Ausgabe 
(15.9.1936) Nr. 257
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Parteiamtliche Lageszeitung

Ilachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Dremen

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Nr. rs? / 6. Zalzrgang

Menslag, lS. September ISZ6

kinzelprels lS Npf.

die neue Kampf-Parole des fülirers

Mitreißende große Nede stdolf stillers auf Sem Schlußkongreß in Nürnberg gegen den volschewismus

Herrlicher stusklang

(LiKSuer Di-ailtkei-iestt äsr8.2")

). 8. 0. Nürnberg, 15. September.

Das beherrschende Ereignis des letzten Tages der Nürnberger Heerschau waren, ge­nau wie im Vorjahre, die den Montagvor­mittag und -nachmittag ausfüllenden Vor­führungen der Wehrmacht, wo von Truppen­teilen des Heeres, der Luftwaffe und der Marine vor dem Führer auf der Zeppelin­wiese Höchstleistungen militärischen Exerzie­rens gezeigt wurden, die immer wieder von der nach Hunderttausend zählenden Zu-

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Der gestrige Tag der Wehrmacht brachte den großen Schlußakkord von Nürnberg.

Der Wehrmacht wurde» die neuen Fahnen und Standarten übergeben.

Rudolf Hetz sprach zum Führerkorps der Par­tei.

Vor den Gau- und Kreispropagandaleitern erläuterte Dr. Goebbels die Kunst der Pro­paganda.

In seiner großen Schlußrede aus dem Partei- Kongreß gab der Führer die Kampsparole gegen den Bolschewismus.

Die Reichsbahn eröffnet heute den Omnibus­verkehr auf der Reichsautobahn Bremen Hamburg.

Die bremische Schule der DAF. erhält den NamenReinhold-Muchow-Schule".

Deutschlands Tennismeister Gottfried von Cramm unterlag dem französischen Nachwuchs­spieler Jamain.

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schauerschaft mit Beifallskundgebungen be­dacht wurden.

Das tiefe, das unvergeßliche, das alles hin­reißende Erlebnis dieses Parteitages über­haupt aber war des Führers große Abschluß­rede im Kongreß, die, immer und immer wieder von endlosen Heilrufen unterbrochen, eine der packendsten Reden aller Zeiten ge­nannt werden muß.

Sie wird Beachtung finden, diese Rede, weit über die Grenzen Deutschlands hinaus, Beachtung zumindest bei all den Völkern Europas, die noch nicht gänzlich mit Blindheit geschlagen sindvor der bolschewistischen Gefahr und noch nicht gänz­lich verstockt sind gegen die Warnungen vor den Auswüchsen einer der Völker Mark und Kraft zermürbenden Demokratie.

Es wird diese Rede des Führers da draußen Beachtung finden, obwohl es wahrlich uns als Volk gleichgültig sein kann, ob man des Führers Warnung vor Moskau in anderen Ländern auch weiterhin in den Wind schlagen will- oder nicht. ..Nationalsozialismus ist unser wertvollstes deut­sches Patent", sagte der Führer, allen Verdäch­tigungen entgegentretend, die da glauben machen »ollen, Deutschland hätte ein Interesse daran, oatz auch die anderen Völker nationalsozialistisch würden. So behaupten es nämlich dieLeute draußen, welche die Demokratie als ein Vlümlein Rühr-mich-nicht-an betrachtet sehen wollen, sich selbst aber für befugt und berechtigt halten, die Weltanschauung Deutschlands und seine Staats- l°rm jeden Tag und fast jede Stunde in kritischer Weise herabzusetzen.

,.Was geht uns Nationalsozialisten die Demo­kratie an" sagte der Führer. Sollen die glück­lich sein unter ihrer Demokratie! Uns aber sollen ffe auch in Ruhe und glücklich lassen inunserer Weltanschauung und unserer Staatsform der na- tionalen Autokratie!

Das deutsche Volk hat den Respekt vor der De­mokratie verloren und steht zu 89 Prozent auf dem Boden des Nationalsozialismus. Ebenso meiß aber auch das deutsche Volk, daß der Volsche­wismus der Pest gleichkommt, die die ganze Welt zugrunde richtet, wo ihr nicht tatkräftig entgegen­getreten wird.

Und was Deutschland selber betrifft, so ist der Führer gesonnen und gewillt, unter allen Um­ständen dieser bolschewistischen Pest entgegenzu­treten, wenn sie es unternehmen sollte nach­dem es ihr auf dem Schleichwege der weltanschau­lichen Verseuchung des Volkes mißlang nun etwa mit militärischer Gewalt ihr Ziel zu

erreichen.

Es war eine furchtbare Abrechnung, die der Führer mit dem Bolschewismus m seiner Schlußrede hielt, und wenn er gleichzeitig damit seine Warnung der Welt zu Gehör brachte vor diesem Völkerverderben, dann sollte ihm und Wird ihm wohl auch bei allen anständigen Völkern

dafür Dank werden statt Undank und absicht­lichem Mißverstehen, wie wir das leider so oft schon bei der ausländischen Presse erleben mußten. Aug um Aug erklärte der Führer, warum Deutsch­land den Volschewismus abtat, und Zug um Aug: was für Deutschland gilt, kann auch für die übrigen europäischen Völker gelten, deren Kultur genau so wie die deutsche bedroht erscheint, deren Menschen genau so wie die Menschen deut­schen Blutes unter den Messern, Kugeln und Mordbränden eines barbarischen Verbrechertums verbluten müßten, wenn der Bolschewismus erst einmal siegreich wie in Rußland auch in anderen europäischen Ländern sein Banner aufpflanzen könnte.

Des Führers Rede galt aber natürlich vor allem auch in seiner Warnung vor dem Bol­schewismus dem deutschen Volke. Indem er dieses aufforderte, die Kampfstellung gegen den Volschewismus zu beziehen, die bisher und vor allem in der Kampfzeit die Bewegung inne­hatte. darf man dessen sicher sein. daß auch schon

sein Ruf im deutschen Volke hundertprozentig gehört und erfüllt wird, daß sein Appell ein Gebot und dem Gebot unwiderruflich die Tat folgen wird.

Das ganze deutsche Volk: Deutschland steht aus dem Posten, wenn der Führer ruft, aus dem Posten steht die Partei, das Volk und das Heer.

Und das deutsche Volk weiß, daß ihm, so wie es die Warnung des Führers befolgt, der Vol­schewismus nichts antun kann, denn es glaubt an sich und seine Kraft, so wie es der Führer will, der den Pessimismus und Unglauben als die ärgste Sünde im Leben bezeichnete und als das größte Verbrechen am Volke. Und das deutsche Volk kann um so mehr froh und freudig an sich glauben, als gerade jetzt wieder der Füh­rer in seiner Rede der Partei die Richtlinien gab, nach der sie dem Volke gegenüber zu handeln hat. Es sind dies die alten bewährten Richtlinien des Parteiprogramms.,

das ewig jung bleibt und das deutsche Volk ewig k jung und stark erhält.

Der Beifall, der dem Führer gerade bei diesen auf das Parteiprogramm bezüglichen Worten wurde, zeigte deutlich, wie das neue Deutschland im alten Geiste des Nationalsozialismus lebt und weiterleben will. Die tiefe Inbrunst aber. womit am Schluß der Rede des Führers von allen An­wesenden in das vom Führer ausgebrachte Sieg­heil für Deutschland und in das darauf gesungene Deutschland- und Horst-Wessel-Lied eingestimmt wurde, diese Inbrunst zeigt, wie sehr alle, welche das Erleben des Reichsparteitages in sich auf­genommen haben, dieses nun als kostbarstes Gut in sich tragen und ewig in ihrer Erinnerung be­halten werden.

Der große Tag schloß ab mit dem bereits zur Tradition gewordenen Zapfenstreich, ausge­führt von sämtlichen am Reichsparteitag teilneh­menden Musikkorps, vor dem Führer am Deut­schen Hof. ' Es war ein herrlicher Äusklang dieses Parteitages der Ehre, des Reichsparteitages 1936.

khrentag der Wehrmacht In Nürnberg

kidol- Hitler: .Mir bilden in Volk, Partei und Wehrmacht eine unlösbar verschworene vemeinschaft"

Nürnberg, 1-1. September.

Das Schicksal Deutschlands wird von den Deut­schen selbst gestaltet, seitdem Adolf Hitler das Reich und das Volk wieder frei gemacht hat. Der Führer hat mit seinen Getreuen den Ärmeren Machtkampf um Deutschland durchgesuchten und damit die Gestaltung des deutschen Schicksals in seine Hand genommen. Was in den Jahren der inneren Entscheidung die Männer der Bewegung erkämpft haben, das neue stolze Reich,' gilt es nun nach innen zu stärken und nach außen zu sichern. Und so ruht nunmehr das deutsche Schicksal in Gegenwart und Zukunft auf zwei festgefügten starken Fundamenten: der natio­nalsozialistischen Partei und der deutschen Wehrmacht. In ihren Aufgaben treffen sich Bewegung und Wehrmacht zum ge­meinsamen Dienst, zur gemeinsamen Gestaltung der deutschen Zukunft und damit des deutschen Schicksals. So ist es selbstverständlich, daß am Parteitag der nationalsozialistischen Bewegung auch die deutsche Wehrmacht teilnimmt. Die Par­tei ist heute Repräsentantin des Volkes und Trä­gerin seines Willens. Dieses Volk ist mit der Wehrmacht eins, nachdem wir wieder ein Volksheer haben, in dessen Reihen jeder deutsche Mann seine Pflicht erfüllt.

Diese Einheit und unlösbare Verbun­denheit kam am Montag, dem

rag der deutschen wekrmocht,

auch auf dem Parteitag der Ehre in Nürnberg sinnfällig zum Ausdruck. Die Eingliederung die­ses Tages in den Rahmen der großen Parteitags­

veranstaltungen ist mehr als Symbol; es ist die Bekundung deutscher Kraft auf allen Linien der politischen und der militärischen Macht, die eins sind und nur das eine und nichts anderes wollen: ein gl ück! i ch es, freie s .deutsch e s V o l k 'Inmitten einer friedlichen We.l t!

. Herrlicher Sonnenschein lag über der Zeppelin­wiese, wo die Zuschauerränge seit Stunden Kopf an Kopf meistens von den Angehörigen der Orga­nisationen im Braunhemd besetzt sind. Auch die 16 600 KdF.-Fahrer sind zugegen. An der großen Einmarschstraße, die der Haupttribüne gegenüber­liegt und bis in den Stadtwald führt, stehen auf der ganzen Breite von 90 Meter schon die an den Vorführungen beteiligten Formationen der Wehrmacht. Auf der Ehrentribüne sieht man neben dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Ee- neralfeldmarschall von Blomberg, den Ober­befehlshaber des Heeres, Generaloberst Freiherr v o n F r i t s ch, den Oberbefehlshaber der Kriegs­marine, Generaladmiral Raeder, und in Ver­tretung des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generaloberst Göring, den Staatssekretär der Luftfahrt General der Flieger Milch, umgeben von der gesamten in Nürnberg anwesenden hohen Generalität und Admiralität.

4k>0 slugieuge über der Zeppelinwiese

Mit militärischer Pünktlichkeit brausen um 8 Uhr vom Osten her in geöffneter Ordnung die Geschwader der Luftwaffe heran, voran die KampfgeschwaderHindenburg" undGeneral Weser". Ebenfalls in geöffneter Ordnung schlie­

ßen sich die JagdgeschwaderHorst Nessel", Richthosen",Boelcke" undJmmelmann" an. Alle Geschwader schwenken über dem Zeppelinfeld ein, das sie unter dem Jubel der Massen umkrei­sen. Eine Jagdgruppe zeigt ein Luftexerzieren, bei dem die Maschinen mit wundervoll eingehal­tenem Abstand eiiiek großen Kreis bilden, aus dem sie im Sturzslug heruntergehen, um die Maschinen in etwa 58 Meter Höhe wieder abzu­fangen. Ein schneidiges Manöver, das ihnen be­geisterten Beisall einbringt.

Auf demSchlachtfeld" sind inzwischen leichte und schwere Flakabteilungen in Stellung gegan­gen. Urplötzlich tauchen dicht hinter den Tribü­nen Tiefflieger auf, die in ein mörderisches Ab­wehrfeuer genommen werden. Zur gleichen Zeit nehmen die schweren Flakabteilungen einen für die Zuschauer zunächst noch unsichtbaren Gegner unter Feuer, der sich in mehreren tausend Metern Höhe nähert und beim Tiefergehen auch von leich­ten Batterien beschossen wird. Den Abschluß der Vorführungen der Luftwaffe bildet eine Luft­parade der etwa 100 Flugzeuge, die in V-For- mation in mustergültiger Ausrichtung in geringer Höhe die Zeppelinwiese überfliegen, Geschwader um Geschwader, jeweils an der Spitze die Fllh- rungsgruppe.

(Fortsetzung auf Seite 2)

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* Nürnberg, 15. September

Nun liegt sie wieder abgeschlossen hinter uns, diese hehre Woche von Nürnberg, die Weihewoche für Führer und Vaterland, wo die Herzen aller, die ihr beiwohnen durften, höher schlugen, wo die innige Verbundenheit von Millionen in nie erlebter Harmonie zum Ausdruck kam.

Eine politische Willenskundgebung von höchster künstlerischer Einheit ist diese Heer­schau von Nürnberg wieder gewesen, ein ge­waltiges Fanal für die Welt, ein Zeugnis der wachsenden inneren und äußeren Kraft Deutschlands, einer Kraft, die. genau den gigantisch gesteigerten Formen entspricht, welche in diesen Tagen von Nürnberg als Ausdrucksmittel der Idee zutage traten.

Vier grandiose Aufmärsche kennzeichneten auch in diesem Jahre wieder die ungeheure Kraft und den ungeheuren Willen der Be­wegung, die heute Deutschland ist: Arbeits­dienst, Hitler-Jugend, die Organisation der Politischen Leiter und endlich die Formatio­nen der SA. gaben jeder einzelnen Organi­sation für sich dem Ausdruck, was ein gan­zes Volk bewegt und gestaltet. Und dazu kam noch die Wehrmacht mit ihren Darbie­tungen in einfach phantastischer Lerstungs- größe. Und so verschieden unter sich die Auf­gaben, die jeder dieser Organisationen ge­stellt sind, sein müssen, alles schließt sich schließlich zu der ewigen unlöslichen Einheit Volk zusammen, zu der Einheit Führer und Gefolgschaft, Freiheit und Pflicht, Idee und Form. Und über allem Erlebten wie­derum sieht die Welt staunend ergriffen die Bewegung.

Diese Bewegung ist heute riesenhaft hin­ausgewachsen über alles, was selbst die kühnste Phantasie sich ausmalen konnte. Und das ist wohl auch der Grund, warum das Ausland immer wieder fassungslos der Heer­schau dieser Bewegung in Nürnberg gegen­übersteht, warum dieses Ausland nicht weiß, unter welche Begriffe herkömmlicher Art es diese Heerschau von Nürnberg, die grandiose Weihewoche eines Volkes, einreihen soll, dieses in der ganzen Weltgeschichte nie er­hörte Ereignis, das einmaliList, wie die Bewegung und der gewaltige Wille, der sie schuf.

Ob es eine Weltanschauung ist, ob eine Re­ligion, ob eine Staatsform, was hier in Nürnberg jetzt wieder seinen schönsten Aus­druck fand, darüber mögen sich kleine Po­litikaster da draußen, jenseits der deutschen Grenzen, die Köpfe sinnend zerbrechen: Wir, das deutsche Volk, wir wissen es: Es stand hier in Nürnberg wieder vor uns das ewige, unsterbliche Deutschland, das aus dem Willen des einen gewachsen, zur Gemeinsamkeit aller Deutschen gewor­den ist. Und darüber groß und gewaltig der Mann, der all das geschaffen, der es weiter ausbaut, weiter lenkt und ihm seinen ewigen Odem einhaucht, damit es bestehe Jahrhun­dert für Jahrhundert, Jahrtausend für Jahr­tausend, bestehe, solange die Welt besteht, so­lange Menschen deutschen Blutes auf dieser Welt sich bewegen.

Und daß dabei nicht allein Deutschland, sondern die europäische Kultur und die ganze arische Menschheit ihren Schutz und einen Wall vor der vernichtend anbrandenden Flut einer Verderben um sich breitenden ver­brecherischen Lehre, vor dem mit dem Juden­tum inkarnierten satanischen Weltvernich­tungsplan, findet, das ist einer unvoreinge­nommenen, aus dem Ausland nach Nürnberg gekommenen Teilnehmerschaft in diesen heh­ren Tagen wie nie vorher so klar ins Be­wußtsein getreten, zumal die innere Front der Kongreß-Tagungen, einheitlich ausgerich­tet gegen die bolschewistische Gefahr, Er­kenntnisse und Vorsehungen der Welt ver­mittelte, wie sie in solch klingender Klar- heit und Wahrheit wohl noch niemals den Völkern Europas vor Augen getreten sind.

m ^ >rürd dieser nun hinter uns liegende Parteitag 1936. dieser Parteitag der Ehre, in seiner unermeßlichen Bedeutung für die Klä­rung von wichtigen Fragen, für die Ausrich­tung von starken gemeinsamen Fronten auf das große Ziel der Welterlösung von dem Uebel des Weltverderbers Bolschewis­mus, mehr noch den Völkern Europas als dem deutschen Volke selber zugute kommen können, wenn diese Völker sich nicht bös-