Ausgabe 
(15.10.1936) Nr. 287
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ilachrichtenblatt der Deutschen slrbeitssront Vremen

flmtsdlatt des Senats der Freien Hansestadt oremen

Das amtliche verkimdungsblatt des l^eichsstattlialters in Oldenburg und Vremen

An,eia°n-Grundpreise: Die 22-mm.Zeile im Anzeigenteil 12P>„ die 70-mm-Zeile im Textteil 75 Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien.Anzeigen u. a., sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 5 lNuchlatzstassel c). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr, Annahmeschluh lS UHr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-lS Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag 12)4-13)4 Uhr.

Nr. 2S7 / 6. Jaftrgang

Vonnerstag, 15. Vkwber 1956

kinzelpreis 15 Npf.

Sonaldemokratische Partei in Vamig aufgelöst

Unser lagesspivgel

Frankreich steht im Zeichen bedenklicher Preis­steigerungen.

Belgien hat seine Militärdienstzeit erhöht.

In Danzig wurde die staatsgefährliche Sozial­demokratische Partei aufgelöst.

Der Reichsjugendsührer gibt der HJ. in einem Ausruf die Parole zum Kampf gegen Hunger und Kälte.

Pg. Bernhard Köhler sprach über den Einsatz des Bankgewerbes in der zweiten Arbeits­schlacht.

Die Zinsenlast der Landwirtschaft ist erheb­lich zurückgegangen.

Kreisleiter Pg. Bernhard Blanke und Reg. Bürgermeister Otto Heider erlassen einen Aufruf zum Besuch der Reinhold-Muchow- Schule.

Fabrikdienst-Studenten erzählen von ihren Erlebnissen in bremischen Betrieben.

Nach grotzartigem Spiel unterlag Deutsch­lands Fugball-Nationalels gegen Schottland 0:2 (6:6).

Der Taifun bei Manila richtete ein schweres Schisfsunglück an.

61 . im WHW.-Kampf

Ein Aufruf des Reichsjugendführers

Reichsjugendsührer Baldur von Schirach richtet folgenden Aufruf zum Winterhilfs- werk an die deutsche Jugend:

„Jahr für Jahr hat die Hitler-Jugend mit allen ihren Mitgliedern das Winterhilfswerk des Führers leidenschaftlich unterstützt. Es war uns immer eine Ehrensache, durch un­seren Einsatz für diese größte sozialistische Aktion des Dritten Reiches einen Teil des Dankes abzutragen, den wir unserem Führer schuldig sind. Wir sind stolz daraus, daß unser Sammelergebnis in den vergangenen Jah­ren stets eine Spitzenleistung war und wollen versuchen, beim Winterhilfswerk 1938/37 alle bisherigen Sammelersolge in den Schatten zu stellen. Wir wollen in diesem Winter wie­der beweisen, daß die deutsche Jugend die treueste Hüterin des Gedankens der Volks­gemeinschaft ist.

Alle Jungen und Mädel werden danach streben, Vorbilder der Opferbereitschast und des selbstlosen Dienstes zu sein. In dieser Gewißheit rufe ich euch aus, meine Kamera­dinnen und Kameraden, zum Kamps gegen Hunger und Kälte, zum Kamps für Deutsch­lands Ehre und Eintracht. Jede Sammel­büchse sei euch ein Symbol unserer Kame­radschaft. Tragt sie durch alle Dörfer und Städte des Reiches, treppauf und treppab. Scheut keine Mühe und Beschwerde, siö zu füllen. Jede Büchse sei ein Tatbekenntnis zu Führer und Volk!"

Landesgruppenleiler Werner Nettelbeck gestorben

Berlin, 14. Oktober.

In Vataoia verstarb am 18. Oktober plötzlich und unerwartet im 46. Lebensjahr der Landes­gruppenleiter Mederländifch-Indiens der Aus­landsorganisation der NSDAP. Werner Nettel- beck. Mit dem Deutschtum in Niederländisch-Jndien trauert die Auslandsorganisation der NSDAP. um einen ihrer besten Männer im Ausland. Wer­ner Nettelbeck hat den Krieq als Offizier mit­gemacht und ging später ins Ausland. Für die Arbeit der Partei unter den Reichsdeutschen in Niederländisch-Jndien hat er sich stets mit ganzer Krast eingesetzt, so datz ihm Anfang des Jahres die Landesleitung Niederländisch-Indtens der NS- TAP. übertragen wurde.

Der Leiter der Auslandsorganisation der NS.- DAP. Gauleiter Bohle hat Trauerbeflagqung für die Dienststellen der Auslandsorganisation an­geordnet. Alle Gruppen der Partei im Ausland werden des toten Landesleiters gedenken.

Her sütirer zum lade Vr. Werners

Berlin, 14- Oktober.

Der Führer und Reichskanzler hat der Witwe des am 12. Oktober in Leipzig verstorbenen Ober­reichsanwalts Dr. h. c. Karl Werner telegraphisch sein Beileid zum Ausdruck gebracht.

mooo Verpsl2gungslage

Berlin, 14. Oktober.

Die in Kaiserswerth tagende Eeneralkonferenz der Diakonissin-Mutterhäuser hat dem Führer und Reichskanzler in einem Telegramm mitge­teilt, datz sie ihm 10 660 Verpflegungstage in ihren Krankenhäusern. Alters- und Kinderheimen zur persönlichen Verfügung stellen. 1

Stalins dos Handwerk gelegt

Ven stgenten

Waffenbesitz und Sabotage

Danzig, 14. Oktober.

Der Danziger Polizeipräsident hat die So­zialdemokratische Partei mit ihren Gliede­rungen und Nebenorganisationen mit sofor­tiger Wirkung aufgelöst. Die Auslösung er­folgt auf Grund des Paragraphen 2 des Ver- einsgefetzes wegen unerlaubten Waffen­besitzes sowie wegen Verstoßes gegen die Sabotagebestimmungen.

In der dem sozialdemokratischen Parteivor­sitzenden zugestellten Verfügung heißt es: „Bei Gelegenheit der Fahndung nach bestimmten Drucksachen sind im Eeschästsgsbäude der „Dan­ziger Volksstimme", des Organs der Sozialdemo­kratischen Partei, mehrere Schutzwaffen mit Mu­nition, zum Teil versteckt unter Schriftsachen, ge­sunden worden. Die darauf vorgenommenen wei­teren Durchsuchungen haben zu der Feststellung geführt, datz sich im Parteibüro der Sozialdemo­kratischen Partei und im Besitze von zahlreichen Funktionären der Partei Schußwaffen befanden,

ohne datz die Inhaber einen Waffenschein oder Waffenbesitzschein besaßen.

Bei diesen Personen handelt es sich nicht nur um Funktionäre der Partei, sondern bei dem Ab­geordneten Artbur Brill um den Parteivorsitzen­den, bei dem Abgeordneten Erich Brost um den Schriftführer der Partei, bei Wilhelm Eodau um ein Mitglied des Landesvorstandes und dem er­sten Vorsitzenden des Ortsvorstandes Danzig der „SPD", bei Paul Neumann um ein Mitglied des Landesvorstandes der „SPD." und den techni­schen Leiter der sogenannten „Sozialistischen Sport-Stafette" (SSS.), bei dem Abgeordneten Johannes Mau um ein Mitglied des Landes- oorstandes und den Sekretär der „SPD.".

Bei den im Parteibüro vorgefundenen Waffen bedarf es keiner Begründung, daß die führenden Männer der „SPD." von ihrem Vorhandensein ge­wußt haben. Es steht damit fest, datz unter Bor- wissen des Vorstandes oder einzelner Mitglieder des Vorstandes der sozialdemokratischen Partei eine Anzahl von weit mehr als drei Parteiange­hörigen ohne die erforderliche Erlaubnis im Be­sitze von Schutzwaffen war.

Ferner ist bei Gelegenheit der Durchsuchungen Material über die Einrichtung und Zweckbestim­mung der sogenannten „Sozialistischen Sport- Stafette" (SSS.) ermittelt worden. Danach han­delt es sich bei der SSS. nur dem Namen nach um eine sportliche Organisation, tatsächlich aber um eine Parteischutzorganisation, die in Aufbau, Ausbildung und Verwendung dem früheren Arbeu erschutzbunde gleicht und eine Wiederherstellung dieses aufgelösten Arbeiter­schutzbundes darstellt. Führende Mitglieder haben auch in ihren Auslassungen offen den Charakter der SSS. als Parteischutztruppe zugegeben und in einer schriftlichen Aufstellung der Richtlinien für die SSS. den Zweck dieser Einrichtung als den einer Kampftruppe für Eroberung der politischen Macht bezeichnet.

Mit der Wiedererneuerung dieser rechtskräftig aufgelösten Kampftruppe hat die Führung der sozialdemokratischen Partei den Erfolg behörd­licher Anordnungen zu vereiteln gesucht. Die Auflösung der sozialdemokratischen Partei ist dem­nach berechtigt und notwendig.

Kommune mordet dreijähriges Kind!

Note Schreckensherrschaft In der spanischen Vischossstadt Siaienza

Burgos, 14. Oktober.

2n der kürzlich von den Nationalisten besetzten Vischossstadt Tigienza ist von den roten Hor­den bis zum letzten Tag ein wahres Schreckens­regiment ausgeübt worden. Die Roten haben 166 Einwohner der Stadt, weitere 166 Personen aus der Umgebung, 26 Geistliche und den Bischof er­mordet. Der Bischosspalast wurde niedergebrannt. Von dem Domschatz, dessen Wert aus vier Milli­onen Peseten geschätzt wird, wurden Kleinodien im Werte von 2)4 Millionen Peseten geraubt- Das Priesterfeminar und 36 Häuser sind nieder­gebrannt oder durch Bomben zerstört worden. Die

kirchlichen Gebräuche wurden von den roten Mi­lizen in widerlichster Weise verhöhnt.

Das wochenlang stark umkämpfte Minengebiet von Penarroya nördlich von Cordoba wurde am Dienstag, wie bereits kurz gemeldet, von mehreren nationalen Abteilungen nach konzentri­schem Vorgehen besetzt. Die Roten hatten starke Verluste und verloren viel Kriegsmaterial. Die nationale Luftwaffe arbeitete dabei mit den übrigen Streitkräften auf das beste zusammen Sie vermittelte den Nachrichtendienst zwischen drei vorrückenden Ab­teilungen und nahm sofort die Verfolgung des fliehenden Feindes auf. Die nationalen Befreier wurden von der Bevölkerung des Minengebietes stürmisch begrüßt. — In Barcelona wurde ein oberster Kriegsausschutz gebildet, der die

für die Niederlagen an der Saragossa-Front „Verantwortlichen" zur Rechenschaft gezogen hat.

Der Sonderberichterstatter des „Diario da Manha" berichtet aus Toledo, datz die Vor­bereitungen, für den Angriff auf Madrid an der ganzen Front im Gange seien. In Avila habe eine Zusammenkunft der Generale Mola, Darela und Saliquet stattgefunden, um die Einzelheiten des Vormarsches festzusetzen.

Nach einer Pariser Meldung sind in Andorra acht Flüchtlinge aus Seo de Urgel (Provinz Lerida) eingetroffen, die berichten, daß innerhalb von drei Tagen in dieser Gegend 80 Angehö­rige der verschiedensten Vevölkerungskreise von den Roten ermordet worden sind. U. a. ist die Ehefrau eines vor kurzem in Barcelona er­schossenen Waffenhändlers mitsamt ihrer drei­jährigen Tochter (!) „hingerichtet" worden.

Wchluß der flllirertagung des NSKK.

Berlin, 14. Oktober.

Die zweitägige Führertagung des National­sozialistischen Kraftfahrkorps in der Reichsmotor­sportschule des NSKK. in Döberitz hat nach um­fangreichen Vortrügen und damit verbundenen, auf dem Gebiete des Verkehrswesens liegenden praktischen Uebungen am Mittwochmittag ihren Abschluß gefunden. Korpsfllhrer Hühnlein

richtete an die auf dem Hof der Schule angetre­tenen Führer einen kurzen Schlutzappell. Er hob hervor, datz das Korps zwar nach außen hin eine starre und soldatische Form habe, datz aber sein Leben innerhalb dieser starren Form kraftvoll und von steter Arbeit erfüllt sei und sein müsse. Doch auch schon die äußere Form und die Hal­tung müßten den nationalsozialistischen Geist und den Stil. der das Korvs beherrsche, erkennen

lassen, nicht zuletzt in dem Verhältnis zwischen Führer und Gefolgschaft. Die Partei sei die Vor­hut des Volkes, und die Zugehörigkeit zu ihr verpflichte^ zu besonders vorbildlicher Haltung. Das schließe gewiß nicht die Teilnahme an den Freuden des Lebens aus, aber für sie gebe es eine Grenze, die das eigene Gewissen am klarsten selbst ziehe. Mit einem Sieg-Heil auf den Füh­rer fand der Führerappell des NSKK. sein Ende.

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Vas verbot der marristischen vrganisationen in der freien Stadt Sanftg

lr. K4Ü. Der Polizeipräsident von Danzig ist zur Tat geschritten: er hat dem

illegalen Treiben der Marxisten in sei­nem Gebiet durch das Verbot der Sozial­demokratischen Partei Danzigs einen Riegel vorgeschoben. Diese Maßnahme, aus deren Notwendigkeit wir kürzlich im Anschluß an die Waffenfunde bei den Danziger Agenten Stalins hinwiesen, ist um so lebhafter zu begrüßen, als nunmehr auch der letzte hetzende Störenfried aus der östlichen Freien Stadt verschwindet. Der natio­nalsozialistische Danziger Senat mußte so handeln; über die stichhaltige rechtliche Begründung seines Schrittes hinaus wird, es bei allen Einsichtigen vollem Verständnis begegnen, daß die Regierung Greiser sich bei ihrer wirtschaftspolitischen Aufbauarbeit und der Lösung schwieriger außenpolitischer Aufgaben nicht länger von den Beauftragten Moskaus in den Rücken fallen lassen konnte.

Die Verhandlungen vor dem Danziger Schnellgericht gegen sozialdemokratische Vor­standsmitglieder und Funktionäre hatten dieser Tage ein grelles Licht auf die ver­brecherischen Methoden jener poli­tischen Brandstifter geworfen, die neuerdings das blutgetränkte Rezept der „Volks"-Front (lies: ,,Mord"-Front) auch auf dem Boden der friedlichen deutschen Hansestadt, zunächst hinter verschlossenen Türen, durchprobieren wollten. Inzwischen ist es der Politischen Polizei Danzigs, deren Schlagkraft wieder­holt heimtückische marxistische Angriffe aus den Staat pariert hat, gelungen, wei­teres schwerwiegendes Beweis- material über die Wühlarbeit der getarnten Bolschewisten bei­zubringen: Es konnte festgestellt werden,

daß bei der Bewaffnung der Danziger Sozialdemokraten die Sozialistische Sport- Stafette, die sogenannte SSS., mitwirkte. Es handelt sich bei der nach außen als Sport­organisation ausgegebenen, in Wirklichkeit aber rein politischen „Stafette" um die Fortführung der bereits seit Jahren verbo­tenen Reichsbanner-Organisation „Schufo".. Daß diese Parteischutzformation der Roten den Bürgerkrieg mit allen seinen Schrecken auf ihre Fahne geschrieben hatte, auch dar­über besteht kein Zweifel mehr. Allein die illegale Tätigkeit der bewaffneten sozial­demokratischen Parteitruppe reicht aus, das Verbot der Danziger „SPD." vollauf zu rechtfertigen.

mehrmals in aller Deutlichkeit, daß di« inner politische Entwicklung ir D a n z i g mit der Aufbauarbeit im Reich« parallel läuft. Die Volkstagswahlen an 7. April 1935 brachten den Nationalsozialister eine Mehrheit von 60 Prozent der abgege denen Stimmen, und zwar einen Zuwach- von 30 000 Stimmen gegenüber dem Wahl ergebnis von 1933. Im Volkstag stände: nach der Wahl 13 sozialöemokratischen Abge ordneten, 10 Zentrumsmitgliedern, 3 deutsch nationalen und 2 polnischen Abgeordneter 43 Nationalsozialisten als Vertreter der auf bauwilligen Bevölkerung Danzigs gegen über. Den großzügigen nationalsozialistischer Appell zur Mitarbeit aller an einem g e meinsamen Werk beantwortete di« Opposition mit einem Manöver gegen di« Gültigkeit der Wahlen vom April 1935 sedoch wurde der im August des gleicher Jahres eingebrachte Antrag, den Volks tag aufzulösen, zurückgewiesen. Imme' offener traten daraufhin die dernaao gischen Absichten der unritterlichen Geg ner des Nationalsozialismus zutage. Ir großen Rede rechnete Senats prasrdent Greiser bereits im Novem der des vorigen Jahres mit jener auf Zer storung und Zersetzung hinzielenden Oppo sttion scharf ab. Die Führer dieser Quer treiber konnte er nach ihrer restlosen Demas krerung mit Recht als außerhalb de Volksgemeinschaft stehend kennzeich nen Daß dieses Urteil in der Tat den Nage auf d-en Kapf traf, bewies bald darauf de Antrag der Opposition an den Völkerbund zahlreiche vom Senat erlassene Geseke fü ungültig zu erklären oder abzuändern. <S lehr war die gesamte Opposition bereits ii das kommunistische Fahrwasser geraten, da sie sich der Schamlosigkeit jenes Versuche­auf dem Wege über Genf ihren ein für alle mal verlorenen „parlamentarischen Einfluß „zurückzuerobern", nicht bewußt wurde De Abwehrkampf des nationalsoziälistischen Se nats gegen die Umsturzbestrebungen de marxistischen Gruppen führte schließlic