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parteiamtlüche Tageszeitung
l^achnchtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen
der Dationalloziaiisten Vremens
flmtsblatt des Senats der Freien fjansestadt Vremen
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Das amtliche Verkündungsblatt des Veichsstatch altere in Oldenburg und Vremen
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Nr. 500 / 6. laNrgang
Mittwoch, 2S. Vktober 19)6
kinzelpreis 15 Npf.
wieder wütete ein furchtbarer ordnn auf der See
Feuerschiff „klbe I" mit lS Mann in den fluten versunken / Nettungsversuche nutzlos / verzweifelte SVS.-ffuse aus allen Mchtungen / kinsatz des ffrbeitsdienstes in Lesumbrok / fllarmbereitschaft aller zuständigen Organisationen
Windstärke >r
(8oncksrbsriobt äsr „Lrsmsr 2situnZ")
Cuxhaven. 27. Oktober.
Noch sind die Schäden des letzten großen Sturmes .an den deutschen Küsten allenthalben sichtbar, und schon wieder hat sich, diesmal mit verstärkter Gewalt, ein Orkan eingestellt, der sogar zahlreiche Menschenleben forderte. Von schweren Regenböen begleitet, wuchtete der furcht-
......
Unser Vagesspiegel
Ueber alle deutschen Sender spricht heute abend Ministerpräsident Eöring über den Vierjahresplan.
An den ganzen Nordseeküste tobt ein schwerer Orkan, der überall große Schäden anrichtete.
In Gemeinschaft mit der DAF. eröffnete gestern der deutsche Rundfunk seine Werk- pausen-Sendungen.
Jugoslawiens Ministerpräsident sprach sich sehr zuversichtlich über die Handelsbeziehungen mit Deutschland aus.
Die englische Presse widmet Botschafter von Nivüentrop freundliche Begrüßungsartikel. I» Madrid find bis jetzt 19 099 Menschen unschuldig ermordet worden.
Arno Kunath, dessen Leben jahrzehntelang der Tätigkeit in der Deutschen Turnerschaft gewidmet war, ist gestern in Bremen gestorben.
Die Bezirks-Kolonnen-Abteilung Bremen des Deutschen Roten Kreuzes errichtet ein großes Kameradschaftsheim.
Bei Lesumbrok wurde zur Abwehr von Hochwasserschäden der RAD. eingesetzt.
bare Sturm von den frühen Morgenstunden des gestrigen Tages gegen die Deiche und warf mit der Flut ungeheure Wassermengen an die Küste und über das Gestade, tränkte die Flüsse aufwärts und ließ diese über ihre Ufer treten, große Gebiete überschwemmend und llfermauern zerstörend.
klbe > gekentert
Bereits am Dienstagmittag kamen Hilferufe von dem Feuerschiff „Elbe I", das, von ungeheuren Sturzseen überschüttet, in Gefahr geriet, zu kentern. Um 13.49 Uhr trat hier die Katastrophe ein, und, von einer furchtbaren Grund- see ersaßt, schlug das Schiff» an dessen Bord sich 15 Mann Besatzung befanden, um und verschwand in den Wellen. Vergeblich versuchte der Bergungsdampfer „Hermes" von Cuxhaven aus, dem Schiff zu Hilfe zu kommen, er mutzte »»verrichteter Dinge wieder umkehren, da er gegen die grobe See nicht angehen konnte und so blieb das Feuerschiff mit seiner ganzen Besatzung seinem Schicksal überlasten. Mit dem Tod der IS Mann mutz leider mit Sicherheit gerechnet werden.
ialzlreiche weitere Schiffsunfölle
Der Wergewaltige Nordweststurm hatte auch anst zahlreiche Schiffsunfälle zur Folge. So nußte das deutsche Schiff „NorLurg (2399 Br.-
Rettungsboot „August Nebel thau" sowie er auf Borkum stationierte Schlepper „A lba - r o s" sind zur Hilfeleistung der in Seenot be- indlichen Schiffe ausgelaufen, wobei dem Ret- ungsschiff „Albatros" das Steuerhaus weggerissen ouvde. Der Sturm hatte eine solche Gewalt, daß s selbst auf der geschützten Reede von Ymuiden Holland) zu einem schweren Unfall kam. iier wurden einem holländischen Frschdampfer, er rettungsuchend den Hafen anlaufen wollte, urch eine Sturzsee die Deckaufbauten weg- lerissen, wonach das Schiff versank und vier Mit- siieder der Besatzung in den Fluten ertranken. Viele andere Schiffe noch kämpften an der deut- hen und auch an der holländischen und norwegl- hen Küste verzweifelt mit dem Sturme und es st noch nicht festzustellen, wie viele Opfer der See geworden sind. So ist der Dampfer des Norddeut- hem Llond .Schwaben" Sei Hoek van Holland lestrandet und nur mit Mühe gelang, es fünf Mändischen Hochseeschleppern, das SchM aus se,- ler bedrohlichen Lage zu bezreren. Auch der in chwerer Seenot befindliche deuffche Dampfer Kurt Hartwig Siemer konnte nach Hoek lernet werden. Aus allen Richtungen waren SOS-Rufe der schwer um ihre Rettung kampfen- >en, in Seenot befindlichen Dampfer zu verneh- nen, während die Küstenbewohner selbst alle sände voll zu tun hatten, um ihre eigene Not nit den Sturmfluten zu wenden, da die Sturm- lut die Deiche im höchsten Matze gefährdete.
lleberschwemmungen in lurtzaoen
In Cuxhaven hat.die Flut die „Alte Liebe" iberschwemmt. 2m Hafengebiet hm. das Wasser Mieder die Schwelle« der Häuser erreicht. Der
I?onorse1iiK beim 8tni-m1»e§inn Oeorx Sebmiät
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alte Hafenbahnhof ist völlig überflutet. Um 19 Uhr vormittags war bereits ein Wasserstand von 2,29 Meter über mittlerem Hochwasser gemessen worden. Die in Cuxhaven stationierten Vergungsdampfer liegen ständig unter Dampf, um bei 803-Rufen sofort auslaufen zu können.
flutschiiden auf Sv»
VeichLberffutungen in Nordseiesland
An mehreren Stellen der nordfriesischen Küste strömte das Master über die Deiche in die da- hinterliegenden Köge, wo die letzte Sturmflut die Deichkrone angefressen hatte und wo die inzwischen notdürftig ausgebesserten Löcher in den
Vurgos, 27. Oktober.
Ein Madrider Einwohner, dem es gelang, nach Vurgos zu fliehen» gibt einen erschütternden Bericht über das Leben in der von roten Horden drangsalierten spanischen Hauptstadt. Ein ungeheurer Druck liege über der ganzen Bevölkerung, die ständig in der größten Unsicherheit lebe, da die kleinste Verdächtigung genüge, um ohne Nach- prüsung erschossen zu werden. Die Zahl der bis zum 19. Oktober in Madrid von den roten Horden ermordeten Menschen, die sich niemals etwas zuschulden hätten kommen lassen, als daß sie Pchstens den roten Mordbrennern nicht freundlich gesinnt waren, betrage 19 999. (!) 17 999
Männer und 2999 Frauen und Mädchen seien aus die entsetzlichste Art ums Leben gebracht worden.
Haussuchungen und „Beschlagnahmungen" seien an der Tagesordnung und arteten in regelrechte Raubzüge aus, seitdem eine Beiordnung erlassen sei, die die Beschlagnahme gewisser Haushaltsgegenstände erlaube. Wage jemand auch nur' die leiseste Widerrede, so käme er noch verhältnismäßig leicht davon, wenn sein Protest nur mit dem Entzug der Lebensmittelkarten geahndet
Deichen erneut entblößt wurden. So wurde am Husumer Autzcndeich und am Nordstrander Damm Arbeitsdienst eingesetzt, der noch während der Sturmflut an den besonders gefährdeten Stellen Ausbesserungsarbeiten vornahm.
Von der neuen Sturmflut ist auch die Insel Sylt und vor allem das Bad Westerland stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Schwere Brecher beschädigten das Dach der am Strand gelegenen Kurlefehalle, so daß bei jeder neuen See das Master durch das Dach ins Innere dringt. Der Boden ist bereits überflutet, ebenso in dem angrenzenden Vllrosaal der Kurverwaltung. Vom Dach der Südstrandhalle sind vom Sturm 16 bis 29 Quadratmeter abgedeckt wor-
werde. Allgemein würden aber die, die sich mit derartigen „Beschlagnahmungen" nicht einverstanden erklärten, zu nächtlicher Zeit aus ihrer Wohnung geholt und erschossen.
Eine Meldung des Senders 2aca besagt, daß der rote Zivilgouverneur von Malaga auf Anordnung der Anarchisten erschossen wurde. Man machte ihm zum Vorwurf, daß er einigen rechtsgerichteten Personen gegen «in Entgelt von je 8999 Peseten die Flucht aus der Gewalt der anarchistischen Horden ermöglicht hat.
kin Ultimatum srancos k
Vurgos, 27. Oktober.
Der spanische Staatschef General Franco soll die Absicht haben, der roien Schein-Regierung ein Ultimatum, in dem die sofortige Uebergabe der Hauptstadt gefordert wird, zu übermitteln. Wenn auf dieses Ultimatum nach Ablauf von 48 Stunden keine Antwort eingegangen sei, würden die nationalen Truppen den letzten Widerstand der Noten brechen und Madrid mit Gewalt besetzen.
Nach den letz en Meldungen rücken die nationalen Streitkräfte auf ihrem Marsch nach Madrid auf dem rechten Ufer des Tajo rüstig voran. Es verlautet, daß die nationalen Truppen aus strate-
den. Auch andere Dächer sind teilweise stark beschädigt worden. Der Kleinbahndamm im Süden ist. vom Wasser durchbrochen worden. Die südlichen Straßen von Westerland stehen unter Wasser. Bei weiterem Steigen der Flut befinden sich die schon beim letzten Sturm stark mitgenommenen Dünenketten im Norden der Stadt in großer Gefahr. Der Lei der letzten Sturmflut stark beschädigte Teil der Norderpromenade, der inzwischen ausgebessert worden war, ist wiederum hinterwafchen worden und droht zerstört zu werden.
(Ausführliche Einzelheiten auf Seite 9. Ueber die Folgen des verheerenden Sturms in der Umgebung Bremens, siehe lokalen Teil.)
glichen Gründen bei ihrem weiteren Vormarsch auf die Hauptstadt die Ortschaft Aranjuez umgehen werden. Das ständige Vorrücken der natio- nallstischen Truppen im Frontabschnitt Navas del Marquas nördlich von Madrid zeigt, daß der Ort El Escorial fast völlig umgangen und eingekreist rst. Scheinbar ist aber geplanl. sich nicht in Kampfe um das berühmte Kloster, in dem sich starke marxistische Truppen verschanzt haben, einzulassen, in der Erwägung, dadurch die unersetzlichen historischen Kunstwerte, die im Escorial untergebracht sind, vor der Zerstörung zu retten
Die wenigen von der Front in die Öffentlichkeit gelangenden Nachrichten lassen erkennen, daß die Einkreisung Madrids planmäßig fortschreitet.
Madrid erneut bombardiert
Paris, 27. Oktober.
Nach einer Meldung aus La Coruna haben nationalistische Bombenflugzeuge, die von Jagdflugzeugen begleitet waren, am Montag üie Kasernen und die Eisenbahnanlagen von Madrid bombardiert. Anschließend statteten sie auch dem Zivilflughafen Barajas nordöstlich von Madrid einen Besuch ab, wo sämtliche Apparate zerstört wurden, die sich dort befanden. Das Brennstoff- lager ging in Flammen auf.
das neuelugendorbeitsrecht
In dem dieser Tage erscheinenden Jahrbuch der Akademie für Deutsche? Recht bringt der bekannte ArbeitZrechtler Pros. Dr. Siebert grundlegende Ausführungen über die künftige Stellung de? Jugendlichen im Ar- beitSrecht. Sie liegen auch den nachstehenden Ausführungen zugrunde, die wir der amtlichen „Deutschen Arbeitskorrespondenz" entnehmen.
Wenn wir uns überhaupt mit dem Problem des Jugendarbeitsrechtes beschäftigen wollen, dann müssen wir vom Jugendrecht ebenso wie vom Arbeitsrecht ausgehen, sofern wir ein einwandfreies Gesamtbild erhalten wollen. Auf diesen beiden Gebieten hat seit 1933 eine tiefgreifende Wandlung der Anschauungen Platz gegriffen. Wir sehen heute in dem jungen Menschen nicht mehr wie früher ein Objekt staatlicher Wohlfahrtsfür- sorge, wir betrachten ihn nicht mehr als den „kleinen Erwachsenen", sondern wir sind uns der Tatsache bewußt, daß der Jugendliche einst mithelfen mutz, die Zukunft Deutschlands zu garantieren. Daher ist es auch erforderlich, ihm eine Ausbildung angsdeihen zu lassen, die ihm eine volle Entfaltung aller seiner Kräfte ermöglicht. So ist also „die Grundlage des gesamten Jugendrechts die Persönlichkeit des Jugendlichen als eines werdenden Volksgenossen, seine Erziehung für die Gemeinschaft und seine Leistung in der Gemeinschaft."
Wenn wir das kommende Jugendrecht unter diesem Gesichtspunkte sehen, dann ist hiermit auch
Heute abend spricht eöring
Uebertragung der Rede über den Vierjahresplan im Sportpalast auf alle deutschen Sender
Ministerpräsident Generaloberst Eöring wird am heutigen Mittwoch, 29 Uhr, im Sportpalast über den Vierjahresplan sprechen. Die Rede des Ministerpräsidenten wird ab 20 Uhr von allen deutschen Sendern übertragen.
die Auffassung erledigt, datz die Jugend sich hier ihre Rechte gegen den Staat oder gegen.die Wirtschaft ertrotzt habe. Ganz im Gegenteil ist „das nationalsozialistische Jugendrecht das Ergebnis einer Leistung und Bewährung, eine Schutz- undPflegeordnung nicht um irgendwelcher fechte der Jugend gegen den Staat, sondern um derjenigen Aufgaben willen, die der Jugendliche für Volk und Staat erfüllen mutz und erfüllen wird."
Haben wir so in großen Zügen die Seite des Jugendrechtes betrachtet, so werden wir uns nun auch mit der arbeitsrechtlichen Seite besassen müssen. Es ist hier als grundlegend vorauszuschicken, daß es zwar zwischen dem allgemeinen und dem Jugend-Arbeitsrecht niemals irgendwelche wesentlichen Trennungen oder Schranken geben kann, daß aber auf der anderen Seite eben diese Sonderstellung des Jugendlichen auch seine besondere Behandlung innerhalb des Rechtes bedingt. Denn hier dreht es sich ja darum, den Erziehungs- und Ausbildungsgedanken als den „beherrschenden und gestaltenden Grundgedanken des Jugendarbeitsrechtes" in den Vordergrund treten zu lassen.
Daraus wieder leitet sich logischerweise die Notwendigkeit ab, für den Jugendlichen einen besonderen Schutz zu schaffen, der insbesondere die positive Aufgabe zu erfüllen hat, in dem einzelnen die Entfaltung der Persönlichkeit zu fördern. So erklärt es sich auch, datz der Jugendrechtsausschuß der Akademie die Schaffung eines Gesetzes über die Kinderarbeit und die Arbeitszeit der Jugendlichen in den Vordergrund gestellt hat, und daß er sich des weiteren überhaupt vornehmlich mit dem Jugendarbeitsrecht befaßt.
Wir wollen uns im folgenden kurz mit der gegenwärtigen Lage des „Jugendarbeitsrechtes" beschäftigen, um zu zeigen, wie dringend erforderlich bei der weitverzweigten Lage der heutigen Bestimmungen eine einheitliche Gesetzgebung gerade auch auf diesem Gebiete ist. In erster Linie ist hier zu erwähnen, datz sich die Auffassung von dem Erziehungs- und Ausbildungsverhältnis nur für den Lehrling in der heutigen Gesetzgebung verankert findet, weil man früher jeden, der sich nicht in einem direkten Le h r Verhältnis befand, als „Jungarbeiter" be-
isooo unschuldig In Madrid ermordet
erschütternder bericht eines Flüchtlings Über das Leben in der spanischen Hauptstadt