Ausgabe 
(28.9.1936) Nr. 270
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der natlona

Amtsblatt des Senats der Zreien kjansestadt vremen

Anreiacn-Grundpreise: Die 22-mm-ZeiIe im Anzeigenteil 12 Ps., die ^-mm-Zeile im Textteil 7o Ps Ermäßigte Grundpreise (sür kleine Familien-Anzergen u. a.) sowie smistme Bsdinginigen Preis liste k (Nachlnßstassel C). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschlutz 16 Uhr Sprechzeit- Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag 12)4-1314 Uhr

kinzelpreis 1S Npf.

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parteiamtliclie Tageszeitung

l^achrichlenblatt der Deutschen Arbeitsfront Dremen

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8S.-Gauver.ag Weser-EmS G. m. b. H.. Bremen. G-er-n 8/8 / Fernsprecher: 84121 und SI118.

Nr. 2?N / 6. Jahrgang

Vas amtliche Nerkündungsblatt des Neichsstatchalters in Videnburg und Vrsmen

Montag, 28. September ISIS

der führet gab den ISSN. Mobahn-Km frei

festakt bei vreslau / kin Werk. auf das der deutsche flrbeiter ftoh sein kann /Vec größte Straßenbaumeister aller Zeiten

fldolf Hitlers dank

Breslau, 27. September.

Auf schkssischem Bodden, geheiligt in der Geschichte des deutschen Reiches, weihte der Führer am Sonntag den 1000. fertiggestell­ten Kilometer des seiner Initiative zu ver­dankenden Autoftrahennetzes.

Obwohl es unbekannt geblieben war, daß der Führer selbst die Uebergabe des 1800. Kilometers

Unser Ir»gssspivge>

Der Führer gab Lei Vreslau den 1008. Kilo- meter der Reichsautobahn für den Verkehr frei.

Staatssekretär Reinhardt erklärte gestern, daß die deutsche Währung unter keinen Um­ständen abgewertet werde.

Ebenso wie der Schweizer Franken wird auch der Holländische Gülden abgewertet.

Die spanischen Nationalisten haben die Rote» aus Toledo vertrieben »nd die Verteidiger des Alcazar befreit.

Reg. Bürgermeister Otto Heider entbot der aus Bremen scheidenden Infanterie den Ab­schiedsgruß der Stadt.

Beim Herbstansmarsch der SA.-Standarte 75 sprach Gruppenführer Vöhmcker.

Der Tag der SA.-Standarte 81 wurde in Delmenhorst in Anwesenheit des Gruppen­führers Vöhmcker erfolgreich durchgeführt. Deutschlands Fußballer siegten in Liinder- kämpsen gegen Luxemburg und die Tschecho­slowakei.

Bernd Rosemeyer errang den Titel eines deutschen Bergmeisters.

Für den Niedersachsenmeister Werder langte es in Algermissen nur zu einem 0:8. Niederlagen in Hannover und Ueberraschnn- ,en in Bremen brachte der Bremer Hockey­port.

auf der schlesischen Teilstrecke vornehmen würde zu gleicher Stunde wurden noch an acht wei­teren Baustellen im Reich Teilstücke dem Verkehr übergeben, herrschte am Sonntagmorgen in Breslau Hochbetrieb; Kolonnen von SA SS., HJ. und der Technischen Nothilfe marschierten nach den Spalierstellen. Bereits um 8 Uhr war die Spalierbildung vom Flughafen bis zur Reichsautobahn vollzogen. Währenddessen erzog sich ein ununterbrochener Strom von Autobussen, Personenwagen und Motorrädern hinaus^zur

_gekommen

Tages zu werden.

stuf dem festplatz

Schon von weitem grüßt hinter Klettendorf ein Wald von Fahnen. Einige hundert Meter hinter der provisorischen Abzweigung vom regulären Straßennetz ist eine Tribüne errichtet, auf der sich die zur Feier geladenen Persönlichkeiten E- finden. Auf dem Felde jenseits der Gegenfahr­bahn haben die 1500 Arbeiter gegenüber der Tribüne Aufstellung genommen die an dem Bau- abschnitt VreslauAreibau mitgearbeitet haben Auf dem Mittelstreifen der Autobahn ist eine kleine Tribüne errichtet, von der aus der Führer zu den Volksgenossen sprechen wird. Auf dem Mittelstreifen zwischen der Tribune für dre Ehren­gäste und der Belegschaft der Relchsautobahn linden sich die Abordnungen der loobersienBau- leitunaen des Reichsautobahnnetzes .Beamte Arbeiter und Angestellte, ein. Zu gleicher Zerr sind ihre übrigen Arbeitskameraden an den ver­schiedenen Vaustrecken zum Eemelnjchaftsempfang angetreten. Gegen S Uhr treffen aus dem Festplatz

die Standartcii- und Fahnenabordnung n dr Einfahrt Mr" ReichsauS haben L-stwagen

um hinter dem Führer und seiner Beglelwng und der Belegschaft der Reichsautobahn-Teilstrecle BreslauKreibau dre^ahrt über di Straße anzutreten. 100 Meter h^.ter de tribüne spannt sich zwl,chen zwei Fahnenmasten das weiße Band, das der Wagen des F h durchreißen wird.

Vle stnkunft der ftitzrers

Auf dem Flughafen, auf dem Ehrenformationen der Reichswehr? der Schutzpolizei und aller Par­teigliederungen angetreten ß"?; t Kauleittt ^md Empfang des Führers u, a. der lvaulsiter un°

Obeipiäßdent von Schlesien, Staa a

ner. der Kommandierende General des 8. Ar­meekorps und Befehlshaber im Wehrkreis 8^ General der Kavallerie von Kleist, d.e Führer der Gliederungen der Bewegm^ in S-Yte lien. der Kommandant der 8° .^« Breslau und der Kommandeur des Grenzgaues mit Begtenung

Um 8.45 Uhr heult vom Kommando türm des

Flughafens die Sirene aus. das Zeichen für o,

bevorstehende Ankunft der Maschine des Führers. Zn dem Augenblick, in dem die D 2800 den Boden berührt, fällt das Musikkorps der Wehrmacht ein. Der Führer entsteigt als erster der Maschine. Zn seiner Begleitung befinden sich u. a. Obergruppen­führer Brückncr, Reichspresseches Dr. Dietrich und Direktor Wernlein von Daimler-Benz. Nach der Begüßnng meldet der Kommandant von Vreslau dem Führer die Ehrenformation der Wehrmacht. Dann schreitet der Führer die Front der Ehren­formation ab. Jede einzelne Formation wird ihm gemeldet, jedem der Meldenden drückt der Füh­rer fest die Hand. Bevor die Fahrt zur Stadt angetreten wird, nimmt der Führer aus den Händen zweier Kinder Blumensträuße entgegen.

Kurz nach 10 Uhr setzt sich die lange Wagen­kolonne in Bewegung. Der Führer steht, wie im­mer, neben dem Fahrer des Wagens. Winken und Heilrufe kennzeichnen den jeweiligen Stand­ort seines Wagens. Auf dem üblichen Wege geht die Fahrt vom Flugplatz zum Ring, wo kurz Halt gemacht wird, da im Remter des Rat­hauses ein Empfang des Führers durch den Oberbürgermeister vorgesehen ist.

Bei dem Empfang wird dem Führer eine Ehren­gabe überreicht. Als der Führer das Rathaus verläßt, bricht die Bevölkerung in brausende Heil­rufe aus. Um 10.30 Uhr setzt sich die Wagen­kolonne zur Fahrt nach Klettendorf in Bewe­gung. Der Führer wird auf dem Wege zum Fest­platz überall stürmisch begrüßt.

0er sestakt

Nachdem der Führer die Rednertribüne be­stiegen hat, leitet Gauleiter Wagner den Fest­akt ein. Nach Worten an die Arbeiter der Reichs­autobahn umreißt der Gauleiter die Bedeutung derselben für Schlesien. Er nennt die Reichsauto­bahnen ein Zeichen der inneren Vollendung der Volkwerdung und zugleich des Ausreifens des durch die Jahrhunderte werdenden Staates zu einem einheitlichen Deutschen Reich.

Die Straßen mahnten dort, wo sie die Gren­zen des Staates erreichten, die anliegenden Völker, dem deutschen Volk die Hand zn geben, um das Werk des Zusammenrückens aller euro­päischen Völker zu fördern. Die Autostraßen würden europäische Bedeutung gewinnen und sür den Frieden werben.

Der Gauleiter schloß mit der Versicherung an den Führer; daß das Erenzland Schlesien seine besondere Mission kenne und alle Zeit seine Kräfte einsetzen werde, um der Gesamtausgabe gerecht zu werden.

Dann nahm der Direktor der Reichsautobahnen, Dr. Rudolphi, das Wort. um einen Rechen­schaftsbericht über die bisherige Arbeit zu geben. Er gedachte zunächst der fünf Arbeitskameraden, die bei den Bauarbeiten für die Reichsautobahnen ein Opfer der Arbeit geworden sind und betonte dann, über die bereits fertiggestellten 1000 Kilo- meter hinaus seien mehr als 1500 Kilo- meter Reichsautobahnen im Bau. Vom Beginn der Arbeit bis heute seien fast 60 Millionen Tagewerke geleistet worden. Auf den Baustellen seien an Geräten eingesetzt gewesen 160 Betonieraggregate, 670 Beton­maschinen und 420 Bagger. Ferner seien vor­handen 3000 Kilometer Baugleise, 23000 Loko­motiven und 53 000 Rollwagen. Mit diesem Ein­satz seien verarbeitet worden 280 000 Tonnen Eisen und Stahl und 6,5 Mill. Tonnen Beton und Mauerwerk; 175 Mill. Kubikmeter Boden seien bewegt worden.

siechenschast über Vos Seleisttte

Dann trat ein an der Baustelle Breslau-Kreibau beschäftigt gewesener Arbeiter vor das Mikrophon und machte sich zum Sprecher der Gefühle und Gedanken seiner Arbeitskameraden. Als er den Führer als den alleinigen und eigentlichen Brot- geber Deutschlands bezeichnete, wurde dieses Be­kenntnis von allen Anwesenden mit starkem Bei­fall bekräftigt.

Hierauf nahm der Eeneralinspektor für das deutsche Straßenwefen

Vr. ladt

das Wort, um u. a. auszuführen:Es sind genau drei Jahre her, seit Sie, mein Führer, in Frank­furt a. M. beim ersten Spatenstich zum großen Werk Ihrer Straßen den Befehl gegeben haben: Das Werk nehme seinen Anfang! Und ehe wie- derJahre vergangen, soll ein Riesenwerk zeugen von unserem Willen, unserem Fleiß, unserer Fähigkeit und unserer Entschlußkraft." Ein erstes Teilziel dieses Befehls ist mit dem heutigen Tage erreicht. Wir haben nicht nur Millionen von Kubikmeter Boden bewegt, Beton hergestellt, Mauerwerk aufgerichtet; größer als die materielle Leistung ist die kulturelle und politi­sche Bedeutung dieses Riesenwerkes. Jeder Kilometer Baufortschritt brachte besseres handwerkliches Können, höhere Baukultur, voll­kommenere Technik, wurde zur Stuft in der weiteren Entwicklung.

Aber nicht nur das Werk selbst entwickelte sich während der Arbeit, auch der deutsche Ar­beiter ist mit diesem großen Werk gewachsen. Es stehen heute an den Straßen Adolf Hitlers rund ISO 000 Mann auf den Baustellen und rund 120 000 Mann in den Steinbrüchen, Lieferwer­ken und Nebenbetrieben.

Die rund 700 ersten Arbeiter, die damals mit dem Führer in Frankfurt angetreten sind, waren sorgenvolle Arbeitslose, die jahrelang ihre ver­geblichen Gänge zum Arbeitsamt gemacht hatten,

um im erbärmlichen Stempelvorgang Almosen zu holen.

Die ersten Wochen bei der ungewohnten Arbeit an der Reichsautobahn waren hart. Kleider und Schuhwerk waren ungenügend, der Körper nicht kräftig. Aber der deutsche Arbeiter hat sich bezwungen in Hitze und Frost; bei Re­gen und Schnee schaufelte er Kubikmeter um Kubikmeter, wie der Führer es ihm vorgemacht hatte beim ersten Spatenstich heute vor drei Jahren in Frankfurt a. M. Man kann sich die gewaltige Zahl der Kubikmeter Boden, die bis heute gefördert sind, materiell vorstellen aufge­laden auf einen Rollwagenzug, der viermal um die Erde reicht; noch gewaltiger erscheint diese Leistung wenn wir erfahren, daß der deutsche Arbeiter für jeden einzelnen dieser Roll­wagen 2000 schwere Schaufelwürfe tun mußte.

Mit Stoh Neiltzsautobatzner

So wuchs mit diesem gewaltigen Werk der deutsche Arbeiter, und sein Führer hat sür ihn gesorgt. Dem persönlichen Eingreifen des Füh­rers verdankt der deutsche Arbeiter seine muster­gültigen Lager. Eine Reihe von Zulage», die die frühere Zeit nicht kannte, ergänzen den Lohn im Interesse der Familienversorgung und des Familienlebens. Aus den kummervollen, unter­ernährten Arbeitslosen der früheren Zeit ist eine stolze, kraftvolle, leistungssähige und arbeitsfreu- dige Arbeiterschaft geworden, die sich mit Stolz Reichsautobahner" nennt.

Der Kreis derer, die den Segen dieser großen Arbeit genießen, geht aber weit über die direkt beim Bau beschäftigten Werkleute hinaus: Die zusammengebrochene deutsche Bauindustrie bekam wieder Boden unter die Füße. Die Steinindu­strie, die in den ärmsten Gegenden Deutschlands zu Hause ist, wo es viel Steine und wenig Brot gibt, ist wieder voll beschäftigt, Die Zement- industrie liefert mehr als ein Drittel ihrer Ge­samtproduktion der früheren Jahre heute jähr­lich sür die Reichsautobahn. Die Baumaschmen-

industrie hat bei intensiver Beschäftigung die modernsten und leistungsfähigsten wtraßenbau- geräte geschaffen und erobert sich damit in ganz großem Umfange Absatz im Ausland. Da­bei brachte diese ungeheure Arbeitsbelebung durch den Bau der Straßen des Führers keinen ver­mehrten Rohstoffbedarf aus dem Auslande, da die Durchführung des großen Vauprogramms ausschließlich auf heimischen Bau- und Rohstoffen aufgebaut ist.

Die stärkste Anregung durch den Bau der Straßen des Führers hat aber wohl die Auto­mobilindustrie erfahren. Der Kraftfahrer sieht noch heute in der konsequenten Durchführung des Baues der Reichsautobahnen die Garantie sür die konsequente Weitersührung des Programms der Motorisierung. Die Anregungen, die diese neuen Straßen dem Kraftfahrer bringen, zeigen sich am Verkehr auf diesen Straßen. Die stärkst befahrenen Landstraßen in Deutschland trugen bisher einen Tagesverkehr von 23000 Fahr­zeugen. Wir haben das Doppelte an der Auto­bahn erwartet, ein 5K-sach«r Verkehr hat sich ergeben. Aus der Reichsautobahn MünchenLan­desgrenze wurden vor vier Wochen

in 24 Stunden I4SSS salirreuge

gezählt. Davon passierten zwischen 08 Uhr abends 3152 Kraftfahrzeuge die Zählstelle, d. h. alle zwei Sekunden ein Fahrzeug. Und wenn heute einige Menschen mit sorgenvollem Ausdruck unken: Ja, die Autobahn, aber wo bleiben das Benzin und der Gummi, den wir nicht besitzen, so können wir nur sagen: Nach dem Willen des Führers wurden in 300 Arbeitstagen 1000 Kilo- meter Reichsautobahnen gebaut, obwohl viele Nicht daran glaubten. Nach dem Willen des FL- rers wird für eine weitere große Zahl von Volksgenossen der Volkswagen entstehen und nach dem Willen des Führers wird der deutsche Kraftfahrer auch das Benzin und den Gummi haben, den er braucht. (Forts, auf Seite 2)

M deutsche Währung ist stabil!

-Sie wirk» unter keinen Umstanden abgewertet", erkliirt Staatssekretiir Neinkardt

Königswusterhausen, 27. September

Auf einer Führertagung der SA.-Eruppe Ber­lin-Brandenburg gab am Sonntag Staatssekretär SA.-Eruppensiihrer Reinhardt in einem Vertrag einen tiefen Einblick in die Finanz­politik'der Regierung des Dritten Reiches und zeigte dabei die hohen Pflichten auf. die jeder einzelne bis zum restlosen Gelingen der vom Führer gestellten Aufgaben zu erfüllen hat. Eine der ersten großen Aufgaben, so führte der Staats­sekretär aus, die der Führer gestellt hatte war die Verminderung der Arbeitslo­sigkeit sie war die elementare Voraussetzung zur Gesundung der Wirtschaft, zur Festigung der Volksgemeinschaft und schließlich die ideelle und materielle Voraussetzung einer starken Wehr­macht.

Staatssekretär Reinhardt ging dann auf die einzelnen Abschnitte des Gesetzes zur Verminde­rung der Arbeitslosigkeit ein, das nicht nur der Wirtschaft einen ruckartigen Aufschwung gab, sondern auch durch verschiedene Maßnahmen eznen sozialen Ausgleich für dieMinder- bemittelten brachte.Schon heute ist die Er­füllung des ersten Vierjahresplanes des Führers Wirklichkeit geworden, mit der man erst eigentlich im Frühjahr' 1837 rechnete. Heute haben wir nur noch rein statistisch eine Million Arbeitslose, von denen allerdings 500 000 nur zeitweilig ohne Be­schäftigung und im freien Spiel des Arbeitsaus­tausches ziir Deckung geradezu notwendig sind. In verschieden gelagerten Berufen hat Deutschland sogar schon einen fühlbaren Mangel an Arbeits­kräften. Die anderen 500 000 sind Kräfte, die man eigentlich als nicht mehr voll einsatzfähig ansehen kann.

Man kann also heute praktisch in Deutschland kaum noch von einer Arbeitslosigkeit sprechen, da man mit einem gewissen Prozentsatz Nichtbeschäs- tigter immer rechnen muß. Deutlicher spricht noch die Statistik über den Zugang an Beschäftigten, die seit 1333 rund sechs Millionen verzeichnet. Aber selbst ein internationales Forum mutz heute dem Nationalsozialismus bescheinigen, daß der beschrittene Weg der einzig richtige war »nd bleibt. Die Zahl der Arbeitslosen der Welt wurde Rußland nicht mitgerechnet 1832 aus 20 Millionen geschätzt; heute verzeichnet man un­gefähr 13 Millionen Arbeitslose in der Welt. Bon den sieben Millionen wieder in den Ar­beitsprozeß Eingeschalteter haben allein ,iins Millionen in Deutschland Arbeit gesunden! Diese Erfolge waren aber nur möglich durch die Ab­lösung des Parteienstaates durch eine weitsichtige Politik Adolf Hitlers.

Aber nicht nur die Wirtschaft gesundete in diesen drei Jahren, sondern auch die öffent­lichen Finanzen. Man braucht sich weder im Inlands noch im Auslande den Kopf zu zer­brechen, wie Deutschland z. B. die Aufrüstung finanziert; man muß nur in den Statistiken zu lesen lernen. Das Steueraufkommen im Jahre 1934, also nach einem Jahr nationalsozialistischer Staatsführung, erhöhte sich um 1,2 Milliarden; 1935 um 2,6 Milliarden und 1936 hofft man sogar rund 5 Milliarden Steuern mehr einzunehmen als 1933. Dabei muß aber immer wieder betont werden, daß keine Steuererhöhung wäh­rend dieser Zeit erfolgte, daß sogar teilweise er­hebliche Ermäßigungen gewährt wurden."

Staatssekretär Reinhardt betonte, daß nach seiner Meinung die Höhe der wirtschaftlichen und

finanziellen Aufwärtsentwicklung des neuen Deutschlands noch lange nicht erreicht sei, und daß er mit einer weiteren erheblichen Steigerung des Steueraufkommens in den Jahren 1937 und 1938 rechne, die sich aus der weiteren bedeutenden Be­lebung der deutschen Wirtschaft ergeben werde.

Der Redner nahm dann noch Stellung zu den Abwertungsmaßnahmen der französischen Regie­rung und ihren Folgen.Die deutsche Währung ist stabil; sie wird unter keinen Umständen abge­wertet. In Deutschland denkt niemand an ver­antwortlicher Stelle an Währungsexperimente, und es wird hier nichts geschehen, was das große Aufbauwerk Adolf Hitlers erschüttern könnte.

Der in diesem Jahr vom Führer aufgestellte neue Vierjahresplan werde mit seinen Ergebnissen die ganze Welt in Staunen versetzen Schon jetzt habe man z. V. die Flachserzeugung von 1o 000 Tonnen im Jahr auf 40 000 Tonnen erhöht.Während man im Jahre l935 16 Milli­onen Kilogramm Zellwolle herstellte, steigt die Leistung in diesem Jahr auf 40 bis 50 Millionen Kilogramm, die im nächsten Jahre von den jetzt bestehenden industriellen Einrichtungen sogar auf 70 bis 80 Millionen Kilogramm gesteigert werden kann und soll." Diese gewaltige Anstrengung des deutichen Volkes werde in den kommenden vier Zähren noch ganz andere Ergebnisse ausweisen tonnen. Staatssekretär Reinhardt schloß mit dem Hinweis, daß Deutschland voller Zuversicht der Zukunft entgegensehen kann, wenn alle Volks­genossen und -genossinnen im Rahmen der vom Führer gestellten Aufgaben ihre Pflicht erfüllen.

dreimal der weg von vremen nach verlin!

Tausend Kilometer Reichsautobahn stehen mit der am gestrigen Sonntag erfolgten Er­öffnung der insgesamt 430 Kilometer langen neuen Teilstrecken nunmehr dem Verkehr zur Verfügung. Tausend Kilometer teils durch siedlungsarme und heute noch wenig bekannte Gebiete unseres Vaterlandes füh­rend sind dem deutschen Kraftfahrwesen neu erschlossen. Tausend Kilometer das ist die gewaltige Leistung, die nach den gi­gantischen Plänen des Führers deutsche Handarbeiter in kameradschaftlicher Zusam­menarbeit mit den zahlreichen Ingenieuren in knapp 900 Tagen vollbringen konnten. Das heißt, daß an einem Arbeitstage mehr als ein Kilometer Fahrbahn vom unweg­samen Gelände bis zur fertigen Betondecke neu erstehen konnte. Wahrlich, ein ewiges Dokument für den nationalsozialistischen Aufbauwillen und für die deutsche Schaffens­freude.

Tausend Kilometer Reichsautobahn man hört diese Zahl, ohne sich vielleicht über ihre Bedeutung volle Klarheit zu verschaffen. Die Entfernung von Bremen nach Berlin be­trägt rund 3S0 Kilometer. Diese Strecke um SO Kilometer verlängert ist also allein am gestrigen Sonntag als Gesamtsumme der einzelnen Teilabschnitte neu eröffnet. Drei­mal müßte ein Autofahrer den Weg von Bremen nach Berlin zurücklegen, um einmal über die aneinandergeschlossenen fertigen Reichsautobahnstrecken zu fahren. Bei einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von SO Stundenkilometer würde ein Kraftfahrer einen Tag und fast eine Nacht benötigen, um von einem bis zum anderen Ende der Gesamt-Autobahnstrecke zu gelangen.

Der Führer hat am gestrigen Sonntag die Parole zum Bau des zweiten Abschnittes gegeben. Nun, deutsche Arbeiter, erneut frisch ans Werk! Wie die Straßen der alten Römer noch heute stumme Zeugen einer ver­gangenen Macht sind, so werden die von euch erbautenStraßen des Führers" bis in alle Ewigkeit Denkmale der kulturgeschicht­lichen Taten des deutschen Volkes und damit unvergängliche Künder eures Fleißes sein.

gn.

lole-o befreit!

Die Alkazar-Helden gerettet St. IsandeLuz,27. September. Der Sender Teneriffa meldet die Befrei­ung Toledos durch die nationalen Truppen; nähere Einzelheiten liegen noch nicht vor» doch steht fest, daß die heldenmütige Be­satzung des Alkazars befreit werden konnte.

Durch ein geschicktes strategisches Manöver ist es dem Oberst Pagne gelungen, nördlich von To­ledo über Bargas bis Olias del Rey an der Straße ToledoMadrid vorzudringen. Diese kühne Umgehung hat den roten Milizen vor Toledo den Rückweg «ach Madrid abgeschnitten. Es steht ihnen nur noch der Rückzug nach Osten offen.

Die Bombardierung Bilbaos ist am Sonnabend den ganzen Tag über fortgesetzt wor­den. Die meisten Gebäude stehen in Flammen. Auch die Stadt Eibar, südlich von Bilbao, wo sich die großen Waffenfabriken befinden, ist von nationalistischen Flugzeugen mit Bomben belegt worden.

2n der Provinz Avila haben die Truppen des Generals Mola La Canada genommen, dem eine besondere Bedeutung zukommt, weil es der höchstgelegene Punkt des ganzen Kampfabschnittes ist. Die Roten haben hier etwa 70 Tote zu ver- zeichnen. Der größte Teil der dabei erbeuteten Wapen war französischer und tschechischer Her- nuift Bei der Reiniaungsaktion in der Provinz Badajoz wurtze die Stadt Azuaga eingenommen, wo man 175 antimarxistische Einwohner auf die grausamste Weise ermordet auffand. Vielen Mön­chen waren Zunge und Ohren abgeschnitten worden.

stusruk Üer Madrider Legierung

Paris, 27. September.

Die Madrider Regierung hat am Sonntag einen Ausruf an das republikanstche Spanien" zur Ver­teidigung der Hauptstadt gerichtet. In dem Auf- ruf Zeiht es, die Madrider Regierung halte es für ihre Pslicht, das Volk davon zu unterrichten dag der Gegner seine Hauptanstrcngunqcn darauf richte, sich der Landeshauptstadt zu nähern Die Fllichlsien wußten, was der Besitz Madrids für sie bedeute Alles andere müsse daher angesichts der notwendigen Verteidigung der Hauptstadt zurück- stsyen.