Ausgabe 
(22.9.1936) Nr. 264
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

pf in Ugfl.

z^ist-Äch^!

r .L'A

^°8en wollet"

o durchs^ A

-EeiAot^

sura-VL7g!^

pardeiamtlülie Tageszeitung

Nachcichtendlatt der Deutschen flrbeitsfront Dremen

flmtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt oremen

30 -inschl Lrw^ünBge^ durch die Post

5 §. 8 °uv°rlog Wese.-Ems G. m. b. H.. B-em-n. Seeren 6/8 / ll°rnsprech!r: 541 21 °nd 511 ik

Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Vremen

Nr. 264 / 6. Jahrgang

Anzeigen-Srundvreise: Tie 22-inm-ZeiIe im Anzeigenteil 12 Ps., die 70-mm-Aeile im Textteil 75 W. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Fomilien-Anzeigen u. a.) sotme sonstige Bedingungen Preis, liste 6 (Nachlaßstassel 6). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit. Verlag werktäglich 12-17 Uhr; Schriftleitung Dienstag und Freitag 1214-13)4 Uhr.

dienstag, 22. September 1SZ6

kinzelpreis 15 Npf.

agen

istedter M

England erkennt die besaht des Nuffenpaktes

Utag gab e!

durch glach N« bker im Spiel ^ chinderte deiP," -errascht- der U

schaltete BM st, Beide MamisHild, Die Arstener!»m ftadter kamen dmj ad Hemeiingia ist zwar in Uhun, ot, war die stich» lkreisklasse, die W heranreichte -!a tzte sich in SrMl in Schwung!», r BTG. 2 kegni^ >pe nicht angelnd» Mannschaften M- lerhältnis sür M nie sich keine New um Endspiel dich

irspiele

,t - BW. Lstsit dB. - Hast-dIO Erambke - W Eruppensiegecü

1 (1:1), Hemel^ emelingen t:2 e ;n ArbeMÜ 1:1). SruppenM

lingen st - 1:1 (1:1). W> er BTB.

>t L 1:0 (0:ly, k äastedt st. S:> <>» -TvdB. st. stlM Sruppensiegei: N

Lndsieger

ws Platz l h°ll«

-pannende

, 2. 5:? <M laß in der st. sich ziemlich M ste konnte Te.da

der Siüimttwtz

es

, ---

'L!A

würd- "Zonns

^Ml"csierH!

»-kS-

inungtlr-"

K:'s,

'bteiluE"zlil>-

1 -«d ä>

heidun!!/'°ZMi

"mit

KSsS

»

IVII-

Onser lagesspiegvl

Nach englischen Plänen soll sich die Fünf- mächtekonferenz zunächst mit westeuropäischen Fragen beschäftigen.

Die Völkerbundsoersammlung wählte den argentinischen Außenminister zu ihrem Präsi­denten.

Der englische Journalist Ward Price setzt sich sür deutsch-englische Zusammenarbeit ein.

Dr. Goebbels wurde vom griechischen Minister­präsidenten empfangen.

Die Hitlerjungen waren auf ihrer Italien- reise in Rom Gäste des italienischen Ministers sür nationale Erziehung.

Im Gebiet um den Vogelsberg begannen die großen Herbstübungen der Wehrmacht.

Staatssekretär Reinhardt fordert Nachzahlung hinterzogener Steuern.

Einem Erogseuer in Hankau fielen über 1088 Häuser zum Opfer.

Ein schweres Hagelunwetter ging über München nieder.

Die Fachuntergruppe Zigarrenindustrie hielt in Bremen ihre diesjährige Tagung ab.

Gestern starb der Heimatschriftsteller Friedrich Eeebode.

Vorüber sprach (den mit Mum?

Vas Nauptltiema: Wtifmächlekonferen;

(liiixsnsr Oi-ab tbsriekt äsr82.")

London, 21. September.

Fast alle englischen Zeitungen fühlen sich ver­pflichtet, ihren Lesern etwas über den Inhalt der Pariser Unterredung zwischen dem britischen Außenminister Anthony Eden und dem franzö­sischen Ministerpräsidenten Löon Blum zu berich­ten. Da man aber in Paris diesmal besondere Vorsorge getroffen hatte, um Indiskretionen zu verhindern, befinden sich die Blätter in großer Verlegenheit. Der Pariser Vertreter derTimes" scheint immer noch am besten orientiert zu sein. Nach seiner Darstellung sie entspricht zweifellos den Tatsachen stand im Mittelpunkt des Ge­spräches zwischen den beiden Staatsmännern die Konferenz der West mächte. Hierbei soll der englische Außenminister zum Ausdruck ge­bracht halben, daß ihm vor allem an einer Allge- meinregelung der europäischen Fragen liege und daß eine Teilung der Mächte in zwei sich feind­lich gegenüberstehende Blocks unter allen Umstän­

den vermieden werden müsse. Um jedoch einen Teil der zu erwartenden oder bereits vorhande­nen Schwierigkeiten auszuschalten halte es die englische Regierung für ausreichend, sich zunächst mitden westeuropäischen Problemen zu befassen. In fast gleichlautendem Sinn be­richten auchMorning Post" undManchester Guardian".

Ausfallend ist aber in diesem Zusammenhang die Bemerkung derTimes", daß man den französisch-sowjetrussischen Pakt auf dem Wege zu einer Verständigung jetzt auch in London, obschon in geringerem Matze als in Berlin, als eine Schwierigkeit betrachtet.

Außerdem haben sich der englische Außenminister und der französische Ministerpräsident über die spanische Frage unterhalten^ wobei Blum von Eden verlangt haben soll, daß England auf Portugal einen gewissen Druck ausüben soll, um dieses Land zum Eintritt in den Nicht­einmischungsausschuß zu veranlassen. Mehrere Blätter deuten auch an, daß in Paris die Ab­rüstungsfrage besprochen wurde, allerdings gehen hierbei die Meinungen sehr weit ausein­

ander.Manchester Guardian" z. V. behauptet, daß man eine Einberufung des Büros der Ab­rüstungskonferenz erörtert habe, während auf der anderen SeiteDaily Telegraph" versichert, daß Eden in Paris vor einem übereilten Vorgehen gewarnt habe.

Wir verzeichnen die Feststellung der Times", daß der friedensgefährdende Cha­rakter des Militärpaktes ParisMoskau in London nicht mehr verkannt werde, als eine bemerkenswerte Erkenntnis. Seit dem Ab­schluß des unglückseligen Bündnisses zwischen dem irregeführten französischen Volk und dem kulturzerstörenden Bolschewismus sind auch an der Seine genug Stimmen lautgeworden, die eine Wiederherstellung des früheren Zu­standes der politischen Unabhängigkeit Frank­reichs gegenüber Sowjetrußland fordern. Von London aus sieht man die Dinge zwei­fellos noch Kühler an, und wir können nur wünschen, daß auch die Urheber und För­derer des Russenpaktes endlich ihren Irrtum einsehen mögen.

M Italiener besuchen Veutfchland

Berlin, 21. September.

Mit einem Aüsland-Sonderzug trafen am Montagnachmittag 500 Italiener in Berlin ein, um während eines einwöchigen Aufenthaltes Ge­legenheit zu haben, das neue Deutschland, haupt­sächlich die Reichshauptstadt, kennenzulernen. 8m Namen des Reichsministeriums für Volksauf­klärung und Propaganda hieß Landesstellenleiter Wächter die Gäste herzlich willkommen. Er be­tonte u. a.Während die Brandfackel des Kom­munismus in anderen Ländern auflodert, wäh­rend der Bürgerkrieg in Spanien tobt, gehen Italien und Deutschland glücklich und zufrieden den Aufgaben nach, die Mussolini und Adolf Hitler den Völkern gestellt haben." Die Italiener, die vom Berliner Ausländerdienst betreut werden, reisen am Donnerstag nach der Stadt der Reichs- parteitage und am Freitag nach der Hauptstadt der Bewegung, um dann über Innsbruck in ihre Heimat zurückzukehren.

Vr. frank bei tiano

Viareggio, 21. September Reichsminister Dr. Frank, der sich bekanntlich aus einer Jtalienreise befindet, besichtigte mit seiner Begleitung das Haus des Meisterkompo- msten Puccini in Torrs del Largo, wo «r längere Zeit verweilte. Später folgte der Reichsminister einer Einladung des italienischen Außenministers Eiano zu einem Abendesien, an dem führende Persönlichkeiten Italiens teilnahmen.

Sonntag waren Reichsminister Dr. Frank, Hauptamtsleiter Dr. Dresler und sein Adjutant Froboese Gäste des italienischen Außenministers Eiang in dessen Villa. Hierbei fand eine zwei­stündige Unterredung zwischen dem Reichsminister und dem italienischen Außenminister statt. Am Abend gab der italienische Außenminister zu Ehren des Reichsministers Dr. Frank ein Bankett. 8ie deutschen Gäste blieben bis Montag abend in Viareggio und begaben sich dann nach Rom.

Dr. öoebbels bei Metaras

Athen, 21. September.

Montag vormittag begab sich Dr. Goebbels in Verleitung des deutschen Geschäftsträgers in Athen, Dr. Kordt, in das königliche Palais und trug sich in die Beiuchsliste ein. Um 11 Uhr fand dann eine längere Unterredung mit dem griechi­schen Ministerpräsidenten Metaxas statt. Pressechef Nikoulidis wurde ebenfalls am Vormittag von Reichsminister Dr. Goebbels be­sucht. Eist weiterer Besuch galt dem früheren Athener Oberbürgermeister Kotzias. Vor griechischen Journalisten äußerte sich Minister­präsident Mctaxas, daß seine Unterredung mit Dr. Goebbels sehr freundschaftlich uar- laufen sei. U. a. habe Dr. Goebbels großes Ver­ständnis und Interesse rür die Altertümer Eriechenlands bewiesen und gesagt, daß er glück­lich sei, Griechenland kennenzulernen.

Verlängerung des deutsch-polnischen wirlschafisoeetroges

Berlin, 21. September.

Die deutsche und die polnische Regierung haben den deutsch-polnischen Wirtschaftsvertrag vom t- November 1835, der an sich am 31. Oktober die­ses Jahres ablausen würde, bis ;um 31. Dezember dieses Jahres verlängert, da die in dem Vertrag vorgesehene Frist sür die Verhandlungen aus technischen Gründen nicht eingehalten werden konnte. Es besteht ein Einverständnis zwischen den beiden Regierungen, daß der Wirtschaftsver­trag für das Jahr 1937 erneuert werden soll. Die Verhandlungen darüber sollen End« Oktober auf­genommen werden.

vorpostengeplünkel im ManüoergelänSe

Me großen fterbstübungen Ver deutschen Wehrmacht begannen im öebiet um den Vogelsberg

Bad Nauheim, 21. September.

Der erste Tag der großen Herbstiidungen der deutschen Wehrmacht im Gebiet um den Vogels­berg brachte noch keine größeren Kampfhandlun­gen. Diekriegführenden" Parteien, die in der Frühe des Montags zunächst ihre Ausklärungsab­teilungen in das Uebungsgebiet entsandten, waren über die Stellung und die Bewegung des Gegners, seine Stärke und Vcwassnung völlig im unklaren. Das alles galt es zunächst einmal zu erkunden.

Die Schwierigkeit der Aufgabe sowohl der im eigenen Lande sümpfendenblauen" als auch der feindliches Gebiet" betretendenroten" Partei wuchs durch das außerordentlich zerklüftete, stark bewaldete, von vielen Senken durchzogene und wegearme Gebiet, das nur wenig Höhen ausweist, die einen größeren Einblick in das Gelände gestatten. Hinzu kommt endlich die rein räum­liche Ausdehnung des als Operationsbasis vorge­sehenen Raumes, die etwa 130 Quadratkilometer betragen dürfte. Es leuchtet ein, daß in einem derartig gestalteten Gelände und bei einem Geg­ner, Wer dessen Stärke, Bewaffnung, Marsch­richtung und Beweglichkeit nichts bekannt ist, die Führer vor außergewöhnliche Auf­gaben gestellt werden, die schnelle Entschlüsse, gewandte Vefehlsgebung und rasche Anpassung an die entstehende Lage erfordern. Auch von der Truppe werden bei der völlig kriegsmäßigen Durchführung der Uebung ungewöhnliche Leistungen -verlangt.

Beide Parteien haben zunächst versucht, den Gegner durch Aufklärungsabteilungen festzustellen. Dabei konnte in den frühen Morgenstunden Luft­aufklärung so gut wie gar nicht eingesetzt werden, da Bodennebel und wenig klare Sicht hinderlich waren. Um so eifriger waren motorisierte und berittene Spähtrupps an der Arbeit. War der Gegner ermittelt, dann galt es die wenigen Punkte im Gelände zu sichern, die eine gute Weiterentwicklung des Vormarsches oder die bessere Stellung zu gewährleisten ver­sprachen. Von den zunächst erreichten Punkten aus wurden dann die Aufklärungsabteilungen weiter vorgetrieben und das Gros immer unter entsprechender Sicherung nachgezogen. Aus den Ergebnissen dieser Aufklärungsarbeit und den Feststellungen, die bei der ersten Feindberührung gemacht wurden, wird sich die weitere Lag e ge - stalten, über die am Abend des Tages noch nichts gesagt werden kann.

Bis zum Abend waren die Uebungen vom schön­sten Herbstwetter begünstigt. Dann kam ein schwe­res Unwetter mit außerordentlich heftigen Regen­güssen auf, das aber erfreulicherweise rasch vor­überzog. Die Anteilnahme der Bevölkerung des Uebungsgebietes ist ungeheuer. Keine Stadt, kein Dorf und kein Flecken, der nicht im reichsten Flaggenschmuck prangt. Girlanden schlingen sich

an den Häuserfronten entlang, Spruchbänder heißen die junge deutsche Wehrmacht willkommen und es ist bewegend zu sehen, wie selbst in den zwar landschaftlich überaus schönen, aber wenig ertragreichen Gegenden die einfachsten Häuschen mit Feldblumen und Papierfähnchen zu Ehren der Träger unserer Wehr geschmückt sind.

Die Truppen, die zum Teil schon schwere Uebungstage hinter sich haben, machen einen ganz vorzüglichen Eindruck. Braungebrannt ziehen sie mit heiteren Scherzrusen vorbei. An den Straßen stehen die Bewohner dieses herr­lichen Fleckens deutscher Erde, ihnen Erfrischun­gen anzubieten. Es ist, als wissen sie, daß den stolzen Trägern unserer Wehr noch schwere Uebungstage bevorstehen.

Ver sülirer bei den kierbstmanövern

Fulda, 21. September.

Am ersten Tage der großen Herbstmanöver be­sichtigte der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht an zahlreichen Punkten des Manöver­geländes die Truppen bei ihrem Vormarsch aus den Ausgangsstellungen. 2n allen Dörfern und Ortschaften, durch die der Führer kam, wurden ihm von der Bevölkerung begeisterte Kundgebun­gen zuteil.

MIM«

vor Liumarsel, üer .pauisetieu imlioimlen Truppen iu braven:, iu üer l'rovinr Iluel

(IVUll-ilil)

Moskau sucht den Krieg

Die Komintern organisiert revolutionäre Zusammenarbeit

Die Klagen der spanischen Nationalisten Wer französisch-russische Hilfe an Madrid haben ihre tiefe Berechtigung. Es genügt, wenn man die bisher bekannten Tatsachen in Erwägung zieht. Noch deutlicher aber wird diese Zusammen­arbeit, wenn man die Leistungen der Komintern in Paris verfolgt, welche täglich an Umfang zunehmen. Unter der Leitung derMopr"-Paris wird gegenwärtig durch die französischen Ar­beitersyndikate eine allgemeine Geld- sammlung für Spanien durchgeführt. Jeder Arbeiter wird gezwungen, sich mit einem entsprechenden Betrag in die Listen einzuzeichnen unter Androhung der sofortigen Entlassung im Falle der Weigerung. Die dadurch aufgebrachten Summen werden von der Mopr zu Waffen- ankäufen verwendet. Die entsprechenden Anord­nungen werden durch die Komintern, die tatsäch­lich das Hauptquartier des revolutionären Ee- neralstabes für Spanien ist, erlassen.

Da man die Ausdehnung des revolutionären Angriffes auf Südfrankreich plant, hat die Ko­mintern Bereitschaftskomitees geschaffen, die in sich in sogen. Stützpunkte unterteilt sind. Diese Stützpunkte sind in besonderem Maße durch das Arbeitersyndikat Südsrankreichs und die kom­munistische Marinevereinigung entlang der spa­nischen Grenze und an der französischen Küste eingerichtet worden. Zu ihrer aktiven Ausbil­dung wurden die beiden russischen Straßenkampf- Jnstrukteure Dower und Naudin nach Bordeaux und Marseille entsandt.

Die kommunistische Marinevereinigung hat es inzwischen durchgesetzt, daß zwischen französischen Häfen und den von den spanischen Nationalisten besetzten Häfen kein Verkehr mehr gestattet wird. 2m Widersetzungsfalle sollen die bezüglichen Schiffe durch Besetzung oder einen Streik am Auslaufen verhindert werden. So konnte das PaketbootVelle-Jsle" den Hafen von Marseille nicht verlassen. Ausländische Schiffe, die mit den Nationalisten verkehren, werden boykottiert. Außerdem wird ihnen jede Hilfe versagt, wenn sie einen französischen Hafen anlaufen. Den Schiffen der spanischen Volksfront dagegen wer­den alle nur möglichen Erleichterungen gewährt.

Da es den spanischen Volksfrontlern an Pro­viant mangelt, hat die Komintern Paris drei gecharterte griechische Dampfer mit Getreide von Odessa nach Valencia abgehen lassen. Es ist be­zeichnend, daß zu gleicher Zeit in der Ukraine Hungerrevolten stattfinden, während für die spanischen Terroristen Getreide vorhanden ist. An Bord dieser Schiffe befinden sich natürlich auch Waffen und außerdem 20 militärische Instrukteure der Roten Armee und eine Reihe russischer Militärflieger, die in die spanische Volksfront eingereiht werden. Der russische Handelsbeauftragte Spiro, der für illegale Waffensendungen verantwortlich zeichnet, hat aus dem Freihafen Antwerpen drei Dampfer mit Waffen und Munition nach Barce­lona und Valencia geschickt. Die Herkunft dieser Waffen ist in undurchdringliches Dunkel gehüllt.

Hand in Hand mit diesen direkten Unter­stützungen gehen die Werbungen für die spanische Kriegsflotte in Frankreich durch die Komintern vor sich. In Bordeaux, Marseille und Vayonne befinden sich eigene Werbebüros. Marseille wirbt in erster Linie französische Marineleute, die aktiv in der französischen Kriegsflotte dien­ten. Bis heute sind bereits über 600 französische Marineleute nach Barcelona abgereist. Bordeaux wirbt hauptsächlich Marineleute für die spanische Handelsflotte, die Waffen- und Munitions­lieserungen durchzuführen haben. Bordeaux und Vayonne heuern bewährte Hafen- und Dock­arbeiter, die in den Marinewerkstätten der spa­nischen Terroristen die Schisfsbeschädigungen auszubessern haben. Die bereits in Spanien ge­landeten 300 Werftarbeiter erhalten durch die Mopr 500 Fr. Reiseentschädigung und 2000 Pe­seten Monatslohn. In Paris ist eine Melde­stelle für das Heer eröffnet worden. Die Leitung untersteht dem spanischen Kommunisten HiminezdiAzua. In erster Linie werden kommunistisch gesonnene französische Reseroe- unterofnziere geworben. Sie erhalten den Grad eines Hauptmanns in der spanischen Volkssront- armee und eine Reiseentschädigung von 10 000 Francs. In Sonderzügen sind bereits die ersten Transporte abgegangen.

Am gefährlichsten sind die Pläne der Kom­intern hinsichtlich eines aktiven Zusammengehens