Ausgabe 
(20.9.1936) Nr. 262
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Parteiamtliche Tageszeitung

NachrichtenblaN der Deutschen flrbeitsfront vremen

flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Vremen

M Zustellungsgeb.i durch die Post Postbestellgeld. Bezugspreis ist im voraus ,u

Nr. rer / 6. Jahrgang

Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

An-cigcn-Grundvreis-: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 Pst, die 70 -mm-Zeile im Textteil 75 Ps. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u, a.) sowie sonstige Bedingungen Preis- liste 6 (Nachlatzstassel cst Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschlutz 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-1» Uhr: Schristleitung Dienstag und Freitag »2)4-13)4 Uhr.

Sonntag, 26. September 1S56

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Unser I«gesspivgel

Die spanischen Nationalisten verteidigen sich noch heroisch auf den Ruinen des Alkazars.

Der holländische Geschäftsträger ist aus Ma­drid abberufen worden.

Zm Fernen Osten ist es zu neuen japanisch- chinesischen Zwischensällen gekommen.

Reichsauhenminister von Neurath ist in Buda­pest, Reichsjugendführer Valdur von Schirach in Florenz eingetroffen.

Der Sturm an der Küste von Island for­derte erneut mehrere Menschenleben.

In der deutschen Maschinenindustrie hat die Ansragctätigkeit aus dem Inland erheblich zugenommen.

Aus der Strecke SandeJever ereignete sich ein schwerer Zusammenstotz zwischen Personen- zug und Autobus.

Unter grogem Jubel rückte gestern das II. I. R. K5 wieder in Vremen ein.

Der Führer hat den in Vremen tagenden 75ern telegraphisch seine Grütze übermittelt.

Der Arbeitsplan der Reinhold-Muchow- Schule für das Winterhalbjahr 1836/37 liegt vor.

In der Mordsache von Bargen ist ein drin­gend Verdächtiger aufgetaucht.

vom.-Schiilimg auf dem Neichssportseld

Berlin, 1g. September.

2n der Zeit vom 20. bis 26. September findet ein Kursus für sämtliche Untergauführerinnen des WM. statt. 2n der Reichsakademie für Leibesübungen auf dem Reichssportfeld werden die ISO Teilnehmerinnen aus allen Gegen­den Deutschlands unter Führung der Reichsrefe- rentin des VDM., Trude Bürkner,zu sport­licher und weltanschaulicher Schulung zusammen­gefaßt. Führende Männer des Staates und der Partei haben sich bereit erklärt, in Form von Re­feraten Auskunft über alle Gegenwartsfragen zu geben. Im Rahmen einer Aussprache werden die führenden Frauen Deutschlands zu Wort kommen. So sprechen u. a. die Führerin des Deutschen Frauenwerkes, Frau Scholtz-Klink, die Füh­rerin des Frauenarbeitsdienstes, Hanna Röpke, die Führerin der Arbeitsgemeinschaft nationalso­zialistischer Studentinnen, Inge Wolf, und die Neferentin für Mädchenerziehung im Unterrichts­ministerium, Auguste Reber-Gruber. Den Höhepunkt des Kurses bildet die Feierstunde des VDM. am 21. September im Kuppelsaal der Reichsakademie, Lei der die westfälische Dichterin 2ofefa Berens-Totenohl über den Mutter­gedanken spricht und aus eigenen Werken liest.

Neuordnung des Nednerwefens

N8k. Berlin, 19. September.

Im Zuge der Neuordnung des Rednerwesens der NSDAP., wonach auf den einzelnen Fach­gebieten eine Rednerauslese von der Reichspropagandaleitung der NSDAP. durchge- sirhrt wird, versammelten sich die zu Reichsfach- rcdnern für Handwerk und Handel vorgeschlage­nen Parteigenossen zu einer Information s- tagung auf der Schulungsburg Wannsee der NSDAP. Die Tagung wurde vom Hauptamt für Handwerk und Handel, dem von der Reichspropa- gandaleitung hierzu beauftragten Amt, durchge- Mrt. Die strenge Auslese, die vor der Er­nennung zum Redner stattfindet, bietet die Ge­währ dafür, daß die künftigen Reichsfachredner sowohl in weltanschaulicher als auch in sachlicher Hinsicht den hohen Anforderungen entsprechen die °n einen Reichsfachredner der NSDAP. gestellt werden müssen.

llr. Leu und Uauleiter Növer auf -er «Sierra lordoba"

Vremerhaven, 19. September.

Sonnabend nachmittag gegen 18 Uhr traf Reichs­organisationsleiter Dr. Robert Ley im Kraft- wagen von Berlin kommend, in Vremerhaven ein und begab sich sofort an Bord des an der Colum- buskaje liegenden KdF.-SchisfesSierra Eordo- ba". In seiner Begleitung bemerkte man Reichs­leiter Oberbürgermeister F i e h l e r - München und Reichsstatthalter und Gauleiter Rover- Oldenburg, die sich ebenfalls an Bord des Damp­fers begaben. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley «wartete persönlich die Urlauber auf dem Colum- bus-Bahnhof, die ihn begeistert begrüßten

Üie dänische Königin in Verlin

Berlin. 19. September.

Die Königin von Dänemark traf Freitag abend aus dem Stettiner Bahnhof ein. 2m Namen des Führers und Reichskanzlers überreichte ihr der ^hes des Protokolls, Gesandter von Bülow - schwante, bei der Begrüßung einen Blumen­strauß. Der Bruder der Königin, der Großherzog Uon Mecklenburg, sowie der königlich dänische Ge­schäftsträger Legationsrat Hoffmeyer, hatten sich ebenfalls zur Begrüßung eingesunden.

japanische und chinesische Iruppen im Streit

Mord m stankau

Tokio, 19. September.

Nach einer Meldung aus Hankau wurde in der Nacht zum Sonnabend ein Polizist des dortigen japanischen Konsulats von Chi­nesen ermordet. Ungefähr zur gleichen Zeit wurde auf einer Eisenbahnstation kurz vor Hankau ein japanischer Oberstleutnant, der aus Mandschukuo kam, von einer demon­strierenden Menge überfallen. Er konnte sich nur durch eilige Flucht retten. Patz, Geld und wichtige Schriftstücke waren ihm vorher aus dem Abteil gestohlen worden. In japanischen Kreisen wird betont, datz diese Zwischrnsälle nicht ernst genug genommen werden könnten.

An dem in der Nähe von Peiping gelegenen Eisenbahn-Knotenpunkt Fengtai ist es zu einem neuen Zwischenfall gekommen, der jedoch nicht mit den Kundgebungen zusammenhängt, die an-

Ver stilirer an die 7Ser

Bremen, 18. September.

Aus ein telegraphisch übermitteltes Treuegelöb­nis der in Vremen vereinten 75er hat der Führer folgendes Telegramm gesandt:Den in Vremen zum Regiments-Appell versammelten Angehörigen des Infanterie-Regiments Bremen, des Reserve- Regiments und des Landwehr-Regiments Nr. 75 danke ich für das Treucgelöbnis und für die Grütze, die ich in kameradschaftlicher Verbunden­heit herzlich erwidere. Adolf Hitler."

(Ausführlicher Bericht über den Kameradschasts- abend der 75sr im Innern des Blattes).

läßlich der fünfjährigen Wiederkehr der Besetzung Mandschukuos durch die Japaner veranstaltet wurden.

Zwischen aneinander vorbeimarschierenden chinesischen und japanischen Truppen entstanden Reibereien, die anschließend zu Kundgebun­gen der japanischen Soldaten vor den chinesischen M i l i t ä r b a r a ck e n führten. Ein chinesischer Kompaniechef, der sich nach den japanischen Baracken begab und ver­mitteln wollte, wurde dort festgehalten. Darauf­hin holten die Chinesen Verstärkungen aus einem benachbarten Militärlager.

Die Lage wurde am späten Abend bedrohlich. Schüsse wurden gewechselt und japanische Militär­autos umgeworsen. Am Sonnabendvormittag ist zwischen den Militärchefs eine oorläusige Rege­lung dahingehend getroffen worden, daß die be­teiligten Truppen der chinesischen Armee ihre bisherige« Baracken in Fengtai verlassen.

Kamps auf den Nuinen des stlkazar

fluch nach der furchtbaren flvnamitsprengung verteidigen sich die Nationalisten heldenhaft

Paris, 19. September

Ueber die.Sprengung des Alkazars meldet der Sonderberichterstatter von Havas aus Toledo, daß von roten'Bergleuten in tagelanger Arbeit ein Stollen in deü Fels getrieben wotden sei, in' dem dann mehrere hundert Kilogramm Dynamit zur Explosion gebracht wurden. Die Wirkung sei furchtbar gewesen. Die meterdicken Mauern des Alkazars seien an drei Seiten völlig zerstört und bildeten nur noch riesige Schutthaufen. 2n sämtlichen Straßen von Toledo und auf den Dächern der Häuser lägen große Steinblöcke. Wie der Havas-Vertreter weiter berichtet, seien u. a. Teile eines Kraftwagens vom Hos der Festung aus über 200 Meter weit auf das Dach einer Kaserne geschleudert worden. Sämtliche Fenster­scheiben in der Stadt seien durch den gewaltigen Luftdruck zertrümmert worden. Man habe sekundenlang eine mächtige, über 100 Meter hohe Feuer- und Rauchsäule, vermengt mit Steinen und Gegenständen aller Art, sehen können.

Gleich nach der entsetzlichen Explosion sollen Arnarchisten und Marxisten einen Wettlauf an­getreten haben, um als erste ihre roten bzw. schwarzen Fahnen auf den Trümmern des Alka­zars zu hisse«. Die Nationalisten hätte» sich aber

in den geborstenen Mauern noch weiter verteidigt und stundenlang habe ein. erbitterter Kampf um jeden Stein getobt. Schließlich sei den Marxisten der Befehl zum Rückzug erteilt worden. Dann habe die rote Artillerie erneut einen Hagel von Geschosse« aus den Trümmerhausen des Alkazars und die umliegenden Häuser gerichtet. Durch unterirdische Gänge sei es einem Teil der Natio­nalisten gelungen, in diese Häuser einzudringen, obwohl sie bereits in Brand gestanden hätten.

2n dem Havas-Vericht heißt es dann weiter, daß der Kampf von 10 Uhr ab bis zum. Nach­mittag getobt habe. Gegen 17 Uhr seien die roten Angreifer wieder zum Sturm angetreten. Bei Einbruch der Dunkelheit habe man den Ein­druck gehabt, daß es den Roten gelungen sei, ihre Positionen beträchtlich zu verbessern. Jeder der Nationalisten habe auf dem ihm angewiesenen Platz gekämpft, bis er getötet worden sei. Der kommunistische Landwirftchaftsminister Uribe, der sozialistilsche Abgeordnete Zanzajo und der Zivil­gouverneur der Provinz Toledo hätten der Spren­gung des Alkazars am Freitag früh beigewohnt.

Nach den letzten Meldungen hat die Minenspren- gung den Verteidigern nur geringe Verluste zu­

gefügt. Seit Sonnabend früh wird der Alcazar unaufhörlich durch Artillerie beschossen und von Fliegern mit Bomben belegt. Den im Alcazar eingeschlossenen 1508 Nationalisten Frauen und Kinder eingerechnet stehen 7888 Marxisten gegenüber. , .

Schwere Verluste der Noten

Hendaye, 19. September.

Die Kämpfe bei Talavera sind bisher für die spanischen Roten sehr verlustreich verlaufen. Der Rundfunksender von Sevilla meldet, daß die Roten 4000 Tote und 1000 Gefangene in diesem Kampfabschnitt verloren hätten. Im letzten Ge­fecht haben die nationalen Truppen ihren Geg­nern zwei Tanks und zwei Panzerwagen abge­nommen und ein Jagdflugzeug abgeschossen.

In Rondo (Provinz Malaga), das vor einigen Tagen von den nationalen Truppe« genommen worden ist, sind bisher 512 Morde festgestellt worden, die die Roten während der dort von ihnen ausgeübten mehrwöchigen Schreckensherr­schaft begangen haben.

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Sache der Zeitung -

Sache des Volkes!

* Bremen, 20. September.

Der Präsident der Reichspressekammer, Reichsleiter Amann, und der Reichspresse­chef, Reichsleiter Dr. Dietrich, haben sich beide auf dem Kongretz des Reichsparteitages 1936 eingehend mit den Aufgaben der Ta­gespreise und ihrem Verhältnis zu ihrer Le­serschaft besaht.

Die Presse, welche die schöne und ehren­volle Aufgabe hat, ihre im unmittelbaren Erleben des erhebenden Geschehens von Nürnberg gewonnenen Eindrücke, Leh» ren und Erkenntnisse an ihre Leser­schaft weiterzugeben und diese Eindrücke, Lehren und Erkenntnisse somit dem deutschen Volke gleichsam in die Seele zu gießen, diese Presse hat allen Grund, gerade auch auf die Ausführungen der beiden führenden Presse-- Männer des nationalsozialistischen Deutsch­lands nochmals zurückzublicken und sie allen Volksgenossen nochmals in Erinnerung zu rufen, zumal diese Ausführungen in gleicher Weise haarscharf darauf ausgerichtet sind, das Verhältnis der Presse als national- sozialistische deutsche Volks­presse, wie Parteigenosse Amann sie nannte, und als Waffe des deutschen Lebenswillens, wie Dr. Dietrich sagte, zum deutschen Volke klarzustellen und die Notwendigkeit ihrer ständigen Gegenwart in jedem deutschen Hause darzutun.

Wer nur die Ereignisse seines eigenen Gesichtskreises kennt, wird sein Denken nie­mals zu den großen Aufgaben unserer Zeit erheben können. Wer aber durch die Zei­tung täglich Anteil nimmt am heutigen Le­ben, der wird jeden Ruf, jede Forderung, jede Mahnung der Nation verstehen und wird ihr Kllnder und ihr Kämpfer sein. Und darum gehört die Zeitung in jedes deutsche Haus", sagte Dr. Dietrich, und setzte daran die Forderung, die Sache der Zeitung zur Sache des Volkes zu machen. Ja, es muß die Sache der Zeitung Sache des Volkes sein. Ist sie doch Sache jedes einzelnen Volks­genossen sowie die Volksgemeinschaft ins­gesamt, vorausgesetzt natürlich, daß es die Zeitung ist, wie wir sie heute im national­sozialistischen Deutschland haben; die Zeitung nämlich, deren einziger Zweck Reichsleiter Amann hat es in Nürnberg aus­drücklich hervorgehoben der Dienst am Volke ist, also die Zeitung, bei deren Gestaltung der Nutzen des Lesers als ein­zelner und als Glied der Gesamtheit den be­stimmenden Gesichtspunkt bildet.

Im Gegensatz zu fast allen anderen Län­dern, deren Presse ihren Leser zum Objekt ihm fremder oder gar ihm schädlicher Zwecke macht, besitzt Deutschland, dank der durch das Schriftleitergesetz und durch das Kultur­kammergesetz den Gestaltern der Presse gewährleisteten Unabhängig­keit und dank der Kraft dieser Gesetze den Lesern der Presse gewährleisteten Charakterfestigkeit und Lei­stn ng s st ä r k e d e r P r e s s e g e st a l t e r, heute eine Presse, welche alle Anforderungen erfüllen kann, die eine Presse erfüllen muß. wenn sie den Dienst am Volke wirklich als ihren einzigen Zweck betrachtet.

So ist die nationalsozialistische deutsche Volkspresse, wie Reichsleiter Amann her­vorhob, bester Kamerad dem Volks­genossen, dem sie täglich das für seinen Lebenskampf Erforderliche bringt, ihn mit dem Geschehen im Kleinen und im Großen in seiner Umwelt vertraut macht und die Voraussetzung ebenso zur Behauptung und Entwicklung seiner eigenen Existenz im Rahmen des Ganzen wie zur Förderung der Gemeinschaft schafft. Den Spiegel der Zeit nennt Dr. Dietrich die Zeitung, den Begleiter durch das Labo- rinth der Ereignisse.

Wer möchte in diesem Labyrinth keinen sicheren Führer, wer in der unendlichen Fülle des heutigen Weltgeschehens keinen zuverlässigen Deuter der Dinge, keinen Klarer der Vielfalt von Fragen, die ständig auftauchen, keinen Vermittler des Verständ­nisses für die gemeinsamen Schicksalsfragen seines Volkes, seines Erdteils, ja der gan­zen Menschheit haben?Das Wissen ist ein Element der Macht", sagte Dr. Dietrich; und es gibt wohl keinen verständigen Menschen der freiwillig auf die Macht des Wissens verzichten möchte. Wenn dazu noch die Zei­tung ihrem Leser neben der Stütze für die eigene Lebensbehauptnng und ' für die Lebensbehauptung der Gesamtheit zur Be­friedigung seelischer .und geistiger Bedürf­nisse in den Mußestunden Stoss bringt, der