Ausgabe 
(25.7.1936) Nr. 205
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parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront Dremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Vremen

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Sfs.-Gauvcrlag W°,er-Ems G. m. b. H.. Bremen. G-eren S/8 / Fernsprecher: 54121 und 51115.

Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchaiters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 205 / 6. Jahrgang

Sonnabend, 25. Juli 1SZS

kinzelpreis 15 Npf.

lleutsche Kriegsschiffe nach Spanien ausgelaufen

Sie übernehmen den Schutz der

27 Volksgenossen Kastentlassen

Berlin, 25. Juli.

Die deutschen PanzerschiffeAdmiral Scheer" undDeutschland" find ausgelaufen und werden in wenigen Tagen vor der spanischen Küste ein­treffen, um dort den Schutz der deutschen Reichs- ungehörigen zu übernehmen.

ttnssr lagesspiegsl

Die Rest-Locarnomächte haben Deutschland zur Fünfmächtekonferenz eingeladen.

Die PanzerschiffeAdmiral Scheer" und Deutschland" sind zum Schutze der Reichs­deutschen nach Spanien ausgelaufen.

Die spanische Militärgruppe meldet einen umfassenden Luftangriff auf Madrid. Zwischen Deutschland und Oesterreich begin­nen demnächst Wirtschaftsbesprechungen.

In Leipzig wurde der Weltgesliigelkongretz eröffnet.

Die Hochseefischerei wird langsam aus den Frischsischfang umgestellt.

I« Bremen wurde unter großer Beteiligung Sturmbannführer Stark zu Grabe getragen. Morgen wird die Olympia-Ausschmückung Bremens vollendet sein.

Die 434 Mann starke Olympiamannschaft der Amerikaner wurde in Berlin festlich emp­fangen.

Die Olympiafackel traf gestern in Saloniki ein.

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Wie aus Heudaye gemeldet wird, hat die Un­gewißheit, die an der spanisch-französischen Grenze wegen der Lage der ausländischen Missionen in Sän Sebastian herrscht, jetzt schlimmsten Be­fürchtungen Platz gemacht. Dia Vertretungen Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs sollen isoliert sein. In den Kellern des franzö­sischen Gebäudes sollen sich zahlreiche französische und ausländische Flüchtlinge befinden. Ein fran­zösischer Torpedovootszerstörer werde erwartet, der die Geflüchteten an Bord nehmen soll.

Einer späteren Meldung zufolge wurden 53 deutsche Staatsangehörige in Sän Sebastian gestern auf Veranlassung der deutschen Botschaft an Bord eines englischen Kreuzers nach dem be­nachbarten französischen Hafen St. Jean du Luz gebracht.

Ueber die Lage der Deutschen in Mbdrid be­richtet Gesandtschaftsrat Schwendemann. daß auf Grund mehrfacher Interventionen die Polizei- direktion der deutschen Botschaft Zusicherungen in der Richtung abgegeben hat, daß Haussuchungen, Beschlagnahmen und Verhaftungen nicht willkür­lich erfolgen dürfen und daß entsprechende An­weisungen an alle Polizeiorgane, einschließlich der roten Miliz, gegeben wurden. Die Polizeiorgane und die Bevölkerung wurden weiter aufgefordert, alle Ausländer zuvorkommend zu behandeln.

Von den bisher verhafteten Reichsdeutschen, de­ren Zahl nach den letzten Nachrichten sich auf 2g erhöht hatte, sind 27 nach kurzem Ermittlungs­verfahren auf Grund der Interventionen der Botschaft wieder freigelassen worden. Gegen zwei Reichsdeutsche schwebt noch ein Ermittlungsver­fahren. Wenn auch im übrigen verschiedene Haus­suchungen und Bedrohungen Reichsdeutscher statt­gefunden haben, sind Verwundungen und Todes­fälle bisher nicht bekanntgeworden. Eine An­zahl Reichsdeutscher, die besonders gesährdet er­schien, hat Aufnahme in der deutschen Botschaft gesunden, wo sie auch verpflegt wird.

keichsveutschen

' Der Sonderberichterstatter der Pariser Zeitung Matin", der bis nach Burgos ins Hauptquartier des Generals Mola, vorgedrungen war, hatte Ge­legenheit mit Mola, dem Führer der Militär­gruppe im Norden, zu sprechen. Der Plan der Erhebung, so erklärte General Mola u. a., sei von mehreren Generalen bereits seit langem aus­gearbeitet worden. Die Erregung,, die ganz Spa­nien nach der Ermordung Calvo Sotelos er­schütterte, habe den letzten Anlaß zum Losschlagen gegeben. Die Erhebung habe heute bereits im ganzen spanischen Volk Wurzeln gefaßt und die Militärstreitkräfte verliehen ihr lediglich einen strategischen Rückhalt. Der Aufstand könne nicht mehr niedergeschlagen werden. Spanien wolle sich befreien. Das Vertrauen, das das Volk dem Mili­tär entgegenbringe, verbürge den Erfolg. Im Kampfe gegen die Perräter, die Geld von Moskau genommen hätten, versuche die Militärbewegung unter allen Umständen unnützes Blutvergießen zu vermeiden. Madrid hätte schon längst umzingelt werden können,' doch sei man vorsichtig. Die Trup­pen blieben stets so lange in ihren Stellungen, bis die Materialversorgung gesichert sei.

Was Madrid betreffe, so sei es besser, die spanische Hauptstadt durch Hunger als durch Ka­nonen zu nehmen. Die Hauptstadt sei durch oas um sie gelegte Netz bereits vollkommen isoliert. Eine Million Menschen werde demnächst weder Fleisch noch Gemüse, noch Benzin noch irgend eine Zufuhr erhalten. Seit gestern fehle in Madrid das Wasser. Man brauche also nur noch ein wenig Geduld zu haben. Das Herz befehle, das Blut in Spanien zu schonen.

' Der Vertrerer desFiga'".- der ebenfalls bis zu der Nordgruppe dxs' Heöres durchgedrungen ist, meldet seinem Blatt, er habe in Erfahrung gebracht, daß der frühere Ministerpräsidenl Quiroga beim Versuch, die spanisch-französische Eren'-o überschreiten, den Tod gesund"-- habe.

(Siehe auch Seite 2s

klnlavung veuMlands M S-Mchie-Konseren;

vesuch der diplomatischen Vertreter knglands, Frankreichs und velgiens im fluswärtigen flmt

Berlin, 28. Juli.

Der französische Botschafter, der belgische Ge­sandte und der britische Geschäftsträger in Berlin haben gestern morgen in Abwesenheit von Herrn von Neurath dem Direktor -er politischen Abtei­lung des Auswärtigen Amtes des Deutschen Reiches einen Besuch abgestattet. Sie haben ihm offiziell von den Schlußfolgerungen Kenntnis gegeben, zu welchen die Vertreter ihrer Regie­rungen bei der Zusammenkunft in London ge­langt sind. Sie haben dabei den Wunsch ausge­sprochen, daß die deutsche Regierung die in dieser Verlautbarung enthaltene Einladung günstig aufnehmen möge und daß es bald möglich sei, in gemeinschaftlicher Vereinbarung einen Zeitpunkt für die geplante Zusammenkunft festzusetzen.

Der Direktor der politischen Abteilung des Auswärtigen Amtes hat erwidert, - er noch nicht in der Lage sei, über die Stellungnahme seiner Regierung eine Mitteilung zu machen, hat aber den drei Diplomaten gegenüber zum Aus­druck gebracht, daß ihr Schritt mit sympathischem Interesse aufgenommen werden würde.

In London empfing der englische Außen­minister Eden gestern nachmittag im Foreign Office den deutschen und den italienischen Ge­schäftsträger und unterrichtete sie über das Er­gebnis der Besprechungen zwischen den drei Re­gierungen.

Offene sreude" in kngland

London, 28. Juli.

Zum Abschluß der Treimächtebesprechungen Se­tztet der diplomatische Reuterkorrespondent, die neinsame Verlautbarung- der drei Mächte sei üischerseits mitoffener Freude" und auf film­ischer Seite mit voller Befriedigung aufgenom- n worden. Besondere Befriedigung habe die t und Weise erweckt, in der die Franzosen und lgier den Grundsatz freier Zusammenarbeit ischen allen Betroffenen bei der Ausarbeitung c neuen Regelung angenommen hätten.

DieTimes" unterstreicht, daß die in London rtretcnen Regierungen nicht einen Beschluß ge­st, sondern lediglich dieAnsicht" geäußert ttcn. wonach eine Konferenz der fünf Locarno- tchte stattfinden soll«, sobald sie allen Beteiligten nehm sei. Die erste Aufgabe dieser Konferenz irde in der Verhandlung eines neuen Ueberein- nmens liegen, das an Stelle des ursprünglichen narnovertrages treten solle. Man habe die rozedur der LocarnomÜchte so erweitert, daß sie,, ie man hoffe, alle Punkte desdeutschen riedensprogramms umfassen werde. Daily Telegraph" schreibt, die kommenden ochen seien mit der diplomatischen Vorberei- ng der Konferenz stark ausgefüllt. Das Blatt :int, die Verlautbarung gebe auf das klarste m Wunsche Ausdruck, daß eine Konsolidierung

mächtekonserenz betreffe, so sei man auf fran­zösischer Seite dafür, daß sie bereits Ende August statfinde. während man englischerseits dafür eintrete, daß sie im September oder An­fang Oktober nach der Genfer Sitzung, stattfinde.

ImEcho de Paris" meint Pertinax, Frank­reich habe vom ersten Tag ab die Partie verloren, weil es nicht den Mut besaß, die Mobilmachung zu erklären. Von der englisch-französisch-belgischen Solidarität vom 19. März sei lediglich ein zeitlich beschränktes defensives Militärabkommen übrig geblieben. Trotzdem stelle die Londoner Bespre­chung in gewisser Hinsicht einen Erfolg dar.

Pessimismus in Italien

Rom, 25 Juli.

Die negativen Erwartungen hinsichtlich der Londoner Zusammenkunft haben sich, wie die römische Presse aus London meldet, vollauf be­stätigt. Die amtliche Mitteilung ist, wieMessa- gero" betont, in allgemeinen Angaben gehalten. Ihr Inhalt verrät nach Ansicht des Londoner Vertreters desPopolo di Noma" geradezu eisige Kälte und großen Pessimismus. Das Blatt ver­mißt völlig die Angabe klarer Richtlinien, nach denen die großen Fragen der Gegenwart gelöst werden sollen. Der wichtigste BeMuß, heißt es weiter, wende sich an Berlin und Rom, denen der lebhafteste Wunsch auf eine baldige Einberufung einer Konferenz der fünf Locarno-Mächte mitge­teilt werden soll. Das Blatt hält die rasche Be­seitigung der einer vollen Mitarbeit Italiens im Wege stehenden Hindernisse für ausgeschlossen.

des europäischen Friedens auf dem Wege einer Allgemeinregelungdurch die freie Mitarbeit aller betreffenden Mächte" erzielt werden möge. Morning Post" erklärt, die Verlautbarung zeige, daß das Hauptziel der Fünfmächtekonferenz darin bestehen werde, einen neuen Locarnover- trag auszuhandeln. Wahrscheinlich werde zu gleicher Zeit ein Versuch gemacht werden, einen Pakt zur Begrenzung der Luftrllstung zu erreichen.

Zustimmung in Frankreich

Paris, 25. Juli.

Zu den Dreierbesprechungen in London sagt Oeuvre", daß die Spannung zwischen England und Frankreich, die im Verlauf der letzten diplo- matiichen Besprechungen zutage getreten sei, glücklicherweise abgenommen habe. Auf beiden Seiten Habs man das Bestreben an den- Tag gelegt, Zeit zu gewinnen und Berlin und Rom ohne Aufgabe, fest eingenommener Stellungen zu einer Mitarbeit heranzuziehen. Man dürfe sich jedoch nicht allzu großem Optimismus hingeben. Das Abkommen vom 23. Juli stelle auf jeden Fall angesichts der schwierigen europäischen Ver­hältnisse das meiste dar, was man habe erwarten können. Durch das Londoner Abkommen erhalte Frankreich all das. was es für wesentlich erachte, das heißt die Zusicherung einer eventuellen Erwei­terung der Fünfmächtekonferenz, die damit be­gründet werde, daß Europa nicht wieder zur Blockpolitik zurückkehren dürfe. Was die Fünf-

lrouer um 14 deutsche Seeleute

Hamburg, 25. Juli.

Der Führer der deutschen Seeschiffahrt, Staats­rat Eßberger, und der Gauinspekteur der Seeschiffahrt der Auslandsorganisation der NS- DAP., Wermke, haben aus Anlaß der Un­gewißheit über das Schicksal des Dampfers Wagrien", der seit dem 18. Juli überfällig ist und von dem man annehmen muß, daß er in den Sturmtagen des 16. bis 18. Juli in der östlichen Ostsee mit feiner 14köpfigen Besatzung unter­gegangen ist, einen Aufruf erlassen. Es heißt darin:Die gesamte deutsche Seeschiffahrt nimmt erschüttert Anteil an dem Schicksal ihrer in treuer Pflichterfüllung untergegangenen Berufskamera- den. Alle deutschen Handelsschiffe setzen am heu­tigen Sonnabend ihre Flaggen auf Halbmast."

Neichskanzler a. V. Michael s s

Fürstenwalde, 25. Juli

Der ehemalige Reichskanzler und Oberpräsident Dr. D. Michaelis ist gestern vormittag im 79. Lebensjahre infolge eines Herzschlages in Bad Saarow am Scharmützelsee verschieden. Dr. D. Michaelis war nach dem Rücktritt Bethmaun- Hollwegs vom 14. Juli bis zum 1 November 1917 deutscher Reichskanzler.

o. Sloftrer Botschafter in Madrid

Berlin. 25. Juli.

Der Führer und Reichskanzler hat den Gesand­ten in Kairo, Dr. von Stohrer, zum Botschafter in Madrid ernannt.

wirtschastsbesprechungen verlin-wien

Wien, 25. Juli.

Am morgigen Sonntag wird eine österreichische Abordnung nach Berlin reisen, um mit den zuständigen deutschen Stellen Besprechungen über ein vorläufiges Programm wirtschaftlicher Zu­sammenarbeit aufzunehmen. Die Besprechungen werden sich auf Erweiterung des Warenaustau­sches sowie auf den Reise- und Zahlungsverkehr erstrecken und besondere Maßnahmen umfassen, die bereits in den nächsten Monaien durchgeführt werden sollen.

Im Zeichen des englischen wettskandals

* London, 25. Juli

In der Nachwahl des englischen Wahlkreises Valham und Tooting siegte der konservative Oberstleutnant- E. Doland mit 14 859 Stimmen gegen den Arbeiterparteiler I. Miller, der 12 889 Stimmen erbielt. Doland hatte gegen seinen Vor­gänger Sir Alfred Butt der in den Wettskandal verwickelt war, eine Mehrheit von 2900 Stimmen.

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Ois V/srlcscliarsn sin vor <^sr Osiksrstliclilesit / Kllnclsr 6ss I^otional- sorialismus in clsn ^rksitsstältsr.

k-lZU. Die Werkscharen der Deutschen Arbeits­front bestehen nunmehr ein und ein halbes Jahr. Zum erstenmal jährt sich der Tag, da diese Werk­scharen an die Oesfentlichkeit traten. Zum Reichs­parteitag 1935, zum erstenmal in Uniform, tra­ten 3990 Mann ihren Marsch zum Führer an.

Vielen damals noch unbekannt, erscheint heute mehr und mehr die schmucke blaue Uniform im Straßenbild. Wenn vor einem Jahr auf dem Reichsparteitag die Zahl der Werkscharen noch gering war, so steht heute schon eine starke An­zahl Männer in den Betrieben, um auch hier den Gedanken des Nationalsozialismus und der Vetriebsgemeinfchaft vorwärtszutragen. Die Werkscharen sehen aber ihre Kraft nicht in der Anzahl der zu ihnen gehörenden Angehörigen, sondern allein in der Stärke des in ihnen verkörperten Geistes. Es kommt auch nicht darauf an, in den einzelnen Betrieben mög­lichst viele Werkscharmänner zu haben, sondern wichtig ist es, möglichst viele Betriebe zu erfassen.

Alles Geschehen im Betriebs mit unserer na­tionalsozialistischen Weltanschauung in Einklang zu bringen" das ist, auf einen kurzen Nenner gebracht, die Aufgabe, die den Werkschalen ge­stellt ist. Es ist ein Grundsatz unserer Erkenntnis, daß alle Nöte, die heute noch im deutschen Leben bestehen, ihren Ursprung im Menschen selbst haben, und nicht, wie früher, in falscher Politik zu suchen sind. Es ist klar, daß ein national­sozialistischer Staat nur sein kann, wenn seine Menschen Nationalsozialisten sind.

Aus dieser Erkenntnis heraus hat die Deutsche Arbeitsfront es sich zur Ausgabe gemacht, die Menschen der Betriebe nationalsozialistffch zu er­ziehen und zu führen. Es ist auch unbestritten, daß das Hauptgewicht des Ringens um die na­

tionalsozialistische Gestaltung des deutschen Le­bens in die Arbeitsstätten gelegt werden muß. Riesige Gefolgschaften stehen heute wieder-an der Werkbank, Menschen mit gutem Willen, die mit dem Herzen das Werk des Führers bejahen, denen oft aber die klare Erkenntnis fehlt. Diesen Menschen diese Erkenntnis zu vermitteln und sie durch Beispiel, Opferfreudigkeit, soldatische Haltung, Kameradschaft und lebensfreudiges Bejahen deut­schen Arbeitertums zu vertiefen, ist Auf­gabe der Werkscharen.

Weiterhin sind die Werkscharen berufen, den Menschen der Betriebe Freuds ins Ar'beitsleben zu tragen, die Arbeits- und Lebenslust zu stei­gern, aus dem dumpf und stumpf in seiner Fabrik arbeitenden Volksgenossen einen frohen und auf­rechten deutschen Arbeiter zu machen, der sich seines Wertes wohl bewußt ist. Jeder Arbeiter soll die durch nichts zu erschütternde Ueberzeugung gewinnen, daß er genau so seine Ehre hat wie jeder andere Volksgenosse, daß er nichtProletarier", sondern 'vollwertiges Mit­glied der deutschen Volksgemeinschaft ist.

Wie der Soldat die Verkörperung der staat­lichen Macht und der Ehre ist, so soll der Arbei­ter die Verkörperung der Arbeits­kraft und der Arbeitsehre seines Vol­kes sein. Soldat, das bedeutet: Mut, Heldentum, Einsatzbereitschaft, Arbeiter, das will sagen: Fleiß, Ehre, Treue und Zuverlässigkeit. Das WortSoldaten der Arbeit" sollen die Werk­scharen fördern und tragen, sie sollen die Sol­daten der Betriebe sein. Und diese Begriffe, zu­sammengefaßt unterDeutsches Arbeitertum", sollen dem deutschen Arbeiter in den Werkscharen und durch die Werkscharen vermittelt werden.