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parteiamtliche Tageszeitung
Nachrichtenblatt der Deutschen flrdeitsfront vremen
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der Nationa
flmtsblatt des Senats der Zreien fjansestadt Vremen
Erscheint 7mal wöchentlich. Monatsbezug: RM. 2,30 einschl. Zustellgebühr; durch die Post RM. 2.3S einschl. 52,55 Psg. llberweisungsgebühr, ausschl. Postbestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zu entrichten. Pviki-beck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinenAnspruch ausErstattung oderErsatz.
RS.-Gauverlag Weser-Ems G. m. b. H.. Bremen, Geeren S/8 / Fernsprecher: 541 21 und 51118.
Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatthaiters m Mdenburg und Vremen
Anzeigen-Grundpreise: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil ISPs., die 70-mm.Zeile imTextteil 75 Ps. Ermäßigte Grundpreise (sür kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 6 (Nachlaßstasfel N. Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschluß lk Uhr. Sprechzeit: Berlag werktäglich 12-13 Uhr: Schristleitung Dienstag und Freitag 12)4-13^ Uhr.
Nr. W / 7. Jahrgang
Montag, 11. Januar 1SZ7
kinzelpreis 15 Npf.
vildung eines Sowjetstaates in Südstankreilh
die Staatsgewalt den velMen entglitten
Unser lagesspiegel
I» Teilen Südfrankreichs ist die Staatsgewalt in kommunistische Hände übergegangen.
Der französische Generalstab bereitet die Annektierung Spanisch-Marokkos vor.
England hat die Freiwilligen-Rekrutierung für Spanien verboten.
In Oldenburg fand eine Propagandatagung des Gaues Weser-Ems statt.
Pg. Walter Prebel sprach im Rahmen einer Morgenfeier der 88. SS.-Standarte.
Nach hartem Kampf konnte der SB. Werder Algermissen S:3 schlagen.
In den ASAL.-Rennen in Davos schnitt Deutschland erfolgreich ab.
In dem Radländerkamps Deutschland gegen Italien trugen unsere Vertreter mit 80:50 Punkten einen verdienten Sieg davon.
Ver Z0. Januar
Keine 6ren;konlrolle nach Spanien
Paris, 1v. Januar.
Nach zuverlässigen Nachrichten aus Per- pignan ist dort die Staatsgewalt den Händen der Behörden entglitten und praktisch aus die örtlichen kommunistischen Gewalthaber übergegangen. Eine Regierungskontrolle wird nicht mehr ausgeübt. Aehnliche Verhältnisse bahnen sich in ganz Südsrankreich an. Dank dieses Sowjetsystems sind die Lieferungen an die spanischen Roten ständig im Wachsen begriffen, und auch die Zahl der Freiwilligen, die ins rote Spanien reisen, nimmt täglich zu. Von französischer Seite wird keine Grenzkontrolle nach Spa
nien mehr ausgeübt. Sie liegt restlos in den Händen der roten spanischen Grenzbehörden, die die Grenzen nach Frankreich hermetisch schließen» während sie für alle Art französischer Lieferungen nach Spanien offenstehen.
In französischen Rechtskursen herrscht lebhafteste Beunruhigung über diese Entwicklung. Die in der Vildung begriffene südfranzösische kommunistische Republik mit dem Zentrum Perpignan wird als eine sehr ernsthafte Bedrohung angesehen; diese Bewegung kann, wenn sie sich weiter ausbreitet und Nachahmung in anderen Teilen Frankreichs findet, von den schlimmsten Folgen für den Bestand der französischen Republik sein.
Seitdem die sogenannte „Volksfront" in Frankreich die Regierungsgewalt ausübt»
taumelt dieses Land von einer Krise zur anderen. Schon lange ist es kein Geheimnis mehr, daß weder in der Innen- noch in der Außenpolitik Frankreichs irgendeine Entscheidung gefällt werden kann, die nicht die G^iehmigung der Herren 'Thorez, Cachin und Genossen und damit Moskaus besitzt. Nun scheint der Zeitpunkt gekommen zu sein, in dem sich die Kommune für stark genug hält, die von ihr nur als taktische Vorbereitung geduldete „Volksfront" zu sprengen und in ganz Frankreich offen die Macht an sich zu reißen. Welche verderblichen Folgen dies für die französische Nation haben wird, ist zurzeit noch gar nicht abzusehen.
frankreich wl» SpanW-INarokko annektieren
Sekeime Ablichten des franiMchen oeneralstabes - Pantliersprung Vlums nach leuta!
Keine Einschränkung der Faschingsveranstaltungen Große politische Veranstaltungen
Berlin, 10. Januar
Eine Dienststelle der Reichspropagandaleitnng der NSDAP. hatte in einem Ausruf das Gast- stättengewerbe aufgefordert, am 30. Januar entsprechend der Würbe des Tages keine Faschings- veranstaltunacn abzuhalten. Da in diesem Jahre infolge der Kürze der Faschingszeit die Faschingseinnahmen des Eaststiittengewerbes schon an sich gegenüber den Vorjahren beeinträchtigt werden und darüber hinaus der 30. Januar in diesem Jahre aus einen Sonnabend, also einen Haupteinnahmetag des Eaststättengewerbes fällt, außerdem für den 30. Januar bereits zahlreiche mit bedeutenden Kosten verbundene Verpflichtungen von großen Gaststätten eingegangen worden sind, hat der Reichsminister sür Volksausklärung und Propaganda verfügt, daß keine Einschränkung von Faschingsveranstaltungen am 30. Januar erfolgen soll. Es können also am 30. Januar Faschingsveranstaltungen ungehindert abgehalten werden.
Es wird selbstverständlich am 30. Januar im Verlaufe des Tages in großen politischen Veranstaltungen der Würde und Bedeutung des Tages in ausreichendem Matze Rechnung getragen werden. Das Programm sür den 30. Januar wird in Kürze bekanntgegeben.
samttienlragöwe in Mannheim
Ehepaar und vier Kinder gasvergistet
Mannheim, 10. Januar.
Eine entsetzliche Familientragödie hat sich am Sonntag in Mannheim ereignet. Dort haben der 35 Jahre alte Johann Weber und seine 29 Jahre alte Ehefrau sich und ihre vier Kinder im Alter von 11 Monaten bis 8 Fahren durch Leuchtgas vergiftet. Alle sechs Personen wurden einige Stunden später durch die Polizei tot vorgefunden. Die Eheleute haben offensichtlich in Uebereinstimmung gehandelt. Die Motive zur Tat dürften in persönlichen Verhältnissen, vor allem des Familienvaters. zu suchen sein.
Paris, 10. Januar.
Wie aus französischen Rschtskreisen mit aller Bestimmtheit verlautet, werden schon seit einiger Zeit von dem französischen Generalstab geheime Pläne ausgearbeitet, deren Ziel die Annexion Spanisch-Marokkos ist. Da ein derartiger Schritt diplomatisch aufs sorgfältigste vorbereitet werden muß und man nicht eines Tages die Welt mit der Annexion Spanisch-Marokkos überraschen kann, soll die Aufmerksamkeit abgelenkt werden, indem man Deutschland ähnliche Pläne unterstellt, obgleich sich hierfür auch nicht der Schimmer eines Beweises erbringen läßt. Mit Besorgnis fragt man sich nur, was England zu diesen geheimen Plänen sagen wird, die langsam der Verwirklichung ent- gegenreifen sollen, während der Welt gegenüber die Nichteinmischungspolitik geheuchelt wird.
Die französische Presse vom Sonntagmorgen überschlägt sich in hysterischen und verlogenen Angriffen gegen Deutschland, die alles bisher Bekannte in den Schatten stellen. Man ist auf feiten der Volksfront über die Entwicklung in Spanien während der letzten Zeit auf das äußerste besorgt und sucht nunmehr den spanischen Roten mit allen Mitteln Luft zu schaffen, indem man auf angebliche Pläne Deutschlands hinweist, die nur in der Phantasie französischer Gehirne leben.
Ein Alibi für die französische Regierung soll geschaffen und die Welt rechtzeitig auf den „Sün-
denbock Deutschland" hingewiesen werden, wenn Frankreich sich zu weiteren Hilfsmaßnahmen sür die spanischen Roten entschließt. Diese Scheinheiligkeit und die Heuchelei der französischen Nichteinmischungspolitik muß entlarvt werden, damit die ganze Welt sieht, wo die Drahtzieher sitzen, die Europa in ständiger Aufregung halten. Litwinow-Finlelstcin und Moses Rosenberg sind es, die das Feuer schüren und die in den mit sowjetrussischem Gelde gekauften Subjekten Per- tinax und der ewig hetzenden Madame Tabouis ihre Helscrshelser haben.
Die Pariser Blätter künden weiter in großen lleberschriften einen Schritt des französischen Generalresidenten von Marokko beim spanischen Oberkommissar in Melitta an. Dieser Schritt bezieht sich auf die Artikel der spanisch-französischen Verträge von 1904 und 1912.
Die außenpolitische Mitarbeiterin des „Oeuvre" schießt wie gewöhnlich mit ihren hysterischen und jeder Vernunft hohnsprechenden Behauptungen den Vogel ab. Sie phantasiert von deutschen Organisatoren in Rio del Oro und auf den Kap Neidischen Inseln. In Funchal und Madeira stelle man eine lebhafte Tätigkeit deutscher Ingenieure fest.
Daß die Pariser Pressehetze gegen das nationalsozialistische Deutschland System hat, ist nunmehr erwiesen. Alles liegt auf einer Linie: der vom französischen Kriegsministerium und Luftfahrtministerium nicht nur gebilligte, sondern sogar organisierte Boy- kott des Nichteinmischungsabkommens, die offene Bildung eines Sonyetregimes in Süd- frankreich und die Irreführung der Weltöffentlichkeit mit Meldungen über angebliche Pläne Deutschlands in Spanisch-
Marokko. Die wahren Absichten der französischen „Volksfront" sind nunmehr in aller Klarheit zutage getreten: die spanischen Roten sollen in letzter Minute vor dem Zu- sammenbruch gerettet werden, und bei der geplanten Annexion Spanisch-Marokkos seitens Frankreichs soll die Verantwortung auf das in jeder Beziehung korrekt gebliebene Deutschland abgewälzt werden. Fürwahr, hinterlistiger und raffinierter konnte das von marxistischen Juden inszenierte Scheinmanöver nicht angelegt werden. Man darf jetzt, nachdem die französischen Absichten so eindeutig entlarvt werden konnten, aus die Haltung Englands gespannt sein. Es dürste London gewiß nicht gleichgültig sein, wenn Frankreich sich gegenüber Gibraltar militärisch festsetzt und mit Hilfe eines Sowjetspaniens die englischen Befestigungen am Eingang zum Mittel- meer auch von Norden her bedroht. Was das gefährliche Spiel der Pariser Sensationspresse gegen Deutschland betrifft, so warnt das nationalsozialistische Reich in letzter Stunde alle gewissenlosen Hetzer und ist, wie der „Völkische Beobachter" erklärt, unter der „Völkische Beobachter" erklärt, „unter daß dieses Spiel, und seien es einstweilen auch nur Presselügen, auf seinem Rücken ausgetragen wird."
kngland verbietet sreiwilUgen-Nekrutierung
London, 10. Januar.
Die britische Regierung hat mit sofortiger Wirkung jegliche Rekrutierung von Freiwilligen für beide Parteien in Spanien unter Strafe gestellt. Jede Person, die gegen die Bestimmungen verstößt. kann zu einer Gefängnisstrafe bis zur Höhe von zwei Jahren verurteilt werden.
lagung der Propagandisten unseres öaues
Mchtungweisenbe Ansprachen in Mdenburg / Sie Aufgaben ber Vewegung
Oldenburg, 10. Januar.
In Oldenburg fand am Sonnabend und Sonntag eine Tagung der Propagandisten des Gaues Weser-Ems statt. Die Tagung wurde durch den Landesstellenleiter Weser-Ems des Reichsministeriums für Volksaufilärung und Propaganda, Gaupropagandaleiter Ernst Schulze, eröffnet, der in großen Zügen die Arbeit des Jahres 1936 zeichnete und als deren Gipfelpunkte die Erfolge unterstrich, die die Propagandisten im Gau Weser- Ems bei dem zweiten Teil des WHW.-Feldzuges 1935/36, bei der Wahl vom 29. März. bei dem 1. Mai, bei der Aufklärung sür die Olympischen Spiele sowie die im Rahmen dieser Spiele und besonders im Rahmen des Weltkongresses für Freizeit und Erholung notwendige Betreuung der Fremden und der Ausländer, bei dem Erntedankfest, bei der Eaukulturwoche Weser-Ems und Lei der Eröffnung des WHW-Feldzuges 1936/37 errungen hätten. Im Eau Weser-Ems sei die große Aufgabe der Propagandisten für das Jahr 1937 der Einsatz für die Durchführung des Vierjahresplanes. Ferner wies der Redner auf die Aufführungen am Vookholzberg hin, die in der Zeit vom 23. Mai bis zum 24. Juni stattfinden. Der Begriff „Stedingsehre" müsse für das gesamte niederdeutsche Gebiet ein Symbol des Kampfes für die nationalsozialistische Weltanschauung werden, die vom Bookholzberg ausstrahlen und den Begriff „Dot, aber nich in'n« Knee!" in die Herzen der Volksgenossen ein- brennen soll.
Als nächster Redner sprach der Eauhauptstellen- leiter der Mtivpropaganda Schwarting. Im Jahre 1936 seien insgesamt 9064 Großkundgebungen, 4639 öffentliche Versammlungen in Ortsgruppen, 13 726 Veranstaltungen in den Verbänden und 8844 sportliche und andere Veranstal
tungen durchgeführt worden. Der Redner schloß seine Ausführungen mit einem Hinweis auf die für das Jahr 1937 bevorstehende Propagandaarbeit. Eine der Hauptarbeiten für dieses Jahr sei auch der Einsatz für die Heimbeschaffungsaktion der HJ.
Sodann gab der Eauhauptstellenleiter noch bekannt, daß ab 1. Oktober das Lichtbildwssen der Propaganda auf das Gebiet der Aktivpropaganda übergegangen sei.
Anschließend sprach Pg. Werner Reh er von der Hauptamtsleitung der NSV. über das Thema „Winterhilfswerk und NSV." Die NSV. strebe danach, den sittlichen Begriff der Nächstenliebe im ganzen Volke zu einer Selbstverständlichkeit werden zu lasten. Der Redner behandelte weiter die furchtbaren Auswirkungen der früheren Verhältnisse auf den Gesundheitszustand der Jugend. Infolge des rücksichtslosen Egoismus des Unternehmertums sei eine Verelendung weitester Volksschichten eingetreten. Die Arbeit der NSV. strebe dahin, diese gewaltigen Schäden durch eine planmäßige Betreuung der Jugend auszumerzen.
Eauschulungsleiter Buscher sprach in packenden Ausführungen über den Kampf der national- völkischen und der international-bolschewistischen Weltanschauung. Er habe in einer früheren Tagung der Schulungsleiter des Gaues die Aufgabe gestellt, in vierjähriger Schulung, gleichlaufend mit den Jahren des Vierjahresplanes, ein festgefügtes Korps von Politischen Leitern zu bilden, die auf allen Gebieten des völkischen Lebens die für ihre Arbeit notwendige Erfahrung und das notwendige Wissen besäßen. Unter großem Beifall sprach der Eauschulungsleiter dann über die Entwicklung der einander entgegengesetzten nationalen und internationalen Weltanschauung und
schloß mit einem glühenden Treuebekenntnis zum Führer Adolf Hitler.
Am Sonntag fand die Gaupropagandatagung ihre Fortsetzung. Zunächst sprach der Referent für Vevölkerun^politik im Rassepolitischen Amt der NSDAP., Berlin, Schmal fuß, über bevölkerungspolitisch« Fragen der Gegenwart. Er ging aus von dem Begriff des Volkstodes, der sich durch den Geburtenrückgang ergibt, welcher von jüdischer Seite planmäßig propagiert worden ist, und kam dann auf die lleberalterung zu sprechen. Der Redner zeigte an Zahlen, in welcher Gefahr das deutsche Volk bis zum Jahre 1933 schwebte. Seit der Machtergreifung mache sich eine heilende Tendenz bemerkbar, die aber keineswegs soweit fortgeschritten sei, daß etwa dieser Frage weniger Aufmerksamkeit geschenkt werden könne.
Im Anschluß an diese mit starkem Beifall aufgenommenen Ausführungen sprach der Leiter der Redner-Organisation und -Vermittlung in der Reichspropagandaleitung, Pg. Gerhard V a r t s ch, über Propaganda, wie sie >ein soll uns wie sie nicht sein soll und weiter über die Aufgaben der nationalsozialistischen Redner.
Inzwischen war Gauleiter Rover eingetroffen, der anschließend über den neuen Vierjahres- plan und die Aufgaben der Vewegung, insbesondere der Propagandisten, sprach. Aus jedem Wort des Gauleiters klang seine unerschütterliche Treue und Liebe zum Vaterland und Führer.
Eaupropagandaleiter Ernst Schulze gelobte dem Gauleiter im Schlußwort, daß die Propagandisten der Vewegung im Eau Weser-Ems den neuen Kampfabschnitt beginnen würden, im Sinne jenes Wortes, das der Gauleiter zum neuen Jahr 1037 ausgesprochen hatte: „Die Zeiten werden hart, wir werden noch härter sein!" Ein Treuegelöbuis zvm Führer beendste die Tagung.
sramos erfolgreiche offensive
Siegreiches Vordringen im Westen und Nordwesten Madrids
Salamanca, 10. Januar.
Die Operationen der nationalen Truppen an der Madrider Front wurden am Sonnabend erfolgreich fortgesetzt. Im Westen und Nordwesten der Stadt wurde neues Gelände gewonnen. Der nationale Heeresbericht aus Salamanca meldet die Besetzung der unmittelbar an der Stadtgrenze liegenden Punkts Ouesta de la Perdicos und Lerro del Äguila. Die Kommunisten wurden in den vorangegangenen Kämpfen vernichtend geschlagen und flüchteten in der Richtung auf Fuencarral. Im Abschnitt Las Rozas griffen die Bolschewisten mit drei Bataillonen an, um ihre verlorenen Stellungen wiederzugewinnen, wurden aber blutig abgewiesen. Die nationalen Truppen bargen allein in diesem Abschnitt die Leichen von 137 Bolschewisten. Auch die nationale Südarmee meldet die erfolgreiche Fortsetzung ihrer Operationen im Abschnitt von Ronda, wobei sie den Bolschewisten große Verluste an Menschen und Material zufügte.
Wie der Reuter-Korrespondent bei den Franco- Truppen vor Madrid berichtet, herrscht im Hauptquartier der Nationalisten die Ueberzeugung, daß durch die letzten Erfolge zum mindesten das Schicksal des Escorial besiegelt ist. Tatsächlich ist die Verbindung zwischen dem Escorial und der Hauptstadt abgeschnitten.
Die Danzig-polnischcn Besprechungen über das Verhältnis Danzigs zum Völkerbund haben zu einem positiven Ergebnis geführt.
Veutschland des Sfl. lieistes
SA.-Dichter eröffnen ein neues Kampsjahr Berlin, 10. Januar.
Die Nationalsozialistische Parteikorrespondenz schreibt: Kurz vor den Weihnachtsfeiertatzen
schloß der erste Teil der fünfmonatigen Großaktion des Kulturkreises der SA., die bekannte Dichter der Vewegung überall im Reich vor zahlreiche Volksgenossen, teilweise in Kundgebungen von Tausenden, führte. Mit dem neuen Jahr hat der zweite Teil dieser geistigen und kulturpolitischen Offensive eingesetzt. Neben Schumann, Böhme, Pidder Lüng und Menzel treten diesmal Sturmführer Heinrich Anacker und einer der jüngsten und hoffnungsvollsten Schriftsteller der Bewegung, Kurt Maßmann. Kurt Maßmann hat in dem nunmehr erscheinenden Ehrenbuch der SA. „Männer im Braunhemd — Vom Kampf und Sieg der SA." den Ausklang geschrieben. Seine Worte Laben gerccke heute wieder programmatische Bedeutung. Sie kennzeichnen den Geist und die Gestaltungskraft des Dichters, wenn er sagt:
„Die ganze Welt ist in Bewegung, lleberall gärt und brodelt es in den Völkern. Hier und dort zündet schon die Brandfackel des Bolschewismus. Es stehen noch gewaltige Auseinandersetzungen bevor, die nur das Volk unerschüttert bestehen kann, das an inneren wie an äußeren Kräften stark genug und vone ine m Glauben Le- seelt ist! Alle Deutschen werden sich so zu Deutschland bekennen müssen, so unbeirrbar entschlossen und tatbereit, wie die Freiwilligen in den braunen Hemden es taten! In solchem Sinne muß ganz Deutschland ein Deutschland des SA.» Geistes sein! Dann kann uns nichts versehren, dann können wir in ruhiger Zuversicht in die Zukunft blicken, denn wir werden stark sein, wenn alle anderen Völker schwach sind; und wir werden ein wirkliches, ein einiges Volk sein, wenn die anderen Völker zerfallen in Klassen und Parteien und feindliche Lager und sich gegenseitig zerfleischen!"
lagesbefetil an die SA.
Der Stabschef der SA., Viktor Lutze, hat den folgenden Tagesbefehl erlassen: Der Zentral- verlag der NSDAP. übergibt am 11. Januar 1937 die zweite Eroßauflage des Sonderheftes „Anti- komintern" der Oeffentlichkeit. Dieses Heft ist ein wirkungsvolles Propagandamittel gegen den Bolschewismus und verdient deshalb besondere Beachtung. Es ist selbstverständlich, daß sich die Sturmabteilungen als die aktiven Träger des weltanschaulichen Kampfes in Deutschland mit besonderem Nachdruck sür die Verbreitung der Anti- komintern-Sondernummer des „Illustrierten Beobachters" einsetzen. Lutze.
Sie kröffnung der Neichsautobahi, Verlin-Aannover
Magdeburg, 10. Januar.
Am Sonntag erfolgte in würdigem Rahmen bei Eröffnung der Teilstrecke Magdeburg—Helmstedt und die Berkehrsübergabe der ganzen Reichsauto- bahnstrecke Berlin —Hannover. Der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Dr. Todt, feierte die Arbeiter, die mithalfen, das Werk zu einem schönen Ende zu führen. — Er unterstrich den gewaltigen Umschwung zwischen einst und jetzt, indem er darauf hinwies, daß vor vier Jahren 6 Millionen Menschen Arbeit suchten und heute Arbeiter gesucht werden müssen. Im Rahmen des Vierjahresplanes werde nach dem Willen des Führers an den Reichs- autobahnen planmäßig weitergearbeitet werden. Durch die Fertigstellung der Strecke Berlin- Hannover sei die Hälfte der Strecke nach dem Rheinland befahrbar geworden. Zur gleichen Zeit werde durch die Fertigstellung der Strecke Leipzig—Vayreuth—Nürnberg ein Drittel der Strecke Berlin—München für den Verkehr frei. Dr. Todt übergab dann im Auftrage des Führers die Strecke dem Verkehr und 'damit dem deutschen
Kritische Lage in Sianfu
Nanking, 10. Januar.
Nach einer Meldung der halbamtlichen Nachrichtenagentur Central News befinden sich in Sianfu die berüchtigtsten Kommunistenhäuptlinge, die in Massenversammlungen aufreizende Reden gegen Nanking und Tokio halten. In der ganzen Stadt werden kommunistische Plakate und Propagandazettel verteilt. Eeneraj Panghucheng ein Untergebener Tschmrghsueliangs, befahl die Verstärkung seiner Truppen durch Kommunisten und Banditen. Ueberall in Ser Provinz Schensi errichten die Truppen Yanghuchengs augenblicklich Verteidigungsanlagen. General Panghucheng selbst, der seit dem Abflug T'changhiüeliangs nach Nanking zum Machthaber in Sianfu aufgerückt ist, lehnte die Durchführung aller von der Nankingregierung gegebenen Befehle ab.
Es wird behauptet, daß ein „Nationaler Ret- tungsrat sür den Nordwesten" die Macht übernahm. Die amerikanische Kommunistin Agnes Smedley hat in Sianfu seit Ausbruch des Putsches die praktische Leitung der Rundfunkstation übernommen.
Die holländische Kronprinzessin Julians und Prinz Bernhard zur Lippe-Viesterfeld trafen zu längerem Aufenthalt im polnischen Höhenkurort Krynica in den Westkarpathen ein.