Ausgabe 
(12.1.1937) Nr. 11
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parteiamtliche Lageszeitung

Bachrichtenblatl der Deutschen flrbeitsfront Bremen

der Nationaksozialisten Vremens

flmtsdlatt des Senats der Zreien kjansestadt Bremen

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Nr. N / ?. Jahrgang

Das amtliche Nerkündungsblatt des Neichsstattliait ers in Oldenburg und Vremen

Menstag, 12. lanuar lSZ7

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kinzelpreis 15 Npf.

Im Seifte der freundschast und des frledens

feierliche Neujalirsempsünae beim fülirer

wetirmacht, diplomatisches Korps und kalloren wünschen Slück

Berlin, 11. Januar.

Die wie bereits im Vorjahr mit Rücksicht auf die Feiertagsruhe des Weihnachts- und Neujahrs­festes später gelegten traditionellen Neujahrs­glückwunsch-Empfänge beim Führer fanden Mon­tag im „Hause des Reichspräsidenten", Wilhelm- straße 73, in der üblichen Weise statt.

Unse? logSsspisgvl

Die französischen Presselügen find nun als glatter Weltbetrug bloßgestellt.

Vor Madrid haben die spanischen Nationalen einen neuen wichtigen strategischen Punkt erreicht.

Für die Sicherung der Brotgetreide-Versor­gung des deutschen Volkes sind weitere ein­schneidende Maßnahmen gctrofsen worden. Im Hause des Reichspräsidenten fanden die Neujahrsempfänge beim Führer statt. Ministerpräsident SA. - Obergruppenführer Göring wurde vom Führer zum Chef der SA.-Wachstandarte „Feldherrnhalle" ernannt. Emdens Seeverkehr ist 193K weiter gestiegen. Der Referent im Reichsheimstättenamt, Wetzet, äußert sich über sozial-verderbliche Wohnungs- konstruktionen.

Am 15. Januar tritt in Bremen und Begesack eine neue Stratzenordnung in Kraft.

Am 11 Uhr empfing der Führer und Reichs­kanzler zunächst die Vertreter der Wehr­macht. den Reichskriegsminister und Ober­befehlshaber der Wehrmacht. Generalfeldmarschall vonBIomberg, den Oberbefehlshaber des Heeres. Generaloberst Freiherr von Fritsch. den Oberbefehlshaber der Kriegsmarine. General­admiral Dr. h. c. Raeder. und den Ober­befehlshaber der Luftwaffe, Generaloberst Eöring. Im Ehrenhof des „Hauses des Reichs­präsidenten" war eine Ehrenkompanie des Heeres mit Musik aufgezogen, die bei der Anfahrt der Oberbefehlshaber Ehrenbezeugungen erwies. Der Reichskriegsminister brachte in einer kurzen An­sprache dem Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht, die Glückwünsche der Wehrmacht zum Ausdruck, die der Führer dem Generalfeld­marschall und jedem der Oberbefehlshaber gegen­über erwiderte. Nach dem Empfang schritten der Generalfeldmarschall und die Oberbefehlshaber der drei Wehrmachtsteile gemeinsam die Front der Ehrenkompanie ab, wobei die Musik den Präsentiermarsch spielte.

Unmittelbar darauf empfing der Führer den Oberbürgermeister und Stadtpräsidenten von Berlin Dr. Lippert. der ihm die Glückwünsche der Bevölkerung der Reichshauptstadt aussprach, die der Führer sowohl dem neuernannten Ober­bürgermeister und Stadtpräsidenten gegenüber wie auch für die Reichshauptstadt mit guten Wün­schen erwiderte.

Hierauf erschienen in ihrer alten Tracht die Halloren, die Abordnung der „Salzwirker- brllderschaft in Thale zu Halle", die dem Reichs­oberhaupt in der herkömmlichen Weise Salz, Schlackwurst Und ein Elückwunschgedicht. das so­genannte Neujahrskarmen, überbrachten. — Die Glückwünsche der Partei wurden dem Führer bereits bei früherer Gelegenheit von dem Stell­

vertreter des Führers. Rcichsminister Rudolf Hsß, überbracht.

Es folgte dann um 12 Uhr der feierliche Neu­jahrsempfang des diplomatischen Korps. Bei der Anfahrt der fremden Missionschefs erwies die Ehrenkompanie militärische Ehrenbezeugungen durch Präsentieren, wobei die Musik beim Ein­treffen der Botschafter den Präsentiermarsch spielte, während für die Gesandten und die Ge­schäftsträger das Spiel gerührt wurde. Zu die­sem Staatsakt. der wie alljährlich im großen Saal des „Hauses des Reichspräsidenten" stattfand, waren sämtliche 53 in Berlin beglaubigten frem­den Botschafter, Gesandten und Geschäftsträger er­schienen, um den Führer ihre und ihrer Staaten Glückwünsche zum Jahreswechsel auszusprechen und die Wünsche des Führers und Reichskanzlers des Deutschen Reiches für ihre Staatsoberhäupter, Regierungen und Völker entgegenzunehmen.

Der Führer betrat um 12 Uhr den Saal, in dem das diplomatische Korps bereits Ausstellung genommen hatte. In seiner Begleitung waren bei dem Empfang zugegen: Der Reichsminister des Auswärtigen Freiherr von Neurath, die Staatssekretäre und Chess der Präsidialkanzlei Dr. Meißner und der Reichskanzlei Dr. Lammers. der zurzeit den Staatssekretär des Auswärtigen Amtes vertretende Ministerialdirektor Dr. Gans, der persönliche Adjutant des Führers Ober­gruppenführer Vrückner, der Ministerialdirektor der Präsidialkanzlei Dr. Doehle, der persönliche Referent des Führers Ministerialdirigent Dr. Meerwald, der Referent für auswärtige Ange­legenheiten der Präsidialkanzlei Ministerialrat Kiewih, der Adjutant der Wehrmacht beim Führer Oberstleutnant und Abteilungsches im General- stab des Heeres Hoßbach und der stellvertretende Chef des Protokolls des Auswärtigen. Amtes Legationsrat Dr. Mey. (Fortsetzung Seite 2)

Paris schwelst schuldbewußt

Sie Seukschen knlliLMungen Koben wie eine Vombe eingeschlagen / Srobe Lügen einwandfrei widerlegt

Berlin, 11. Januar.

Der „Deutsche Dienst" berichtet aus Paris: Die Enthüllungen der deutschen Presse über die wah­ren Hintergründe der französischen Pressehetze gegen Deutschland wegen angeblicher Truppen­landungen in Marokko haben in Paris wie eine Vombe eingeschlagen. Ein großer Teil der Zei­tungen schweigt betreten; beim Quai d'Orsay herrschte Montag vormittag eine außerordentliche Aufregung und Geschäftigkeit.

Die wenigen Zeitungen, die es überhaupt wagen, auf die deutschen Enthüllungen über die französischen Annexionsabsichten in Spanisch- Marokko einzugehen, beschränken sich darauf, die Berliner Meldungen über die Enthüllungen als verleumderisch zu bezeichnen. Den Tatsachen ver­mögen sie jedoch keinerlei Argumente entgegen­zusetzen. Man weist lediglich auf einen für die nächste Zeit erwarteten Besuch Dr. Schachts in Paris hm und meint, daß die deutsch« Antwort aus die französische Pressehetze keine gute Begleit­musik zu dem Besuch sein werde. Offenbar ver­langt man in Paris, daß Deutschland sich die

tollsten Betrngsmanöver, die übelste Brunnen- vergiftung und die gemeinste Hetze und Verleum­dung widerspruchslos gefallen lassen soll, damit „die Atmosphäre nicht vergiftet werde". In einer typisch gallischen Unlogik nimmt aber diese fran­zösische Presse für sich selbstverständlich das Recht in Anspruch, Deutschland so viel und so oft zu verleumden, als es den Hintermännern dieser Pressemeute gefällt.

Auf die Spitze treibt der Berliner Vertreter des „Journal" seine Betrachtungen: . Frank­

reich werde von der deutschen Presse jetzt in den Schmutz gezogen, weil es eine Gefahr aufgezeigt habe, die die Vertreter Frankreichs natürlich für eine Tatsache halten." Der Berichterstatter des „Journal" vergißt dabei, daß die franzö­sische Presse es ist, die das amtliche Deutsch­land wieder einmal seit Wochen in den Schmutz zieht, die dem Führer, also dem deutschen Staats­oberhaupt, zu Weihnachten und zu Neujahr die Abhaltung geheimer Konferenzen auf dem Ober­salzberg andichtete, deren Zweck angeblich die Her­beiführung kriegerischer Verwicklungen sein sollte. Gleichzeitig versucht er den Eindruck zu erwecken, als ob die genannten französischen Kreise ernstlich

Kemtruppe des ewigen Sfl.- 6 eistes

Sfl.-0bergruppeirfülirer Söring ;um lkef Ser SN.-wachstanSarte «selSkecrnballe" ernannt

Berlin, 11. Januar.

Am Geburtstag des Ministerpräsidenten und SA.-Obergruppenzührers Hermann Eöring ist ihm von feiten der SA. ein einmaliges und sinnvolles, für den alten SA.-Führer das schönste Geschenk überreicht worden: Der Oberste SA.-Führer

Adolf Hitler hat ihn zum Chef der SA.-Wach­standarte „Feldherrnhalle" ernannt. An der Spitze der Männer, auf deren weinroten Uniform­spiegeln das weiße „IV" leuchtet und deren Aermel- streifen den Namen „Feldherrnhallc" tragen, wird auf den künftigen Reichsparteitagen der Mann marschieren, der immer, in guten und schlechte» Zeiten, seine Verbundenheit mit den Sturm­abteilungen laut bekannt hat.

Ein neues Stück nationalsozialistischer Kampf­tradition wird hier in eine schönere Gegenwart übertragen: der Mann, der an dem ersten großen Einsatztag des Blutzeugmsses vor der Feldherrn­halle die SA. befehligte, wird in Zukunft die Truppe ves verkörperten SA.-Gei­stes, die den Namen der Opferstätte auf ihrer -Standarte iührt, weiterhin kommandieren. Diese Tatsache lenkt noch einmal die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die SA.-Wachstandarte „Fekdherrnhalle", ihre Entstehung und ihre Auf­gabe. Man kann die SA.-Wachstandarte „Feld­herrnhalle" heute als eine Kerntruppe der 2 A. bezeichnen. Kerntruppe insofern, als sie alle guten Eigenarten des SA.-Mannes, seine Ein­satzbereitschaft und Willigkeit, seinen Glauben und seine Treue zum Führer, seine trotz allen Schwierigkeiten durchgeführte körper­

liche Schulung und sein Aufgehen in der national­sozialistischen Weltanschauung in ihren Reihen verkörpert. Sie ist das getreue Spiegelbild des Geistes, der in allen Einheiten der braunen politi­schen Armee des Führers herrscht. Dieser Geist der Front wird ihr ständig neu zugeführt durch die Methode, mit der sie sich aus diesen Einheiten zu­sammensetzt und die ihre Urzelle im Jahre 1831 aus 10 alten SA.-Männern in Berlin und 80 alten Kämpfern aus Westfalen, in München er­stehen ließ. Der Stabschef selbst kennzeichnete den Geist der künftigen Truppe damals als er in seindm Befehl ausführte: „Wir müssen eine

Truppe schaffen, die nurdieSA. repräsen­tiert, die der verkörperte SA.-Geist ist und nur der NSDAP. dient."

Im letzten Satz ist bereits die Aufgabe der Standarte „Feldh'errnhalle" umrissen, deren zwei- einhalbtausend Männer auf die sechs Sturmbanne in Berlin, München, Hattingen an der Ruhr, Stettin, Stuttgart, Friedrichshain bei Krefeld und Hannover verteilt sind. In ihr hat die SA keine militärähnliche Formation s Haffen wollen: was der Armee ist, muß der Armee bleiben. Die natio­nalsozialistische Bewegung schafft sich eigene Ausdrucksformen. In diesem Kampf um neue Werte steht die Wachstandartc mit an erster Stelle und wenn sie in hartem Gleichschritt und straffer Kolonnenformation marschiert, io ist das kein Nachahmen militärischer Einrichtungen, son­dern Ausdruck der Disziplin der nationalsozialistischen Bewegung, deren Männer man die Preußen unseres Jahr­hunderts genannt hat.

an die deutschen Truppenlandungen in Marokko glaubten, um im gleichen Atemzüge der deutschen Seite den Glauben an die Richtigkeit der französischen Absichten auf Marokko abzustreiten. Er vergißt dabei weiter, daß die französische Presse nicht in der Lage gewesen ist, auch nur den Schein eines Beweises für die französischen Be­hauptungen zu erbringen, die auch von englischer Seite sofort als Märchen abgetan worden sind, während er nicht wird bestreiten können, daß Frankreich bereits umfangreiche mili­tärische Maßnahmen getroffen hat, die nur eine Deutung zulassen: Den Willen, in Marokko militärisch einzugreifen.

London: „Pliankasieprodukte"

London, 11. Januar.

In London liegen Berichte über die Vorgänge in Spanisch-Marokko vor, die zu der bekannten Aufregung in der französischen Presse geführt haben. Nach diesen englischen Berichten bestätigt es sich nicht, daß sich deutsche Truppen in Spanisch- Marokko befinden oder daß deutsche Truppen ge­landet worden sind. Auch über die Anwesenheit angeblicher deutscher Freiwilliger, so wird in London erklärt, ist nichts bekanntgeworden.

Hingegen habe sich eine. gewisse deutsche Be- tätigung in Marokko bestätigt, die sich auf die Beschäftigung von , Bergwerksingenieuren und ähnliches erstrecke. Es sei'ja bekannt, daß Franco eine Reihe von deutschen Beratern habe. Im übrigen wird in London darauf verwiesen, daß die. berichtete deutsche Betätigung keine Ver­tragsverletzung darstelle. Äuch die Gerüchte über die Anlage von Befestigungen außerhalb Leutas hätten sich nicht bestätigt. Eeuta selbst sei vertraglich Festung. Es lägen hier nur gewisse vertragliche Beschränkungen für einen Einbau schwerer Geschütze über ein bestimmtes Kaliber vor. Es sei richtig, daß in Eeuta selbst gewisse Befestigungsanlagen vorgenommen werden, dre aber nach englischer Auffassung nicht gegen die vertraglichen Begrenzungen verstoßen.

Aus diesen in London vorliegenden Meldun­gen ergibt sich also, daß die übertriebenen Mel­dungen der französischen Presse einwandfrei als Phantasieprodnkte nachgewiesen sind.

Nom: »Idiotische fllormkompagne"

Rom, 11. Januar

Großen Raum nimmt in den französiichen Be­richten der römischen Blätter die Marokkofrage ein. „Alarmgerüchte und Verleumdungen sind die üblichen Hilfsmittel der französischen Volksfront bei der Behandlung internationaler Fragen", so überschreibt „Tribuna" ihren Pariser Bericht und stellt fest, daß die französische Volksfront unleugbar beweise, wie wenig außenpolitische Voraussicht sie besitze. Dafür seien die jüngsten Ereignisse der klare Beweis. „Lavoro Fascista" bezeichnet die Machenschaften der französischen Presse als „eine idiotische Alarmkampagne,"

Her IvellzubrsompkuilA beim llübrer. blaeb cksu llwpkSagsu.. nakm. ,äsr bAIirsr . uuck . Obersts Lsfsblsbubsr <1si IVsbimucbt vow Lolstou clsr Tisiobsstaurlsi, unter cksm llubsl . einer rissiZsu Llsnsctisninsngs, äsn Vorbsiinurscb äsr blkrenltowpgnis ab. Von links naob rsebts: . Äaats- sslirstär I-aininsrs, Ltaatssslcrstär Vsiünsr, äsn llübrsr, 8K.-Obsrgrupxsvkübrsr Lrüaknsr . pnck Keiobsanüsnininistsr llreüierr von blsuratb. . (Weitblick.).

Attttrec Mieeiee VöLAeeAekcttHi

NnlecKcittttie x/ec Arcisec Keesse/^LtLe

* Bremen, 12. Januar 1937.

Der von Paris aus in Gang gesetzte Lügenfeldzug gegen Deutschland stellt sich vor aller Welt bereits heute als unerhörter Völkerbetrug und als gewissenloser Versuch, Europa in Brand zu setzen, dar. Es steht fest: das französische Volk will den Frie­den, aber Leute, die den Gang der fran­zösischen Politik maßgebend beeinflussen, wollen das Gegenteil, wollen anschei­nend den Krieg. Vorerst „nur" in Marokko, wo sich General Francos Rücken­deckung für sein Rettungswerk an Spanien befindet; aber darüber hinaus in absehbarer Zeit wohl auch in Europa, ganz dem Willen der Freunde und Auftraggeber in Moskau gemäß, von denen wohl niemand mehr heute bezweifeln kann, daß ihr Ziel ein in Flammen stehendes Europa ist.

In gewissenloser Gerissenheit beschuldigten üble Brandstifter Deutschland einer friedens- brecherischen Absicht, die. wie sich mehr und mehr zeigt, ihre eigene Absicht ist. Rio del Oro heißt der Küstenstrich, dessen sich nach den französischen Lügenmeldungen Deutschland bemächtigen möchte. In Wahr­heit aber sind es französische Kreise, die mit dem Gedanken spielen, dieses zum spanische^ Teil Marokkos gehörende Küstenland zu besetzen, das Gebiet, das zwischen Fran- zöfisch-Marokko und Französisch-Maure- tanien liegt und von dem man sich in Paris anscheinend ebenso große strategische wie wirtschaftliche Vorteile verspricht.

Die Aussicht, dieses Gebiet im Handum­drehen jetzt für Frankreich gewinnen zu können, darf wohl als Grund angesehen werden, warum die französische Regierung so merkwürdig leichtgläubig den Verleum­derlügen des „Oeuvre" und des „Petit Pa- risien" folgend einen Protestschritt in Tetuan unternahm und der ganzen Meute der Pariser Verleumder-Presse ihren Lauf ließ, ungeachtet dessen, daß sie wissen müßte, wie sehr damit der Frieden Europas gestört und das französische Volk in Kriegspsychose gegen Deutschland versetzt werden konnte.

Die Kriegsfackel in Europa zu entfachen ist aber gerade die geheime Absicht derjeni­gen, die den Verleumdungsfeldzug gegen Deutschland in der Erwartung inszenierten, daß, wenn Deutschland erst vor aller Welt durch die französischen Tatarennachrichten

diffamiert dastünde, es ein - leichtes- sein würde, die Völker Europas gegen Deutsch­land wieder einmal in den Krieg zu hetzen. Entspräche doch solche Wendung der Dinge nicht allein den Wünschen und Zielen-Mos­kaus und seines Anhangs außerhalb Sowjetrutzlands, sondern auch den Erforder­nissen einer durchschlagenden Hilfsaktion für den in Spanien dem Unterliegen nahen Bolschewismus.

Mit Recht weist der „Völkische Beobachter" auf die Ausführungen des dem französischen Ministerpräsidenten Leon BIum nahe­stehenden „Populaire" hin, wo die Hoff­nung ausgesprochen wird, daß die Deutsch­land zur Last gelegten Truppenlandungen in Frankreich „hoffentlich" jene psycholo­gische Reaktion auslösen, die bisher weder durch die Zerstörung von Madrid noch durch die Gefahr eines Sieges der Truppen Fran­cos ausgelöst werden konnte.

Wird nun das französische Volk oder wird

der Versuch, Spanisch-Marokko durch fran­zösische Truppen zu besetzen, bedeutet einen ungeheuren Frevel am Frieden Europas, be­deutet naturgemäß Krieg zwischen dem nationalen Spanien und Frankreich. Die nationale Regierung Spaniens wird und kann nicht dulden, daß hinter dem Rücken der Truppen des Generals Franco sich auf spanischem Gebiet eine feindliche Macht fest­setzt und wird dementsprechend alle Mittel anwenden, um sich solcher Vergewaltigung zu erwehren.

Es ist nicht bekannt, ob irgendwo etwa Verpflichtungen bestehen, Spanien in der Abwehr solchen Raubanfalles auf seine Ge­biete in Nordafrika zu unterstützen. Denken könnte man sich jedenfalls, daß Ita­lien, dem am Ltsius quo in Nordasrika ganz außerordentlich gelegen ist, es zu ver­hindern unternähme, wenn Frankreich in Spanisch-Marokko sich einnisten wollte, zu­mal jetzt schon von Französisch-Marokko her, — das unter dem französischen Volksfront- Regime ohnehin bereits in bedenklicher Weise von kommunistischem Gift durchseucht ist, — die Gefahr einer bolschewistischen An­steckung für ganz Nordasrika zweifellos be­steht. Daß England erfreut sein könnte, wenn