Ausgabe 
(18.10.1936) Nr. 290
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parteiamtliche Lageszeitung

Ilachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Dremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Lreien kjansestadt vremen

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Nr. rso / 6. Jahrgang

Sonntag, 1S. aktober 19Z6

kinzelpreis 1S Npf.

Nationale vesatzung dviedos befreit

Segen vierfache rote Uebermacht behauptet

kin zweites Nlkazar

Burgos, 17. Oktober. Die nationale Besatzung der spanischen Stadt Oviedo, die seit Mitte Juli der Be­lagerung der roten Truppen mit größtem WMIUUWMMIWMWWWWUIMWMWWWWWWWWM

Unssr lagesspiegSl

Den spanischen Nationalisten ist die Be­freiung ihrer Oviedo-Mitkämpfer gelungen. Frankreichs Arbeitgeber gaben eine scharfe Erklärung gegen Blum ab.

England beschleunigt seine Rüstungen zur Luft.

Der österreichische Bundeskanzler setzte eine zweite Staatsflagge und eine zweite Natio­nalhymne fest.

Reichsleiter Rosenberg nahm zur Rede des Bischofs Hudal Stellung.

Der deutsche Außenhandel schloß im Septem­ber wieder mit einem Ausfuhrüberschuß ab. Die Ausfuhraussichten der deutschen Montan­industrie werden sehr zuversichtlich beurteilt. Kreisleiter Blanke begrüßte zahlreiche Lehr- anwärter der Ordensburg Pogelsang.

Die Behörde für Schiffahrt, Handel und Ge­werbe gibt für den Kleinverkauf von Kalb­fleisch Richtpreise bekannt.

Die Teilnehmer der internationalen Vrücken- und Hochbau-Tagung besichtigten Bremen.

Die deutsche Fußball-Elf erlitt in Dublin eine S:2-Niederlage.

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Heldenmut standgehalten hat, konnte am Sonnabend von den zu ihrem Entsatz zusam­mengezogenen nationalen Truppen Franeos befreit werden.

Die nationalen Sender Spaniens hatten be­reits am Sonnabendmittag ihre Hörer aufgefor­dert, sich für Kundgebungen anläßlich der Erobe­rung Oviedos und der Entsetzung der tapferen Garnison bereitzuhalten. Nachdem es den natio­nalen Truppen gelungen war, den die Stadt be­herrschenden Berg Naranco, die Außenbezirke der Stadt zu besetzen und den Fluß Nora zu über­schreiten, war der Weg für den Einmarsch frei, so daß man jeden Augenblick mit der Freuden­botschaft rechnen konnte.

Die Garnison von Oviedo hat unter Führung des Generals Aranda den gleichen Heldenmut und Durchhaltewillen gezeigt wie die Besatzung des Alkazars. Sie hat einen verbissenen, von der Weltöffentlichkeit wenig bemerkten Berzweif- lungskampf gegen eine vierfache rote Uebermacht geführt. Ihre Hauptgegner waren die roten asturischen Minenarbeiter, die ununterbrochen mit Dynamitsprengungen gegen die Belagerten vorgingen. Bereits am 21. Juli war die Garnison von den Roten aufgefordert worden, sich inner­halb 21 Stunden zu ergeben, jedoch wurde dieses Ansinnen rundweg abgelehnt.

Massenmord in Madrid

Kommunistische Äugend erschießt.,3KV Personen Paris, 17. Oktober.

„Echo de Paris" veröffentlicht folgende Mel­dung: Zahlreiche Persönlichkeiten, die in den letzten Tagen aus Madrid entkommen konnten,

versichern, daß am Montag, 12. Oktober, dem Jahrestage des Festes der Rasse, Mitglieder der kommunistischen Jugend in der Casa del Campo und im Hochschulviertel in Madrid dreihundert Personen erschossen haben. Sie hätten ihre Ver­brechen damit zu rechtfertigen versucht, daß die Hingerichteten Faschisten seien, die in der Na- tionalbibliothek im Einvernehmen mit den Trup­pen Franeos einen Anschlag gegen die Regierung vorbereite» sollten.

Die neue Bluttat der Roten bestätigt, daß nunmehr in Madrid völlige Anarchie herrscht. Die Scheinregierung des marxistischen Regi­

„Me rM.-Sammelbüchse Symbol der Volksgemeinschaft"-

jeder hilft mit, daß auch die heutige WHW.-Aktion zu einem Riesenerfolg wird.

ments Caballeros läßt es zu, daß entmenschte Jugendliche national denkende Spanier zuHunderten Hinmorden! Mit Schaudern sieht die Welt, zu welch schreckensvollen Zu­ständen, zu welcher entsetzlichen Auflösung jeglicher Ordnung der hemmungslose Bol­schewismus führt. Möge es den tapferen Truppen des Generals Franco nach ihren bewundernswerten Erfolgen in Oviedo recht bald gelingen, auch die spanische Hauptstadt der europäischen Kultur zurückzuerobern!

volslhewismus und kuropa -lodfeinde!

Beichsleller Nosenbsrg zu den fluskührungen des Bischofs Budai

Saarbrücken, 17. Oktober.

Anf der Eaukulturwoch« in Saar­brücken hielt Reichsleiter Rosenberg eine be­deutsame Rede, in der er u. a. ausführte: „Man ist heute bemüht, nach und nach den National­sozialismus auf ein äußerlich-politisches Staats­programm abzudrängen mit der Betonung, daß er, wenn er dies durchführe und verzichte, auf die Seelen Einfluß zu nehmen, er alle opsersähigcn Kräfte zur Unterstützung finden würde. Wolle er dagegen eine Weltanschauung sein, dann müsse mit ihm der Kampf durchgekochten wenden. Das ist eine entscheidende Fragestellung. Wir waren und sind eine politische Kampfbewe­gung und werden eine solche für alle Zukunft bleiben.

Mit seiner Weltanschauung steht und fällt der Nationalsozialismus, und wir werden von ihr kei­nen Schritt weichen. Manche Gegner glaubten offen­bar, indem sie uns nur als eine politisch-soziale Partei hinstellten, daß nach dem Dahinsinken un­serer Generation politisch-soziale Verhältnisse sich ändern könnten, und wenn nun die alten Welt­anschauungen unangetastet blieben, so würden sie auch sicher Mittel und Wege finden, diese erneut zur politischen Darstellung zu bringen. Dann aber wäre der Nationalsozialismus keine Epoche der deutschen Geschichte, sondern nur eine, wenn auch große Episode. Deshalb müssen wir auch heute den Mut zum Bekennen haben

Reichsleiter Rosenberg führte dann einige Bei­spiele an, die zeigten, wie wenig man stellenweise die große Tat des Führers anzuerkennen gewillt sei! Der römische „Maasbode" in Holland ver­stieg sich dazu, die Reden des Führers und Rosen- bergs in Nürnberg als den „reinsten Kulturbol- schewismus" hinzustellen, und andere Zeitungen ähnlicher Art bemühten sich, uns gleichsam für den Kommunismus verantwortlich zu machen.

Außerordentlich erfreulich, so fuhr Reichsleiter Rosenberg mit erhobener Stimme fort, sei es da­her, daß "der österreichische Bischof Hudal, der zugleich Rektor der Deutschen Nationalstiftung der Anima in Rom ist, sich in entschiedener Weise gegen den Weltbolschewismus wendet und die große europäische Tat des Nationalsozialismus vorbehaltlos anerkennt. Bischof Hudal führte aus (wie die „Bremer Zeitung" bereits in ihrer Sonnabend-Ausgabe berichtete), daß der Bolschewismus nicht eine zufällig vorübergehende Parteirichtung, sondern eine Seelenhaltung sei, in der „ein stark nihilistischer Zug des von allen religiösen Bindungen losgelösten dekaden­ten Judentums eine bedeutende Rolle" spiele.

Daraus ergibt sich aber auch als klare Konse­quenz, daß man eine Seelenhaltung, wie sie der Bolschewismus eben darstellt, auch nicht mit blo­ßen politisch-sozialen Parteiprogrammen, sondern nur mit einer neuen Seelenhaltung, d. h. mit einer starken, neuen, idealistischen Weltanschau­ung bekämpfen und überwinden kann.

Bereits einen furchtbaren jüdischen Protest haben die Worte des Bischofs Hudal am Schluß seines Aufsatzes ausgelöst, in dem er aus einem vor 16 Jahren von mir geschriebenen Werk ein Zitat brachte mit der Bemerkung, daß kein Katho­lik oder christusgläubiger Protestant das bester hü te aussprechen können als ich.

Die nationalsozialistische Bewegung ist keine Sekte. Sie hat sich niemals verleiten lassen, schwärmerische kleine übersteigerte Gruppen als die Darstellung ihrer Idee anzuerkennen. Sie hat sich ebenso aber gewehrt, wenn alte webtanschau- liche Mächte, die im heutigen Kampf versagten, nun gerade das, was sich als unbrauchbar er­wiesen hatte, uns gleichsam als unser geistiges Programm aufdrängen wollten.

Nach dieser Feststellung wandte sich Reichslsiter Rosenberg gegen die Ausfälledes Kommu- n i st e n T h o r e z in Straßburg und zitierte einen Satz ars dessen Rede, der deutlich die ganze Kluft, die sich heute zwischen Europa und dem bolsche­wistischen Judentum aufqetan hat. kennzeichnet.

Es gibt zwischen Bolschewismus und Europa heute keine Verständigung mehr. Aus dem Nähr­boden, den die anderen Parteien und Welt­anschauungen hinterlassen haben, haben sich die gesunden Kerne von den Fäulniskeimen gelöst, und diesen Kampf des Wachstums und der Zer­setzung zeichnet biologisch und charakterlich betrach­tet das heutige Europa auf.

Zwei Staatsflaggen in öflerreiiii

Schuschnigg: »wir sind uns unserer kulturellen Semeinschaft mit dem deutschen Volk bewußt"

Wien, 17. Oktober.

Im Haus der Bundesgesetzgebung in Wien fand am Sonnabend eine Tagung der Amtswalter der Vaterländischen Front als Auftakt für den am Sonntag stattfindenden zweiten Bundesappell der Vaterländischen Front statt, bei der Bundeskanz­ler Schuschnigg politisch bedeutsame Erklärungen abgab. Nach einem geschichtlichen Ueberblick über das Werden Oesterreichs ging er zunächst auf die Besprechung wirtschaftlicher Fragen ern. Er er­klärte mit Nachdruck, daß eine Schilling-Ab- wertung nicht vorgenommen werde. Dann kam der Bundeskanzler auf die Auf­lösung der Wehrverbände zu sprechen. Er schlag dieses Kapitel mit folgenden Worten. „Hiermit entbinde ich den Vizekanzler Baar- Barenfels auf. seinen eigenen Wunsch vorn Ober­befehl über die Miliz der Vaterländischen Front. Als Oberstkommandierenden habe ich Feldmar- schallentmmt Hülgerth, Landeshauptmann von Körnten, berufen. Feldmarschalleutnant Hul- gerth hat die Berufung angenommen."

Eine weitere bedeutsame Erklärung des Bun­deskanzlers bezog sich aus die österreichisch« Staats­

flagge. In Zukunft wird nach seiner Ankündi­gung die Krukenkreuzsahne der Vaterländischen Front im Inlands der Staatsflagge gleichgesetzt sein. Die Dollfutzhymne wird neben der alten Hymne von Haydn zur zweiten Nationalhymne erhoben.

Im nächsten Abschnitt seiner Rede nahm Dr. Schuschnigg zum deutsch-österreichischen Abkommen vom 11. 2uli Stellung. Er erklärte, daß dieses Abkommen nicht von der innenpolitischen Seite zu betrachten sei. Die Selbständigkeit Oesterreichs und die Totalität der Vaterländischen Front sei über jeden Zweifel erhaben. Die Bedeutung des Abkommens liege vielmehr auf nationalpoliti- schem Gebiet. Es sei zu hoffen, daß mit ihm eines der schmerzlichsten Kapitel der deutschen Geschichte endgültig der Vergangenheit angehört."

„Wir wollen Oesterreich als souveränen Staat," so erklärte der Kanzler wörtlich, „jenes Oester­reich, das sich jetzt laut und deutlich als deutscher Staat bekennt, was sich in alle Zukunft nicht Sud«» «itd. Das österveichische Volk ist sich Wer

alle augenblicklichen weltanschaulichen Gegensätze hinweg seiner kulturellen Gemeinschaft mit dem ganzen deutschen Volk bewußt. Wir sind eins mit der Ausfassung der deutschen Reichsregierung, daß das Abkommen vom 11. Juli dem europäischen Frieden dient."

Bezüglich der Frage der Monarchie führte der Bundeskanzler u. a. aus: Propaganda und politische Tätigkeit der Monarchisten seien im Rahmen der Vaterländischen Front zulässig. Die Vaterländische Front hätte Raum für alle, für diejenigen sowohl, die in der monarchistischen wie für diejenigen, die in einer nicht monarchi­stischen Verfassung die ideale Staatsform sähen. Der Staat und nicht die Staatsform sei das Pri­märe. Die Lösung könne aber niemals von außen her beeinflußt werden. Die Entscheidung dar­über habe nicht das Ausland, nicht einmal die österreichische Regierung, sondern nur das öster­reichische Volk. Eine solche Volksabstimmung fei augenblicklich nicht in Blickweite. Trotzdem aber sei festgehalten, daß die Zeit der Beschränkung der österreichischen Souveränität auf alle Fälle vorüber ist.

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Von Neichsamtsleiter Helmut Sünder- mann gehen uns die folgenden Ausfüh­rungen zu, die nicht nur uns aus dem Herzen geschrieben sind, sondern auch den vollen Beifall unserer Leser finden dürften.

Geht nicht die innere Forderung jedes Parteitages dahin: „Bleibt die alten"? Ist es nicht das Geheimnis aller unserer Erfolge, daß wir auch in neuen Aufgaben, auch in neuen Situationen die gleichen geblieben sind, so wie die einmalige und unwieder­bringliche Lehre der Kampfzeit uns formte? Qualitäten und politische Gesetze, die in den stärksten Belastungsproben des Kampfes sich bewährt haben, über Bord zu werfen oder auch nur zu vergessen, ist die größte Torheit, die der Politiker begehen kann; nicht nur sich selbst, sondern auch dem Volke gegen­über. Es hat nur zu dem Vertrauen, der sich selbst treu bleibt, und es folgt nur der Stimme, deren Klang ihm bekannt ist. Die breiten Massen haben ein seltsames Gefühl für solche Dinge. Sie wollen in denen, die zu ihnen sprechen, ehrliche, aufrechte Freunde sehen. Es ist selten, daß solche Freundschaf­ten geschlossen werden, doch wenn sie erst einmal geschlossen sind, dann halten sie!

Wie im übrigen politischen Leben, so auch in der Presse! Gerade hier kann man wohl am besten von Freundschaft sprechen, die zwischen Leser und Zeitung sich ent­wickelt. Denn die Zeitung — ist sie nicht ein

treuer Begleiter durch alle großen, wie auch schweren Stunden, zeigt sie uns nicht den Weg, wenn wir im Labyrinth der Ereig­nisse die Richtung zu verlieren fürchten? Ist sie nicht dem Leser wie eine Fibel des Lebens?

Wenn in diesen Tagen in großem Umfang werbungsmäßig allgemein der Zeitung ge­dacht wird, dann stellen auch wir Männer der Parteipresse eine Bilanz aus über unsere Arbeit in der Vergangenheit, aber auch über unsere Aufgaben in der Zukunft. Und bei dieser Bilanz dürfen wir es einmal aussprechen: Es ist vielleicht noch niemals eine so herzliche und so dauerhafte Freund­schaft zwischen Zeitung und Leser geschlossen worden, wie im Laufe der Jahre zwi­schen der nationalsozialistischen Parteipresse und ihren Millionen und aber Millionen Lesern.

Die beiden haben sich schon frühzeitig ken­nengelernt. Ob damals schon National­sozialist oder noch nicht — jeder kannte die Parteizeitung, jeder fand sie immer wieder einmal in seinem Briefkasten. Und wenn sie technisch ein kleines Winkelblättchen war — gelesen wurde sie, und die ersten Schritte zur späteren Freundschaft wurden getan. In ihren Seiten trugen diese Zeitungen den Glauben an das deutsche Volk und an sei­nen kommenden Führer durch alle deutschen Lande. Sie waren die unermüdlichen