parteiamtliche Lageszeitung
Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitssront Lremen
Amtsblatt des Senats der Freien rjansestadt Vremen
MLÄ eMjchSrwc durch die P°st I
Postscheck: Hamburg 172 72 Betriebsitörunäen Bezugspreis ist im voraus zu entrichten.
Vas amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
Anzcigen-Grundpreis-: Die 22-mm-ZeUe im Anzeigenteil 12 Ps., die 70-mm-Zeile im Textteil 75 Pf. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigev u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis, liste 8 tNachlaßstassel c). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschlutz 18 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-1S Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag 12H-13X Uhr.
Nr. 501 / 6. Jahrgang
Vonnerstag, 2S. aktober 1956
kinzelpreis 15 Npf.
Hermann Nörings Nuf an das deutsche Volk
Her öeauftcagte des sützrers über den zweiten Vierjatzresplan / ks gebt um deutsche klire und deutsches Leben
Me Spoctpolast-Kunügebung
(Vrs.ktbsricb1 nnZsrsr Ssrlivsr Sckriktlsjtuo^)
Berlin, 28. Oktober.
Das alte Bild aus der Kampfzeit: Schon Stunden vor Beginn drängen sich die Menschen vor dem Eingang, und kaum haben sich
Unssr lagesspüsgel
Eörings Rede über den zweiten Vierjahres- plan gestaltete sich zu einem Appell an das ganze deutsche Volk.
Gauleiter Bohle nahm in Rom an der Seite Mussolinis am faschistischen Erinnerungstag teil.
Francos Truppe« stehen bereits vor den Toren Madrids.
Italien stellte in London die sowjetrussischen Umtriebe erneut an den Pranger.
Der Sturm über den deutschen Küstengebieten flaute gestern wieder ab.
Flugzeugstützpuntt „Schwabenland" trifft heute in Bremen ein.
Der Kapitän der „Queen Mary" ist gestorben.
Am 1. November wird der Zementpreis gesenkt.
die Tore geöffnet, da ist das Riesenrund mit seinen zwei Rängen bis aus den letzten Platz besetzt. Das Innere des Sportpalastes ist festlich geschmückt. Die Ränge und Emporen sind mit rotem Fahnentuch und mit Tannen- grün verkleidet. Inmitten frischer Blumen steht das von einem riesigen Hakenkreuzbanner überragte Rednerpult.
Ein Musikzug der SS. spielt die alten Kampflieder der Bewegung, die von den Zehntausenden begeistert mitgesungen werden. Auf dem Vorplatz des Sportpalastes und aus der Potsdamerstraße stauen sich die Masten, die Hermann Eöring wenigstens sehen wollen, da sie keine Karten mehr für die Kundgebung bekommen haben. Ein Ehren- sturm der SA. zieht auf.
Die Menschen im Sportpalast blicken gespannt zum Eingang. Nach und nach treffen die Mitglieder des Reichskabinetts, die Reichsleiter der NSDAP., die Reichsstatthalter und Gauleiter ein. Man sieht u. a. Reichsminister Gauleiter Rüst, Reichsautzenminister Freiherr von Neurath, Neichswirtschaftsminister Dr. Schacht, Reichs- innenmknister Dr. Frick, Eeneralfeldmarschall von Blomberg, Reichsarbeitsführer Hierl. Neuer Beifall braust auf, als Stabschef Lutze, Reichsleiter Dr. Ley und Reichsleiter Rosenberg den Sportpalast betreten.
Von der Straße her klingt brausender Jubel. Die Zehntausende erheben sich, als Ministerpräsident Generaloberst Göring gemeinsam mit Reichsminister Dr. Goebbels und dem Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Hetz, den Sportpalast betritt. Unter den begeisterten Heilrufen der Menge schreitet Ministerpräsident Göring durch den breiten Mittelgang zum Rednerpodium, wo er nach kurzer Begrüßung der inzwischen vollzählig versammelten Reichsleiter, Reichsminister und Gauleiter Platz nimmt.
Unter den Klängen des Vadenweiler Marsches ziehen die kampferprobten Fahnen und Standarten des Gaues Berlin zwischen der ehrfurchtsvoll grüßenden Menschenmauer hindurch und nehmen hinter dem Rednerpodium in wertem Halbkreis Aufstellung. Dann ergreift
Neichsminister sie. öoebbels
n die Massen ihm als dem Eroberer Ver- eqeistert zugejubelt haben, das Won. zu urzen Eröffnungsansprache, in der er von fen Symbolik spricht, die dann liege, daß wieder an der historischen Versainins atte der Bewegung die programmatischen nnqen zum neuen Vierjahresplan venun- rden Dr Goebbels erklärt, daß anläßlich hnjährigen Jubiläums des Gaues Berlin ältesten Kämpfern der Bewegung in Ber- a besonderes G a u eh r e n ze r ch e n ver- wird. Die Reihe dieser Kampfer wäre un- idig, wenn Hermann Göring nicht unter
Dr. Goebbels auf Ministerpräsident , zuschreitet und ihm das Ehrenzeichen des Berlin anheftet, kennt der Jubel der i keine Grenzen. Einen solchen Orkan der -erunq Hai', das Rund des Sportpalastes selten erlebt. Dr. Goebbels erinnert am seiner Ansprache daran, daß «r mit Her- Eörinq zusammen so oft in der Kampfzeit ;ser Stelle die Parolen des Mhrers ver- und das Volk für neue groß« Aufgaben ufen habe. Dann bat Dr. Goebbels den
Ministerpräsidenten, das neueste Aufbauwerk des Führers dem deutschen Volke bekanntzugeben. Unter jubelnden Heilrufen, in denen sich der selbstlose Wille der Volksgenossen zur freudigen Mitarbeit ausdrückt, betritt
Ministerpräsident Seneraloberst Löring
das Rednerpult: Er führte aus:
„Meine lieben deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen, meine lieben Kampfkameraden! Ich will zuerst meinen herzlichen Dank ausspre- chen für die Ehrung, die mir durch den Gauleiter der Hauptstadt, meinen alten Kampfkameraden Pg. Dr. Goebbels, zuteil wurde. (Beifall und Händeklatschen.) Ich habe dieses Abzeichen mit einem ganz besonderen Stolz empfangen, es wird mich immer verbinden mit den schwersten, aber auch schönsten und herrlichsten Zeiten unseres Kampfes hier in Berlin.
Vom Sportpalast aus haben wir damals gefochten, von hier aus haben wir den Feind niedergeworfen. So soll diese Tradition heute ausströmen auf alle, um sie zu stärken für den Kampf, den auch wir heute wieder aufs neue ansagen, den Kampf für ein großes Ziel, das nach den zweiten vier Jahren erreicht werden soll.
In Nürnberg hat der Führer in eindeutiger und klarer Weise ausgeführt, worum es geht, warum er dem Volk einen zweiten Vierjahresplan zur Aufgabe gestellt hat. Der Führer hat nun die Durchführung dieses Planes mir übertragen und ich will vor dem deutschen Volk erklären, wie wir alle zusammen diese Aufgabe am besten lösen.
Was ist der zweite Vierjahresplan? Ich fasse ihn zusammen in eine« einzige» fundamentalen Satz: Die Sicherung der deutschen Ehre und die Sicherung des deutschen Lebens (Beifall). Ein
klares Ziel. klar vor allem darum, weil wir wissen, wieweit heute die Sicherung gedrungen ist und weil wir darum auch wissen, daß diese Sicherung im zweiten Vierjahresplan darin besteht, die Wirtschaftskraft Deutschlands weiter zu stärken und auszubauen.
Vor dem deutschen Volke gebe ich heute Aufschluß über die Absichten, denn wir Nationalsozialisten tun alles vor dem Volk, mit dem Volk und im Volk stehend, und darum soll meine Rede Verständnis durch völlige Aufklärung wecken und dem deutschen Volke klarmachen, auf welchen Wegen es helfen kann und helfen mutz.
Der Sinn meiner Vollmachten, die der Führer mir übertragen hat, ist die Zusammenfassung aller Kräfte, die einheitliche Lenkung aller Kräfte auf das Ziel. Wir müssen zum Ausgang nehmen die heutige Lage.
erste vierjaliresplan
ver
zeigt gewaltige Leistungen. Uns allen und der ganzen Welt ist die Bedeutung der Wiedergewinnung unserer Wehrfreiheit gegenwärtig. So wie in den vergangenen vier Jahren durch die Rückgewinnung der Wehrfreiheit die äußere Macht aufgerichtet wurde, so war es eine zweite gewaltige Leistung, die dem deutschen Volk die notwendigsten Grundlagen für seine Ernährung und für sein Leben wiedergegeben hat. Als der Führer zur gewaltigen Er - zeugungsschlachtder deutschen Bauern aufrief, geschah dies zweite gewaltige Werk der vergangenen vier Jahre. Wer erinnert sich nicht des Zustandes der Landwirtschaft. Ueberall das Bauernsterben, Verlassen der Höfe, tot die Aecker, verschachert die Ernte! So sah es aus, als Adolf Hitler mit starken Zügeln die Regierung Deutschlands übernahm. Und heute? Der Bauer sitzt sicher auf seinem Grund und Boden. Neben dieser mächtigen Erzeugungsschlacht steht die größte aller Ärbeitssch lachten. .Fast sieben Millionen Arbeitslose galt es wieder in Arbeit und Brot zu bringen. Diese Aufgabe ist heute fast restlos gelöst. Was heute noch an Arbeitslosen zurückgeblieben ist, ist teils saisonmätzig bedingt, ist teils krank, oder andere Gründe verhindern ihren Arbeitseinsatz.
Wiederhergestellt wurde die deutsche Freiheit und die deutsche Ehre! (Lebhafter langanhaltender Beifall.) Geschlossen ist das traurigste Kapitel deutscher Geschichte, herausgerissen sind die Seiten von Schande und Schmach, deutscher Not und Verelendung, und das neue Kapitel wurde begonnen mit dem Grundsatz: Die Freiheit und die Ehre sind das Fundament des Dritten Reiches.
Wie die Erfolge des Führers und der Bewegung Schlag auf Schlag fielen, wie wir außenpolitisch zur Großmacht wurden, so wurden wir vor allem innenpolitisch zur Volksgemeinschaft. Aus 60 Millionen gegeneinander strebender Energien wurde eine einzige Energie, zusammengeballt in der Faust des Führers, bereit, um eingesetzt zu werden, wo die Kraft der Nation dies erfordert. Große Leistungen sind auf dem wirtschaftlichen Sektor erreicht worden.
Hier gilt es, noch Größeres zu schaffen, gilt es, die deutsche Wirtschaftskraft noch mehr zu stärken, gilt es, Deutschland unabhängig zu machen.
Me flrbeiten aus dem Wirtschaftssektor
sind deshalb so schwierig, weil die Vergangenheit vielleicht auf keinem Gebiet so gesündigt hat, wie gerade durch die Zerstörung der deutschen Wirtschaft. Angefangen von Versailles zieht sich wie ein einziger Faden der Niedergang Deutschlands hin und führte schließlich zu einer völligen wirtschaftlichen Verelendung und Verödung' und damit letzten Endes auch zu all der Not, zu all dem Elend, das wir jahrelang durchlebten. Es mutz dies immer wieder gesagt werden, damit jeder einzige erkennt: Was hat der Führer, was hat die Bewegung Gewaltiges geschaffen, um solch einen Unterschied herbeizuführen!
Und nun frage ich euch und frage durch die Aetherwellen alle deutschen Volksgenossen: Was hat die Bewegung versprochen und was hat sie auch gehalten in diesen ersten vier Jahren? (Lebhafter Beifall.) Was hat sie vor allen Dingen geleistet? Das ist allein das Entscheidende. Und da können wir es immer wieder aus- sprechen und immer wieder dem In- und dem Auslande zu verstehen geben: Jawohl, ein Wunder, ein großes deutsches Wunder hat sich ereignet in diesen vergangenen vier Jahren. Denn zwischen einst und heute liegt eine Welt, eine Welt allerdings, nach der wir kein Sehnen mehr haben wollen. Wenn wir so sehen, was in diesen vier Jahren durch die geniale Hand unseres Führers, durch die zusammengeballte Kraft des deutschen Volkes, durch den Zusammenhalt der Führerschaft von Partei und Staat Großes geleistet wurde, so gibt uns das kein Recht, auf den Lorbeeren auszuruhen, sondern nur
Sie Verpflichtung, setzt erst recht an Sie flrbeir zu setzen
Die Vergangenheit der vier Jahre heißt für uns nur eine weitere höchste Kraftanspannung aller. Sowohl die weltpolitische als auch die weltwirtschaftliche Lage gönnt Deutschland keine Ruhe- Darüber müssen wir uns im klaren sein.
. Wir müssen verstehen, daß uns kein einziger
vorwärts hilft, wenn wir uns nicht selbst hel
fen wollen (lebhafter Beifall). Aus eigener Kraft sind wir geworden, aus eigener Kraft werden wir auch weiterschreiten (erneuter Beifall). Daran kann auch nicht hindern, daß «in« falsche Berichterstattung und Verleumdung so oft die Dinge hier in Deutschland verkehrt aufzeigt.
Ja, man kann lesen, daß es jetzt dem deutschen Volk schlecht ginge, weil jetzt erneut wieder ein Vierjahresplan verkündet wurde. Man kann lesen, daß man uns zum Vorwurf macht, daß es in Deutschland nicht alle Rohstoffe gibt, daß wir Deutschen auch Rohstoffe wollen, daß wir Deutschen Anteil haben wollen an den Schätzen der Welt. Dann sage ich: Jawohl, wir wollen Anteil haben, und wir werden Anteil haben. (Lebhafter Beifall.) Ist das ein Grund zu einem Vorwurf? Oder gar, daß wir nicht selbst genug Lebensmittel erzeugen können? Ist das etwa eine Schande, daß wir die Rohstoffe nicht alle in unserem Boden haben? Die Welt soll dankbar sein, daß wir versuchen, auf friedlichem Wege das auszugleichen, 'was man uns vorenthalten hat. (Beifall)
Man wird uns sagen: Ja, wenn ihr Rohstoffe haben wollt, dann kauft sie gefälligst, bezahlt sie mit Gold. Jawohl, wir wären bereit gewesen, mit Gold zu zahlen, wenn man uns nicht alles Gold genommen hätte durch die Reparationen (Lebhafte Zustimmung.) Wenn wir heute ehrlich und friedlich daran arbeiten, daß wir die Roh- ltosfe, die uns vorenthalten werden erzeugen wollen, wenn das ein Zeichen ist, daß Deutschland heute wieder am Ende ist, ein Zeichen der Schwäche Deutschlands, dann wird man sich in vier Jahren daran gewöhnen müssen, ebenso sein Urteil zu korrigieren, wie man es jetzh auch immer wieder tun mußte.
Wir Deutsche haben versucht, in diesen vier Jahren zu arbeiten, unser Volk zu ernähren, obwohl wir keine Kolonien haben. Obwohl uns Rohstoffe fehlen, ist Deutschland trotz allem ein Land des Friedens, ein« Insel der Ordnung, der Zufriedenheit und des Aufbaues geworden (stürmische Zustimmung).
(Fortsetzung auf Seite 2)
Me jungen vannettrüger der Patte!
Seit fünf laliren Neichsiugendfiitirimg — Morgen erneutes Ireuebekenntnis der sil. zum sülirer
Berlin, 28. Oktober.
Am 30. Oktober 1931 wurde auf Grund einer Verfügung des Führers die Dienststelle „Reichsjugendführung" geschaffen. Durch den Entschluß Adolf Hitlers, die Hitler-Jugend zur einzigen Nachwuchsorganisation der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei zu erheben, erhielt die von den jüngsten Aktivisten der Bewegung geleistete Arbeit im Machtkampf um Deutschland die verdiente politische Anerkennung.
Die Hitlerjungen standen in der Kampfzeit bei Saalschlachten und Versammlungen neben den SA.-Männern, sie klebten Zettel, schafften in der Propaganda, gingen in die Betriebe, um dort durch die Jugendbetriebszellen den jungen Arbeiter für Hitler zu gewinnen — diese Jungen waren vollwertige Kämpfer geworden. Jener kleine Herbert Norkus, der in Berlin 1932 sein Leben im politischen Tageskampf ließ, als einer der 20 toten Hitler-Jugendkameraden, ist das leuchtende Vorbild einer letzten Einsatzbereitschaft. Ihr Geist lebt in den jungen Formationen weiter.
Aus den 10000 Jungen des Jahres 1931 sind durch die in die Tat umgesetzten Parolen der Gemeinschaft, der Kameradschaft und des Sozialis-
Presse Illustrationen Hosfmann
MUS Millionen geworden. Heute ist die Hitlerjugend als lebendiger Organismus die Organi
sation der NSDAP., die dem Führer verantwortlich ist für die politische Erziehung der gesamten deutschen Jugend.
Die Partei erkennt die Erfolge der nationalsozialistischen Jugendarbeit an und weiß, daß nur d ie ArLe i t für den jungen Menschen die Erben unserer Zeit gestalten kann. ReichÄeiter von Schirach hat das Verdienst, die Hitlerjugend über die Propagandaorganisation während der Kampfzeit zu einer geschlossenen jungen Gemeinschaft des Nationalsozialismus gestaltet zu haben.
Aufbauend auf den Erfahrungen der hinter ihr liegenden fünf Jahre wird die Hitlerjugend ihren Weg als Gliederung der Partei weitergehen, mit dem Willen, als jüngste Formation gleichzeitig mit die zuchtvollste Organisation zu sein. Die Ehre, den Namen des Führers zu tragen, bedeutet ihr eine besondere Verpflichtung. Mit berechtigtem Stolz wird die gesamte Hitlerjugend den 30. Oktober 1936 in einer würdigen Feierstunde begehen, erneut das Treuebekenntnis zum Führer ablegend, erneut sich bekennend zu den Werten des Blutes und der Ehre der jungen Kameradschaft.
Unser lst der Sieg!
Veutsttzland kapituliert nie!
* Bremen. 29. Oktober.
Das war eine Rede, wie wir sie selbst von Hermann Göring nur selten zu hören bekamen. Das war ein Ereignis, diese große Kundgebung im Berliner Sportpalast; und ob man es unmittelbar in Berlin oder mittelbar am Rundfunk miterleben konnte, unvergeßlich wird es mit seinen Eindrücken tief in allen haften, die es auf sich'wirken ließen.
„Es geht um eine starke und um eine unabhängige Nation!" Das war der Leitgedanke, der Hermann . Görings Rede von Anfang bis zu Ende glühend durchpulste; und aus diesem Gedanken entsprang alles, was dem Redner aus vollem Herzen kam und den Zuhörern tief zu Herzen ging. Der Sicherung der deutschen Ehre und der Sicherung des deutschen Lebens gilt — wie Hermann Göring es in kurzen Worten ausdrückte — der zweite Vierjahresplan. Angesichts solch klaren und erhabenen Zieles aber kann es wirklich nicht schwer sein, im Rahmen dieses Planes zu tun, was von jedem einzelnen deutschen Volksgenossen zum Gelingen dieses Planes verlangt werden muß. Die ergreifende Inbrunst, womit Hermann Göring seine packenden Worte an sämtliche Volksgenossen richtete, kann und wird nicht vergeblich ein, weil es wirklich kein allzu großes Opfer ist, für bemessene Frist einmal das und jenes zu entbehren, um zu dem gesteckten Ziel zu kommen.
Es gilt, die Wirtschaftskraft Deutschlands weiter zu stärken und auszubauen, um Deutschland instand zu setzen, gegen jeden Würgegriff der Faust, die uns von außen her an die Gurgel fahren könnte, gefeit zu sein; es gilt, dieser Faust in den nächsten vier Jahren Finger um Finger abzubrechen. Wer wäre geeigneter dazu, mit geballter Tatkraft zu tun, was geschehen mutz? Das deutsche Volk weiß es zu gut, und der ungeheure Beifall hei Görings Rede sowie der Beifall bei der Stelle der Rede des Stellvertreters des Führers, wo dieser von seinem alten Kampfgenossen als dem Kämpfer, Haudegen und Bullen sprach, hat es bewiesen, wie sehr dem deutschen Volke es einleuchtet, daß gerade Hermann Göring und nur Hermann Göring der einzige Mann sein konnte, welchem der Führer die ungeheure Aufgabe der Durchführung des Vierjahresplanes übertrug.
, Schon die Zurechtweisung des Auslandes, das von Deutschland verlangt, die Rohstoffe, die es braucht, zu kaufen und mit Gold zu bezahlen, obwohl gerade doch dieses Aus- land uns vorher all dieses Gold durch die Reparationen genommen hat, war in echter Wahrheitsfrische dem deutschen Volke aus der Seele gesprochen; ebenso der Hinweis, daß dieses selbe Ausland dankbar sein soll, wenn Deutschland versucht, auf fried- l ich e m Wege das, was ihm an Rohstoffen fehlt, sich selbst zu beschaffen. Erst recht aber aus der Seele des deutschen Volkes gesprochen waren die Worte Hermann Gormgs, die er an die einzelnen Stände im Volke richtete, zuerst an die Hausfrau zur Gestaltung des Speisezettels gemäß der Jahreszeit und den Erzeugnissen des eigenen Bodens, dann an den Bauern, der dem Führer und Dritten Reiche heute alles verdanke, dann an den Arbeiter mit der Erinnerung an die Worte des Führers in Nürnberg, wonach Lohnerhöhung ohne Produktionserhöhung Wahnsinn ist.
Aus dem Herzen des Volkes waren aber auch besonders noch die Worte: „Wenn wir feste Lohne von dem Arbeiter verlangen, so verlangen wir auch feste Preise.
Hermann Göring ini Hinblick auf die Einsetzung des Preis k o m-
missarsgegenPreistreiber, Hamsterer, Schwarzhändler, Waren- verstecker und Miesmacher sagte, gab vollends einen so glücklichen Zusammentrug mit den Empfindungen und den Ge- >uhEN des zuhörenden deutschen Volkes, daß es schlechtweg befreiend von aller Sorge und
Zukunft Deutschlands cT!^ vier Jahr wirkte und lachende Zuversicht und frohes Vertrauen in allen Herzen ersprießen ließ.
Es ist kein Zweifel, daß Erfinder Arbeite r Bauer und vor allem die Partei selbst mit ihren Gliederungen sich mit allen Kräften und mit allen Tlnneu m den Dienst des Vierjahresvlanes stellen werden, dessen Durchführung der Erhaltung und Sicherung des Reiches gilt, des