Ausgabe 
(20.10.1936) Nr. 292
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parteiamtliche Tageszeitung

TTachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Dremen

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Nr. 292 / 6. Jahrgang

Vienstag, 20. Oktober 1956

Einzelpreis 15 Kpf.

Hermann oöring fülitt den Vierjaliresplan durch

siustrcig des füßrecs an seinen Mitkämpfer

Berlin, 19. Oktober. Der Führer und Reichskanzler hat folgende Verordnung zur Durchführung des Vierjahres­planes vorn 18. Oktober 1936 erlassen:

Die Verwirklichung des von mir auf dem Parteitag der Ehre verkündeten neuen Vier­jahresplanes erfordert eine einheitliche Lenkung aller Kräfte des deutschen Volkes und die straffe Zusammenfassung aller einschlägigen Zuständig­keiten in Partei und Staat.

Die Durchführung des Vierjahresplanes übertrage ich dem Ministerpräsidenten General­oberst Göring. Ministerpräsident Generaloberst

Nationalsozialistische Tatkraft

Berlin, 19. Oktober.

Die Nationalsozialistische. Parteikorrespondenz schreibt: Als der Führer in Nürnberg die großen Ideen des neuen Vierjahresplanes verkündete, als er die Grundsätze entwarf, die dem deutschen Volke eine neue wirtschaftliche Lebensbasis geben werden, da erklärte er:Die Ausführung wird mit nationalsozialistischer Energie und Tatkraft erfolgen."

Energie und Tatkraft, sie waren das Geheim­nis der nationalsozialistischen Erfolge, sie werden es auch künftig bleiben! Ebenso wie damals, als der Führer seinen ersten Vierjahresplan ver­kündete, so folgt auch diesmal der großen Pla­nung die zielbewußte Durchführung unmittelbar auf dem Fuße. Nach altem und bewährtem Grundsatz des Nationalsozialismus ist einem Manne die Aufgabe und die Verantwortung übergeben worden. Einem Manne freilich, der

Göring trifft die zur Erfüllung der ihm gestellten Aufgabe erforderlichen Maßnahmen und hat so­mit die Befugnis zum Erlaß von Nechtsverord- nungen und allgemeinen Verwaltungsvorschrif­ten. Er ist berechtigt, alle Behörden, einschließ­lich der obersten Neichsbehörde«, und alle Dienststellen der Partei, ihrer Gliederungen und der ihr angeschlossenen Verbände anzuhören und mit Weisungen zu versehen.

Berchtesgaden, den 18. Oktober 1936.

Der Führer und Reichskanzler (gez.) AdolfHitler.

Vertrauen dem Führer und seinem Beauftragten Hermann Göring ein lebendiger Helfer sein wird bei dem Werk, das wiederum dient dem Wähle und der Kraft der Nation.

Und nicht umsonst sind die nationalsozialistische Partei und ihre Gliederungen in der Verfügung des Führers besonders genannt und hervor­gehoben: sie, die politische FUHrungsorganisation der deutschen Nation, wird in vorderster Front stehen Leim Kampf sür dieses Werk, sie wird stolz und freudig ihrem alten Vorkämpfer und Frontgenosse», dem Nationalsozialisten Hermann Göring, helfen, die ihm vom Führer übertragene nationalsozialistische Aufgabe zur Tat werden zu lassen.

Wieder ist ein Ruf an Deutschland ergangen und wieder wird unser deutsches Volk zeige», daß es ihn hört. Es wird mit Disziplin, mit Tat und Einsatz dem Führer für seine größte Idee und ebenso für seine energischen und zielbewußten Ent­schlüsse Dank sage».

seine Entschlossenheit und Tatkraft nicht erst unter Beweis zu stellen braucht.

Generaloberst Göring hat als Nationalsozialist und alter Getreuer des Führers schon manche große staatsmännische Aufgabe sowohl vor der Machtübernahme wie nachher mit der ganzen Kraft seiner Persönlichkeit in Angriff genommen und gelöst. Nunmehr ist er vom'Führer erneut in einer entscheidenden Frage der deutschen Zu­kunft an verantwortungsvollster Stelle eingesetzt worden. Denn es ist eine große Aufgabe, die Hermann Göring übertragen wurde. Der natio­nalsozialistische Gedanke von der Arbeitsgemein­schaft der Nation, der in dem vergangenen Jahre in Deutschland zum Leben erweckt worden ist jetzt wird er unter entschlossener Führung und unter zielbewußtem Einsatz der Kräfte in der entscheidungsvollsten Frage der deutschen Zukunft seine Bewährungsprobe abzulegen haben.

Wir wissen es: Auch dieses Ringen, das

Ringen um den neuen Vierjahresplan, wird wieder ein Sieg werden, ein Sieg vor allem aber auch deshalb, weil das deutsche Volk mit starkem

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Der italienische ßußenminister besucht den sichrer und Neichskansser

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Berlin, 19. Oktober.

Der italienische Außenminister Graf Ciano wird am Dienstagnachmittag als Gast der Reichs­regierung zunächst zum Besuch des Reichsaußen­ministers Freiherr» von Neurath in Berlin ein­treffen. In Begleitung des italienischen Staats­mannes befinden sich der Generaldirektor sür die europäischen Angelegenheiten, Gesandter Buti, der Generaldirektor für die allgemeinen An­gelegenheiten. Gesandter Graf Vitetti, der Generaldirektor für den Dienst der ausländisch« Presse, Comm. Erazzi, sowie der persönliche Referent des Außenministers Comm. Anfuso. Im Anschluß an einen mehrtägigen Aufenthalt in der Reichshauptstadt wird sich Gras Ciano nach Süd- deutschland begeben, um einer Einladung des Führers und Reichskanzlers zu folgen.

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Graf Ciano ist ein typischer Vertreter des faschistischen Italiens, in dessen politischer Geschichte sein Name schon seit langem ein-

Onsvp Tagesspiegel

Der Führer beauftragte Hermann Göring mit der Durchführung des Vierjahresplanes.

Der italienische Außenminister Graf Eiauo trifft heute in Berlin ein.

Reichsführer SS. Himmler weilt seit gestern in Rom.

Kommunistische Streikhetzer gehen nunmehr auch in Polen zur Methode der rrabrtk- besetzungen über.

Die Internationale Handelskammer hat zu den Problemen des Welthandels Stellung genommen.

Der Norddeutsche Lloyd bestellte vier Neu­bauten bei der A.-E. Weser.

Der Reg. Bürgermeister Pg. Heider hielt auf einem Appell der Arbeitsdank-Jungmann- schast der DAF. eine Ansprache.

Reichsredner Pg. Wolsgang Diewerge sprach vor der Ortsgruppe Westen der NSDAP.

Der Präsident desNewyorker Plattdütschen Volksfest-Vereens" weilte in Bremen.

Der Orkan richtete an den deutschen Küsten ungeheuren Schaden an.

getragen ist. Er gehört Zu der jungen Gene­ration europäischer Politiker, deren Wollen und politisches Denken in den- Kämpfen um die Freiheit und innerpolitische Stabilität des Heimatlandes geformt und im Kampf um dasgrößere Italien" erhärtet wurde. Seine politische Laufbahn begann mit dem Marsch auf Rom, an dem er im Stoßtrupp La Deskerata" teilnahm. Heute, im 13. Jahre des Faschismus, steht Graf Ciano an der Spitze des italienischen Außenministeriums. Mit 33 Jahren ist er der jüngste Außen­minister des europäischen Kontinents. Be­reits vor seinem ungewöhnlichen Aufstieg stand Graf Ciano im diplomatischen Dienst, der ihn nach Rio de Ianeiro, nach Buenos Aires und nach Schanghai führte. 1933 heiratete er während seines Aufenthaltes in Rom Edda Mussolini, die Tochter des Duce, um alsbald, mit neuen größeren Aufgaben betraut, als Generalkonsul nach Schanghai zurückzukehren. Später wurde er mit der Leitung des von Mussolini gegründeten Pressebüros beauftragt, das in enger Zu­sammenarbeit mit allen italienischen Mini­sterien stand und 1935 selbst zum Propa­ganda-Ministerium ausgebaut wurde. Damit wurde er zugleich Minister. °

Als Fliegerhauptmann der Reserve reihte sich Graf Ciano bei Ausbruch des Krieges in Abessinien in die Front der Kämpfer ein. La Deskerata" war wiederum der Name des Geschwaders, in dem er für das größere Italien mit stärkstem persönlichen Einsatz kämpfte. Nach seiner Rückkehr übernahm Gras Ciano noch einmal die Leitung des italieni­schen Propagandaministeriums, um am 9. Mai 1936 aus den Händen des Duce das verantwortungsvolle Amt des Außen­ministers zu bekommen, das von Mussolini bis zu diesem Zeitpunkt selbst betreut wor­den war.

Der Besuch des italienischen Außen­ministers in Berlin fällt in eine Zeit der europäischen Spannungen. Das politische System der Vergangenheit steht auf dem Höhepunkt der Krise. Die Neutralitäts-Ent- fcheidung Belgiens hat die Restbestände eines überlebten Systems hinweggefegt und die europäischen Staaten stehen an einer Wende ihres politischen Zusammenlebens.

Deutschland und Italien sind die beiden Na­tionen, die, im Innern geeint, schon seit lan­gem den Weg zeigen, der zu einem dauern­den Frieden führen kann, während die ande­ren Nationen, innerpolitisch gehemmt und zum Teil von sowjetrussischen Einflüssen be­lastet, den Gedanken an die Vergangenheit noch nicht überwunden haben. Graf Ciano kommt nach Berlin als Vertreter eines Staates, der den Frieden will und der weiß, daß dieser Frieden nur auf der Grundlage der Tatsachen und der gegenseitigen Ver­ständigung erreicht werden kann. Nicht zu­letzt begrüßen wir in Graf Ciano den Ver­treter einer Nation, die sich durch eigene Kraft in bewundernswerter Zähigkeit ihren Platz in der Reihe der Staaten errungen hat.

(Siehe auch Seite 2)

Neichsfüßrer SS. Himmler in Nom

Rom, 19. Oktober.

Der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei Himmler traf am Montag kurz nach 12 Uhr in Rom ein. Zu seiner Begrüßung waren der Staatssekretär im Ministerium des Innern, Busfarini-Guidi, der Chef der italienischen Poli­zei, Senator Bochini, der Präsekt von Rom und der deutsche Botschafter von Hassell auf dem Flug­hafen Littorio zugegen.

Semrral Milch bei Mussolini

Nom, 19. Oktober.

Staatssekretär General der Flieger Milch ist am Sonntag von Mussolini empfangen worden. Nach der Unterredung stellte der Staatssekretär die Herren seiner Begleitung dem italienischen Regierungshef vor. Anschließend begab sich der Staatssekretär mit den deutschen Offizieren im Flugzeug nach Neapel, wo sie unter sachkundiger Führung Pompeji besichtigten und eine Fahrt auf den Vesuv unternahmen. Staatssekretär Milch begab sich zur Fortsetzung des Besichtigungs­programms am Montagvormittag nach Ober­italien. wo der Turiner Militärflugplatz und der Flugzeugmotorenbau der Fiat-Werke besucht wurden.

Milch gewährte einem Vertreter desEiornale d'Jtalia" eine Unterredung, in der er seine vor­züglichen Eindrücke von der italienischen Luft­waffe und ihren Flugplätzen schilderte.

Zur Beauftragung des Ministerpräsidenten Generaloberst Hermann Göring mit der Durch­führung des zweiten Bierjahresplanes drahtet unsere Berliner Schristleitung:

Klar und offen hat der Führer in Nürnberg die Schwierigkeiten umrissen, die dem national­sozialistischen Ausbau entgegenstehen, und zugleich die kühnen Entschlüsse verkündet, die der Natio­nalsozialismus zur Beseitigung und Ueberwin­dung dieser Schwierigkeiten getroffen hat. Der Vierjahresplan Adolf Hitlers ist gewachsen aus dem Verantwortungsbewußtsein der national­sozialistischen Staatsführung, die dem schaffenden deutschen Menschen sein Lebensrecht erkämpfen und erhalten will. Die Zusammenballung und der systematische Einsatz aller Kräfte der Nation zur Bewältigung der dem neuen Deutschland gestell­ten Aufgabe ist die selbstverständliche Voraus­setzung für das Gelingen dieses größten Planes.

Nicht die Freiheit oder der Gewinn einiger Industrieller steht zur Debatte, sondern das Leben und die Freiheit der deutschen Nation. Als Nationalsozialisten haben wir das Wortunmög­lich" nie gekannt und wollen es daher auch in Zukunft nicht als eine Bereicherung unseres Wortschatzes aufnehmen!" Diese Worte in der Proklamation des Führers in Nürnberg zeich­neten in großen Umrissen die kommende Entwick­lung, die jetzt durch die Betrauung des Minister­präsidenten Generaloberst Göring ihren Abschluß findet. Alle Kräfte der Nation dienen der Er­füllung dieses gigantischen Planes und werden systematisch gelenkt und eingesetzt.

Der Führer hat einem seiner ältesten Mit­kämpfer die Durchführung des Planes übertragen. Als Führer der SA., als politischer Beauftragter des Führers in der Kampfzeit, als Reichstags­präsident, als preußischer Ministerpräsident, als Schöpfer der nationalsozialistischen Volkspolizei und der deutschen Luftwaffe hat Hermann Göring

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beim Kampf um die Macht und beim Ausbau des Staates Großes vollbracht.

Den vom Führer in großartiger Konzeption entworfenen Plan, der durch und durch Nieder­schlug nationalsozialistischer Staats- und .Wirt­schaftsauffassung ist, kann nur ein Mann durch­führen, der mit den Gedankengängen und Ideen des Führers weitestgehend vertraut ist, der zu­gleich in Bewegung und Staat uneingeschränkte Autorität und in den Massen des nationalsozia­listischen Volkes restloses Vertrauen besitzt. Wenn der Führer jetzt die im Frühjahr Ministerpräsi­dent Göring bereits erteilte Vollmacht bei der Rohstoff- und Devisenbewirtschaftung auf die ge­samtwirtschaftlichen Fragen, die durch den neuen Vierjahresplan gelöst werden sollen, ausgedehnt hat, so weiß das deutsche Volk, daß Hermann Göring mit Tatkraft und Energie diese Riesen­aufgaben bewältigen und lösen wird.

Die schon in den nächsten Tagen zu erwarten­den großen Maßnahmen des Ministerpräsidenten werden von der eisernen Geschlossenheit zeugen, die Probleme anzupacken, sie der organischen Vollendung entgegenreifen zu lassen und unerbitt­lich jede Sabotage am Aufbau zu verhindern. Die Zuständigkeit des Nationalsozialisten Hermann Göring für die Fragen der Preisbildung und Preisgestaltung ist Lei der Wichtigkeit dieser Probleme für das Leben des einzelnen Volks­genossen und damij, für die wirtschaftliche Existenz der Nation von ausschlaggebender Wichtigkeit.

Es gibt keine Schwierigkeiten, die das im Nationalsozialismus geeinte deutsche Volk nicht überwinden könnte. Der Sicherung des schaffen­den deutschen Menschen, der Unabhängigkeit der deutschen Arbeit und der Wahrung des Friedens aus eigener Kraft dient die Arbeit des national­sozialistischen Deutschlands. Kein Opfer ist zu groß, das der Zukunft gebracht wird!

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