Ausgabe 
(11.10.1936) Nr. 283
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parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichlenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen

der Nationalsozialisten Vremens

simtsdlait des Senats der Lreien Hansestadt vremen

Erscheint M°natsb°zug: RM. 2.30 einschl. 30 Pf. Zustellungsgeb.: durch die Post

ch-i ^erw-ll^nMeb., ausschl. Postbestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zu entrichten Pvchcheck: Hamburg 1,2,2. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung od. Ersatz. RS.-Gauverlag Weser-Ems G. m. b. H., Bremen, Teeren S/8 / Fernsprecher: S4I 21 und 511 15.

Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Mdenburg und Vremen

An,eigen-Grundpreise: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 Ps., die 70-mm-Zeils im Textteil 75 Pf. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u. a.> sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 8 (Nachlatzstassel L). Für Anzeigen durch Fernsprecher kerne Gewahr. Annahmeschlutz 1S Uhr. Sprechzeit: Derlag werktäglich 12-13 Uhr; Schriftleitung Dienstag und Freitag 12)4-IM Uhr.

Nr. 2 SZ / 6 . Jahrgang

Sonntag, 1 l. Sktober 1 SZ 6

kinzelpreis l 5 Npf.

flus bmöWer patteidimst-krsalirung

das kommende Dienstbuch mit den Kichtlinien für die Organisation der NöLflp. ein eiserner öestand der Vewegungsarbeit

Keine wleNeglemenllerung"

Von Neichsamtsleiter F. H. Woweries gehen uns die folgenden Ausführungen zu:

Frage Organisationen können auf die Dauer nicht daraus verzichten, einen Gesamtiibervlick über ihre Eefiige und die innere Struktur ihres Lebens zu besitzen. Je größer und je wichtiger eine Organisation ist, um so notwendiger be­nötigt sie die Möglichkeit einer klaren Gesamt-

..............

Unser lagesspiegvl

Der Madrider AnarchistenfLhrer fordert zum organisierten Mord auf.

Mussolini kündigt Verstärkung der italienische» Rüstungen an.

Zu Budapest wurde der Ministerpräsident Eömbös feierlich beigesetzt.

Der Wiener Ministerrat hat die Auflösung aller Wehrverbände in Oesterreich beschlossen. Das kommende Organisationsbuch der NS­DAP. befindet sich bereits in Druck.

Für den Eintritt der Freiwillige« in die Wehrmacht find ausführliche Bestimmungen ergangen.

Rudolf Heß sprach vor der Opel-Belegschaft. Heute wird in Vremen das Ehrenmal für die Gefallenen vom 1. Februar 1318 feierlich geweiht.

80 Ordensburgschüler wurden von Gau- inspekteur Pg. Thiele in Vremen empfangen. Lehrreiche und bemerkenswerte Vortrüge standen im Mittelpunkt der gestrigen Arbert des Niedersachsentages.

Zm ersten Halbjahr 1336 hat der Seegüter­verkehr der bremischen Häfen wieder leicht zugenommen.

Übersicht, um stets den Stand der Entwicklung zu erkennen und um, wie der Führer für die Bewegung grundsätzlich festgelegt hat, stets nicht mehr als das zu organisieren, was man organi­sieren muh, und nicht zu organisieren, was man alles organisieren kann.

Nach einem erstmaligen Versuch, der Par t e i eine gedruckte Eliederungsüberstcht und Dienst­anweisung zu geben, die, um ein erklärendes Beispiel zu nennen, vielleicht mit dem Exerzier- Reglement der alten Armee vergleichbar war, blieben die politischen Gliederungen der NS- DAP. seit 1932 ohne ein solches zentrales Hilfs­mittel. Rundschreiben, zentrale Anordnungen und Verfügungen sowie die starke Initiative der Hoheitsträger, insbesondere der Gau- und Kreis­leiter, ersetzten im Bewegungsdienst den Man­gel an einer gedruckten, reglementartigen Dienst­anweisung weitgehend, ja in der Kampfzeit bei­nahe so vollständig, daß ein Mangel kaum emp­funden wurde.

Inzwischen hat sich nun immer fühlbarer das Bedürfnis nach einer klaren Dienstanweisung und einer damit verbundenen

öesamlüberficht

über das Organisations- und Kompetenz-Gefüge der größten politischen Organisation der deutschen Geschichte geltend machte. In klarer Erkenntnis des beweg'ungsinternen Bedürfnisses nach einem zentralen Hilfsmittel, wie es nun nach der inne­ren Ausrichtung der so riesig angewachsenen Be­wegung auch möglich wurde, gab der Reichs- organisationsleiter der Partei, Reichsleiter Pg. Dr. Leu, die Anweisung zur Schaffung eines Organisationsbuches der NS. D AP. Das Wirken und die Arbeitsweise Dr. Lep's ist bereits zu bekannt, als daß es an dieser Stelle noch notwendig wäre, besonders zu be­tonen, daß der Reichsorganisationsleiter mit einem solchen Dienstbuch nicht im entferntesten daran dachte, der Bewegung starre Gesetze und paragraphenmähige Richtlinien für den Dienst des Politischen Leiters aufzuzwingen.

Nicht eine tote Reglementierung der Men- schenfiihrung, nicht eine Mechanisierung der Politischen Leitung und eine damit zwangs­läufig verbundene Verbiirokratierung des Ve- wegüngsdienstes sollte das Organisationsbuch bringen, sondern es sollte die praktische Dienst- ersahrung und das jahrelang glänzend bewährte und durch zahllose örtliche Erkenntnisse be­reicherte Erfahrungsgut in knapper Form klar zusammenfassen und so zum eisernen Bestand des künftigen Bewegnngsdienstes werden lassen. Nur einem alten Kämpfer und erfahrenen Praktiker des Bewegungsdienstes konnte die Einzelbearbeitung eines solchen Werkes anver­traut werden, einem Parteigenossen, der neben der heute nicht mehr leicht zu beherrschenden Gesamtübersicht und einem besonders ausge­prägten bewegungsuniversalen Denken auch über eigene Erfahrung und Sachkenntnis verfügte. Diesen Mann hat der Reichsorganisationsleiter in dem Reichsamtsleiter Fritz Mehnert vom Hauptorganisationsamt der NSDAP., dem früheren Eauorganisationsleiter von Hessen- Nassau, gefunden. Mehnert hat erst nach über einjähriger Zusammenarbeit mit den Gauen und Reichsämtern der Partei, nach intensivster Untersuchung der inneren Struktur der Be­wegung und nach eingehenden Ermittlungen über die innere Konstitution des riesigen Partsikörpers

nach den Weisungen Dr. Leys das neueOrgani­sationsbuch" in Angriff genommen.

DieVorarbeit" sür das Organisations­buch der NSDAP. war nicht nur die Bewälti­gung von Bergen von Papier, großen Zahlen- mengen, Bänden statistischer Untersuchungen und Berechnungen, sondern insbesondere die der in den vergangenen Monaten auf Grund der sich ergebenden Erkenntnisse notwendig gewordenen Verordnungen: Diese verfolgten hauptsächlich das Ziel der gebietlichen Ungleichung der ange­schlossenen Verbände an die Partei, die Neu­ordnung des Block- und Zellensystems der NSDAP., die Abstellung und Verteilung vieler Aufgabengebiete und die Herausstellung der für die Partei eigenen Aufgaben unter Abgabe der Durchführung sachlicher Ausgaben an die ange­schlossenen Verbände usw.

Dann erst wurde das Dienstbuch selbst im Manuskript in Angriff genommen, wurde es in ständiger eingehender Fühlungnahme mit dem

Reichsorganisationsleiter und in Zusammenarbeit mit allen maßgeblichen Stellen der Reichsleitung sowie des Stabes des Stellvertreters des Führers ohne Hast und Flüchtigkeiten im Laufe eines Jahres vollendet. Alle Gliederungen, alle Reichs­ämter, alle angeschlossenen Verbände, die Be­ziehungen zueinander, die Kompetenzen im Dienst des Politischen Leiters, die äußeren Merkmale und Kennzeichen der Leiter und Unterführer, die schematischen Darstellungen des Organisationsge- füges der Parteidienststellen: Alles hat im neuen Organisationsbuch" seinen klaren Ausdruck ge­funden.

Dieses so überaus arbeitsreiche Werk, das sich jetzt im Auftrage des Zentralvsrlages der Partei im Druck befindet und das nur den Dienststellen der Partei, den Politischen Leitern (auch NS.- Frauenschaft), den Führern der Gliederungen und den Obmännern, Walter» und Warten der an­geschlossenen Verbände zugängig sein wird, zählt 550 Druckseiten, einschließlich über 100 zeichneri­

scher Darstellungen und außerdem noch 71 bunter Bildtafeln.

Das Organisationsbuch ist nur über die Dienst­stellen der'Stützpunkte, Ortsgruppen, Kreisleitun­gen, Gauleitungen und über den Reichsorgani­sationsleiter der NSDAP. beziehbar (Ganzleinen 2.80 RMZ. Das Werk ist für den Dienstgebrauch und zur persönlichen Unterrichtung über die Orga­nisation der Eesamtbewegung für alle aktiv für die Bewegung Tätigen bestimmt. Für die innere Vertiefung und Festigung der Parteiorganisation bedeutet das einen großen Fortschritt.

Die Front der Partei, das große Korps ihrer Unterführer wid es mit dankbarer Anerkennung aufnehmen, und de Außenstehende, dessen Aufmerk­samkeit gerade durch das Reichsparteitagsgeschehen immer wieder aus die Bewegung gelenkt wird, soll wissen, daß die gewaltige Organisation der NS­DAP. auch nach innen im ständigen Wachsen und in dauernder Vertiefung begriffen ist und nicht an ein Ausruhen nach dem Siege denkt.

Her eintritt als freiwilliger in die Wehrmacht

wichtige Voraussetzungen, die für 1SZ7 unbedingt zu beachten sind

Berlin, 10. Oktober.

Das Reichskriegsministerium gibt bekannt:

1. Für den Eintritt als Freiwilliger in die Wehrmacht kommen in der Regel nur Wehr­pflichtige vom vollendeten 18. bis zum vollendeten 25. Lebensjahr in Frage. Stichtag für die Berechnung dos Lebensalters für den Eintritt im Herbst 1937 ist der 15. Oktober 1937. Abweichend hiervon werden eingestellt:

s) beim Heer: für die Unteroffizierschule Pots­dam-Eiche Wehrpflichtige vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 20. Lebensjahr,

b) bei der Kriegsmarine: für den Flottendienst Wehrpflichtige vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 23. Lebensjahr,

c) bei der Luftwaffe: für die Fliegertruppe (einschließlich Sanitätsdienst) Wehrpflichtige vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 23. Lebensjahr, für die Luftnachrichten- truppe Wehrpflichtige vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 25. Lebensjahr.

2. Freiwillige des Gevurtsjahrganges 1813 und jüngere Geburtsjahrgänge müssen vor der Ein­stellung ihrer Arbeitsdienstpslicht genügen. Sie werden behördlicherseits zum Arbeitsdienst einge­zogen, nachdem ihre Annahme als Freiwillige bei einer Einheit der Wehrmacht erfolgt ist.

3. Bewerber aus den Eeburtsjahrgängen 1317 bis 1818 bzw. 1820 werden nur dann eingestellt, wenn sie besonders geeignet sind und länger als zwei Jahre in der Wehrmacht dienen wollen. Von dieser Forderung zur Bereiterklärung für eine längere Dienstzeit darf nur Lei solchen Bewerbern

abgesehen werden, denen durch spätere Erfüllung ihrer Arbeitsdienst- und Wehrpflicht für ihre Be­rufsausbildung ein beträchtlicher Nachteil er­wachsen würde.

4, Als weitere Voraussetzung für die Einstellung gilt, daß der Bewerber

s) die deutsche Staatsangehörigkeit (Reichsan- gehörigkeit) besitzt,

b) wehrwürdig ist,

c) tauglich 1 oder 2 für den Wehrdienst ist,

ä) nicht unter Wehrpflichtausnahme fällt,

e) nicht Jude oder jüdischer Mischling ist,

1) gerichtlich nicht vorbestraft und auch sonst unbescholten ist,

§) unverheiratet ist.

Größe im allgemeinen nicht unter 1.60 Meter. Notwendige Zahnbehandlung ist vor der Ein­stellung durchzuführen. Minderjährige bedürfen zum freiwilligen Eintritt der Genehmigung ihres gesetzlichen Vertreters. Bewerber, die diesen Bedingungen nicht entsprechen, können nicht ein­gestellt werden.

5. Vor der Meldung zum freiwilligen Eintritt haben bei der zuständigen polizeilichen Melde­behörde persönlich zu beantragen:

a) nicht gemusterte Bewerber: die Ausstellung eines Freiwilligenscheins zum Ein­tritt in den aktiven Wehrdienst. Zwecks Aus­stellung des Freiwilligenscheins melden sich die noch nicht gemusterten Bewerber persönlich bei der zuständige» polizeilichen Meldebehörde

zur Anlegung des Wehrstammblattes. Personal­papiere und von Minderjährigen die schriftliche amtlich beglaubigte Erlaubnis des gesetzlichen Vertreters sind zur Anmeldung mitzubringen.

b) Bereits gemusterte Bewerber: die Ausstellung eines polizeilich beglaubigten Wehr­paßauszuges. Vordrucke sind bei der polizei­lichen Meldebehörde erhältlich.

6a1 Die Meldung zum freiwilligen Eintritt erfolgt dann grundsätzlich nur bei dem Trup- p e n - (M a r i n e) T e i l, bei dem der Bewer­ber eintreten möchte. Im einzelnen: für Heer siehe Ziff. 7 c, für Kriegsmarine stehe Ziff. 8c, für Luftwaffe siehe Ziff. 9c.

Die Wahl des Wehrmachtsteils (Heer, Kriegs­marine, Luftwaffe), der Waffengattung und des Truppen- (Marine-) Teils steht dem Bewerber mit gewissen Einschränkungen frei. Angehörige der seemännischen Bevölkerung dürfen sich nur bei Marineteilen, Angehörige der fliegerischen Bevölkerung nur bei Truppenteilen der Luft­waffe melden. Zur Kriegsmarine können sich Be­werber aus dem ganzen Reich melden. Bei Heer und Luftwaffe ist die Einstellung in der Regel nur bei Truppenteilen möglich, deren Standort in der Nähe des Wohnsitzes des Bewerbers liegt.

(Fortsetzung auf Seite 2)

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kintopf, das Symbol

Semeinschaststiseti des deutschen Volkes

* Bremen, 11. Oktober.

Rings um Deutschland gürt und brodelt es in Ländern, die es nicht vermögen, den aus Umsturz und Zerstörung hinarbeitenden Send­ungen Moskaus das Handwerk zu legen. Rings um Deutschland quälen sich die Regie­renden, in das wirre Gegeneinander der in Volk und Parlament sich heftig bekämpfen­den Kräfte einen Sinn zu bringen. Rings um Deutschland wanken die Währungen und gleiten immer mehr von ihrem dereinst so stolzen Goldwerte ab, den Sparern schwere Verluste zufügend, den Arbeitern und Ange­stellten durch die heraufbeschworenen Preis­steigerungen die Kaufkraft ihres Verdienstes unterhöhlend.

Rings um Deutschland mühen sich vergeb­lich die tüchtigsten Kräfte der vom Gespenst der Arbeitslosigkeit heimgesuchten Völker das Unheil zu bannen und vermögen es nicht, die dennoch wachsende Zahl von Arbeitslosen auch nur einigermaßen einzudämmen. Sor­genvoll sehen die Regierenden der Nachbar­länder Deutschlands dem Winter entgegen, der auch s i e vor die Aufgabe stellt» ihre Staatsangehörigen vor Hunger und Kälte zu schützen. Aber rings um Deutschland gibt es auch nicht annähernd eine so starke und er­folgreiche Organisation zür Bekämpfung der Winternot, als in Deutschland mit seinem Winterhilfswerke. ' '

R i n,g s um Deutschland ." Man könnte so fortfahren mit der Aufzählung der Zustände in den Nachbarländern; man konnte ganze Spalten darüber schreiben, unter welch unerquicklicher und den Völkern verhängnis­voller Entwicklung Deutschlands Nachbar­staaten leiden; und man könnte Zug um Zug den Vergleich stellen, wie die Dinge bei uns in Deutschland ganz anders liegen. In­des ist das nicht nötig. Schon der Hinweis auf die düstere Arbeit Moskaus zur Bolsche- wisieruna Europas, schon der Hinweis aus das parlamentarische Unheilsspiel im Kampf der Parteien um die Macht, der Hinweis aus den fortschreitenden Währungsverfall und die kaum abnehmende Arbeitslosigkeit in an­deren Ländern, macht den Unterschied deut­lich zwischen den Verhältnissen in Deutsch­land und denen des übrigen Europas.

Hier: Deutschland ein eherner Block selbst­bewußter Ruhe, eine Insel inneren Friedens, organischen Wachstums und glücklichen Ge­deihens; dort: die Welt aus einem Vulkan, in dessen Schoß die verheerende Glut bol­schewistischen Untermenschentums schwelt, bei dem da und dort deutlich vernehmbar unter­irdisches Grollen schwere Zukunftsgefahren ankündigt, ja, wie in Spanien schon Aus­brüche von verheerender Wirkung sich zeigen, so daß die ganze Menschheit in Schreck und Grauen erstarrt steht und nicht zu fassen vermag die Vertiertheit der verführten Massen, deren unmenschliche Taten die Greuel der großen französischen Revolution bereits zu überbieten beginnen. Bedarf es noch etwas, um zu erkennen, was das deutsche Volk seinem Führer, was es der nationalsozialistischen Bewegung, was es sei­ner vom Führer und seiner nationalsoziali­stischen Lehre herausgeführten Volksgemein­schaft verdankt?

Nein, es bedarf nichts mehr; und wer immer das große Glück hat, an der wunder­vollen deutschen Volksgemeinschaft teilzu­haben, muß gerade jetzt in diesen für fast alle außerdeutschen Länder unruhvollen Zeiten empfinden, wie sehr er der deutschen Volksgemeinschaft verpflichtet ist, muß ge­rade in den Tagen des soeben eröffneten Wmterhilsswerks sich gedrängt fühlen, im Sinne des Führers und nach seinem Willen der Volksgemeinschaft zu dienen und in ihr aufzugehen, schlechtweg als einer von vielen, als Volksge­nosse unter Volksgenossen, als Kamerad unter Kameraden.

Es ist im nationalsozialistischen Deutschland nunmehr schon selbstverständlicher Brauch geworden, während des Winterhalbjahres die Volksgemeinschaft sichtbar zu betätigen durch das Eintopfgericht. Es ist uns weder im Vorjahre, noch jetzt ein Fall bekannt ge­worden, wo sich Volksgenossen nicht willig am Eintopfgericht beteiligt hätten. Es ist uns kein einziger Fall bekannt geworden, wo auch nur ein einziger Volksgenosse den Eintopf als lästig oder störend empfunden hatte.

Das Gefühl, an einem Eintopfsonntag so­zusagen am großen Gern ein schafts-