Ausgabe 
(14.1.1937) Nr. 13
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parteiamtliche Lageszeitung

iiachnchtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtsdlatt des Senats der Zreien Hansestadt Vremen

begründen keinenAnspruch aufErstattung vderErsay

«S-GE-lag W°s°r-Ems G. m. b. H.. Bremen. S.eren 6/8 / FeinfLr-ch»- S4l 2?und -7l 7°.

Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Vremen

Nr. 15 / ?. Iatiegang

Vonnerstag, 14. Januar 195?

Anzeigen-Grundpreise: Die W-mm-Zeile tm Anzeigenteil 12 Pj„ die 70-mm-Zetle im Textteil 75 Pf. Ermäßigte Grundpreise (für kleine ffamilien-Anzeigen u. a.l sowie sonstige Bedingung^ Preis­liste 6 sNachlatzstassel C). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-IS Uhr: Schristleitung Dienstag u nd Freitag 12^6-ISA Uhr.

km;elprels 15 Npf.

kommt die Verständigung verlin-Paris r

Unrsf ?ag«sspHvgvi

Das Pariser Kabinett wird heute zur Frage der FreiwiLigenwerbung im Spanien-Kon­flikt Stellung nehmen.

Der englische Außenminister Eden würdigt die Neujahrsbotschaft des Führers.

Ministerpräsident Göring ist mit seiner Gat­tin in Rom eingetroffen.

Das Saarland beging festlich den zweite« Jahrestag der Volksabstimmung.

Der Krupp-Abschluß läßt die vorsichtige Fi­nanzpolitik der Gesellschaft erkennen.

Bremens Seeschifssverkehr ist 1936 weiter ge-, stiegen.

Am Tag der gaueigenen Sammlung des Gaues Weser-Ems werden sich die Beamten in den Dienst des WHW. stellen.

Bei einer Schornsteiusprengung an der Neuen- lander Straße ereignete sich ein schwerer Unfall.

Die „Bremer Zeitung" veröffentlicht einen Augenzeugenbericht über das Sprengstoff­attentat, dem Gottfried Lalle zum Opfer fiel.

Mussolini begrüßt ööring

Ankunft des Ministerpräsidenten in Rom

Rom, 13. Januar.

Ministerpräsident Generaloberst Göring ist mit feiner Gemahlin am Mittwoch um 22LS Uhr im Sonderzug in der italienischen Hauptstadt einge­troffen. Der Empfang in der mit den deutschen und den italienischen Farben geschmückten Bahn­hofshalle erhielt eine besondere Note durch die unerwartete Anwesenheit des italienischen Re­gierungschefs Mussolini.

Anwesend waren ferner u. a. Außenminister Graf Ciano, der deutsche Botschafter von Hassell, der neue Landesgruppenleiter Eitel und zahl­reiche Mitglieder der deutschen Kolonie. Die Be­grüßung zwischen Generaloberst Göring und dem italienischen Regierungschef Mussolini sowie den übrigen italienischen Persönlichkeiten trug sehr herzlichen Charakter. Als Generaloberst Göring auf dem Bahnhofsvorplatz erschien, wurde er von der vieltausendköpfigen Menge mit brausenden Hochrufen begrüßt.

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Anläßlich seiner Italien-Reise widmet die römische Abendpresse dem Ministerpräsidenten und Reichsminister der Luftfahrt Göring herzliche Vegrüßumgsartikel, in denen die ganze Sympathie Italiens für Generaloberst Göring als dem engsten Mitarbeiter des Führers sowie für das Dritte Reich zum Ausdruck kommt. „Eior- nale d'Jtalia" erinnert daran, daß der Minister im Weltkriege als hervorragender Kampfflieger und später in der nationalsozialistischen Bewegung als engster Mitarbeiter des Führers immer in der ersten Linie zu finden gewesen sei. In seiner jetzigen Stellung im Reich sei Generaloberst Eörnrg die rechte Hand des Führers. Auch die oberitalienische Abendpresse widmet Göring herz­liche Vegrllßungsartikel. Der Mailänder „Ambro- siano" veröffentlicht sein Bild und eine Lebens­beschreibung. Das Blatt erklärt dann, in einem so unsicheren Augenblick bilde der Erholungs­aufenthalt des deutschen Gastes einen neuen Beweis für die Herzlichkeit der deutsch-italienischen Beziehungen, die in der gequälten Welt ein Pfand der Freund­schaft im Dienste des wahren Friedens darstellten. ..Sera" stellt fest. durch die Persönlichkeit Eörings, der das volle Vertrauen des Führers geniege, habe der Besuch erhebliche Bedeutung und sei eine Bestätigung dafür, daß die deutsch-italienische Freundschaft durch die englisch-italienische Wieder­annäherung nicht beeinträchtigt worden sei.

fteimbeschaffung für die 61 .

Berlin, 13. Januar.

Zu der von der Hitler-Jugend durchgeführten geimbeschaffungsaktion gibt Dr. Kipper- gagen im Zentralblatt der NSDAP. für Ge- neindepolitik den Gemeinden wichtige Ratschläge. Zrundsätzlich weist er darauf hin, datz es sich nicht rur darum handele, der Jugend ein Dach über )em Kopf zu geben, sondern um die Schaffung üner Stätte neuer völkischer Kultur. Die Gemeinden müßten deshalb dem Heimbau and der Heimgestaltung größte Aufmerksamkeit widmen. Die Hitler-Jugend habe als Staats- jugcnd der Gemeinde fast all« ior früher obliegen­den jugendpslegerischen Aufgaben abgenommen. Schon diese Tatsache sei hinreichender Anlaß, ihr jede mögliche Unterstützung zu gewähren. Die Ge­meinde könne das Wohl ihrer Einwohner nicht besser fördern, als wenn sie gerade der Jugend ihre besondere Aufmerksamkeit widme. Bei der Planung von HJ.-Heimen müsse erster Grundsatz sein, mit dem geringsten Kostenauf­wand die beste Lösung zu finden. 2n der Regel würden die Gemeinden darauf sehen müssen, das zu schaffende Heim in ihr Eigentum zu bringen, am es der Jugend dauernd zur Ver­fügung zu stellen. 2m Rahmen seiner Finanzie­rungsvorschläge erwähnt der Referent auch die Möglichkeit, bei der Vürgerschafteine Sammlung zu veranstalten, da diese ein In­teresse am Gedeihen ihrer Jugend haben müsse.

heute kabineNsfitzung an der Seine

Sie sreiwilligm-werbung

(üllgsvs dlslänoig)

Paris, 13. Januar.

Franeois Poncet, der französische Botschafter in Berlin, war Mittwoch den ganzen Tag über am Quai d'Orsao, um mit Außenminister Delbos und einigen Referenten zu verhandeln. Ueber diese Gespräche wird strengstes Stillschweigen be­wahrt. Dem Beobachter fällt aber dennoch auf, daß in den Räumen des französischen Außenmini- steriums der Optimismus von Tag zu Tag mehr Oberwasser erhält. Es bestätigt sich, daß die Pari­ser Presse vom Quai d'Orsay gebeten wurde, ihre „Unfreundlichkeiten" gegen Deutschland ein­zustellen. Der Zwischensall mit Marokko könne als erledigt betrachtet werden. Zwar dürfe man das Ausmaß der gegenwärtigen Entspannung nicht überschätzen, doch bestehe andererseits auch keine Veranlassung, ihre Bedeutung zu verringern. Von offiziöser Seite wurde sogar darauf hin­gewiesen, daß es Lei „konkreter Formulierung"

Am 16. Januar nimmt in Lippe das vierte in Gedenken an die historische Januarwahl 1933 stattfindende Erinnerungstresfen mit mehreren Großkundgebungen seinen Ansang, aus denen die Reichsminister Dr. Frick und Rüst, Reichsleiter Alfred Rosenberg und Gauleiter Dr. Meyer sprechen. Der vierzehn Tage vor der Machtübernahme in Lippe ge­führte Wahlkamps war die entscheidende und letzte Durchbruchsschlacht des Nationalsozia­lismus im Kamps um Deutschland.

Am 15. Januar 1933 schritt das Lipperoolk nach einem atemranbenden mit allen Mitteln der Propaganda geführten Wählkampf an die Urne, um in einem machtvollen Bekenntnis zu Adolf Hitler allen Unkenrufen und spöttischen Bemerkungen unserer Gegner zum Trotz die Theorie von dem „Zerfall der nationalsoziali­stischen Bewegung" glänzend zu widerlegen. Mit dem siegreichen Ausgang der Landtagswahl in Lippe wurde der Weg zur Wilhelmstraße frei. Der 15. Januar ist daher nicht nur eines der be­merkenswertesten Daten im Machtkampf der nationalsozialistischen Bewegung, sondern ein Tag von allgemein historischer Bedeu­tung. Der Führer hat wiederholt in seinen Reden auf die Lipper Wahl Bezug genommen und ihr Ergebnis politisch wie geschichtlich charak­terisiert.

Unsere Gegner höhnten und spotteten bei Be­kanntwerden unserer gewaltigen Dersammlungs- welle. Die „großen Köpfe" und die kleinen Kläffer und die heulende Herde der Juden ver­ulkten die Tatsache, daß Adolf Hitler an elf Abenden in 16 Großkundgebungen vor den kaum 115 VVV Wahlberechtigten dieses Landes das Wort ergreifen wollte. Sie konnten es nicht verstehen, daß der Führer in den kleinen lippischen Dörfern Zelte aufschlagen ließ, um bei eisiger Kälte vor den lippischen Bauern, Handwerkern und Ar­beitern zu sprechen und um jeden ei nzelnen von ihnen zu ringen. Jede Versammlung war ein überwältigender Erfolg. Der Gegner und mit wenigen Ausnahmen die gesamte nichtnatio- nalsozialistische Presse sahen nicht das Ergebnis, das der persönliche Einsatz des Führers allerorts

dieser Entspannung möglich wäre, verschiedene Deutschland und Frankreich gemeinsam be­rührende Probleme zu „prüfen".

Diese Verlautbarungen haben den Stimmungs­umschwung in Paris noch beschleunigt. Abgesehen von der marxistischen Presse, die natürlich das Hetzen nicht lassen kann, bereiten schon manche Blätter ihre Leser auf Verständigungsver- handlungenmit Deutschland vor. Je­denfalls behauptet man, daß sich Franeois Poncet stark in diesem Sinne bemühe. Weitere Kor­respondentenberichte aus Marokko haben inzwi­schen die Öffentlichkeit über die Haltlosigkeit der ihr vorgesetzten Lügen aufgeklärt. Selbst die an­gekündigte Flottendemonstration vor Marokko, die die arabische Bevölkerung „einschüchtern" soll, findet nur „in kleinem Rahmen" statt. Der im Hafen von Ceuta liegende Torpedobootszerstörer „Milan" hat bereits den Ausfahrtsbefehl er­halten.

Nach der Rückkehr des französischen Minister­präsidenten aus St. Raphael findet am Donners­tag eine Kabinettssitzung statt, auf der Autzen-

zeitigte. Oder sie wollten es nicht sehen. Sie bagatellisierten diese Wahl und machten sich über die ungewöhnlichen Anstrengungen der NSDAP. lustig, wo sie nur konnten. Als Pg. Dr. Goebbels am i. Januar 1933 in Bad Salzuflen seine erste Wahlversammlung mit den Worten schloß: „Es kommt die Stunde, da ganz Deutschland unter unserer Führung steht. Ihr wollt es nicht glauben, aber wir werden es euch beweisen", da strotzte es am nächsten Tage überall im Zeitungswald von hämischen Glossen und hohnvollen Erwiderungen. Unsere Gegner ahnten damals nicht, daß ein Erfolg der nationalsozialistischen Bewegung in Lippe die Rsichspolitik entscheidend beeinslüssen würde.

In Lippe fiel am 16. Januar 1933 die Ent­scheidung. Die Begegnung war von ihrer Defen- sivstellung zur Offensive übergegangen und konnte dem Führer zum erstenmal feit dem 6. November 1932 wieder einen eindrucksvollen Sieg melden. Dieser Sieg in Lippe brachte den Sieg für ganz Deutschland und führte am 30. Januar zur Machtübernahme.

Aus Anlaß der historischen Landtagswahl in Lippe finden nun alljährlich im Hermannsland Erinnerungstreffen statt. Der Führer hat am 14. Januar 1934 in Lemgo die Worte geprägt: „Damals durften wir nicht in den

Fehler des Weltkrieges verfallen und im letzten Augenblick schwach werden, damals mußte sich die Bewegung in ihrer absoluten Härte bewähren, und es konnte für sie nur eins geben: Sieg! Angreifen, immer wieder an­greifen und nicht zur Ruhe kommen lassen. Von diesem Entschluß ist vor allem auch der denk­würdige lippische Wahltag getragen gewesen, der die .Entscheidung in dem gigantischen Ringen herausgeführt hat. Dieser Wahlkampf, während dessen beschlossen war, in Vraunschweig und Hessen aufs neue anzugreifen, hat mit einem großen und überzeugenden Siege geendet. Er hat vor aller Welt den Beweis erbracht, daß die national­sozialistische Bewegung nicht geschlagen war, sondern stärker denn je dastand. Keiner der hier Anwesenden wird heute bereuen, daß er uns damals seine Stimme gegeben hat. Mit diesen

minister Delbos dem Kabinett den Text eines Ge­setzentwurfes über ein Verbot der Freiwilligen- Werbungen vorlegen wird. Am gleichen Tage soll diese Vorlage der Kammer zugehen, die der Re­gierung die Ermächtigung erteilen soll, die erfor­derlichen Maßnahmen zu ergreifen. Wie aus un­terrichteten Kreisen verlautet, wird sich dieses Ge­setz im wesentlichen auf den schon eingebrachten Antrag des Abgeordneten Desbons stützen, der ein Verbot der Freiwilligen-Werbung und im Falle einer Beteiligung von Franzosen an den spanischen Kämpfen den Verlust der Staatsangehörigkeit ver­langt. Dieses Gesetz soll aber erst in Kraft treten, wenn gleichzeitig ähnliche Maßnahmen von den anderen am Nichteinmischungsabkommen beteilig­ten Staaten ergriffen werden.

Die französischen Kommunisten entfalten augen­blicklich eine außerordentliche Aktivität, um alle diese Pläne zu sabotieren und die Regierung un­ter Druck zu setzen. Delbos seinerseits scheint da­gegen unter Umständen zu einer Kontrolle der spa­nischen Grenze auf französischem Boden bereit zu sei».

Stimmen ist damals der 30. Januar und damit ein neuer Abschnitt der deutschen Geschichte ein­geleitet worden." .

Am 18. und 17. Januar treffen sich nun zum vierten Male die Lippekämpfer wieder. Sind dem Schicksal dankbar, unter dem Führer jene Schlacht geschlagen zu haben, die für Deutschlands Zukunft entscheidend war. Sie werden auch in diesem Jahre wieder nach Lippe kommen und da­mit bekunden, daß ihnen wie der ganzen Nation die denkwürdige Wahl im Hermannsland ein unvergeßliches Erlebnis geblieben ist.

Am Sonnabend, 16. Januar, werden nach der am Vormittag erfolgten Eröffnung einer Erin- nerungsausstellung mit wertvollen Doku­menten aus der Kampfzeit am Nachmittag die Reichsgäste im Hotel „Kaiserhof" in Detmold empfangen, und zwar im selben Raum, in dem im Jahre 1933 der Führer mit der Reichsleitung der NSDAP. sein Hauptquartier aufgeschlagen hatte. Am Abend des 16. Januar finden in Lippe fünf Großkundgebungen statt. Im Kurhaus in Bad Salzuflen spricht Reichsminister Dr. Frick, im Schlltzenh„us in Lemgo ergreift Reichsleiter Rosenberg das Wort, während Reichsminister Rüst in Blomberg sprechen wird. In Lage spricht Gau­leiter und Reichsstatthalter Dr. Meyer, und in Langenholzhausen nimmt SA.-Eruppenführer Prinz August Wilhelm das Wort. Abends gegen 10 llhr findet ein Vorbeimarsch der Formationen vor den Gästen, unter denen sich auch der Stabs­chef der SA., Viktor Lutze, befindet, auf dem Marptklatz in Lemgo statt. Zum Höhepunkt des diesjährigen Erinnerungstreffens wird die Großkundgebung inden Flughallen inDetmold. Nach einem vorangegangenen Vor­beimarsch der Lipper Kämpfer am Landestheater in Detmold nimmt die Großkundgebung um 11 Uhr vormittags ihren Anfang.

Polizei-viensrdervolksgemeinschaft

Ministerpräsident Göring zum „Tag der deutschen Polizei"

Berlin, 13. Januar.

Ministerpräsident Generaloberst Göring hat zum „Tagderdeutschen Polize i" folgen­den Aufruz erlassen:

„Wenn ich im ersten Jahre der national­sozialistischen Revolution den Wunsch aussprach, daß die Polizei ein vom ganzen Volke ver­trauensvoll anerkannter Faktor des national­sozialistischen Staates werden möge, so kann ich heute freudigen Herzens der Polizeibeamtenschaft bestätigen, daß sie sich als Diener der national­sozialistischen Volksgemeinschaft fühlt und aner­kannt wird.

Jeder Poli;eioffij,er - Kraftfahrer

Berlin, 13. Januar.

Der Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei bezeichnet in einem Runderlaß an alle Polizeibehörden als im dienstlichen Interesse er­forderlich, daß möglichst alle Offiziere der Schutz­polizei und Gemeindevollzugspolizei im Führen von Kraftfahrzeugen ausgebildet werden. Die Ausbildung soll sofort zunächst im Rahmen der vorhandenen Mittel ourchgeführt werden. Die kraftfahrtechnische Ausbildung wird in der Weise vor sich gehen, daß zuerst die Offiziere.der Hundertschaften, dann auch die Revier- oorsteher und die Offiziere der Kom­mandostäbe sämtlich a!s Kraftfahrzeugführer ausgebildet werden.

Diese Anordnung des Chefs der deutschen Polizei, die einen vielfach schon bestehenden Zu­stand nochmals untersteicht, erhält angesichts der von der Ordnungspolizei durchzuführenden ver- kehrspolizeilichen Aufgaben besondere Bedeutung.

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Bleiben die Warnungen des Führers auch jetzt noch unbeachtet?

kr. b4ü. Wenn an der Fassade eines Wohn­hauses ein Ritz den inneren Verfall des Ge­bäudes ankündigt, so gibt es kein Zeitrau­bendes Ueberlegen, kein törichtes Beraten: das Haus wird geräumt, und zwar schleu­nigst. Führt die weitere baupolizeiliche Prüfung zu dem Ergebnis, datz ein Wbruch des Hauses vermieden werden Kanu, so werden sofort Sicherheitsmatznahmen er­griffen und vorbeugende Bauarbeiten in Angriff genommen. In der europäischen Politik dagegen kennt man entsprechende Selbstverständlichkeiten schon seit Jahren nicht mehr, obfchon es auch hier an „Bau­fälligkeiten" und „Einsturzgefahren" nicht fehlt. Das ist um so erstaunlicher, als die Staaten unseres Erdteils in Adolf Hitler einen politischen Baumeister besitzen, der auf den vom bolschewistischen Zerstörungs­geist hervorgerufenen Ritz im euro­päischen Vertragsgebäude unab­lässig aufmerksam macht. Auch genau aus­gearbeitete Vorschläge zur Beseitigung der drohenden Gefahr und zur Schaffung eines neuen sicheren Fundaments der Staa­tenordnung sind den Nationen seit langem unterbreitet worden — aber die verantwort­lichen Regierungen beschränken sich darauf, den immer breiter klaffenden Ritz von Zeit zu Zeit mit Zement zu überdecken, wobei sie sich der trügerischen Hoffnung hingeben, mit drr Ausbesserung der Fassade auch die S t a b ilität des Baues zu fördern.

Nur einige der bedeutsamen Borschläge des Führers, die durch die letzten weltpoli­tischen Ereignisse doppelt gerechtfertigt sind, seien hier in die Erinnerung zurückgerufen. Das Pariser Blatt „Komme Libre" schreibt soeben mit Bezug auf. die zusammenge­brochene antideutsche Marokkohetze: „Wenn es Hersteller und Verbreiter falscher Mel­dungen gibt, haben wir das Recht, zu for­dern, datz man sie unschädlich mache, und zwar, ehe sie mit neuen Lügen beginnen

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Können." Diese Erkenntnis ist zweifellos richtig, nur kommt sie etwas spät. Die For­derung des französischen Blattes wäre näm­lich überflüssig, ja, die ganze Lügenkampagne in der „Marokko-Frage" wäre nicht einmal über ihr erstes Stadium hinausgekommen, hätte man in Paris folgendem (in der grotzen Reichstagsrede des Führers vom 21. Mai 1935 geäußerten) Vorschlag größere Beachtung geschenkt: „Die deutsche Regie­rung ist der Auffassung, daß alle Versuche, durch internationale oder mehrstaatliche Ver­einbarungen eine wirksamere Milderung gewisser Spannungen zwischen einzelnen Staaten zu erreichen, vergeblich sein müssen, solange nicht durch geeignete Maßnahmen einer Vergiftung der öffentlichen Meinung der Völker durch unverant­wortliche Elemente in Wort und Schrift, Film und Theater erfolgreich vorgebeugt wird." Wie recht der Führer hatte, ist durch die Vergiftung der öffentlichen Meinung der Völker, wie sie jetzt unter jüdisch-marxisti­scher Regie in der „Marokko-Frage" er­folgte, nur zu nachdrücklich bewiesen wor­den Aber mit dem Vorschlag Adolf Hitlers zur umfassenden internationalen Be­kämpfung der hebräischen Brandstifter nicht genug: In dem großzügigen deutschen Ver- sohnungsplan, der am 1. April 1936 dem englischen Außenminister in London über­reicht worden ist, hat der Führer auch hin­sichtlich der deutsch-französischen Zusammenarbeit die Beseitigung aller störenden Quertreibereien vorgesehen Die beiden Staaten sollten sich verpflichten, daß in der Erziehung ihrer Jugend und in den Publikationen alles vermieden wird, „was als Herabsetzung, Verächtlich­machung oder unpassende Einmischung in die inneren Angelegenheiten der anderen Seite geeignet sein könnte, die Einstellung der beiden Völker gegeneinander zu vergif­ten". Wenn der besonnene Teil der Pariser Presse jetzt nach den Erklärungen des Füh­rers gegenüber dem französischen Botschafter eine erfreuliche Entspannung in den Be-

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