Ausgabe 
(20.6.1937) Nr. 166
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parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsblatt des Senats der jreien Hansestadt Dremen

5^5 °lnschl.hustellgeb.; PostbezugspreiS monatl. 2.3»^ (kichcht. 48.86 llchtALitungZgedilhr) Auzügl. 42 ÄöstöVakld ÄL-MüTvreis ist im vvr«iu3

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Nr. 166 / 7. lassrgang

Sonntag, 26. Juni 1SZ7

kinzelpreis 15 Nps.

Piraten schassen lorpedos

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kine neue ungeheuerliche Provokation der bolschewistischen Mordbanden in den spanischen öewiissern

der Kreuzer ist unversehrt

Berlin, 2V. Juni.

Am 13. d. Mts. wurde in bestimmten auslän­dischen Kreisen das Gerücht verbreitet, dieLeip­zig" sei torpediert worden und gesunken. Tat­sächlich meldete der Kommandant derLeipzig", daß das Schiff nördlich von Oran am 15. Juni. morgens um S.25 Uhr, 9.28 und 9.58 Uhr von

tlnssr lagssspiegel

Wiederum haben spanische Piraten ein feiges Attentat aus ein deutsches Kriegsschiff unter­nommen.

Francos Truppen haben gestern Bilbao erobert.

Leo» Blum erlitt vor dem Pariser Senat eine Niederlage.

Die Lewis-Gewerkschaft schmiedet Pläne zur Errichtung einer Volksfront in USA.

Mit einer Abschiedsseier in der Marien- burg wurde die Ostpreuhenfahrt der Alten Garde abgeschlossen.

Der zweite Tag der SA.-Wettkämpfe nahm einen besonders glänzenden Verlauf. Der Sturm 22/75, Bremen, gewann den Ehren­preis des Gruppenführers.

Die Fahrer der großen Deutschland-Rund­fahrt 1937 berührten gestern mittag Vremen. Oberbannführer Finkenten und Kretsob- mann Schwenk rufen alle Betriebsführer und Handwerksmeister auf, den Jungen und Mädeln des Standortes Vremen die Teil­nahme an Jugendfahrten und Jugend-Lager­leben zu ermöglichen.

Die Bremer Polizei wird in Zukunft jeden unter Alkoholgenuß stehenden Verkehrsteil­nehmer festnehmen, der einen Unfall verur­sacht.

je einem Torpedo beschossen wurde. Der Laus der Torpedos wurde durch Horchgeräte verfolgt. Da aber dieLeipzig", wie schon bekannt, nicht getroffen wurde, schien es vor weiteren Schritten zweckmäßig, erst den Gerüchten nachzugehen, die eine Torpediernng bereits feststellten, obwohl von deutscher Seite über den Vorfall nach augenhin zunächst geschwiegen worden war.

Die Feststellung, die sich aus der Uebereinstim­mung dieser Gerüchte mit der Meldung des Kom­mandanten ergab, wurde weiterhin erhärtet durch einen neuen Vorfall am 18. ds. Mts. An diesem Tage. um 15.37 Uhr, wurde nämlich vom Kreuzer Leipzig" zum vierten Male ein Ü-Vootsangrifs einwandfrei festgestellt. Von mehreren sicheren Beobachtern wurde der Schwall des Ausstoßes deutlich gesehen. Einer der Torpedos wurde vom Kreuzer selbst klar vor seinem Bug vorbeiziehend durch Horchgeräte sicher beobachtet. Auch dieser vierte Angriff ging also scharf vorbei.

Es wird Sache der vier Mächte sein, im Sinne der getroffenen Abmachungen nunmehr die den Umständen entsprechenden Maßnahmen zu ergrei­fen. Die Reichsregierung ist jedenfalls nicht ge­willt, den Schießversuchen spanisch-bolschewistischer Unterseeboots-Piraten so lange zuzusehen, bis am Ende vielleicht doch noch ein Treffer erzielt wird.

Botschafter von Ribbentrop hat Sonnabend vormittag in London die Vertreter der drei ande­ren an der Seekontrslle beteiligten Mächte von dem Vorgefallenen dringlichst verständigt. Der Führer ist im Flugzeug von Eodcsberg am Rhein »ach Berlin zurückgekehrt.

Die neuen Zwischenfälle in Spanien stellen in ihrer ganzen Ungeheuerlichkeit einen neuen schweren Anschlag auf das ganze System der Nichteinmischung dar, so daß ernstlich die Frage erhoben werden muß, ob die Neutralitätspolitik der europäischen Mächte überhaupt noch einen Sinn haben kann, wenn es nicht möglich ist, das spanische Volschewistengesindel aus der Stelle mit den schärfsten Maßnahmen zur Räson zu bringen.

Was ist vorgefallen? Vor wenigen Tagen lief durch die Weltpresse die Meldung, daß der rote Sender von Bilbao die Zusammen­stellung von U-Boot-Iäger-Flottillen ange­kündigt habe mit der Drohung, daß m Kurze die spanischen Gewässer von sämtlichen «faschistischen Kriegsschiffen" gesäubert seien. Am 15. ds. Monats tauchte dann plötzlich m Deutschland das Gerücht auf, der deutsche KreuzerLeipzig", der sich um diese Zeit m den spanischen Gewässern aufhielt, sei von einem roten spanischen U-Boot torpediert worden. Das gleiche Gerücht gab Anlaß tzu phantastischen Sensationsmeldungen in der ganzen Auslandspresse. Obgleich in Deutsch­land selbst am 16. ds. Monats noch keine Meldung über einen Angriff auf dieLeist­est' vorlag, stellte sich tatsächlich nach dem Auftauchen der ersten Gerüchte heraus» daß vrm einem bolschewistischen U-Boot ein Tor­pedo aus dieLeipzig" in den Mittagsstun-

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AusSonnabend nachmittag fand im Außenamt

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den des 15. Juni abgefeuert worden ist. Es erhebt sich die Frage: 1. Wie ist es möglich, daß die Meldung über den bolschewistischen Angriff schon in den Mittagsstunden des 15. Juni in die Oeffentlichkeit, und zwar in verschiedenen Ländern schon als Sensations­meldung in die Presse gelangte? 2. Aus wel­chen Wegen ist dieses Gerücht verbreitet worden, da die Meldung über dieerfolg­reiche Torpedierung" derLeipzig" selbst jeder Grundlage entbehrte und der militäri­sche Laie ebenfalls weiß, daß ein U-Boots- angriff in großer Entfernung von der Näch­ten Küste niemals ein Schauspiel ist, das ich vor aller Oeffentlichkeit abspielt, insbe­sondere, wenn der Torpedoschuß wirkungs­los bleibt, d. h. sein Ziel verfehlt. Ueberlegt man sich diese beiden Fragen nüchtern, so gibt es nur eine Erklärung sowohl für den ersten Torpedoangriff am 15. wie auch für die folgenden am 18. Juni:

Von verantwortlicher bolschewistischer Seite ist gemäß der Ankündigung des Sen­ders von Bilbao allen Ernstes der Befehl erteilt worden, systematische An­griffe auf deutsche Kontroll- schisse auszuführen. Dieser Befehl ist so in aller Oeffentlichkeit bekanntgewor­den und so provokatorisch durchgeführt wor­den, daß das rot-spanische U-Böot, das den ersten Angriff durchführte, schon die Erledi­gung seiner Aufgabe drahtlich nach Valencia signalisierte, ohne sich darüber unterrichtet zu haben, ob der Angriff überhaupt erfolg­reich war. Hier sei hinzugefügt, daß auch diese Möglichkeit in jeder Weise gegeben ist und daß sie für den vorliegenden Fall abso­lut wahrscheinlich ist. Bekanntlich taucht ein U-Boot nahe dem Abschuß des Torpedos so­fort in größere Tiefen, um den einsetzenden Abwehrmaßnahmen des Kriegsschiffes zu entgehen. Die Feststellung, ob der Torpedo­schuß gesessen hat, braucht daher unter Um­ständen nicht in jedem Falle getroffen zu werden. Alles Weitere ergibt sich von selbst: Ueber Valencia hat dieerfolgreiche Tor­pedierung" des deutschen Kreuzers ihren Weg in die Weltöffentlichkeit als eine schon vollendete Tatsache gefunden. Nach dem ersten Angriff wurde der Kreuzer dann ein zweites Mal angegriffen. In diesem Falle mit insgesamt drei Torpedos.

der deutschen Mitteilung geht hervor, was Deutschland angesichts dieser Kette ver­brecherischer Anschläge, die sich in dem Augenblick ereignen, in dem Italien und Deutschland wieder in den Londoner Aus- schuß zurückgekehrt sind/ erwartet:' Es ist> eine völlige Unmöglichkeit und ein glatter Nonsens, daß diese systematischen Attentate gegen den Frieden der Völker noch weiter hingenommen werden. (Siehe Seite 2!)

votschafterbesprechung in LonSon

London, 20. Juni.

Auf Grund des Abkommens vom 12. Juni tra­ten Sonnabend nachmittag der deutsche, der ita­lienische und der französische Botschafter mit dem englischen Außenminister in London zusammen, um die Lage zu beraten, die durch die Torpedie- rungsversuche auf dieLeipzig" entstanden ist. Nach Abschluß der Sitzung wurde folgende Mit­teilung ausgegeben:

erne Zusammenkunft des iranzosychen, des deut­schen und des italienischen Botschafters mit dem englischen Außenminister statt, bei der der deutsche Botschafter eine Darlegung des Berichtes gab, den die deutsche Regierung über die Zwischenfälle in bezug aus den deutschen KreuzerLeipzig" er­halten hat. Die Vertreter der vier Mächte ver­pflichteten sich, ihte Regierungen sofort zu befra­gen und kamen üöerein, nicht später als Montag in Uebereinstimmung mit den Bestimmungen des am 12. Juni d. I. erzielten Abkommens wieder zusammenzutreten."

flömirrü Scheer" m Sibrattar

Paris, 20. Juni.

In Gibraltar ist das deutsche PanzerschiffAd­miral Scheer" eingetroffen. Konteradmiral Fisch el. der sich an Bord des Panzerschiffes Admiral Scheer" befindet, der Kommandant des Panzerschiffes, Kapitän z. S. Ciliax, und mehrere Offiziere begaben sich an Land und stat­teten den im Marinelazarett liegenden verletzten Matrosen des PanzerschiffesDeutschland" einen Besuch ab.

vilbao von francos Iruppen erobert

wie ein Lauffeuer ging 0ie Siegesbotschaft durch Spanien / Bolschewistische Horden im Innern der Stadt eingeschlossen

Sän Sebastian, 20. Juni.

Mit dem AusrufVilbao gehört wieder zu Spanien" meldeten Sonnabend nachmittag sämt­liche nationalspanischen Rundfunksender die Ein­nahme Bilbaos durch die nationalen Truppen. Gleichzeitig gedachten sie des vor kurzem tödlich verunglückten Chefs der Nordarmee, Generals Mola, der als der eigentliche Sieger von Vilbao gefeiert wird. Die Nachricht von dem Sieg ver­breitete sich in ganz Spanien wie ein Lauffeuer.

Die nationalen Streitkräfte traten Sonnabend mittag auf den Bilbao unmittelbar vorgelagerten Höhen zum Hauptangriff auf die Stadt an. Beim Eindringen der Truppen in das Weichbild Bil­baos herrschte unbeschreibliche Verwirrung. Diesen Zustand konnten sich die im dortigen Gefängnis seit Monaten eingeschlossenen politischen Gefange­nen zunutze machen und in der Zahl von 1100 zu den nationalen Truppen flüchten.

Zur Einnahme Bilbaos werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Die nationalen Truppen

stürmten von den östlichen und südlichen Höhen, die erst am Freitag besetzt worden waren, die Hänge hinab und erreichten das Wasser­depot von Larrasquito und mehrere große Jndustriewerke, im Nordüstcn die Vorstadt SanPedrodeDeusto und das Universitäts­viertel. Im Südosten verließen mehrere Kom­panien der ersten Brigade ihre Stellungen, und bei Urbi und Dos C a m i n o s an der Haupt­straße von Durango vereinigten sie sich bei Sän Esteban mit den von den Südosthängen herab- sioßenden Truppen der II. Brigade. Sie besetzten das größte spanische Eisenhüttenwerk Bara- caldo und drangen dann vom Südosten in die Stadt ein. Die Kllstenkolonne und die Truppen der VI. Brigade stießen vom Norden her längs des rechten Ufers der Nervion-Mündung über Desierto und Luch ano nach Bilbao vor.

Die nationalen Truppen besetzten als erstes öffentliches Gebäude der Stadt das Rathaus, wo sich der Feind noch zu verteidigen suchte. Er mußte sich aber, da das Gebäude von allen Seiten umzingelt wurde, sofort ergeben. Starke Abtei­lungen der siegreichen Truppen passierten Sonn­abend nachmittag eine Zugbrücke über den Nervion und besetzten die auf dem linken Ufer liegenden Straßenzüge. Durch geschickt« Einkreisungsmanöver

sind größere bolschewistische Horden im Inneren der Stadt eingeschlossen worden. Man erwartet, daß sie sich ebenfalls er­geben.

Spanien jubelt

Sän Sebastian, 20. Juni.

Die Siegesnachrichten aus Vilbao haben in der spanischen Bevölkerung unbeschreiblichen Jubel ausgelöst. Die Straßen hallen wider von Hoch - rufen auf General Franco und auf das nationale Spanien. Lautsprecher auf den Hauptstraßen verkünden immer neue Einzel­heiten von der Front. Alle Kirchenglocken läute­ten. Innerhalb kurzer Zeit prangten die Häuserfronten im Flaggenschmuck. Einzelne Verwundete, die sich in Sän Sebastian zur Genesung befinden, wurden von der begeister­ten Menge auf den Schultern durch die Straßen getragen. Der Gouverneur wies in einer kurzen Rundsunkansprache auf die Bedeutung der Stunde und auf den unerschütterlichen Sieges­willen des nationalen Spaniens hin. Er gedachte der Toten und Verwundeten, ganz besonders auch des großen Werkes des Generals Mola. Auch in den anderen nationalspanischen Städten herrscht über den Fall von Bilbao un­beschreibliche Freude. Ueberall finden Massenkundgebungen statt.

ftrtitterieleuer auf MaSrid

Avila, 28. Juni.

Sowohl in der Nacht zum Sonnabend wie auch am Sonnabend vormittag hat die nationale Ar­tillerie die feindlichen Stellungen vor Madrid unter heftigstes Feuer genommen. Die Beschie­ßung dauerte jeweils mehrere Stunden. Feind­liche Batterien, die versuchten, das Feuer zu er­widern, konnten zum Schweigen gebracht werden. Heller Feuerschein und zahllose Explosionen lassen darauf schließen, daß ein großes Munitions^aaer vernichtet wurde.

Lügenmeldungen übernommen

Salamanca, 20. Juni

Die englische Presse verbleiter eine auf bolsche­wistische Informationen beruhende Ereuelmel- dung aus Santander über eine angebliche Versen­

kung eines Frauen- und Kindertransportes durch nationalspanische Kriegsschiffe, wogegen die natio­nale Marineleitung energisch protestiert. Die unwahre Meldung behauptet, daß die Schiffe Francos ein marxistisches Handelsschiff mit über 300 Passagieren, in der Haupt- iache Frauen und Kinder, versenkt hätten. Gegen diese verwerfliche Art der Kriegspropaganda wenden .sich die Nationalen in voller Empörung und stellen fest:

Diese Nachricht ist nichts weiter als eine bös­willige Entstellung des folgenden bereits be­kannten Geschehnisses: Die nationale Kriegs­

flotte 9riff kürzlich verschiedentlich rote Handels- schrfse aus, die aus Vilbao flüchteten. Eines dieser Schiffe führte an Bord eine große An- zahl Frauen und Kinder. Selbstverständlich er­litten weder Schiff noch Fahrgäste irgendwelche Schaden infolge Besitzergreifung des Fahrzeuges durch ein nationales Kommando. Im Gegenteil, die Fahrgäste wurden hingebungsvoll gepflegt und versorgt, da der allgemeine Gesundheitszu­stand verheerend war. Viele der Kinder hatten Masern und Scharlach. Sämtliche Fahrgäste wurden im nationalen Hafen Pasajcs ausge­laden, wo sie weiterhin aufs beste versorgt werden, den.

Stalins Verhaftungswelle rollt weiter

Moskau, 19. Juni.

Wie die Moskauer Blätter melden, geht die intensive Suche nachStaatsfeinden",Trotz­kisten" undSchädlingen" im ganzen Lande wei­ter. Unter der Anschuldigung,mit den Feinden des Sowjetvolkes zusammengearbeitet zu haben", wurden, wie bei der Parteikonferenz in Rostow am Don mitgeteilt wurde, sechs leitende Funk­tionäre, darunter die Vorsitzenden des Gebiets­vollzugsausschusses und der Stadtsowjets, ver­haftet. In Ordschonikidse im Nordkaukasus wur­den ebenfalls drei namentlich genannteund andere" FunkticmSre abgesetzt und in Haft ge­nommen. Außerdem wurden 33 62 Mitglie­der aus der Partei ausgeschlossen, was bekanntlich stets mit einer Verhaftung ver­bunden ist. Ein« interessante Wendung hat eine Konferenz der Sowjetschriftstcller im Kaukasus genommen. Wie aus Baku berichtet wird, ist fest­gestellt worden, daß dieser Verband im Kauka- iusnationalistisch verseucht" sei. Zehn Mitglie­der wurden aus dem Verband ausgeschlossen und verhaftet.

Was beschließt man in London!

* Bremen, 20. Juni.

Noch ist im deutschen Volke der Schmerz lebendig, den der Verlust von 31 tapferen Matrosen bei dem schändlichen Uebersall der Eowjetspanier aus unser Kriegsschiff Deutschland" auslöste. Noch sind die Trä­nen nicht getrocknet, die in bitterem Harm über das Schicksal ihrer Söhne deutsche Eltern auf dem Ehrenfriedhof zu Wilhelms- haven vergossen. Und schon wieder ereilt uns die Kunde von einer neuen niederträchtigen Freveltat der Spanienbolschewisten, von einer Reihe heimtückischer Torpedierungs- versuche roter U-Boote in spanischen Ge­wässern auf unseren KreuzerLeipzig".

Daß es den Sowjet-Piraten nicht gelang, den Schiffsleib unseres Kreuzers zu ver­letzen, daß der hinterhältige und doch so her­ausfordernde Schurkenstreich gottlob ohne Folgen blieb, ist wahrlich nicht das Verdienst derjenigen, die ihn angezettelt und aus­geführt haben. Wir aber betrachten den Ver­such zum Verbrechen genau so, als ob es geschehen und nehmen hundertprozentig den bösen Willen fürs Werk. Denn wir denken nicht daran, noch weiter zuzuwarten, bis wiederum ein Treffer an einem unserer Schiffe landet und abermals bestes deutsches Blut zum Opfer fordert.

Wir nehmen den Willen fürs Werk und verlangen, daß die nach dem Uebersall auf unsereDeutschland" kaum wieder in die Wege geleitete Zusammenarbeit der euro­päischen Mächte im Londoner Nichtein­mischungsausschuh sich sofort darauf einstellt, daß aus einem gemeinsam zu fassenden Ent­schluß den Roten in Spanien unverzüglich die entsprechende Antwori gegeben wird. Das Verbrechergesindel von Valencia, völlig hörig dem Willen der Blutmeute von Mos­kau, legt es doch geradezu darauf- an, zu er­proben, wie weit Europas Geduld geht.

Dieses Gesinde! will, daß die europäi­schen Mächte sich über der Frage entzweien, wie dem unerhört herausfordernden Treiben der Sowjets in Moskau und Spanien wirk­sam zu begegnen ist. Dies muß man in London und in Paris jetzt endlich begreifen, so wie man es in Berlin und Rom schon längst erkannt hat, und man muß an der Seine und an der Themse, dieser Er­kenntnis entsprechend, handeln.

Der Fall Bilbaos, der, wenngleich von leichtfertigen Sensationsmachern verfrüht vor einer Woche schon gemeldet wurde, war jedenfalls nach dem gelungenen Durchbruch an der Biscaya-Front eine sichere Sache. Daß es auch an den anderen Fronten der Roten Spaniens nicht günstig steht, hat man langst schon so wie in Valencia auch in Moskau eingesehen. Die Karte'Spanien, die Moskau in seinem ruchlosen Spiel um die Weltbolschewisierung als einen besonders hohen Trumpf bewertete, hat kläglich ver- jagt, und da Moskau das Spiel dennoch nicht aufgeben will, versuchte es das letzte um Europa in Krieg und Chaos zu stürzen. Deutschland und Italien sollen bis aufs Blut gereizt werden, um zur ultima cstio zu schreiten, wobei Moskau, zuversichtlich darauf baut, daß ein Krieg mit Rußland auch ein Krieg der europäischen Mächte un­tereinander bedeuten müßte.

So ist die Lage heute, und dahin gehen die Hoffnungen der Bolschewisten in Mos- kau und Spanien. Wollen sich nun die Machte will sich England, will sich Frank­reich als willfährige Figuren in dem ver­brecherischen Spiel Moskaus mißbrauchen lasten? Oder wird man in Paris, wird man in London den erlösenden Entschluß fassen ein für allemal den roten Verbrechern und Brandstiftern in Moskau und Valencia zu zeigen, daß über allen kleinen und , genug nichtigen Meinungsver­schiedenheiten zwischen den Mächten Europas turmhoch der Wille zum Frieden für Europa steht? .

Wird man endlich den ewigen Friedens- ^ Rußland und Spanien die ent­schlossene Antwort geben? Oder wird man 55 ,5/"" wiederum bei einer lediglich dem Gelächter der bolschewistischen Verbrecher anheimfallenden lahmen Warnung belassen? Soll nicht endlich dem bösen Tun die schnelle Sühne, dem schlechten Wollen die harte Strafe folgen?

Geduld geht jedenfalls zu Eiche. Mit Spannung. ,a mit innerer Erre- gung sieht das deutsche Volk nach London und Paris. Wird man dort Verständnis sitz