parteiamtliche ^geszeitung
Hachrichtenblatt Üer Deutschen Arbeitsfront Dremen
Amtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Dremen
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Nr. 161 / 7. Jahrgang
Menstag, 15. Juni 1SZ7
kinzelpreis 15 Npf.
Her Wortlaut der Londoner öeschlüsse
Semelnsames Ziel:' ' ' von Vettrauen
Vesrledlgendes Übereinkommen
Berlin, 15. Juni
Wie bereits gemeldet, haben die infolge des verbrecherischen Ueberfalls auf das Panzerschiff „Deutschland" in London zwischen dem britischen Augenminister und den Botschaftern Deutschlands, Italiens und Frankreichs am 11. und 12. Juni geführten Verhandlungen zu einer Verständigung geführt, bei der folgende Beschlüsse gesagt wurden:
Unser lagesspisgel
Auch das fernöstliche Sowjetgebiet trieft vom Blut verurteilter Sowjetleutc. Nationalspanischen Vorhuten ist es gelungen, in eine Vorstadt von Bilbao einzudringen.
Der Führer empfing den chinesischen Finanzminister Dr. Kung.
Dr. Goebbels sprach in Düsseldorf über die Durchführung der Altersversorgung der Künstler.
Von der Reichstagung der NSG. „Kraft durch Freude" kommend, treffen heute zwei Trachtengruppen in Bremen ein.
Auf der Geländeprüfungsfahrt durch Osnabrücks Berge errangen die bremischen Teilnehmer zahlreiche Auszeichnungen. SA.-Gruppenführer Böhmcker fordert die Betriebssichrer zur Beurlaubung der an den Sportwettkämpfen der SA. beteiligten Männer auf.
Zm Kolonial-Museum wurde eine lehrreiche Nachtschwärmerschan eröffnet.
Der Norddeutsche Lloyd legt für 1836 einen wesentlich besseren Abschlug vor.
Der Betrieb der Lufthansa wurde stark erweitert.
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Den beiden- spanischen Parteien wird folgende Mitteilung gemacht werden:
a) Beide Parteien werden ersucht, eine ausdrückliche Versicherung abzugeben, das; sie fremde Kriegsschiffe auf höher See und anderswo respektieren und das Nötige veranlassen werden, daß ihre Luft- und Seestreitkräfte diese Versicherung einhalten.
b) Um zu vermeiden, daß fremde an der Kontrolle teilnehmende Kriegsschiffe, wenn sie in den Häfen der einen oder anderen Partei liegen, versehentlich angegriffen oder beschädigt werden, werden die beiden Parteien ersucht, sich mit den vier Mächten über eine Liste spanischer Häfen, die als Basis für ihre Kontrollschiffe dienen sollen, sowie über die Abgrenzung von Sicherheits z o nenzu verständigen.
o) Die beiden Parteien ' werden davon in Kenntnis gesetzt, daß jeder Verstoß gegen die vorgenannten Zusicherungen und jeder Angriff auf die für die Seekontrolle verantwortlichen fremden Kriegsschiffe von den vier Seekontroll- müchten als eine alle gemeinsam angehende Angelegenheit angesehen werden wird und daß die vier Mächte, unbeschadet der von den Streitkräften der tatsächlich angegriffenen Macht für notwendig erachteten sofortigen Selbstverteidigungsmatznahmen, sich sofort untereinander über die gemeinsam zu ergreifenden Schritte verständigen werden. Sie werden dabei die Ansichten berücksichtigen, die die betroffene Regierung natürlicherweise zum Ausdruck zu bringen berechtigt ist.
II
Bei Vereinbarung des Wortlauts dieser Mitteilung an die beiden spanischen Parteien war man hinsichtlich des zu o) Gefaßten Beschlusses darüber einig, daß die vier Mächte sich verpflichten, so schnell wie möglich zum Zwecke der Beratung der durch die Lage bedingten angemessenen Schritte zusammenzutreten. Ebenso war man darüber einig, daß alle vier Mächte sich in jeder
Weise bemühen werden, bei dieser Beratung ein befriedigendes Uebereinkommen zu erzielen.
Für den Fall jedoch, daß innerhalb einer den Umständen des jeweiligen Falls angemessenen Frist eine Einigung nicht erzielt werden sollte, herrschte Einverständnis darüber, daß für jede der vier Mächte eine neue Lage geschaffen sein würde, hinsichtlich deren sich jede von ihnen ihre Haltung vorbehalten müßte. Die vier Mächte sind ferner übereingekommen, daß es ihr gemeinsames Ziel sei, ein Höchstmaß von internationalem Vertrauen zu schaffen, sowohl hinsichtlich der Wirksamkeit als auch der Unparteilichkeit des Kontrollsystems. Sie wünschten den neutralen und internationalen Charakter dieses Systems zu betonen. Sie erklärten sich demgemäß bereit, dem Nichteinmischungsausschuß unverzüglich praktische Vorschläge zur Durchführung dieses Zieles zur Prüfung zu unterbreiten.
knglands Nüstungsindustrie nicht liekerfichig
Kairo, 15. Juni.
Anläßlich der Debatte des ägyptischen Kriegsministeriums wurde scharf Kritik geübt, daß sich der Um- und Aufbau der ägyptischen Armee zu langsam vollziehe durch die Tatsache, daß die englische Industrie zu den nötigen Waffenlieferungen innerhalb annehmbarer Lieferfristen nicht in der Lage sei. Die Regierung wurde aufgefordert, auf die entsprechend dem englisch- ägyptischen Vertrag nach England zu vergebenden Aufträge zu verzichten und die Waffen für die ägyptische Armee in anderen euro- päischenSt'aatenzu bestellen. Entsprechende Angebote liegen aus Frankreich und der Tschechoslowakei vor. Die Regierung hat diese jedoch abgelehnt und das Kriegsamt in London hat sich bereit erklärt, bis zur Lieferung von neuen Geschützen der ägyptischen Armee einstweilen solche aus den Beständen des Kriegsamts der britischen Armee zu „leihen".
Kulturabgabe an den deutschen Idealem
Nelchsminlster Nr. Soebbels auf Lee großen Kundgebung der Neichsttiealerkammer in Vüsseldorf
Düsseldorf, 15. Juni
Die Reichstheater-Festwoche, die am Sonntag in Köln ihren Anfang nahm und an der sechs Städte des Westens mit Aufführungen und Kundgebungen teilnahmen, wurde am Montagnachmittag in Düsseldorf mit der großen Kundgebung der Neichstheaterkammer fortgesetzt. Diese Kundgebung mit der Rede des Reichsministers und Präsidenten der Reichskulturkammer Dr. Goebbels war zugleich der Höhepunkt der Reichstheater-Festwoche und rückte die Theaterstadt Düsseldorf, in der als einziger Stadt zwei Festaus- fiihrungen und auch noch einige bedeutsame Arbeitstagungen stattfinden, in den Mittelpunkt der ganzen Reichstheater-Festwoche.
Zu der großen Kundgebung in der festlich geschmückten Tonhalle hatten sich zahlreiche Ehrengäste eingesunden. Neben dem Schirmherrn der deutschen Kunst, Reichsminister Dr. Goebbels, der bei seinem Erscheinen von Tausenden von Volksgenossen stürmisch begrüßt wurde, sah man Staatssekretär Funk, Gauleiter Florran, den Präsidenten der Reichstheaterkammer, Mr- nisterialrat Dr. Schlösser, mit dem Geschäftsführer Gauleiter Frauenfeld, ferner Mmi- sterialrat Eutterer, mehrere Reichskultursenatoren, den Leiter der Landesstelle Düsseldorf des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, Vrouwers, den Staatskomnns- sar der Stadt Düsseldorf L i ed e r l ey, fast sämtliche Intendanten der westdeutschen und einer Reihe weiterer großer deutscher Bühnen sowie Zahlreiche andere führende Männer der Partei und ihrer Gliederungen, des Staates, der W^r- macht und Vertreter aller Zweige des deutschen Theaterlebens.
Vr. Soebbels spricht
Nachdem die Klänge des „Festlichen Ausklanges" von Ludwig Lürmann, gespielt vom Städtischen Orchester unter Leitung von Generalmusu- «irektor Balzer, verrauscht waren, ergriff, noch- ntals mit begeistertem Beifall begrüßt, Reichsminister Dr. Goebbels das Wort.
öfter behandelte in seinen grundlegen- !rungen, die er vor den führenden Ver- : deutschen Theater und des kunst- ebens machte und die immer wieder sehen Beifallskundgebungen unterbro- aen, viele grundsätzliche Fragen des :d der Gestalt des deutschen Theaters nter langanhaltenden stürmischen Dan- ngen der Zuhörer seine großzügigen n zur Einführung einer aus r e i chen- ersversorgung der Bühnenden, der im Laufe der nächsten Zeit Versorgung aller Kulturschaffenden , bekannt.
zur Einleitung darauf hin, wie sehr mlsozialistische Staat -zu den durch die, lsgeworfenen Problemen eine ganz
andere Stellung einnehme als die Vergangenheit und legte in diesem Zusammenhange klar. daß die Kunst, in der sich der tiefste Wesensausdruck eines Volkes widerspiegele, im Grunde nicht international sein könne. „Ihre Wirkungen können international sein, ihr Ursprung aber liege im Volkstum. Immer entspringt der Künstler tiefstem und echtestem Volkstum, und nur unter dieser Voraussetzung hat die Kunst als solche die Nation in ihrer Gesamtheit anzusprechen vermocht und ihre materielle wie ideelle Existenzgrundlage und Existenzberechtigung erwiesen."
Mit stolzer Befriedigung, so erklärte der Minister unter stürmischem Beifall, können wir feststellen, daß uns auf dem Wege zum Deutschen Nationaltheater in vierjähriger Ayfbauarbeit der äußere Erfolg bereits recht gegeben hat. Der innere Erfolg wird uns in absehbarer Zeit ebenso recht geben müssen."
Dr. Goebbels wies nach, daß es mit Hilfe einer weitgespannten Organisation und vor allem durch die NS.-Eemeinschaft „Kraft durch Freude" und die NS.-Kulturgemeinden in kaum geahntem Umfange gelungen ist, die breiten Massen ins Theater zurückzuführen und sie nach langer Zeit wieder mit ihm zu befreunden. Er fand stürmischen Beifall, als er dabei unter witzigen und schlagenden Pergleichen betonte, daß mit dieser Heranführung der Massen an die Kunst keineswegs eine Senkung des Niveaus verbunden war.
„Wenn es einer Staatsführung gelingt", so sagte Dr. Goebbels unter stürmischer Zustimmung, „die Massen des Volkes mit den für sie bis dahin unerreichbaren Errungenschaften der Kultur und Zivilisation zu versöhnen, indem sie sich selbst daran beteiligen, dann verliert der Staat seinen kapitalistischen Einschlag und er wird im höchsten Sinne des Wortes sozialistisch.
Dr. Goebbels wandte sich dann dem großen und ernsten Problem einer ausreichenden
Wersoersorgung des Kunstschaffenden Menschen
überhaupt und des Bühnenkünstlers im besonderen zu.
Mehr als jeder andere Beruf, so führte Dr. Goebbels aus, leidet der der Kulturschaffenden, besonders aber der der Bühnenschaffenden darunter, daß für den Künstler, der seine Fähigkeiten meist nur kurze Zeit ausnützen kann, im Alter keine ausreichende Sicherung und Versorgung vorhanden ist. Es ist schon wunderbar, im Zauber der Bühne von ergriffenen Zuschauern bejubelt zu werden und „der Gottheit nahe" zu sein; aber hinter diesem Glanz stehen später allzu oft Jammer und Elend und das erschütternde Bild des alternden, in Not versinkenden, auf die allgemeine Mildtätigkeit angewiesenen Künstlers. Die Altersversorgung ist dabei nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein kulturel- les und soziales Problem von höchster Bedeutung, dessen Lösung dazu beitragen mutz, dem Bühnenschaffenden den Abgang von der Bühne zu erleichtern und der nachdrängenden Jugend den Weg frei zu machen.
Die völlig unbefriedigende Lage der Altersversorgung der Bühnenschaffenden bei der Machtübernahme machte eine. entscheidende Tat notwendig. Ich habe daher vor etwa einem halben Jahr den Schauspieldirektor Ludwig Körner als Sonderbeauftragten, für soziale Fragen und Altersversorgung in die Reichstheaterkammer entsandt und ihm die Aufgabe gestellt, das Versicherungswesen auf dem Gebiete der Bühnenschaffenden einer umfassenden Nachprüfung zu unterziehen und geeignete Vorschläge zu einer Altersversorgung und ihrer weiteren Sicherung zu machen.
Um die schwerste Not zu lindern, habe ich im Herbst aus mir zur Verfügung stehenden Mitteln eine Summe von zwei Millionen Reichsmark als „KLnstlevdank" bereit gestellt, mit dessen Leitung und Durchführung ich den Generalintendanten
Staatsschauspieler Eugen Klöpfer beauftragte. (Beifall.) Die Anträge beim „Künstlerdank" haben ein überaus trauriges Bild von der Notlage der alternden und berufsunfähigen deutschen Künstler aufgezeigt, so daß ich mit allem Nachdruck die, Errichtung einer ausreichenden Altersversorgung verlangt habe.
Ich habe den deutschen Bühnenschaffenden heute folgendes bekanntzugeben:
1. Die Altersversorgung der Kulturschaffenden wird durchgeführt!
Für das Theater steht sie! (Langanhaltender, stürmischer Beifall begleitet diese Mitteilung.)
2. Zur Durchführung der Altersversorgung der Bühnenschaffenden habe ich veranlaßt, daß die Pflichtversicherung aller am deutschen Theater Bühnenschaffenden beschleunigt durch eine bereits im Entwurf vorliegende Tarifordnung eingeführt und ein Sondertreuhänder dafür bestimmt wird.
3. Ich werde weiterhin im Verordnungswege veranlassen, daß zur wirtschaftlichen Sicherung dieser Altersversorgung alle deutschen Theater der Altersversorgung eine Kulturabgabe von durchschnittlich je 5 Ps. für die verkaufte Karte zuführen. Es ist Vorsorge getroffen, so erklärte der Minister unter lebhaftem Beifall, daß die Etats der Theater durch diese Abgabe nicht belastet werden und die Eintrittspreise, insbesondere die niedrigsten Preise, keine irgendwie spürbare Verteuerung erfahren.
ä. Der Ergänzung der Altersversorgung dient die Schaffung von weiteren Alters- und Erholungsheimen, die im Gang- ist und in einem Falle bereits in kürzester Zeit durchgeführt werden dürste.
(Fortsetzung auf Seite 2)
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» Bremen, 15. Juni.
Das jüngste blutige Wüten Stalins, „des Schlächters", wie ihn jetzt auf einmal die englische Presse nennt, hat — und das ist bezeichnend für die westlichen Demokratien — in Paris und London einen geradezu niederschmetternden Eindruck hinterlassen. Wüßten wir nicht, in welch ganz und gar abwegigen Gedankengängen die Regierungsleute Frankreichs und Englands sich gegenüber der Sowjetunion befanden, müßten wir wirklich staunen über das Entsetzen, das in diesen Ländern die Hinrichtung der acht Sowjetgenerale auslöste.
Wir fragen: Inwiefern bewegt sich denn eigentlich die neue Schlächterei Stalins außerhalb der von ihm bisher blutig gezogenen Bahn? Es ist reinstes Asiatentum, was uns von jeher aus Stalins „Taten" ansprach, und wenngleich wir auch mit Abscheu auf diese seine neuesten „Taten" blicken, in Erstaunen setzen können uns solche „Taten" längst nicht mehr. Alle diejenigen, die bisher immer noch glaubten, es bei den Sowjets mit einer Regierung im europäischen Sinne zu tun zu haben, waren samt und sonders mit Blindheit geschlagen. Das mögen sich die Herren in Paris.merken, die nun empört sind darüber, daß der Gewährsmann des französischen Paktes mit der Sowjetunion, Marschall Tuchat- schewski, von Stalin zum Tode verurteilt, mit dem üblichen Genickschuß im Gefängnis enden mußte. Das mag man sich auch in London, das mag sich vor allen Dingen auch Herr Eden merken, der ja selbst in Moskau vor nicht allzu langer Zeit zu Gast gewesen und in dem Kreise so wohl sich fühlte, der sich nach heutiger sowjetrussischer Darstellung aus dem Abschaum der Menschheit und räudigen Hunden zusammensetzte.
Dabei hoffen wir, daß gerade der Tod dieser Männer, die nach dem durchaus wahrheitsgemäßen Zeugnis der „Times" die fanatischsten Deutschenhasser waren, nicht etwa bloß darum so erschütternd in Paris und London wirkte, weil sie die „zuverlässigsten" Exponenten der deutschfeindlichen Politik in Rußland gewesen sind. Sollte dem dennoch so sein, dann mag man sich in London und Paris nur wieder beruhigen. Nach wie vor bleiben die weltanschaulichen Gegensätze Zwischen Sowjetrußland und dem Reiche wie Feuer und Wasser bestehen. Und übrigens lebt ja noch Herr Litwinow-Finkel- stein, der geschäftige Außenminister der Sowjetunion, und versucht nach wie vor mit jüdischer Berscklagenbeit die Einkreisung Deutschlands. Wir hoffen, für die Zukunft mit noch weniger Glück als bisher.
Alle europäischen Staatsmänner von unvoreingenommenem Denken und vorurteilslosem Handeln müssen sich doch nun endlich selber einmal sagen, daß Sowjetrußland einfach zu Europa nicht mehr gehört und daß, wenn man fürderhin mit den Gangstern in Moskau verhandelt oder mit ihnen Bündnisse eingeht, man es immer wieder auf die Gefahr hin tut, über Nacht alle Be
rechnungen von Moskau her selber zerstört zu sehen. Hier in Deutschland: Treue^ Vertrauen und Stetigkeit aus allen Gebieten des außen- und innenpolitischen Lebens! Dort in Sowjetrußland: Verrat, Terror und das ständig sprunghaft wechselnde Bild der politischen Skala.
Immer und immer wieder zeigt sich in seiner ganzen asiatischen Brutalität das Sowjetparadies den Augen der Welt. An dieser ist es nunmehr, endlich einmal aus den ihr gewordenen Erfahrungen die richtigen Folgerungen zu ziehen. Wohl dem deutschen Volke, das, von seinem großen Führer sicher geleitet, gar nicht erst der Erfahrungen bedurfte, welche die westlichen Demokratien heute noch machen müssen. Täglich fühlt das deutsche Volk sich immer von neuem wieder zu tiefstem Dank dem Manne verpflichtet, der Deutschland vor der, bolschewistischen Pest bewahrte. Er hat verhütet, daß' das deutsche Volk einem Verbrechergesindel ausgeliefert wurde, das unter politischem Deckmantel ganz Europa vernichten will. Auf sein Beispiel zu schauen und seine Warnungen zu befolgen, scheint uns heute unabwendbare Pflicht für jeden verantwortungsbewußten europäischen Staatsmann.
Die ehemals tonangebenden Kommunisten Deutschlands sind wunschgemäß ins Sowjetparadies eingegangen, und der ihnen gewordene Genickschuß ist die wohlverdiente Strafe für ihre einstigen Verbrecherabsichten gegenüber ihrem eigenen Volke. Deutschland ist dank seinem Führer mit dem Bolschewismus im Innern fertig geworden, und so wie wir den übrigen europäischen Völkern nur das Beste wünschen, wünschen wir ihnen vor allem, daß auch sie — und zwar recht V^-erseits ^ig werden mit dem Bolschewismus in ihrem Schoße. Daß es dabei des Scharfblicks und vor allem der verständigen Einsicht ihrer führenden Männer bedarf, braucht nicht erst betont zu werden, r- iNZu in Paris und London nun endlich sehend werden? Litwinow-Finkelsteins Spiel sollte bei allen europäischen Machten endgültig aus sein. j g
Nolengol; kaltgestellt
.... Moskau, 15. Juni.
Dre sowjetrussische Telegraphenagentur teilt mit. daß der Volkskommissar für Außenhandel, Rosengolz, durch Regierungsverordnung seines Postens enthoben worden sei und „eine andere Tätigkeit" übernehmen werde. Welcher Art diese anderweitige Tätigkeit sein soll, wird jedoch nicht vermerkt. Rosengolz ist „alter Volschewist". Parteimitglied seit 1805 und bekleidet seit 1822 verschiedene Posten der Sowjetwirtschaft und Diplomatie. Seit dem Bestehen des Außenkommissariats (1830) war Rosengolz Volkskommissar für Außenhandel. Die plötzliche Amtsenthebung Rosengolz' im gegenwärtigen Moment gibt in Moskau zu allerlei Vermutungen Anlaß.
(Siehe auch Seite 2)