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parteiamtliche ^geszeitung
NachrichtenblaN der Deutschen flrbeitssront Vremen
der Nationalsozialisten Vremens
flmtsbla» des Senats der Freien Hansestadt Vremen
Erj-emt 7mai wöchentlich. Monatsbezug: RM. 2.30 einschl. 3V Pf. Zustellungsgeb.; durch die Post RM. 2,36 emichl. Uberweisungsgeb., ausscht. Postbestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zu entrichten. Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung od. Ersatz. RS.-Gauv-rlag W°ser-EmS G. m. b. H.. Bremen. Geeren 6/8 / xx-rnsprech-r: 841 21 und öll 18.
Nr. rio / b. Jahrgang
Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
donnerstag, 50. Juli 1956
Anzeigen-Grundprcise: Die 22--mm-Zsils im Anzeigenteil 12 Ps., die 70-mm-Zeile im Textteil 75 Pf. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 6 (Nachlaßstasfel L). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-16 Uhr: Schristleitung Dienstag und Freitag 12)4-13)4 Uhr.
kinzelpreis 15 Npf.
der Spott Wegbereiter wabren friedens
ftstakt des Internationalen MMpIsälen Komitees
stuftakt in Verlin
Berlin. 30. Juli.
In der festlich geschmückten Aula der Berliner Friedrich-Wilhelm-Universitiit begann gestern in feierlichem Rahmen die allen Olym
Onsor lagvsspisgel
Das Internationale Olympische Komitee trat gestern zu seiner Eröffnungssitzung zusammen.
Die Olympische Fackel wurde von Ungarn auf österreichischen Boden getragen.
Reichsminister Rüst eröffnete in der Reichshauptstadt die Ausstellung „Sport der Hellenen".
In Berlin ist die Deutsche Akademie der Lustjahrtsorschung gegründet worden.
Unter Beisein des Stabschefs Lntze fand in Mannheim die Beisetzung der verunglückte» SA.-Männer statt.
Italien hat sich znr Teilnahme an der Fünf- Mächte-Konferenz bereit erklärt.
Aus Spanien komme« neue Meldungen über marxistische Greueltaten.
Die Atlas-Werke find bis 1SS8 voll beschäftigt.
Ei« überaus herzlicher Empfang wurde in Bremen den 299 anslandsdeutschen Arbeitern zuteil.
I» unserer Stadt weilte gestern siamesischer Prinzenbesuch.
Morgen trifft in der Hansestadt eine französische Volkstumsgruppen ein.
Denn das deutsche Volk nimmt in seiner Gesamtheit Anteil an dem großen sportlichen Wett- kamps der Welt. Dieser Wettkamps wird aus- getragen im Stolz aus die eigene Leistung, verbunden mit der Achtung vor den Leistungen der Mitkämpfer und den Nationen, für die sie antreten. Möge dieser Geist sich immer mehr aus die Nationen selbst übertragen, daß sie bei allem Stolz aus die eigene Leistung ehrlich und neidlos die Leistungen der anderen anerkennen und Achtung hegen vor deren nationalen Eigenarten.
Dieser Geist ist würdig des hervorragenden Gründers der modernen olympischen Spiels, des
Barons de Conbertin, der heute mit berechtigtem Stolz auf das von ihm geschaffene Werk blicken kann. Diesem Geist als Wegbereiter wahren Friedens, der unserer gequälten Welt so bitter nottut, aus Anlag der Olympischen Spiele besonderen Ausdruck verleihen zu können, ist nicht nur den aktiven deutschen Teilnehmern, sondern dem ganzen deutschen Volke als Gastgeber eins tiese Befriedigung. Die Olympische Glocke ist eine Glocke des Friedens. Sie trägt die Worte: „Ich rufe die Jugend der Welt!" Namens des Führers und des deutschen Volkes darf ich diese Worte variieren in: „Ich grüße die Jugend der WeltI"
Das Olympische Komitee hat den Dank des deutschen Volkes für den vollen Einsatz verdient,
mit dem es die Organisation der XI. Olympischen Spiele in Berlin vorbereitet hat. Wir wissen um die Schwierigkeiten vielseitigster Art und sind glücklich darüber, daß sie überwunden sind und die Olympischen Spiels nun ihren Lauf nehmen können in Erfüllung ihrer Mission an den Völkern. Ich erkläre die Tagung des Internationalen Olympischen Komitees für eröffnet." — Nach dem Stellvertreter des Führers nahm
Skaatskommissoc Vr. tippert
das Wort: „Namens der Reichshauptstadt, die die Ehre hat, Schauplatz und Mittelpunkt der Olympischen Spiele 1936 zu sein, begrüße ich Sie.
(Fortsetzung auf Seite 2)
fieutsche fitzavemle Ver tuftfalMforschung
Ver sülirer überträgt die Leitung der neuen kinrichtung üeneraloberst ööring
pischen Spielen vorausgehende Tagung des Internationalen Olympischen Komitees, die von ihrem Präsidenten Graf Baillet-Latour geleitet wurde. Im Auftrage des Führers hieß sein Stellvertreter Reichsminister Hetz die Mitglieder des Internationalen Komitees, die Teilnehmer an den Olympischen Spielen und alle ausländischen Gäste willkommen. Namens der Reichshauptstadt begrüßte sie Staatskommissar Dr. Lippert, namens des Organisationskomitees dessen Präsident Staatssekretär a. D. Dr. Lewald, namens des Deutschen Olympischen Aus- schusses der Reichssportsührer von Tschammer und Osten.
Dem Festakt wohnten das Präsidium, der Vollzugsausschuß und fast alle Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees, ferner die diplomatischen Vertretungen fast aller an den Olympischen Spielen beteiligten Länder, die Präsidenten der internationalen Sportverbände, die Mannschaftsführer der bereits in Berlin einge- troffenen olympischen Kämpfer und deutscherseits Reichsminister Frick, Reichsleiter Vouhler,' die Staatssekretäre Pfundtner und Funk,, der stellvertretende Gauleiter Vörlitzer und viele andere Persönlichkeiten von Staat und Bewegung bei.
Vor der Aula hatte sich eine nach Tausenden zählende Menschenmenge eingesunken. Der olympische Ehrendienst bildete Spalier. In der Aula prangte hinter dem mit blauen Hortensien- büschen und Lorbeerbäumen bekleideten Rednerpult die olympische Fahne, zu beiden Seiten flankiert von den Fahnen des neuen Deutschlands. Kurz vor 16 Uhr geleitete der stellvertretende Rektor der Universität Pros. Koppe den Stellvertreter des Führers in den Saal. Die Festsitzung begann mit dem Einzug der Komiteemitglieder. Präsident Gras Baillet-Latour nahm zwischen dem Stellvertreter des Führers und dem Reichssportsührer vor dem Rednerpult Platz. Mit dem Andante Cantabile aus der -X- Dur-Sinfonie von Ludwig van Beethoven wurde die Sitzung eingeleitet. Dann nahm der Stellvertreter des Führers
Neichsminisler NuSols steh
das Wort: Er führte aus: „Als Vertreter des Führers des deutschen Volkes und deutschen Reichskanzlers, des Schirmherrn der XI. Olympischen Spiele und in seinem besonderen Auftrage heiße ich die Mitglieder des Internationalen Komitees sowie die Teilnehmer an den Olympischen Spielen aus dem In- und Nur.ande herzlich willkommen. Tanz besonders begrüße ich namens des Führers und zugleich namens des deutschen Volkes unsere Gaste aus dem Auslande, die zu diesem friedlichen Wettbewerb der Völker hier in der deutschen Reichshauptstadt erschienen sind. Wir freuen uns. mit ihnen sportliche Kameradschaft zu pflegen und persönliche Beziehungen anzuknüpfen. Sie werden nicht nur in der Festfreude in Berlin, sondern überall in Deutschland aus ehrlichem Herzen freudig empfangen werden.
Berlin, 39. Juli.
Der Führer und Reichskanzler hat die Gründung einer Deutschen Akademie der Luftfahrt- forschung angeordnet. Der Reichsminifter der Luftfahrt Generaloberst Eöring hat die näheren Anordnungen über diese Akademie erlassen.
Nach den Satzungen vereint die Akademie namhafte auf dem Gebiet der Ingenieur- und Naturwissenschaften im Dienste der Luftfahrtforschung tätige Gelehrte und Ingenieure, um in Gemeinschaftsarbeit die wissenschaftlichen Grundlagen der Luftfahrttechnik zu erweitern und die praktische Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse zu fördern. Die Arbeitsweise der Akademie schließt sich den Methoden der alten großen Akademien an: Neben größeren Gemeinschaftsarbeiten wissenschaftlicher Art werden durch die ordentlichen Mitglieder auf hoher wissenschaftlicher Warte stehende Pslichtvorträge in geschlossenen Teilnehmerkreisen gehalten werden. Hierbei wird von den einem größeren Kreise zugänglichen Sitzungen der Akademie der Luftfahrtforschung jährlich eine zum Gedenken an den Tag der Freiheit der deutschen Luftfahrt, den 1. März 1938, stattfinden.
Bemerkenswert für die weitreichende Aufgabenstellung der neuen Akademie ist die Tatsache, daß die gewonnenen Ergebnisse der gan
ze« deutschen Luftsahrtsorschung in der Regel erstmalig im Kreise der Akademie einem größeren Fachkreise bekanntgemacht werden sollen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse der Arbeiten der Akademie werden in geeigneter Form veröffentlicht.
Der Führer und Reichskanzler hat die Leitung der Akademie dem Reichsminifter der Luftfahrt Generaloberst Eöring übertragen, der als Präsident mit der ihm eigenen Tatkraft in wenigen Tagen die zur Bildung der Akademie notwendigen Maßnahmen zur Durchführung brachte. Zu einem der beiden Vizepräsidenten der Akademie wurde der Staatssekretär der Luftfahrt, General der Flieger Milch, ernannt, ein weiterer Vizepräsident und der Kanzler der Akademie werden in nächster Zeit aus den Kreisen der Luftfahrttcchnik ernannt werden.
Die Deutsche Akademie der Luftsahrtsorschung wird eine Auslese der besten Wissenschaftler Deutschlands darstellen. Daneben wird sie aber auch ganz besonders bedeutende Männer der ausländischen Wissenschaft in sich vereinen.
Zum ersten Male wird hier ein Gebiet der Technik, dessen grundlegende Arbeitsbedingungen ganz einzigartig sind, in derjenigen Arbeitsform zusammengefaßt, die sich auf den Gebieten der
Geistes- und Naturwissenschaften in den großen deutschen Akademien, insbesondere der preußischen und bayrischen Akademie, aber auch im Auslande in Jahrhunderten bewährt hat. Die Technik des Luftfahrzeuges, seiner Hilfsmittel und Ausrüstungen umspannt weite Gebiete von den allgemeinen Wissenschaften bis zu einer speziellen Technik, deren innere Arbeitsbedingungen und deren Zielsetzung sich grundsätzlich vom Wesen der. allgemeinen, eingebundenen Technik unterscheiden.
Der die Bildung der neuen Akademie einleitende Erlaß öes'Reichsministers der Luftfahrt. Generaloberst Eöring, hebt als Erundaus- gabe der Akademie das Ziel hervor, wertvolle wissenschaftliche Beiträge zu liefern für die Ueberwindung von Raum und Zeit durch den Menschenflug. Diese Aufgabenstellung ragt in die weiten Fernen, in kommende Jahrzehnte und Jahrhunderte. Sie zeigt nachfolgenden Geschlechtern unseres Vaterlandes, aber auch der großen Welt, einneuesZiel,?o wie es einst die alten großen Akademien der Wissenschaften für die Geistes- und Naturwissenschaften getan haben und noch heute tun.
Kämpfen für die Ueberwindung von Zeit und Raum durch den Menschenflug heißt kämpfen für die Zukunst des eigenen Volkes und hierdurch sür den Fortschritt der ganze» Menschheit.
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Veutschland ist bereit!
Me Nationen der Welt unsere Löste
tzlv. Mit herrlichen landschaftlichen Schönheiten geschmückt, geziert durch einen Kranz schönster Städte, zeugend von Kunstsinn und gepflegtestem Geschmack ihrer Bürger, ein Land. gesegnet durch den Fleiß und die schöpferische Lebenskraft seiner Bewohner — so rüstete sich Deutschland zum Empfang der sportlichen Vertreter aus 63 Nationen d4r Erde.
Als Baron Pierre de Coubertin, der Schöpfer und Gestalter der Olympischen Spiele der Neuzeit, nach langwierigen Bes mühungen seinen Plan zur Durchführung -brachte, schwebte ihm — über das in der Antike nur für Griechenland gültige olympische Friedensideal hinausgehend — die durch den Sport an sich naturgemäß gegebene Verständigung der Völker vor Augen. Diesem hohen Ziel dienend, sollten die Olympischen Spiele Weltfeste sein, auf denen der Glaube, an Frieden seine natürliche Stärkung erfuhr.
So wie das nationalsozialistische Deutschland unter seinem Führer Adolf Hitler — aufbauend auf den selbstverständlichen Begriff seiner Ehre — in all seinen außenpolitischen Aktionen den Frieden und die Verständigung der Völker zu fördern strebte, so konnte hier der olympische Gedanke nur seine glücklichste Auslegung finden. 53 Nationen der Welt sahen auf Deutschland, auf ein Land, das nach dem beispiellosen Aufstieg seit 1933 von so manchem mißverstanden wurde und über das außerdem eine gewisse Auslandspresse immer wieder nicht den Tatsachen entsprechende Nachrichten verbreitete. Deutschland kannte seine Verpflichtungen, als es die Organisation der Olympischen Spiele 1936 übernahm. Wie aus all dem, das die nationalsozialistische deutsche Regierung zur Gestaltung in ihre Hände nahm, Werke erwuchsen, die weit hinausragten über das Durchschnittsmatz vergangener Jahre, so gab Deutschland nur sein Bestes her, um den Rahmen der Veranstaltungen der 11. Olympischen Spiele zu einem einmaligen Erlebnis zu formen. Im neuen Deutschland gibt es nichts Unerreichbares. Arbeit und unerschütterlicher Wille sind die Grundlagen unserer großen Erfolge. Die herrlichen Schöpfungen in Garmisch-Partenkirchen für die Olympischen Winterspiele, die gewaltigen Bauten des Reichssportfeldes, überragt von dem bis zu 115 000 Menschen fassenden Olympia- Stadion für die Sommerspiele der 11. Olympiade, die Bauten in Grünau und Kiel für die Ruder-, Kanu- und Segelkämpse, die ihresgleichen in der Welt suchende Deutschlandhalle für die saalsportlichen Ereignisse — all diese Werke stellen die Krönung des großen Verantwortungsbewußtseins Deutschlands seinen Gästen gegenüber dar.
Es ist viel über das Olympische Dorf geschrieben. Jeder weiß von den begeisterten Worten der Sportler aller Nationen über die herrliche Unterkunft, die es diesen gestattet, fernab von dem Trubel der Großstadt zwischen den Kämpfen in der herrlichen Ruhe des Waldes Erholung und neue Kraft zu finden. Die bis ins Kleinste geregelte Verpflegung in Händen der bewährten Köche und Stewards des Norddeutschen Lloyd gibt den Sportvertretern der verschiedenen Länder auch in der Fremde die Möglichkeit, ihre Nationalgerichte zu sich zu nehmen, eine Angelegenheit, deren Wert man nicht unterschätzen darf. Größte Bedeutung ist von allen maßgeblichen Stellen dem Umstand zugemessen, daß jedem Sportler Unterhaltung und Bequemlichkeit geboten werden müssen. Wie dankbar diese für die liebevolle Behandlung sind, ist schon des öfteren wiedergegeben worden. Man geht nicht zu weit, wenn man behauptet, daß die Unterkunfts- und Verpsle- gungsfrage in geradezu hervorragender Form gelöst ist.
Daß bei der ungeheuren Anteilnahme dieser Weltspiele in allen Ländern der Erde, die teils nur unter großen Opfern ein Riesenauf- gebot ihrer besten Sportler und Sportlerinnen nach Deutschland schicken, auch die sportliche Seite der Veranstaltungen nur Hervorragendes bieten kann, erscheint nach den Trainingsberichten nicht nur wahrscheinlich.
Wie der olympische Gedanke es will, werden die Weltbesten im friedlichen Sportkampf ihre Kräfte messen zur Ehre ihres Landes. Und das ist das Herrliche bei den olympischen Kämpfen, daß jeder Sportler als Vertreter seines Volkes mit dem festen Willen, für seine Nation zu siegen, an den Start geht, und dennoch all diese vielen „Gegner" beste Kameraden sind, die sich verstehen und in der Achtung ihrer gemeinsamen