parteiamtliche Lageszeitung
liachrichlenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen
der Nationalsozialisten Dremens
flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Vremen
Das amtliche verkündungsblatt des Deichsstatthalters in Oldenburg und Dremen
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Nr. 2 Z / 7 . Jahrgang
Sonntag, 24 . Januar 1 S 5 ?
kinzelpreis 15 Npf.
Moskau erklimmt den Kipfel des Unsinns
haltlose flnschuldigungen gegen veutschland
Neuer Schauprozeß gegen „trotzkisten"
Moskau, 23. Januar. Die Anklageschrift des neuen, von der „Bremer Zeitung" schon angekündigten, Moskauer Theater- Prozesses, ist zweifellos das ungeheuerlichste Dokument, das jemals von einem Sowjetgericht versagt wurde. Sie enthält neben allen überhaupt nur denkbaren Beschuldigungen der 17 angeklagten „Trotzkisten" die unsinnigsten Anschuldigungen gegen ausländische Mächte, vor allem gegen das Deutsche Reich.
llnssr lagesspisgel
Das japanische Kabinett hat seinen Rücktritt beschlossen.
Die spanischen Nationalisten unternahmen von Nordosten her einen überraschenden Vorstoß aus Malaga.
Die Anklageschrift im neuen Moskauer Schauprozeh enthält unverschämte Beschuldigungen gegen Deutschland.
Das amerikanische Hochwassergebiet wurde von einem schweren Schneesturm heimgesucht.
Generaloberst Eöring wurde vor seiner Rückreise erneut vom Duce empfangen.
Die Reichs-Steuereinnahmen erfreuen sich weiterhin günstiger Entwicklung.
Die „VZ." hatte eine Unterredung mit Wol- demar Brinkmann, dem Bremer Innenarchitekten großer Partei- und Reichsbauten.
SA.-Standartenführer Janhe« ist zum Führer der SA.-Standarte 75, Bremen, ernannt worden.
Die NSKOV. kann über ein erfolgreiches Arbeitsjahr berichten.
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Dieses einzigartige „Dokument" geht von den angeblichen Aussagen längst erschossener s!j Opfer des vorjährigen Trotzkisten-Prozesses aus und baut sich ausschließlich auf den „Geständnissen" der Angeklagten auf. Die Angeklagten hätten, so heißt es, auf unmittelbaren Befehl des im Aus- land befindlichen Trotzki ihre Verbrechen verübt in der Absicht, das bolschewistische Regime zu stürzen und die „kapitalistische Gesellschaftsordnung" mit Hilfe militärischer Interventionen ausländischer Mächte wieder herzustellen. Zu diesem Zweck hätten sich die Angeklagten zum Ziel gefetzt, die Sowjet-Union durch Spionage, Landesverrat und Terrorakte zu schwächen und in unmittelbare Verhandlungen mit den „Feinden der Sowjet-Union" einzutreten.
An dieser Stelle bringt die Anklageschrift ihren Hauptschlager nach folgender Melodie: Wie der Hauptangeklagte Pjatakow gestanden haben soll, habe Trotzki in einer Unterredung mit Pjatakow im Dezember 1935 erklärt, daß er, Trotzki, ein Uebereinkommen mit dem Stellvertreter des Führers Rudolf Heß unter folgenden Bedingungen abgeschlossen habe: 1. Ein Zusammengehen in den wichtigsten internationalen Fragen; 2. das Einverständnis zu territorialen Abtretungen; 3. Zulassung deutscher Konzessionen zur Gewinnung von Erzen, Erdöl, Gold usw. in der Sowjetunion; 4. Schaffung günstiger Niederlassungsbedingungen für deutsche Privatunternehmungen in der Sowjetunion; 5. im Falle eines Krieges solle eine „aktive Diversionstätigkeit" in Rllstungsbetrieben und an der Front im Einvernehmen mit dem deutschen Generalstab organisiert werden.
Diese Behauptungen sind so blödsinnig, dah kein halbwegs vernünftiger Mensch sie ernst nehmen wird. Aber es scheint, dah Moskau die Welt mit seinen eigenen dummdreisten Maßstäben mißt, wenn es diesen Gipfelpunkt des Unsinns erklimmt.
In der Anklageschrift wird weiter versucht „nachzuweisen", daß die Angeklagten auf jede Weise bestrebt gewesen seien, die Sowjet- UnionineinenKrieghineinzu ziehen und „den Gegner in seinem Kampf gegen die Sowjet-Union mit allen Mitteln zu helfen". Endlich befaßt sich die Anklageschrift mit einer angeblichen Spionage- und Schäd
ling s t ä t i g k e i t , die die übrigen Angeklagten auf Anweisung des „parallelen Zentrums" betrieben hätten. So sollen die Angeklagten Lif- schitz, Turok, Knjasew und Boguslaw - ski Eiscnbahnkatastrophen, insbesondere bei Militärtransporten, organisiert haben, während die Angeklagten Rataitschak, Stroilow und 2 ch e st o w Sabotage in Bergwerken und in der Rüstungsindustrie betrieben, Rüstungsgeheimnisse ausgeliefert hätten usw. Schließlich werden noch angebliche Anschläge der Angeklagten auf Stalin, Molotow und andere Sowjetgewaltige erwähnt.
Die Anklageschrift beschuldigt schließlich sämtliche Angeklagte des Hoch- und Landesverrats und spricht dieselbe Anschuldigung erneut auch gegen Trotzki und dessen Sohn Sedow aus. Nach der Vorlesung der Anklageschrift „bekannten" sich alle 17 Angeklagten der genannten Verbrechen schuldig! Zu bemerken ist noch, daß die bisherigen Korrespondenten der Iswestija'in Berlin. Bucharzew. und in Washington, Romm, gleichfalls verhaftet sind und als Zeugen in diesem Prozeß auftreten sollen.
von Kommunisten mißtianSell
Bromberg, 28. Januar.
In dem in der Nähe von Hohensalza liegenden kongreßpolnischen Städtchen RadziejewoKu- jawskie kam es zu ernsten Ausschreitungen, in deren Verlauf 150 Kommunisten das Magistratsgebäude besetzten und in das Büro des Bürgermeisters drangen. Da dieser die lärmend erhobene Forderung nach Auszahlung einer einmaligen Eeldunterstützung nicht erfüllen konnte, fiel die Menge über ihn her, warf ihn zu Boden und zerrte ihn an den Füßen die Treppe herunter. Dann schleiften sie den Bürgermeister durch die Straßen und warfen ihn auf einen Wagen, dessen Kutscher gezwungen wurde, den übel zugerichteten Bürgermeister aus der Stadt herauszufahren. In der Nähe des Dorfes Biskupiec wurde der Unglückliche trotz der großen Kälte schließlich in einen Ehausseegraben geworfen. Die flehentlichen Bitten des zehnjährigen Sohnes, den Vater doch zu schonen, ließen die Kommunstcn ungerührt. AIs die Polizei heranrückte, liefen die Kommunisten auseinander.
überraschender Nordost voestoß auf Malaga
srantos Gruppen weiter siegreich - Mehrere Vrtschasten eingenommen
Salamanca, 23. Januar.
Während die nationalen Truppen Spaniens ihren Vormarsch auf die rings von Bergen umgebene Hafenstadt Malaga bisher im wesentlichen, der Küste folgend, aus südwestlicher Richtung durchgeführt haben und nur eine kleinere Abteilung von Ronda aus das Gebirge durchquerte, ist jetzt, den Volschewisten völlig überraschend, ein kühner nationaler Vorstoß von Nordosten her erfolgt. Nationale Abteilungen sind in das wilde Gebirgs- land im südwestlichen Teil der Provinz Granada eingedrungen und haben 34 Kilometer in Richtung aus Malaga vorstoßen können. Nach einem her
vorragend durchgeführten Kamps mit den bolschewistischen Banden wurden die Stadt Alhama sowie andere in der Marschstraße gelegene Ortschaften erobert.
Die Bolschewisten verloren 86 Tote, darunter fünf Anführer, und 29 Gefangene. Mehrere der Gefangenen zdigten Verwundungen, die ihnen die eigenen Anführer beigebracht hatten, um sie am Zurückweichen zu verhindern. Einem bolschewistischen Anführer ist es gelungen, verwundet zu entkommen. Das erbeutete Material ist außerordentlich umfangreich. Es besteht aus Maschinengewehren, Karabinern und anderem Kriegsmaterial. Bei E st e p o na in der Provinz Malaga wurden ebenfalls Maschinengewehre sowie die
Ausrüstung einer bolschewistischen Nachrichtenabteilung erbeutet.
Die nationale Luftwaffe führte an der Madrider Front erneut erfolgreiche Bombenangriffe durch. 15 Bombenflugzeuge, die von 15 Jagdflugzeugen begleitet waren, bombardierten zunächst die bolschewistischen Stellungen unmittelbar an der Stadtgrenze, danach bolschewistische Lager zwischen der Hauptstadt und dem Escorial. Dabei wurde die Umgebung von Valdemo» rillo besonders schwer mitgenommen. Die Jagdflieger sprengten durch Maschinengewehrfeusr bolschewistische Banden. Die Flieger konnten deutlich die Kopflosigkeit unter den Moskau-Söldlingen beobachten, die durch starkes nationales Artilleriefeuer noch erhöht wurde.
böring erneut vom Sure empfangen
überwältigende Volkskundgebungen beim flbschied in Nom
Rom, 23. Januar.
Ministerpräsident Generaloberst Eöring ist mit Gemahlin nach einer vom schönsten Wetter begünstigten Autofahrt, auf der von Sorrent aus Amalfi und Pompeji besucht wurden, Freitag abend wieder nach Neapel zurückgekehrt. Auf der Fahrt durch die Halbinsel von Sorrent wurde Generaloberst Eöring überall von der Bevölkerung, von den faschistischen Organisationen und den Behörden als Vertreter des Führers und der nationalsozialistischen Bewegung aufs herzlichste begrüßt und bejubelt.
Abends hatte der Ministerpräsident die Spitzen der Behörden und der Partei in Neapel zu einem Essen in kleinem Kreis geladen, wobei ihm vom Provinzialsekretiir der faschistischen Partei ein prachtvolles Album mit den besten photographr- schen Aufnahmen der unvergleichlichen Dolks- kundgebungen Neapels anläßlich seines Besuches beim italienischen Kronprinzen überreicht wurde. Die Fahrt zum Bahnhof Mergellina nahm wiederum die Form einer überwältigenden Dolkskundgebung an. Die Straßen und Plätze des nächtlichen Neapels waren von unübersehbaren Menschenmengen besetzt, die im dchein von Tausenden und aber Tausenden -on Fackeln dem Ministerpräsidenten zujubelten. Vor dem Bahnhof stauten sich über 20 000 Menschen, die ihre Begeisterung in nicht enden- wollenden Heilrufen zum Ausdruck brachten. Sicht- Ilch ergriffen dankte der Ministerpräsident für dieses unerwartete nächtliche Schauspiel.
Am Sonderzug wurde der Ministerpräsident von einem Ordonnanzoffizier erwartet, der ihm die Abschiedsgrüße des Kronprinzen übermittelte und zwei Statuetten überreichte, während zur gleichen Zeit in der ganzen Umgebung des Bahnhofes Hunderte von bengalischen Feuern aufleuchteten. Nachdem sich die deutschen Gäste von den Spitzen der Behörden und der Partei verabschiedet hatten, fuhren sie weiter nach Rom. wo sie Sonnabend vormittag eintrafen.
Hier hatte Eöring mit dem italienischen Regierungschef Mussolini im Beisein des Außenministers Graf Ciano eine zweistündige Unterredung, in der die Uebereinstimmung der in den vorausgegangenen Zusammenkünften erörterten Probleme festgestellt und vereinbart wurde, wegen dieser Fragen auch für die Zukunft in enger Fühlung zu bleiben.
kabinettsrükkrritt in rokio
Tokio. 23. Januar.
Die Forderung des japanischen Kriegsministers nach Auflösung des Reichstages wurde vom Kabinett abgelehnt. Daraufhin wurde der Rücktritt des Eesamtkabinetts beschlossen. Ministerpräsident Hirota begab sich darauf zum kaiserlichen Palast, um vom Kaiser die Genehmigung zum Rücktritt des Eesamtkabinetts zu erbitten.
Sonnabend abend verließen Generaloberst Eöring und Frau Eöring Rom mit einem Sonderzug. Mussolini war in Begleitung des Außenministers Graf Eiano bereits vor der Ankunft Eörings auf dem Bahnsteig eingetroffen. Der Duce begrüßte sofort die unter Landesgruppenleiter Ettel in Uniform angetretenen Amtswalter der Ortsgruppe Rom der AO. der NS- DAP. und schritt dann unter den Klängen der faschistischen Nationalhymne die Ehrenkompanie ab.
Eöring wurde bei seiner Ankunft schon vor dem Bahnhof mit tausendfältigen Heilrufen von Abordnungen aller faschistischen Organisationen Roms begrüßt. Auf dem Bahnsteig ging ihm Mussolini entgegen und hieß ihn mit großer Herzlichkeit willkommen. Beide begrüßten dann die Ortsgruppenleitung und schritten daraus unter den Klängen des Deutschland- und Horst- Wcssel-Liedes die von der italienischen Luftwaffe gestellte Ehrenkompanie ab. Gegenüber von vieler waren die HJ. und der VDM. Roms vollzählig in ihren Uniformen mit ihrer Fahne angetreten.
Nach einem überaus herzlichen Abschied vom italienischen Regierungschef und den übrigen hohen Beamten und Würdenträgern des faschistischen Italiens bestieg Generaloberst Eöring den Zug, der sich unter den Klängen der deutschen Nationallieder und den begeisterten Heilrufen der deutschen Jugend in Bewegung setzte. Ein offizielles Ehrengeleit begleitete den Ministerpräsidenten bis zur Grenze.
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* Bremen, 24. Januar 1837.
Es stand die deutsche Außenpolitik in den vergangenen Tagen im Zeichen der Freundschaft mit Italien. Der Empfang Hermann Görings, der als einer der hervorragendsten Vertreter der deutschen Nation in Italien von dem Staatsoberhaupt und seinen Mitarbeitern geehrt und vom italienischen Volke umjubelt wurde, hat der Welt das deutschitalienische Freundschaftsverhältnis ebenso deutlich vor Augen geführt, wie es die Bewährung der Achse Berlin-Rom bei der unerhörten Hetze einer Pariser Pressemeute in vorvergangener Woche tat.
Was der Duce bei der Begrüßung Hermann Görings aussprach, nämlich, daß die deutsch- italienische Freundschaft der Beginn des europäischen Gesundungsprozesses sei, ist eine staatsmännische Erkenntnis, deren tiefe Wahrheit auch von jenen europäischen Regierungen nicht geleugnet werden sollte, die immer noch glauben, daß in der Demokratie das Heil ihrer Völker beruhe. Uns Deutschen braucht wenig daran zu liegen, wie sich die anderen Völker ihre Staatsform wählen. Es kann uns das gleichgültig sein, solange solch eine Staatsform für Europa keine Gefahren heraufbeschwört.
Indes wissen wir, welche ungeheure Gefahr die Staatssorm der Sowjets, hinter der der Bolschewismus steht, für die Länder bedeutet; sehen mit tiefster Besorgnis, wie viele Staatsmänner einfach blind verkennen, was der Bolschewismus will und wie unheimlich er sich dort verbreitet, wo ihm nicht der Wall einer festen eigenen Staatsführung entgegengesetzt wird. Es ist nicht unsere Aufgabe, zu untersuchen, in welcher Art von Demokratien dem Bolschewismus Tür und Tor geöffnet sind; aber das Wort, das Mussolini dieser Tage dem Vertreter des „Völkischen Beobachters" gegenüber gebrauchte, als er die Demokratien die Bazillenträger des Bolschewismus nannte, sollte gerade dort zum Nachdenken anregen, wo man so stolz sich auf die Tradition einer althergebrachten Demokratie beruft, ohne zu bedenken, daß Bazillen- und Seuchenver- breiter sich gerade in alten, muffigen Wänden und Einrichtungen am leichtesten festsetzen.
Es fehlte nur noch, daß die Vertreter solcher Demokratien den blühenden Unsinn für wahr hielten, der zurzeit als angebliche Abmachungen des Reichs mit Trotzki in dem neuen Cchauprozeß zu Moskau bei dem Verfahren gegen 17 Trotzkisten der Welt zum Schauspiel vorgeführt wird. Vielleicht wird sich dieselbe Presse, die in Paris den Marokko-Rummel inszenierte, in der Maske der Gutgläubigkeit demnächst tatsächlich damit befassen, ihren Lesern den Schwindel von einem deutschen Trotzki-Pakt glaubhaft zu machen. Wir können dazu nur lachen und aussprechen, daß der Bolschewismus, ob er von Trotzki oder Stalin vertreten wird, für uns Deutsche die hassenswerteste Irrlehre ist, die je in die Welt kam und
daß wir sie so oder so bis aufs Messer bekämpfen und ausrotten werden, wo wir sie treffen. Daß Italien sich dabei uns als Kampfgefährte zugesellt, wissen wir ohnehin. Vergeblich aber schauen wir uns bisher noch nach Kampfgenossen in jener Richtung um, wo eine sogenannte traditionelle Demokratie die Zeichen der Zeit immer noch so sehr mißversteht.
Immer und immer wieder wundert man sich darob, wie wenig doch die politische Entwicklung von Demokratien, wie Spanien und Frankreich, imstande ist/ lehrhaft auf jene Staatsmänner zu wirken, von denen man doch weiß, daß sie sonst hellen Blickes in die Welt schauen. Und es scheint fast, als ob sie ein Tuch vor den Augen hätten, wenn es sich um die Beurteilung und die Abwehr des Bolschewismus handelt. Dah dagegen Deutschland und Italien eine eiserne Einheit bilden und dah diese Einheit der Kern eines Blockes sein kann, mit dessen Wucht der Bolschewismus sich einmal gar nicht mehr zu messen getraut, das ist für Europa die große Bedeutung der deutsch- italienischen Freundschaft, die bei aller gegenseitigen freundschaftlichen Neigung der beiderseitigen Völker in einem großen, unabdingbaren Gemeinschaftsinteresse seine unerschütterliche Grundlage hat.
Wohl ist das italienische Volk noch sehr gut sich dessen bewußt, wie untadelhaft und sachlich wertvoll Deutschland, abseits des Schwalles europäischer Ungerechtigkeit gegen Italien, während der Zeit des abessinischen Krieges sich verhielt. Wohl ist sich das italienische Volk auch darüber klar, daß das deutsch-italienische Wirtschastsverhältnis, das jetzt erst wieder durch die Abmachungen über Aethiopien seine Verinnerlichung erfuhr, nicht zum wenigsten dem italienischen Volke erfreulichen Nutzen bringt; aber die ganz außerordentlich spontane Herzlichkeit, die Generaloberst Eöring in Italien auf Schritt und Tritt entgegenkam, hat unbedingt ihren tiefsten Grund in dem italienischen Bolksempfinden, daß Deutschland und Italien zusammen Europa retten können, während sie getrennt in verschiedenen Lagern stehend, isoliert und weit weniger wirksam, dem Kernfeind der europäischen Menschheit, dem Bolschewismus, entgegenzutreten vermöchten.
Und so freuen wir uns nicht allein um Deutschland willen, sondern auch ganz Europas wegen des wunderbaren Einklangs, der durch die Romreise Hermann Görings zwischen Deutschland und Italien auch äußerlich zum Ausdruck kam, so wie er bereits empsindungsmäßig innerlich vorhanden war seit den Tagen, wo der italienische Regierungschef erkannt hat, daß beiden Völkern eine enge Verbundenheit zur Bekämpfung' des gemeinsamen Feindes von höchstem Vorteil ist.
Daß der Vorteil einer gemeinschaftlichen Bekämpfung des europäischen Menschheitsund Kulturfeindes immer noch auf die Achse Berlin—Rom beschränkt bleibt, ist wedex Deutschlands noch Italiens Schuld, j. V. v.'