Ausgabe 
(12.6.1937) Nr. 158
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parteiamtliche Lageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront Dremen

der Nationalsozialisten Vremens

Amtsblatt des Senats der Zreien kjansestadt vremeo

Erscheint7malwöchentl. Monatsbezug: e-S^2,3veinIchl, Zustellgeb.; Postbezugspreis monatl.2.3N-N^ (einscht. 48,86 Postzeitungsgebühr) zuzügl. 42 eH/ Bestellgeld, Bezugspreis ist im voraus zahlbar.

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Das amtliche Verkündungsblatt des

Reichsstaichalters in Oldenburg und Rremen

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Nr. 15S / 7. Jahrgang

Sonnabend, 12. )uni 1SZ7

kinzelpreis 15 Npf.

Nur noch 114000 bewegliche flrbeitsreserve

Me Mbeitslollgkelt auf ein Minimum gesunken

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BerIin, 12. Juni.

Am Freitag ist Hauptschriftleiter Alfred Weidlich an den Folgen eines vor einigen Tagen erlittenen schweren Autounglücks im Krankenhaus in Bernau verschieden.

Parteigenosse Alfred Weidlich, Träger des Goldenen Ehrenzeichens, war einer der ältesten Pressemänner, die konsequent und opferbereit ihr Bestes für die Idee des Führers hergaben. In den Jahren vor der Macht­übernahme hat Parteigenosse Weidlich als Herausgeber und Hauptschriftleiter des Preußischen Pressedienstes der NSDAP. der jungen nationalsozialistischen Parteipresse ein wertvolles Instrument zur aktuellen und umfassenden Berichterstattung über alle Vorkommnisse und Ereignisse des Kampfes der Partei um die Macht in Preußen zur Verfügung gestellt. Der Preußische Pressedienst der NSDAP. wurde unter ihm zu einer scharfen Waffe der Bewegung und zu einem tatkräftigen Helfer besonders des Kampfes der Nationalsozialisten im Preußischen Landtag. Auch nach Um­wandlung des Preußischen Pressedienstes der NSDAP. in den Politischen Pressedienst behielt Parteigenosse Weidlich die Hauptschriftleitung und Gesamtleitung der Korrespondenz bei.

Die deutsche Presse verliert in dem alten Kämpfer einen treuen Gefolgs­mann des Führers, dessen Verdienste um die Bewegung und die Pressearbeit, besonders in der Zeit des Kampfes um die Macht, nie vergessen wenden.

Unser lagesspiegel

Außer Tuchatschewski sind noch 7 Kommandeure der Roten Armee des Hochverrats angeklagt. Frankreich überreichte in London eine Denk­schrift zum Westpakt.

Von Januar an sind in Deutschland 2 Mil­lionen Arbeitskräfte neu beschäftigt worden. In München erlaubte sich ein katholischer Pfarrer unglaubliche geistige Vergewaltigun­gen minderzähriger Mädchen.

Ein Aufruf an alle Kaufleute wendet sich gegen übertriebenen Verpackungsaufwand.

Bei den Grabungen auf den Mahndorfer Dünen wurden bemerkenswerte Funde gemacht. Die VZ. stattete erneut der Unfallstelle des Ran III einen Besuch ab.

Die „Hansa"-Linie gab weitere Neubauten in Auftrag.

Mehr als die Hälfte des Gesamtabsatzes geht bei der Norddeutschen Steingutfabrik ins Ausland.

Im Davispokal-Kampf gegen Belgien führt Deutschland nach dem ersten Tag 2:9.

Die Fugball-Auswahlmannschaften Nieder- sachsens und der Nordmark trennten sich in Hamburg 1:1.

„Veutscher Waid in iZefatir!"

Ein Aufruf des Reichsforstmeisters Hermann Gering

Berlin, 12. Juni.

Reichssorstmeister Hermann Göring erläßt fol­genden Ausruf:

Achtung! Deutscher Wald in Gefahr! Die Hitze­welle und ihre Nachwirkungen bedeuten höchste Brandgefahr für eine der wichtigsten Quellen der deutschen Rohstofswirtschaft, den deutschen Wald. Ich erwarte daher, daß jeder Volksgenosse alles tut, um diese Gefahr von unserem wertvollsten Volksgut und einer der stärksten Stützen des Vier­jahresplanes abzuwenden. Dies gilt insbesondere für Ausflügler, die Erholung von der Alltags- ' arbeit im Walde suchen. Es ist vornehmste Pflicht jedes Volksgenossen, die erlassenen Verbote über das Rauchen, Feueranziinden usw. im Walde ge­nau zu beachten. Nicht durch Vorsatz, sondern meist durch sträflichen Leichtsinn werden oft un- sgeheure Werte vernichtet.

/ Jeder ist berechtigt, einen Frevler, der sich an unserem Wald versündigt, auf der Stelle festzu­nehmen und zur Anzeige zu bringen, wer einen Brand bemerkt, hat dies auf schnellstem Wege der nächsten Polizei- und Forstdienststelle zu melden. Jeder muß sich an den Löscharbeiten beteiligen.

Es ist streng verboten: 1. im Walde oder am Waldrand zu rauchen, 2. im Walde oder am Waldrand Feuer zu machen, 3. im Walde oder am Waldrand Feuer zu schlagen, Streichhölzer oder Feuerzeuge anzuzünden.

Jedem, der gegen die zum Schutze unseres Wal­des erlassenen Bestimmungen verstößt, droht so­fortige Verhastung, schärfste gerichtliche Be­strafung, volle Haftung sür den angerichteten Schaden.

Berlin, 11. Juni 1937.

Der Reichsforstmeister, gez.: Hermann Göring.

chinesische Safte bei Söring

Berlin, 12. Juni.

Ministerpräsident Generaloberst Göring empfing Freitag vormittag den chinesischen Finanzminister Dr. Kung. In der Begleitung des Ministers Kung befanden sich der chinesische Marineminister Admi­ral Ehen, Staatssekretär Wong und der chinesische Botschafter in Berlin Dr. Cheng.

Der chinesische Finanzminister Dr. Kung und der chinesische Marineminister Admiral Ehen ehr­ten Freitag mittag am Ehrenmal Unter den Lin­den Deutschlands Gefallene im Völkerringen. Am Ehrenmal war eine Ehrenkompanie des Wach- regiments ausmarschiert, deren Front die chinesi­schen Gäste in Begleitung des Kommandanten Generalmajor «eifert abschritten. Unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden legte der chinesische Finanzminister im Ehrenraum einen mit den chinesischen und deutschen Landes­farben geschmückten Kranz nieder. Nachmittags ehrten die chinesischen Minister den verstorbenen Generaloberst von seeckt, einen eifrigen Förderer der Beziehungen zwischen Deutschland und China, durch eine Kranzspende an seinem Grabe auf dem Jiioalidenfriedhof.

Am Montag im Nundfunk ...

Berlin, 12.

Der Reichssender Köln und die Reichssender Berlin, Vreslau. Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart und Saarbrücken bringen am Montag, 14. Juni, in der Zeit von 19 bis 1S.S0 Uhr Aus- schnitte aus der Rede des Reichsministers Dr. Goebbels zur Reichstheaterwoche. Der Deutsch­landsender bringt die Rede in der Zeit von 19.30 brs 20 Uhr zur Sendung.

Berlin, 12. Juni.

Der letzte Bericht der Neichsanstalt sür Ar­beitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung stellt fest, daß die Anspannung aller Kräfte zur Erreichung der Ziele des Vierjahresplanes auch in der Entwicklung der Arbeitslosenzahlen deut­lich zum Ausdruck kommt. Seit der winterlichen Höchstbelastung im Januar ist die Arbeitslosigkeit von Monat zu Monat kräftig zurückgegangen: Im Februar um 243 999, im März um 386 999, im April um 288 999. Im April wurde außerdem die Eingliederung des größten Teiles des neuen Jahrganges Schulentlassener in den Arbeitspro­zeß vollzogen, so daß sich die Zahl der Beschäf­tigten im Laufe dieses einen Monats um rund 989 999 erhöht hatte. Trotzdem hat sich der Rück­gang der Arbeitslosigkeit im Mai fortgesetzt: Die Zahl der Arbeitslosen sank erneut um 184 999 auf 776 999. Seit Januar ds. Js., also in einem Zeitraum von nur vier Monaten, hat die Zu­nahme der Beschäftigten eine Höhe von über zwei Millionen erreicht. Dies zeigt am besten, wie scharf der Arbeitseinsatz zur Zeit angespannt ist.

Die Größe der noch vorhandenen Reserve an Arbeitskräften kommt bei einer bezirklichen Glie­derung deutlich zum Ausdruck. Sie zeigt, auf welchen geringen Anteil der überhaupt vorhan­denen Arbeitnehmer die Arbeitslosigkeit in eini­gen Bezirken bereits zusammengeschmolzen ist. Der absolute Rückgang der Arbeitslosigkeit im Mai war z. V. am stärksten in Schlesien (minus

Hamburg, 12. Juni.

Im Rahmen der Reichstagung „Kraft durch Freude", zu der insgesamt 1390 Ausländer aus 40 Volksgruppen von 28 Nationen in Hamburg erschienen sind, fand Freitag vormittag in der Hamburger Musikhalle eine Arbeitstagung der NS.-Eemeinschaft „Kraft durch Freude" statt, an der alle Amtsleiter und zahlreiche Warte der KdF.-Aemter teilnahmen. Die Arbeitstagung er­hielt ihre besonderes Gepräge durch die Anwesen­heit des Reichsorganisationsleiters Dr. Lep, der mit seinen engeren Mitarbeitern erschienen war. Der . Reichsamtsleiter der NS.-Eemeinschaft „Kraft ^ durch Freude", Horst Dreßler - And reg, gab ein Bild der geistigen Methoden und Grundlagen, von denen das große „Kraft- durch-Freude"-Werk getragen werde. Wenn „Kraft durch Freude" zu einer machtvollen

28 000), Rheinland (minus 25 000), Sachsen (mi­nus 24 000), Brandenburg (minus 23 000). Er stand hier unter dem doppelten Einfluß der Wirt­schaftsbelebung im eigenen Bezirk und der Ab­gabe an andere aufnahmefähige Bezirke.

Von den 776 000 Arbeitslosen sind 192 000 nicht voll einsatzfähig. Eine weitere erhebliche Zahl umfaßt die Arbeitslosen, die wegen des Wechsels ihres Arbeitsplatzes kurz­fristig beim Arbeitsamt gemeldet sind und am Stichtag als Arbeitslose mit erfaßt werden. Diese Arbeitslosen wird es beim Arbeitseinsatz immer geben, ohne daß man sie als echte Arbeitslose an­sprechen kann. Ihre Zahl kann beim gegen­wärtigen Stand der Beschäftigung auf etwa 200 000 geschätzt werden. Von dem Rest von 384 000 voll einsatzfähigen Arbeitslosen kommen 270 000 Arbeitslose wegen Ortsgebundenheit (Fa­milie, eigenes Heim) nur für den Einsatz am Wohnort in Frage. Diese Wohnorte sind überwiegend die noch stärker belasteten Großstädte und Industriegebiete.

Der Vernfszugehörigkeit nach entfällt ein großer Teil dieser Arbeitslosen aus Berufe, in denen kein Mangel an Arbeitskräften herrscht. Rund 114 999 Arbeitslose stehen also tatsächlich noch sür den zwischenbezirklichen Ausgleich zur Verfügung. Sie stellen die bewegliche Referve dar, auf die in den nächsten Wochen wohl am stärksten zurückgegriffen wird.

In den Berufsgruppen war eine weitere Auf­wärtsentwicklung zu verzeichnen. Entsprechend der weiteren Abnahme der Arbeitslosigkeit nahm die Zahl der von der Reichsanstalt Unterstützten um

Bekundung des deutschen Kultur­willens geworden sei, so verdanke man dies der Erkenntnis, daß die kulturelle Entwicklung eines Volkes und damit seine Größe und Zu­kunft nur dann als gesichert gelten können, wenn sie auf Grund einer von allen Volksgenossen ge­tragenen und rassisch bedingten Weltanschauung durch eine fortschreitende Hebung des Lebens­standards auf allen Gebieten gekennzeichnet sei.

„Alle unsere Bemühungen", so hob der Redner hervor, „haben daher stets auszugehen von den größten Leistungen unseres Volkes in der Ver­gangenheit und in der Gegenwart. Schon mehren sich von allen Seiten des Äuslandes die Stimmen der Bewunderung über die Genialität unserer Lebensanschauung, die sich im praktisch-schöpferi­schen Werk bekundet, vor allem auch in den großen Schöpfungen der Deutschen Arbeitsfront.

114 990, die der anerkannten Wohlfahrtserwerbs- losen um 20 000 ab. Die Zahl der von der Reichs- ausialt Unterstützten betrug damit Ende Mai noch 435 000, die der anerkannten Wohlfahrtserwerbs­losen 90 000.

„Kraft durch Freude" wäre nicht zu der heutigen Bedeutung gelangt, wäre das Werk nicht ein Teil der Arbeit der Deutschen Ar­beitsfront. Das geschichtliche Verdienst Dr. Leys ist es, von vornherein im Betrieb und in der Familie die Urzelle unseres völkischen Ge­meinschaftslebens erkannt zu haben, auf dessen Prinzipien das Gebäude der Deutschen Arbeits­front errichtet und sie vor allem im „Kraft-durch- Freude"-Werk ideenmäßig und menschlich zum Ausdruck gebracht zu haben. (Lebh. Zustimmung). Die Deutsche Arbeitsfront ist es, der im national­sozialistischen Volksstaat die Aufgabe gestellt ist, Garant der Sicherung und Steige­rung des Lebensstandards des ge­samten Volkes zu sein.

(Fortsetzung auf Seite 2)

wer sorgt für die lügend!

Katholische Worte und nationalsozialistische Praxis

In allen Städten und Dörfern des Reiches ist die deutsche Jugend dabei, sich saubere und helle Heime als Stätten für ihr Gemeinschaftsleben zu schaffen. Tausende von Sportplätzen sind in den letzten Jahren errichtet oder ausgebaut worden. In der Reichshauptstadt zeugt die monumentale Anlage des Reichssportfeldes von dem Willen zu einer erneuerten, starken Körperkultur. Die Glie­derungen der Bewegung haben neue Sportaus- zeichnüngen und Le'istungswettbewerbs geschaffen. So entstanden das SA.-Sportabzeichen und das HJ.-Leistungsabzeichen, die SA.-Kampfspiele in Nürnberg und die HJ.-Reichssportwettkämpfe als Ansporn für den jungen Volksgenossen zur Ge­sunderhaltung und Anspannung seiner Körper­kräfte. Schon beim Jungvolk-Pimpf beginnt die SorgederVewegungunddesStaates um die körperliche Gesundheit des heranwachsenden Geschlechts. In ein­gehenden ärztlichen Untersuchungen wird der Nach­wuchs des deutschen Volkes auf Gesundheit und Körperzustand geprüft. Hunderttausende von Jungvolk-Pimpfen und Hitlerjungen sind bereits untersucht worden, in der Zukunft werden es Millionen sein. Das Amt für Volksgesundheit der NSDAP. hat ein einheitliches Ge­sund Heils st ammbuch eingeführt, so daß in Zukunft der deutsche Volksgenosse von frühester Jugend an durch, sein ganzes Leben, in seiner körperlichen Entwicklung beobachtet, beraten und gefördert werden kann/ Wir wollen darauf ver­zichten, alle Maßnahmen aufzuzählen, mit denen die NSDAP. oder der Staat das berufliche Fort­kommen befähigter, unbemittelter. junger Volks­genossen fördert. Wir erinnern nur an die Aus­lese und Förderung der Verufsbesten durch den Reichsberufswettkampf, an die Vor- studienförderuna, die befähigten jungen Volks­genossen den Weg zur Hochschule geebnet hat, an die Adolf-Hitler-Schulen, die ohne Rücksicht auf Herkunft, auserlesene, fähige deutsche Jungen kostenlos bis zur Reifeprüfung ausbilden.

Hat je ein Land soviel für seine Jugend getan? Alle diese Maßnahmen zeugen für den energischen Willen des national­sozialistischen Deutschlands, eine starke, unver- weichlichte. leistungsfähige, gesunde und sittlich wie charakterlich saubere Jugend zu schaffen. Die Worte des Führers an die HJ. auf den Reichs­parteitagen sind der bewegende Ausdruck der besorgten Liebe, der starken Hoffnungen und des ehrlichen Stolzes, mit dem Deutschland heute auf seine Jugend schaut. Der Nationalsozialismus sieht in ser Jugend nicht die Masse der „Unfer­tigen". sondern die große Kraftrsserve der Nation, die stark und rein sein muß, soll die Zukunft des Volkes gesichert sein. „Wir müssen einen neuen Menschen erziehen, auf daß unser Volk nicht an den Degenerationserschei­nungen unserer Zeit zugrunde geht." Aus diesen Worten des Führers vor der HJ. in Nürnberg 1938 klingt die große Zukunftshoffnung die das neue Deutschland auf seine Jugend setzt. Wer diese Zukunftshoffnung des Nationalsozialismus auf das heranwachsende, junge Geschlecht in ihrer ganzen Tiefe und Stärke erkannt hat, dem wirk» es nicht nur „verständlich" oder sogar „entschuld­bar", sondern im höchsten Maße natürlich und folgerichtig erscheinen, daß der nationalsozialistische Staat gegenüber den klösterlichen Sittlichkeits­verfehlungen keineswegs „Milde" und „Nachsicht" walten ließ, sondern mit aller Strenge des Gesetzes dieser Sexualpest zu Leibe ging.

Mug ein Volk. das sich so intensiv und besorgt mit allen möglichen Mitteln bemüht, seine Jugend gesund und sauber zu erhalten, zu fördern und zu anständigen Männern und Frauen heranzubilden, nicht mit einer aus dem tiefsten Innern seiner

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