Ausgabe 
(22.10.1936) Nr. 294
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

'»N

>5 !^°«

«t

^°i

4- >.» ^ 1-1.«

IN.«

»Ini.N.z '«.« 1 «.« 'I.L

str «r.,j

l- -n.« r- --.«

It. Ni.« L k. >.«> ri.sl U.«> «I 7i.«

L.«

'!.«!

>m IN.« M 11«.« IN.«

. !«.« er - »t.E.i, «.c,

Mti m W.«

" - 1 . 1 ! -!s !!.!> t I!» !.S

«q

N.« ir. N.« L I.»

lob» r >.p. lm>rt»i,

s: Lr« t.'- --:

lÄM,

ilmr.-

»1d«Il«

m lck. »Im. t Iplitl i!

stiÄu

II !t«!'

Oitod«

Ätin

pipiiN

MM

jwlei»

-ö°.

eliiw

11 . 11 .

j-' i!tt> n ai

!» i:!6 >o iii.z

i- Er

ir I«.! >r

1 ° - A ' I -

!5 !lt>

r -a.» o Iitj r M

o xit

« >!!.» « 1^ 7 ><^

» «- °

, u>4

isl

ii»t

M.Ü

!<->

-!1'°i

1üt> ' 1».7 io4 ,»»

,u.

>».»

i»t

ii«.'

,!>>

«71

»<

1!!^

Illlj

1^

I»!^

u-'

»!!

LS

rr^

Ä

'Ä

i!'4

I«'k

171''

i«>^

,r^

,rr>

parteiamtliche Lageszeitung

Nachriliftenbiatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt vremen

Das amtliche Verkündungsblatt des

Deichsstatchalters in lMenburg und Vremen

Anz-igen-Grundpr-ise: Die 22-inm-Zeile im Anzeigenteil ISPs., die 70 -mm-ZeiIe rm Textteil 75 Ps. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Vedlnmmgen Preis liste k (Nachlatzstassel C). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr: Schristleitung Dienstag und Freitag 1M-13-L Uhr.

Nr. 294 / 6. Jahrgang

Donnerstag, 22. Oktober t9Z6

kinzetpreis 15 Npf.

deutsch lcind weist Moskauer frechlieit zurück!

Unsvr lagssspisgst

Ja Spanien werden jetzt auch Frauen in Masten hingerichtet.

Scharfe Note In London überreicht

Bei einem nationalistischen Fliegerangriff auf Madrid wurden 128 Personen getötet.

Reichsfiihrer SS. Himmler weilte bei Mussolini.

Eine deutsche Note an den Nichteinmischungs­ausschuh weist Moskauer Unverschämtheiten zurück.

Der italienische Außenminister wurde von Reichsminister v. Neurath empfangen.

Die Reichsbahndirektion versieht die un­beschrankten Eisenbahniibergänge mit Warn­lichtern.

Obergruppenführer Herzog von Koburg wurde mit der Führung derVereinigung der deutschen Frontkämpferverbände" beauf­tragt.

Auf dem Sprechtag der Mitteldeutschen Börse in Leipzig wurde eine stärkere Zusammen­arbeit der Aktiengesellschaften mit der Presse gefordert.

zg Bremer Ortsgruppen- und Kreisamts­leiter weilten mit Kreisleiter Pg. Blanke fünf Tage im Kameradschaftslager Ristedt.

: Die Luftgaureserve 3 stellt zur kurzfristigen

Ausbildung Freiwillige ein.

österreichische Nationalsozialisten verurtelt

Me kinmischung des Kreml

(Vrnbtborlvlit unserer Berliner Svliriktlsitnax)

ir. Berlin, 21. Oktober.

Die Reichsregierung hat, wie amtlich mit­geteilt wird, am Mittwoch durch den deut­schen Geschäftsträger in London, von Bis- marck, dem Vorsitzenden des Nichtein­mischungsausschusses eine Note überreichen lassen, in der sie zu den kürzlich von der Madrider und der Sowjetregierung erhobe­nen Anschuldigungen wegen angeblicher Verstöße Deutschlands gegen das Waffen­embargo Stellung nimmt. In der deutschen Note werden diese Anschuldigungen als völlig haltlos gekennzeichnet und mit größ­ter Entschiedenheit zurückgewiesen. Zugleich hat die deutsche Rerchsregierung aus Grund des ihr vorliegenden umfangreichen Mate­rials dem Ausschuß eine lange Reihe von

Fällen mitgeteilt, in denen von sowjetrussi- scher Seite das Waffenembargo in flagran­ter Weise verletzt worden ist.

»

Aus einen groben Klotz gehört ein grober Keil! Bekanntlich hat die Sowjetregierung es kürzlich für notwendig gehalten, im Lon­doner Nichteinmischungsausschuß die reich­lich dreiste Behauptung aufzustellen, Italien, Deutschland und Portugal fühlten sich be­müßigt, durch ständige Waffenlieferungen die Sache des nationalen Spaniens zu unter­stützen. AlsBeweis" (!) fügte der sowjet- russische Botschafter in London seiner Pro­testnote an den Vorsitzenden des Nichtein­mischungsausschusses, Lord Plymouth, eine Reihe vonAnlagen" bei, die von der MadriderRegierung", also von einer der beiden Parteien im spanischen Bürgerkrieg selbst geliefert worden waren. Wenn schon diese Form des sowjetrussischen Schrittes als bezeichnend für gewisse Moskauer Methoden angesehen werden mutzte, so hat inzwischen das weitere Verhalten der Sowjetregierung

deutlich genug gezeigt, um was es in Wirk­lichkeit bei allen Protestschritten ging. Mos­kau verstieg sich zu der Forderung, daß sich die englische und die französische Flotte zu einer Blockade, also zu einer offenen Kriegs­handlung, gegen Portugal hergeben sollten. Die schallende Ohrfeige, die man in London daraufhin unverzüglich erhielt, ist frecher­weise mit einem wahren Notenbombarde- ment auf den Londoner Ausschuß beantwor­tet worden, der Zweck des bolschewistischen Zwischenspiels war und ist noch immer, ein Arbeiten des Neutralitätsausschusses unter allen Umständen zu verhindern, um damit freie Hand für das aktive Eingreifen Mos­kaus in Spanien zu behalten. Es mutz be­grüßt werden, daß die Reichsregierung die­sem doppelzüngigen Spiel in London ein radikales Ende gesetzt hat, indem sie nicht nur die dreisten Anschuldigungen der soge­nannten Madrider Regierung auf das schärfste zurückgewiesen, sondern auch die Tatsache der ständigen Verletzung des Nicht­einmischungsabkommens durch die Sowjet­union angeprangert hat.

Sraf tlano bei stußenininister von Neuratli

Vor stolze Halieniftste Säst estrt die gefallenen stetsten Ves Weltkrieges

Wien. 21. Oktober.

Vor dem Landesgericht in Eraz fand am Mitt­woch der erste auf Grund des Staatsschutzgesetzes anberaumte Prozeß statt. Angeklagt waren zehn Nationalsozialisten unter der Beschuldigung, im August 1936 in Annagraben in Steiermark an einem geheimen SA.-Appell, verbunden mit einer Exerzier- und Geländeübung, teilgenommen zu haben. Das Gericht folgte aber nicht dem Antrag des Staatsanwalts, sondern fällte lediglich ein Urteil auf Grund des Gesetzes wegen verbotener Parteitätigkeit. Es wurden Arreststrafen in der Dauer von 14 Tagen bis drei Monaten verhängt.

Berlin» 21. Oktober.

Der italienische Außenminister Graf Ciano stattete Mittwoch vormittag dem Reichs- autzenminister Freiherr von Neurath im Aus­wärtigen Amt einen Besuch ab, der die Ge­legenheit zu einem längeren Gedankenaus­tausch bot. Gegen Mittag erfolgte seitens des Reichsaußenministers beim italienischen Staatsmann im HotelAdlon" ein Gegen­besuch.

Das Ehrenmal Unter den Linden war Mitt­woch nachmittag Schauplatz einer feierlichen

Ehrung der gefallenen Helden des Weltkrieges durch den italienischen Auhenminister Ciano, der dort in Gegenwart der übrigen italienischen Gäste, führender Persönlichkeiten des Staates und der Partei, sowie einer nach Tausenden zählenden Menschenmenge einen großen Lorbeerkranz nieder­legte.

Vor dem Ehrenmal war je eine Kompanie des Reichsheeres und der Luftwaffe mit Musik an­getreten, um dem italienischen Minister die Ehren­bezeugung zu erweisen. Bei seiner Ankunft wurde Graf Ciano von dem Kommandierenden General des dritten Armeekorps, General der Infanterie von Witzleben, dem Kommandierenden General im

khrentage der deutschen Hochseefischerei

Selettworl stes Nefrstsministers Varrs für stfe feiern in wesermünste

Berlin, 21. Oktober

In den Tagen vom 23. bis 26. Oktober wird in Wesermunde die Erinnerung an die ersten An­fänge der deutschen Hochseefischerei vor 60 Jahren gefeiert. Der Reichs- und Preußische Minister für Ernährung und Landwirtschaft R. Walther DarrS gab den Feiern folgendes Eeleitwori:

Vor fünfzig Jahren ging der erste deutsche Hoch- seefischdampfer in See. Damit war der Grund­stein zu einer gewaltigen Entwicklung der deut­schen Hochseefischerei gelegt. Heute nach einem halben Jahrhundert ringen auf allen Meeren Tag um Tag deutsche Männer in hartem Kampf der See hochwertigstes Nahrungsgut ab. Die deutsche

Hochseefischerei ist zu einem unentbehrlichen Helfer bei der Sicherstellung der deutschen Volksernährung geworden. Ich nehme daher am 50. Jahrestag der Gründung der deutschen Hochseefischerei ganz besonderen An­teil und wünsche ihr eine weitere glückliche Ent­wicklung".

Kollo! äos Susso-Hkroumals in zVesermüncko.

Luftkreis II, General der Flieger Kaupisch und dem Kommandanten von Berlin, Generalleutnant Schaumburg, begrüßt. Unmittelbar darauf schritten Graf Ciano und Botschafter Attolico in Begleitung der drei Generale die Front der Ehrenkompanie ab.

Während das Musikkorps des Wachregiments unter Leitung des Stabsmusikmeisters Ahlers das Lied vom guten Kameraden anstimmte, be­trat Graf Ciano mit seiner Begleitung das Innere des Ehrenmals und legte nach einer Mi­nute stillen Gedenkens an die deutschen Gefallenen des Weltringens einen Lorbeerkranz nieder.

Als der italienische Minister wieder auf den Stufen des Ehrenmals sichtbar wurde, brachten ihm die Tausende eine spontane Huldigung dar. Immer wieder hallten die Heilrufe der Menge zu dem hohen italienischen Gast herauf, der mehr­fach für diese Ehrung dankte. Zum Abschluß des feierlichen Totengedenkens marschierten die Ehrenkompanien in Exerzierordnung an dem ita­lienischen Außenminister und feiner Begleitung, unter der sich auch der Chef des Protokolls Ge­sandter von Biilow-Schwante und der deutsche Botschafter in Rom von Hassell befanden, vorbei.

Stündlicher Sestankenauslausch"

Abendempsang im Haus des Reichspräsidenten zu Ehren des Grafen Ciano

Berlin, 21. Oktober.

Zu Ehren des italienischen Außenministers veranstaltete der Reichsminister des Auswärtigen von Neurath und Freifrau von Neurath eine Abendtafel im Hause des Reichspräsidenten. Während des Essens begrüßte der Reichsminister des Auswärtigen den Gast der Reichsregierung. Er führte u. a. aus:Ihre Anwesenheit bietet uns Gelegenheit zu einem offenen und freund­schaftlichen Meinungsaustausch über die Fragen, die unsere beiden Völker bewegen. Ihre persön­liche Fühlungnahme mit den führenden Män­nern des Dritten Reiches wird sicherlich dazu beitragen, die zwischen unseren Völkern be­stehenden freundschaftlichen Beziehungen weiter auszubauen. Dadurch dienen wir zugleich dem hohen Ziel der internationalen Ver­ständigung, die unseren Leiden Ländern gleichermaßen am Herzen liegt."

Der italienische Minister führte u. a. aus: Die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern sind so, wie sie zwischen zwei großen Nationen bestehen und bestehen sollen, die auf der hohen Ueberlieferung ihrer jahrhunderte­alten Geschichte das starke Bewußtsein für die ihnen übertragenen Aufgaben der Zivilisation haben. Der gründliche Gedankenaus­tausch, zu dem mein Besuch geführt hat, wird dazu beitragen, diese Beziehungen zu verstärken im Interesse unserer beiden Länder und der ge­meinsamen Bestrebungen, die Sie auf das Werk des allgemeinen Friedens und des europäischen Wiederaufbaues zu richten beabsichtigen."

(Siehe auch Seite 2)

Himmler bei Mussolini

Rom, 21. Oktober.

Mussolini empfing am Dienstagvormiittag den Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei Himmler und hatte mit ihm eine herzliche Unter­redung.

Anschließend begab sich Reichsführer SS. mit den Mitgliedern der deutschen Polizeiabordnunq nach Ostia, wo der Chef der italienischen Polizei Bocchini zu «einen Ehren ein Frühstück gab. Am Nachmittag besichtigte der Reichsführer SS. unter Führung des Leiters der faschistischen Jugend- organpation, Staatssekretär Ricci, das Forum Mussolini und die Akademie für Leibesübungen.

tangemacck

welirliaftigkeil und seelische Seschlossenlielt

Im Oktober und November eines jeden Jahres kehren die Tage und Stunden wieder, in denen 1914 dasLied von Langemarck" als Feuerzeichen deutschen Vlui'.es ebenso trotzig und unüberwindlich wie anklagend und beschwörend in Not und Tod an der Front in Flandern zum Nachthimmel auf­stieg.

Nun kennt zwar heute jeder Deutsche den Namen Langemarck. Vielen ist dieser Name auch zu einem Begriff geworden. Aber nur ganz wenige wissen, was da wirklich auf Flanderns Erde an der ganzen Ppernfront, wo junge deutsche Kriegsfreiwillige kämpften geschah. Des Blutes Sprache dort haben nur ganz wenige verstanden. Und so droht denn auch hier das Lebendige an einem versteinerten Begriff, der das Wesentliche außer acht läßt, zugrunde zu gehen.

Dieses Wesentliche, das erst durch das nationalsozialistische Deutschland wieder lebendig wurde und wird, gilt es herauszustellen. Wir dürfen nicht übersehen oder vergessen, daß in dem Heldengefang vonLangemarck" zugleich der Schrei eines ganzen Volkes aufgellte, denn die zerrissenen Leiber der Jugend waren ein grau­sames Entsühnen von Fehlern, die die vergan­gene Generation in berghoher Schuld auf sich lud: das Volk war nicht wehrhaft! Nicht alle, die Soldat hätten sein können, waren es. Die Wehrpflicht, oder besser gesagt, das Wehrrecht war nicht allgemein. 5 500 000 wehrfähiger deut­scher Männer waren nicht ausgebildet. Dieses Verbrechen am Volk führte zuLange­marck".

Das ist das eine. Das andere ist dies: was Heinrich von Kleist in seiner DichtungGermania an ihre Kinder" als Brandfackel in alle Stämme Deutschlands warf, diesem Ruf folgte 1914 die deutsche Jugend aus der Stimme ihres

Veutsch-polnischer Wirtschaftsvertrag verlängert

Warschau, 21. Oktober.

Am 19. Oktober ist in Warschau eine Verein­barung über die Verlängerung der Geltung des deutsch-polnischen Wirtschaftsvertrages vom 4. November 1938 bis zum 31. Dezember 1938 abgeschlossen worden.

Blutes heraus. Aus Nord und Süd und Ost und West strömte sie herbei, die Jugend aller Stämme, Stände und Schichten. Die Jugend mar­schierte, marschierte im Pulsschlag ihres Blutes...

Und da, als nach dem ersten triumphalen Siegeszug der deutschen Soldaten im Westen ein Rückschlag eintrat und dort am rechten Flügel der Armee das schwarze Gewölk eines aufziehen­den Wetters dräute, als sich die Jugend, dieses schnell in Uniform gesteckte Volk, dieser Sturm­flut als lebender Wall entgegenwarf und so der zu unheimlicher Macht geballte Vernichtungs­wille vielfach überlegener Feindmassen mit der von Heller Begeisterung getragenen Jugend in ungeheurer Wucht zusammenprallte, als in den Höllenschlünden dieses Anpralls die Jugend er­kennen mußte, daß sie den rauschenden Endsieg nicht erstreiten konnte, als sie inmitten zornigen Sterbens die Todgefahr ihres Volkes erfühlte, da brach die Reinheit der längst verschüttet ge­wähnten Volksseele helleuchtend hervor: in höch­ster Not und Todgefahr sang diese Jugend. Nicht duckte sie sich, nicht verzagte sie, nicht ergab sie sich in Demut in ihr Schicksal, nein, sie straffte sich. wurde hart, trotzte, kämpfte und sang. Sang ein Lied, das aus dem Urgrund ihrer Seele kam. das Lied ihres Volkes. Und dies Lied hieß Deutschland! Ein nie erahntes seelisches Er­wachen, ein seelischer Umbruch, eine seelische Not wende lag in diesem Singen.

Von diesem seelischen Erleben und diesem seeli­schen Erbe sprach man bisher kaum, obwohl es das Wichtigste ist. Denn dieser Gesang damals war das erste Lied der Deutschen Revolution. Deshalb auch gab Rudolf Heß der Hitlerjugend Lei ihrer Vereidigung jene Jugend von Lange­marck zum Vorbild.

Ja, wer vonLangemarck" und seinem Erbe spricht, muß in der Hand ein Schwert und im Herzen eine Erkenntnis haben. die. frei von aäem Fremdgut. einzig und allein und bedingungslos aus dem deutschen Seelenerbgut kommt. Denn beiLangemarck" wurde das Tor zu neuer deut­scher Zukunft und Freiheit weit aufgestoßen. Ge-

I