Ausgabe 
(29.9.1936) Nr. 271
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parteiamtliche Lageszeitung

Naltzriliitenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen

der Halionallozialisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Zreien kjansestadt Vremen

-inschSrwUn^ Zustellungen durch die Pos.

Postscheck: Hamburg 17272 Bctrieb'sstör^öenÄa°/nÄ/ beZUgsPreiS ist im voraus zu entrichten. NS.-G°uv°rl°g Weser-Kms ^"'°v^°rungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung ob. Ersatz.

^ Das amtliche Verkündungsblatt des

Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Anzeiacn-Grundvreise: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil l2 Pt-, die 70-mrn-Zeile im Textteil 75 Pi- Ermößigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Dedi^gen Preis, liste 6 (Nachlaßstaffel 0). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schnftleitung Dienstag und Freitag 12^-13^ Uhr.

Nr. / 6. Jahrgang

Menslag, rs. September 1SZS

kmzelpreis lS kpf.

Schaffen und Werken am rechten Platz

verusserziekung, eine naftonalsoftalisiische Pflicht / fllle KrSfte des Volkes werden für den vierjokresplan eingesetzt

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öroßkundgebung der Vfls.

Berlin, 28. September. Der Führer und Reichskanzler hat aus dem Reichsparteitag der Ehre erklärt, daßdie Deutsche Arbeitsfront das vielleicht gewal­tigste Monument der Erziehungsarbeit an

llnsor lagssspiegvl

Das ganze schassende Deutschland hörte in Gemeinschaftsempsängen gestern die histo­rische Proklamation des Führers.

Rudolf Hetz hat den Helden des Alcazar Glückwünsche gesandt.

Leon Vlum hat aus die gleitende Lohnskala verzichtet.

Reichsminister Dr. Goebbels ist nach Berlin zurückgekehrt.

Der Zentralausschntz der Reichsbank ist zu einer Erklärung Dr. Schachts für Mittwoch einberufen.

Bei Eröffnung des 11. Internationalen Kon­gresses der Autoren und Komponisten hielt Minister Alfieri eine Ansprache.

Das Amt für Bernsserziehung und Arbeits- sührung hat seine Referenten zu einer Ar­beitstagung in Berlin versammelt.

Der Bund deutscher Mietervereine behan­delte in Dresden dringliche Wohnungsfragen.

Nöne Erfolge konnten Bremer Motorsport­ler auf Nachtorientierungsfahrten erzielen.

Der bremische Polizei-FLnskampssieger Groene- velb wurde feierlich in Bremen empfangen.

Im Riesengebirge und in den Allgäuer Ber­gen ist Schnee gefallen.

unserem Volke ist". Berusserziehung nach der Schul- und Lehrzeit, die Ordnung der beruflichen Erwachsenen-Erziehung sowie die Berufslenkung sind Ausgaben von größter politischer Bedeutung. Um diese Fragen in der breiten Öffentlichkeit herauszustellen, hat das Amt sür Berufserziehung und Be­triebsführung feine Referenten zu einer Reichsarbeitstagung am 28. und 38. Sep­tember nach Berlin gerufen.

Der Arbeitstagung ging am Montagnachmittag bereits ein Gemeinschaftsempfang der Nürnberger Proklamation des Führers voraus. Abends fand dann in feierlichem Rahmen eine Kundgebung der Deutschen Arbeitsfront in der Kroll-Oper statt, auf der der Reichsorgani'sationsleiter Dr. Ley, Reichserziohungsminister Ruft und die Reichs frauenführerin Scholtz - K link grund­sätzliche Ausführungen zu diesen wichtigen Aus­gaben machten. Zahlreiche Ehrengäste aus den Ministerien, aus allen Gliederungen der Partei, der Wehrmacht, der Polizei, des wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Lebens wohnten der Ver­anstaltung bei. , ...: .

Hauptamtsleiter Klaus Selzner eröffnete die Kundgebung mit dem Hinweis darauf, daß es nach dem Willen des Reichsoraanisatlonslelters Dr. Ley in Deutschland in Zukunft möglichst keineunqelerntenArbeiter mehr geben

solle.

isorsanisalronsietter Vr. Leu

r u. a. aus: Zu der nationalsozialisti- rnschauung führe die Erkenntnis, daß ein ununterbrochener Kamps sei, der >u bestehen sei, wenn die Gemeinschaft wesen helfe und wenn dieses Einzel- lerum im Rahmen der Gemeinschaft :n als Soldat Deutschlands und Adolf höchsten Leistungen aufraffe. Voraus- dast der einzelne die Gemeinschaft und ndigkeit begreife und anerkenne. Um jt im Interesse des einzelnen, sondern i zu erreichen, müsse der Gedanke nschaft für jeden noch erfaßbar se,n. ; in Deutschland auch an besonderen r Natur fehle so habe es doch u sie mit das Beste, was die Wen auszuweisen habe. Es liege in diesem m ein ungehe ure s K ap-taI.

en unsere heiligste P!^- ' «-ruf

tsche hätten heute einen M i-hen Verüb Wege zu gehen, >er eine der weient- aussehunqen zur Erfüllung ^ planes Dr. Ley hob unter starkem

vor, daß er mit dem Reichserzlehung^

ust völlig einig «ehe m her Forderung, stich jeder die Möglichkeit erhalte, ven ?en Beruf zu ergreifen.

Reichsorganisationsleiter nann e a

leihe von Gesichtspunkten und Forde- die beachtet werden müßten, wenn m deutschen Arbeiter zum höchstbesahlgt- Irbeiter der Welt mache» wolle. Zu­

nächst einmal sei die Berufsberatung das A und O aller Arbeit. Es müsse, so erklärte Dr. Ley unter lebhaftestem Beifall, einmal aufhören, daß Not und Elend dem jungen Menschen seinen Lebensweg vorschreiben, und es müsse im Gegenteil alles geschehen, um ihn in der Entwicklung seiner Fähigkeiten zu unterstützen.

Zunächst sollten die jungen Menschen ein Jahr lang an Eisen und Holz mir den einfachsten Werkzeugen hantieren. DieseRobinson-Er­ziehung" könne vielfach in das letzte Schuljahr hineingelegt werden. Die Verhandlungen dar­über seien eingeleitet.

Das Handwerk, so erklärte Dr. Ley, hat die große Aufgabe, dem deutschen Volke die höch ste Berufsausbildung zu geben. Diese Grund- lehre beim Handwerk solle auf zwei Jahre ausge­dehnt werden. Tann kommen die jungen Leute auf ein Jahr in die Lehrwerkstätte, wo sie Sps- zialisten würden und an den modernsten Werk­zeugen lernten. Nicht die Größe des Werkes sei maßgebend, sondern die Güte und die Lei­stn n g. Wenn das Werk es allein nicht schaffen könne, so würde die Deutsche Arbeitsfront helfen. Der erste Schritt sei bereits mit dem Leistungs­abzeichen getan.

Wir verlange«, daß jeder junge Deutsche ein Jahr durch Deutschland wandert, um Deutschland

und die Arbeitsweise in den verschiedenen Landes­teilen kennenzulernen.

Zu den Verufszeitschriften überge­hend, sagte Dr. Ley, daß diese Zeitschriften, die schon heute nach Güte und Menge auf beachtlicher Höhe stehen und die Auflage von rund 10 Milli­onen erreicht haben, weiter ausgebaut wür­den. Jeder Deutsche solle solche' Berufszeitung erhalten. Es ist zwar unser Ideal, so sagte Dr. Ley, möglichst viele selbständige Existenzen zu gründen, aber ebensowenig können wir anderer­seits auf die Industrien mittleren oder großen Formats verzichten. Eine gesunde Wirtschaft muß eine gesunde Mischung von Groß-, Mittel- und Kleinindustrie und -Betrieben haben.

Auch der verantwortliche Betriebssichrer muß Meister sein. Er wird in unseren Reichsberufs­schulen beweisen müssen, daß er tatsächlich einen Betrieb führen kann wir werden mit fahr­baren Wanderschulen ins Land gehen, werden einen umfangreichen Lehrstoff in Form von Büchereien anlegen und Gesellen- und Lehrlings­heime im Zusammenwirken mit der Hitlerjugend bauen. Dr. Ley betonte in diesem Zusammen­hang, daß die konfessionellen Eesellenheime, auch die getarnten, nicht mehr länger geduldet. wer­den könnten.

Tann sprach Reichserziehungsminister Rüst über die Bedeutung und das Ergebnis der Zu­sammenarbeit zwischen dem Reichserziehungs­ministerium und dem Reichsorganisationsleiter. Jeder Deutsche hab« die Pflicht, so führte er aus, an den neuen großen oom Führer gestellten Auf­gaben mitzuarbeiten. Der Minister erklärte sein vM«s Einverständnis mit den Ausführungen Dr. Leys in bezug auf das Berufs- und Fachschul­wesen.

Der Minister gab bekannt, datz bereits am näch­sten Ostern in den höheren Schulen die Zahl der Schuljahre herabgesetzt werde. Statt bisher vier Jahre Grundschule und neun Jahre höhere Schule werde ab Ostern die 12jährige Schulzeit ein­geführt.

Weiter richtete der Minister an die deutschen Studenten eine ernste Aufforderung, da bereits in allernächster Zeit große Anforderungen an sie gestellt würden. Man müsse vom siebenmonatigen Semester zum vollen Studienjahre kommen.

Die Reichsfrauenführerin Frau Scholtz- Klink sprach über Ausrichtung. Erziehung und Schulung der deutschen Mädchen. Hauptamtsleiter Klaus Selznev schloß die große und eindrucksvolle Kundgebung mit einem begeistert aufgenommenen Sieg-Heil auf den Führer'.

veutWand Wie die Proklamation des Meers

Semeinschastsempfänge in allen Betrieben einleitende flnlprache Vr. Leus

Berlin, 28. September.

Das ganze schaffende Deutschland hörte am Montagnachmittag in Gemeinschaftsempfän­gen die historische Proklamation des Füh­rers, die Gauleiter Wagner-München auf dem Reichsparteitag der Ehre am S. September verlesen hatte. Beamte, Angestellte und Ar­beiter hatten sich mit den Betriebssichrer« an der Spitze in den Fabrikhallen und Werk­stätten, in Kontoren, Sitzungssälen und Ar­beitszimmern versammelt, die Gesamtheit der deutschen Werktätigen der Stirn und der Faust, darüber hinaus aber auch die Volks­genossen in den Wohnungen, um noch einmal in einer Stunde der Sammlung und Besin­nung den großen Rechenschaftsbericht des Führers über sein vierjähriges Wiederaufbau­werk und zugleich die Verkündung des ge­waltigen neuen Vierjahresprogramms zu vernehmen.

Vor Ilebertragung der Proklamation selbst sprach der Reichsleiter der Deutschen Arbeits­front, Dr. Robert Ley. Anknüpfend an die Fer­tigstellung des 1000. Kilometers der deutschen Reichsautobahnen stellte er in packenden und mit­reißenden Worten den Zuständen, die bei der Machtübernahme in Deutschland anzutreffen waren, die Errungenschaften gegenüber, die das große Aufbauwerk des Führers mit sich gebracht hat.Fragt den Bauern," so rief Dr. Ley aus,der damals von Haus und Hof vertrieben war und heute wieder mit seiner Familie auf ge­sichertem Boden arbeiten und leben kann, fragt den Arbeiter selbst, der nicht mehr tagtäglich

zu befürchten braucht, auf die Straße gesetzt zu werden.

Und nun verkündet der Führer bereits sür die nächsten vier Fahre einen Plan, der noch gewal­tiger ist als der erste. Heute wirst du, Arbeiter, und du, Arbeiterin, voll Vertrauen zu diesem neuen Plan ausblicken. Was dank marxistischer Hetze vor vier Jahren von vielen noch bezweifelt wurde heute besteht kein Zweifel mehr dar­über, daß der Führer auch dieses neue Programm in die Tat umsetzen wird. Nicht Lohnerhöhung wird den Arbeiter besserstellen, sondern Produk­tionserhöhung. Schasst mehr Werte, mehr Nah­rungsmittel, mehr Kleidung, mehr Wohnungen, mit einem Wort Dinge, die den schassenden Men­schen ein besseres Leben garantieren. In stetiger, mühsamer Arbeit wollen wir all unsere Kräfte und Energien für dieses große Ziel anspannen, und der Erfolg wird nicht dem einzelnen, sondern dem gesamten deutschen Volk, dir, Arbeiter, und dir, Arbeiterin, zugute kommen!"

Dr. Ley sprach dann von den Verhältnissen in Sowjetrußland, wo es dem Bolschewismus bis heute auch nicht annähernd gelungen sei, den Le­bensstandard des Arbeiters und Bauern den Le­bensbedingungen zur Zeit des zaristischen Ruß­lands anzugleichen und verwies dann auf die Ab­wertung des französischen Franken. Nachdem Dr. Ley dann das Wesen einer echten Revolution da­hin gekennzeichnet hatte, daß sie, statt die äußere Form zu ändern, die Menschen selbst er­neuere und ihre Vorurteile und ihre alten Be­griffe beseitige, fuhr er fort:Die Kraft des Glaubens ist es gewesen, die diesen neuen deutschen Menschen geschaffen hat. Adolf Hitler siegte, weil er, als alles zusammenbrach, als die

Besten verzweifelten, als die Gemeinheit trium­phierte, als der Bürgerkrieg wütete und Not und Elend herrschten, als einziger anDeutschland und an das deutsche Volk glaubte.

Aus diesem Glauben kommt unsere Gemein­schaft, unsere Kraft und unsere Freude. Es ist eine Gemeinschaft, die nicht auf den Profit sieht, eine Kraft, die die Sorgen des Mitmen­schen teilt, und eine edle und wahre Freude, die immer da ist. wo Idealen nachgestrebt wird. Kraft durchFreude das ist nicht das Symbol der Trughaftigkeit, der Zügellostgkeit und der Genußsucht, sondern es ist das Sinnbild höchster Disziplin und höchster Ein­satzbereitschaft. Wir bitten das Schicksal nicht, uns ein bequemes Leben zu schenken. Wir wollen das Leben so wie es ist, mit all seinen Sorgen und seiner Not, aber auch mit seinen schönen Tagen, seiner Freude, seiner Sonne. Für uns ist Sozialismus Kampf und Gerechtigkeit, der Preis ehrlicher Arbei t."

Dieser Kampf," so schloß Dr. Ley,wird sieg­reich sein, denn der Führer führt uns. Er war ein Arbeiter wie du, hat selbst Not und Elend verspürt, aber er hat sie besiegt durch seinen Glauben. So glauben wir, daß der Herrgott uns Adolf Hitler gesandt hat, damit er Deutschland von der Not und dem Elend befreit und damit er dir, Arbeiter, und dir Arbeiterin, die Ehre, die Achtung und die Lebensmöglichkeit in der Welt erkämpft. Es lebe Adolf Hitler! Wir glau­ben an dich Adolf Hitler, unseren Führer!"

Der Rede Dr. Leys folgte die Proklamation des Führers. Unter dem gewaltigen Eindruck der Proklamation sangen die deutschen werktätigen Menschen in Stadt und Land am Schluß des Es- meinschaftsempfanges ergriffen die Lieder der Nation.

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Verantwortung

krste Pflicht in der volksernStzrung

Von

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Was der deutsche Bauer gerade in diesen letz­ten Jahren geleistet hat, ist etwas Einziges und Einmaliges." Mit diesen Worten hat der Führer in seiner großen Proklamation anläßlich ddr Er­öffnung desParteitages der Ehre" die Erfolge der Erzeugungsschlacht unserer Landwirtschaft nicht nur vor dem deutschen Volk, sondern vor der ganzen Welt anerkannt und gewürdigt. Dem deutschen Landvolk, das in diesem Jahr in be­sonderem Maße mit den Unbilden der Witterung zu kämpfen hatte, ist diese Anerkennung aus dem Munde des Führers Lohn für seine harte Arbeit.

Ein neues Wirtschaftsjahr beginnt. Wie zeigt sich uns die ernährungswirtschaftliche Lage? Was erwarten Führer und Volk als selbstverständliche Pflichterfüllung? In jedem landwirtschaftlichen Betrieb muß heute jede einzelne Maßnahme auf das Eesamtwohl eingestellt sein. Richtung­gebend sind hierfür neben den Zielen der Erzeu­gungsschlacht vor allem die Anweisungen und Anordnungen, der Marktordnungsorgane. Jetzt kommt alles darauf an. daß die deutsche Land­wirtschaft ihre Erzeugnisse in ständig regelmäßi­gem Fluß und zu den festgesetzten Preisen an den Markt, bringt. Gewissenhafte und pünktliche Er­füllung der vorgeschriebenen Ablieferungspflich­ten ist eine der dringlichsten Forderungen der Volksernährung. Bauern und Landwirte, die gegen diese Vorschriften der Marktordnungsver­bände verstoßen, schädigen das deutsche Volk.

Gewissenlos gegenüber dem Eesamtwohl des Volkes handeln auch jene und wenn es auch nur Ausnahmeerscheinungen sind, die als Er­zeuger, Verteiler oder Verarbeite: aus Ge­winnsucht höhere Preise fordern, als nach den geltenden Vorschriften zulässig ist. Ich be­tone mit nachdrücklichstem Ernst: Diese Pflicht­vergessenen wird der Staat in Zukunft hart an­fassen, um die Volksgemeinschaft zu schützen und um zu verhindern, daß einzelne das Ansehen und die Arbeit ganzer Berufsstände zu untergraben versuchen.

Deutschlands Lage ist nicht leicht. Nur bei ge­wissenhafter Mitarbeit jedes einzelnen können wir die uns gestellten, für unser Volk lebens­wichtigen Aufgaben meistern. Der nationalsozia­listische Staat hat, getreu seinem bei der Macht­übernahme gegebenen Versprechen, die deutsche Landwirtschaft vor dem drohenden völligen Zu­sammenbrach gerettet und die wirtschaftliche Lage der deutschen Landwirtschaft entscheidend ver­bessert. Die Preise der landwirtschaftlichen Er­zeugnisse sind von den die Erzeugung lähmenden Zuständen wieder an den allgemeinen Preis­standard unserer Volkswirtschaft herangeführt worden. Diese Leistungen von Staat und Volks­gemeinschaft verpflichten die Landwirtschaft, mit besonderem Eifer den gekennzeichneten Anforde­rungen nachzukommen und ich darf es hier aussprechen:Die Landwirtschaft wird in tie­fer Dankbarkeit und im Bewußtsein ihrer hohen Verantwortung wie immer geschlossen zur Stelle sein!"

Dank dem Erfolge der Erzeugungsschlacht ist die Ernährung unseres Volkes heute schon zu 80 bis 85 v. H. 1927 waren es nach den Berechnungen des Instituts für Konjunkturforschung nur 65 v. H. aus eigener Erzeugung gesichert. Um diese Lei­stung voll zu würdigen, muß man bedenken, daß der Nahrungsmitteloerbrauch erheb­lich gestiegen ist, denn das deutsche Volk ist seit 1933 um fast 2 Millionen gewachsen und 5 Millionen Arbeitslose wurden in Arbeit ge­bracht und damit wieder zu Vollverbrauchern. 15 bis 20 v. H. unseres Bedarfs an Nahrungs­mitteln müssen aber auch heute noch aus dem Ausland eingeführt werden. Wir können bei nor­maler Ernte aus eigener Erzeugung decken den Bedaif an: Brot und Mehl zu 100 v. H., Speise- kartoffeln zu 100 v. H.. Zucker zu 100 v. H., Frisch­milch zu 100 v. H, Beim Gemüse und Fleisch er­zeugen wir jedoch nur etwa 90 bis 94 v. H. im Inland, bei Eiern und Molkereierzeugnissen be­trägt die Selbstversorgung etwa 80 bis 85 v. H., und bei Fetten sogar nur 50 bis 55 v. H.

Deutschlands Ausfuhr an Industrie-Erzeugnissen stößt im Ausland auf große Schwierigkeiten. Wir können deshalb den Umfang unserer Ausfuhr nicht beliebig erweitern. Den Erlös aus unserer Aus­fuhr brauchen Wir aber nicht nur zur Beschaffung

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