Ausgabe 
(21.1.1937) Nr. 20
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parteiamtliche ^geszeitung

iiachnchtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

flmtsblatt des Senats der Lreien Hansestadt vremen

ErlK/ni-mal wöchentlich. Monatsbezug: RM. S,30 einschl, Zustellgebühr: durch die Polt RM 2 3« «Leck

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Vas amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Bremen

Anzeigen-Grundpreise-, Die 22-inrn-Zeile im Anzeigenteil ISPs., die 70-min.Zsilenn Textteil 75 Pf. Ermäßigte Grundpreise lsür kleine Famiiien-Anzeigen u. a.> sowie sonstige Bedingungen Preis- liste k lNachlaßstasfel <J. Für Anzeigen durch Fernsprecher keine EewShr. Annahineschlutz 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr: Schristleitung Dienstag und Freitag 1214-1314 Uhr.

Ne. 20 / 7. Jahrgang

Donnerstag, 21. Januar 1SZ7

kinzelpreis 15 Npf.

Ssl. an der Schwelle des neuen Kampfabschnitts

Unser lagesspisgvl

Generaloberst Göring äußerte sich sehr befrie­digt über seine römischen Besprechungen.

Zur gemeinsamen Ausbeutung der Boden­schätze Aethiopiens wurde eine deutsch-ita­lienische Gesellschaft gegründet.

Der englische Auhenminister richtete vor dem Unterhaus einen seltsamen Appell an Deutsch­land.

Das deutsche VersuchsbootWelle" der Kriegs­marine ist in schwerem Sturm gesunken; 25 Mann starben den Seemannstod.

DampferPhaedra" derNeptun" ist ge­strandet.

Deutschlands Außenhandel schlicht 1836 mit einem Ausfuhrüberschuß von 559 Mill. RM ab.

Die Dillinger Hüttenwerke wurden wieder unter deutsche Leitung gestellt.

Die erste Werkpausensendung des Reichs­senders Hamburg fand von der Hauptwerk­statt der Bremer Strahenbahn aus statt.

Am 25. Januar beginnt der Winterschluß- verkauf.

In Oldenburg fand die Schlüsselübergabe des neuen Standortlazarettes statt.

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Seutsch-ttalienlsche Sesellschast gegründet

Zur Ausbeutung der Bodenschätze in Aethivpien Rom, 28. Januar.

In Mailand wurde dieSocietä Anonima Mi- neraria Afrika Orientale Ztaliana" mit einem Grundkapital von 5V Mill. Lire, das durch bereits sichergestellte Mittel bis auf 288 Mill. Lire er­höht werden kann, zum Zwecke der planmähigen Ausbeutung der Bodenschätze in Aethiopien ge­gründet. Das Charakteristikum der neuen Ge­sellschaft ist die Mitarbeit der deutschen Finanz und Technik, wobei die Mehrheit des Kapitals in italienischen Händen verbleibt.

Die Gründung der Vergbaugesellschast für Jta- lienisch-Ostafrikä veranlagtGiornale d'Jtalia", auf die Bedeutung und die Zukunftsmög- lichkeiten der deutschen Mitarbeit an der wirtschaftlichen Erschließung Aethiopiens hinzuweisen. Dies sei eine neue Form der inter­nationalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit, mit der Italien vollkommen einverstanden sei, denn Italien behalte die Mehrheit unter der Bedin­gung eines Vorzugsrechts der deutschen Industrie aus 25 Prozent der wirtschaftlichen Ausbeute,-

Die neue italienisch-deutsche Gesellschaft habe den Zweck, die Gebiete von Wollega sowie West- und Ostharrar nach Kohle-, Eisen-, Kupfer- und Bleivorkommen zu erforschen. Mit der Forschung werde demnächst unter Führung des be­kannten deutschen Theologen Pros. Leo von der Mühlen (Berlins be­gonnen. Um eine nutzlose Konkurrenz auszu­schalten habe man sowohl den Tätigkeitsbereich als auch die Ausbeutungslizenzen genau abge­grenzt, wie z, B, die deutsch-italienische Gesell­schaft im Gebiet von Wollega Magneteisen suche, dagegen die Ausbeute von Edelmetallen wie Gold und Platin einer anderen Gesellschaft überlassen werde.

Polens flußerinimister bei Neuralft

Berlin, 20. Januar

Der polnische Minister des Auswärtigen Exz. Beck, der sich Mittwoch vormittag auf der Durch­reise von Warschau nach Genf in Berlin aufhielt, hatte mit dem Reichsminister des Auswärtigen Freiherrn von Neurath eine Aussprache.

kille Parteigenossen bei Sr. Soebbels

Berlin, 20. Januar.

Reichsminister Dr. Goebbels empfing Mittwoch eine Abordnung alter Parteigenossen aus Hat- tingen an der Ruhr, die ihm die Grütze seiner Kameraden aus der Kampfzeit überbrachten. Dr. Goebbels lietz sich ausführlich ub^er ^die ^Entwick-

dem

woeooeis lieg sich aussuyriiai uoer vie lunq Hattingens und des Ruhrgebietes berichten. Die Hattinger Parteigenossen überreichten dem Minister das Modell' eines Treibsatzes einer

Einiger oas Mooeu. eines u-reiopiges Tchnellzuglokomotive, ein Bilderalbum aus den Werken der Ruhrstahl AG. sowie ein Gemälde des Goebbels-Berges. auf dem Dr. Goebbels 192o hei einer Sommersonnenwende der Ortsgruppe öattingen der NSDAP. die Feuerrede hielt.

Ür. srikk im 6au Köln-flachen

Aachen, 20. Januar

, Reichsminifter Dr. Flick unternahm Mittwoch Eine Besichtiaunasfahrt durch das Aachener Grenz- land. Der Minister traf gegen 9.30 Ühr aus dem Aachener Hauptbahnhof ein, wo sich u. a. Gau­leiter Staatsrat Grohö. der Regierungspräsi­dent, der Oberbürgermeister sowie dre Spitzen her Parteidienststellen und der Behörden zu sei­ner Begrüßung eingefunden hatten. Die Erenz- iahrr führte zunächst durch das Wurm-Kohlen- gebiet von Altvorf und Herzogenrath an der hol­ländischen Grenze und dann durch den Aachener Wald in die Eifel an der neuen belgischen Grenze entlang. Auf dieser Fahrt unterrichtete Regie­rungspräsident Vogelsang den Minister über hie grenzpolitrschen Verhältnisse und die wirp Ichaftliche Struktur des Aachener Gebietes. Nach kurzem Aufenthalt in Monschau wurde die Fah« über den Talsperrenbau Schwammenauel nach Köln fortgesetzt, wo er am Abend den stauen Oberbürgermeister Dr. K. E, Schmidt feierlich >n sein Amt einführte.

stppell ver obersten Sst-Mruno ln München

Ver ktabschef sprach

München, 20. Januar,

Wie im Jahre 1938 hat der Stabschef auch jetzt wieder kurz vor dem 30. Januar, dem stolzen Sie­gestag der SA., die Gelegenheit benutzt, um vor dem vollzählig versammelten Stab der Obersten ?A.-FUHrung in München zu sprechen.

Nachdem Stabschef Lutzo den anaetretenen SA,-Führern und SA.-Männern für ihre erfolg­reiche und verantwortungsbewußte Arbeit im verflossenen vierten Jahr der nationalsozialisti­schen Revolution gedankt hatte, umritz er. die im nunmehr beginnenden neuen Kampfabschnitt har­

renden Aufgaben. Er wies darauf hin, datz die An­gehörigen der Obersten SA.-Führung keine beson­deren Rechte, sondern erhöhte Pflichten übernom­men hätten und datz jeder einzelne in Haltung und Auftreten Vorbild des SA.-Mannes und da­mit des politischen Kämpfers des Führers über­haupt sein und bleiben müsse.

Der Stabsfllhrer der Obersten SA.-Führung, Obergruppenführer Herzog, als ständiger Ver­treter des Stabschefs, legte das Versprechen ab, datz sich kein Stabsangehöriger als Büroangestell­ter betrachte, sondern sich als lebendiges und in Arbeit und Geist beispielhaftes Glied im großen Block der SA. fühle. Die Erklärung des Ober­gruppenführers Herzog, datz sich gerade der Stab der Obersten SA.-Führung auf oem Gebiete der Leibesübungen und im übrigen SA.-Dienst vor­

bildlich betatigen werde, wurde vom Stabschef dankend entgegengenommen.

Der Appell dieser großen Arbeitskameradschaft, in deren Händen die Betreuung der Millionen- gefolgschaft des Führers liegt, wurde vom Stabs­chef mit einem kraftvollen Bekenntnis zum Ober­sten SA.-Fiihrer Adolf Hitler geschloffen.

Himmler dankt dem NSKK.

Berlin, 20. Januar

Der Chef der deutschen Polizei, Reichsfllhrer SS. Himmler, hat an Korpsführer Hühnlein ein Schreiben gerichtet, mit dem er den Männern des NSKK. für ihren Einsatz zumTag der deut­schen Polizei" dankt.

Versuchsboot »Welle" im Sturm gesunken

Sie 2S köpftge vesaftung in den sinken ertrunken / Me Kriegsmarine trauert

Berlin; 20. Januar.

Das BersuchsbootWelle" der Kriegsmarine, das Lei der Bergung des bei Fehmarn gestrande­ten Scgelschoners dee SA.-Gruppe Nsrduiar» Duhnen" und des gleichfalls gestrandeten Ber- gungsdampsersFairplaq 18" und ihrer Be­satzungen eingesetzt war, ist in der Nacht vom 18. zum 19. Januar in schwerem Schneesturm west­lich von Fehmarn gesunken. Mit dem Verlust der 25köpsigen Besatzung ist mit hoher Wahrschein­lichkeit zu rechnen. Die Besatzung des gestrande-' ten BergungsdampfersFairplaq 19" ist durch das MinensuchbootII 126" geborgen. Die Be­satzung derDnhnen" ist außer Gefahr.

Die Namen der Vesatzungsangehörigen des Ver­suchsbootesWelle" sind: Ltnt. z. See (bi) Boe h- ning, Obersteuermann Rudolf Kirschen- Lauer, Oberbootsmannsmaat Gerhard Krill, Obermaschinistenmaat Willi Brunswik, Ober­maschinistenmaat Hans Schulz, Steuermanns­maat Ewald Kuck, Maschinistenmaat Franz Bück, Matrosenstabsgefreiter Rudolf Voett- ger. Obermatrosengefreiter Erich Kraft, Stabsmatrose Willi Neumann, Stabsmatrose Walter Gayk, Stabsmatrose Walter Romba, Obersignalgefreiter Erich Fuehrer, Funkstabs­gast Herbert Drescher, Stabszimmermannsgast Helmuth Ibsen, Stabssanitätsgast Helmut E p- pe rlein, Stabsheizer Gustav Rein ecke, Stabsheizer Karl Backhaus, Oberheizer Willi Nehrling, Oberheizer Maximilian Verlich, Heizer Herbert Koehler, Heizer Georg

Jeschur, Heizer Ernst Iand er, Heizer Hans Ludwig, Zivilkoch Walter Plesz.

Bei dem VersuchsbootWelle" der Kriegs­marine bandelt es sich um einen ehemaligen Fischdampfer. Das Boot war seit dem 15. Januar abends bei den genannten Bergungsarbeiten an der Nordküste Fehmarns eingesetzt. Beim Auf­kommen von sehr schwerem Wetter am 18. abends hatte es Befehl erhalten, nötigenfalls unter Land- schutz zu gehen, der bei dem herrschenden Ost- Südost-Sturm westlich von Fehmarn zu finden war. Ueber die Einzelheiten des Unterganges fehlt jede Gewißheit, da das Boot infolge einer Störung der Funkanlage seit dem 18, abends keine Meldung mehr geben konnte. Nach Absuchen des Seegebietes vom 19. Januar ab wurde das Wrack des gesunkenen Bootes westlich von Fehmarn festgestellt. Die Bergung der Gebliebe­nen ist im Gange.

Anläßlich des Untergangs des Versuchsbootes Welle" hat der Oberbefehlshaber der Kriegs­marine Generaladmiral Dr. h. c. Raeder fol­genden Nachruf an die Kriegsmarine erlassen: Wieder hat die Kriegsmarine einen schweren Verlust erlitten: Das VersuchsbootWelle" ist westlich der Insel Fehmarn gesunken. Seine Be­satzung wird vermißt. Es besteht leider keine Aussicht auf Bergung von Ueberlebenden. Das VersuchsbootWelle" war bei Bergungsarbeiten für einen bei Fehmarn gestrandeten Segler der Marine-SA, und einem gleichfalls gestrandeten Bergungsdampfer und ihrer Besatzungen einge­setzt gewesen. Nach dem Aufkommen orkanartigen Schn'eesturmes in der Nacht vom 18 zum

19. Januar fehlt Gewißheit über die Einzelheiten des Unterganges. Das Wrack ist am 20, Januar gefunden worden. Die Kriegsmarine gedenkt in achtungsvoller Trauer der gebliebenen 25 Kame­raden, die bei entsagungsvollem Einsatz für' Schiffbrüchige vom Seemannstvd ereilt wurden. Ihre Namen werden in der Geschichte der Kriegs­marine einen ehrenvollen Platz erhalten."

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flufgaben Ser deutschen Wirtschaft

Berlin, 20. Januar.

Der Wirtschaftsrat der deutschen Akademie hielt Mittwoch im HotelKaiserhof" seinen vierten Empfang ab, zu dem zahlreiche Vertreter von Staat und Partei, viele bekannte Männer des Wirtschaftslebens und eine große Zahl von Mit­gliedern des diplomatischen Korps erschienen wa­ren. In einer großangelegten Red« sprach Gau­leiter und Oberpräsident Josef Wagner über die materiellen und ideellen Aufgaben der deut­schen Wirtschaft im zweiten Vierjahresplan. Der Redner stellte die Gegensätze der liberalistischen freihändlerischen, der marxistisch-bolschewistischen und der nationalsozialistischen Wirtschaftsauf- fajsunq heraus.

Sie Verteilung der front;ulage

Berlin, 20. Januar.

Der Reichs- und Preußische Arbeitsminister legt einen Rechenschaftsbericht überSozialpolitik im Dritten Reich" vor, der die neuen Beiträge auf diesem Gebiet behandelt,, die 1936 gegeben wurden. Nachdem er eingehend dargelegt hat, daß im Berichtsjahr das Recht auf Arbeit ver­wirklicht wurde, beschäftigt er sich mit dem soldatischen Gedanken in der Reichsversorgung. Dabei verweist er auf die von der Reichsregierung eingeführte Krontzulage, die den eigent­lichen Frontkämpfern neben ihrer Rente gegeben wird. Nachdem seit dem 1. April 1936 die Front- zulage auf einen weiteren Personenkrsis ausge­dehnt wurde, befinden sich nunmehr alle schwer­beschädigten sowie die über 50 Jahre alten leicht­beschädigten Frontkämpfer im Genuß der Front­zulage. Insgesamt beziehen zurzeit bereits drei Viertel aller versorgungsberechtigten Front­kämpfer diese Zulage. Damit wird, so erklärt der Minister, zugleich eine Zurücksetzung wiedergut­gemacht, die den kriegsbeschädigten Front­kämpfern durch die früheren Regierungen wider­fuhr. Welchen großen Wert der Führer selbst auf die Anerkennung des Frontsoldatentums lege, zeige der Umstand, daß er die ihm in diesem Jahre am Erinnerungstag des Kriegsbeginns 1914 dar­gebrachte Ehrengabe bedürftigen Frontkämpfern überließ, die die Frontzulage noch nicht erhalten können. Die Ehrengabe ist dem Reichsarbeits- ministerium zur Verteilung übertragen worden.

Um den studentischen Lebensstil

Berlin, 20. Januar.

Die nationabfozialistische Parteikorrespondenz meldet: Die Neichspresjestelle der NSDAP. hatte einen kleinen Kreis führender Berliner Jour­nalisten zu einem kameradschaftlichen Beisammen­sein mit den führenden Persönlichkeiten des deut­schen Studententums in das Berliner Haus der Presse geladen. Nach einleitenden Begrüßungs- worten des Reichsamtsleiters Sündermann gab der Retchsstudentenführer. Reichsamtsleiter Dr. Scheel, den Journalisten einen interessan­ten Ueberblick über die Gegenwartsprobleme des studentischen Lebens in Deutschland. Das Lei­stung s p r i n z i p so erklärte Dr. Scheel u. a.

stehe im Mitielpunkt aller studentischen Arbeit Auf die Einzelausgaben der neuen Reichsstuden- tenführuna eingehend, behandelte er insbesondere die Bemühungen um die Entwicklung eines neuen studentischen Lebensstiles, der trotz des Verzichtens auf überlebte Formen doch >em jungen Studenten innere Haltung und Le­bensfreude vermittele. Die untadelige Leistung als Student mit -allen ritterlichen Eigenschaften in Gesinnung und Haltung zu verbinden das seien die Forderungen, die an den jungen Deutschen an der Hochschule gestellt würden.

falsch adressiert

Serlin mit Moskau verwechselt

kr. Klü. Der englische Außenminister Eden hat sich am Dienstag im Rahmen seiner außenpolitischen Erklärungen vor dem Un­terhaus auch mit derRolle, die Deutschland in Europa spielen werde" beschäftigt und ist dabei zu Schlußfolgerungen gekommen, die einer Richtigstellung bedürfen. Wir zweifeln nicht an den guten Absichten und dem festen Willen der Londoner Regierung, zur Be­friedung der beunruhigten, wafsenstarrenden Welt beizutragen, müssen es aber mit um so größerer Entschiedenheit ablehnen, daß man immer wieder unsere Bereitschaft zur zwischenstaatlichen Zusammenarbeit zum Gegenstand einer spitzfindigen Polemik macht oder uns gar der Unaufrichtigkeit ver­dächtigt. Eden meinte, zu Deutschland ge­wandt, man könne die Welt nicht mit Reden heilen, so sehr solche Reden auch den Frie­den atmen mögen. Nun, nichts fällt uns leichter, als die gradlinige Friedenspolitik des Führers aus seinen sichtbaren, aller Welt bekannten Taten nachzuweisen. Während sich die Diplomaten der alten Schule im Palast der Torheit in Genf" dieser Aus­druck stammt von derDaily Mail", Herr Eden! vergeblich um die kollektive Sicherheit bemühten, hat Deutschland auf der Grundlage zweiseitiger Verträge mit Polen, Oesterreich und Italien nicht nur ernste Konfliktstoffe beseitigt, sondern dar­über hinaus in unmittelbarer freundschaft­licher Zusammenarbeit wertvolle Beiträge zum Ausbau Europas geliefert. Müssen wir dem britischen Außenminister gegenüber die Situation ist ohnehin merkwürdig ge­nug auch noch den deutsch-englischen Flot- tenoertrag mit seiner erstmaligen wirklichen Rüstungsbeschränkung ins rechte -Licht rücken? Erst in diesen Wochen, als die un­verantwortliche Marokko-Hetze gewisser Pariser Zeitungen die deutsch-französischen Beziehungen bis zur letzten Konsequenz ver­giften wollte, hat der Führer durch seine freimütigen Erklärungen eine nicht nur von den beiden beteiligten Ländern gewünschte Entspannung herbeigeführt. Am Willen zur friedenerhaltenden Zusammenarbeit mit den anderen Nationen hat es also auf deutscher Seite nie gefehlt!

Gerade die großen Erfolge, die der Führer und Reichskanzler bei seinen Verhandlungen von Staat zu Staat erzielte, haben die Genfer ausschließliche These einer gleich­zeitig zwischen allen Regierungen zu tref­fenden europäischen Regelung widerlegt. Der Völkerbund dagegen hat sich als un­fähig erwiesen, auch nur eine einzige der schwebenden politischen Fragen vernünftig und großzügig zu lösen. Sollte dies dem außerordentlich realpolitischen Sinn Edens wirklich entgangen sein?

Man kann die Welt auch nicht mit poli­tischen Weltanschauungen heilen," so hat der britische Außenminister weiterhin mit schulmeisterlich erhobenem Zeigefinger betont, nachdem er schon vorher die Frage aufgeworfen hatte, wohin dieDoktrin von Rasse und Nationalismus" Deutschland und die anderen Staaten führen würde. Was den Weg des Dritten Reiches betrifft, so hätte Minister Eden bereits bei seinem Berliner Besuch im Februar 1934 feststellen können, daß uns der Nationalsozialismus eine wirklichkeitsgestaltende, in Adolf Hitler verkörperte Kraft ist, derwirdieEini- gung und damit die Zukunft der Nation verdanken. Hinsichtlich der Frage, wohin die (von Eden fälschlich als Doktrin bezeichnete) nationalsozialistische Bewegung die anderen Staaten führen werde, ist oft genug aus berufenem Munde darauf hingewiesen worden, daß unsere im innerpolitischen Kampf vertiefte und für alle Zeiten im deutschen Gewissen verankerte Weltanschauung keinen Ausfuhr­artikel darstellt. Der Führer hat bei

frieden mit Moskau!"

I» Rußland verhungerten 192122 laut eigener Statistik der Sowjet-Union 5,2 Millionen Men­schen. Die Hungersnot des Jahres 1933 forderte laut Angaben eines Erzbischofs im englischen Oberhaus rund 6 Millionen Menschen. In Ruß­land herrscht nicht die Diktatur des Proletariats, sondern die Diktatur des Judentums über die ge- gesamte russische Bevölkerung. Trotzdem Friede,, mit Moskau?"

Die Antwort erhältst du in den 29 Eroß-Kund- aebungcn der NSDAP. am Freitag. 22. Ja­nuar. Beachte die Tageszeitungen! Besuche auch du die Kundgebung in deiner für dich zuständigen Ortsgruppe!

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