Ausgabe 
(16.1.1937) Nr. 15
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parteiamtliche Lageszeitung

liachrichtenblatt der deutschen flrbeitssront Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

flmtsbiatt des Senats der Lreien Hansestadt Bremsn

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Nr. 15 / 7. Jahrgang

Sonnabend, 16. Januar 1SZ?

kmZelpreis 15 Npf.

Sie Polizei freund des Volksgenossen

2er öummikniippel der Schmach;eit verschwand / Umfassende Zukunftsaufgaben der Neichspolizei

Nr. seick und Himmler sprachen

Rerchsminister Dr. Frick führte in einer Rund­funkansprache zumTag der deuftchen Polizei" der heute beginnt, aus: Die Erundeinstellung des nationalsozialistischen Staates zur Polizei ist wie unsere Staatsauffassung überhaupt, klar, einfach und naturgegeben. Sie erscheint uns heute so selbstverständlich, datz wir uns kaum noch

..I....

Unser lagesspiegel

DerTag der deutschen Polizei" wurde mit Rundfunkansprachen des Reichsministers Dr. Frick und des Reichsführers SS. Himmler eingeleitet.

Gauleiter Rover, Kreisleiter Blanke und Reg. Bürgermeister Heider veröffentlichen zumTag der deutschen Polizei" Geleitworte.

Ueber die Arbeit und die altersmäßige Gliederung der NSDAP. wurden statistische Erhebungen angestellt.

Hermann Göring wurde gestern in Rom von Mussolini empfangen.

Das Urteil gegen den Juden Frankfurter ist nunmehr rechtskräftig geworden.

Eine erneute Schlappe erlitten die inter­nationalen Boykott-Hetzer gegen den Welt­meisterschaftskamps Max Schmelings.

Bei den Focke-Wuls-Werken wurde ein neues Kameradschaftsheim geweiht.

Die Kleinhandelskammer Bremen legte ihren Jahresbericht 1938 vor.

A denken können, daß es einmal anders war. Die ^ volksfremden Elemente, die sich angemaßt hatten, die Geschicke Deutschlands in die Hand zu nehmen, hatten den Polizeibegrisf fast in sein Gegenteil verdreht. Es klingt heute unglaublich, datz es im marxistischen Polizeiapparat Vorgesetzte gab, die sich die Anzahl der auf die Republik von Weimar ausgebrachtenHochs" dienstlich melden ließen, um daraus auf die Stimmung ihrer Beamten zu schließen.

Im nationalsozialistischen Staat steht die Polizei voll und ganz im Dienste der Volksge­meinschaft. Der Volksstaat Adolf Hitlers hat es nicht nötig, bei jedem geringfügigen Anlaß durch den Masseneinsatz von Palizeikordons seine Macht zu demonstrieren. Seine Macht liegt in den gläu­bigen Herzen seiner Staatsbürger, verankert, die im Polizeibeamten den Schutz, den Heiser und den Ratgeber jedes einzelnen sehen, und nicht wie früher ihre Spitzel und Verfolger.

Die nationalsozialistische Polizei, volksverbun- den und befreit von dem Ballast von Mißdeu­tungen und Vorurteilen der Systemzeit, widmet sich heute einer Arbeit, die von Anfang bis Ende auf Gemeinnutz abgestellt ist. Jeder soll mit­helfen. Wie diese Mitarbeit jedes einzelnen Volks­genossen vor sich gehen soll, darüber wird der von mir angeordneteTag der deutschen Polizei" dem deutschen Volke Aufschluß geben. Alle Gutgesinnten an die Front im Kampf gegen die Schädlinge unserer Volksgemeinschaft, ganz gleich unter welcher Tarnung sie sich zeigen.

Von der LSnderpoliiei zur Neichspolizei

Der Reichsfllhrer SS. und Ehef der deutschen Polizei Himmler sprach gleichfalls anläßlich des Tages der deutschen Polizei 1937 im deutschen Rundfunk.

Himmler führte u. a. aus: Der Tag der deut- - scheu Polizei 1937 wird zum erstenmal von der deutschen Reichspolizei begangen. Am 17. Juni 1936 ernannte mich der Füchrer auf Vor­schlag des Reichsinnenministers Pg. Dr. Frick zum Chef der deutschen Polizei mit der Amts­bezeichnungder Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei im Reichsministerium des In­nern". Damit war die Zusammenfassung der bis­her einzelnen Polizeien der deutschen Länder zu einer Reichspolizei staatsrechtlich vollzogen.

Bei der Machtübernahme im Jahre 1933 fanden Wir Nationalsozialisten die Ihnen allen bekannten jüdisch, zentrumlich, marxistisch und zum Teil sogar kommunistisch durchsetzten Länderpolizeien vvr. In Preußen nahm Ministerpräsident Hermann Göring die Polizei in seine starke Hand; er schuf aus ihr in den Jahren 1933 und 34 das Institut der Geheimen Staatspolizei und bildete aus den Reihen der uniformierten Polizei einen soldati­schen Beamtenkörper, dessen Träger wieder stolz darauf wurden, die Uniform der Polizei zu tra­gen. Zur gleichen Zeit wurde die Kriminalpolizei in Preußen genau wie die uniformierte Polizei von den marxistischen und unsauberen Elementen gereinigt und in einen für ihre Aufgaben fähigen Zustand verseht. Einen ähnlichen Gang nahm die Cchaffung nationalsozialistischer Polizeien in den anderen Ländern Deutschlands.

Kriminalpolizei und Geheime Staatspolizei wurden zur Sicherheitspolizei zusammen­gefaßt, deren Chef ein alter bewährter National­sozialist und SS.-Führer, SS.-Gruppenführer Heydrich, ist. Schuüoolizei, Gendarmerie und Kommunalpolizei wudben in dem Hauptamt

L.nl»ü ckss einjährigen Bestehens üer Keiehspolirwi-Oktmivrssvhulo in lierlin-Köpenioh kanck eins Besichtigung ckarck äsn Obst cksr Oränungs- poiiesi, Oensral Oalusgs, statt. Unser Blick rwigt Ssneral Oalusgs väkrsnck cksr Hebungen cksr Oküeusrsanvärtsr am leichten KIS. Rechts von ihm cksr Loinmancksur cksr Lchuls, Oberstleutnant cksr LcbutepoliLsi Inellsin. . (IVsltbilck.)

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Ordnungspolizei, dessen Chef General Daluege ist, zusammengefaßt. Die durch das Ausscheiden der Landespolizei gerissenen Lücken an Mannschaften und Offizieren wurden und wetden allmählich größtenteils aus den Reihen der SS. und Partei, aufgefüllt.

Ich wende mich jetzt den Aufgaben der Zukunft zu. Wenn ich einzelne Aufgaben nenne, so greife ich als erste die Regelung der Frage der Verkehrspolizei heraus. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, durch eine bis ins kleinste gehende Organisation zur Warnung vor den gefährlichen Stellen auf den Straßen, durch die Einrichtung der motorisierten Straßenpolizei, die in rund 40 größeren und kleineren Bereitschaften über das ganze Reich verteilt ist, ferner durch die Zusammenarbeit mit dem sich zur Verfügung stel­lenden NSKK. unter Führung des Korpsführers Hühnlein die völlig sinnlose und durch nichts zu verantwortende hohe Zahl von Verkehrstodes­fällen und Verletzungen wertvollster deutscher Menschen auf ein Minimum herabzudrllcken. Ich darf hier zum erstenmal erwähnen, daß diese Auf­gabe nur gelöst werden kann. wenn jeder deutsche Mann und jede deutscheFrau ob Kraftfahrer, Radfahrer oder Fußgänger verständnisvoll unter Zurückstellung einiger be- quemlicher Willkür und Nachlässigkeit zum Wohle des Ganzen mitarbeiten.

Ich darf Ihnen zwei weitere Gebiete aus der Fülle des Notwendigen vor Augen führen: die Bekämpfung der Vergehen und Verbrechen gegen den Paragraphen 175 und die Bekämpfung der Abtreibung. Hier auf diesen Gebieten sehen wir

unsere erste Pflicht, in dem unnachstchtlichen und unbarmherzigen Vorgehen gegen die Verführer und Täter und in der Anregung und Mithilfe bei der Erziehungsarbeit der Organisation der Partei zur Beseitigung aller der Umstände, die das deutsche Volk um seine Männer und Frauen

lagesparote für denrag der Polizei"

Bremen, 15. Januar.

Der Senator sür die innere Verwaltung, Th. Laue, erläßt folgende Tagesparole: Selbstlos sich opfernd, unbeugsamen Willens in ihrem Streben für das Gute, von fanatischem Gerechtigkeitssinn beseelt, sich rücksichtslos ein­setzend sür die Verteidigung der ideellen und materiellen Lebensgüter der Nation, erringt die Polizei das Vertrauen der Bevölkerung und ist ihr somit wahrer Beschützer, Freund und Helfer."

bringen und um seine Kinder, seinen größten Reichtum, betrügen.

Auf dem einen Gebiet sehen wir unsere Auf­gabe in der manchmal durch harte Maßnahmen zu erfolgenden Erziehung verführter junger Bur­schen. Auf dem anderen Gebiet sehen wir unsere vornehmste Pflicht sowohl in der engsten und tätigen Zusammenarbeit mit den in Frage kom­menden vorhandenen und noch ins Leben zu rufenden Einrichtungen zur ehrenvollen Auf­nahme junger werdender deutscher unehelicher Mutter als auch in unserem Eintreten gegen jede

unberechtigte gesellschaftliche Aechtung dieser Mütter. ...

Ich nenne ein weiteres Gebiet: Wir werden uns in den kommenden Monaten und Jahren mit immer größerer Energie der Verfolgung der die Allgemeinheit und die vom Führer' zum Wohle des deutschen Volkes gestellten großen Auf­gaben schädigenden Erscheinungen wie Spionage, Devissnschiebungen, Bestechungen, Bestechlichkei­ten, llebervorteilung des Nächsten oder des Staa­tes und unanständige Eigennutzung irgendwelcher Not des deutschen Volkes widmen. Ich greife ein letztes Gebiet heraus: Es ist die Tätigkeit der Geheimen Staatspolizei. Wie in der Vergangenheit, so sehen wir auch in der Zu­kunft unsere vornehmste Pflicht darin, alle bös­willigen Gegner und Feinde des nationalsozia­listischen Staates unschädlich zu machen.

Die deutsche nationalsozialistische Polizei ist nicht wie in früheren Jahrzehnten der Polizei­diener eines absoluten oder konstitutionellen Staates gegen das Volk, sondern aus dem Volke kommend die Polizei für dieses deutsche Volk. Sie wird immer mehr mit der Schutzstafsel zusammen­wachsen, sich immer mehr in Führern und Män­nern aus dieser Schutzstaffel ergänzen und wird an erster Stelle ein Beispiel des Zusammenwach- sens von Partei und Staat sein.

so sehr gescheut, wie vom deutschen Volksgenoss rals vertrauensvoller Freund und Helfer anj sehen zu werden. Diesem Ziel dient auch dick Tag der deutschen Polizei 1937.

(Siehe auch Seite 2)

Vit NSVW. im Spiegel der Zahl

Statistische vegründung des politischen sülzrungsrechts

Berlin, 15. Januar.

Die Nationalsozialistische Parteikorrespondenz ist in der Lage, aus statistischen Erhebungen, die das Hauptorganisationsamt der Reichsorgani­sationsleitung angestellt hat, Mitteilungen zu machen. In einer außerordentlich genauen Klein­arbeit ist eine Reihe von Feststellungen nach dem Stande von 1935 getroffen worden, die von eben­so großer historischer wie politischer Bedeutung sind. So wurde errechnet, daß von den am 1. Jan. 1935 lebenden Parteimitgliedern 129 000 vor dem 14. September 1930, dem ersten entscheidenden Siegestag der Partei, und 849 000 vor dem 30. Januar 1933 in die NSDAP. eingetreten sind. In diesen Zahlen sind 7600 bzw. 64 000 Frauen enthalten.

Daß die NSDAP. mit Recht den Ehrentitel der deutschen Arbeiterpartei führt, beweist die Fest­stellung, daß beispielsweise allein schon unter den Parteigcnoffen, die vor dem 14. September 1930 in die NSDAP. eintraten, nicht weniger als 83 v. H. Arbeiter, Angestellte und Bauern waren. Der Rest verteilt sich auf Handwerker, freie Berufe, Beamte usw.

Die Altersstufen in der Parteigenossen- schaft verteilten sich im Jahre 1931 altersmäßig wie folgt: Alter 18 bis 30 Jahre: 37,6 v. H.; 31 bis 40 Jahre: 27,6 v. H.; 4l bis 50 Jahre: 19,9 v. H.; über 50 Jahre: 14,9 v. H. Die Bedeutung dieser Zahlen wird uns lebendig, wenn wir etwa den Altersaufbau der inzwischen verflossenen Sozialdemokratischen Partei betrachten. Die Mit­glieder derSPD." verteilten sich im Jabre 1931 altersmäßig folgendermaßen: 18 bis 30 Jahre: 19,3 v. H.; 31 bis 40 Jahre: 27,4 o. H.; 41 bis 50 Jahre: 26,5 v. H. und über 50 Jahre: 26,8 n. H. Wie der SPD. von der Jugend her die Kraft versiegte, so ist die NSDAP. ein lebensvoller Organismus, der auf der breiten Plattform jugendlicher Begeisterung und Mitarbeit ein festes Fundament besitzt.

Zur Jugend in der Partei stoßen die alten Frontsoldaten: Trotz der vielen jüngeren Jahr­gänge in der Partei, die 1914 bis 1918 noch nicht kriegsdienstpflichtig waren, sind über 49 v. H. aller Parteimitglieder Kriegsteilnehmer. Nicht weniger als zwei Drittel aller über 39 Jahre alten Parteigenossen haben im Großen Kriege im

Schützengraben ihre Pflicht getan, eine wahrhaft imponierende Feststellung, wenn man bedenkt, daß das Durchschnittsalter der Frontgeneration heute schon über dem 49. Lebensjahr liegt.

Reichsamtsleiter Mehnert. der diese außer­ordentlich aufschlußreichen Erhebungen mit dankenswerter Genauigkeit organisierte und durch­geführt hat, ließ mit dieien Feststellungen über die Parteimitgliedschaft u. a. auch eine Untersuchung über ein Teilgebiet der Parteiarbeit verbinden, über die Ortsgruppen-Mitglieder- veriammlungen. in denen sich bekanntlich das Schwergewicht der Parteiichulungsarbeit konzentriert. Es wurde festgestellt daß im Ver­laufe von sechs Monaten im Reichsgebiet die ge- ,amte Parteigenossenichast in insgesamt nicht weniger als 195 000 Orrsgruppen-Mitgliederver- wmmlungen erfaßt worden ist.

Aus all diesen Zahlen spricht mehr als nur Statistik. Sie wollen nicht als nüchterne Arithme­tik bewertet werden, sondern als das, was sie sind: Beweisstücke des Rechtes zur politischen Führung der Nation, die Adolf Hitler der NSDAP. als Ausgabe übertragen hat!

Ser Wille ;um 5leg

Dr. Alfred Mehcr, Gauleiter des Gaues Westfalen-Nord der NSDAP., schreibt an­läßlich der vierten Wiederkehr der historischen Lippcr Wahl in der Nationalsozialistische« Partei-Korrespondenz:

Der 15. Januar ist ein Ehren- und Ruhmestag für den Gau Westfalen-Nord geworden. Der Gau errang an diesem Tage des Jahres 1933 dem Führer den Sieg, den er notwendig brauchte. Lippe muß ein Sieg werden!", so hatte es der Führer von seinem Gauleiter gefordert.

Wir wissen aus dem Tagebuch Dr. Goebbels' Vom Kaiserhof zur Reichskanzlei", was von dem Ausgang des lippischen Wahlkampfes abhing. Dr. Goebbels schrieb in seinem Tagebuch am 9. Januar 1933:Alles hängt nunmehr vom

Ausgäng der Lipper Wahl ab. Wenn es uns gelingt, dort zum Erfolg zu kommen, dann wird das Kabinett stürzen. Also muffen wir hier an die Arbeit gehen."

Am 12. Januar 1933 lesen wir in Dr. Goebbels' Tagebuch:Politisch ist noch alles in der Schwebe. Die Strasser-Clique wühlt weiter. Alles hängt nun vom Ausgang des Lipper Wahlkämpfes ab, also müssen wir verschärft arbeiten. Keiner, von uns darf sich schonen."

. -Und am 14. Januar 1933, einen Tag vor der Abstimmung im lippischen Wahlkampf, schrieb Dr. Goebbels:Wir haben jetzt definitive Nach­richt, daß Straffer bereit ist, auf Anruf ins Kabinett als Vizekanzler einzutreten, und nur ein großer Erfolg im Lipper Wahlkampf kann uns aus dieser gefährlichen Situation heraus­reißen."

Lippe brachte den großen Erfolg. Mit dem Führer an der-Spitze haben wir am 15. Januar 1933 den Sieg erkämpft. Wir haben keine Mühen, keinen Kampf, keine Entbehrungen bei diesem Wahlkampf gescheut. Wir nahmen jedes Opfer gern auf uns, brachen jeden Terror und ließen uns durch keine Schikane des herrschenden Regimes zermürben. Unser Glaube an den Sieg und unser Wille zum Sieg find grenzenlos ge­wesen, grenzenlos, wie unsere Treue und Liebe zum Führer. So wurde uns der Sieg. Und dieser Sieg führte, wie es der Fllhxer selbst in Lemgo im Januar 1934 gesagt hat, die Ent­scheidung in dem gigantischen Ringen herauf. Der Führer kam zur Macht. Am 30. Januar 1933 zog Adolf Hitler in die Wilhelmstratze ein und nahm das Steuer des Staatsschiffes in seine starke Faust. Damit be­gann der wunderbare Aufstieg Deutschlands aus Schande und Schmach, Not und Elend, zu Frei­heit, Ehre und Gesundung auf allen Gebieten des Lebens der Nation.

Der Führer hat den Kampfgenossen und Kampfgenossinnen, die den Sieg erstritten haben, und den Volksgenossen und Volksgenossinnen aus Lippe, die dem Führer damals Vertrauen und Stimme geschenkt haben, immer und immer wieder gedankt. Nie werden wir im Gau und besonders in Lippe die Worte des Dankes ver­gessen, die der Führer in der Großkundgebung am 14. Januar 1934 in Lemgo zu uns sagte: Ich bin hierher nach Lippe gekommen, um Ihnen zu zeigen, wie sehr ich Ihnen danken will für Ihr Einstehen am 15. Januar. Sie können das Ver­dienst für sich beanspruchen, unsere Bewegung aus der Zeit ihres Kampfes um die Macht mit hineingeführt zu haben in diese Macht und damit in die Erfüllung ihrer großen Aufgaben. Ich bin hierher gekommen, um Ihnen zu danken für Ihre damalige Hilfe und um Sie zu bitten, daß auch Sie in der Zukunft genau sohart und unerschütterlich zu der Bewegung stehen wie in der Vergangenheit."

So haben wir ein Recht, im Gau diesen Tag Jahr für Jahr feierlich zu begehen und uns des damaligen Sieges zu freuen, alte Erinnerungen auszutauschen und das Erlebnis der Kampftage nachzuerleben. Der 15. Januar ist Brauchtum des Gaues Westfalen-Nord geworden, und es soll dieser Tag im Gau Westfalen-Nord auch in Zu­kunft Jahr für Jahr feierlich begangen werden.

Unsere feierliche Stimmung teilen heute das dürfen wir annehmen, alle Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen im ganzen Deutschen Reich, vor allem aber diejenigen, die das Jahr 1932 mit seinen Rückschlägen und Enttäuschungen erlebten und die treu blieben, als viele untreu wurden. Als nach den schweren Rückschlägen des Jahres 1932 im neuen Jahr der lippische Wahlkampf die Wendung. brachte, da ging ein Jubel durch die ganze national­sozialistische Bewegung.

Wir sind glücklich, in diesen Tagen des 4. Er­innerungstreffens viele hervorragende, führende Männer der Bewegung bei uns begrüßen zu können. Sie setzten sich damals mit ganzer Lei­denschaft im Wahlkampf ein und haben mit uns den schönsten und entscheidendsten aller Wahlstege