Ausgabe 
(16.6.1937) Nr. 162
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Nr. 162 / 7. Jahrgang

Mittwoch, 16. Juni 1SZ?

kinzelpreis 15 Npf.

6nippenfichrer völimcker bei seiner vremer Sfl.

vegeifternder ftustakt zu den wettkampstagen der Sfl.- 6 ruppe Nordsee oom IS. bis 20 . Juni in Vremen

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Sfl.-6eist überall vorbildlich

^Bremen, 16, Juni.

Die Straßen unserer Stadt hallten gestern abend wider von dem Marschtritt derKämpfer im braunen Ehrenkleide. Die gesamte bremische «A. sammelte sich zu dem großen Standortappell des SA.-Standortes Bremen im „Casino", der mit einer richtungweisenden Rede des Führers der TA.-Eruppe Nordsee den Anstalt zu den Wett- tampstagen unserer SA.-Eruppe bildete.

Der Führer der SA.-Eruppe Nordsee hat die bevorstehenden Wettkampftage zum Anlag genom­men, um nach längerer Unterbrechung wieder ein­mal zu seiner SA. in Bremen zu sprechen und sie ü weiterem tatkräftigen Einsatz für den Dienst lNi der Bewegung, für die Aufgaben des politischen -oldatentums des Führers aufzurufen.

Die Wettkampftage der SA.-Eruppe Nordsee 3om 18. bis 20. Juni werden, ähnlich wie der

llnser lagesspisgsl

Der Ring um Bilbao schließt sich immer enger.

Stalins Vlutrausch hobt sich in immer neuen Verhaftungen aus.

Die britische Regierung hat Reichsaußen- ministcr von Neürath nach London einge­laden.

Vor Antritt ihrer traditionellen Fahrt nach Ostpreußen erhielt die Alte Garde oom Stell­vertreter des Führers eine besondere Fahne verliehen.

2n Berlin wurde die Reichsleistungsschau der deutschen Studentenschaft eröffnet.

Unter den heute heimkehrenden „Deutsch- land"-Toten befindet sich auch ein Bremer. Der Ausbau der eigenen Textilrohstofs- Grundlage wird stark vorangetrieben. Focke-Wulf-Eroßslngzeuge von 3VÜ km Stun- dcngeschwindigkeit werden von der Lufthansa in Dienst gestellt.

Die Norddeutsche Hütte ist dem Benzol- Verband als neues Mitglied beigetreten. Die Entrümpelung der Kleingärten er­brachte in Bremen 121 voll kg Altmaterial. Der Deutsche Walter Neusel wurde in London vor. Tommy Farr k. o. geschlagen.

gewaltige Aufmarsch des Vorjahres am „Tage der SA.-Eruppe Nordsee" —> wenn auch in anderem, aber darum nicht weniger eindringlichem Sinne —, eine Heerschau der Nordsee-TA. bringen, die es immer wieder drängt, ihre stets und sunheugsame Bereitschaft für die oom Ober­sten SA.-Führer Adolf Hitler gestellten Aufgaben durch die Tat zu beweisen.

Die SA. Nordwestdeutschlands wird am Frei­tag, Sonnabend und Sonntag zeigen, daß sie in bezug auf die körperliche Erziehungsarbeit Vor­bildliches leistet. Sie wird der bremischen Be­völkerung eine gewaltige Probe ihres von dem Willen einer kämpferischen Gemeinschaft getrage­nen und die Gemeinschaft des deutschen Volkes stärkenden Könnens ablegen.

Nordsee — trutzig und blank, der uns längst vertraute, liebgewordene Kampfruf unserer SA., der längst Bremens Stolz geworden ist, wird in den kommenden Tagen durch die Straßen und auf den Kampfbahnen der Stadt uns entgegenschallen, die Bevölkerung Bremeps und darüber hinaus ganz Nordwestdeutschland mitreißend in Hochachtung und Bewunderung.

Lange vor Beginn des Appells strömten in ununterbrochener Folge die Männer der SA.- Standarte 73 in den festlich, mit den Fahnen des nationalsozialistischen Deutschlands geschmückten Saal, und bald war der gewaltige Raum über­füllt; auch die Ränge, der Vorraum und die Seitenreihen waren dicht besetzt, und sogar' auf den Treppen zu der Empore drängten sich die Männer, um ihren Gruppenführer zu hören. Jeder Mann der SA.-Standarte 75 war dem Befehl des Standortführers, SA.-Oberführer Iaussen, gefolgt.

Es war ein überwältigender Anblick, als die Fahnen, voran das Feldzeichen, unter den Klän­gen des Badenweiler Marsches in den Saal ein­marschierten, links und rechts die taufende Män­ner der bremischen SA. Die Fahnen nahmen auf der Bühne Aufstellung, in deren Hintergrund auf riesigem roten Fahnentuch ein mächtiges, den großen Raum beherrschendes Hakenkreuz sich ab­hob. Links und rechts von der Bühne leuchteten silbern die Symbole der SA.

An dem Appell nahmen auch der Stab der SA.-Eruppe Nordsee mit dem Stabsführer SA.- Brigadeführer Dr. Vrugger und führende Männer der Marine-SA. neben dem Stab der SA.-Standarte 78 und den Führern und SA.- Männern der Einheiten des SA.-Standortes Bremen teil. Freudig und schneidig wurde - StandortsiihM Oberführer Janßen bei seinem

Eintreffen von seinen Männern begrüßt. Punkt 21 Uhr erschien dann SA.-Gruppenführer Böhmcker in Begleitung von Brigadesührer Dr. Brugger, begeistert von den Männern seiner bremischen SA. empfangen. SA.-Oberführer Janßen erstattete Meldung und schon betrat SA.- Gruppenführer Böhmcker das Rednerpult, um zu seinen Männern zu sprechen.

Er leitete seine große, von umfassenden Ge­sichtspunkten der Neuordnung gewisser Dinge in Bremen hauptsächlich getragene Rede mit einem Appell an seine Männer ein, alle Kräfte für ein glänzendes Gelingen der bevorstehenden Wett­kampftage der SA. einzusetzen und sich dabei vor Augen zuhalten, daß deren Verlauf dem hervor­ragenden „Tag der SA.-Eruppe Nordsee" imWor- jahr in nichts nachstehen dürfe.

Der Gruppenführer hatte diesen Appell zum letzten Einsatz an seine SA. gerichtet. Wir möchten ihn an dieser Stelle weitergeben an alle Volks­genossen, an jeden einzelnen, dem dieser Geist

des Einsatzwillens unserer SA. Vorbild sein möge. Die Bremer Bevölkerung dars und wird an den kommenden großen Tagen der SA.-Eruppe Nordsee nicht zurückstehen, sondern nun ihrerseits durch restlose Beteiligung einen Einsatzwillen beweisen, der dieser SA., der auch unserer Stadt Bremen als Schauplatz der Wettkämpfe würdig ist!

Der Gruppenführer sprach anschließend über sein durch die Beauftragung mit dem Amt des Regie­renden Bürgermeisters erweitertes Betätigungs­feld. Seine Worte ließen erkennen, Satz er die in seiner Person gegebene Personalunion zwischen SA.-Führer und Verwal­tungsbeamten mit der Verantwortung und Tatfreüdigkeit ansieht, die aus dem Geist des SA.- Mannes zwangsläufig bestimmend erwachsen. „Es ist ganz gut", so kennzeichnete er feine Auf­fassung von dieser doppelt verpflichtenden Tätig­keit, „wenn man als Revolutionär dann und wann daran erinnert wird, daß der menschlichen Tä­tigkeit und dem menschlichen Willen Grenzen geletzt sind.

biruppenkübrep liülimeüei- 8p,nebt nu seiner ürvwvr 8-1.

Kukn.: Lebmiüt (2)

Als Verwaltungsbeamter lernt man die Be­grenzung des Möglichen kennen — als SA.-Mann bleibt man davor bewahrt, zu verspießern!"

Unter begeisterter Zustimmung seiner Männer führte der Gruppenführer aus, daß die bremische Staatsverwaltung in einem Umfange mit SA.- Geist durchsetzt werden solle, der das Wort, Partei und Staat seien eine Einheit, Hier in vor­bildlichem Maße herausstellen werde. Weiter be­tonte der Gruppenführer, jeder SA.-Mann habe nach wie vor eisern an sich zu arbeiten, um die großen Aufgaben, vor die er in nächster Zeit auch in weltanschaulicher Beziehung gestellt werde, genau mit der gleichen Einsatzfreudigkeit und Hingabe an die Idee des Führers zu be­wältigen, wie er dies in der Kampfzeit auch getan habe.

Als der Gruppenführer die Machenschaften eines politischen Katholizismus brandmarkte und die Forderung ausstellte, daß ihnen jeder Natio­nalsozialist und vornehmlich jeder SA.-Mann mit ruhiger und sicherer Entschlossenheit entgegenzu­treten habe, scholl ihm wie ein Schwur der Ver­pflichtung die Zustimmungskundgebung seiner Männer im Braunhemd entgegen.

ten seines Gruppenführers mit sichtlicher, inne­rer Anteilnahme. Aus jedem Gesicht der Tau- sende sprach das tiefe Erleben, das ihnen durch die zündenden, das Herz eines jeden Mannes aufrüttelnden Worte des Gruppenführers zuteil wurde. So war auch die Führerehrung , eine neue heilige Verpflichtung an die Idee Adolf Hitlers, die in der SA. ihren verantwortlichsten Träger schon in der Kampfzeit hatte und ihn auch in der Zukunft haben wird.

Zuletzt klangen die Lieder der Nation wuchtig durch den großen Saal. Als nach dem Aus- mar>ch der Fahnen der Gruppenführer sich von seinen Männern verabschiedete, brauste ein tausendfaches „Heil Hitler" auf.

Ein Abend, der die Größe der Bedeutung der SA. im Dritten Reich aus berufenem Munde vor Tausenden wieder einmal deutlich werden ließ, und der noch lange in den Herzen aller Nachhallen wird. hatte damit seinen Ausklang gefunden.

Die große, richtunggebende Rede unseres Gruppenführers werden wir in unserer morgigen Ausgabe in aller Ausführlichkeit veröffentlichen.