Ausgabe 
(4.1.1937) Nr. 3
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parteiamtliche Lageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitssront Vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Freien kjansestadt Vremen

Erscheint 7mal wöchentlich. Monatsbezug: RM. 2,8g einschl, Zustellgebühr; durch die Post RM. 2,30 einschl. 52,55 Pfg.Uberweisungsgebühr, ausschl, Postbestellgcld, Bezugspreis ist im voraus zu entrichten. Posticheck: Sainburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinenAnspruch aus Erstattung oder Ersatz,

NS.-Gauverlag Weser-Eins S. m. b. H., Bremen, Geercn S/8 / Fernsprecher: 511 21 und 61115.

Das amtliche verkündungsblatt des Deichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Anzeigen-Grundpreise: Die 22-wm-ZeiIe im Anzeigenteil 12 Ps., die 70-mm-Zeile im Textteil 75 Pf. Ermäßigte Grundpreise (sür kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige BedinMNgen Preis­liste 6 (Nachlaßstassel L). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschlutz 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr: Schristleitung Dienstag und Freitag 12A-I3ZL Uhr.

Ne. Z / 7. Jahrgang

Montag, 4. Januar 1SZ?

kinzelpreis 15 Npf.

Unverschämte falschung einer Pariser Zeitung

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frech» Ablenkungsversuch im Spanienkonflikt

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Eine Pariser Zeitung veröffentlicht unver­schämte Falschmeldungen über den Konflikt in Spanien.

Die holländische ZeitungDagblad" wendet sich scharf gegen die jüdisch-marxistische Deut­schenhetze.

Der Wortlaut des englisch-italienischen Mit- telmeer-Abkommens wird nunmehr bekannt­gegeben.

Mit großem Erfolg wurde die 4. Reichs- stratzensammlung in Bremen abgeschlossen. Standartenführer Christensen verabschiedete sich gestern von seinen Kameraden der SA.- Standarte 78.

Deutschlands Rugby - Nationalmannschaft wurde in Grenoble von einer nordoftfranzö- sischen Auswahl von Comite des Alpes mit 13 :v Punkten geschlagen.

Den von-Tschammer-Pokal gewann der VfB. Leipzig durch einen 2:1-Sieg über Schalle 01. Niedersachsens Gauelf unterlag gegen Nord­mark in Hamburg 8:1.

Eine überraschende V:1-Niederlage erlitt der ASB. Blumenthal in Vremerhaoen.

sreiwWge werden erschossen

Paris, 3. Januar.

Die Pariser Presse veröffentlicht eine Meldung der Radio-Agentur aus Salamanca, die über den Tod französischer Flieger im Dienste der Roten, die von ihren eigenen Vorgesetzten für ihre Hilfe mit der Todesstrafe bedankt wurden, Ausschluß gibt. Danach herrscht feit einigen Tagen unter den fremdländischen angeworbenen Fliegern der roten Truppen in Barcelona lebhafte Unzu­friedenheit. Kürzlich seien sieben französische Flieger der spanischen roten Armee nach einem schweren Luftkampf wieder aus dem Flugplatz von Prat de Llobregat gelandet und hätten dem Befehlshaber mitgeteilt, daß sie ihren Dienst kün­digen und nach Frankreich zurückkehren wollen.

Der Befehlshaber des Flugplatzes setzte sich mit demVerteidigungsausschuß" der roten Macht­haber von Katalonien fernmündlich in Verbin­dung und erhielt Weisüwg, die Kündigung der sieben französischen Freiwilligenflieger abzuleh­nen und sie zu verhaften. Als sich die Fran­zosen das energisch verbaten/rief der Flugplatz­befehlshaber Monteure zu Hilfe. Die sieben fran­zösischen Flieger versuchten darauf, zu ihren bei­den noch auf dem Rollfeld befindlichen Apparaten zu gelangen und stiegen auf, konnten aber nicht schnell genug hochkommen, um dem Feuer der Luftabwehr des Flugplatzes zu entkommen. Fünf der französischen Flieger wurden getötet, zwei vetletzt, davon der eine schwer.

Sn Zeuge sollte beseitigt werden

Paris, 3. Januar

DasEcho de Paris" berichtet, ein nach Paris geflüchtet«! bekannter spanischer Arzt habe mit­geteilt, daß am Tage vor feiner Abreise aus Madrid 150Ü pensionierte Offiziere in der Umgebung von Madrid erschossen worden seien. Der Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes in Madrid, Dr. Hery, habe von diesem Massenmord photo- graphi-sche Aufnahmen machen und -ein Protokoll darüber aussetzen können. Dr. Hery habe dann an Bord des Flugzeuges der französischen Botschaft Spanien verlassen wollen, das bekanntlich von den Roten abgeschossen wurde.

Das Blatt spricht die Vermutung aus, daß die spanischen Bolschewisten das Flugzeug der fran­zösischen Botschaft verfolgen und beschießen ließen, weil sie gewußt hätten, daß Dr. Hery mit seinem belastenden Material an Bord der Maschine war.

französischer Vampfer durchsucht

Paris, 3. Januar

Der im Hafen von Arcacvn beheimatete fran­zösische DampferRo u g e" ist aus der Höhe von Santander von einem roten spanischen Kriegs­schiff angehalten und durchsucht worden. Der französische Dampfer konnte später feine Reise nach Vayonne fortsetzen.

USA. verschärft das Neutralitätsgesey

Washington, 3. Januar

Senator Pittmann, der Vorsitzende des ameri­kanischen Ausschusses für Auswärtige Angelegen­heiten, gab vor dem Senatskomitee eine Erklä­rung ab, daß der Gesetzentwurf, den er demnächst zur Ergänzung des Neutralitätsgesetzes zur Ver­hütung der Waffenausfuhr an bürgerkriegfüh- rende Länder einbringen werde, amerikanischen Staatsbürgern auch die Benutzung von Schiffen Kriegführender verbieten werde. Der Gesetzent­wurf werde auch die Ausfuhr von Flugzeugen und Flugmotoren durch den Makler Robert Luse verhindern.

Zwanzig Flugzeuge ausfuftrbereit

Newyork, 3. Januar

Im Gegensatz zu Meldungen, daß die von dem Sowjetmakler Robert Cuse für die spanischen Bolschewisten gekauften Flugzeuge und Flugzeug­motoren erst in einigen Wochen versandbereit seien, meldet die ZeitungBrooklyn Eaale", daß 20 Flugzeuge bereits auf dem Flugplatz North Brach zur sofortigen Verschickung nach Spanien bereitständen. Weitere würden stündlich erwartet. Der Makler wolle die Flugzeuge so schnell wie möglich verschicken, ehe der Kon­greß die Ausfuhr verhindere,

Märchen um die Wehrmacht

Berlin, 3. Januar.

Die französische ZeitungLiberte" hat sich einen geradezu unglaublichen Fall böswilli­ger Berichterstattung und wissentlicher Falschmeldung geleistet. Sie gibt in ihrer Sonnabend-Ausgabe in Fettdruck folgendes angebliche Zitat aus der Berliner Börsen- zeitung wieder:

Es ist eine Schande, mit ansehen zu müssen, wie in Spanien ein Thälmann-Vataillon, das sich aus deutschen Emigranten zusammensetzt, gegen Soldaten der Reichswehr kämpft."

Tatsächlich hat ein solcher Satz nie in der Bör­senzeitung gestanden. DieLiberte" knüpft an obiges Falsch-Zitat einen gehässigen Kommentar, in dem es u. a. heißt:

Schau, schau, bisher sprach man vorsichtiger­weise von deutschen Freiwilligen in Uniform, die Franco zu Hilfe geschickt werden. Der Schleier ist gelüftet. Diejenigen, die noch zweifeln, brauchen sich nur noch zu verneigen. Die Reichswehr ist offiziell in Spanien vertreten."

Von der Berliner Börsenzeitung ist, wie bereits gesagt, und wie sich unschwer von jedem gutwil­ligen Leser feststellen läßt, nie ein derartiger Satz veröffentlicht worden. Lediglich zweimal war bis­her in der Börsenzeitung von demThälmann- Vataillon" die Rede, und zwar beide Male in dem Leitartikel der Nr. KOK vom 28. Dezember 1938 unter der lleberschristDie spanische Frage". Die Reichswehr bzw. die deutsche Wehrmacht ist selbst­verständlich von der Börsenzeitung niemals in irgendeinem Zusammenhang mit der Spanien- Frage genannt worden. Um es vor jedermann deutlich klarzustellen, in welchem Zusammenhang von dem Thälmann-Vataillon die Rede war, ver­öffentlichen wit nachstehend die beiden Sätze des ovengenannten Artikels, die sich daraus beziehen:

Dieinternationale Brigade", dasBataillon Thälmann", die bei Jrun und Sän Sebastian geschlagenen roten Milizen, sind nicht durch die Luft an die Madrider Front gekommen, sondern im großen ganzen mit Hilfe französischer Durch­reise-Visen." Un-d an anderer Stelle heißt es: ,Mo so einBataillon Thälmann" mit Waffen in der Hand auftritt, wo die ganze Saar-Emi­gration auftaucht und Spanien als Ausfallstellung gegen das nationalsozialistische Deutschland aus­zubauen versucht, wo schließlich handgreifliche Uebergriffe gegen Leben und Eigentum deutscher

Amsterdam, 3. Januar

Het nationaale Dagblad" nimmt in einem bemerkenswerten Artikel zu den holländischen Flaggenzwischenfiillen und der ganzen jüdisch- marxistischen Hetze im Zusammenhang mit der Prinzen-Hochzeit Stellung.

Das Blatt schreibt, daß die bewußte Zu­rücksetzung der deutschen Reichs- flagge in Holland die Aufmerksamkeit in Deutschland erregt habe. Einige niederländische Tageszeitungen hätten hierüber ihr Erstaunen geäußert. Man müsse sich eigentlich vielmehr dar­über verwundern, daß deutscherseits solange hier­über geschwiegen worden sei. Es sei wiederholt vorgekommen, daß durch die Volksmenge -das Ein­ziehen von Hakenkreuzflaggen erzwungen worden sei, ohne daß -die Polizei eingegriffen habe. Ja, es sei vorgekommen, daß selbst die Polizei drin­gend ersucht habe, die amtliche deutsche Reichs­flagge einzuziehen.

Wir würden gern", so meint das Blatt,die Stimmen der niederländischen Zeitungen hören, wenn man etwa in Deutschland anstatt der amt­lichen holländischen Flagge örtliche holländische /Flaggen bei ähnlichen Gelegenheiten zeigen würde. Dann würde gewiß keine holländische Zeitung vonUebertreibung des Vorfalles", wie das jetzt der Fall sei, sprechen. Jetzt, wo die Sache umgekehrt liege, zeige man sich in Holland empört über die Haltung der deutschen Presse".

DerTelegraaf" verkünde selbst die Unglanb- lichkeit, daß Prinz Bernhard kein Prinz von Deutschland, sondern ein Prinz von Lippe sei, als ob Lippe nicht in Deutschland liege, und als ob das Fürstentum Lippe heute noch bestehen würde!Hat man je gehört, daß die Flagge von Wales gesetzt wird, wenn man England ehren will?"

DerTelegraas" wisse noch zu berichten, die Hakenkreuzflagge sei in Holland nicht volkstüm­lich. Das sei nicht wahr. Die Hakenkreuzslagge sei nur bei Marxisten und bei den Leitern der politischen Parteien ncht volkstümlich. Das hol­ländische Volk achte die Flagge des Deutschen Reiches. Es sei ferner vollkommen unrichtig, diese Frage als belanglos hinzustellen. Eine derartige Behandlung der Flagge eines befreundeten Staates sei aufs entschiedenste zu verurteilen. Dasselbe gelte hinsichtlich der deutschen National­hymne.

Staatsbürger begangen werden, da hat das Reich legitime Interessen zu schützen, denn diesen Ele­menten geht es in Spanien ebensowenig um Spa­nien wie an der Saar um die Saar."

Man könnte mit einem Achselzucken über den lächerlichen Versuch der Liberte, Deutsch­land zu kompromittieren, hinweggehen, wenn nicht diese Methoden eine schwere Ge­fahr brächten: denn selbstverständlich werden in Frankreich sicherlich Millionen anständige Menschen und damit hat dieLiberte" wohl gerechnet sich nicht vorstellen kön­nen, daß ein französischer Journalist zu der­artig gemeinen Lügen greift. Bei diesen Menschen muh die Lügenmeldung derLi­berte einen Eindruck hinterlassen, der ge­eignet ist, die Atmosphäre zwischen den Völ­kern noch mehr zu vergiften als es bereits durch ähnliche Methoden schon geschehen ist. Die Gefahr kann nicht hoch genug einge­schätzt werden, und jeder Versuch einer wahrhaften Verständigung -der Völker unter­einander ist so lange wertlos, als nicht jenen berufsmäßigen Hetzern und Kriegs- fchürern vom Schlage jenes tölpelhaften Fäl- fchers derLiberte" das Handwerk gelegt wird. Hier ist es wohl notwendig, daß die Völker selber einmal nach dem Rechten sehen und sich von dem Ungeziefer befreien, das aus der Hetze bereits ein lohnendes Ge­schäft gemacht hat.

Noch eine Lügenmeldung

Berlin, 3. Januar.

United Preß" verbreitet aus London unter dem 3. Januar folgende Meldung aus Santander: Der britische DämpferBlackhill" (2492 t) aus Newcastle ist in Santander eingetroffen und berichtet, daß er auf der Höhe von Santona von dem deutschen KreuzerKönigsberg" angehalten und durchsucht worden ist. Der Kapitän berichtet ferner, daß sein Schiff von vier bewaffneten Fiich- dampfern der spanischen Insurgenten beschossen worden ist."

Die englische Admiralität bestätigtPreß Association" gegenüber, daß der DampferBlack­hill" lediglich von vier bewaffneten Fischdampsern beschossen worden ist. Es wird hinzugefügt, daß die Granaten das Schiff nicht getroffen haben. Von keiner amtlichen Stelle kann jedoch die in dem Bericht derUnited Preß" ausgestellte Ve-

Das Blatt kommt dann auf das Spielen des sogenannten Lippe-Detmold-Liedes in Holland zu sprechen und meint, daß durch das Spielen dieses Spottliedes dem Prinzen Bernhard ein sehr schlechter Dienst erwiesen werde. Auch sei es für das holländische Volk eine Beleidigung, wenn dieses Scherzliä» neben die holländische Nationalhymne gestellt werde.

Wir bezweifeln", fo schließt das Blatt,ob man dem Prinzen Bernhard, der wirklich außergewöhn­lich herzlich in Holland empfangen wurde, einen Dienst dadurch erweist, wenn man die Flagge und die Nationalhymne seines früheren Vaterlandes auf diese Weise herabsetzt. Daß der Flaggen- zwischenfall vorläufig noch nicht beendet ist, wird durch die Erregung und die Empörung gekenn­zeichnet, die durch diese Zwischenfiille in Deutsch­land ausgelöst worden sind. Es ist vielleicht ein

London, 3. Januar

Die amtliche Mitteilung der britischen und der italienischen Regierung über den Abschluß des Mittelmeerabkommens lautet wie folgt:Fol­gendes ist der Wortlaut der in Rom am'2. Januar vom italienischen Außenminister und britischen Botschafter unterzeichneten Erklärung, die Zu- sicherungen in bezug auf das Mittelmeer betrifft:

Die britische Regierung und die italienische Regierung:

geleitet von dem Wunsch, im Interesse des allge­meinen Friedens und der Sicherheit in wachsen­dem Maße zur Besserung der Beziehungen zwi­schen sich und zwischen allen Mittelmeermächten beizutragen, und entschlossen, die Rechte und Inter­essen die>er Mächte zu achten,

erkennen an, daß die Freiheit der Einfahrt in das, der Aussahrt aus und der Durchfahrt durch das Mittelmccr ein lebenswichtiges Interesse sowohl für die verschiedenen Teile des britischen Reiches als auch sür Italien darstellt und daß diese Interessen in keiner Weise unvereinbar sind,

hauptung bestätigt werden, daß dieBlackhill" von dem KreuzerKönigsberg" angehalten und durchsucht worden ist.

Auf Anfrage meldet der KreuzerKönigsberg", daß er mit dem englischen DampferBlckckhill" am 1. Januar abends in der Gegend von San­tona beim Passieren in üblicher Weise die Schiffs­namen durch Morsesignale ausgetauscht habe.

Die Reederei des englischen DampfersBlack­hill" erklärt ebenfalls, daß der Dampfer von dem deutschen KreuzerKönigsberg" weder angehalten noch durchsucht worden sei. Außerdem teilt die britische Admiralität nunmehr mit, daß es sich nicht um vier, sondern um einen Fischdampser ge­handelt hat. Durch diese Feststellung ist erwiesen, daß die Behauptung der United Preß frei er­funden worden ist.

Unerhörte Senkungen der baskifchen Volschewisten

Paris, 3. Januar

Das Pariser Informationsbüro der bask-ischen Regierung" veröffentlicht die nachstehende Ver­lautbarung:Die baskische Regierung hat im Einverständnis mit der Regierung der Republik den Regierungen der befreundeten Länder mit­geteilt, daß sie ihren Seestreitkräften Anweisung gegeben habe, die energischsten Mittel anzuwenden, 'um den Schutz der Handelsschiffe in den baskischen Gewässern sicherzustellen. Sie hat den gleichen Re­gierungen ebenfalls mitgeteilt, daß mehrere Ein­heiten der deutschen Kriegsmarine sich augenblick­lich im Hafen von Guetäria befänden. Die bas- ki'sche Regierung wird nicht die geringste Ver­letzung des internationalen Rechtes in bezug auf die Seeschiffahrt dulden."

Hierzu erfahren wir von zuständiger Seite:

1. Deutsche Kriegsschiffe befinden sich nicht im Hasen von Enetariä.

2. Erst das völkerrechtswidrige Anhalten des deutschen DampfersPalos" weit außerhalb der Zoheitsgewässer und seine Beschlagnahme hat die deutschen Gegenmaßnahmen ausgelöst. Wenn auch der Dampfer selbst inzwischen auf Forderung des KreuzersKönigsberg" wieder freigegeben wurde, so verweigern die roten Machthaber in Bilbao doch bis jetzt die Freilassung des widerrechtlich zurückgehaltenen Passagiers sowie eines Teiles der Ladung des Dampfers.

3. Sobald diese Verletzung der deutschen Ho­heitsrechts durch Uebergäbe des Passagiers und des genannten Teiles der Ladung an den deutschen Kreuzer wiedergutgemacht ist, wird auch die Freigabe des vorläufig aufgebrachten spanischen DampfersAragon" und die Einstellung weiterer Gegenmaßnahmen von deutscher Seite erfolgen.

Glück, daß diese Entladung jetzt gekommen ist. Es war die höchste Zeit, daß hier reiner Tisch gemacht wurde, um den Marxisten und Parteibonzen ihr unsauberes Handwerk zu legen".

Schuft der kakenkreu;flagge Im Haag angeordnet

Amsterdam, 3. Januar

. Im Zusammenhang mit dem Flaggenzwischen- fall bei der Vyland-Schule im Haag hat der Haag-er Polizeipräsident für sämtliche Hakenkreuz­flaggen im Haag besondere polizeiliche Bewachung angeordnet. Ferner ist von den holländischen Behörden eine strenge gericht­liche Untersuchung des Flaggenzwischen- Falles bei der Byland-Schule angeordnet worden.

lehnen jedes Bestreben ab, den ststus gno ab­zuändern oder, soweit sie selbst betroffen sind, diesen abgeändert zu sehen, insoweit sich dieser auf die nationale Oberhoheit über Gebiete im Bereich des Mittelmeeres bezieht;

verpflichten sich, die gegenseitigen Rechte und Interessen in dem genannten Gebiet zu achten;

verpflichten sich, ihr Bestes zu tun, um alle Ve- tätigung zu entmutigen, die zu einer Schädigung der guten Beziehungen führen könnte, die durch die gegenwärtige Erklärung gefestigt (konsolidiert) werden sollen.

Diese Erklärung ist dazu bestimmt, die Frie­densziele zu fördern und richtet sich gegen keine andere Macht,"

Vor dieser gemeinsamen Verlautbarung wurden in Rom zwischen dem britischen Botschafter und dem italienischen Außenminister zwei Noten aus­getauscht, in denen die Bestätigung der Annahme der britischen Regierung ausgesprochen wird, daß, soweit Italien betroffen ' sei, das gegen­wärtige Gebiet Spaniens unter allen Umständen intakt und unverändert, unversehrt erhalten bleiben werde.

Velbos begrüßt das flbkommen

Paris, 3. Januar

Zum englisch-italienischen Abkommen hat der französische Außenminister Delbos folgende Er­klärung abgegeben:Ich freue mich, die Regie­rungen von Großbritannien und Italien einig zu sehen, den freundschaftlichen Charakter ihrer Beziehungen zu bekunden. Die Verständigung dieser Leiden Mächte, die mit Frankreich durch freundschaftliche Tradition und gemeinsames Interesse verbunden sind, wird von uns als ein Element der Ordnung im Mitte l- meer und allgemein als ein Faktor zur Auf­rechterhaltung des Friedens angesehen. Die fran­zösische Regierung ist der Entwicklung des Mei­nungsaustausches. der zu dem Abkommen geführt hat, mit größtem Interesse gefolgt. Sie ist vom Londoner Kabinett über die Vorbereitung und über den Abschluß dieser knrzlichen Verhand­lungen unterrichtet worden, wie auch über ihren Gegenstand und den wesentlichen Inhalt. Die französische Regierung kann sich daher in voller Kenntnis der Angelegenheit den Sympathie­bezeugungen anschließen, die die Unterzeichnung des römischen Abkommens in ganz Europa hervor­rufen dürfte."

Kritische französische Stimmen

Paris, 3. Januar.

Die Pariser Presse zeigt sich über die zustande gekommene englisch-italienische Einigung befrie­digt, verhehlt aber zum Teil keineswegs, daß sich Frankreich als Mittelmeermacht zurückgesetzt fühlt und gern von Anfang an in den Kreis des Abkommens aufgenommen wäre. Am freund­lichsten bespricht dasJournal" die englisch-ita­lienische Einigung. Das neue Jahr habe nicht besser anfangen können als mit der Aussöhnung Englands und Italiens. Man habe Italien zu ferner Mittelmeerzugehörigkeit zurückbringen und dabei auf das Einvernehmen Italiens mit Deutschland zur Bekämpfung des Bolschewismus Rücksicht nehmen müssen. Das bedeutsamste an dem Abkommen sei vielleicht, daß die Engländer eben­sosehr wie die Italiener und die Deutschen wünschten, daß Spanien kein Anarchieherd werde.

DasEcho de Paris" erkennt dem Abkommen einen vor allem psychologischen Wert zu. Eng­lischer- und französtscherseits habe man den Dnce überzeugen wollen, daß er seiner Politik eine andere Grundlage geben könnte als die Freund­schaft Adolf Hitlers. (!!) Trotzdem trage das faschistische Italien sein enges Einverneh­men mit Deutschland zur Schau.

^Die radikalsozialistische Rspublique erklärt, Frankreich hätte das englisch-italienische Abkom­men nur begrüßt, wenn es nicht mit Bedauern feststellen müsse, daß England Frankreich bei der Wiederherstellung freundschaftlicher Beziehungen zu Italien zuvorgekommen sei. Frankreich habe zu lange gewartet, ehe es sich auf den Boden der Tatsachen stellte. DieAction Francaise" erklärt, durch Unterzeichnung des Abkommens mit Italien baue England seine Politik auf den Sieg der nationalen Bewegung in Spanien auf. Die Schaf­fung einer katalanischen Sowjetrepublik würde den Status guc> im westlichen Mittelmeer ändern, und das wolle England ebenso wenig wie Ita­lien.

»Verseilungen zuverlin unverändert"

Die italienische Presse zum Mittelmecr-Abkommeit Mailand, 3. Januar.

, Das italienisch-britische Mittelmeer-Abkommen findet in der oberitalienischen Presse ein nach­haltiges Echo. DerEorriere della Sera" schreibt, es handele sich nicht um die Rückkehr zum Alten, sondern um die Schaffung von Neuem. Bei dem Abkommen handele es sich nicht um ein ver­wickeltes Vündnisprotokoll, es enthalte keine Spitze gegen Mittelmeervölker und sehe nicht ihre politische Beeinflussung vor.

Was unsere Beziehungen zu Deutschland be­trifft, bleiben sie unverändert. Die neuen italienisch-englischen Beziehungen bilden sogar einen ernsten Beitrag zu dem allgemeinen Frie­den, bei dem die italienisch-deutsche Freundschaft den festesten Pfeiler darstellt."

DieGazzetta del Popolo" meint, eine chro­nische italienisch-englische Spannung wäre für den Frieden Europas äußerst gefährlich geworden in­folge der Lage in Spanien, die alles andere als klar sei wegen der zweideutigen Politik Frank­reichs und der aufwieglerischen Tätigkeit Sowjet­rußlands. In dem Abkommen mit England liege nichts, was andere Staaten beunruhige, und nichts, was die Teilnahme anderer gerechtfertigt hätte.

Frankreich suchte zuerst am Abkommen teil­zunehmen und es nachher zu sabotieren. Aber Leides ist ihm nicht gelungen, weil Italien und England nicht eine Abenteuerpolitik betreiben wie Frankreich im In- und Auslande unter dem Einfluß Moskaus, sondern als solidarisches Ziel die Erhaltung des Friedens verfolgen."

Streik aller belgischen Vergarbeiter?

Brüssel, 3. Januar

Das Zentralbüro der belgischen Bergarbeiter sprach dem Nationalen Komitee sein Ver­trauen aus und ermächtigte es zu Verhand­lungen mit der Regierung wegen einer Verkür­zung der Arbeitszeit unter Tage noch vor dem 1T Januar. Falls die Verhandlungen zu keinem befriedigenden Ergebnis führen sollten, ist für den 18. Januar mit dem Streik aller bel­gischen Bergarbeiter zu rechnen.

das nationale Holland hat das Wort

kin ftrtikel des »Vagblad" gegen die jüdisch-marxistische Hefte

Wortlaut des Mtelmeerabkommms

»Sie krklörung richtet sich gegen keine andere Macht"