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der Nationa
parreiamtliclie Tageszeitung
Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitssront Bremen
ozialisten Vremens
flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Bremen
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Nr. 2S2 / 6. Jahrgang
Sonnabend, 1V. Sktober 1956
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die Int des führers: 6 Mlll.krwerbslnse weniger
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Im Londoner Nichteinmischungsausschuß richtete Italien heftige Angriff« gegen Sowjet- rupland.
In Madrid wirkt sich der Munitions- und Lebensmittelmangel immer verheerender aus. Die spanischen Goldtransporte nach Frankreich nehmen einen phantastischen Umfang an. Ministerpräsident Vlum hat, dem kommunistischen Druck nachgebend, Versammlungen der Roten im Elsatz erlaubt.
Die arbeiterparteiliche Konferenz in Edinburgh lehnte die Schaffung einer englischen „Volksfront« ab.
Ministerpräsident Eöring ist in Budapest eingetroffen.
Im September wurde die Erwerbslosenziffer um 83 088 auf rund eine Million gesenkt.
Rudolf Hetz sprach zum alten Führerkorps der Partei.
Reg. Bürgermeister Heider legte den Grundstein zu einem gewaltigen Neubau der Martin Vrinkmann AG.
Der Niedersachsentag begann in Bremen mit der Jahreshauptversammlung.
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tlirenbuch der Mten Sarde
Eine Anordnung Rudolf Heh'
Der Stellvertreter des Führers hat dem Reichsorganisationsleiter folgende Anordnung übermittelt: „Üm die Erinnerung an die alten
Kampfgefährten Adolf Hitlers in den kommenden Geschlechtern für alle Zeiten wachzuhalten/ habe ich beschlossen, ihre Namen und Daten in einem „Ehrenbuch der Alten Garde" festzulegen. Jeder Träger des Goldenen Ehrenzeichens soll sein Wirken für die nationalsozialistische Bewegung selbst aufschreiben. Diese Blätter werden zu dem Ehrenbuch zusammengefaßt und in einem würdigen Raum des Braunen Hauses aufbewahrt als Zeugnis und Denkmal der Treue zum Führer. Mit der Durchführung beauftrage ich das Hauptarchiv der NSDAP. Von dort werden die Anweisungen im einzelnen ergehen.
Rudolf Hetz."
khrungen am Srabe borst Weisels
Berlin, 9. Oktober.
Aus Anlaß des Geburtstages Horst Wessels bildete seine Grabstätte auf dem Nikolai-Friedhof im Laufe des ganzen Freitag einen Anziehungspunkt für viele Hunderte von Berliner Volksgenossen, die Blumen niederlegten und einige Minuten in stillem Gedenken am Grabe des nationalsozialistischen Kämpfers verweilten. Bereits am Morgen war eine Ehrenwache des Sturmes 5 „Horst Wessel" mit der alten Sturm- fahne, unter der Horst Wessel bereits marschiert war, aufgezogen. Standartemsührer Stöhr legte bald darauf einen Kranz nieder. Ihm folgte der Stabsführer der Gruppe Berlin-Brandenburg, Gruppenführer Uh l and , der in Vertretung des zurzeit abwesenden Obergruppenführers von Iagow erschien. Bald war der Grabhügel mit Blumen und Kränzen dicht bedeckt, ein Zeichen dafür, daß Horst Wessel als Vorbild nationalsozialistischen Kämpfertums unvergessen weiterlebt.
Vr. öoebbels in Vüsseldors und Köln
Köln, 9. Oktober
Reichsminister Dr. Goebbels unternimmt zurzeit eine Besichstigungsreise durch Westdeutschland. Am Freitag früh stattete er der Landesstelle Düsseldorf des Reichsministeriüms für Volksaufklärung und Propaganda einen Besuch ab. Der Minister wurde von dem stellvertretenden Gauleiter Pg. Overhues, Obergruppenführer Weitzel und Lamdesstellenleiter Browers begrüßt. Bei der Besichtigung der .Diensträume ließ sich Dr. Goebbels eingehenden Bericht über die Arbeit des letzten Jahres geben. Er sprach dem Landes- ßellenleiter und seinen Mitarbeitern seine volle Anerkennung aus.
Anschließend fuhr Dr. Goebbels weiter nach Köln. Vor dem Gauhaus empfingen ihn Gauleiter Staatsrat ErohS. Briqadeführer Havel, Landesstellenleiter Dr. T. Winkelnkemper und die Eauamtsleiter Pg. Thiel. Pg. Dr. Peter W:n- kelnkemper und Pg. Schwabe. Unter den begeisterten Heil-Rufen der sich schnell ansammelnden Volksgenossen schritt der Minister die Front eines M seiner Begrüßung angetretenen SA. -Sturn.es ab. In der'Landesstelle Köln-Aachen besichtigte der Minister unter Führung des Landesstelle,i- leiters Dr. T. Winkelnkemper eingehend die einzelnen Abteilungen. Auch hier sprach sich der Minister sehr anerkennend über den Aufbau und die Organisation sowie über die geleistete Tätigkeit ?»f den verschiedenen Sachgebieten aus. ,>>m Anschlug an die Besichtigung der Landesstelle besuchte er weitere Aemter der Gaulertung. -Im Nachmittag und Abend fanden Besprechungen mit führenden Männern der Bewegung statt.
Hoste stuszeichnung für Vr. Soebbels
Berlin, 9. Oktober.
Anläßlich der Erie^enlandreüe des Reichs- ministers für Volksausklärung und Propaganda Dr. Goebbels hat der König der Hellenen diesem das Eroßkreuz des Erlöserordens verliehen.
Berlin, 9. Oktober.
Wieder stehen wir an einem M-irst stein nationalsozialistischer Aufbauarbeit; nach dem Bericht der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeits-osrnoersiche- rung ist die Arbeitslosigkeit im Laufe des Septembers in Deutschland weiter zurückgegangen. Die Zahl der bei den Arbeitsämtern gemeldeten Arbeitslosen nahm um rund 63 999 ab und erreichte damit Ende des Monats fast die Millionengrenze (rund 1935 999 Arbeitslose). Gleichzeitig konnte die Zahl der Notstandsarbeiter planmäßig um rund 2569 auf rund 78699 gesenkt werden.
In Anbetracht der vorgeschrittenen Jahreszeit ist diese Entwicklung besonders bemerkenswert. Sie wurde herbeigeführt einerseits durch die gleichbleibend günstige Beschäftigung in den Außenberufen, andererseits durch die noch weiter gestiegenen Einsatzmöglichkeiten in den konjunkturabhängigen Berufen. Die Abnahme der Zahl der Arbeitslosen im September 1936 verteilte sich mit rund 28 088 oder 31.7 v. H. auf die Autzenberufe und mit rund 43 808 oder 68.3 v. H.
Sud. London, 9. Oktober Der im Zusammenhang mit dem Spanienkonslikt eingesetzte internationale Nichteimnischnngsaus- schuß trat am Freitagvormittag unter dem Vorsitz von Lord Plqmouth im Foreign Office zusammen. Er beschäftigte sich mit den sowjetrussische« Beschuldigungen über angebliche Verletzungen des Nichteinmischungspaktes. Der sowjetrussische Geschäftsträger Kagan wohnte der Sitzung bei.
auf die übrigen Berufe. In den Außenberufen trugen vor allem die Landwirtschaft durch die Kartoffelernte sowie das Baugewerbe auf Grund der weiterhin sehr lebhaften Bautätigkeit und hiermit im Zusammenhang auch die Industrie der Steine und Erden (Baustoffindustrien) dazu bei, daß die Zahl der Beschäftigten nicht nur gehalten, sondern noch vermehrt werden konnte. Unter den konjunkturabhängigen Berufen stiegen die Einsatzmöglichkeiten vor allem noch in den meisten Zweigen des Eisen- und Metallgewerbes sowie im Bekleidungsgewerbe.
An der Entlastung hatten mit Ausnahme von Bayern, wo sich eine leichte Erhöhung der Arbeitslosenzahl um rund 1880 ergab, alle Landss- arbeitsamtsbezirke Anteil. Besonders groß war die Abnahme in Schlesien (rund 18 080), in Brandenburg und Rheinland (je rund 12 800) sowie in Sachsen (rund 9408). Erfreuliche Rückgänge der Arbeitslosenzahlen ergaben sich vor allem auch noch in verschiedenen Großstädten, so u. a. in Hamburg (rund 2680) und Berlin (rund 5700).
Bei den llnterstiitzungseinrichtungen nahm die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung im September um rund 8888 auf rund 122 888 ab. An Hauptnnter- stiitzungsempfängern in der Krisensürforge wurden Ende September rund 4S1888, das find rund 33 888 weniger als Ende August, gezählt. Die Zahl der von der Reichsanstalt unterstützten Ar-
Der portugiesische Vertreter hatte seine Warnung wahr gemacht und an der Sitzung nicht teilgenommen. Der Vertreter Italiens, Grandi, richtete im Laufe der Beratungen heftige Angriffe gegen Sowjetrutzland, das er beschuldigte, die Note über die angebliche Verletzung des Nichteinmischungsabkommens durch Deutschland, Italien und Portugal zu Propagandazwecken verbreitet zu haben.
beitslosen betrug somit 578 888. Die Zahl der arbeitslosen anerkannten Mohlfahrtserwerbs- losen verringerte sich in der gleichen Zeit um rund 17 088 aus rund 152 008.
Noch sind seit der Machtergreifung des Nationalsozialismus die 4 Jahre, die sich der Führer für die Durchführung seines einzigartigen Ausbauplanes setzte, nicht abgelaufen, und doch ist es bereits gelungen, die Erwerbslosenziffer von rund 7 Millionen auf runst 1 Million herabzudrücken! Berücksichtigt man, daß nicht' nur die Millionen einstmals verzweifelter Erwerbsloser in Arbeit und Brot gebracht worden sind, sondern daß auch mehrere Jahrgänge unseres Nachwuchses dem Produktionsprozeß neu eingereiht werden konnten, so ergibt sich ein noch größerer Erfolg der Arbeitsschlacht. Das ganze deutsche Volk weiß Adolf Hitler für diese im wahrsten Sinne des Wortes beispiellose Tat grenzenlosen Dank. Sichtbaren Ausdruck wird es diesem Dank in seiner weiterhin geschlossenen, opferbereiten Beteiligung am Winterhilfswerk geben, dessen Ergebnis auch für 1936/37 ebenso wie dieser Sieg über das Arbeitslosengespenst in Deutschland die Welt in Staunen versetzen soll. -
Die „Times" schreibt: Moskau befürchte, die Niederlage der Roten in Spanien würde sich auf die gesamte kommunistische Aktion in Europa auswirken. In Moskau hoffe man wohl, durch eine Versorgung der Madrider Regierung mit Kriegsmaterial das Glück noch einmal zu Gunsten der Roten wenden'zu können. Unter abermaliger Betonung, daß alles getan werden müsse, um ein Uebergreifen des spanischen Krieges auf Europa zu verhindern, erklärt die „Times", die sowjetrussische Aktion sei schon deswegen verdammens- wert, weil sie zweifellos provokatorisch sei.
Der Geist der Zerstörung und Anarchie sei ein so wesentlicher Teil des kommunistischen Programms. daß der Verdacht auskommen müsse, ob die sowjetrussische Regierung nicht etwas unternehme, um den Konflikt allgemein zu machen.
Die „Morning Post" sagt, jetzt werde klar, daß der Vertreter der Madrid.er Regierung nur aus Propagandagründen nach Genf gekommen sei. In den vergangenen zwei Monaten habe die Welt aber Gelegenheit genug gehabt, die Glaubwürdigkeit der Informationen der roten Regierung zu prüfen. Wenn die Sowjets ein Ultimatum mit so zweifelhaftem Veweismaterial wie diesem begründeten, ließe das Bedenken hinsichtlich der Lauterkeit ihrer eigenen Motive zu.
Der diplomatische Korrespondent der „Daily Mail" rügt die Tatsache, daß Moskau seine Note veröffentlicht hat, ohne die Diskussion vor dem Nichteinmischungs-Ausschutz abzuwarten. Die Sowjetdrohung sei eine beispiellose Frechheit. Die Sowjets hätten niemals ihr Versprechen der Nichteinmischung gehalten. Die spanische kommunistische Regierung sei ein Kind des bolschewistischen Komplotts und bolschewistischen Geldes, das immer noch von Moskau nach Madrid zusammen mit Lebensmittcln hereinströme. Der wahre Grund sei der Versuch, aus die französische Regierung einen Druck auszuüben, Caballero zu unterstützen. Die britische Nation sei entschlossen, sich nicht in einen europäischen Krieg zwischen „Rechts" und „Links" zerren zu lassen. Sie halte es für richtig, sich aus allem herauszuhalten und aufzurüsten.
Die bisherige Auswirkung der sowjetrussischen Drohung bestätigt unsere bereits gestern wiedsrgegebene Auffassung: Es liegt den bolschewistischen Machthabern nur daran, die europäischen Staaten in den Zustand des Unfriedens und Mißtrauens zu versetzen, die Stellung des französischen Ministerpräsidenten Blum den kommunistischen Einmischungsforderungen gegenüber immer schwieriger zu gestalten und. in England die. Arbeiterpartei oder wenigstens ihren linken Flügel gegen die Regierung Baldwin auszuspielen. Wieweit dieses dreiste Manöver gelingt, werden die Verhandlungen im Nichteinmischungsausschuh sehr bald zeigen. Moskau hat jedenfalls erkannt, daß es in Spanien ums Ganze geht. Der Zeitpunkt eines aktiven Eingreifens in Spanien scheint für Stalin auch insofern schon gekommen zu sein, als man Paris „innerpolilisch" gsnügenh unter Druck gesetzt zu haben glaubt und eine ernsthafte Störung der europäischen Beziehungen nach der Auffassung des Kreml zunächst wenigstens die eine Folge haben würde, daß alle Aussichten auf eine baldige Verständigung im Rahmen einer West-Konferenz vollends schwinden.
(Siehe auch Seite 2)
Wärmt äie Stuben, küllt äie Teller, scbakkt KleiäunZ unä Seliude, opkert kür ckas IVIIXV.
(Weitblick.)
Italien greift die Sowjettegienmg an
Vor Londoner Mchteinmischungsausschuß zusammengetreten / Vie englische presse gegen das Sowselmanöoer
stuf Vorposten im listen
Heroischer Kamps des baltischen Veutschtums
Durch die Stärkung des ZusammengehöriMts« bewußtseins aller Deutschen ist auch das baltische Deutschtum, jahrhundertelang vergessen, wieder in das Blickfeld des deutschen Volkes gerückt. Heute weiß man im Reiche wieder, daß das Baltikum im engeren Sinne, d. h. das Gebiet der heutigen, aus den drei alten 'Ostseeprovinzen Est-, Liv- und Kurland und den Ostseeinseln entstandenen Staaten Estland und Lettland, einst oom Deutschen Orden und der Hansa erschlossen wurde. Die heutigen Staatsgrenzen der beiden baltischen Staaten gegenüber der Sowjetunion sind die alten Ordensgrenzen. Durch sieben Jahrhunderte hat das Deutschtum dieses Land vor
Morgen,
am ersten neuen kiirwpf- sonntag, zeigt das ganze deutsche Volk wieder feinen Vpfer- u. öemeinfchastsflnn
dem slawischen Ueberdruck aus dem Osten geschützt und es der europäischen Kultur erhalten. Am großen Kriege befreiten deutsche Soldaten das Baltikum vor den Brandschatzungen der russischen. Armee und dem 19l7 einbrechenden bolschewistischen Chaos. Und als die Noventberrevolte 1918 das Deutsche Reich und Volk kraftlos zusammensinken ließ, waren es deutsche Freikorps, die zusammen mit der deutsch-baltischen Landeswehr Lettland von der blutigen bolschewistischen Herrschaft erlösten. So ist ein Jahrhundert um das andere deutsches Blut sirr das Baltikum vergossen worden!
Aber nicht nur das staatliche Dasein, sondern auch die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung Estlands und Lettlands ist ohne den entscheidenden deutschen Einsatz gar nicht zu verstehen. Gegen den Widerstand der russischen kaiserlichen Regierung hoben die deutsch-baltischen Ritterschaften aus freien Stücken zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Leibeigenschaft des estnischen und lettischen Bauerntums auf. Der bäuerlichen Bevölkerung wurde erhebliches Landareal zugeteilt, sehr bald ein Verbot des Bauernlegens erlassen und gleichzeitig Auskaufskassen geschaffen, die es den lettischen und estnischen Bauern ermöglichten, im Lause von einigen Jahrzehnten das von ihnen bewirtschaftete Land käuflich als Eigentum zu erwerben. Noch heute bildet das damals vom deutschen Grundbesitz geschaffene estnische und lettische Bauerntum das wirtschaftliche Rückgrat der beiden Staaten.
angenommen hatte, nahm sich das Deutschtu der kulturellen Fragen an. Die deutschen Ritte schaften überzogen das Baltikum mit einem N von Volksschulen, estnische und lettische Mittc schulen wurden geschaffen, die deutsche Univer tät in Dorpat und das deutsche Polytechnikum Riga dem Studium von Esten und Letten a öffnet.
Es lag auf der Hand, daß auch die alten La r desverfassungen umgestaltet und d breiten Schichten des estnischen und lettischen Pc kes zur Landesverwaltung herangezogen werd mußten, besonders nachdem Anfang der siebzig Jahre des vorigen Jahrhunderts in den Städt des Baltikums das allgemeine Wahlrecht ei geführt und die alten deutschen Rats- und Zun! Verfassungen aufgehoben worden waren. Es eine von estnischer und lettischer Seite stets g leugnete geschichtliche Tatsache, daß sich die der schen Ritterschaften seit Beginn der achtzig Jahre die größte Mühe gegeben haben, eine R , form der Landesverfassungen bei d kaiserlichen Regierung in Petersburg durchz drücken. Diese ließ aber ein Verwaltunasreforr Projekt nach dem anderen unter den Tisch falle denn es lag ihr daran, die Esten und Letten m dem Deutschtum zu verfeinden. Sie handelte na dem Grundsatz „cliviäs st impsrs.", um nachh bessere Möglichkeiten zur R u s s i f i z i e r u n des Baltikums zu haben. Seit 1890 setzt diese Russifizierunasmaßnahmen ein, und f, alles, was an kulturellen Einrichtungen vo Deutschtum für das Land geschaffen worden wc wurde durch den Panslawismus vernichtet, s seinem Gefolge kam aber mit den zahllosen ruf schen Volksichullehrern der Marxismus r Land^ Er schürte und hetzte weiter und ließ dai die Revolution von 1905 bis 1906 in besonde blutiger und abichreckender Gestalt auch aus E land und Lettland übergreifen. Abgebrann deutsche Besitzungen und ermordete Deutsche k zeichneten ihren Weg.
Es ist in der Tat eine tiefe geschichtliche Tr gik dao es dem Deutschtum durch die russis, Politik nicht vergönnt gewesen ist, den angestrc ten politischen Ausgleich mit dem Esten- u Lettentum im vorigen Jahrhundert durchzufi ren. Diese Tragik ist ebenso groß, wie das Fc len einer breiten deutschen, bäuerlichen Schic Das Deutschtum bieb im Baltikum eine Ob, schickst: auf dem Lande beschränkt auf Eutsbesitz Pastoren und Aerzte, in den Städten auf Kai leute, Handwerker und akademische Berufe. Wc machte der deutsche Grundbesitz große Änstre aungen, um deutsche Bauern in den letzten Jal zehnten vor dem Kriege im Baltikum änzusiedes