Ausgabe 
(31.1.1937) Nr. 30
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parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront vremen

der Nationalsozialisten Vremens

Amtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt vremen

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Nr. 50 / 7. Jahrgang

Sonntag, 51. Januar 1957

kinzelpreis 15 Npf.

Hie klire eines Volkes wird nicht ausgehandelt!

der Keichstag verlängert das krmöchtigungsgesetz / ftdolf Hitlers Antwort an kden / der wahre Sinn der Neoolution

Z0.lanuar

Berlin, 3V. Januar. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen aus Anlaß des vierten Jahrestages der natio­nalen Erhebung stand die feierliche Sitzung des Reichstages in der Kroll-Oper.

Vorbeimarsch der teidstandarte

Als erste Gliederung der nationalsozialistischen Bewegung ehrte an diesem historischen Tage die Formation den Führer, die mit ihm ganz be­sonders eng verbunden ist: die SS.-Leibstandarte Adolf Hitler. Um 10 Uhr erklang zum Zeichen des Beginns des 3b. Januar der „Badenweiler Marsch". Der Führer, gefolgt von Reichsführer SS. Himmler und seiner ständigen Begleitung, betrat durch den Vorhof die Wilhelmstraße, um den Vorbeimarsch in seinem Auto stehend abzu­nehmen. Mit lautem Jubel und anhaltenden Heilrufen grüßte die Menschenmenge auf dem Wilhelm-Platz und in der Wilhelmstratze. Der Kommandeur der Leibstandarte, SS.-Ober- gruppenführer Sepp Dietrich, erstattete dem Füh­rer Meldung. Dann marschierten die Männer der Leibstandarte, mit schwarzem Stahlhelm und weißem Lederzeug, in Zugkolonnen an dem Füh­rer vorbei.

sende den Männern vom Schwarzen Korps zu. Auch nach dem Vorbeimarsch ncchmen die Heilrufe der Waffen für den Führer kein Ende.

Während sich im Sitzungssaal in der Krolloper die Abgeordneten versammeln, nimmt das Gedränge im Reqierungsviertel und auf der Keststraße immer mehr zu. Auf dem Königs- platz stellt die Leibstandarte Mols Hitler die Absperrung. ^ ,

Der Sitzungssaal vermag außer den Negrerungs- vertretern und den 741 Abgeordneten nur wenige hundert Zuhörer zu fassen. Die Botschafter, Ge­sandten und Geschäftsträger der fremden Staa­ten werden von dem Chef des Protokolls, NSKK.- Vrigadeführer von Biilow-Schwante, empfangen.

Aus dem Ausland find die Botschafter von Rib- bentrop und von Papen zur Reichstagssttzung ge­kommen,' sie nehmen aus den Abgeordnetenbanken Platz.

See führet verlaßt die Neichskanflei

Gespannte Erwartung liegt auf allen Gesichtern, als im Ehrenhof der Reichskanzlei die Wache unter Gewehr tritt. Dann braust stürmischer Jubel aus, als der offene Wagen des Führers auftaucht und langsam in die Wilhelmstratze einbiegt. Brau­sende, nicht endenwollende Heilrufe grüßen den Führer und feine Begleitung und pflanzen sich als eine Welle -er Begeisterung aus dem Wege durch die Wilhelmstraße fort.

Kurz vor 13 Uhr ist im Reichstag die Regie- rungstribün-s gefüllt. Alle Mitglieder des Reichs­kabinetts sind anwesend. Die Spannung hat ihren Höhepunkt erreicht und alle Augen richten stch auf die Tür, durch die der Führer kommsn mug. Bom Königsplatz her hört man bereits die tosenden Seilrufe, die das Nahen des Führers künden. Als Kr Führer

vor der kroiloper

räsentiert der Ehrensturm der Leib­es Gewehr. In Begleitung des Reichs- - Himmler und seiner persönlichen SA.-Obergruppenführer Vrückner und mführer Schaub, schreitet Adolf Hitler der Formation ab. Am Eingang oe- Reichstagsprasident Generaloberst n Führer und geleitet ihn in den wo die Abgeordneten, ebenso wie die f den Regierungstribünen, stehend mit rechten das Reichsoberhaupt.erwarten, m Reichstagspräsidenten GoriNg und den Reichsministern Heg und Dr. Flick Führer in der ersten Reihe der Regie­re Platz. 2hm zur Serie M der Stell- s Führers, Reichsmimster Rudolf Hetz.

lagsprüfident Hermann SSring

IN die erste Sitzung des neuen Reilhs- er für konstituiert erklärt.. 2n «einer iübrte er u. a. aus: Meme Herren

en' Der Reichstag tritt nach einer läßig langen Pause seiner Wahl ersten Male zusammen. Die Wahl. m stkmmt worden sind. war die gewal- !e Geschichte der Demokratie, aber auch te der deutschen Verfassung bisher ge- Eine überwältigende Mehrheit das über 99 Prozent, «m nre WEM«, bot sich zu dem einen Mann, dem k?nnü DL. g°nz° Liebe das ganze dsf aölvalttao Glaubö unsölö

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Führer zu stehen haben. Mine Ä -

ren Abgeordneten! Der deutsche Reichstag hat nach wie-vor eine hohe Verantwortung, und wol­len Sie dieser Verantwortung jederzeit gerecht werden! 2n diesem Sinne eröffne ich die erste Sitzung.

Sörlns wieder Neichotagspräsident

Auf Vorschlag des Fraktionssührers der Reichstagsfraktion der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter-Partei, des Abgeordneten Dr. Frist, wird der bisherige Reichstagspräsident Hermann Eöring durch Zuruf einstimmig wie­dergewählt.

Als Stellvertreter wählte der Reichstag die bisherigen Stellvertreter, die Abgeordneten KerrI, Esser und von Stauß.

Bevor der Reichstag in die Tagesordnung ein­trat, gedachte der Reichstagsprästdent der Ver­storbenen dieses Hauses sowie der Besatzung des vor wenigen Tagen auf See verunglückten Ver­suchsbootes der Reichsmarine „Welle". Die Ab­geordneten erhoben sich zu Ehren der Toten von ihren Sitzen.

krmächtigungsgesetz für weitere vier laHre einstimmig angenommen

Der Reichstagspräsident erteilte dann dem Reichstagsabgeordneten Dr. Frist das Wort, der u. a. ausführte: Das am 23. März 1833 vom Reichstag angenommene Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich, das sogen. Ermächti­

gungsgesetz, sei bis zum 1. April 1837 befristet. Heut«, nach Ablauf der vier Jahre, müsse jeder­mann, auch der ehrliche Gegner, zugeben, -atz der Führer sein Versprechen nicht nur erfüllt, daß er nicht nur den deutschen Bauern vor dem Unter­gang bewahrt und dem deutschen Arbeiter wieder Arbeit und Brot gebracht habe, sondern datz er weit darüber hinaus eine politische Tat von welt­geschichtlicher Bedeutung vollbracht habe, die zu vollbringen in einer so kurzen Zeitspanne niemand für möglich gehalten habe. Der Führer habe in diesen vier Jahren das deutsche Volk aus den innenpolitischen Fesseln des Versailler Diktats

gelöst und ihm seine Ehre, seine Freiheit und seine Gleichberechtigung wiedergegeben. (Stürmischer

Dann erteilte der Reichstagspräsident dem Führer und Reichskanzler das Wort, der sich unter lautloser Stille des Hauses auf den Rednerplatz begab.

Die Rede des Führers hat folgenden Wortlaut: „Männer! Abgeordnete des deutschen Reichstages!

An einem für das deutsche Volk bedeutungs­vollen Tage ist der Reichstag heute zusammen­getreten. Vier Jahre sind vergangen seit dem

Beifall des ganzen Hauses.) Es sei heute nur eine einfache Ehrenpflicht der Dankbarkeit und ein Be­weis unerschütterlichen Vertrauens zum Führer, daß der Deutsche Reichstag die Vollmachten des Reichsgesetzes vom 23. März 1833 für den ersten Vierjahresplan um weitere vier Jahre verlän­gere, zur erfolgreichen Durchführung auch des neue» Vierjahresplanes.

Der Reichstag nahm den von seinem Präsiden­ten dann zur Verlesung gebrachten Antrag durch Erheben von den Plätzen einstimmig an und be­kundete damit aufs neue das Vertrauen zum Führer.

Augenblick, da die große innere Umwälzung und Neugestaltung, die Deutschland seitdem erlebte, ihren Anfang nahm. Vier Jahre, die ich mir vom deutschen Volk ausgebeten habe als eine Zeit der Bewährung und Beurteilung. Was würde näher liegen als diesen Anlaß zu benutzen, um im ein­zelnen alle jene Erfolge und Fortschritte auf­zuzählen, die diese vier Jahre dem deutschen Volk geschenkt haben?

'(Fortsetzung auf Seite 2)

Her Mrer und Neichskamler spricht

historische Sitzung des

fllle Kabinettsmttglieder IrSger des Voldenen porteiabreichens

Berlin, 30. Januar.

Der Führer und Reichskanzler hatte zu Sonnabend nach­mittag die Mitglieder der Reichsregierung in den Kabinettssaal der Reichskanzlei zu einer Ministerbesprechung einberufen, die sich zu einem überaus eindrucksvollen Festakt anläßlich der vierten Wiederkehr des Tages der Berufung des Kabinetts Hitler durch den Reichspräsidenten von Hindenburg gestaltete. In herzlichen, bewegten Worten gedachte der Führer der poli­tischen Entwicklung in den verflossenen Jahren, die sich zu einer geschichtlichen Größe gestaltet habe, wie sie vor vier Jah­ren niemand vorausahnen konnte. Der Führer sprach den Mit­gliedern des Reichskabinetts seinen aufrichtigen Dank aus für ihre Leistungen und für ihre treue Mitarbeit, indem er die großen Erfolge der einzelnen Minister in ihrem Arbeitsgebiet besonders würdigte. Mit Rücksicht darauf, daß demnächst die Mitgliedersperre für die Partei aufgehoben werden soll, vollzog der Führer als erste Maßnahme in dieser Hinsicht persönlich den Eintritt der Kabinettsmitglieder in die Partei, die ihr bis­her noch nicht angehören und überreichte ihnen gleichzeitig das Goldene Parteiabzeichen, das höchste Ehrenzeichen der Partei.

Ferner verlieh der Führer das Goldene Parteiabzeichen dem Generaloberst Freiherrn von Fritsch, dem Generaladmiral Dr. h. e. Raeder, dem preußischen Finanzminister Professor

kelltzskablnettr

— Vor flufhebung der Mitgliedssperre der Partei

Popitz und dem Staatssekretär und Chef der Präsidialkanzlei Dr. Meißner. Ebenfalls zeichnete der Führer mit dem Gol­denen Parteiabzeichen die Parteigenossen Staatssekretär Dr. Lammers, Staatssekretär Funk, Staatssekretär Kör­ner und Staatssekretär General der Flieger Milch aus.

Im Namen des gesamten Reichskabinetts brachte hierauf Ministerpräsident Generaloberst Göring dem Führer in tief bewegten Worten den Dank der Kabinettsmitglieder für all das Große und Schöne zum Ausdruck, das diese unter der Führung Adolf Hitlers in den verflossenen vier Jahren erleben und mitschasfen konnten. Der Führer könne überzeugt sein, daß er im Reichskabinett seine treuesten Mitarbeiter habe und daß jeder mit Freude und Begeisterung alles daransetze, um dem Führer bei der Durchführung seiner großen, einzigartigen Pläne nach Kräften zu helfen. Generaloberst Göring schloß seine Ansprache mit den besten Wünschen für des Führers per­sönliches Wohlergehen» für sein Leben und für sein Werk.

Der Reichskriegsminister Generalfeldmarschall v. Blo ra­tz e r g dankte dem Führer im Namen der Wehrmacht für das unvergleichliche Erlebnis, das jeder deutsche Soldat in den verflossenen vier Jahren gehabt habe. Der Reichsaußenminister Freiherr von Neurath dankte im Namen der Kabinetts­mitglieder, die bisher der Partei noch nicht angehört haben.

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vpr gestrigs VorbviiNÄisvk äM I^eibstanäar.tv. Hitler" .vor äem Rudrer

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Worte an die West

* Bremen, 31. Januar 1937.

Des Führers ebenso wortgewaltige wie in­haltsreiche Rede vom 30. Januar 1937 wird für alle Zeiten zu den glänzendsten red­nerischen Leistungen echter Staatsmanns­kunst gehören. Unmittelbar gerichtet an die Männer des Reichstages, ergriff sie in der wundervollen Formulierung tiefster mensch­licher und politischer Erkenntnisse nicht allein das ganze deutsche Volk, sondern darüber hinaus wohl auch das Ausland, soweit es nicht grundsätzlich voreingenommen und feindlich dem neuen deutschen Werden gegen­übersteht.

Wie könnte aber auch ein Mensch von Vernunft, falls er redlich denkt und recht­schaffen fühlt, dem widersprechen, was in seinem zweistündigen, ebenmäßig geglieder­ten Vortrag der Führer der Welt zu Gehör brachte? War erwa die Deutung des Sinnes und des Zweckes einer wahrhaften Revolu­tion — der Revolution, welche die national­sozialistische Bewegung herauf und durch­geführt hat —, nicht all denen aus der Seele gesprochen, die selbständig urteilend aus den Erfahrungen eines völlig verfahrenen libe- ralistifchen Zeitalters — wenn nicht schon öffentlich, dann doch im stillen — ihre Fol­gerungen gezogen haben?

Wer wollte dem Führer widersprechen, wenn er das Primat des Volkes als des ewig Seienden und ewig Bleibenden, das Primat der Volkserhaltung und des Volks­wohlergehens allem anderen voranstellt und alles andere, sei es Partei, Staat, Armetz, Wirtschaft, Justiz usw. erst als zweitrangig gelten läßt, lediglich als Mittel zum Zweck der Erhaltung des Volkes in der von Gott gegebenen blutgebundenen Art?

Diejenigen, .die sich immer noch sträuben, die Bedeutung der Rasse und ihrer Rein- erhaltung anzuerkennen, sollen sich gesagt sein lassen, was ihnen der oft genug schon prophetisch sich erweisende Führer bei dem Vergleich von der Erkenntnis der bewegen­den Erde mit der Erkenntnis der Blut- und Rassenlehre zu denken gab, nämlich, daß wie die eine auch die andere Lehre zur umwäl­zenden Neugestaltung des gesamten Welt­bildes führen wird.

Und wie des Führers Rede im Grundsätz­lichen des völkisch-bedingten Menschentums unwiderlegbar bleibt, so unwiderlegbar blei­ben seine Ausführungen im Hinblick auf un­sere Beziehungen zu den anderen Völkern der Welt. „Die Ehre eines Volkes kann nicht ausgehandelt werden", stellte der Führer als Fundamental-Grundsatz auf. Wir nehmen an, daß dieses Wort gerade in England seinen besonderen Widerhall finden wird und wir hoffen, daß dies nicht Zuletzt der Fall sein wird bei dem englischen Außenminister Eden, an den sich ein großer Ausschnitt des Zweiten Teiles der Führer- rede richtete.

England und seine Regierung ist selbst zu ehrliebend, um nicht würdigen zu können, datz ein Volk wie das deutsche, geführt von einem Mann wie Adolf Hitler, nicht anders handeln konnte, als wie es handelte, da es sich seine Ehre wieder nahm. Ebenso wird mak in England und allenthalben, wo der Ehrbegriff nicht als leerer Wahn gilt, die feierliche Zurücknahme der schmählich er­zwungenen Unterschrift unter das entehrende Schuldbekenntnis von Versailles verstehen. Deutschlands Gleichberechtigung ist, wenn man von der Kolonialfrage absehen will, so­mit wiederhergestellt und Deutschland braucht keine Isolierung anzustreben noch sich isoliert zu fühlen.

Einleuchtend bis zum letzten Worte ist und bleibt des Führers Begründung seines un­erschütterlichen Entschlusses, den Vier­jahresplan durchzuführen, den Vier­jahresplan, der sowohl zur Arbeitsbeschaf­fung für das deutsche Volk wie zum Schutze gegen Gefahren von außen her notwendig ist. Mag man außerhalb Deutschlands Gren­zen die Gefahr des Bolschewismus mit seinem Weltrevolutionsanspruch noch weiter­hin verkennen. Wer es tut, tut es zu seinem eigenen Schaden. Deutschland, das den Bolschewismus aus eigener Erfahrung be­wertet, wird nimmer müde werden, Europa und die Welt vor dieser Pest zu warnen. Des­gleichen aber ist ernsthaft Warnung von- noten gegen jene internationale Clique von Brunnenvergiftern und Meinungsfälschern, die mit Lügen Mißtrauen säend, den Frieden der Völker zu stören und zu bedrohen ver­suchen. Klar und deutlich waren auch hier