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parteiamtliche ^geszeitung
Bachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront Bremen
der Bationaksozialisten Bremens
flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Vremen
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Bas amtliche verkündungsblatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Bremen
Nr. 5/7. Jahrgang
Mittwoch, 6. Januar 1S57
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Wichtige Justiigesehe in Vorbereitung
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Strastechtsresorm dem Neichskabinett zugeleitet
Unser lagesspiegvl
Deutschland richtet eine letzte Warnung an die Roten in Valencia.
Der III. Ingenieur des D. „Pluto" berichtet in der „Bremer Zeitung" über das Ausbringen des Neptun-Dampfers durch rote spanische Dampfer.
I» einer Zuschrift an die „Times" tritt Lord Elibank für Rückgabe Togos und Kameruns ein.
Valdur von Schirach sprach vor dem deutschenglischen Jugendlager in Berchtesgade».
Zur Vertiefung der Voltskundearbeit der NSDAP. wurde eine Arbeitsgemeinschaft gegründet.
Die Strasrechtsvorlage ist dem Neichskabinett zugeleitet worden.
Die Beisetzung des verstorbenen Admirals Vehncke findet am Freitag statt,
Auf der Norddeutschen Hütte wurde der zweite Hochofen angeblasen.
sreitag Versetzung Admiral vetznckes
Berlin, 5. Januar.
Die Ueberführung des verstorbenen Admirals Behncke nach Lübeck zur Marienkirche wird am Donnerstag, 7. Januar, in aller Stille erfolgen. Die Trauerparade, Ueberführung und Beisetzung findet am 8. Januar, 13 Uhr, im Erbbegräbnis der Familie Behncke in Lübeck statt.
Ver sützrer und heß an srau Vehncke
Berlin, 5. Januar.
Der Führer und Reichskanzler hat an die Gattin des verstorbenen Admirals Behncke folgendes Telegramm gerichtet: „Zu dem schweren Verlust, den Sie durch das Hinscheiden Ihres Herrn Gemahls erlitten haben, spreche ich Ihnen meine herzliche Teilnahme aus. Die hohen Verdienste, die der Dahingeschiedene sich in Krieg und Frieden um sein Vaterland, insbesondere um den Neuaufbau der Reichsmarine, erworben hat, werden im deutschen Volke unvergessen bleiben. Adolf Hitler."
Der Stellvertreter des Führers der NSDAP., Reichsminister Rudolf Heß, hat der Gattin des verstorbenen Admirals Behncke folgendes Telegramm gesandt: „In tiefer Betrübnis über das Hinscheiden Ihres Gatten bitte ich Sie, meines tiefen Mitgefühls versichert zu sein. Admiral Behncke wird fortleben als einer der hervorragendsten deutschen Seeoffiziere, der in Unternehmungen und Entscheidungen von weltgeschichtlicher Bedeutung sein großes Können erfolgreich einsetzte und der so hervorragenden Anteil hat am Aufbau unserer neuen Kriegsmarine. Die nationalsozialistische Bewegung dankt ihm insonderheit, daß er seine Erfahrungen und seine bewährten Kräfte in den Dienst der Betreuung des Auslandsdeutschtums gestellt hat und mitwirkte, die Bande zwischen Anslandsdeutschtum und Heimat eng zu gestalten. Ich werde ihn persönlich stets in Erinnerung behalten als einen Mann von außergewöhnlich vornehmem Dharakter. Rudolf Heß."
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Der Leiter der Auslandsorganisation der NSDAP., Gauleiter Bohle, erläßt zum Tode des Admirals Vehncke folgenden Aufruf:
Das Auslandsdeutschtum trauert! Den Tod Paul Vshnckes empfindet die Auslandsorganisa- tton der NSDAP. und mit ihr das gesamte nationalbewutzte Anslandsdeutschtum als einen schmerzlichen Verlust. Dieser in Krieg und Frieden hochverdiente Soldat fühlte sich mit den Deutschen jenseits der Grenzen und namentlich mit denen in llebersee aufs engste verbunden und war stets unermüdlich tätig, um unsere «mslandsdeut- schen Volksgenossen zusammenzuschließen und der Heimat näherzubringen.
Der Auslandsovganisation war Admiral Vehncke seit vielen Jahren und bis zuletzt Freund und Förderer, und das Ansehen, das dieser hervorragende Mann im Uebersee- deutschtum, das er aus eigener Anschauung kannte, genoß, stellte er stets in den Dienst unserer nationalsozialistischen Aufbauarbeit im Ausland. Seine Ratschläge und seine Kenntnisse sind meinen Mitarbeitern und mir immer besonders wertvoll gewesen. Als bleibende Erinnerung stehen folgende Worte Paul Behnckes im Ehrenbuch der Auslandsorganisation: „In starker Verbundenheit mit unserem AuslaNdsdeutsch- tum begleite ich die Arbeit der Auslandsorganisation mit allerbesten Wünschen." -Wir auslands- deutschen Nationalsozialisten senken unsere Fahnen vor einem großen und gütigen Kameraden, dessen Andenken auch immer in unseren Reihen fortleben wird. (gez.:) E. W. Bohle.
Gauleiter Bohle hat für sämtliche Dienststellen der Auslandsorganisatio-n Trauerbeflag- gung am Tage der Beisetzung angeordnet.
vor der Verkündung
(Oraktüsrieüt unserer llsrlinsr Lollriktlsitnng)
u. Berlin, 5. Januar.
In einem Tätigkeitsbericht der Abteilung für Strasgesetzgebung und für bäuerliches Recht teilt Ministerialdirektor Ernst Schäfer vom Reichsjustizministerium mit, daß die endgültige Kabi- ncttsvorlage und die amtliche Begründung des neuen nationalsozialistischen Strafgesetzbuches nunmehr fertiggestellt wurden. Der Entwurf ist vom Reichsjustizminister dem Neichskabinett zur Beratung und Beschlußfassung vorgelegt worden.
Damit ist die Erneuerung des materiellen Strafrechts in das letzte entscheidende Stadium getreten. Es besteht Aussicht auf baldige Ver- kllndung. Weiter sind für das Jahr 1937 die beiden anderen großen Gesetze zu erwarten, nämlich die neue Strafverfahrensordnung und das Strafvollstreckungsgesetz, so
wie die ergänzende Friedensrichter- und Schieds- mannsordnung. Auch die Entwürfe hierfür werden dem Neichskabinett demnächst vorgelegt. Eine besondere Ctrafprozeßkommission hat sich mit ihrer Ausarbeitung beschäftigt. Männer der Wissenschaft und der Praxis waren an den Vorbereitungsarbeiten beteiligt.
Im Zusammenhang mit diesen großen neuen Gesetzen werden noch einige andere Entwürfe vorbereitet, die sie ergänzen sollen, llntet ihnen sind besonders wichtig ein die großen Gesetze umfassendes Einführungsgesetz,, das das gesamte Neben st rafrecht des Reiches und der Länder an das neue Recht anpassen soll, ein völlig neu gefaßtes Ordnungsstrafgesetzbuch, das an die Stelle des sogenannten Uebertretungsstraf- rechts des alten Strafgesetzbuches und der Neben- gesetze treten wird, das Jugend st rafrecht und das Strafregisterrecht. Diese Uebersicht über die gesetzgeberische Tätigkeit auf dem Gebiete der Neugestaltung des deutschen Rechts
zeigt, daß die in den verflossenen Jahren mit Tatkraft aufgenommenen Arbeiten nunmehr in das Stadium der Vollendung treten.
*
Die Justizpressestelle Berlin teilt mit: Der Führer und Reichskanzler hat auf Vorschlag des Reichsministers der Justiz Dr. ELrtner folgende ehrenamtlichen Mitglieder des Volksgerichtshofes auf die Dauer von fünf Jahren ernannt: Den SA.-Obergruppenführer Vöckenhauer in München, den SA.-Gruppenführer von Zör- auf in München, den SA.-Brigadefllhrer Bunge in München, den SA.-Brigadeführer Hauer in Stuttgart, den SA.-Obersührer Kaul in Berlin, den Major der Schutzpolizei Meyßner in Berlin, den Major der Schutzpolizei Hesks in Königsberg i. Pr., den Major der Schutzpolizei von Erolmann in Berlin und den NSKK.-Oberführer Paul in Freiburg in Sachsen.
Ver wirtschaftliche Normalzustand
Von
Dr. jnr. IV. Llssraann, Lrswsn*
Daß die Zeiten vor dem Kriege mit ihrem ausgeglichenen zwischenstaatlichen Güteraustausch und mit ihren stabilen Verhältnissen für den rührigen Kaufmann und Unternehmer sehr verlockend waren, ist unbestreitbar. Verständlich ist deshalb auch, daß viele sehnsuchtsvoll aus diese Zeiten zurückblicken und sie wieder herbeiwünschen. Wenn man aber oftmals hört, daß die damaligen wirtschaftlichen Zustände als wirtschaftlicher Normalzustand bezeichnet werden, so zeugt das von einer Verkennung der Wirklichkeit. Die damalige Aus- geglichenheit des zwischenstaatlichen Güteraustau- iches beruhte auf folgenden Umständen: Man pflegte dort zu kaufen, wo die Ware bei gleicher Qualität am billigsten war. Die Zollschranken waren im allgemeinen erträglich. Wohlstand und Kaufkraft entwickelten sich mit gewissen Rückschlägen durchschnittlich in aufsteigender Linie. Dadurch konnte im allgemeinen jeder Hersteller von guter und billiger Ware, sei es Rohware oder Fertigware, auch damit rechnen, sie auf dem Weltmarkt abzusetzen. So entwickelte sich ein lebhafter Güteraustausch zwischen den Völkern. Die Industrieländer nahmen die am Weltmarkt angebotenen Rohwaren auf und die Rohstoffländer die angebotenen Fertigwaren. Dazu kam, daß die Währungen in ihrem gegenseitigen Verhältnis stabil waren, oder, anders ausgedrückt, daß sich hinsichtlich der Währungen der am Güteraustausch beteiligten Länder Angsbot und Nachfrage auf dem Weltmarkt ungefähr die Waage hielten, oder, noch anders ausgedrückt, daß das, was ein Laitd für Waren, für Dienstleistungen oder für Geldschulden an alle anderen Länder zu bezahlen hatte, gegenüber dem, was es für seine eigenen Waren, Dienstleistungen oder Forderungen von den übrigen Ländern erhielt, nur geringen, durch gelegentliche Versendung oder Hereinnähme von Gold noch ausgleichbaren Schwankungen unterlag.
Dieser Zustand war nun aber nicht etwa organisch auf Grund natürlicher Lebensgesetze gewachsen, sondern er beruhte auf einem großen und folgenschweren Irrtum. Dieser Irrtum bestand darin, daß man allerseits an die Existenz einer Weltwirtschaft glaubte und in ihr ein selbständiges wirtschaftliches Gebilde sah, das nach eigenen bestimmten wirtschaftlichen Gesetzen funktioniere. Als eines dieser Grundgesetze galt der Satz, daß jeder Mensch und jedes Land immer dort kaufe, wo die Ware bei gleicher Qualität am billigsten sei. Nun haben einerseits die praktischen Erfahrungen der letzten zwanzig Jahre, andererseits (nach Ueberwindung der Psychose des Liberalismus) auch die Theorie auf Grund bestehender Natur- und Lebensgesetze bewiesen, daß diese Auffassung falsch ist. Es gibt nämlich keine Weltwirtschaft im Sinn eines organischen Gebildes, das nach bestimmten eigenen Gesetzen funktioniert. Denn dieser „Weltwirtschaft" fehlt das wesentliche Erfordernis eines jeden organischen Gebildes, nämlich die einheitliche, von einem Mittelpunkt aus erfolgende Willensbildung und Führung. Die sog. Weltwirtschaft ist vielmehr nie etwas anderes gewesen, als ein zufälliger Zustand, der von jedem psychologischen, politischen oder wirtschaftlichen Ereignis umgeworfen oder in neue Richtungen gedrängt werden kann, weil nämlich keine Macht und keine Kraft vorhanden ist oder war, die diesen Zustand beschützt und verteidigt hätte. Es ist deshalb ein großer Irrtum, die Ausgeglichenheit des zwischenstaatlichen Güterverkehrs vor dem Kriege als einen Normalzustand zu bezeichnen. Vielmehr erscheint uns die Tatsache, daß ein solcher Zustand mehrere Jahrzehnte bestehen konnte, als eine ganz große Ausnahme.
Die von jüdisch-mechanistischem Denken beherrschte Volkswirtschaftslehre des 19. Jahrhunderts, die die Menschen lehrte, an einen „Mechanismus" der Wirtschaft zu glauben — gleich als ob die Wirtschaft eine Maschine wäre, die irgendwo im luftleeren Raum. losgelöst von einem bestimmten Volkskörper. läuft — konnte das freilich nicht erkennen. Ihrem mechanistischen Denken war auch die Erkenntnis verschlossen, daß es überhaupt keine wirtschaftlichen Gesetze, geschweige denn weltwirtschaftliche Gesetze gibt, sondern nur allgemeine Natur- und Lebensgesetze, nach denen das Leben aller Organismen — und das sind auch die Völker — abläuft. Diese Gesetze den europäischen Völkern zu verschleiern, um ihren Geist zu verwirren und sie so reif zu machen für die freimaurerisch-liberalistische Demokratie als Uebergang zum Bolschewismus, d. h. der Weltherrschaft des jüdischen Volkes, daran arbeitet dieses seit Jahrhunderten.
Der wirkliche wirtschaftliche Normalzustand ist nicht der, daß jeder Mensch und jedes Volk da kauft, wo es am billigsten ist, sondern daß jedes Volk aus reinem Selbsterhaltungstrieb heraus bestrebt ist, sein Dasein auf seine eigene Kraft zu stellen und sich aus allen Abhängigkeiten von Dritten hinsichtlich seiner Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern aller Art zu befreien. Das Schicksal des deutschen Volles im Weltkrieg ist allen, die nicht blind sind, eine Lehre gewesen. Das bedeutet aber, daß man den Bedarf an lebensnotwendigen Gütern aller Art, soweit irgend möglich, im eigenen Land« erzeugt. Die Folge davon ist, daß im gleichen Verhältnis, wie dies geschieht, die Einfuhr solcher Güter nachlassen wird. Da aber der zwischenstaatliche Güterverkehr im Grunde nie etwas anderes ist als ein
" Siehe auch den Leitartikel in unserer gestrigen Ausgabe.
Letzte forvenmg an die Koten in Valencia
Auslieferung des Passagiers und der Nestladung der „Polos" gefordert
Berlin, 5. Januar.
Der Admiral der deutschen Seestreitkräfte in den spanischen Gewässern hat über den Kreuzer „Königsberg" folgenden Funkspruch an die roten Machthaber von Valencia gerichtet:
„Nachdem nunmehr die beiden Dampfer „Aragon" und „Maria Juquera" von deutschen Seestreitkriisten beschlagnahmt worden sind, wird nochmals die Auslieferung des Passagiers und der Restladung des Dampfers „Polos" gegen Freigabe der beschlagnahmten spanischen Dampfer gefordert. Sollte binnen drei Tagen, bis zum 8. Januar um 8 Uhr vormittags, die Auslieferung nicht erfolgt sein, werden die Dampfer und ihre Ladungen von der deutschen Regierung unter Abrechnung mit der von ihr anerkannten spanischen Regierung verwertet werden. Falls Wiederholung eines Pirateuaktes gegen deutsche Handelsschiffe ersolgen sollte, wird die deutsche Regierung genötigt sein, weitere Maßnahmen zu ergreifen."
Die eindeutigen Erklärungen des Admirals der deutschen Leestreitkräfte haben jetzt endgültig Klarheit auch für alle diejenigen geschaffen, die sich bisher vielleicht über die Tragweite der Zwischenfälle in den spanischen Gewässern noch im unklaren befanden. Niemand wird Deutschland die Berechtigung abstreiten können, in diesem einwandfrei als brutale Vergewaltigung des Rechts und gefährliche Bedrohung der Freiheit der Meere kenntlichen Falle zur Selbsthilfe zu greifen. Die Geschichte kennt eine Reihe von ganz ähnlichen Beispielen, in denen das Eeevolk der Engländer die Freiheit -er Meere gegen Uebergriffe verteidigen muhte. Erfreulicher
weise scheint man angesichts dieser unerhörten Vorfälle und bewußten Provokationen endlich da und dort zu begreifen, worum es in Spanien geht, nachdem man bisher noch aus unerfindlichen Gründen sich allen greifbaren Beweisen für die gefährlichen Machenschaften Moskaus verschließen wollte. Bezeichnend ist eine Darstellung des Pariser „Matin", der in sehr eindeutiger Form zu diesen Zwischenfälien Stellung nimmt. Moskau, so sagt das Blatt, schaffe, um aus den spanischen Ereignissen Nutzen zu ziehen, in Westeuropa eine gefährliche Zone, denn man wolle unbedingt einen Streitfall herbeiführen. Zu den deutschen Auseinandersetzungen mit den roten Machthabern sagt das Blatt, daß diese Angelegenheit erst durch das Eingreifen des bolschewistischen Juden Rosen- berg die Schärfe erhalten habe. Man habe in Bilbao zuerst die Angelegenheit auf friedliche Weise beilegen wollen, aber der Vertreter der Sowjets in Bilbao, Tumanofs, habe diese Bemühungen geflissentlich gestört. Die Basken wollten gerade eine Regelung treffen, die zu einer Entspannung geführt hätte, als bei Tumanofs zwei Sonderkuriere von Moses Rosenberg namens Bergmann und Vasi- lieff im Flugzeug eintrafen, die ihm geheime Anweisungen Rosenbergs brachten. Auf Grund dieser Anweisungen erreichte er bei den baskischen Machthabern, daß ein Teil der Ladung und der Passagier des deutschen Dampfers „Polos" festgehalten wurden. Nachdem dies Moskau in Bilbao erreicht hatte, beschloß es, die Lage im Kantabrischen Meer bis zum letzten auszunutzen, um zu erreichen, daß auch noch das Mittelmeerbecken zur „gefährlichen Zone" gezählt würde. Gleichzeitig gab Moskau dem Kapitän der
Sowjetmarine Iukoff Befehl, die Operationen gegen deutsche Schiffe zu leiten. Diese Darstellung des französischen Blattes dürste genügen, die Lage zu kennzeichnen.
„Vas Neckt auf Veutscklonds Seite"
Wien, 5. Januar.
Der Wiener llniversitätsprofessor für Völkerrecht, Dr. Alfred Verdrogg, erklärte Zeitungsberichterstattern gegenüber u. a., daß in dem bekannten „Palos"-Zwischenfall das Recht eindeutig auf der Seite des Deutschen Reiches stehe. Die Beschlagnahme der „Palos", die ohne Zweifel außerhalb der Dreimeilenzone erfolgt sei, stelle eine grobe Verletzung des Völkerrechtes dar. Jede Repressalie des Deutschen Reiches sei daher völkerrechtlich zulässig, jede Eegenrepressalie der roten Machthaber in Valencia neuer Rechtsbruch.
Neue NeutralitStsbrüche
Paris, 5. Januar.
Die „Action Francaise" wartet mit Meldungen über neue Waffenlieferungen an das rote Spanien auf. In der Nacht zum 1. Januar haben danach 27 Lastkraftwagen Perpignan durchführe« und die Straße nach dem Erenzllbergangsort Per- thus eingeschlagen. Als Ladung war offiziell „Bohnen, Stockfische und Zucker" angegeben. Aus der Tatsache, daß diese Lastkraftwagen an der Grenze kaum oder gar nicht durchsucht wurden, schließt der Korrespondent des Blattes, daß in diesen geheimnisvollen Wagen Waffen für das rote Spanien befördert wurden.
Das Blatt berichtet weiter, daß am 9. Januar in Le Havre an Bord des amerikanischen Dampfers „President Harding" acht amerikanische Vul- pee-Flugzeuge und mehrere Ersatzmotoren eintreffen werden, die die Amerikaner an die bolschewistischen Machthaber in Valencia verkauft haben. Neun solcher Flugzeuge seien schon an Bord des Dampfers „Hungendal" auf direktem Wege an Valencia geliefert worden.
Zwei Flugzeuge, die von den katalanischen Volschewisten gekauft worden seien, hätten den Flugplatz von Francazals verlassen. Außerdem >eien über Cerbsres und Perpignan in der Zeit vom 18. bis 28. Dezember 89 Lastkraftwagen, 79 Ford-Traktoren und zwei Lastkraftwagen, die einen Veobachtungsballon transportierten, sowie zahlreiche Ford-Automobile und schließlich sogar zwei Waggons voller Maschinengewehre nach Spanien abgegangen.
hinterlistige INordmetlioden
Salamanca, 5. Januar.
Die katalanischen Volschewisten sind an der französischen Grenze auf ein neues Betrugsmanöver verfallen, um rechtsstehende Flüchtlinge in die Falle zu locken. Sie hissen auf den Häusern dicht an der Grenze die französische Flagge und bringen an den Hausmauern Anschläge an, in denen die Wohnungen als auf französischem Gebiet liegend bezeichnet werden. Flüchtlinge, die glücklich der roten Hölle Barcelonas entkommen sind, glauben in diesen Häusern Zuflucht zu finden und wenden sich vertrauensvoll an die Bewohner. Sie werden dann aber von dem roten Mordgesindel sofort verhaftet und erschossen.
Einer anderen Hinterlist der Volschewisten sind schon über 199 Menschen zum Opfer gefallen. Die vertierten Roten forderten in der katalanischen Presse rechtsstehende Personen, die sich verborgen hielten, auf, sich bis zu einem bestimmten Tage zu melden, wenn sie freie Ausreise wünschten. Alle, die dieser Aufforderung Vertrauen schenkten und aus ihren Verstecken hervorkamen wurden festgenommen und ermordet.
(Siehe auch Seite 2)
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