Ausgabe 
(18.1.1937) Nr. 17
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parteramtlüche Tageszeitung

Vachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen

der National

flmtsbiatt des Senats der Freien Hansestadt Vremen

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Nr. 1? / ?. Jahrgang

Montag, IS. Januar 1SZ?

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das Neffen ;um khrentag von tippe

Mred Nosenberg in Vetmold: „Nirgends wird kuropa bewußter verteidigt als von Ndolf Hitler!"

tippes ffauptstadt im sestschmuck

Detmold, 17. Januar. Nach den großen Kundgebungen, die am Sonn­abendabend im Lipper Lande stattfanden, stand am Sonntag die schöne alte Stadt Detmold im Mittelpunkt der Feierlichkeiten, die den Wahl- sieg von 1933 galten, der zu einem Markstein in der Geschichte der Bewegung geworden ist und

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Unser Vagesspiegel

Zur Vierjahresfeier des Wahlsieges in Lippe hielt Reichsleiter Alfred Nosenberg eine be­deutende Rede.

Mussolini gewährte einem Mitarbeiter des „Völkischen Beobachters" eine denkwürdige Unterredung über die deutsch-italienische Freundschaft.

Die nationalen Truppen in Spanien setzen ihren siegreichen Vormarsch aus Malaga fort. Der „Tag der deutschen Polizei" in Vremen fand seinen Höhepunkt und Allsklang in zwei Erotz-Veranstaltungen.

In der Gauliga Niedersachsens siegten Wer­der-Bremen und Arminia-Hannover auf fremden Plätzen.

Aus dem „Trotzen Preis von Kapstadt" gin­gen die Auto-llnion-Fahrer Velins und Rose­meyer siegreich hervor.

Auf dem Schwimmfest des SB. Nordhausen war der Bremische SB. erfolgreich.

Einen beachtlichen Erfolg errangen die Hand­baller Blauweitz' über MTV. Braunschweig.

einen neuen Abschnitt in der Geschichte Deutsch­lands einleitete.

Sonderzüae, Omnibusse und Kraftwagen brach­ten am frühen Morgen Tausende von Volks­genossen nach Detmold. Die Straßen widerhallten von dem Marschtritt der Formationen. 2m Sit­zungssaal der Landesregierung überreichte Reichs- Mthalter Gauleiter Dr. Meyer morgens dem Aandortältesten ein Führerbild. Heer und Luft­waffe nahmen an den Feiern in Detmold leb­haften Anteil. Alle Lipper Kämpfer, die im Ja­nuar 1933 durch unermüdliche opferwillige Ar­beit und Hingabe den Weg ermöglichten, mar­schierten geschlossen durch die Stadt. Vor dem Landestheater nahm Reichsleiter Alfred Rosen- berg mit dem Gauleiter Dr. Meyer den Vorbei­marsch ab. Unter den Ehrengästen sah man zahl­reiche hohe Offiziere des Heeres und der Luft­waffe, führende Männer der SA., SS., des NS- KK., des Reichsarbeitsdienstes und aller übrigen Parteigliederungen, unter ihnen auch den Lei­ter des SS.-Hauptamtes, SS.-Obergruppen- suhrer Heitzmeier.

Auf dem Flughafen Detmold fanden sich um die Mittagsstunde in zwei riesigen Flughallen mehr als 10 900 Volksgenossen zu einer Groß­kundgebung ein. Hier sah man unter den Ehrengästen aus Wehrmacht, Staat und Partei auch den Kommandierenden General des I'I. Armeekorps, General v. Kluge sowie den General der Luftwaffe Keller.

Bfred Nosenberg Hai das Work!

,2m Mittelpunkt der gewaltigen Kundgebung dieses Ehrentages des Lipper Landes stand eine Rede, von Reichsleiter Alfred Nosenberg, der bei seinem Erscheinen von den Versammelten stürmisch begrüßt wurde. Alfred Nosenberg wür­digte in seiner großangelegten Rede einleitend die Bedeutung des Lipper Wahlsieges für das Zustandekommen des Dritten Reichs und führte dann u. a. aus:

Die nationalsozialistische Revolution ist nicht beendet, sondern nur in eine neue Etappe getreten. Die erste große Etappe war der Kampf um die Macht im Innern, der Kampf um die Einheit

Bewegung ..

vermag. An Stelle des unmittelbaren Kampfes mit den politischen Gegnern ist nach der Macht­übernahme eine innere Ausrichtung in Deutschland gekommen. Wir sind festen Mil­ieus, die Machtpositionen, die wir politisch er­rungen haben, nicht preiszugeben, und die gei­stige Machtposition, die wir zu erringen geden­ken, niemals auszuliefern. Wir dürfen nie ver­geben, das große Wandlungen in der Welt­geschichte Jahrzehnte, vielleicht Jahrhunderte brauchen, um auch in den Herzen der Menichen Aürklichkeit zu werden. 2n den letzten vier Jah­ren hat die nationalsozialistische Bewegung in unermüdlichem Fleiß überall ihre Stellungen innenpolitisch uns außenpolitisch ausgebaut. Viele -Oeyuche sind gemacht worden, über Hintertrep­pen in unser Haus zu gelangen. Unsere ehe­maligen Gegner sagen oft,.

der Nalkmarsoiialismus Ist eine große polilisch.soziale krscheinung.

?r hat uns politisch überwunden, wir erkennen sen Zieg des ehemaligen Gegners an und stellen tue unsere Kräfte dem neuen Staat zur Ver­jüng. Aber wenn der Nationalsozialismus Lher ?bliiisch-soziales Wollen hinaus weltanschau- liy den Menschen beansprucht, dann können wir "ur auf ewige Recht» zurückgreif«, und uns ab­

seits stellen oder feindlich dem Nationalsozialis­mus gegeniibertreten.

Wir aber, so fuhr Alfred Nosenberg fort, haben niemals nach halben Menschen gerufen, sondern immer ganze Menschen gefordert. Der Zusammenbruch von 1918 war nicht nur ein politischer und militärischer, sondern vor allem ein charakterlicher Zusammenbruch. Alle, die es damals versäumten, in die Schranken zu treten, können nicht beanspruchen, daß wir sie heute in dem großen Kampf um Deutschlands Einigkeit ernst nehmen oder als unsere Führer anerkennen.

Ein Kardinalpunkt, von dem die nationalsozia­listische Bewegung niemals zurücktreten kann, ist die Forderung, daß die Erziehung des kom­menden Geschlechts allein aus­schließlich von der nationalsoziali­stischen Bewegung und dem nationalsozia­listischen Staat durchgeführt wird. Alle anderen Gruppen haben durch ihre politische,und sonstige Haltung in den schweren Kampfjahren das Recht verwirkt, diesen Anspruch zu erheben. Wenn wir auf dieses Erziehungsrecht verzichten wollten, wäre die Folge, daß wir nach 30 bis 10 Jahren

wieder Parteien wie Zentrum, Demokraten und andere mehr hätten, deren Machtzentrum nicht nur in Deutschland liegt. Die nationalsozialistische Bewegung will das deutsche Volk vor einem zweiten Zusammenbruch wie im November 1918 beschirmen.

Reichsleiter Nosenberg ging weiter auf die

jüdische weltheye gegen Veutschland

auf die Drohung des Weltbolschewismus und die gesamte außenpolitische Lage ein.

Es sei, erklärte er, ganz natürlich, wenn Völker, die sich in den bolschewistischen Abgrund nicht hin­einziehen lassen wollten, darüber nachdächten, wie sie eine Form finden, um der Gefahr entgegen­treten zu können. Deutschland steht heute bei der Verteidigung der Ehre Europas an der Spitze. Nirgends wird Europa bewußter verteidigt als von Adolf Hitler. Unsere Parole gegen den Bol­schewismus hat sich in allen Punkten als richtig erwiesen.

Die politischen Unterschiede zwischen Deutsch­land, Italien, Frankreich und England sind

Familienangelegenheiten der europäischen Na­tionen. Die Weltanschauungs- und philosophischen Kämpfe, die sich seit Jahrhunderten durch den Kontinent ziehen, sind unsere Familienangelegen­heiten und gehen die Sowjet-llnion gar nichts an.

Nosenberg schloß seine immer wieder von Bei­fall unterbrochene Rede mit der Feststellung, daß die große Epoche der Volkwerdung aller Deut­schen begonnen habe und betonte, die national­sozialistische Bewegung sehe ihre große Mission darin, den Marxismus nicht nur politisch nieder­zuschlagen, sondern sie suche ihn durch den inne­ren Aufbau in den kommenden Jahren zu wider­legen.

Reichsstatthalter Dr. Meyer gab in seinem Schlußwort ein Telegramm an den Füh­rer bekannt, in dem die alte Lipper Kampf­garde ihre Grüße übermittelt, und die Ver­sicherung gibt, auch in Zukunft stark und uner­schütterlich zur Bewegung zu stehen.

Auf der Grevenburg, auf der im Jahre 1933 auch der Führer längere Zeit weilte, fand als Abschluß des Erinnerüngstreffens ein kame­radschaftliches Beisammensein statt.

«Irene beweist sich in Leistung"

Morgenfeier des Reichsarbeitsdienstes

Berlin, 17. Januar.

Im reich geschmückten großen Sendesaal des Rundfunks veranstaltete die Abteilung 5/91 „Wilhelm Ehrlich" des Reichsarbeitsdienstes unter dem Leitwert „Die Treue gibt dem Kampf die Kraft" eine Morgenfeier rm Deutschland- sender. Reichsarbeitsführer Hier!, Eeneral- arbeitsfllhrer Dr. Decker, Oberstarbeitssührer Vormann, Führer des Gaues 9 Brandenburg des RAD. und zahlreiche Vertreter der Glie­derungen der Bewegung nahmen an der Ver­anstaltung teil. Das von Oberstfeldmeister Schell er zusammengestellte chorische Spiel be­handelte die Treue in ihrer Bedeutung für unser Volk.

Generalarbeitsführer Dr. Decker betonte in einer Absprache während der Feier, Treue beweist sich nie in Worten, sondern in Leistungen. Wenn Männer und Führer des Reichsarbeitsdienstes in dieser Feierstunde sich mit allen deutschen Men­schen, die guten Willens sind, zum Gesetz der Treue bekennen, dann gehen sie alle mit ihren Gedanken zurück in die Einsamkeit, in der sie auf sich selbst gestellt sind. Treue zu Führer und Werk, zu Fahne und Kamerad gibt allein die Kraft, den Kampf mit Erfolg zu führen.

200 will. Pfund für Nüstungen?

London, 17. Januar.

Das englische Parlament tritt nach mehr­wöchiger Pause am Dienstag wieder zusammen. Es sieht sich für die kommenden Monate sowohl auf außen- wie auf innenpolitischem Gebiet vor einem ausgedehnten Arbeitsprogramm.

Die Hauptaufgabe der nächsten Wochen wird die Einbringung des neuen und die Verabschiedung des alten Haushalts sein. Allgemein wird im Hin­blick auf die erhöhten Rüstungsausgaben mit einer weiteren Steuererhöhung gerechnet. Außer­dem erwarten die englischen Blätter mit Sicher­heit die Auflegung einer Rüstungsanleihe, deren Betrag die „Sunday Eraphic" mit 200 Millionen Pfund angibt.

weiterer Vormarsch auf Malaga

Erfolge der spanischen Nationaltruppen an allen Fronten

Salamanca, 17. Januar.

Am Sonnabend errangen die Nationaltruppen wieder an allen Fronten beachtliche Erfolge. Der nationale Heeresbericht meldet von der Südfront, daß die Operationen an der Mittelmeerküste erfolgreich fortgesetzt wurden, und daß die nationalen Streitkräfte aus ihrem Marsch nach Malaga weitere neun Kilometer vorgestoßen seien. Aus den Reihen der Roten seien wieder zahlreiche Soldaten mit ihren Waffen zu den nationalen Truppen übergelaufen.

Im Westen von Madrid erweiterten die Nationalisten die Front und brachten den Roten, die nach Las Matas zurückfluteten, erhebliche Verluste bei. Bei einem der getöteten sowjst- rmsischen Offiziere wurde eine Peitsche mit sechs Riemenenden gefunden, mit der rote Miliz­soldaten geprügelt wurden, wenn sie sich weigerten, an die vordere Frontlinie zu gehen.

Die von der Heeresleitung vorgesehene und jetzt erreichte Erweiterung der Westfront von Madrid umfaßt den Abschnitt von Villanueva del Pardillo bis Majadahonda Las Rozas. Die rote Miliz erlitt bei diesem Vor­stoß der nationalen Truppen starke Verluste. Die parkenden Lastwagenzüge der Roten, unter denen sich vor allem auch Venzintankwagen befanden, wurden in Brand geschossen. ,

krfolge über erfolge

Salamanca, 17. Januar.

Am Sonnabend kamen die Truppen des Gene­rals de Llano aus ihrem siegreichen Vormarsch an der Mittelmeerküste bis kurz vor den Kiisten- ort Marbella. Sie legten damit rund 25 Kilo- meter an den beiden letzten Tagen zurück. Mar­bella liegt etwa 57 Kilometer von Malaga ent­fernt.

Die nationalen Kriegsschiffe griffen diesmal nicht in die Operationen ein. Am Vortage hatte der Kreuzer „Eanarias", von welchem aus General Queipo de Llano die Bewegungen auf dem Lande geleitet hatte, den Vormarsch durch Beschießung der bolschewistischen Gräben glänzend unterstützt.

In seiner Abendansprache teilte General Queipo de Llano mit, daß zwei nationale Kriegs­schiffe einen roten Petroleumdampfer im Werte von 16 Millionen Peseten aufgebracht hätten.

Moskau gegen Ireiwilligen-Verbot

Moskau, 17. Januar.

Die soeben amtlich bekannt gegebene Antwort­note der Sowjet-Regierung aus die letzten eng­lischen Anregungen in der Freiwilligen-Frage im spanischen Bürgerkrieg lehnt den Kernpunkt der englischen Vorschläge — nämlich das Verbot der Entsendung von Freiwilligen und Militärkontin­genten nach Spanion rundweg ab. Sie ist zu­gleich das Eingeständnis Moskaus, das von sowjetrussischer Seite schon bisher die Roten in Spanien mit Freiwilligen und Truppenkontin­genten nach Kräften unterstützt worden sind. Die Sowjet-Regierung, so heißt es in der Note, be­trachte solche Aktion als „verfrüht" und halte es nicht für zweckmäßig, „sich auf den Weg einseitiger Maßnahmen zu begeben".

kine Erklärung del Vafos

„Sowjet-Spanien ist unser Ziel!"

Salamanca, 17. Januar.

Der „Außenkommissar" der bolschewistischen Machthaber in Valencia, Alvarez delVajo, gab in einer Rundfunkrede unumwunden zu, daß es das Ziel der Volschewistenhäuptlinge von Va­lencia sei, ein Sowjet-Spanien zn errichten. Er erklärte wörtlich, daß Rotspanien Sowjetrußland in jeder Beziehung nachahmen müsse. Die Bezie­hungen zu Sowjetrußland müßten immer enger gestaltet werden.

französischer Handelsvertrag mit Notspanlen

Paris, 17. Januar.

Im französischen Handelsministerium wurde am Sonnabend mit den bolschewistischen Machthabern in Valencia ein Handelsvertrag unterzeichnet. Die Handelsbeziehungen zwischen Frankreich und dem roten Spanien sind außerdem durch bereits bestehende Handels- und Schiffahrtsabmachungen und durch ein Transfer-Abkommen geregelt. 'In einer halbamtlichen Verlautbarung, durch die die Neuregelung bekannt gegeben wird, heißt es, daß „die augenblicklichen Umstände" das Funktionie­ren der bestehenden Abmachungen behindert haben.

Schweres kifenbaknunglück ln tklna

Ueber 100 Tote und Schwerverletzte

Schanghai, 17. Januar

Ein schweres Eisenbahnunglück auf der Kan­ton-Bahn erfordert - am Sonnabend über 100 Tote und Schwerverletzte. Ein durch Selbstent­zündung von Schwefelsäure entstandenes Feuer erfaßte drei vollbesetzte Personenwagen des fah­renden Zuges, die in kurzer Zeit eingeäschert wurden. Die Panik unter den Fahrgästen ver­mehrte noch die Zahl der Opfer. Der Material­schaden soll mehrere 100 000 Dollar betragen.

Veutschland und Italien ein Mach!

Las deutsch-italienische Verkältnls als Srundstock zu einem neuen kuropa

Berlin, 17. Januar.

Der Sonderberichterstatter des Völkischen Beob­achters, Roland E. Strunk, hatte Gelegenheit zu einer Unterhaltung mit Mussolini, die er :n der Sonntagsausgabe seines Blattes schildert. Danach führte der italienische Regierungschef u. a. aus: „Im letzten Jahre ist viel geschehen! Wir haben die Achse Berlin — Rom geschmiedet! Das ist ein Beginn zu einem europäischen Konsolidie- rungsprozeß.

Die Demokratien haben abgewirtschaftet, sie sind heute bewußt oder unbewußt nurmehr In­fektionsherde, Bazillenträger und Handlanger des Bolschewismus. Das ist eine Gruppe, die an­dere — das sind wir. Die Zukunft wendet sich ab von der Kollektivität, der im unklaren reagie­renden Masse. Das Zeitalter der starken Indi­vidualität, der überragenden Persönlichkeit be­stätigt sich durch den Gang der Ereignisse. Demo­kratien, das ist wie Triebsand. Unser staats- politisches Ideal ist Fels, granitener Gipfel!"

Auf die abschließende Frage, ob die Errichtung ner Sowjet-Republik in Spanien oder einem eil Spaniens, beispielsweise in Katalonien, eine efährdung des Ztstus c>uo bedeute, antwortete iussolini: „Selbstverständlich!"

Vorlag Jagdgast des Königs von Italien

Rom, 17. Januar.

Ministerpräsident Generaloberst Eöring hat h am Sonntaqvormittag mit seiner Begleitung s Gast des Königs von Italien und Kaisers >n Aethiopien in das königliche Jagdgehege von astel Porziano begeben, wo nach der Jagd von önig Viktor Emanuel III. zu Ehren des Mini- rrpräsidenten ein Frühstück veranstaltet wurde.

Heute begibt sich dann der Ministerpräsident einer Einladung des italienischen Kronprinzen folgend im Sonderzug nach Neapel, wo tm königlichen Schloß zu seinen Ehren ein Frühstück abgehalten wird, zu dem die Spitzen der Militär- und Zivilbehörden und der Partei geladen sind.

Seitliche sliegerossiziere in Staaken

Berlin, 17. Januar.

Auf dem Flugplatz Staaken traf am Sonn­tagnachmittag eine Abordnung von Offizieren der königlich britischen Luftwaffe ein, die auf Ein­ladung des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generaloberst Eöring, der deutschen Luftwaffe einen mehr­tägigen Besuch abstattet. Die Offiziere werden bis zum 22. ds. Mts. in Berlin bleiben.

Im Rahmen ihres Aufenthalts, der am heu­tigen Montag mit der Besichtigung des Jagd­geschwaders Richthofen beginnt, wird die britische Abordnung u. a. Fliegerhorste, Fliegerschulen, Truppenteile der Luftwaffe, die Luftkriegsakade­mie, Lustkriegsschulen und Werke der Luftfahrt­industrie besuchen.

flutounglück ver vrandenburger SS.

Berlin, 17. Januar.

Das Musikkorps des SS.-Totenkopf- sturmbannes Brandenburg — Stand­ort Oranienburg —, das am Sonntag, Lei einem Aufmarsch in Bernau anläßlich des „Tages der deutschen Polizei" ein Konzert gegeben hatte, stieß auf der Wandlitzer Chaussee unweit des Liepnitz-Sees mit einem Berliner Privatkraft- wagen zusammen. Der schwere Transvortwagen geriet dabei an die Chausseebäume. Durch den heftigen Anprall, der einige Insassen auf das Pflaster schleuderte, wurde ein SS.-Mann ge­tötet, während zwei weitere SS.-Männer lebens­gefährliche Verletzungen erlitten. Ein drittes Mitglied des Musrkkorps kam mit einem Knochen- bruch davon.

Oldenburg, 17. Januar.

Der Gauleiter und Reichsstatthalter erläßt für die Heimbeschafsungsaktion der HZ. von, 15. bis 24. Januar fol­genden Ausruf:

„Der Führer hat alle Stellen der Partei und des Staates aufgerufen, der Hitler-Jugend die Heime zu schaffen, die sie für ihre Erziehungsarbeit an der deutschen Jugend dringend braucht. Im Gau Weser-Ems war es bisher selbst­verständlich. daß der Ortsgruppen- und Kreisleiter der Partei dem HJ.-Führer als sein bester Freund und treuester Helfer zur Seite stand. Auch in dem gegenwärtigen Kamps der Hitler-Jugend um ausreichende und würdige Heime soll diese Kameradschaft zwischen politischer Leitung und Hitler-Jugend sich wiederum bewähren. Ich wiederhole das Wort, das ich den Männern des Staates und der Be- .

wegung aus der Bremer Heimbautagung zurief: Wenn Sie ^ ^

der Jugend nicht helfen, so verraten Sie Deutschland! Und Deutschland ist unser alles!

Gauleiter und Reichsstatthalter."

Bremen, 17. Januar.

Der Führer hat als eine der wicyngs.en Ausgaben des nationalsozialistischen Staates die Erziehung der Jugend herausgestellt. Unerläßlich ist hierbei die Schaffung von Heimen, die der Idee und Gestalt unser Bewegung ent­sprechen.

Die Freie Hansestadt Bremen ist daher bemüht, die Bestrebungen, neue lebenswahre Heime zu schassen, tat­kräftig zu unterstützen.

Regierender Bürgermeister