt ein, den er eine wirksame Friedensgarantie nannte, sowie auf die Abkommen Frankreichs mit der Kleinen Entente, die in gewissen Kreisen allerdings als bedroht bezeichnet würden. Man sehe, daß die Sicherheit Frankreichs und seine Rolle in der Welt nicht zurückgegangen sei.
Hindernisse einer politischen Verständigung seien das Wettrüsten und die wirtschaftliche Autarkie. Man kenne den Wunsch Frankreichs nach einer allgemeinen Abrüstung, aber dieses Problem könne nicht auf einmal in seiner Gesamtheit gelöst werden. „Aber ist es zuviel, wenn man für den Anfang die Kontrolle und die Veröffentlichung der Rllstungsziffern fordert? Dieses jedenfalls wird Frankreich vorschlagen, das die Initiative zu der im nächsten Mai stattfindenden Tagung des Büros der Abrüstungskonferenz ergriffen hat. Wir hoffen, daß diese Initiative eine baldige allgemeine Tagung erleichtern wird, die einen Beweis des guten Willens der Völker bilden würde.
„Die wirtschaftliche Autarkie muß auch allmählich verschwinden. Die drei großen Demokratien haben mit ihrem Währungsabkommen ein Beispiel hierfür gegeben. Aber wie kürzlich Schacht in Brüssel sagte, setzt eine wirtschaftliche Verständigung eine allgemeine politische voraus." In diesem Zusammenhang trat Delbos für die moralische Abrüstung aller Staaten ein.
Auf einer in einem Pariser Vorort stattgefun- denen Sitzung der sozialdemokratischen Partei Frankreichs kam es zu stürmischen Auseinandersetzungen zwischen der Parteileitung und der sogen, revolutionären Linken.
Kino und slieater geschlossen
Generalstreik der Angestellten der Pariser Vergnügungsstätten
Paris, 18. April.
Die Angestellten und Arbeiter der Pariser Lichtspielhäuser und Bühnen haben am Sonntag den sofortigen Generalstreik für Paris beschlossen. Da am frühen Nachmittag der Streikbefehl noch nicht alle Kinos, Theater und Kabaretts erreicht hatte, schlössen alle diese Gast- und Vergnügungsstätten erst nach und nach ihre Tore. Der Schiedsspruch des Abgeordneten Mistler, des Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses der Kammer, der die Streitigkeiten zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern an den Lichtspielhäusern und Theatern schlichten sollte, hat keinen Erfolg gehabt. Der Streikausschuß für die Lichtspielhäuser, Theater usw. sandte eine Abordnung zum Innenminister, um über die Lage zu verhandeln.
Kreuzer «Leipzig" in Mgier
Fühlungnahme mit den französischen Behörden
Paris, 18. April
Anläßlich eines Besuches des deutschen Kreuzers „Leipzig" in Algier stattete der auf der „Leipzig" eingeschiffte Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte, Konteradmiral Voehm, in
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goire, im Namen der Marinestreitkräfte von Admiral Mottet, im Namen der Armee von General Latroux und im Namen der überseeischen französischen Luftstreitkräfte von General Denain erwidert wurde. — In einer an die Presse ergan-
genen Mitteilung heißt es, daß der Besuch der Fühlungnahme mit den französischen Behörden diene, die freundlicherweise den Hafen von Algier den deutschen Seestreitkräften, die an der internationalen Kontrolle im spanischen Bürgerkrieg beteiligt seien, als Stützpunkt zur Verfügung gestellt hätten.
Mockade bewährt sich
London, 18. April
Nach einer Reutermeldung aus Santander hat das finnische Schift „A ran d a" vergeblich versucht, die nationale Blockade in den baskischen Gewässern zu durchbrechen. Das Schift wurde von dem Kreuzer „Espana" angehalten und gezwungen, in die französischen Gewässer zurückzukehren.
Vr. Leu wieder in Verlin
Berlin, 18. April.
Reichsorganisationsleiter Dr. Ley traf Sonntag abend nach einer Zwischenlandung in München aus Italien kommend auf dem Flughafen Tempelhof in einem Sonderflugzeug ein.
Nach der Landung äußerte sich Dr. Ley Pressevertretern gegenüber mit höchster Befriedigung über den Verlauf seiner Reise. Er hob die autzerovdentliche Herzlichkeit hervor, mit der man Hm während der ganzen Dauer seines Aufenthaltes in Italien begegnet sei. Großartig sei es gewesen, wie die Reise von italienischer Seite vorbereitet und durcho^anisiert worden sei. Ueberall seien die ofiziellen Stellen der Partei und des Staates anwesend gewesen. Dr. Ley rühmte auch die großzügige Offenheit, mit der man ihn Einblick nehmen ließ in alle ihn interessierenden Einrichtungen. Als den Höhepunkt seiner Reise bezeichnete Dr. Ley den Besuch bei Mussolini. Der Duce habe ihn mit größter Herzlichkeit empfangen. Das italienische Volk sei in täglich sichtbarem Vormarsch begriffen. Die Stimmung des Volkes sei glänzend, das habe er vor allem bei großen Massenversammlungen feststellen können. Ueberall habe er eine große Begeisterung für Adolf Hitler und Deutschland beobachten können. Nach den Besichtigungen habe sich Gelegenheit zu eingehender Aussprache über die gewonnenen Eindrücke ergeben, so daß aus dieser so harmonisch verlaufenen Reise mit Hrem außerordentlich reichhaltigem Programm, eine Arbeitsreise im besten Sinne des Wortes, die Voraussetzung für eine enge Zusammenarbeit auf sozialpolitischem Gebiet habe geschaffen werden können.
Vr. voebbels spricht
heute abend über alle deutschen Sender
Reichsminister Dr. Goebbels spricht heute, am Vorabend des Geburtstages des Führers, von 29 Uhr bis 22.19 Uhr über alle deutschen Sender.
Volksgemeinschaft immer lebendiger
Dr. Frick in Holzminden und Hameln
Hannover. 18. April
Die Kreistage der NSDAP. in Holzminden und Hameln erhielten ihre besondere Bedeutung dadurch, daß Reichsminister Dr. Frick auf ihnen über den Sinn der Kreistreffen der Partei sprach. Ausgehend von der geschichtlich größten Tat des Führers^ die in der Wiederherstellung der deut- Ichen Volksgemeinschaft und der engen Fühlungnahme zwischen Führung und Partei liege, bezeichnete er diese Kreistage als besonders dazu angetan, diesen Geist der Volksgemeinschaft immer lebendiger werden zu lassen. Dr.
kam darauf ^ sprechen, daß die konfessionellen Unstimmigkeiten hauptsächlich dadurch ent- ^Ä?d.2u jeien, daß die Kirchen das Gotteswort „Mein Reich ist nicht von dieser Weit" nicht beachteten und sich ständig in die Dinge von dieser Welt einmischten. Dem Nationalsozialismus sei es niemals eingefallen, sich in Dogmen oder in die Aufgaben der Kirche einzumischen. Die Bewegung werde eine Einmischung in ihren Aufgabenbereich niemals dulden.
, Die Kundgebungen klangen aus in der Aufforderung. im neuen Vierjahresplan dem Führer mehr noch als in den vergangenen vier Jahren geichlossen zur Seite zu stehen, um die Freiheit des deutschen Volkes für alle Zukunft zu gewährleisten. Das werde auch das beste und schönste Geichenk für den Führer zu seinem Geburtstag lein. ^
Hilfsmittel für den veamten
Berlin, 18. April
Ministerpräsident Generaloberst Eöring weist in einer Verfügung auf die Bedeutung der „Na- twnal,ozialistischen Bibliographie" hin. Die von Reichsleiter Vouhler herausgegebene „Nationalsozialistische Bibliographie" ist die einzige parteiamtliche Schrifttumszusammenstellung die regelmäßig ein Verzeichnis des wichtigsten Schrifttums zu den Fragen der nationalsozialistischen Aufgabengebiete bringt. Sie ist ihrem Aufbau und Inhalt nach ein brauchbares Hilfsmittel für alle Arbeiten des Beamten.
Preisausschreiben für den Entwurf eines Hochseeftfchereifalirreuges
Berlin, 18. April.
Der Vorstand der Schiffbautechnischen Gesellschaft, Berlin, hat für das Jahr 1937 folgendes Preisausschreiben erlassen: Es ist ein moderne s H o ch s e e f i s ch e r e i f a h r z e u g fü r den Schleppfang zu entwerfen, das sowohl technisch als auch wirtschaftlich den höchsten Anforderungen entspricht und das imstande ist, auch entfernt gelegene Fischgründe aufzusuchen. Dabei ist zu prüfen, ob die Raumeinteilung so getroffen werden kann, daß beim Vollaufen irgendeiner Abteilung die Schwimmfähigkeit gewahrt bleibt. Ferner müssen die Einrichtungen des Fahrzeuges den Richtlinien des Amtes „Schönheit der Arbeit" für Unterbringung der Besatzung und für hygienische Anlagen entsprechen. Für die besten Lösungen der Aufgabe, an der sich n u r M i t g l i e d e r derSchiffbautechnischenGesellschaft
beteiligen können, sind Preise von 100 bis 1900 Reichsmark ausgesetzt.
Die Athener Universität beging am Sonntag m feierlichem Rahmen die Feier ihres hundertjährigen Bestehens, an der Vertreter fast der ganzen Welt teilnahmen.