Ausgabe 
(17.6.1936) Nr. 167
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parteiamtliche Lageszeitung

slachrichtendlatt der Deutschen flrbeitsstont Vremen

flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt sremen

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Das amtliche verkündungsbiatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 16? / 6. Jahrgang

Mittwoch, 1?. Juni 1SZ6

kinzelpreis 1S Npf.

Steumahlen kein Wer sondern Pflichterfüllung

Unser logssspisgsl

Dr. Schacht wurde von König Boris emp­fange».

Lord Lothia« macht Vorschläge zu einer endgültigen Bereinigung mit Deutschland". Ward Price nennt Deutschland und Italien Bollwerke gegen den Bolschewismus.

Die Streikenden in Belgien wollen das ganze belgische Wirtschaftsleben erlahmen lassen. Ein furchtbares Fiihrunglück bei Budapest forderte zahlreiche Todesopfer.

Das Institut für Konjunkturforschung rechnet mit weiteren Krisenerscheinungen infolge von Subventionen.

Die Sanierungsabschlüsse des Norddeutschen Lloyd wurden von der Generalversammlung einstimmig genehmigt.

Gestern begannen in Bremen die Ausschei­dungen in derBolkssenderaktion".

Die Bremer Feuerwehr hat ein neues Feuer­löschboot in Betrieb genommen.

Große Erfolge erzieltem bremische NSKK.- Männer aus der Nordmark-Orientierungs- fahrt.

M«W

relegramrnwechsel fldolf Hitler Nosenberg

München, 17. Juni

Anläßlich der Reichstagung der NS.-Kultur- aeineimde in München sandte Reichsleiter Alfred Rosenberg an den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler folgendes Telegramm:Mein

Führer! Tauseich auf der Reichstagung der nationalsozialistischen Kulturgemeinde in der Hauptstadt der Bewegung versammelte Amtswal­ter grüßen Sie, mein Führer, in unwandelbarer Treue und versprechen weitere unermüdliche Ar­beit im Dienste der kulturellen Erneuerung des deutschen Volkes. Heil, mein Führer! (gez.) Alfred Rosenberg."

Darauf antwortete der Führer mit folgendem Telegramm:Den in München versammelten Amtswaltern der nationalsozialistischen Kultur­gemeinde danke ich für die mir telegraphisch über­mittelten Grüße. Ich erwidere sie mit den besten Wünschen für weitere erfolgreiche Arbeit im Dienste nationalsozialistischer geistiger Erneuerung des deutschen Volkes, (gez.) Adolf Hitler."

wenn Privatpersonen flaggen ...

R. Berlin. 17. Juni.

Der Reichsinnenminister hat einen Runderlaß herausgegeben, in dem es heißt: Nachdem durch die Bestimmung der Hakenkreuzflagge zur alleini­gen Reichs-.und Nationalflagge die Einheit und Geschlossenheit des deutschen Volkes ihren sinn­fälligen Ausdruck gefunden hat, muß erwartet werden, daß auch von Privatpersonen bei feier­lichen Anlässen ausschließlich die Hakenkreuzflagge gezeigt wird. Es widerspricht daher dem Geiste des Reichsflaggengesetzes und dem Wesen der Volksgemeinschaft, wenn von ihnen neben oder an Stelle der Hakenkreuzflagge andere Flaggen, z. V. die bisherigen Landesflaggen oder Kirchenfahnen, gehißt werden. Unzulässig ist auch das Setzen und öAntliche Zeigen der alten kaiserlichen Kriegs­flagge und der schwarz-weiß-roten KrieZsflagge mit dem Eisernen Kreuz durch Privatpersonen.

Kurse für seefahrende srauen

Hamburg, 17. Juni.

Die Deutsche Arbeitsfront, Auslandsorganisa­tion. Sachwaltung Seeschiffahrt, schuf Anfang April für seefahrende FrauenBerufs­schulungskurse". Dadurch wird allen zur See fahrenden Frauen Gelegenheit gegeben, sich eine gründliche Allgemeinausbildung für ihre Be- rufserfullung und ihr persönliches Verhalten an Bord in genügendem Ausmaße anzueignen. Die Kurse werden täglich, außer Sonnabends, im Schulungsgebäude der Deutschen Arbeitsfront, Hamburg, Schauenburger Straße 25, durch eine von der Sachverwaltung Seeschiffahrt eingesetzte Fachschaftswalterin abgehalten. Die Anmeldun- gen zur Teilnahme nimmt die Eausachgruppe Seeschiffahrt in der DAF., Auslandsorgamsation, Sachwaltung Seeschiffahrt, Hamburg 8, Hohe Brücke 1, entgegen.

Neue Vorwürfe gegen Noosevett

Washington, 17. Juni.

Der Fälligkeitstag für die jetzigen und die rück- ndigen Kriegsschuldenraten der ^ ehemaligen liierten an die Vereinigten Staaten, ist ederum vorübergegangen, und auch dieses Mal lten sämtliche Länder der Regierung der Ver ligten Staaten mit, dag eine Zahlung nicht -glich sei. Nur Finnland zahlte wie üblich Der »ublikanische Parteitag hat sich eingehend mit c Kriegsschuldenfrage belästigt Dabei wurde gen Roosevelt der Vorwurs erhoben, nichts zur ntreiÄnq der Kriegsschulden der Alliierten tan zu haben. Gleichzeitig wurde erklärt, dag Falle der Wahl des Republikaners Lan d o n n Präsidenten Schritte unternommen wurden ß die Alliierten endlich ihre etwa zwölf illiarden Dollar betragenden Schulden

krsolge imtlonalsoliMischer fmanMlitik

Nechenschastsbericht Neirchardts

Berlin, 17. Juni.

Der Staatssekretär im Reichsfinanzministerium Reinhardt eröffnete gestern einen Lehrgang an der Reichsfinanzschule Ilmenau, wobei er finanz­politisch außerordentlich wichtige Mitteilungen machte. Der Staatssekretär führte u. a. aus: Der gesamte Nachwuchs müsse der SA. angehören. Es werde in den nächsten Tagen ein SA.-Sturm Reichsfinanzschule Herrssching und ein SA.-Sturm Reichsfinanzschule Ilmenau gebildet werden. Eine der Voraussetzungen für die Zulassung zur Fi­nanzanwärterprüfung sei, daß der Anwärter im Besitz des SA.-Sportabzeichens sei.

Staat, Steuern und finan;be1iörde

Zu den Begriffen Steuern und Finanzbehörde führte Staatssekretär Reinhardt u. a. aus:Die Ausgaben des Staates erfolgen einzig und allein um des seiner Führung anvertrauten Volkes willen. Ohne Steuern kein Staat und ohne Staat keine Daseins- und Entwicklungsmöglichkeit des Volkes, des Berufsstandes, der Familie und der Einzelperson.

Steuerzahlen heißt nichtOpfer bringen", son­dern einzig und allein seine Pflicht tun, die die Natur dem einzelnen um seiner selbst willen auferlegt und deren Merkmale geregelt sind durch Gesetze des Staates. Es steht nicht das Volk auf der einen und der Staat auf der an­deren Seite, sondern es steht und lebt das Volk in seinem Staat. Die Finanzbehörde ist eine Ein­richtung dieses Staates, die niemand anderem dient als der Volksganzheit und mittelbar jedem einzelnen.

Staatssekretär Reinhardt bezeichnete als die drei wichtigsten der grundlegenden Neugestaltun-, gen im neuen Deutschland: Die Volksgemein­

schaft, die Verminderung der Arbeitslosigkeit und den Aufbau der deutschen Wehrmacht. Die Her­stellung der deutschen Volksgemeinschaft und die Verminderung der Arbeitslosigkeit seien Voraus­setzungen zum Aufbau der deutschen Wehrmacht, die Verwirklichung der Volksgemeinschaft in ideeller und die Verminderung der Arbeitslosig­keit in materieller Hinsicht.

Der erhöhte Finanzbedarf, der gerade in den gegenwärtigen Jahren bestehe, sei bekannt. Es ergebe sich insbesondere aus den Fehlbeträgen, die bei der Machtübernahme vorhanden gewesen seien, aus den Vorbelastungen, zu denen die Maßnahmen im Kampf um die Verminderung der Arbeitslosigkeit geführt hätten, und aus dem Aufbau der deutschen Wehrmacht.

Das Steueraufkommen habe sich über alle Erwartungen gut entwickelt, und es werde sich noch weiter gut entwickeln. Es sei im Rech­nungsjahr 1931 um 1,2 und im Rechnungs­jahr 1935 um 2,6 Milliarden RM. größer ge­wesen als im Rechnungsjahr 1933, und es werde im Rechnungsjahr 1936 um 3,8 bis 1 Milliarden RM. größer sein als im Rech­nungsjahr 1933.

I Das Steueraufkommen des Reiches sei im ersten Sechstel des Rechnungsjahres 1936, also in den I Monaten April und Mai, um 18V Millionen RM. größer gewesen als im ersten Sechstel des Rech­nungsjahres 1935. Das Mehr im ersten Viertel des neuen Rechnungsjahres gegenüber dem ersten Viertel des vorigen Rechnungsjahres werde wahrscheinlich 100 Millionen RM. erreichen.

Trotz dieser günstigen Entwicklung müsse nach wie vor alles nur Denkbare getan werden, um auf der Ausgabenseite strengste Sparsamkeit zu üben und auf der anderen Seite die letzte Mark zu erfassen, die dem Staat auf Grund der bestehenden Steuergesetze zukomme. Vergehen gegen die Steuerpflicht seien Vergehen gegen die Volksgemeinschaft und gegen die Nation, sie stellen die schlimmste Art des Eigennutzes und der un­gerechtfertigten Bereicherung des einzelnen zum Schaden des Staates und damit aller anderen An­gehörigen der Volksgemeinschaft dar.

Organisatorische und verwaltungsmäßige Maß­nahmen der Reichsfinanzverwaltung und die

Wir haben in den drei vergangenen Jahren eine Reihe neuer Aufgaben übernommen und werden noch weitere neüe Aufgaben übernehmen. Sie liegen insbesondere auf der Ausgabenseite. Wir erheben nicht nur Steuern, sondern wir ge­währen auch Ehestandsdarlehen und Kinderbeihilfen und erfüllen noch verschie­dene andere Aufgaben, die den Volksgenossen in der Regel angenehmer sind als Steuern zu zahlen. Wir sind nicht nur Steuerbehörde, sondern wir sind Reichsfinanzbehörde und infolgedessen nicht nur Steuerbeamte, sondern Finanzbeamte.

Die Zahl der gewährten Ehestandsdarlehen hat bereits rund 699 009 erreicht, der Betrag der gewährte» Ehestandsdarlehen rund 319 Millionen Reichsmark.

Die Zahl der gMvährten einmaligen Kinderbei­hilfen an minderbemittelte kinderreiche Familien hat bereits 190 000 erreicht, der Betrag der ge­währten Kinderbeihilfen 75 Millionen Reichs­mark, die Zahl der durch die einmalige Kinder­beihilfe bedachten Kinder etwas mehr als eine Million.

flb I.luli 1SZS laufende Kinderbeihilfen

Mit Wirkung ab 1. Juli 1936 werden auch laufende Kinderbeihilfen gewährt werden, und zwar zehn Reichsmark monatlich für das fünfte und jedes weitere Kind unter sechzehn Jahren. Die Gewährung laufender Kinderbeihilfen ist zu­nächst auf diejenigen Unterhaltsverpflichteten be­schränkt, die Arbeitnehmer sind und deren Monats­lohn 185 Reichsmark nicht übersteigt. Die laufen­den Kinderbeihilfen stellen noch nicht eine Ver­wirklichung der großen bevölkerungspolitischen Gedanken auf dem Gebiet des Familienaus- gleichs, sondern zunächst nur eine soziale Maß­nahme im Rahmen des finanziell gegenwärtig Möglichen dar. Sie stellen u. a. eine Art Er­stattung der Verbrauchersteuern und der Umsatz­steuer dar, die in den Beträgen enthalten sind,

bessere Schulung der Beamtenschaft feinen darauf abgestellt,

1. die weitere Gesundung der öffentlichen Finanzen und damit die Festigung der Voraus­setzungen zur Finanzierung des Ausbaues der Wehrmacht und

2. die restlose Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichmäßigkeit der Besteuerung zu erreichen. In der letzten Zeit sei an manchen Stammtischen

in Deutschland und auch in der ausländischen Presse wiederholt von Einführung einer Ver­mögensabgabe in Deutschland die Rede gewesen. Dazu sei einmal in aller Eindeutigkeit ausge­sprochen, daß wir weder Zeit noch Lust haben, uns mit der Erhebung einer Vermögensabgabe zu be­fassen, sondern daß unsere ganze Kraft einzig und allein darauf gerichtet ist, diejenigen Beträge, die dem Staat auf Grund der bestehenden Steuer­gesetze zustehen, restlos zu erfassen. Wir Reichs­finanzbeamten haben unentwegt auf eine wei­tere Steigerung des Steueraufkom­men s im Rahmen der bestehenden Gesetze bedacht zu sein.

die der Unterhaltsverpflichtete zur Bestreitung des Lebensunterhalts seiner kinderreichen Familie aufwendet.

Die Anträge auf Gewährung der laufenden Kinderbeihilfen sind an das für den Unterhalts­verpflichteten zuständige Finanzamt zu entrichten. Auch die monatliche Auszahlung der Kinderbei­hilfen geschieht durch das Finanzamt. Durch die laufenden Kinderbeihilfen ab 1. Juli 1938 werden zunächst für 399 999 bis 199 999 Kinder unter sechzehn Jahren monatlich je zehn Reichsmark ge­währt werden. Die Auszahlung der lausenden Kinderbeibilfen geschieht erstmalig im August 1936 für den Monat Juli. Nähere Auskunft erteilt jedem, dessen Monatslohn 185 Reichsmark nicht übersteigt, das Finanzamt.

15,8 Prozent weniger

Günstige Entwicklung des Arbeitseinsatzes in Berlin

kr. Berlin, 17. Juni.

Der. weitere Aufschwung, den die gesamte deutsche Wirtschaft in den letzten Monaten ge­nommen hat, hat auch zu einer erfreulichen Ver­minderung der Arbeitslosigkeit in der Reichs­hauptstadt von 230 000 auf 191000 geführt. Der Rückgang beläuft sich im Gebiet des Landes­arbeitsamtes Brandenburg auf 15,8 v. H. Gegen­über dem Vorjahr beträgt der Rückgang sogar 28 v. H. Im Vergleich zum Vormonat wurde die größte Abnahme im Metallgewerbe, im Bau­wesen, im Schankwirtschastsgewerbe und im Ver­kehrsgewerbe festgestellt.

Neue flufgaben der slnanzverwattung

Im LoiiKre6-8aa1 äos veutsc-ken Kuseum« in Künelien kai.a, xvio lioi-iolitvt, am Kvntax äer erste .Lrl.eitslaK innerhalb <ler lreieli--tat.il,, u äsr X8.-LuIturAemeinSe statt, bei äer u. a. ^mtsleiter vr. Walter kroll (am kiecknerpult) vom llsssepolitiselien kmt äer X8VVP iik->r .,«»»» »»s

Vas fest der lugend

SporlkSmpfe und Sonnenwendfeier

kr. hlii. Die deutsche Jugend rüstet zu ihrem Fest. Nach Abschluß der Einzelleistungs- prüsungen in den Schulen treten am 20. Juni die Einheiten des Jungvolks und am 21. Juni die der Hitlerjugend im ganzen Reich zu Mannschaftskämpfen zusammen. Fast 10 Millionen Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren werden dem ganzen Volk den hohen Grad ihrer körperlichen Ertüchtigung vor Augen führen. Nicht nur Schaukämpse im engeren Sinne des Wortes sind es, die sich in den nächsten Tagen auch in unserem Gebiet abspielen werden; die HI. wird über das Sportliche hinaus Rechenschaft über den Erfolg ihrer umfassenden Erziehungs­arbeit ablegen. Das ist es ja, was uns immer wieder zu neuer Bewunderung der Leistungen unserer Jungen und Mädel hin­reißt und in uns die stolze, unerschütterliche Gewißheit vom rassischen Wert des uns folgenden Geschlechts wach hält: daß alle die Wettkämpfe des Jungvolks, des BDM. und der HI. vom Weitsprung und Lauf bis zum Keulenschwingen nicht nur der Ausgestaltung eines einzelnen Tages dienen, daß sie Ausdruck sich stählender Kraft und unbeugsamen Wollens im. Dienst der Nation sind. Der Einzel­sieger, die hervorragende Mannschaft, der sich bewährende Bann alle stellen ihr Kön­nen als Glieder einer Gemein­schaft unter Beweis, keinen treibt der ich- hafte, engstirnige Ehrgeiz des Rekordsüchti­gen, jeder gibt sein Bestes im Geist der d e u t s ch bewußten Jugend. Darum ist die Gesamtleistungsschau der Jugendlichen, die sich auch uns Bremern in den nächsten Tagen bieten wird, Höhepunkt eines ganzen Aus­bildungsjahres.

An der Ertüchtigung der Körper wird im nationalsozialistischen Deutschland nicht um ihrer selbst willen gearbeitet. Die sportliche Höchstleistung ist und bleibt nicht Zweck, son­dern freilich unentbehrliches Mittel der Erziehung. Willenskraft, Kamerad­schaft, Mut, Einsatzbereitschaft, Treue, wir brauchen nur diese Eigenschaften zu nennen, die den wetterharten. werdenden Mann des neuen Staates auszeichnen und zu deren Vertiefung nicht zuletzt das Fest der Jugend beiträgt, um die Richtung der Erziehungs­maßnahmen im Dritten Reich anzudeuten. Von einseitiger körperlicher Durchbil­dung der Jugend kann nur sprechen, wer nicht in ihren schöpferischen Geist eingedrun­gen ist. Allerdings, mit der vorwiegend in- tellektualistischen Ausbildung des heran­wachsenden Geschlechts ist es ein für allemal vorbei? Jene Ueberschätzung der rein geisti­gen. mit der Anhäufung toten Wissens ver­bundenenFähigkeiten" war der Systemzeit vorbehalten, deren Erziehungsmethoden im Begrifflichen, Theoretischen steckenblieben. Heute wird der Jugendliche restlos erfaßt, sein Gesamtcharakter gestaltet. Ein Ausweichen des einzelnen vor der Kraft der marschierenden deutschen Jugend ist ein­fach nicht mehr möglich, denn die Ideale der Opferbereitschaft und der Tat­gemeinschaft. die Adolf Hitlers junge Gefolg­schaft auf ihre Kampffahne gefchrieben hat, zieht a l l e in ihren Bann. Es gibt hier kein Neutralbleiben, kein Abwarten mehr. Nur eine Parole dringt in jedes Jungen Herz: mitkämpfen! Und diese Parole ist an den ganzen Kerl" gerichtet, bringt ihn nicht nur füreinige Stunden Sport" in richtige Form; sie schlägt Funken der Begeisterung fürdasganze Leben aus seinem inner­sten Wesen. Mit einem Wort: der wer­dende Mann wird geformt.

Die Wertmaßstäbe bei sportlichen Wett- kampfen können und sollen zwar hohen An­sprüchen gerecht werden, aber es liegt dem Staat nicht in erster Linie an hervor­ragenden Spitzenleistungen einzelner, sondern an der planmäßigen Hebung des sportlichen Könnens der gesamten deut­schen Jugend! Nur wenn jeder Pimpf jeder Hitlerjunge, jedes BDM.-Mitglied seinem Alter entsprechend gut durchtrainiert ist, kann die körperliche Ertüchti­gung der breiten Massen des Volkes von Jahr zu Jahr Fortschritte machen. Darum stehen denn auch Mann­schaftskämpfe im Mittelpunkt des Ju­gendfestes. und die Auszeichnungen durch

Ein sinnstörender Druckfehler ist gestern in der zweiten lleberschriftzeile unseres Leitartikels unterlaufen. Es durfte dort nicht heißenReform des Völkerbundes überflüssig": es mußte heißen Resorm des Völkerbundes überfällig" was auch aus dem Inhalt des Artikels klar hervor­ging.