Ausgabe 
(11.1.1937) Nr. 10
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parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrdeitsfront vremen

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der Nationa

flmtsblatt des Senats der Zreien fjansestadt Vremen

Erscheint 7mal wöchentlich. Monatsbezug: RM. 2,30 einschl. Zustellgebühr; durch die Post RM. 2.3S einschl. 52,55 Psg. llberweisungsgebühr, ausschl. Postbestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zu entrichten. Pviki-beck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinenAnspruch ausErstattung oderErsatz.

RS.-Gauverlag Weser-Ems G. m. b. H.. Bremen, Geeren S/8 / Fernsprecher: 541 21 und 51118.

Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatthaiters m Mdenburg und Vremen

Anzeigen-Grundpreise: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil ISPs., die 70-mm.Zeile imTextteil 75 Ps. Ermäßigte Grundpreise (sür kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 6 (Nachlaßstasfel N. Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschluß lk Uhr. Sprechzeit: Berlag werktäglich 12-13 Uhr: Schristleitung Dienstag und Freitag 12)4-13^ Uhr.

Nr. W / 7. Jahrgang

Montag, 11. Januar 1SZ7

kinzelpreis 15 Npf.

vildung eines Sowjetstaates in Südstankreilh

die Staatsgewalt den velMen entglitten

Unser lagesspiegel

I» Teilen Südfrankreichs ist die Staats­gewalt in kommunistische Hände übergegangen.

Der französische Generalstab bereitet die Annektierung Spanisch-Marokkos vor.

England hat die Freiwilligen-Rekrutierung für Spanien verboten.

In Oldenburg fand eine Propagandatagung des Gaues Weser-Ems statt.

Pg. Walter Prebel sprach im Rahmen einer Morgenfeier der 88. SS.-Standarte.

Nach hartem Kampf konnte der SB. Werder Algermissen S:3 schlagen.

In den ASAL.-Rennen in Davos schnitt Deutschland erfolgreich ab.

In dem Radländerkamps Deutschland gegen Italien trugen unsere Vertreter mit 80:50 Punkten einen verdienten Sieg davon.

Ver Z0. Januar

Keine 6ren;konlrolle nach Spanien

Paris, 1v. Januar.

Nach zuverlässigen Nachrichten aus Per- pignan ist dort die Staatsgewalt den Hän­den der Behörden entglitten und praktisch aus die örtlichen kommunistischen Gewalt­haber übergegangen. Eine Regierungskon­trolle wird nicht mehr ausgeübt. Aehnliche Verhältnisse bahnen sich in ganz Südsrank­reich an. Dank dieses Sowjetsystems sind die Lieferungen an die spanischen Roten ständig im Wachsen begriffen, und auch die Zahl der Freiwilligen, die ins rote Spanien reisen, nimmt täglich zu. Von französischer Seite wird keine Grenzkontrolle nach Spa­

nien mehr ausgeübt. Sie liegt restlos in den Händen der roten spanischen Grenzbehörden, die die Grenzen nach Frankreich hermetisch schließen» während sie für alle Art franzö­sischer Lieferungen nach Spanien offenstehen.

In französischen Rechtskursen herrscht lebhafteste Beunruhigung über diese Entwicklung. Die in der Vildung begriffene südfranzösische kommuni­stische Republik mit dem Zentrum Perpignan wird als eine sehr ernsthafte Bedrohung ange­sehen; diese Bewegung kann, wenn sie sich weiter ausbreitet und Nachahmung in anderen Teilen Frankreichs findet, von den schlimmsten Folgen für den Bestand der französischen Republik sein.

Seitdem die sogenannte „Volksfront" in Frankreich die Regierungsgewalt ausübt»

taumelt dieses Land von einer Krise zur an­deren. Schon lange ist es kein Geheimnis mehr, daß weder in der Innen- noch in der Außenpolitik Frankreichs irgendeine Ent­scheidung gefällt werden kann, die nicht die G^iehmigung der Herren 'Thorez, Cachin und Genossen und damit Moskaus besitzt. Nun scheint der Zeitpunkt gekommen zu sein, in dem sich die Kommune für stark genug hält, die von ihr nur als taktische Vorbereitung geduldete „Volksfront" zu sprengen und in ganz Frankreich offen die Macht an sich zu reißen. Welche verderb­lichen Folgen dies für die französische Na­tion haben wird, ist zurzeit noch gar nicht abzusehen.

frankreich wl» SpanW-INarokko annektieren

Sekeime Ablichten des franiMchen oeneralstabes - Pantliersprung Vlums nach leuta!

Keine Einschränkung der Faschingsveranstaltungen Große politische Veranstaltungen

Berlin, 10. Januar

Eine Dienststelle der Reichspropagandaleitnng der NSDAP. hatte in einem Ausruf das Gast- stättengewerbe aufgefordert, am 30. Januar ent­sprechend der Würbe des Tages keine Faschings- veranstaltunacn abzuhalten. Da in diesem Jahre infolge der Kürze der Faschingszeit die Faschings­einnahmen des Eaststiittengewerbes schon an sich gegenüber den Vorjahren beeinträchtigt werden und darüber hinaus der 30. Januar in diesem Jahre aus einen Sonnabend, also einen Haupt­einnahmetag des Eaststättengewerbes fällt, außer­dem für den 30. Januar bereits zahlreiche mit bedeutenden Kosten verbundene Verpflichtungen von großen Gaststätten eingegangen worden sind, hat der Reichsminister sür Volksausklärung und Propaganda verfügt, daß keine Einschränkung von Faschingsveranstaltungen am 30. Januar er­folgen soll. Es können also am 30. Januar Fa­schingsveranstaltungen ungehindert abgehalten werden.

Es wird selbstverständlich am 30. Januar im Verlaufe des Tages in großen politischen Ver­anstaltungen der Würde und Bedeutung des Ta­ges in ausreichendem Matze Rechnung getragen werden. Das Programm sür den 30. Januar wird in Kürze bekanntgegeben.

samttienlragöwe in Mannheim

Ehepaar und vier Kinder gasvergistet

Mannheim, 10. Januar.

Eine entsetzliche Familientragödie hat sich am Sonntag in Mannheim ereignet. Dort haben der 35 Jahre alte Johann Weber und seine 29 Jahre alte Ehefrau sich und ihre vier Kinder im Alter von 11 Monaten bis 8 Fahren durch Leuchtgas vergiftet. Alle sechs Personen wurden einige Stunden später durch die Polizei tot vorgefunden. Die Eheleute haben offensichtlich in Uebereinstim­mung gehandelt. Die Motive zur Tat dürften in persönlichen Verhältnissen, vor allem des Fami­lienvaters. zu suchen sein.

Paris, 10. Januar.

Wie aus französischen Rschtskreisen mit aller Bestimmtheit verlautet, werden schon seit einiger Zeit von dem französischen Ge­neralstab geheime Pläne ausgearbeitet, de­ren Ziel die Annexion Spanisch-Marokkos ist. Da ein derartiger Schritt diplomatisch aufs sorgfältigste vorbereitet werden muß und man nicht eines Tages die Welt mit der Annexion Spanisch-Marokkos überraschen kann, soll die Aufmerksamkeit abgelenkt werden, indem man Deutschland ähnliche Pläne unterstellt, obgleich sich hierfür auch nicht der Schimmer eines Beweises erbringen läßt. Mit Besorgnis fragt man sich nur, was England zu diesen geheimen Plänen sagen wird, die langsam der Verwirklichung ent- gegenreifen sollen, während der Welt gegen­über die Nichteinmischungspolitik geheuchelt wird.

Die französische Presse vom Sonntagmorgen überschlägt sich in hysterischen und verlogenen Angriffen gegen Deutschland, die alles bisher Bekannte in den Schatten stellen. Man ist auf feiten der Volksfront über die Entwicklung in Spanien während der letzten Zeit auf das äußerste besorgt und sucht nunmehr den spanischen Roten mit allen Mitteln Luft zu schaffen, indem man auf angebliche Pläne Deutschlands hinweist, die nur in der Phantasie französischer Gehirne leben.

Ein Alibi für die französische Regierung soll geschaffen und die Welt rechtzeitig auf den „Sün-

denbock Deutschland" hingewiesen werden, wenn Frankreich sich zu weiteren Hilfsmaßnahmen sür die spanischen Roten entschließt. Diese Schein­heiligkeit und die Heuchelei der französischen Nichteinmischungspolitik muß entlarvt werden, damit die ganze Welt sieht, wo die Drahtzieher sitzen, die Europa in ständiger Aufregung halten. Litwinow-Finlelstcin und Moses Rosenberg sind es, die das Feuer schüren und die in den mit sowjetrussischem Gelde gekauften Subjekten Per- tinax und der ewig hetzenden Madame Tabouis ihre Helscrshelser haben.

Die Pariser Blätter künden weiter in großen lleberschriften einen Schritt des französischen Generalresidenten von Marokko beim spanischen Oberkommissar in Melitta an. Dieser Schritt be­zieht sich auf die Artikel der spanisch-französischen Verträge von 1904 und 1912.

Die außenpolitische Mitarbeiterin des „Oeuvre" schießt wie gewöhnlich mit ihren hysterischen und jeder Vernunft hohnsprechenden Behauptungen den Vogel ab. Sie phantasiert von deutschen Orga­nisatoren in Rio del Oro und auf den Kap Nei­dischen Inseln. In Funchal und Madeira stelle man eine lebhafte Tätigkeit deutscher Ingenieure fest.

Daß die Pariser Pressehetze gegen das nationalsozialistische Deutschland System hat, ist nunmehr erwiesen. Alles liegt auf einer Linie: der vom französischen Kriegsministe­rium und Luftfahrtministerium nicht nur gebilligte, sondern sogar organisierte Boy- kott des Nichteinmischungsabkommens, die offene Bildung eines Sonyetregimes in Süd- frankreich und die Irreführung der Welt­öffentlichkeit mit Meldungen über angeb­liche Pläne Deutschlands in Spanisch-

Marokko. Die wahren Absichten der fran­zösischen „Volksfront" sind nunmehr in aller Klarheit zutage getreten: die spanischen Roten sollen in letzter Minute vor dem Zu- sammenbruch gerettet werden, und bei der geplanten Annexion Spanisch-Marokkos seitens Frankreichs soll die Verantwortung auf das in jeder Beziehung korrekt geblie­bene Deutschland abgewälzt werden. Für­wahr, hinterlistiger und raffinierter konnte das von marxistischen Juden inszenierte Scheinmanöver nicht angelegt werden. Man darf jetzt, nachdem die französischen Absichten so eindeutig entlarvt werden konnten, aus die Haltung Englands gespannt sein. Es dürste London gewiß nicht gleichgültig sein, wenn Frankreich sich gegenüber Gibraltar militärisch festsetzt und mit Hilfe eines Sowjetspaniens die engli­schen Befestigungen am Eingang zum Mittel- meer auch von Norden her bedroht. Was das gefährliche Spiel der Pariser Sensations­presse gegen Deutschland betrifft, so warnt das nationalsozialistische Reich in letzter Stunde alle gewissenlosen Hetzer und ist, wie der „Völkische Beobachter" erklärt, unter der „Völkische Beobachter" erklärt, „unter daß dieses Spiel, und seien es einstweilen auch nur Presselügen, auf seinem Rücken ausgetragen wird."

kngland verbietet sreiwilUgen-Nekrutierung

London, 10. Januar.

Die britische Regierung hat mit sofortiger Wir­kung jegliche Rekrutierung von Freiwilligen für beide Parteien in Spanien unter Strafe gestellt. Jede Person, die gegen die Bestimmungen ver­stößt. kann zu einer Gefängnisstrafe bis zur Höhe von zwei Jahren verurteilt werden.

lagung der Propagandisten unseres öaues

Mchtungweisenbe Ansprachen in Mdenburg / Sie Aufgaben ber Vewegung

Oldenburg, 10. Januar.

In Oldenburg fand am Sonnabend und Sonn­tag eine Tagung der Propagandisten des Gaues Weser-Ems statt. Die Tagung wurde durch den Landesstellenleiter Weser-Ems des Reichsmini­steriums für Volksaufilärung und Propaganda, Gaupropagandaleiter Ernst Schulze, eröffnet, der in großen Zügen die Arbeit des Jahres 1936 zeichnete und als deren Gipfelpunkte die Erfolge unterstrich, die die Propagandisten im Gau Weser- Ems bei dem zweiten Teil des WHW.-Feldzuges 1935/36, bei der Wahl vom 29. März. bei dem 1. Mai, bei der Aufklärung sür die Olympischen Spiele sowie die im Rahmen dieser Spiele und besonders im Rahmen des Weltkongresses für Freizeit und Erholung notwendige Betreuung der Fremden und der Ausländer, bei dem Ernte­dankfest, bei der Eaukulturwoche Weser-Ems und Lei der Eröffnung des WHW-Feldzuges 1936/37 errungen hätten. Im Eau Weser-Ems sei die große Aufgabe der Propagandisten für das Jahr 1937 der Einsatz für die Durchführung des Vierjahresplanes. Ferner wies der Red­ner auf die Aufführungen am Vookholzberg hin, die in der Zeit vom 23. Mai bis zum 24. Juni stattfinden. Der Begriff „Stedingsehre" müsse für das gesamte niederdeutsche Gebiet ein Sym­bol des Kampfes für die nationalsozialistische Weltanschauung werden, die vom Bookholzberg ausstrahlen und den Begriff „Dot, aber nich in'n« Knee!" in die Herzen der Volksgenossen ein- brennen soll.

Als nächster Redner sprach der Eauhauptstellen- leiter der Mtivpropaganda Schwarting. Im Jahre 1936 seien insgesamt 9064 Großkund­gebungen, 4639 öffentliche Versammlungen in Ortsgruppen, 13 726 Veranstaltungen in den Ver­bänden und 8844 sportliche und andere Veranstal­

tungen durchgeführt worden. Der Redner schloß seine Ausführungen mit einem Hinweis auf die für das Jahr 1937 bevorstehende Propaganda­arbeit. Eine der Hauptarbeiten für dieses Jahr sei auch der Einsatz für die Heimbeschaffungsaktion der HJ.

Sodann gab der Eauhauptstellenleiter noch bekannt, daß ab 1. Oktober das Lichtbildwssen der Propaganda auf das Gebiet der Aktivpropaganda übergegangen sei.

Anschließend sprach Pg. Werner Reh er von der Hauptamtsleitung der NSV. über das Thema „Winterhilfswerk und NSV." Die NSV. strebe danach, den sittlichen Begriff der Nächstenliebe im ganzen Volke zu einer Selbstverständlichkeit werden zu lasten. Der Redner behandelte weiter die furchtbaren Auswirkungen der früheren Ver­hältnisse auf den Gesundheitszustand der Jugend. Infolge des rücksichtslosen Egoismus des Unter­nehmertums sei eine Verelendung weitester Volks­schichten eingetreten. Die Arbeit der NSV. strebe dahin, diese gewaltigen Schäden durch eine plan­mäßige Betreuung der Jugend auszumerzen.

Eauschulungsleiter Buscher sprach in packen­den Ausführungen über den Kampf der national- völkischen und der international-bolschewistischen Weltanschauung. Er habe in einer früheren Ta­gung der Schulungsleiter des Gaues die Aufgabe gestellt, in vierjähriger Schulung, gleichlaufend mit den Jahren des Vierjahresplanes, ein fest­gefügtes Korps von Politischen Leitern zu bilden, die auf allen Gebieten des völkischen Lebens die für ihre Arbeit notwendige Erfahrung und das notwendige Wissen besäßen. Unter großem Bei­fall sprach der Eauschulungsleiter dann über die Entwicklung der einander entgegengesetzten na­tionalen und internationalen Weltanschauung und

schloß mit einem glühenden Treuebekenntnis zum Führer Adolf Hitler.

Am Sonntag fand die Gaupropagandatagung ihre Fortsetzung. Zunächst sprach der Referent für Vevölkerun^politik im Rassepolitischen Amt der NSDAP., Berlin, Schmal fuß, über bevölke­rungspolitisch« Fragen der Gegenwart. Er ging aus von dem Begriff des Volkstodes, der sich durch den Geburtenrückgang ergibt, welcher von jüdi­scher Seite planmäßig propagiert worden ist, und kam dann auf die lleberalterung zu sprechen. Der Redner zeigte an Zahlen, in welcher Gefahr das deutsche Volk bis zum Jahre 1933 schwebte. Seit der Machtergreifung mache sich eine heilende Ten­denz bemerkbar, die aber keineswegs soweit fort­geschritten sei, daß etwa dieser Frage weniger Aufmerksamkeit geschenkt werden könne.

Im Anschluß an diese mit starkem Beifall auf­genommenen Ausführungen sprach der Leiter der Redner-Organisation und -Vermittlung in der Reichspropagandaleitung, Pg. Gerhard V a r t s ch, über Propaganda, wie sie >ein soll uns wie sie nicht sein soll und weiter über die Aufgaben der nationalsozialistischen Redner.

Inzwischen war Gauleiter Rover eingetrof­fen, der anschließend über den neuen Vierjahres- plan und die Aufgaben der Vewegung, insbeson­dere der Propagandisten, sprach. Aus jedem Wort des Gauleiters klang seine unerschütterliche Treue und Liebe zum Vaterland und Führer.

Eaupropagandaleiter Ernst Schulze gelobte dem Gauleiter im Schlußwort, daß die Propa­gandisten der Vewegung im Eau Weser-Ems den neuen Kampfabschnitt beginnen würden, im Sinne jenes Wortes, das der Gauleiter zum neuen Jahr 1037 ausgesprochen hatte: „Die Zeiten wer­den hart, wir werden noch härter sein!" Ein Treuegelöbuis zvm Führer beendste die Tagung.

sramos erfolgreiche offensive

Siegreiches Vordringen im Westen und Nord­westen Madrids

Salamanca, 10. Januar.

Die Operationen der nationalen Truppen an der Madrider Front wurden am Sonnabend er­folgreich fortgesetzt. Im Westen und Nordwesten der Stadt wurde neues Gelände gewonnen. Der nationale Heeresbericht aus Salamanca meldet die Besetzung der unmittelbar an der Stadtgrenze liegenden Punkts Ouesta de la Perdicos und Lerro del Äguila. Die Kommunisten wurden in den vorangegangenen Kämpfen vernichtend ge­schlagen und flüchteten in der Richtung auf Fuencarral. Im Abschnitt Las Rozas griffen die Bolschewisten mit drei Bataillonen an, um ihre verlorenen Stellungen wiederzugewinnen, wurden aber blutig abgewiesen. Die nationalen Truppen bargen allein in diesem Abschnitt die Leichen von 137 Bolschewisten. Auch die nationale Südarmee meldet die erfolgreiche Fortsetzung ihrer Ope­rationen im Abschnitt von Ronda, wobei sie den Bolschewisten große Verluste an Menschen und Material zufügte.

Wie der Reuter-Korrespondent bei den Franco- Truppen vor Madrid berichtet, herrscht im Haupt­quartier der Nationalisten die Ueberzeugung, daß durch die letzten Erfolge zum mindesten das Schicksal des Escorial besiegelt ist. Tatsächlich ist die Verbindung zwischen dem Escorial und der Hauptstadt abgeschnitten.

Die Danzig-polnischcn Besprechungen über das Verhältnis Danzigs zum Völkerbund haben zu einem positiven Ergebnis geführt.

Veutschland des Sfl. lieistes

SA.-Dichter eröffnen ein neues Kampsjahr Berlin, 10. Januar.

Die Nationalsozialistische Parteikorrespondenz schreibt: Kurz vor den Weihnachtsfeiertatzen

schloß der erste Teil der fünfmonatigen Großaktion des Kulturkreises der SA., die bekannte Dichter der Vewegung überall im Reich vor zahlreiche Volksgenossen, teilweise in Kundgebungen von Tausenden, führte. Mit dem neuen Jahr hat der zweite Teil dieser geistigen und kulturpolitischen Offensive eingesetzt. Neben Schumann, Böhme, Pidder Lüng und Menzel treten diesmal Sturm­führer Heinrich Anacker und einer der jüngsten und hoffnungsvollsten Schriftsteller der Bewe­gung, Kurt Maßmann. Kurt Maßmann hat in dem nunmehr erscheinenden Ehrenbuch der SA. „Männer im Braunhemd — Vom Kampf und Sieg der SA." den Ausklang geschrieben. Seine Worte Laben gerccke heute wieder programmatische Bedeutung. Sie kenn­zeichnen den Geist und die Gestaltungskraft des Dichters, wenn er sagt:

„Die ganze Welt ist in Bewegung, lleberall gärt und brodelt es in den Völkern. Hier und dort zündet schon die Brandfackel des Bolschewis­mus. Es stehen noch gewaltige Auseinander­setzungen bevor, die nur das Volk unerschüttert bestehen kann, das an inneren wie an äußeren Kräften stark genug und vone ine m Glauben Le- seelt ist! Alle Deutschen werden sich so zu Deutschland bekennen müssen, so unbeirrbar ent­schlossen und tatbereit, wie die Freiwilligen in den braunen Hemden es taten! In solchem Sinne muß ganz Deutschland ein Deutschland des SA.» Geistes sein! Dann kann uns nichts versehren, dann können wir in ruhiger Zuversicht in die Zu­kunft blicken, denn wir werden stark sein, wenn alle anderen Völker schwach sind; und wir werden ein wirkliches, ein einiges Volk sein, wenn die anderen Völker zerfallen in Klassen und Par­teien und feindliche Lager und sich gegenseitig zer­fleischen!"

lagesbefetil an die SA.

Der Stabschef der SA., Viktor Lutze, hat den folgenden Tagesbefehl erlassen: Der Zentral- verlag der NSDAP. übergibt am 11. Januar 1937 die zweite Eroßauflage des Sonderheftes „Anti- komintern" der Oeffentlichkeit. Dieses Heft ist ein wirkungsvolles Propagandamittel gegen den Bolschewismus und verdient deshalb besondere Beachtung. Es ist selbstverständlich, daß sich die Sturmabteilungen als die aktiven Träger des weltanschaulichen Kampfes in Deutschland mit be­sonderem Nachdruck sür die Verbreitung der Anti- komintern-Sondernummer des „Illustrierten Be­obachters" einsetzen. Lutze.

Sie kröffnung der Neichsautobahi, Verlin-Aannover

Magdeburg, 10. Januar.

Am Sonntag erfolgte in würdigem Rahmen bei Eröffnung der Teilstrecke Magdeburg—Helmstedt und die Berkehrsübergabe der ganzen Reichsauto- bahnstrecke Berlin —Hannover. Der General­inspektor für das deutsche Straßenwesen, Dr. Todt, feierte die Arbeiter, die mithalfen, das Werk zu einem schönen Ende zu führen. — Er unterstrich den gewaltigen Umschwung zwi­schen einst und jetzt, indem er darauf hinwies, daß vor vier Jahren 6 Millionen Menschen Ar­beit suchten und heute Arbeiter gesucht werden müssen. Im Rahmen des Vierjahresplanes werde nach dem Willen des Führers an den Reichs- autobahnen planmäßig weitergearbeitet werden. Durch die Fertigstellung der Strecke Berlin- Hannover sei die Hälfte der Strecke nach dem Rheinland befahrbar geworden. Zur gleichen Zeit werde durch die Fertigstellung der Strecke Leip­zig—Vayreuth—Nürnberg ein Drittel der Strecke Berlin—München für den Verkehr frei. Dr. Todt übergab dann im Auftrage des Führers die Strecke dem Verkehr und 'damit dem deutschen

Kritische Lage in Sianfu

Nanking, 10. Januar.

Nach einer Meldung der halbamtlichen Nach­richtenagentur Central News befinden sich in Sianfu die berüchtigtsten Kommunistenhäuptlinge, die in Massenversammlungen aufreizende Reden gegen Nanking und Tokio halten. In der ganzen Stadt werden kommunistische Plakate und Propa­gandazettel verteilt. Eeneraj Panghucheng ein Untergebener Tschmrghsueliangs, befahl die Ver­stärkung seiner Truppen durch Kommunisten und Banditen. Ueberall in Ser Provinz Schensi er­richten die Truppen Yanghuchengs augenblicklich Verteidigungsanlagen. General Panghucheng selbst, der seit dem Abflug T'changhiüeliangs nach Nanking zum Machthaber in Sianfu auf­gerückt ist, lehnte die Durchführung aller von der Nankingregierung gegebenen Befehle ab.

Es wird behauptet, daß ein „Nationaler Ret- tungsrat sür den Nordwesten" die Macht über­nahm. Die amerikanische Kommunistin Agnes Smedley hat in Sianfu seit Ausbruch des Putsches die praktische Leitung der Rundfunkstation über­nommen.

Die holländische Kronprinzessin Julians und Prinz Bernhard zur Lippe-Viesterfeld trafen zu längerem Aufenthalt im polnischen Höhenkurort Krynica in den Westkarpathen ein.