Ausgabe 
(19.1.1937) Nr. 18
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parteiamtliche Tageszeitung

Tiachrichtenblatt der Deutschen flrdeitsftont Vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt vremen

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i ln. b. H., Bremen, Teeren 6/8 / Fernsprecher: 5^121 und 51115.

'Mtlchert

zrS.-Gauverlag Weser-Ems

Nr. 1S / 7. Jahrgang

Das amtliche VerkünLungsblatt des lieichsstatchalters in VlÄenburg und Vremen

Anzeigcn-Grirndpreise: Die 22-mlv-Zeite im Anzeigenteil 12 Ps., die 70-mm-Zeile im Textteil 75 Ps. Ermäßigte Grundpreise (sür Neine Familien-Anzeigen u. a.Z sowie sonstige Bedingungen Preis« liste 6 kNachlnßstassci O. Für Anzeigen durch Fernsprecher kein- Gewähr. Annahmeschlutz 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-18 Uhr: Schristleitung Dienstag und »Freitag 12^-13^ Uhr.

Dienstag, 19. Januar 195?

kinzelpreis 15 Npf.

Der führet schuf den Schultgp des dritten Kelches

Unser lagesspisgel

Die spanische» Nationalisten habe» Kiistenstadt Maoibella erobert.

die

Generaloberst Göring wurde auch in Neapel ein begeisterter Empfang zuteil.

Auch in Oesterreich stellen die Juden den größten Teil der Verbrecher. >

Eine Verfügung des Führers bestimmt als Schultyp im Dritten Reich die Adolf-Hitler- Schule.

Mit einem Heimbanbeschafsungsappell tritt die Führung des HJ.-Eebietes 7 Nordsee an die Oeffentlichkeit.

In Bremen wurde die erste Hanseatische Ver- trauensstell« des Leipziger Metzamtes er­richtet.

Ab Freitag, dem 22. Januar, werden in der Neustadt die KLchenabfiille für das Erniih- rungshilsswerk eingesammelt.

Die Vauwirtring-AG. Bremen schlicht 1835 mit einem Verlust ab.

Der Reichssportführer erließ eine Verordnung über die zukünftigen Aufgaben des Sport­amtes der NS.-Semeinschaft „Kraft durch Freude".

Gottfried von Cramm traf gestern mit Hans Nüßlein und Henner Henkel in Bremen ein.

Ver sichrer beim Mchlfest in verchlesgaden

Berchtesgade», 18. Januar.

Der Führer wohnte am Montag in Verchtes- gaden dem Richtfest des dort in Bau befindlichen Dienstgebäudes für Zwecke der Reichskanzlei Lei. Das Fest fand im engeren Rahmen unter Be­teiligung der örtlichen Gliederungen der Partei und der Behörden, der am Bau beschäftigten Arbeiter und Architekten sowie unter lebhaftester Anteilnahme der Verchtesgadener Bevölkerung statt. Zu der Feier hatte sich mit dem Staats­sekretär Dr. Lammers eine Reihe von Beamten der Reichskanzlei eingefunden. Der Führer erschien in Begleitung seines Adjutanten. Obergruppen­führers Vrückner, und des Reichspressechefs der NSDAP., Dr. Dietrich.

Nach dem launigen Richtspruch des Poliers hielt Staatssekretär Dr. Lammers eine kurze An­sprache, in der er auf den Sinn des Baues hin­wies. der dazu bestimmt ist, bei Aufenthalten des Führers in Verchtesgaden eine Verbindungsstelle der Reichskanzlei aufzunehmen, da der Führer immer im Dienst ist. ob werktags, feiertags oder im Urlaub.

In der anschließenden Feierstunde im Saal des Hotels „Zum goldenen Bären", in der Staats­sekretär Dr. Lammers allen am Van Beteiligten sür ihre Arbeit und Leistung dankte, ergriff der Führer selbst das Wort; er sprach zu den Bau­arbeitern als ein selbst aus ihren Reihen Hervor- gegangener über Sinn und Inhalt unseres Tchassens für die deutsche Nation. Diesem Schasse» sei auch das Verchtesgadener Haus der Reichskanzlei bestimmt. Alle, gleichviel an welcher Stelle sie stehen, dienten dem großen Werk, ob sie a n diesem Bau arbeiten oder i n ihm wirken. — Es war eine Stunde engster kameradschaftlicher Zusammengehörigkeit, die den Führer mit den Männern vom Bau bei dieser Feier der Arbeit vereinigte.

webe- und flrbettsdienst

der deutschen Staatsangehörigen im Ausland Berlin, 18. Januar.

Reichsinnenminister Dr. Frick hat die Er­fassung der deutschen Staatsangehörigen im Aus- land für den aktiven Wehrdienst und Reichs- arbeitsdienst im Jahre 1937 durch Anordnung geregelt. Es wevden im Frühjahr 1937 durch die deutschem Konsularbehörden erfaßt: die wohr-

»ilichtigen deutschen Staatsangehörigen im Aus- land. die dem Eeburtsjahrgang 1917 angehören. Die Wehrpflichtigen dieses Esburtsjahrgan-ges können vom 1. April 1938 bis zum 30. Septem­ber 1938 zum Reichsarbeitsdienst und vom 1. Oktober 1938 ab zum aktiven Wehrdienst heran­gezogen werden. Die Wehrpflichtigen des Ee- burtsjahrganges 1916, die im Sommerhalbjahr 1937 ihre Arbeitsdienstpflicht noch nicht erfüllen, können ebenfalls vom 1. April 1938 bis 30. Sep­tember 1938 zum Reichsarbeitsdienst und vom 1. Oktober 1938 ab zum aktiven Wehrdienst her­angezogen werden.

erst vienst In 0er Luftwaffe

— dann Verkehrsslieger

Berlin, 18. Januar.

Der Reichsminister der Luftfahrt weist darauf brn. baß der Nachwuchs an Verkehrsflugzeug- iühiern nur aus den Reihen derjenigen Flugzeug­führer genommen wird, die in der Luftwaffe Kedient haben. Besondere private Verkehrsfneger- schulen bestehen daher nicht, und es sind auch Be­werbungen an die frühere „Deutsche Berkehrs- ll'cgerschule E. m. b. H." zwecklos. Bewerber, die ssh zum Flugzeugführer ausbilden lassen wollen und die die entsprechende Eignung nachweisen können, wird anheimgestellt, sich bei dem zu- Mndigen örtlichen Wehrbezirkskommando zum Unwilligen Dienst in der Luftwaffe zu melden.

Nationalsozialistischer Schuiaustau

Vor Iülzrer und Nelchskanzler ftat folgende Verfügung erlassen: Nach Vortrag des Nelchs- organisationsleiters der NSVflp. und des JugendfLchrers des Veutschen Neiches genetimige Ich, daß die neuzu errichtenden nationallo;ialistifchen Schulen, Sie gleichzeitig als Vorschulen für die nationalsozialistischen Vrdensburgen gelten sollen, meinen Namen tragen.

Verlin, den 15. lammr 1S5? sgez.j Ndols Hitler

Zu der Verfügung des Führers geben die beiden Reichs­letter Dr. Leq und Baldur von Schirach, wie der Reichs­jugendpressedienst erfährt, folgende Erklärung ab:

„Der Führer hat auf Grund eines von uns gemeinsam ausgearbeiteten Planes die obige Verfügung über die Adols-Hitler-Schulen der NSDAP. erlassen. NSDAP. und Hitlerjugend haben damit einen neuen gewaltigen Auftrag erhalten, der weit über diese Zeit hinaus in die ferne Zukunft reicht. Nähere Einzelheiten über die Adols- Hitler-Schulen werden heute noch nicht veröffentlicht. Wir teilen jedoch, um Unklarheiten zu vermeiden, die nachfol­genden Grundsätze mit:

1. Die Adols-Hitler-Schulen sind Einheiten der Hitler­jugend und werden von dieser verantwortlich geführt. Lehrstoff, Lehrplan und Lehrkörper werden von den un­terzeichneten Reichsleitern reichseinheitlich bestimmt.

2. Die Adolf-Hitler-Schule umsatzt sechs Klassen. Die Ausnahme erfolgt im allgemeinen mit dem vollendeten 12. Lebensjahr.

3. Ausnahme in die Adols-Hitler-Schulen finden solche Jungen, die sich im Deutschen Jungvolk hervorragend be­währt haben und von den zuständigen Hoheitsträgern in Vorschlag gebracht werden.

4. Die Schulausbildung in den Adols-Hitler-Schulen ist unentgeltlich.

5. Die Schulaussicht gehört zu den Hoheitsrechten des Gauleiters der NSDAP. Er übt sie entweder selbst aus oder übergibt die Ausübung dem Gauschulungsamt.

6. Nach ersolgter Reifeprüfung steht dem Adolf-Hitler- Schüler jede Laufbahn der Partei und des Staates offen.

Der Jugendsührer des Deutschen Reiches

(gez.) Baldur von Schirach. ^

Der Reichsorganifationsleiter der NSDAP. fgez.) Dr. Ley.

München, den 17. Januar 1937.« . - < '

Semeinsaim besaßt - gemeinsame stbweßr

Ministerpräsident Siiring vor der deutschen Kolonie in Nom

Rom, 18. Januar.

Ministerpräsident Generaloberst Göring hat Sonntagabend der deutschen Kolonie in Rom mit seinem sehnlichst erwarteten Besuch in ihrem neuen Heim eine ganz große Freude bereitet. Mit vollem Recht konnte Landesgruppenleiter E t t e l bei der Begrüßung des Ministerpräsidenten und seiner Gemahlin von der schönsten Festesfreude sprechen, die der deutschen Kolonie in Rom im neuen Jahr zuteil werden konnte. Seine Worte waren Worte der Dankbarkeit und Freude dar­über, daß Generaloberst Göring trotz seiner bis aufs äußerste beanspruchten Zeit die Möglichkeit

fand, die Rom-Deutschen in ihrem neuen Heim zu besuchen.

Die stürmischen Heilrufe, mit denen Hermann Göring schon bei seiner Ankunft begrüßt worden war, steigerten sich zu einem brausenden Beifalls­sturm, als der Ministerpräsident an das Redner­pult trat, um tiefbewegt für die Worte des Lan­desgruppenleiters zu danken. In Rom, so führte Hermann Göring aus, habe er in diesen Tagen viel Schönes erlebt. Er habe eine Herzlichkeit und Freundschaft für das deutsche Volk gefunden, die ihn tief beeindruckt habe. Dann kam er auf die Zeiten tiefster Schmach und Selbsterniedrigung

Der Nnee mit meinem Last, (-eneralnbevst <-<> 7 - 1,1 a, im koi-um Ilussolirii välii-enä äer -ipnrtliclien Vorkükrnaxen äer knsekistisekev ckngenckverdLnilo l>Iu-,i.iatioo ttoktmavn

Deutschlands zu sprechen, aus dem der Führer das deutsche Volk herausgeführt hat. Dieser herr­liche Wandel habe auch dem Auslandsdeutschtum das Selbstbewußtsein, das Selbstvertrauen und damit die Kraft zurückgegeben.

Immer deutlicher sehe man die große Frage, die Europa in zwei Lager scheide: entweder Ausbau, Ordnung, Zucht und Glauben, oder Untergang und Vernichtung im Blutrausch des Bolschewis­mus. „So wie die Heimat dem Sowjetstern unser strahlendes Hakenkreuz als Zeichen des Glaubens entgegenstellt, so hat in Italien, Eurem Gast­land und Gastvolk, ein großer Mann von unsag­barer Bedeutung die Stunde der Gefahr richtig erkannt.

Die Nationen werden sich scheiden müssen in solche, die jener Blutfackel von Moskau folgen, und solche, die ihr Land vor dem Abgrund be­wahren wollen. Man kann ein Land gegen Ka­nonen und Flugzeuge schützen, nicht aber gegen das unsichtbare Gift des Bolschewismus. Da nützen keine Festungen, keine Flugzeuge, keine Armeen, da nützt nur der Glaube an das eigeneVolk.da nützt nur die st a r k e F L h - rung. Es ist ganz selbstverständlich, daß, wenn Notzeiten anbrechen, man sorgsam um sich blickt,, wo Freund und wo Feind ist.

Wir wissen, daß in Italien eine Bewegung van der gleichen Grundlage wie unsere besteht mit, einem Mann, der unserem Führer so ähnlich ist an Kraft, an Einsatzbereitschaft und im Dienst an sein°m Volk, daß hier zwei Völker sind, die sich beide zu gleichen Idealen bekennen, und darum auch die gleichen Feinde haben. Wenn man erst diese tiefere Wahrheit erkannt hat, dann wird sich Volk zu Volk finden in gemeinsamer Abwehr gegen die gemeinsame Gefahr."

Sodann schilderte der Ministerpräsident den unsagbar mühsamen, aber unaufhaltsamen Auf­stieg der deutschen Heimat und die außerordent­liche Bedeutung des neuen Vierjahresplanes, der allen Neidern zum Trotz die vollständige Unabhängigkeit und Sicherheit der Nation für alle Zeiten gewährleisten wird. Schließlich gedachte er noch ganz besonders der rastlosen Arbeit des Führers und seiner be­ständigen Sorge um sein 70-Millionen-Volk. Ungeheuer sei die Kraft seiner Seele, diese Last zu tragen, um das Volk immer höher zu führen. Dieses leuchtende Vorbild des Führers verpflichte auch den Ausländsdeutschen — und zwar vor allem in Italien — sich restlos für die Heimat und den Führer einzu­setzen aus Dankbarkeit dafür, daß Adolf Hitler den Deutschen das Beste, was ein Mensch haben kann, die Ehre, wiedergegeben habe.

Diese Losung rief einen wahren Beifallssturm hervor, den Hermann Göring mit seinem drei­fachen Sieg-Heil aus den Führer und Reichskanzler und aus Seine Majestät den König von Italien und Kaiser von Aethiopien, sowie aus den Duee noch zu steigern wußte.

(Siehe auch Seite 2 )

vewichcung entscheidet

Unser Erziehungsideal mird verwirklicht

Mit der Verfügung des Führers, nach der die neuesten zu errichtenden nationalsoziali­stischen Schulen seinen Namen tragen, ist der erste Schritt zum Neuaufbau des gesam­ten deutschen Erziehungswesens und zur Schaffung der Grundlagen einer neuen plan­mäßigen Auslese der deutschen Jugend ge­tan. Erst vor wenigen Wochen ist das große Erziehungswerk des Nationalsozialismus durch die Einreihung aller Jugendlichen in die Hitler-Jugend zu einem gewissen Ab­schluß gekommen. Die bisherige Arbeit galt der Ausmerznng aller Schlacken, die Marxismus und Liberalismus auf dem Gebiets des Erziehungswesens dem Natio­nalsozialismus hinterlassen hatten. Parallel mit der Erfassung aller Jungen und Mädel durch die HI. ging daher die nationalsozia­listische Durchdringung der deutschen Schulen. Hitler-Jugend, Schule und Elternhaus wur­den so zu den drei großen Faktoren gemacht, denen die Erziehung der deutschen Jugend anvertraut ist. Diese Arbeit, deren Merk­mal ihre Breitenwirkung war, kann in ihren wesentlichen Dünkten als, abgeschlossen gelten.

Die Aufgabe der Zukunft wird darin be­stehen, allen denen ein Aufrücken iiz füh­rende Stellungen der Bewegung und des Staates zu ermöglichen, die schon in frühe­ster Jugend Anlage und Fähigkeiten hierzu erkennen lassen. Das Prinzip der Auslese kann nur dann zum vollen Erfolg geführt werden, wenn es bereits beim jungen Men­schen zur Anwendung kommt. Schon der Hitlerjunge, der zum späteren Führer aus- ersehen ist, muß planmäßig für seine künf­tigen großen Aufgaben geschult werden kön­nen. Gleichzeitig muß aber dieses Prinzip alle erfassen, also nicht nur den Teil der deutschen Jugend, dessen Eltern die Mög­lichkeit haben, ihre Kinder auf eine höhere Schule zu schicken. Die Ausbildung in der Adolf-Hitler-Schule wird daher auf der Volksschule fußen und so die gesamte deutsche Jugend zur Basis ihrer Auslese machen. Die wirtschaftliche Leistungskraft der Eltern hat also auf den Vorgang der Auslese keinerlei Einwirkung mehr. Die Schaffung der Adolf-Hitler-Schule ist also ein weiterer Schritt zur Erfüllung des nationalsozialistischen Erziehungsideals.

Jede Epoche schafft sich ihre eigene Er­ziehungsform. Die seit der Machtübernahme vergangene Zeit diente der Schaffung einer breiten Basis. Die künftige Form der totalen nationalen und sozialistischen Er­ziehung hingegen zeichnet sich erst jetzt in den Maßnahmen ab, die zur Errichtung der Adolf-Hitler-Schule getroffen werden. Wie auf allen Gebieten, so braucht auch hier die revolutionäre Entwicklung Zeit zur Reife. Schritt für Schritt wird nun der Boden zur Verwirklichung des neuen nationalsozialisti­schen Erziehungsideals bereitet werden. Neue Grundlagen werden an die Stelle der alten treten.

Die sechs von den beiden Reichsleitern be­kanntgegebenen Grundsätze bedürfen hier keiner näheren Erläuterung, sie sprechen in ihrer hervorragenden Bedeutung für sich selbst. Besonders erfreulich ist es, daß die Auslese der Lehrkräfte und der Schüler für die Adolf-Hitler-Schule bereits in die Wege geleitet ist, wie auch schon Vorbereitungen für den Bau mehrerer Schulen getroffen werden. Rascher kann jedenfalls die Ent­wicklung nicht eingeleitet werden, als es mit der Verfügung des Führers erfolgt.

Partei und Hitler-Jugend haben, wie Dr. Ley und Baldur von Schirach betonen, mit der Schaffung dieser Schulen einen neuen gewaltigen Auftrag erhalten, der weit über unsere Zeit hinaus in die Zukunft reicht. Wenn die Schulen des Führers die Vor- schulenfürdieOrdensburgender Bewegung werden sollen, so geht schon