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parteiamtliche Lageszeitung
liachrrchtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Bremen
Erscheint 7ma! wöchentlich. Monatsbezug: RM. S.ZO einschl. Zv Ps. Zustellungsgeb.: durch die Post RM. 2,30 ernschl. uberwersungsgeb., ausscht. Postbestellgeld. BenuqTpreis ist im voraus zu entrichten. Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung od. Ersatz, i RL.-Gauberlag W-s«r-Ems G. m. b. H.. Bremen. Seeren 6/8 / Fernsprecher: 511 SI und 511 15.
Nr. ros / 6. Jahrgang
der Nationalsozialisten Bremens
Amtsblatt des Senats der Lreien Hansestadt Bremen
Das amtliche verkundungsblatt des Nelchsstatchalters m Oldenburg und Bremen
Anzeigen-Srundpreise: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 Ps., die 7v-mm-ZeiIe im Textteil 75 Ps. Ermäßigte Grundpreise (sür kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis- liste 6 (Nachlaßstaffel L1 Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschlutz I6llhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schriftleitung Dienstag und Freitag 125L-1Z1L Uhr.
Menstag, 28. Juli ISIS
kinzelpreis 15 Npf.
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Der Führer hat für die heimgekehrte« Flüchtling« aus Spanien 56KVV Mari znr Verfügung gestellt.
Gauleiter Bohle erlügt einen Aufruf zur Hilfeleistung für die Spanien-Deutsche». Kreuzer „Köln" und die 2. Torpedobootsflottille sind nach Spanien unterwegs.
Eden gab im Unterhaus wichtige Erklärungen zur Fünf-Mächte-Konferenz ab.
Die Zahl der Todesopfer, die das Kraftwagenunglück des Mannheimer SA.-Sturmes forderte, hat sich auf 2t erhöht.
Der Kreispropagandaleiter ruft Bremens Bevölkerung zur Veflaggung der Stadt auf. Der bremische Senat überreichte in einem Festakt 17 jungen Schiffsingenieuren die Patente.
In Cuxhaoen trafen die „Vrema" und die „Aschanti II" ein.
2er Zweck der Kreispartetta-e
Wichtige Ausführungen unseres Gauleiters i« Papeuburg
Papenburg, 28. Juli.
In der festlich geschmückten alten Schifferstadt Papenburg fand am Sonntag der Kreisappell der NSDAP. Aschendorf-Hümmlmg statt, zu dem auch Gauleiter Növer erschien, der in längeren Ausführungen Sinn und Zweck der Kreisparteitage behandelte. Diesen falle die Aufgabe zu, die politllchen Leiter, Amtswalter und überhaupt alle Volksgenossen, die gewillt seien, am Aufbau- werk des Dritten Reiches tatkräftig mitzuwirken, neu auszurichten. Nach einem Rückblick auf die . Entwicklungsjahre der Partei vom Jahre 1923 bis heute betonte unser Gauleiter, daß es keine kleinen Tagesfragen seien, die die Kreisappelle bewegten, sondern daß es sich darum handle, an der Zukunft unseres Volkes auf Jahrhunderte und Jahrtausende gestaltend mitzuwirken. Er streifte dann noch die Klassen- und Standesunterschiede, die in der Systemzeit znr Bewertung des Menschen herangezogen wurden, und betonte, daß heute der Mensch nicht nach Stand, Geburt und Besitz, sondern nach Leistung und Gesinnung bewertet werde. Reich sei der, der innerlich stark sei, der den Glauben habe an ein ewiges Deutschland und der bereit sei, für dieses Deutschland zu kämpfen und — wenn es sein müsse — zu sterben.
Reicher Beifall lohnte die Ausführungen des Gauleiters. Nachdem der Gauleiter noch sechs Fahnen der Bewegung geweiht hatte, dankte Kreisleiter Buscher für die trefflichen Ausführungen und legte namens der Versammelten das Gelöbnis ab, wie bisher so auch in der Zukunft für Adolf Hitler und seine Idee zu kämpfen. Als Abschluß der Kundgebung fand ein Vorbeimarsch der Formationen an dem Gauleiter statt, den dieser vor dem Hotel „Hilling" abnahm.
ftI. und Nekchsju-endbund
Eine Vereinbarung zwischen dem Reichsjugend- führer und dem Reichssportsührer
R. Berlin, 28. Juli.
Zwischen dem Reichsjngendsiihrer und dem Reichssportführer wurde, wie wir erfahren, eine Vereinbarung getroffen, die das Verhältnis zwischen Hitlerjugend, Jungvolk und den Jugendgruppen des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen klärt. Die Betreuung der deutsche» Jugend bis zum 11. Lebensjahre soll künftig allein dem Jungvolk vorbehalten bleiben.
Der Reichssportführer hat mit dieser lleberein- kunft erreicht, daß alle deutschen Jugendlichen ohne Ausnahme körperliche Erziehung genießen, da der Reichsbund dem Jungvolk alle hierzu notwendigen Räumlichkeiten und Einrichtungen zur Verfügung stellt. Das Jungvolk wird seinen Sportbetrreb danach auf die,enigen Sportarten ausdehnen, die von ihm bisher nicht betrieben wurden. Alle die HJ.-Mitglieder, die gleichzeitig Mitglieder der Jugendqruppen des Reichsbundes sind und bis zum 16. Lebensjahr das Leistungsabzeichen nicht erworben haben, werden für eine weitere Betätigung im Rcichsbund zurückgestellt. Die Reichsbunhjugend wird ferner keine Fahnen führen und auch keine Märsche veranstalten. Auch die Durchführung der weltanschaulichen Schulung und die Veranstaltung von Heimabenden bleibt allein der Hitlerjugend vorbehalten. Wettspiele, die von den Jugendgruppen des Reichsbundes für Leibesübungen ausgeschrieben werden, sind . nur für deren Mitglieder offen. Diese Regelung wird für den Bund Deutscher Mädel,
sinngemäß auch ,
und den Mädelgruppen des Reichshundes für Leibesübungen angewandt werden.
sür die loten der „wagten"
Hamburg, 28. Juli.
In Hamburg versammelten sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Auslandsorganisation der NSDAP., Amt Seefahrt, Abschnitt Elbe, und der DAF. Auslandsorganisation Sachwaltung Seeschiffahrt, im Sitzungssaal des Hauses der Seefahrt zu einer Gedächtnisstunde für die gebliebenen Kameraden vom Dampfer „Wagrien". Nach einleitenden Worten des Abschnittsleiters Pg. Homberq. sprach Pg. Geerk e. Er schilderte den heldenmütigen Einsatz deutscher Seeleute, die ihre Arbeit für Deutschland so oft mit ihrem Leben bezahlen mußten.
Zielsetzung für die füns-Mchte-sionferem
krklörungen im Unleriiaus
London, 28. Juli.
Am Montagnachmittag fand im Unterhaus die letzte außenpolitische Aussprache vor Beginn der Parlamentsserien statt. Nach der üblichen Fragezeit erhob sich Außenminister Eden, um die mit Spannung erwartete Erklärung über die englische Außenpolitik abzugeben. Eden wandte sich sofort der geplanten Konsercnz der fünf Locarno- mächte zu, die er als den wichtigsten Abschnitt der internationalen Lage bezeichnete.
Seit der Wiederbesetzung des Rheinlandes durch Deutschland sei es das stete Bestreben der britischen Negierung gewesen, Verhandlungen in Gang zu bringen. Sie habe es für ihre Pflicht gehalten, aus einer Periode der Schwierigkeiten eine solche der Gelegenheiten zu schaffen, und in diesem Geiste habe sie seit der Londoner Konferenz im März ständig gehandelt. 2n diesem
Geist habe sie auch dem llebereinkommen vom 18. März zugestimmt. In demselben Geist habe sie gewisse Fragen an die deutsche Negiern ng gerichtet. 2n dem gleichen Geist sei auf der Völkerbundsverfammlung im letzten Monat die Möglichkeit eines weiteren Zusammentreffens der Locarno-Mächte erwogen worden. Die britische Regierung sei sich klar darüber gewesen, daß eine Konferenz nur eines Teiles der Locarno-Mächte eine begrenzte Tagesordnung im Vergleich zu der Fünf-Mächte-Konferenz haben müßte, um ein konstruktives Ergebnis zu haben. Dies sei notwendig gewesen, um Mißverständnisse zu vermeiden.
Die ausgegebene Verlautbarung zeige, daß man nunmehr endgültig sich der Zukunst hingewandt habe, und sich nicht aus die Vergangenheit beschränke. Er wünsche zu unterstreichen, daß diese Ansicht von allen Teilnehmern dieser Zusammenkunft geteilt worden sei, und er sei überzeugt, daß der Wunsch, ein neues Locarno
herbeizuführen und zu einer europäischen Regelung zu gelangen, von den sranzösischeu und den belgischen Ministern ebenso sehr empfunden werde wie von den Engländern.
Eden berührte dann die Ilnterrichtung der deutschen und der italienischen Regierung und erklärte, die britische Regierung sei sicher, daß jedes Mitglied des Hauses eine günstig« Antwort dieser beiden Regierungen erhoffe. Bezüglich der Zukunft wünsche er jedoch ein Wort der Warnung hinzuzufügen. Ein vorbereitendes Stadium, und zwar ein wichtiges, sei zu Ende geführt worden. Abex. es sei immer nur ein vorbereitendes Stadium. Das Vorwort, so hoffe er, sei gut verfaßt. Die eigentlichen Kapitel des Buches müßten erst noch geschrieben werden. Wenn die Einladungen angenommen würden, würde eine Uebereinstimmung über das Ziel im allgemeinen herbeigeführt sein. Aber die Methoden, um es zu erreichen, würden noch viel Schweiß und viel Beratungen erfordern. (Fortsetzung auf Seite' 2)
Mfer, schön und würdig
Franz GutSmiedl, „KdF."-Beaustragter für Landwirtschaft, schreibt in der NSK., dem Pressedienst der NSDAP.:
Das deutsche Dorf an sich galt noch immer als schön; aber es hatte nicht erst in den Jahren der Verfallzeit, sondern weit darüber hinaus bis auf ganz wenige Teile Deutschlands mit stark betonter Eigenart, wie z. V. in Niederdeutschland oder den Gebirgsgegenden, die fernab., vom Verkehr liegen, seinen ursprünglichen, arteigenen, bäuerlichen und deutschen Charakter verloren. Es war etwas Fremdes in die deutsche Landschaft gekommen, das sich nicht nur in der äußeren Form
des fützrers tiefempfundenes velleld
Aas Furchtbare Krastwagenunglück des Mannheimers??. Sturms forderte 24 lodesopfer - vericht eines Augenzeugen
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Kreuzer „Köln" und 2.1orpedoboors- flottille noch Spanien entsandt
Berlin, 28. Juli.
Kreuzer „Köln" und die aus drei Booten bestehende 2. Torpedobootsflottille sind zur Unterstützung der Panzerschiffe „Deutschland" und „Admiral Scheer" in die spanischen Gewässer entsandt. (Meldungen über die Vorgänge in Spanien auf Seite 2.j
Freudenstadt, 28. Juli.
Die Zahl der Todesopfer bei dem Autounglück des SA--Sturmes 18/171 auf der Besenfelder Steige hat sich aus ingesamt 21 erhöht, da in der vergangenen Nacht noch ein weiterer Toter aufgesunden und drei Verunglückte in den Krankenhäusern gestorben sind.
Der Führer und Reichskanzler hat an Stabschef Lutze folgendes Telegramm gerichtet: „Zu dem schweren Unglück im Schwarzwald, das der SA. so viele brave Männer geraubt hat, spreche ich Ihnen meine herzlichste Anteilnahme aus und bitte Sie, den betroffenen Familien den Ausdruck meines tiefempfundenen Beileids zu übermitteln. Adolf Hitler.»
Zu dem Unfall erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Dem Lastwagen voraus fuhr mit dem Motorrad ein Signalfahrer mit Beiwagen. In Väsenfeld stieg noch ein Gruppe von Mädchen aus der Stuttgarter Gegend zu, die von einer Fußwanderung ermüdet um Mitnahme bis zur nächsten Bahnstation bat. Die ersten vier Kilo- meter von Vesenfeld her legte der Wagen durch die Steilheit der Straße wie im Fluge zurück. Dabei streifte der Wagen schon die Einfassung der rechten Straßenseite und der Anhänger geriet stark ins Schwanken.
Der Signalfahrer, der auf dem Motorrad mit seinem Kameraden vorausfuhr und selbst bereits eine Geschwindigkeit von rund 60 Kilometer erreicht hatte, erzählte: „Wir sahen mit Grausen die flugartige Fahrt unserer Kameraden. Immer näher kam 'der Lastwagen, schon überholte er mich, der ich doch mit gedrosselter Maschine dieses Tempo fuhr. Mit Furcht und Schrecken gewahrten wir den schwankenden Anhänger und glaubten, daß entweder wir oder das neben dem Lastfahr-
zeug uns entgegenkommende Motorrad mit Beiwagen jetzt von dem schwankenden Anhänger ersaßt würden. Der Lastwagen mit dem Anhänger wurde dann aus der Kurve nach rechts hinausgetragen. 4V Meter fuhr er schon auf dem Straßenrand entlang.
Nur noch die linken Räder haben einen Halt, die rechten hängen schon in der Luft über dem Abgrund. Es handelt sich nur um Bruchteile von Sekunden: Ueber die Randsteine hinweg saust das Fahrzeug, der Anhänger «eigt sich schon stark nach rechts, dann folgt der Absturz etwa fünf Meter tief die Böschung hinunter in den Wald hinein. Von den sich überschlagende» Fahrzeuge» wird ein Baum mitsamt der Wurzel herausgerissen, an einem anderen bleibt der Motorwagen stehen. Vor unseren Augen — so erzählt der Motorradfahrer — waren Wagen und Mann für einen Augenblick wie vom Erdboden verschwunden."
24 Todesopfer, darunter ein Mädchen des BDM., waren bei dem Unglück zu beklagen. Sofort leisteten die unverletzt gebliebenen beiden Motorradfahrer ihren Kameraden die erste Hilfe. Vorbeifahrende SS.-Männer in Zivil riefen Hilfe herbei, hielten Fahrzeuge zur Beförderung der Verletzten ins Krankenhaus an und sperrten die Straße ab. Der Bürgermeister von Röth eilte mit einigen Einwohnern zu Hilfe. Die leichtverletzten SA.-Männer krochen selbst den Hang herauf und halfen dann tapfer mit, ihre Kameraden zu bergen, die man oben an den Hang legte. Alsbald waren außer der Polizei auch Aerzte und Sanitätsmannschaften aus der Umgebung, die Freudenstädter SA. und der Arbeitsdienst von Baiersbronn zur Stelle.
Gestern vormittag besuchte der Führer der SA.- Eruppe Siidmest, Gruppenführer Luik, die
Unfallstelle des Mannheimer SA.-Sturms. Als Vertreter der württembergischen Regierung erschien Staatssekretär Waldmann.
selegramm unseres Lruppensülzrers
Bremen, 28. Juli.
Gruppenführer Vöhmcker sandte aus Anlaß des tragischen Unglücks des Mannheimer SA.- Sturmes folgendes Telegramm an die SA.- Eruppe Kurpsalz:
„Erschüttert vom furchtbaren Unglück, das die Gruppe Kurpfalz durch den tragischen Tod von über 20 SA.-Männern betroffen hat, spreche ich meinen und meiner Gruppe herzlichstes Beileid aus. Für die Genesenden stelle ich zehn Freiplätze für 14 Tage zur Verfügung, gez. Vöhmcker, Gruppenführer."
Überführung nach Mannheim
Röth, 28. Juli.
Nach einer ernsten, würdigen Feier wurden die 23 toten SA.-Männer am Montag von Röth aus in ihre Heimat übergeführt.
Nach dem Eintreffen der toten Kameraden aus Freudenstadt und Forbach sprach Brigadeführer Ziegler - Karlsruhe einen tiefempfundenen Nachruf und legte einen Kranz an den Särgen nieder. Im Auftrage des Führers der Gruppe Kurpfalz übernahm ein Standartenführer das Geleit der Toten in die Heimat. Im Auftrage des Gauleiters von Württemberg, Reichsstatthalters Murr. überbrachte Staatssekretär Wald - mann einen prächtigen Kranz. Für die würt- tembergische Ctaatsregierung legte Ministerialdirektor Dr. Dill einen Kranz an den Särgen nieder. Das Lied vom guten Kameraden schloß die ernste Feier.
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V-r Häuser, Höfe, Gärten und Dorfplätze, sondern auch im bäuerlichen Hausrat, in Kleidung, Sitte, Brauch und schließlich in allen Erscheinungen dörflichen Lebens zeigte. Von den verschiedensten Stellen wurden immer wieder Pläne zur Verschönerung von Dorf und Landschaft aufgestellt, die im einzelnen und vorübergehend Wandel schufen, aber doch nicht das Uebel an der Wurzel fassen und eine radikale Um- und Neuformung herbeiführen konnten.
Allerdings, mit einem schönen Kleid ist es nicht getan. Aber das allein zu geben, ist auch nicht Zweck und Ziel der Dorfverschönerungsaktion der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Denn der Sinn dieser Aktion ist, das deutsche Mnsterdorf zu schassen, d. h. ein Dorf, das in allen seinen Teilen mustergültig und damit beispielgebend ist. Damit ist schon gesagt, daß es sich hierbei nicht nur darum handeln kann, dem Ganzen das Gesicht von äußerer Ordnung, Sauberkeit und Schönheit zu gehen. Es kommt ebensosehr darauf an, daß die Wohn- und Jnnenkultur genau so ordentlich, sauber und schön ausgerichtet ist, daß die Vevölkerungs- und gesundheitlichen Verhältnisse vorbildlich sind, daß die wirtschaftlichen Anlagen den Zweck und Sinn landwirtschaftlicher Erzeugung aufs beste zum Ausdruck bringen, daß die verkehrstechnifchen Gegebenheiten nicht störend in die Landschaft eingreifen, und daß endlich auch die Menschen im Betrieb, Betriebsführer und Gefolgschaft, in Leistung, Charakter, sozialem Verständnis und gegenseitiger Achtung echt deutsche Art verkörpern.
In diesem Jahre wurde das Gau-Musterdorf ausgewählt — und zwar meistens vom Gauleiter selber —, weil erst einmal ein Anfang gemacht werden mußte. 2m nächsten Jahr wird aus den gesamten Kreismusterdörfern eines jeden Gaues das in allen Punkten schönste, d. h. mustergültige Dorf als Gau-Musterdorf bestimmt. So reiht sich ein Kreis an den andern, und im edlen Wettstreit aller kommen wir endlich zum schönsten deutschen Dorf, dem deutschen Musterdorf.
Was in diesem Jahre geschaffen wurde, ist selbstverständlich nur ein Anfang und konnte auch nur von außen durchgeführt werden. Es kam erst einmal darauf an, den Gedanken sichtbar werden zu lassen. Das Wesentliche ist, daß hier versucht wird, auf dem Wege der Selbsthilfe durch Gemeinschaftsarbeit von Partei und allen ihren Gliederungen und Verbänden, Reichsnährstand und Behörden ein Werk zu schaffen, das zugleich Ausdruck bester nationalsozialistischer Aufbauarbeit ist.
Es wurde zunächst mit einer reinen Lntrüm- pelungs-, Säuberung?- und Verschönerungsaktion begonnen, die, obwohl sie an die primitivsten Forderungen, die wir an Ordnung, Sauberkeit und Schönheit stellen, appellierte, doch mit großer Begeisterung aufgenommen und mit vorbildlichem Eifer durchgeführt wurde. Eine . Arbeit ergab sich sofort aus der anderen. Da wurden Landarbeiterwohnungen neu hergerichtet, Euts- anlagen und -Höfe mustergültig gestaltet, Straßen ausgebessert oder neu angelegt, Brücken gebaut und Flüsse reguliert, störende Telephonmasten verschwanden, an deren Stelle unterirdische Kabel traten, die Bahnhöfe wurden durch gärtnerische Anlagen verschönert, Sport- und Schwimmanlagen geschaffen und Gemeinschafts-