Ausgabe 
(20.4.1934) Nr. 108
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Nr. los / 2. Vierteljahr

Freitag, den 20. April

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Dem Führer zum 45. Geburtstag!

Das schönste Geschenk: Treue und Opferberertschast

Der Statt zum Wettrüsten

Uü. Mit der bereits im größten Teil un­serer gestrigen Ausgabe veröffentlichten Pa­riser Antwortnote auf die Anfrage der eng­lischen Regierung oom 28. März hat Frank­reich auf dem Kampffeld der Abrüstung end­lich die Maske fallen lassen. Nachdem ihm die deutsche Regierung in der Frage der Rüstungskontrolle weitgehend entgegenge­kommen war und die englische Regierung sich zur Uebernahme der geforderten Ausfüh­rungsgarantien bereits grundsätzlich bereit erklärt hatte, mußte die Regierung Doumer- gue vor aller Welt Farbe bekennen. Die Entscheidung ist so ausgefallen, daß der einem ^Vettrüsten abgeneigte französische Außenminister Barthou im Kampf gegen die Minister für Landes­verteidigung und den Pariser General st ab unterlegen ist. Der radikalsoziälistische „Notre Temps" gibt es offen zu, daß Barthou ursprü«glich durchaus bereit gewesen sei, Deutschland eine be­grenzte Ausrüstung zuzuerkennen, im Ver­lauf der Kabinettsberatungen aber das Feld dem Kriegsministerium überlassen mußte.

Als Vorwand für das französische Nein und den Abbruch der diplomatischen Verhandlun­gen von Staat zu Staat mußte die Er­höhung des deutschen Wehretats und die angebliche „geheime Aufrüstung" Deutschlands dienen. Wie armselig, wie durchsichtig ist dieses französische Argument! Deutschland kann spielend nachweisen, daß es auch nach der verhältnismäßig bescheide­nen, den Notwendigkeiten seiner militäri­schen Sicherheit noch keineswegs voll Rech­nung tragenden Erhöhung der vorgesehenen Wehrausgaben den ihm im Versailler Ver­trag zugebilligten Rüstungsstand nicht ein­mal erreicht, geschweige denn überschritten hat. Da Deutschland die Gleichberechtigung grundsätzlich nicht länger verweigert werden konnte, sit die sich im Rahmen der Verträge bewegende finanzielle Vorbereitung einer Umstellung der Reichswehr eine Selbstver­ständlichkeit. Auch die Ersetzung des völlig veralteten und unbrauchbaren Materials un­serer Marine durch moderne Kampfmittel kann niemand überraschen. Und was die Ausgaben für die zivile Luftfahrt und den so dringend erforderlichen Luftschutz betrifft, so macht Deutschland nur von seinem guten Recht Gebrauch. Ein Verzicht auf die prak­tische Anwendung dieser Rechte wäre gleich­bedeutend mit verhängnisvoller nationaler Pflichtvergessenheit. Schließlich hat die na­tionalsozialistische Regierung durch die Ver­öffentlichung der Etaterhohungen zu erkennen gegeben, daß sie eine Kritik an dieser Maßnahme nicht zu fürchten hat.

Wie sehr Frankreich mit seiner Taktik dem Gedanken der Abrüstung und sich selbst scha­det, lassen die warnenden Stimmen der großen Zeitungen in London und Rom erkennen. Besonders die englische Oeffent- lichkeit ist über Paris stark enttäuscht. „Dai­ly Telegraph" meint mit Recht, em Ab­rüstungsabkommen in Abwesenheit und ohne Zustimmung Deutschlands auszuarbeiten, würde Zeitoerschwendung sein. Die »Times gibt ihrem Leitartikel die Überschrift: „Ein Zusammenbruch" und meint, es ser wirklich unmöglich, die deutsche These als unvernunf- tig zu bezeichnen. Solange Deutschland nichts weiter beginne, als in seinem eigenen Fall das Recht jeder Nation zu vertreten, für die nationale Verteidigung zu sorgen, durfte die englische öffentliche Meinung, so betont das Blatt, über ein deutsches Aufrüsten kaum sehr beunruhigt werden. ^ ,

Paris setzt nunmehr bei fernem Bestreben, den Versailler Geist in letzter Minute noch vor dem Tode zu retten, alle Karten aus Genf. Es stellt für weitere Verhandlungen die Bedingung, daß Deutschland sich wieder in der Völkerbundstadt vertreten laßt. Die von Frankreich und seinen Vasallen zu bedienende Genfer Abrüstungs­maschine soll erneut in Tätigkeit gesetzt werden. Hierauf gibt die soeben im engli­schen Weißbuch veröffentlichte deutsche Note an England vom 16. April die Antwort, in­dem sie feststellt, daß die Rückkehr Deutsch­lands zum Völkerbund nur zur Sprache ge­bracht werden kann, nachdem die Ab- rüstungssrageund besonders die

FragederdeutschenGleichberech-

tigung gelöst ist.

Damit hätten denn die französischen Mi­litärpolitiker alles für den Start zum Wett­rüsten vorbereitet...

Still und zurückgezogen, nur im aller- engsten Kreis, verlebt heute der Führer und Volkskanzler Adolf Hitler seinen 45. Ge­burtstag. Es würde seinem Willen nicht ent­sprechen, wollte man seinen Geburtstag mit rauschenden Festlichkeiten begehen. Aber ganz abgesehen davon hat es der Führer gar nicht nötig, diesen Tag dem Volke in be­sondere Erinnerung zu bringen oder an dieser Stelle die Bedeutung seiner Arbeit für das deutsche Volk noch einmal zu unter­streichen. Wohin das Auge heute in Deutsch­land blickt, sei es in die ärmste Hütte, sei es in das kleinste Dorf oder in die Millionen­städte — alles trägt den Charakterzug Adolf Hitlers. Ueberall, wo Menschen sich in Deutschland bewegen, wo das Leben pulsiert, ist auch der Geist des Führers. Der Name Hitler ist der deutsche Ausdruck für Hoff­nung und Zuversicht, in ihm verkörpert sich eine glückhafte Zukunft. Und wenn es dem einzelnen heute noch so schlecht geht, er beißt die Zähne zusammen und spricht das Wort „Hitler" aus und dann weiß er, daß auch für ihn die Zeit kommt, wo es nach dem Dunkel wieder Licht geben wird.

Noch nie hat ein Mensch vor Hitler durch seinen übermächtig starken Glauben an den Sieg ein ganzes Volk so mitreißen können in den Bann eines gleichstarken Glaubens wie der Führer. Aber auch noch nie — und das ist es eben, was diesen Glauben in allen Herzen erhärtet — hat ein Führer so uner­schütterlich treu zu seinen Worten mit der Tat gestanden wie Hitler. An einem Mann, an dem nichts Falsches ist, braucht ein Volk keinen Augenblick zu zweifeln, und dieser Mann, wie Hitler, hat es daher nicht nötig, sich zu seinem Geburtstag in empfehlende Einnerung zu bringen, denn seine Werke sprechen in jeder Minute für ihn zum deut­schen Menschen.

Wir sind uns deshalb der Unzulänglich­keit des Unterfangens völlig bewußt, wenn wir heute diese Ausführungen zum 45. Ge­burtstag des Führers schreiben. Mit einem Mann wie Hitler, von dem ein Neichsstatt- halter einmal sagte, es sei niemand da, der

ihm das Wasser reichen könne, braucht wahr­haftig kein Personenkult getrieben zu wer­den. Seine Persönlichkeit allein verbietet von selbst jede Vergötterung, denn die Schlichtheit und Einfachheit in seinem Wesen zeigen uns den Menschen, der nichts anderes sein will, als wir alle, der nur mit uns ar­beiten, mit uns denken und fühlen und der gemeinsam mit uns allen das große deutsche Glück erkämpfen will.

Es wäre falsch, wollten wir von einem Adolf Hitler als Staatsmann und von einem Adolf Hitler als Menschen reden. Der Mensch und der Staatsmann gehören untrennbar zusammen. Ohne jene hervorragenden menschlichen Tugenden würde es keinen her­vorragenden deutschen Staatsmann Hitler geben. Menschliche Tugenden in höchster Vollendung haben durch Hitler der national­sozialistischen Weltanschauung das Gesicht und das Gepräge gegeben. Ohne diese Tu­genden, die täglich aufs neue geübt werden müssen, kann man sich auch keinen echten Nationalsozialisten vorstellen. Es gab in der Geschichte bestimmt große Staatsmänner, die aber Menschen von kleinem Format waren. Ihre Werke sind zerfallen und in Staub versunken, weil der Geist der starken, er­habenen Persönlichkeit nicht dahinter gestan­den hat. Von dem Führer Adolf Hitler kann niemand behaupten, daß hier nur der Staats­mann groß sei. Nein! Hier ergänzen sich in gleichwertiger Form Mensch und Staats­mann, und das allein gibt die sichere Ge­währ, daß sein Werk Ewigkeitsdauer haben wird. Mit einem solchen Manne ist Gott, und Gott hat ihn und sein Werk gesegnet. An diesem göttlichen Segen nimmt auch der letzte Mann im Volke Anteil.

Als Mensch und Staatsmann gab uns der Führer dasjenige zurück, was wir seit Jahr­zehnten vermißten, was die Stimme des Ge­wissens uns jeden Tag sagte und das doch im Gebrüll tollgewordener Mächte wieder unterging: Zucht, Ordnung, Sittlichkeit, Ehr­furcht, Glaube, Religion, Wahrhaftigkeit, Wehrhaftigkeit und viele Dinge mehr, die nichts mit Materialismus zu tun haben, die

lediglich eherne, ungeschriebene Gesetze eines Volkes sind, die befolgt werden müssen, wenn das Volk auf die Dauer leben und sich behaupten will. Das alles gab uns Hitler wieder! Alles das, was deutsche Kultur aus­macht. Und wenn er uns nur diese Werte allein wieder als köstliche Kleinode anver­traut hätte — wahrhaftig, schon das wäre allein eine Tat, die ihresgleichen in Jahr­hunderten suchen müßte. Aber darüber hin­aus gab er als Mensch und Staatsmann uns noch die wirtschaftlichen Werte, denn er wußte als Mensch aus dem Volke, was Not und Hunger bedeutet und daß der Staats­mann die verdammte Pflicht und Schuldig­keit hat, dafür zu sorgen, daß Not und Hun­ger eingedämmt werden.

So still und geräuschlos der Führer heute seinen Geburtstag feiert, ebenso still und geräuschlos bringen wir als Volk ihm unsere Glückwünsche dar. Aufrichtige Liebe und Verehrung ist immer bescheiden und wir wissen, daß wir nur in ganz bescheidenem Umfange in der Lage sind, unseren Dank ihm abzustatten. Ein armes Volk, wie wir es sind, kann nicht mit gleißendem Golde aufwarten: aber was tausendmal mehr wert ist als alle Schätze der Erde, das ist die Liebe und die Treue. Und daran soll es nicht fehlen. Wenn der Führer heute all' die Millionen Segenssprüche und Glückwünsche des Volkes, herausgeboren aus Liebe und, Treue, entgegennimmt, die heute aus allen aufrichtigen deutschen Herzen zu ihm wan­dern, dann wissen wir, daß es heute keinen Glücklicheren in der Welt gibt als den Führer.

So legen wir denn heute als schönstes Geburtstagsgeschenk dem Führer das erneute Gelöbnis der Treue und der Opferbereitschaft in jeder Stunde des Lebens ab und bitten den Allmächtigen, er möchte uns diesen Mann noch ungezählte Jahre in Gesundheit lind voller Arbeitskraft erhalten, damit er das große Werk vollenden kann, das da heißt: Starkes, einiges, glückliches Deutsch­land! Das walte Gott! l?. L.

Hansestädte sind Vorposten des Außenhandels

Außenhandelstagung in Hamburg

Die von den Handelskammern Ham­burg und Vremen mit dem Reichs st and der Deutschen Industrie veranstaltete Autzenhandelstagung begann Donnerstagvor­mittag im Vürgerschaftsplenarsaal des Rathauses im Beisein führender Persönlichkeiten der Re­gierungen, der Partei, der Industrie und des Handels aus dem ganzen Reich.

In der Eröffnungsansprache betonte der Prä­ses der Hamburger Handelskammer, H. v. Huebbe, das Geleitwort „Arbeitsschlacht und Außenhandel", unter dem die Tagung stehe, mahnte die Anwesenden, den gigantischen Kampf des deutschen Volkes gegen die Erwerbslosigkeit tatkräftig mit aufzunehmen, um ihn zum Siege zu führen. Industrie und Außenhandel seien zusammengekommen, um ein machtvolles Bekennt­nis zu gemeinsamer Arbeit abzulegen. Sinn der Veranstaltung sei, r i ch tun gw e i s e n d auf die beteiligten Wirtschaftskreise einzuwirken.

Die Regierenden Bürgermeister Bremens und Hamburgs begrüßten darauf die Erschienenen.

Neg. Büegermeister Dr. Magert

richtete an die Versammlung folgende Worte: Der Neuaufbau des nationalsozialistischen Deutsch­lands unter Führung Adolf Hitlers bedarf der Zusammenfassung und Gleichrichtung aller Kräfte.

Was uns hier herführt, ist die Lösung der Außenhandelsfrage des deutschen Volkes. Die Führung liegt dabei in den Händen des Herrn Reichswirtschaftsministers. Aber alle Kräfte, die mit dem Außenhandel zu tun haben, müssen sich regen, um ihm bei der Durchführung seiner Auf­gabe zu helfen! Alles mutz weiter geschehen, um dem gesamten deutschen Volke die Wichtigkeit des Außenhandels vor Augen zu führen.

Die erste Reichstagung der Außen­handels st eilen in Bremen vom 12. bis 14. April hat die Grundlage für ein groß­zügiges Anfassen des Problems gelegt. Die vier Punkte, welche das Ergebnis dieser Reichstagung find, zeigen, in welchen Punkten und in welcher Zielrichtung der Einsatz erfolgen muß.

Die Hansestädte können auf Grund ihrer Jahrhunderte langen deutschen Außenhandels­mission nicht beiseite stehen, sondern müssen in vorderster Frout kämpfe». Wen» st« auch üb«.

wiegend der Ileberfee-Autzenhandel nach den nord- und westeuropäischen Staaten und den Ueberfeestaaten betrifft, so kann doch, für die E e- samtheit des deutschen Volkes gesehen, ein durchgreifender Erfolg nur erzielt werden, wenn sie mit dem binnen kindischen Deutschen Außenhandel in einer Front marschieren. Die Tatsache der Abhaltung der ersten Reichstagung in Bremen hat die gemeinsame Front betont, nnd die heutige Anwesenheit des Führers des Reichsstandes des deutschen Handels, Herrn Dr. Luer, betont sie erneut.

Der Außenhandel muß ferner in eine Front treten mit dem Reichsnährstand. Die An­wesenheit des Herrn Reichsernährungsministers Darrö auf der Bremer Tagung hat gezeigt, daß auch diese Front steht.

Endlich kann die Außenhandelsfrage nur gelöst werden durch ein Zusammenwirken von Export- Industrie und Export-Handel. Diesem Zweck dient die heutige Tagung.

Der oberste Sinn ist, wie ich wiederholen darf, die Zusammenfassung aller Kräfte und die Einreihung aller in die gleiche Marschrich­tung! Wir sind keine Condottieri, die auf eigene Faust Krieg führen, sondern müßen ein wohl- diszipliniertes Heer mit geschlossener Schlagkraft werden!

Unter dieser Zielsetzung stellen wir uns heute Ihnen, Herr Reichswirtschaftsminister, zur Ver­fügung und in diesem Sinne begrüße ich die heu­tige Tagung.

Der Präses der Handelskammer Bremen,

Karl Bollmeyer

führte u. a. aus:

Ueber die volkswirtschaftliche Bedeutung unseres Außenhandels brauche ich mich nicht weiter auszulasten, jeder Volkswirtschaftler weiß, daß das Wohlergehen eines Landes von der Größe seines Güteraustausches mit anderen Länder,, abhängt. Unserem Außenhandel wieder neuen Auftrieb zu geben, ist für uns um so schwieriger, als wir uns teilweise in einer we­sentlich schlechteren Position befinden als z. B. tz»§1a»d ot>« die v«Kiiiri«ten StMt«. Dies«

Länder haben wesentlich größere und leichtere Finanzierungsmöglichkeiten als wir, und zweitens haben sie durch die Entwertung ihrer Währungen einen erheblichen Vor­sprang vor uns gewonnen.

Wenn wir trotz der Ungunst der wirtschaftlichen wie politischen Verhältniße, die in der Welt herrschen, einer weiteren Schrumpfung unseres Außenhandels, vor allem unseres Exports und damit unserer Devisenlage, Einhalt gebieten wollen, dann ist es notwendig, auf schöne Worte auch eine entsprechende Tat folgen zu lassen! Mögen sich auch die Kreise, die mit dem Außenhandel direkt nichts zu tun haben, oder ihn gar für nebensächlich halten, sagen lassen, daß ohne einen solchen ganze Industrien wieder brach liegen und Hundertausende deutscher Volksge­nossen dem Arbeitsprozeß entzogen würden! Wir haben also all die Mittel zu ergreifen, die in unserer Hand liegen, dem deutschen Export wieder neuen Antrieb zu geben. Da ist es zunächst not­wendig, festzustellen, — und diese Beobachtungen habe ich auf meiner kürzlichen Reise durch Teile Nord-, Mittel- und Südamerikas hinreichend machen können —, daß wir durchweg — von Spe- zialartikeln abgesehen — zu teuer sind.

Sehr zu bedauern ist auch, daß Teile unserer Industrie in den letzten Monaten Exportmöglich­keiten ausgeschlagen haben mit der Begründung, sie seien für das Inland genügend beschäftigt. Mögen das auch nur Einzelsälle gewesen sein, bei unserer heutigen Devisenlage können wir uns derartige Einstellungen nicht leisten, ganz abge­sehen davon, daß solche Einstellung eine Kurz­sichtigkeit ist, denn der Kunde im Ausland wird so etwas nie verstehen und geht uns in­folgedessen für immer verloren.

Weil wir auf dem Weltmarkt mit unseren deutschen Waren durchweg zu teuer sind, fallen uns unzählige Aufträge nicht mehr zu: Die große Gefahr ist dabei die, daß die ausländischen Käu­fer der deutschen Ware entwöhnt werden, uns die Märkte mehr und mehr verloren gehen und zahlreiche, bisher von uns gebrachte Artikel heute einwandfrei in den früheren Käuferländern nach­gemacht werden, weil sie von Deutschland wegen der Preislage nicht mehr bezogen werden können.

(Fortsetzung auf Seit« S)

Der Nevolutionsgeist der SA.

' K. Bremen, 20. April.

Es ist ein glückliches Zusammentreffen, datz zwei Tage vor dem Geburtstag des Führers Stabschef -Rühm in Berlin vor dem Diplomatischen Korps und der Aus­landspresse über die nationalsozia­listische Revolution und die SA gesprochen hat. Damit ist sinnfällig und un­mißverständlich zum Ausdruck gekommen, daß die SA die starke Willensträgerin und Willensvollstreckerin des Führers darstellt. Liefe offene Aussprache über den Geist und die Aufgaben der SA vor den Vertretern des Diplomatischen Korps und der auslän­dischen Presse war nicht nur außenpolitisch eine Notwendigkeit, sondern wird auch innenpolitisch in vielen Kreisen Klarheit geschaffen haben.

Die Ausführungen des Stabschefs werden aber auch dem Auslande gezeigt haben, datz der nationalsozialistische Staat mit der SA kein Versteckspiel zu treiben braucht. Was die SA soll und was sie ist, liegt offen vor aller Welt da. Die SA braucht nicht irgendwie getarnt zu werden, man hat nicht das Recht, mit den Augen zu zwinkern, wenn man von ihr spricht, und das Ausland hat auch nicht den Schein einer Berechtigung, etwa von geheimen Aufgaben der SA zu reden. Die SA ist die deutsche Truppe des absoluten Friedens. Aber darüber hat Rohm das Ausland kei­nen Augenblick im Zweifel gelassen: Sollte Deutschland angegriffen werden, dann wird nicht nur die Reichswehr, sondern das ganze deutsche Volk bis zum letzten deutschen Mann zur leidenschaftlichen und fanatischen Abwehr bereitstehen. D. h. also: Sollte ein Kriegstreiber in die Reichsgrenzen ein­brechen, dann wird auch die SA das große deutsche Einigungswerk, für das sie 14 Jahre gekämpft und geblutet hat, verteidigen und an der Front zu finden sein. Und der An­greifer würde Kräfte vor sich finden, die er bestimmt nicht unterschätzen darf. Wenn ge­wisse kriegslüsterne Kreise des Auslandes heute immer wieder auf die Existenz der SA hinweisen, dann zeugt dies nur von dem gewaltigen Respekt, den diese Organisation durch ihre Disziplin diesen Kreisen eingeflößt hat, und daß sie im vor­aus mit der Kraft der SA rechnen. Wie ver­schiedene Länder ihre Sicherheit auf Bajo­nette, Tanks und Kanonen aufbauen, so bauen wir unsere deutsche Sicherheit auf Menschen auf, die von fanatischer und hei­ligster Vaterlandsliebe und Operbereitschaft erfüllt sind. Blut und Gesinnung sind schließ­lich stärker als Material, das wohl Dinge und Menschen vernichten kann, nicht aber eine stolze Seele. Diese Erkenntnis basiert aus einer mehr als tausendjährigen Erfah­rung im Leben der Völker und ist, davon können wir überzeugt sein, im Ausland ge­nau so gefestigt wie bei uns. Deshalb ist es richtig, wenn in diesem Sinne Rühm von der SA als dem Garant des Frie- der. s gesprochen hat. Ebenso richtig ist es, da: der Stabschef diese letzte Bestimmung der SA nicht als ihre Aufgabe bezeichnet hat. Die Verteidigung des Vaterlandes als höchste Aufgabe der SA und des deutschen Menschen überhaupt ist eine Selbstverständ­lichkeit, über die man nicht zu diskutieren braucht.

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Hat somit der Stabschef in seiner groß­angelegten Rede dem Ausland aegenüber das Lügengewebe zerstört, mit dem man geflissentlich die SA umgab, so waren seine Ausführungen, die in dem Satz: „Die SA — das ist die national foziali st i-

ärmst Neues.-

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