der natlona
Amtsblatt des Senats der Zreien kjansestadt vremen
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l^achrichlenblatt der Deutschen Arbeitsfront Dremen
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Nr. 2?N / 6. Jahrgang
Vas amtliche Nerkündungsblatt des Neichsstatchalters in Videnburg und Vrsmen
Montag, 28. September ISIS
der führet gab den ISSN. Mobahn-Km frei
festakt bei vreslau / kin Werk. auf das der deutsche flrbeiter ftoh sein kann /„Vec größte Straßenbaumeister aller Zeiten
fldolf Hitlers dank
Breslau, 27. September.
Auf schkssischem Bodden, geheiligt in der Geschichte des deutschen Reiches, weihte der Führer am Sonntag den 1000. fertiggestellten Kilometer des seiner Initiative zu verdankenden Autoftrahennetzes.
Obwohl es unbekannt geblieben war, daß der Führer selbst die Uebergabe des 1800. Kilometers
Unser Ir»gssspivge>
Der Führer gab Lei Vreslau den 1008. Kilo- meter der Reichsautobahn für den Verkehr frei.
Staatssekretär Reinhardt erklärte gestern, daß die deutsche Währung unter keinen Umständen abgewertet werde.
Ebenso wie der Schweizer Franken wird auch der Holländische Gülden abgewertet.
Die spanischen Nationalisten haben die Rote» aus Toledo vertrieben »nd die Verteidiger des Alcazar befreit.
Reg. Bürgermeister Otto Heider entbot der aus Bremen scheidenden Infanterie den Abschiedsgruß der Stadt.
Beim Herbstansmarsch der SA.-Standarte 75 sprach Gruppenführer Vöhmcker.
Der Tag der SA.-Standarte 81 wurde in Delmenhorst in Anwesenheit des Gruppenführers Vöhmcker erfolgreich durchgeführt. Deutschlands Fußballer siegten in Liinder- kämpsen gegen Luxemburg und die Tschechoslowakei.
Bernd Rosemeyer errang den Titel eines deutschen Bergmeisters.
Für den Niedersachsenmeister Werder langte es in Algermissen nur zu einem 0:8. Niederlagen in Hannover und Ueberraschnn- ,en in Bremen brachte der Bremer Hockeyport.
auf der schlesischen Teilstrecke vornehmen würde — zu gleicher Stunde wurden noch an acht weiteren Baustellen im Reich Teilstücke dem Verkehr übergeben —, herrschte am Sonntagmorgen in Breslau Hochbetrieb; Kolonnen von SA„ SS., HJ. und der Technischen Nothilfe marschierten nach den Spalierstellen. Bereits um 8 Uhr war die Spalierbildung vom Flughafen bis zur Reichsautobahn vollzogen. Währenddessen erzog sich ein ununterbrochener Strom von Autobussen, Personenwagen und Motorrädern hinaus^zur
_gekommen
Tages zu werden.
stuf dem festplatz
Schon von weitem grüßt hinter Klettendorf ein Wald von Fahnen. Einige hundert Meter hinter der provisorischen Abzweigung vom regulären Straßennetz ist eine Tribüne errichtet, auf der sich die zur Feier geladenen Persönlichkeiten E- finden. Auf dem Felde jenseits der Gegenfahrbahn haben die 1500 Arbeiter gegenüber der Tribüne Aufstellung genommen die an dem Bau- abschnitt Vreslau—Areibau mitgearbeitet haben Auf dem Mittelstreifen der Autobahn ist eine kleine Tribüne errichtet, von der aus der Führer zu den Volksgenossen sprechen wird. Auf dem Mittelstreifen zwischen der Tribune für dre Ehrengäste und der Belegschaft der Relchsautobahn linden sich die Abordnungen der loobersienBau- leitunaen des Reichsautobahnnetzes .Beamte Arbeiter und Angestellte, ein. Zu gleicher Zerr sind ihre übrigen Arbeitskameraden an den verschiedenen Vaustrecken zum Eemelnjchaftsempfang angetreten. Gegen S Uhr treffen aus dem Festplatz
die Standartcii- und Fahnenabordnung n dr Einfahrt Mr" ReichsauS haben L-stwagen
um hinter dem Führer und seiner Beglelwng und der Belegschaft der Reichsautobahn-Teilstrecle Breslau—Kreibau dre^ahrt über di Straße anzutreten. 100 Meter h^.ter de tribüne spannt sich zwl,chen zwei Fahnenmasten das weiße Band, das der Wagen des F h durchreißen wird.
Vle stnkunft der ftitzrers
Auf dem Flughafen, auf dem Ehrenformationen der Reichswehr? der Schutzpolizei und aller Parteigliederungen angetreten ß"?; t Kauleittt ^md Empfang des Führers u, a. der lvaulsiter un°
Obeipiäßdent von Schlesien, Staa a
ner. der Kommandierende General des 8. Armeekorps und Befehlshaber im Wehrkreis 8^ General der Kavallerie von Kleist, d.e Führer der Gliederungen der Bewegm^ in S-Yte lien. der Kommandant der 8° .^« Breslau und der Kommandeur des Grenzgaues mit Begtenung
Um 8.45 Uhr heult vom Kommando türm des
Flughafens die Sirene aus. das Zeichen für o,
bevorstehende Ankunft der Maschine des Führers. Zn dem Augenblick, in dem die D 2800 den Boden berührt, fällt das Musikkorps der Wehrmacht ein. Der Führer entsteigt als erster der Maschine. Zn seiner Begleitung befinden sich u. a. Obergruppenführer Brückncr, Reichspresseches Dr. Dietrich und Direktor Wernlein von Daimler-Benz. Nach der Begüßnng meldet der Kommandant von Vreslau dem Führer die Ehrenformation der Wehrmacht. Dann schreitet der Führer die Front der Ehrenformation ab. Jede einzelne Formation wird ihm gemeldet, jedem der Meldenden drückt der Führer fest die Hand. Bevor die Fahrt zur Stadt angetreten wird, nimmt der Führer aus den Händen zweier Kinder Blumensträuße entgegen.
Kurz nach 10 Uhr setzt sich die lange Wagenkolonne in Bewegung. Der Führer steht, wie immer, neben dem Fahrer des Wagens. Winken und Heilrufe kennzeichnen den jeweiligen Standort seines Wagens. Auf dem üblichen Wege geht die Fahrt vom Flugplatz zum Ring, wo kurz Halt gemacht wird, da im Remter des Rathauses ein Empfang des Führers durch den Oberbürgermeister vorgesehen ist.
Bei dem Empfang wird dem Führer eine Ehrengabe überreicht. Als der Führer das Rathaus verläßt, bricht die Bevölkerung in brausende Heilrufe aus. Um 10.30 Uhr setzt sich die Wagenkolonne zur Fahrt nach Klettendorf in Bewegung. Der Führer wird auf dem Wege zum Festplatz überall stürmisch begrüßt.
0er sestakt
Nachdem der Führer die Rednertribüne bestiegen hat, leitet Gauleiter Wagner den Festakt ein. Nach Worten an die Arbeiter der Reichsautobahn umreißt der Gauleiter die Bedeutung derselben für Schlesien. Er nennt die Reichsautobahnen ein Zeichen der inneren Vollendung der Volkwerdung und zugleich des Ausreifens des durch die Jahrhunderte werdenden Staates zu einem einheitlichen Deutschen Reich.
Die Straßen mahnten dort, wo sie die Grenzen des Staates erreichten, die anliegenden Völker, dem deutschen Volk die Hand zn geben, um das Werk des Zusammenrückens aller europäischen Völker zu fördern. Die Autostraßen würden europäische Bedeutung gewinnen und sür den Frieden werben.
Der Gauleiter schloß mit der Versicherung an den Führer; daß das Erenzland Schlesien seine besondere Mission kenne und alle Zeit seine Kräfte einsetzen werde, um der Gesamtausgabe gerecht zu werden.
Dann nahm der Direktor der Reichsautobahnen, Dr. Rudolphi, das Wort. um einen Rechenschaftsbericht über die bisherige Arbeit zu geben. Er gedachte zunächst der fünf Arbeitskameraden, die bei den Bauarbeiten für die Reichsautobahnen ein Opfer der Arbeit geworden sind und betonte dann, über die bereits fertiggestellten 1000 Kilo- meter hinaus seien mehr als 1500 Kilo- meter Reichsautobahnen im Bau. Vom Beginn der Arbeit bis heute seien fast 60 Millionen Tagewerke geleistet worden. Auf den Baustellen seien an Geräten eingesetzt gewesen 160 Betonieraggregate, 670 Betonmaschinen und 420 Bagger. Ferner seien vorhanden 3000 Kilometer Baugleise, 23000 Lokomotiven und 53 000 Rollwagen. Mit diesem Einsatz seien verarbeitet worden 280 000 Tonnen Eisen und Stahl und 6,5 Mill. Tonnen Beton und Mauerwerk; 175 Mill. Kubikmeter Boden seien bewegt worden.
siechenschast über Vos Seleisttte
Dann trat ein an der Baustelle Breslau-Kreibau beschäftigt gewesener Arbeiter vor das Mikrophon und machte sich zum Sprecher der Gefühle und Gedanken seiner Arbeitskameraden. Als er den Führer als den alleinigen und eigentlichen Brot- geber Deutschlands bezeichnete, wurde dieses Bekenntnis von allen Anwesenden mit starkem Beifall bekräftigt.
Hierauf nahm der Eeneralinspektor für das deutsche Straßenwefen
Vr. ladt
das Wort, um u. a. auszuführen: „Es sind genau drei Jahre her, seit Sie, mein Führer, in Frankfurt a. M. beim ersten Spatenstich zum großen Werk Ihrer Straßen den Befehl gegeben haben: „Das Werk nehme seinen Anfang! Und ehe wie- derJahre vergangen, soll ein Riesenwerk zeugen von unserem Willen, unserem Fleiß, unserer Fähigkeit und unserer Entschlußkraft." Ein erstes Teilziel dieses Befehls ist mit dem heutigen Tage erreicht. Wir haben nicht nur Millionen von Kubikmeter Boden bewegt, Beton hergestellt, Mauerwerk aufgerichtet; größer als die materielle Leistung ist die kulturelle und politische Bedeutung dieses Riesenwerkes. Jeder Kilometer Baufortschritt brachte besseres handwerkliches Können, höhere Baukultur, vollkommenere Technik, wurde zur Stuft in der weiteren Entwicklung.
Aber nicht nur das Werk selbst entwickelte sich während der Arbeit, auch der deutsche Arbeiter ist mit diesem großen Werk gewachsen. Es stehen heute an den Straßen Adolf Hitlers rund ISO 000 Mann auf den Baustellen und rund 120 000 Mann in den Steinbrüchen, Lieferwerken und Nebenbetrieben.
Die rund 700 ersten Arbeiter, die damals mit dem Führer in Frankfurt angetreten sind, waren sorgenvolle Arbeitslose, die jahrelang ihre vergeblichen Gänge zum Arbeitsamt gemacht hatten,
um im erbärmlichen Stempelvorgang Almosen zu holen.
Die ersten Wochen bei der ungewohnten Arbeit an der Reichsautobahn waren hart. Kleider und Schuhwerk waren ungenügend, der Körper nicht kräftig. Aber der deutsche Arbeiter hat sich bezwungen in Hitze und Frost; bei Regen und Schnee schaufelte er Kubikmeter um Kubikmeter, wie der Führer es ihm vorgemacht hatte beim ersten Spatenstich heute vor drei Jahren in Frankfurt a. M. Man kann sich die gewaltige Zahl der Kubikmeter Boden, die bis heute gefördert sind, materiell vorstellen aufgeladen auf einen Rollwagenzug, der viermal um die Erde reicht; noch gewaltiger erscheint diese Leistung wenn wir erfahren, daß der deutsche Arbeiter für jeden einzelnen dieser Rollwagen 2000 schwere Schaufelwürfe tun mußte.
Mit Stoh Neiltzsautobatzner
So wuchs mit diesem gewaltigen Werk der deutsche Arbeiter, und sein Führer hat sür ihn gesorgt. Dem persönlichen Eingreifen des Führers verdankt der deutsche Arbeiter seine mustergültigen Lager. Eine Reihe von Zulage», die die frühere Zeit nicht kannte, ergänzen den Lohn im Interesse der Familienversorgung und des Familienlebens. Aus den kummervollen, unterernährten Arbeitslosen der früheren Zeit ist eine stolze, kraftvolle, leistungssähige und arbeitsfreu- dige Arbeiterschaft geworden, die sich mit Stolz „Reichsautobahner" nennt.
Der Kreis derer, die den Segen dieser großen Arbeit genießen, geht aber weit über die direkt beim Bau beschäftigten Werkleute hinaus: Die zusammengebrochene deutsche Bauindustrie bekam wieder Boden unter die Füße. Die Steinindustrie, die in den ärmsten Gegenden Deutschlands zu Hause ist, wo es viel Steine und wenig Brot gibt, ist wieder voll beschäftigt, Die Zement- industrie liefert mehr als ein Drittel ihrer Gesamtproduktion der früheren Jahre heute jährlich sür die Reichsautobahn. Die Baumaschmen-
industrie hat bei intensiver Beschäftigung die modernsten und leistungsfähigsten wtraßenbau- geräte geschaffen und erobert sich damit in ganz großem Umfange Absatz im Ausland. Dabei brachte diese ungeheure Arbeitsbelebung durch den Bau der Straßen des Führers keinen vermehrten Rohstoffbedarf aus dem Auslande, da die Durchführung des großen Vauprogramms ausschließlich auf heimischen Bau- und Rohstoffen aufgebaut ist.
Die stärkste Anregung durch den Bau der Straßen des Führers hat aber wohl die Automobilindustrie erfahren. Der Kraftfahrer sieht noch heute in der konsequenten Durchführung des Baues der Reichsautobahnen die Garantie sür die konsequente Weitersührung des Programms der Motorisierung. Die Anregungen, die diese neuen Straßen dem Kraftfahrer bringen, zeigen sich am Verkehr auf diesen Straßen. Die stärkst befahrenen Landstraßen in Deutschland trugen bisher einen Tagesverkehr von 2—3000 Fahrzeugen. Wir haben das Doppelte an der Autobahn erwartet, ein 5—K-sach«r Verkehr hat sich ergeben. Aus der Reichsautobahn München—Landesgrenze wurden vor vier Wochen
in 24 Stunden I4SSS salirreuge
gezählt. Davon passierten zwischen 0—8 Uhr abends 3152 Kraftfahrzeuge die Zählstelle, d. h. alle zwei Sekunden ein Fahrzeug. Und wenn heute einige Menschen mit sorgenvollem Ausdruck unken: Ja, die Autobahn, aber wo bleiben das Benzin und der Gummi, den wir nicht besitzen, so können wir nur sagen: Nach dem Willen des Führers wurden in 300 Arbeitstagen 1000 Kilo- meter Reichsautobahnen gebaut, obwohl viele Nicht daran glaubten. Nach dem Willen des FL- rers wird für eine weitere große Zahl von Volksgenossen der Volkswagen entstehen und nach dem Willen des Führers wird der deutsche Kraftfahrer auch das Benzin und den Gummi haben, den er braucht. (Forts, auf Seite 2)
M deutsche Währung ist stabil!
-Sie wirk» unter keinen Umstanden abgewertet", erkliirt Staatssekretiir Neinkardt
Königswusterhausen, 27. September
Auf einer Führertagung der SA.-Eruppe Berlin-Brandenburg gab am Sonntag Staatssekretär SA.-Eruppensiihrer Reinhardt in einem Vertrag einen tiefen Einblick in die Finanzpolitik'der Regierung des Dritten Reiches und zeigte dabei die hohen Pflichten auf. die jeder einzelne bis zum restlosen Gelingen der vom Führer gestellten Aufgaben zu erfüllen hat. Eine der ersten großen Aufgaben, so führte der Staatssekretär aus, die der Führer gestellt hatte war die Verminderung der Arbeitslosigkeit sie war die elementare Voraussetzung zur Gesundung der Wirtschaft, zur Festigung der Volksgemeinschaft und schließlich die ideelle und materielle Voraussetzung einer starken Wehrmacht.
Staatssekretär Reinhardt ging dann auf die einzelnen Abschnitte des Gesetzes zur Verminderung der Arbeitslosigkeit ein, das nicht nur der Wirtschaft einen ruckartigen Aufschwung gab, sondern auch durch verschiedene Maßnahmen eznen sozialen Ausgleich für dieMinder- bemittelten brachte. „Schon heute ist die Erfüllung des ersten Vierjahresplanes des Führers Wirklichkeit geworden, mit der man erst eigentlich im Frühjahr' 1837 rechnete. Heute haben wir nur noch rein statistisch eine Million Arbeitslose, von denen allerdings 500 000 nur zeitweilig ohne Beschäftigung und im freien Spiel des Arbeitsaustausches ziir Deckung geradezu notwendig sind. In verschieden gelagerten Berufen hat Deutschland sogar schon einen fühlbaren Mangel an Arbeitskräften. Die anderen 500 000 sind Kräfte, die man eigentlich als nicht mehr voll einsatzfähig ansehen kann.
Man kann also heute praktisch in Deutschland kaum noch von einer Arbeitslosigkeit sprechen, da man mit einem gewissen Prozentsatz Nichtbeschäs- tigter immer rechnen muß. Deutlicher spricht noch die Statistik über den Zugang an Beschäftigten, die seit 1333 rund sechs Millionen verzeichnet. Aber selbst ein internationales Forum mutz heute dem Nationalsozialismus bescheinigen, daß der beschrittene Weg der einzig richtige war »nd bleibt. Die Zahl der Arbeitslosen der Welt wurde — Rußland nicht mitgerechnet — 1832 aus 20 Millionen geschätzt; heute verzeichnet man ungefähr 13 Millionen Arbeitslose in der Welt. Bon den sieben Millionen wieder in den Arbeitsprozeß Eingeschalteter haben allein ,iins Millionen in Deutschland Arbeit gesunden! Diese Erfolge waren aber nur möglich durch die Ablösung des Parteienstaates durch eine weitsichtige Politik Adolf Hitlers.
Aber nicht nur die Wirtschaft gesundete in diesen drei Jahren, sondern auch die öffentlichen Finanzen. Man braucht sich weder im Inlands noch im Auslande den Kopf zu zerbrechen, wie Deutschland z. B. die Aufrüstung finanziert; man muß nur in den Statistiken zu lesen lernen. Das Steueraufkommen im Jahre 1934, also nach einem Jahr nationalsozialistischer Staatsführung, erhöhte sich um 1,2 Milliarden; 1935 um 2,6 Milliarden und 1936 hofft man sogar rund 5 Milliarden Steuern mehr einzunehmen als 1933. Dabei muß aber immer wieder betont werden, daß keine Steuererhöhung während dieser Zeit erfolgte, daß sogar teilweise erhebliche Ermäßigungen gewährt wurden."
Staatssekretär Reinhardt betonte, daß nach seiner Meinung die Höhe der wirtschaftlichen und
finanziellen Aufwärtsentwicklung des neuen Deutschlands noch lange nicht erreicht sei, und daß er mit einer weiteren erheblichen Steigerung des Steueraufkommens in den Jahren 1937 und 1938 rechne, die sich aus der weiteren bedeutenden Belebung der deutschen Wirtschaft ergeben werde.
Der Redner nahm dann noch Stellung zu den Abwertungsmaßnahmen der französischen Regierung und ihren Folgen. „Die deutsche Währung ist stabil; sie wird unter keinen Umständen abgewertet. In Deutschland denkt niemand an verantwortlicher Stelle an Währungsexperimente, und es wird hier nichts geschehen, was das große Aufbauwerk Adolf Hitlers erschüttern könnte.
Der in diesem Jahr vom Führer aufgestellte neue Vierjahresplan werde mit seinen Ergebnissen die ganze Welt in Staunen versetzen Schon jetzt habe man z. V. die Flachserzeugung von 1o 000 Tonnen im Jahr auf 40 000 Tonnen erhöht. „Während man im Jahre l935 16 Millionen Kilogramm Zellwolle herstellte, steigt die Leistung in diesem Jahr auf 40 bis 50 Millionen Kilogramm, die im nächsten Jahre von den jetzt bestehenden industriellen Einrichtungen sogar auf 70 bis 80 Millionen Kilogramm gesteigert werden kann und soll." Diese gewaltige Anstrengung des deutichen Volkes werde in den kommenden vier Zähren noch ganz andere Ergebnisse ausweisen tonnen. Staatssekretär Reinhardt schloß mit dem Hinweis, daß Deutschland voller Zuversicht der Zukunft entgegensehen kann, wenn alle Volksgenossen und -genossinnen im Rahmen der vom Führer gestellten Aufgaben ihre Pflicht erfüllen.
dreimal der weg von vremen nach verlin!
Tausend Kilometer Reichsautobahn stehen mit der am gestrigen Sonntag erfolgten Eröffnung der insgesamt 430 Kilometer langen neuen Teilstrecken nunmehr dem Verkehr zur Verfügung. Tausend Kilometer — teils durch siedlungsarme und heute noch wenig bekannte Gebiete unseres Vaterlandes führend — sind dem deutschen Kraftfahrwesen neu erschlossen. Tausend Kilometer — das ist die gewaltige Leistung, die nach den gigantischen Plänen des Führers deutsche Handarbeiter in kameradschaftlicher Zusammenarbeit mit den zahlreichen Ingenieuren in knapp 900 Tagen vollbringen konnten. Das heißt, daß an einem Arbeitstage mehr als ein Kilometer Fahrbahn vom unwegsamen Gelände bis zur fertigen Betondecke neu erstehen konnte. Wahrlich, ein ewiges Dokument für den nationalsozialistischen Aufbauwillen und für die deutsche Schaffensfreude.
Tausend Kilometer Reichsautobahn — man hört diese Zahl, ohne sich vielleicht über ihre Bedeutung volle Klarheit zu verschaffen. Die Entfernung von Bremen nach Berlin beträgt rund 3S0 Kilometer. Diese Strecke um SO Kilometer verlängert ist also allein am gestrigen Sonntag als Gesamtsumme der einzelnen Teilabschnitte neu eröffnet. Dreimal müßte ein Autofahrer den Weg von Bremen nach Berlin zurücklegen, um einmal über die aneinandergeschlossenen fertigen Reichsautobahnstrecken zu fahren. Bei einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von SO Stundenkilometer würde ein Kraftfahrer einen Tag und fast eine Nacht benötigen, um von einem bis zum anderen Ende der Gesamt-Autobahnstrecke zu gelangen.
Der Führer hat am gestrigen Sonntag die Parole zum Bau des zweiten Abschnittes gegeben. Nun, deutsche Arbeiter, erneut frisch ans Werk! Wie die Straßen der alten Römer noch heute stumme Zeugen einer vergangenen Macht sind, so werden die von euch erbauten „Straßen des Führers" bis in alle Ewigkeit Denkmale der kulturgeschichtlichen Taten des deutschen Volkes und damit unvergängliche Künder eures Fleißes sein.
gn.
lole-o befreit!
Die Alkazar-Helden gerettet St. IsandeLuz,27. September. Der Sender Teneriffa meldet die Befreiung Toledos durch die nationalen Truppen; nähere Einzelheiten liegen noch nicht vor» doch steht fest, daß die heldenmütige Besatzung des Alkazars befreit werden konnte.
Durch ein geschicktes strategisches Manöver ist es dem Oberst Pagne gelungen, nördlich von Toledo über Bargas bis Olias del Rey an der Straße Toledo—Madrid vorzudringen. Diese kühne Umgehung hat den roten Milizen vor Toledo den Rückweg «ach Madrid abgeschnitten. Es steht ihnen nur noch der Rückzug nach Osten offen.
Die Bombardierung Bilbaos ist am Sonnabend den ganzen Tag über fortgesetzt worden. Die meisten Gebäude stehen in Flammen. Auch die Stadt Eibar, südlich von Bilbao, wo sich die großen Waffenfabriken befinden, ist von nationalistischen Flugzeugen mit Bomben belegt worden.
2n der Provinz Avila haben die Truppen des Generals Mola La Canada genommen, dem eine besondere Bedeutung zukommt, weil es der höchstgelegene Punkt des ganzen Kampfabschnittes ist. Die Roten haben hier etwa 70 Tote zu ver- zeichnen. Der größte Teil der dabei erbeuteten Wapen war französischer und tschechischer Her- nuift Bei der Reiniaungsaktion in der Provinz Badajoz wurtze die Stadt Azuaga eingenommen, wo man 175 antimarxistische Einwohner auf die grausamste Weise ermordet auffand. Vielen Mönchen waren Zunge und Ohren abgeschnitten worden.
stusruk Üer Madrider Legierung
Paris, 27. September.
Die Madrider Regierung hat am Sonntag einen „Ausruf an das republikanstche Spanien" zur Verteidigung der Hauptstadt gerichtet. In dem Auf- ruf Zeiht es, die Madrider Regierung halte es für ihre Pslicht, das Volk davon zu unterrichten dag der Gegner seine Hauptanstrcngunqcn darauf richte, sich der Landeshauptstadt zu nähern Die Fllichlsien wußten, was der Besitz Madrids für sie bedeute Alles andere müsse daher angesichts der notwendigen Verteidigung der Hauptstadt zurück- stsyen.