Ausgabe 
(16.4.1937) Nr. 103
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parteiamtliche Tageszeitung

Ilachnchtenblatt der Deutschen flrbeitssront Dremen

der Dationalsozialisten Dremens

Amtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Vremev

^Monatsbezug: RM. L,30 einfchl. Zustellgebühr; durch bis Post RM. L 30

Postbestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zu entrichten. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aulErstattung oder Ersatz. Ns.-Gauvcrlag Wc,er-Ems G. m. b. H Bremen. Teeren S/8 / Fernsprecher: 841 21 und 51l.

Vas amtliche Verkündungsblatt des l^eichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Anzelgen-Grundpreise: Die 22-iom-Zeile im Anzeigenteil ISPs-, die 70--mm. Zeile Im Textteil 75 Pf. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis- liste 8 (Nachlaßstasfel (7>. Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annohmeschluh 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag 12)4-13)4 Uhr.

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Glückwunsch des Meers für ttich tudendorff

der Nelchskrlegsminister in lufiing

das 55. MMlärjubilüum des seldüerrn

Tutzing, 1S. April.

General der Infanterie Erich Ludendorss feierte Donnerstag den SS. Jahrestag feines Eintritts in die Armee. Der Reichskriegsminister und Ober­befehlshaber der Wehrmacht, Eeneralfeldmarschall von Vlomberg, traf vormittags im Flugzeug in München ei». In seiner Begleitung befanden sich der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst

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Unser lagesspiegel

Im Londoner Ostende wurden Faschisten von Kommunisten überfallen.

Der.Reichskriegsminister überbrachte Gene­ral Lndendorfs zu seinem SSjährigen Mili- tärjubilänm die Glückwünsche des Führers und der Wehrmacht.

Für die HJ. wird demnächst ein Reichsein­heitsdienstplan verkündet.

Auf einem Empfangsabend des Außenpoli­tischen Amtes der NSDAP. sprach Gauleiter Dr. Meyer über das Aufgabengebiet eines Gauleiters.

Unser Gauleiter erlaßt znm Dankopfer der Nation einen Aufruf.

Anläßlich des Geburtstages des Führers findet in Bremen eine Truppenparade in der Schwachhauser Heerstraße statt.

Vom 18. bis 28. Juni sind in Bremen die Wettkampftage der SA.-Gruppe Nordsee".

Mit einem Vortrag Pros. Dr. Arnholds wurde die Arbeitstagung der Gauwaltung Weser-Ems, Abt. für Verufserziehung und Vetriebsführung eröffnet.

Die Sparkasse in Bremen hat Direktor Oskar Lüpke zum ordentlichen Vorstandsmitglied bestellt.

Das neueste Maierform-Schiff, MSEms", wurde vom Norddeutschen Lloyd in Dienst gestellt.

Freiherr von Fritsch, der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. h. c. Raeder, der General der Flieger Kaupisch als Vertreter des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, General­oberst Göring.

Der Reichskriegsminister übermittelte um 12.30 Uhr in Tutzing General der Infanterie Luden­dorfs die wärmsten Wünsche des Führers und Reichskanzlers und sprach die herzlichsten Glück­wünsche der deutschen Wehrmacht aus. Als ört­licher Befehlshaber war der Kommandierende General des VII. Armeekorps, General der Ar­tillerie von Reichen«», zugegen.

Seneralfeldmarschatt von Slombers

gedachte der Bedeutung des Tages in folgender Ansprache:Als die Vertreter der deutschen

Wehrmacht treten wir vor Ew. Exzellenz, um Ihnen unsere herzlichsten Glückwünsche auszu- sprechen zur 55. Wiederkehr des Tages Ihres Ein­tritts in die Armee. Ich bin zugleich der Be­auftragte des Führers und Reichs­kanzlers, der Ihnen seine wärmsten Wünsche ausspricht. Dieser Tag vor 55 Jahren war nicht nur für Ew. Exzellenz, sondern für das deutsche Soldatentum und das deutsche Volk bedeutungsvoll. Da­mals trat ein Jüngling in die Waffenreihe. aus dem in stetigem Wachsen ein vorzüglicher Gene­ralstabsoffizier und Kommandeur, «in großer Soldat, ein Feldherr werden sollte.

Der Weltkrieg war ein kriegerisches Ereignis von titanischem Ausmaß, dessen Bedeutung und Nachwirkung noch nicht abzusehen ist. Nun vor allen Führern, Lei Freund und Feind leuchtet Ihr kraftvoll-heroisches Soldatentum, Ihr tätiges Feldherrntum in einem strahlenden Glanz hervor. Wie weit von diesem Lebenskreis des Entschlusses und der Tat ist die Welt des geschriebenen Wor­tes, der Literatur, entfernt.

Wie zusammengestückt sind hier manchmal die Beweggründe, die zu einem Urteil, einer Kritik, einer schiefen Darstellung führen. Wir Soldaten des Weltkrieges wissen besser als eine manchmal irrende Forschung, wie sehr General Ludendorss ein Beweger und Leiter, ein großer Verantwort­licher, kurzum ein Feldherr war. In Ihrem lan­gen Leben, Ew. Exzellenz, hat es wenig Muße und keine Schwäche gegeben. Der Kamps war

und ist Ihr Element. Die Kraft und die großen Visionen befähigen Sie dazu. Mögen Ihnen noch viele Jahre des vollen Wirkens gegeben sein!"

veneral tudendorff

erwiderte:Ich danke Ihnen, Herr Reichskriegs­minister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, und Ihnen, meine Herren Oberbefehlshaber des Heeres, der Marine und der Luftstreitkräfte, daß sie den weiten Flug nicht gescheut haben, um mir die Wünsche der Wehrmacht zum heutigen Tage auszusprechen. Ich danke Ihnen für die Wünsche und danke Ihnen, Herr Generalfeldmarschall, für die warmen Worte, in die Sie die Wünsche ge­kleidet haben. Sagen Sie auch der Wehrmacht meinen Dank.

Ich bitte Sie zugleich, meinen aufrichtigen Dank dem Führer und Reichskanzler für seine Wünsche zu übermitteln.

In meinem langen Soldatenleben vor dem Weltkriege und erst recht im Weltkrieg war ich mit allen Wehrmachtteilen, denen auch Sie da­mals angehörten, auf das allerinnigste verbun­den. Es ist für mich heute Herzenssache, zunächst in Dankbarkeit der alten deutschen Wehrmacht zu gedenken, die im Weltkriege in heldischem Ringen gegen eine ungeheure llebermacht das deutsche Volk vor der ihm zugedachten Zermalmung be­hütet und Deutschlands Grenzen geschützt hat. Die Bedeutung und Nachwirkung dieses großen Ge­schehnisses sind in der Tat noch nicht zu über­sehen. Unser« Leistungen werden von tapferen Gegnern voll eingeschätzt. Uns brachten sie Er­wachen des völkischen und rassischen Leben s w illens. Sie bilden die Grundlage Ihres Wirkens und die der jungen Wehrmacht.

Die Lage, in der wir leben, gleicht in mancher Hinsicht der Zeit vor dem Weltkriege. Wäre da­mals mein Streben, unsere Wehrmacht zu ver­vollständigen und die allgemeine Dienstpflicht durchzuführen, von Erfolg gekrönt gewesen, hätre die Regierung die erforderliche Einsicht sür das Gebot der Stunde gehabt, wäre das Volk gegen­über der Wühlarbeit der damals noch nicht er­kannten überstaatlichen Mächte geschlossen geSlie. ben, diesen wäre es nicht gelungen, Staaten, Völker und Heere gegen lkns aufzubieten.

Heute ist Deutschland zufolge des scharfen Blickes des Führers und Reichskanzlers, dem alle Deutschen nicht genug dafür danken können, und Ihres schaffenden Wirkens wieder wehrhaft, in dem klaren Wissen, daß nur ein wehrhaftes, auf den totalen Krieg gefaßtes, geschlossenes deutsches

Von »er front der pattelarveit

öauleiter Vr. Meper sprach vor der Mplomatie und der fluslandspresse über die Ausgaben

eines vauleiters und Neichsstatthalters

Berlin, 1S. April.

Auf einem Empsangsabend des Außenpoliti­schen Amtes der NSDAP. sprach Donnerstag im Hotel Adlon Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Alfred Meyer (Gau Westfalen-Nord) über das ThemaAus der Arbeit eines Gauleiters und Reichsstatthalters".

Nach der Behandlung von Fragen allgemeiner Natur durch fast alle Reichsminister und Reichs- leiter auf den vorhergehenden Empfangsaben­den gab damit an diesem Abend zum ersten­mal ein Gauleiter aus dem Reich den ausländischen Hörern einen Einblick in die Ar­beit der Front der Partei. Dem Vortrag wohnte eine große Zahl von Mitgliedern des Diplomati­schen Korps und führender Persönlichkeiten von Partei und Staat sowie zahlreiche Mitglieder des Vereins der ausländischen Presse und des Beibandes ausländischer Pressevertreter, ferner Schriftleiter der deutschen Presse bei. Reichs­leiter Alfred Rosenberg stellte den auslän­dischen Gästen den Redner als einen der ältesten nationalsozialistischen Kämpfer im Reich vor. Seins Stimme als Gauleiter in diesem Kresse sei zugleich die Stimme von mehr als 30 Gau­leitern. Seine Freuden und Sorgen, von denen er berichte, seien die aller deutschen Gauleiter, Reichsstatthalter und Oberpräsidenten.

Daraus ergriff Gauleiter Dr. Meyer das Wort zu seinem Vortrag.Sie wissen," so Mrte der Redner u. a. aus,daß im Staat von Wei­mar die Länder nur ganz lose an das Reich ge­bunden waren. Die Reichsgewalt wurde von den Ländern abgelehnt. Einzelne Länder standen so­gar im offenen Gegensatz zur Reichs­regierung. Durch das zweite Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich vom 7. April 1933, allgemein alsReichsstatt­haltergesetz" bezeichnet, wurde durch den Führer das Verhältnis von Reich und Ländern auf eine neue verfassungsrechtliche Grundlage ge­stellt. Die Aufgabe, für die Beobachtung der vom Reichskanzler aufgestellten Richtlinien der Poli­tik zu sorgen, hat nach dem Gesetz der Reichs- Itatthalter. Einen weiteren Entwicklungsabschnitt schuf das Gesetz vom 30. Januar 1934 über den Neuaufbau des Reiches, das die Länder­parlamente auflöst und den Uebergang der Ho­heitsrechte der Länder auf das Reich bestimmt.

Nachdem so das Einheitsreich verwirktlicht mar und das Gesetz über das Staatsoberhaupt des Deutsche i Reiches vom 1. August 1934 die Aemter des Reichspräsidenten und des Reichs­kanzlers vereinigt hatte, galt es, die Stellung

der Reichsstatthalter in Uebereinstimmung mit der neuen staatsrechtlichen Lage zu bringen. Der Reichsstatthalter übt also auf den ihm übertra­genen Verwaltungsgebieten nicht mehr Landes­gewalt, sondern Reichsgewalt aus.

Dr. Meyer beschäftigte sich dann mit den Aus­gaben der Gauleiter, die partei-, staats-, wirt- schafts- und kulturpolitischer Natur seien. Partei­politisch gesehen, ist der Gauleiter dem Führer dafür verantwortlich, daß die Partei als Garant der Volksgemeinschaft in Deutschland ein jeder­zeit schlagfertiges Instrument der Politik des Führers ist. Das ganze nationalsozialistische Deutschland ist mit einem engmaschigen Partei­organisationsnetz überzogen, mit dessen Hilfe jede politische Aktion unter der Verantwortung des Gauleiters schnellstens durchgeführt werden kann. Mit Hilfe dieser Tausenden und aber Tausenden von lebendigen Propagandisten kann jeder Staatsgedanke in kürzester Zeit Gedanke auch des letzten deutschen Volksgenossen werden.

Eine der größten parteipolitischen Aufgaben des Gauleiters ist die

Sicherstellung des Nachwuchses der sichrerschaft der Partei.

Nach dem Willen des Führers soll die Partei nun in alle Zukunft die politische Führung des deut­schen Volkes übernehmen. Im nationalsozialisti­schen Deutschland kann ohne Rücksicht auf Stand, Besitz oder Konfession jeder junge deutsche Mensch, wenn er ein ganzer Nationalsozialist ist, die höchsten Führerstellen in Staat, Partei und auf allen Gebieten des Lebens erringen. Die Lei­stung allein entscheidet. Der Gauleiter hat auch staatspolitische Aufgaben, denn Partei und Staat sind eine Einheit. Sie dokumentiert sich am offensichtlichsten durch Per­sonalunion an der Spitze von Partei und Staat. In allen entscheidenden und lebenswichtigen Fra­gen findet zwischen Partei und Staatssührung engste Zusammenarbeit statt. Die Partei sorgt dafür, daß die Staatspolitik im Sinn« der nationalsozialistischen Welt- anschauung geführt wird. Es ist nun die we­sentlichste Aufgabe der Partei, für alle großen Staatsaufgaben die Kräfte des deutschen Volkes zu mobilisieren und das Volk zum Träger der na­tionalsozialistischen Staatspolitik zu machen.

Der Gauleiter als oberster Parteiführer hat in seinem Gau auch die wirtschastpolitische Initiative und muß die Durchführung der großen wirtschaftspolitischen Aufgaben stcher-

stellen. Eine der größten und schönsten Aufgaben des Gauleiters ist es aber, den Sozialismus der Tat Wirklichkeit werden zu lassen. Die großartigen Organisationen des praktischen Sryialismus, die Deutsche Arbeits­front, die NSV. und die NS.-Frauenschaft, erhalten ihre politischen Richtlinien durch den Gauleiter. Die Führer dieser Organisationen gehören zum Stäbe des Gauleiters. Von größter Bedeutung im sozialistischen Sinne sind besonders die Aemter der Deutschen Arbeits­front NS.-EemeinschaftKraft durch Freude", das AmtReisen, Wandern und Urlaub", das AmtFeierabend", dasDeutsche Volksbildungs­werk", das AmtSchönheit der Arbeit" und das Sportamt" geworden deren ungeheure sozial« Leistungen der Gauleiter dann durch zahlreiche Beispiele unterstrich.

Vor allem haben wir", so hob der Redner hervor,den deutschen Arbeiter dadurch wieder­gewonnen, daß wir ihm seine soziale Ehre wieder­gegeben haben. Der deutsche Arbeiter fühlt heute, daß er Träger deutschen Blutes ist und daß er so unentbehrlich für die Nation ist wie jeder an­dere Stand. Ein großer Teil der deutschen Ar­beiter hat auch heute noch wirtschaftliche Sorgen. Und wenn'wir ihnen nun helfen müssen, dann geschieht es nicht aus Mitleid oder Barmherzig­keit, sondern dann ist das eine Ehrenpflicht des Volkes und Staates, und es geschieht aus treuer Sorge und inniger Nächstenliebe. Diese nie er­müdende Sorge um den deutschen Menschen ist .positives Christentum.'"

Die Aufgaben und Pflichten eines Gauleiters und Reichsstatthalters"; so schloß Dr. Meyer,sind groß und vielseitig. Die entscheidendste Aufgabe des Gauleiters ist aber die Menschen- führung. Der Gauleiter muß sich die Herzen, das Vertrauen und den Glauben der ihm vom Führer anvertrauten Volksgenossen täglich wie­der erobern. And so müssen wir immer wieder als Redner und Prediger der nationalsozialisti­schen Idee mitten ins Volk hinein­gehen, in das deutsche Volk, in dem wahrer Friedenswille fest verankert ist.

Wir Deutschen wollen den Frieden leidenschaft­lich, wir haben viele, viele Jahre des Friedens nötig, um das nationalsozialistische Frieoenspro- gramm,Deutschland schöner und seine Menschen glücklicher zu machen", verwirklichen zu können. Und das ist ja letzten Endes auch das heiße Streben und Verlangen aller Regierungen der Kulturstaate« dieser Erde, ihren Völkern das Glück zu bringen."

Volk gegenüber der Hetze der heute erkannten überstaatlichen Mächte Bürge des Friedebs in Europa zu sein vermag.

Sie haben es so nach vielen Richtungen hin leichter als ich damals, andererseits haben Sie es in vielem auch schwerer. Ihre Leistungen, aus Wenigem, eine starke Wehrmacht zu bilden, stehen einzig da. Ich beglückwünsche Sie zu dem Erreichten und zugleich alle die, die Sie zur Mitarbeit an dem Aufbau der Wehr­macht beriefen. Meine wärmsten Wünsche be­reiten weiter Ihr und Ihrer Gehilfen Wirken, egleiten die junge Wehrmacht und die einzelnen Kameraden in ihrem ernsten Streben, allen Auf­gaben gewachsen zu sein. In vorsorgender Schau gilt es indessen, zu erkennen, daß die überstaat­lichen Mächte und ihre Helfershelfer in allen

Völkern und in unserem Volk selbst wühlen, wie einst vor und im Weltkriege, um oem Volke Ge­schlossenheit, der Wehrmacht im Volke Rückhalt und damit die Kraft, ihre schweren Aufgaben zu erfüllen, und schließlich dem Volke den eben wieder entfachten völkischen und rassischen Lebens­willen und Lebensmöglichkeit zu nehmen. Sor­gen Sie, daß hinter einer auch seelisch starkeil Wehrmacht ein die überstaatlichen Mächte klar erkennendes, seelisch starkes und seiner völkischen Eigenart bewußtes, geschlossenes Volk steht. Sie sprachen, Herr Eeneralfeldmarschall, von meinem Wirken; dahin geht es, glauben Sie mir, zum Besten des Staates, des Volkes und der Wehr­macht!" Am Nachmittag kehrte Eeneralfeld­marschall von Vlomberg mit Begleitung wieder nach Berlin zurück.

^eciee seine AMiAt/

-unseres Hau^etters Lu-nDankopLee -ciee Tiak'on"

Unser Sauletter, Nelchsstattkalter tarlNöoer, erläßt zum »Vankopser der Nation" folgenden flusrus:

»wie in -er KampfM, so auch setzt, stehen wir Schulter an Schulter mit der Sfl. Itzr Werk, dos »Vankopfer der Nation", ist auch unser Werk. das »Vankopser der Nation" soll ein vekennt- nis und Sank rugleich für den sichrer sein. leder tue seine Pflicht!"

Sldenburg i. 0., den 15. Sprit 1S5? ^

Sauleiter und Neichsstotchakter

Nie Lllssmmeilsrbsil von ksrlei unä 8 tss!

Von. Hauptllintslsitsr Loinrnsr, !rn Stab äss LtsIIvsrtrstsrs 6ss kukrsrs

Das Gesetz vom 1. 12. 1933 stellt die Einheit von Partei und Staat fest. Einheit be­sagt nicht, daß Partei und Staat ein und das­selbe sind. Beide haben vielmehr ihre Selbstän­digkeit bewahrt. Partei und Staat haben nach wie vor ihre eigene Verwaltung, Gerichts­barkeit und ihr eigenes Recht. Insbesondere sind die Einrichtungen der Partei nicht Einrichtungen des Staates geworden. Ueber das Verhältns von Partei und Staat ist von Berufenen, aber auch von Unberufenen, seit 1933 viel geschrieben wor­den. Die meisten haben sich damit beschäftigt, wie in den überkommenen Organismus des Staates die Partei einzugliedern sei. Diese Ausgangs­stellung ist von vornherein falsch und führt selbst­verständlich dann auch zu falschen Betrachtungen und falschen Lösungen. Die Partei hatden Staat erobert, und das Verhältnis Partei und Staat ist nur unter dem Gesichtspunkt zu betrachten, wie die Partei d'en Staat mit ihrem Geiste durch dringt und in ihrem Geiste um­gestaltet- Der Staat aus sich heraus wäre nicht zu einer solchen Umgestaltung fähig. Die Umgestaltung kann nur von außen kommen. Das ist der tiefere Sinn und Zweck der Selbständigkeit von Partei und Staat.

Die Aufgabe der Partei liegt nicht darin, sich um die Staatsverwaltung im einzelnen zu kümmern und in die kleinen Lebensregungen der Staats­verwaltung einzugreifen. Damit würde die Partei eine Riesenarbeit übernehmen, die sie von ihren eigentlichen Aufgaben der Führung undEr- ziehung des deutschen Menschen ab­lenken würde. Die Partei kann nur das Staots- leben in seinen entscheidenden Punkten be­einflussen. Dadurch, daß der Stellvertreter des Führers als Reichsminsster ohne Geschäftsbereich Mitglied des Reichskabinetts geworden war, war nur äußerlich festgestellt, daß die Partei an der Staatssührung beteiligt ist. Diese äußerliche Stel­lung ist aber später durch zwei Erlasse des Füh­rers weitgehend ausgebaut worden. Diese beiden Erlasse geben der Partei den unbedingt nötigen Einfluß auf den Staat.

Einmal ist durch einen Erlaß aus dem Juli >934 der Stellvertreter des Führers weitgehend in die Reichsgesetzgebung eingeschaltet worden, zum anderen ist er durch einen weiteren Erlaß vom Herbst des Jahres 1935 ein wichtiger Faktor in der Personalpolitik der Beamtenschaft geworden. Ist die Gesetzgebung nationalsozialistisch und sind die Menschen, die die Gesetz« ausführen, Nationalsozialisten, dann wird es die Verwaltung ganz von allein.

Als Reichsminister ohne Geschäftsbereich bekam der Stellvertreter des Führers die Gesetzentwürfe erst im Zustand einer Kabinettsvorlage, war also an dem Werden des Gesetzes, an den zahlreichen Verhandlungen zwischen den einzelnen Ministerien im Stadium vor der Kabinettssttzung nicht be-

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teiligt. Völlig unbeteiligt war er an der umfang­reichen Rechtsetzung auf dem Wege der Verordnung, seit Juli 1934 ist der Stellvertreter des Führers mitbeteiligter Minister bei der Schaffung des gesamten neuen dsut- Ichen Rechtes mag es sich um Gesetze, oder mag es sich nur um Verordnungen handeln, wr nimmt selbst oder durch seine Vertreter an den Sitzungen der Ministerien, die dem Werden einer Kabinettsvorlage vorausgeben, lerl. Er wird nicht mehr vor eine ab­geschlossene Arbeit, wie es eine Kabinettsvorlags M, gestellt, sondern er ist in der Lage, von sich aus schon das Werden eines Gesetzes zu beein­flussen. Kein Zweig der Reichsgesetzgebung ist davon ausgenommen. Mag es sich um Gesetze und Verordnungen handeln, die dazu bestimmt sind, lrüherer Zeiten wegzuräumen, mag es Recht sein, das augenblicklichen Notständen be­gegnen soll, oder mag es sich um Gesetzgebung in Richtung des Neubaues des Reiches handeln, überall ist gesichert, daßdernationalsozia. I ist ische Einfluß gewahrt wird. Bei Arbeit kommt es nicht darauf an, bessere rursstsschs Formulierungen zu finden. Die Ueber- prusung der Gesetz- und Verordnungsentwürfe ist >>npolitische Tätigkeit. Sie erstreckt ssch lediglich darauf, ob die vorgeschlagenen Be­stimmungen mit dem Wollen der NSDAP über- «lnstftnmen. Aber diese Tätigkeit ist nicht so auf- zufassen, als ob es sich lediglich darum handelte, daraus zu sehen, daß etwa das Parteiprogramm nicht berührt wird. Die Mitarbeit des Stellver- ireters des Führers ist ein Gegengewicht dagegen, vag die Ge,etzgebung zu sehr den Einflüssen des grünen Tisches unterliegt. Bei aller Achtung vor den fachlichen Kenntnissen der Sachbearbeiter in den Ministerien muß doch oft festgestellt werden, daß in der Partei der praktische Blick furdieAusioirkung gesetzgeberischer Maß­nahmen ausgeprägter vorhanden ist. Beim Stellvertreter des Führers werden die Gesetzent­wurfs nicht nur von den eigentlichen Sach­bearbeitern geprüft, sondern all« irgendwie be­teiligten Organisationen der NSDÄP. we- - dazu gehört und sind über den StellvertreK- Führers in der Lage, ihre praktischen Erfahrungen geltend zu machen.

Die Riesenarbeit, die auf den Zentralbehörden des Dritten Reiches in den jetzigen Zeiten es Neuaufbaues lastet, führt zu einer äußerst zugesmß- ten Spezialisierung der einzelnen Sachbearbe ' - Die Dienststelle des Stellvertreters des Führe --- die mit sämtlichen Gesetzen zu tun hat, ist -man s" sich weise auf die p o I i t i sch e Seite beschränkt in der Lage, den G es a rn b e rb I i ck zu wahren. °

sie anwenden. Die besten Gesetze nützen oft nichts wenn sie von Nichtnationalsozialisten mißverston den und mißverständlich angewandt wurden

es von größter Bedeutung, daß die Ner n der höheren Beamten vom Stell

nertreter des Führers beeinflußt wird. D i höheren Beamten ernennt und be dert derFührer. Vorschläge dazu lause: aber sämtlich beim Stellvertreter des Führer