Ausgabe 
(6.10.1936) Nr. 278
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parteiamtliche ^geszeitung

Nachrichtenblatt der Neutschen flrbeitsfront Nremen

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der Nationalsozialisten Vremens

Amtsblatt des Senats der Zreien kjanlestadt vremen

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Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 278 / 6 . laiirgang

Menstag, 6 . Oktober 1 SZ 6

kinzelpreis 15 Nps.

volschewistischesöerichl" in frankreich

Unser lagesspivgel

Aus Anlaß der heutigen Eröffnung des Winterhilfswerkes 1938/37 durch den Führer wird ein Eemeinschastsempfang durchgeführt.

In Detmold wurde die Pslegestätte für Ger­manenkunde ihrer Bestimmung übergeben.

Die Eröffnung des Eisenbahnverkehrs über den Rügendamm fand gestern in Stralsund statt.

In Frankreich ist bereits ein marxistisches Nevolutionsgcricht" am Werk.

Bei den Londoner Sonntagsunruhen waren Juden die treibenden Kräfte.

Der italienische Ministerrat beschloß eine Ab­wertung der Lira um vorläufig 11 Prozent.

Der deutsche Tag in Newyork stand im Zeichen der Einigkeit.

Auf der Kundgebung der Reinhold-Muchow- Schule sprach Gauberufswalter Pg. Schnur­busch.

Korpsführer Hühnlein traf nach der deutsch­ungarischen Vesuchsfahrt wieder in Deutsch­land ein.

6eute eröffnet der siistrer das Mnterstilfswerk

Die Eröffnung des Winterhilfswerkes 1S3S/37 durch den Führer und Reichskanzler erfolgt am heutigen Dienstag um 29 Uhr in der Deutschland-Halle. Die Veranstaltung wird aus alle deutschen Tender übertragen.

Nie slachsspende überreicht

Berlin, 5. Oktober.

Das deutsche Landvolk hat im vergangenen Wirtschaftsjahr als Spende für den Führer (siehe die letzte Sonnabendausgabe derBZ"!) frei­willig und unentgeltlich 2899 Hektar Flachs mehr angebaut. Der Ertrag dieser Arbeit hat einen geldmäßigen Wert von etwa 899 999 RM. Weit größer ist seine Bedeutung jedoch als Beitrag zur Verbesserung der deutschen Selbstversorgung mit lebenswichtigen Rohstoffen. Die Urkunde über die Spende wurde dem Führer am Sonntagabend in Goslar überreicht.

winterfastrten der Kdf.

138 Urlaubszüge, 68 Omnivusfahrten (Vraktdvrielit unserer Lsrliner LvkriktlsituuK) 8. Berlin, 8. Oktober.

Auf einer unter Leitung von Reichsamtsleiter Dr. Lasserentz stattgesundenen Arbeitstagung der Eaureferenten des Amtes für Reisen, Wandern und Urlaub in der NS.-EemeinschaftKraft durch Freude" wurde das Programm der Winterfahrten für 1938/37 verkündet: Es sind insgesamt für den deutschen Arbeiter 138 Urlaubszüge und 88 Omni­busfahrten in die Gebirgsgegenden Deutschlands vorgesehen. Der Plan, dessen Einzelheiten noch nicht veröffentlicht sind, ist aus über 199 999 Teil­nehmer abgestellt. Es werden außerdem über das Wochenende zahlreiche Kurzfahrten stattfinden.

Ingenieure gesucht

Zum Semesterbeginn an den Hochschule» Berlin, 8. Oktober.

Der Reichserziehungsminister hat auch für das Wintersemester 1936/37 Studentenhöchstziffern für die Universitäten Berlin, Frankfurt/Main, Köln, Leipzig, Hamburg, die Technischen Hochschulen Münster, Berlin, Dresden, München, die Tier­ärztliche Hochschule Hannover und die Medi­zinische Akademie in Düsseldorf festgesetzt. Stu­denten, die an diesen Hochschulen studieren wol­len, wird empfohlen, rechtzeitig einen Antrag auf Einschreibung zu stellen. Dabei wird darauf hin­gewiesen, dag infolge der außerordentlich erhöh­ten Aufnahmefähigkeit der Industrie und Wirt­schaft für Ingenieure in letzter Zeit ein großer Abgang von den technischen Hochschulen zu ver­zeichnen ist. Ein Zugang zu diesen Studienfächern ist daher durchaus erwünscht. Selbst bei einem verstärkten Zugänge besteht kein Anlaß zu der Befürchtung, daß eine Zulassung zum Studium auf technischen Hochschulen nicht erfolgen könne.

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Reichserziehungsminister Rüst Hai an die Hoch­schulen folgenden Erlaß gerichtet:Ich weise

nachdrücklichst darauf hin, daß allekn der Führer der Deutschen Studentenschaft befugt ist, in studentischen Angelegenheiten verbindliche Anord­nungen für die Gesamtheit der deutschen Studie­renden herauszugeben. gez. Rüst."

Sedächtnisfeier für stans Schemm

Reichserziehungsminister Rüst hat für die aus Anlaß des Geburtstages des verstorbenen Gau­leiters und Staatsministers Hans Schemm am heutigen Dienstag, vormittags 19 Uhr, stattfin­dende Uebertragung aus BayreuthHans Schemm zum Gedächtnis" Eemeinschaftsempfang für alle Schulen angeordnet.

ein seltsames Mesmtell in SMons

ir statt <z Fahre

Zur geplanten Verkürzung der Schulzeit

überfallen und gemartert

Paris, 5. Oktober.

Das PariserJournal" veröffentlicht ein Schreiben, das die Ehefrau eines Mitgliedes der nationalistischen Partei de la Rocques an den französischen Staatspräsidenten Lebrun gerichtet hat. Sie teilt darin mit, daß ihr Mann vor einiger Zeit in Soissons nachts von einer marxistischen Streife überfallen, festgenommen und in einer Fabrik von einem Revolutionsgericht" zum Tode verurteilt worden sei. Bei der versuchten Vollstreckung dieses Urteils habe man ihren Mann in un­menschlicher Weise gemartert und durch Schläge ins Gesicht des Augenlichtes beraubt.

Einige französische Minister, darunter Rucart und Salengro, hätten sich für die Angreifer, die inzwischen verhaftet worden waren, ein­gesetzt und ihre Freilassung erwirkt.

Die Schreiberin des Briefes wartet mit Beweisen auf und fleht im Namen aller fran­zösischen Frauen und Mütter den Präsiden­ten der Republik, der selbst Familienvater sei, um Hilfe und Schutz an.

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Ein kommunistisches Revolutionskomitee auf französischem Boden diese Tatsache dürfte nicht nur dem Staatspräsidenten Lebrun zu denken geben. Die Parallele zu den Mordaktionen der blutgierigen spa­nischen Marxisten ist zu offensichtlich, als daß

sie nicht auch die Mehrheit des französischen Volkes mit Schrecken erkennen sollte. Wiederum fragen wir: Was sagt Herr Herriot, der eifrige Förderer der französisch-< sowjetrussischen Beziehungen und der mit­verantwortliche Urheber des Paktes Paris- Moskau, zu diesem bolschewistischen Blut­gericht?

pariser Sonntagsbilan;

Paris, 5. Oktober.

Von den rund 1S00 Festnähmen, die in Paris im Laufe der Kundgebungen am Sonntag erfolgten, wurden zehn aufrechterhalten, da man bei den betreffenden Demonstranten Waffen gesunden hatte. Die Zahl der Verletzten beträgt nach einer abschließenden amtlichen Mitteilung zwanzig. Fünf Polizisten trugen leichtere Ver­letzungen davon; zwei Beamte wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

... und marxistische öeneroiprobe in tondon

luden als Urheber der schweren Unrasten / Vas Schnellgericht in lötigkeit

London, 5. Oktober.

Die gesamte englische Presse berichtet eingehend über die Unruhen in den marxistisch durchsetzten! Stadtteilen Londons am Sonntag. Der schwerste Zusammenstoß zwischen einem Teil der verhetzten Menge und der Polizei ereignete sich in . der Cablestraße. In der Annahme, daß die Schwarz­hemden hier vorüberziehen würden, stürmten die Marxisten den Hof eines Bauunternehmens, um sich das dort lagernde Baumaterial zur Errich­tung von Barrikaden anzueignen. Bausteine, Eerüstpfähle und anderes Material wurden auf die Straße geschleppt: ein Lastkraftwagen wurde umgestürzt. Um ein Einschreiten der berittenen Polizei zu verhindern, streuten die Kommunisten Glasscherben auf die Straße. Viele Male mußte die Polizei mit dem Gummiknüppel vorgehen, ehe es gelang, die Straße zu säubern und die Barrikaden zu beseitigen. Hierbei wurden die Polizisten mit Ziegeln und. Steinen beworfen. Zahlreiche Fensterscheiben fielen diesem Stein­hagel zum Opfer. Nach einer am Montag früh bekanntgegebenen Zahlung sind infolge der Un­ruhen insgesamt 268 Personen, darunter minde­stens 13 Polizisten, verletzt worden, von denen 64 in Krankenhäusern behandelt werden mußten.

Preß Association meldet, daß die Regierung möglicherweise gewisse Einschrän-kungen für öffent­

liche Kundgebungen beschließen werde, um eine Wiederholung der Unruhen vorn Sonntag zu ver­meiden. Zu diesem Zweck müßten jedoch dem Parlament neue Gesetzesmaßnahmen vorgelegt werden. Auf jeden Fall halte man es für unmög­lich, faschistische Kundgebungen in irgendeinem Teil Londons oder Englands einfach zu verbieten, weil dies einer Einteilung Englands in politische Zonen gleichkommen würde.

Vor vier verschiedenen Polizeigerichtshösen fanden am Montag die Londoner Unruhen ein gerichtliches Nachspiel. Bei den Verhandlungen kamen die meisten Angeklagten mit Geldstrafen, die zwischen zwei und 49 Schilling schwankten, davon. Eine Blutenlese der Namen gibt Ausschluß über den Kreis, aus dem sich die Täter zusammen­setzten. Vor dem City-Gericht mußte sich «. a. der Jude Moritz Eoldstein verantworten, der bei dem Versuch, zwei Faschisten die Armbinden abzu­reißen, verhaftet worden war. Mit jüdischer Unver­schämtheit versuchte sich Goldstein durch die Be­hauptung herauszureden, die beiden Faschisten seien Deutsche gewesen; er habe ihnen ihre Arm­binden abnehmen wollen, um sie vor weiteren Behelligungen zu schützen. Nach Zahlung einer Geldstrafe von zehn Schilling konnte Eoldstein das Gebäude verlassen.

Eine Strafe in gleicher Höhe zahlte der Jude Lionel Chursian wegen beleidigender Aeußerungen. Sam Jacobs wurde belangt, weil er die Menschen­menge zu einem Angriff aus die Polizei aufzu­putschen versucht hatte. Aehnlich lautete die An­klage gegen seinen Bruder Jacob Jacobs. Dagegen glückte es dem Juden Moischir Den Aroan, einen Freispruch zu erzielen. Samuel Rose mußte sich gegen die Anklage verteidigen, im Besitz von An- grissswaffen gewesen zu sein. Fay Markowitsch hatte Widerstand gegen die Staatsgewalt geleistet.

..Hungermarsch" nach London

London, 3. Oktober.

Von Jarraw, der nordenglischen Industriestadt am Tyne-Fluß, setzten sich am Montag über 299 Arbeitslose zu einem Hungermarsch nach London in Bewegung. Vier Stadträte werden den Zug bis nach London begleiten, das man Anfang Novem­ber erreichen will. Sie werden die Regierung in einer von 12 999 Personen unterzeichneten Bitt­schrift um Hilfsmaßnahmen für Jarrow, wo zur Zeit über 39 v. H. der Bevölkerung arbeitslos sind, ersuchen.

vio Leilluüksier äos Lrutkännktaxos in 6oslnr. vor üübrsr iu äsr Qoslarsx Laissrpkal?.

kk. klü. Reichserziehungsminister Ruft hat vor einigen Tagen eine Verkürzung, der Schulzeit angekündigt, und zwar werde ab Ostern 1937 an Stelle der 9 Jahre der höhe­ren Schule zuzüglich der vier Grundschulzahre die 12jährige Schulzeit eingeführt. Diese Einsparung eines Schuljahres die Volksschule wird hiervon nicht berührt dürste nicht zuletzt im Hinblick aus die Tat­sache erfolgen, daß die sich an den Arbeits­dienst anschließende zweijährige militärische Dienstzeit den Weg des Lernenden zum Be­rufsschaffenden verlängert hat und daß im besonderen der jeweilige Zeitpunkt, an dem der Student fein Ziel erreichen kann, weiter hinausgeschoben worden ist. Das Bestreben, dem Volksgenossen die Möglich­keit zur Gründung einer eigenen Familie nicht durch einen zu langen Bildungsgang zu verbauen, ist lebhaft zu begrüßen. Schon heute kann gesagt werden: Das Ergebnis des 12jährigen Schulbesuches wird hin­sichtlich des erworbenen Wissens und Kön­nens dem bisher in 13 Jahren vermittel­ten Bildungsgut an Wert bestimmt nicht nachstehen, sofern die neuen Schulpläne, woran wir nicht zweifeln, eine entsprechende sinngemäße Neugestaltung erfahren. Aller­dings hat sich seit der erfreulichen Mitteilung des schulpolitifch sehr wichtigen Reform- planes eine Frage ergeben, die vor ihrer endgültigen Entscheidung noch gründlich er­örtert wird, die Frage nämlich, ob das überschüssige Schuljahr in der Grundschule oder inder höheren Schule eingespart werden soll.

Einwände find zunächst gegen jede der beiden Lösungen laut geworden, jedoch fallen die Bedenken, die gegen den Abbau eines Jahres bei der Grundschule vor­gebracht werden, unserer Meinung nach weit mehr als dieArgumente der Verteidiger einer 9jährigen höheren Schule" ins Ge­wicht. Vor allem sind es nationalpoli­tische Erwägungen, die eine zeitliche Verengung der allen Volksschichten gehören­den Grundschule als unzweckmäßig, ja, im Rahmen der Volksgemeinschaft sogar als schädlich kennzeichnen. Das Beieinander- bleiben der Kinder in einer gemein­samen, einheitlichen Schule sollte schon deshalb nicht von 4 auf 3 Jahre ver­kürzt werden, weil in der Grundschule mit dem möglichst langen Zusammensein der Schüler das (nach der Gabelung des Schulaufbaues in Volksschule und höhere Schule) so bedeutsame Gefühl des Zu sam- Mengehörens in unserem Nachwuchs aus der ganzen Linie geweckt wird. Was Professor Dr. Ernst Krieck einmal von der Volksschule gesagt hat, gilt insbesondere für die Grundschule:Indem sie die ganze Breite des Volkstums mit einem gewissen Maß an Bildung versieht, schafft sie die Un­terstufe des gesamten Bildungsaufbaues: sie gibt den breiten Massen die allgemein­bildende Grundlage für die Berufsbildung und dient zugleich dem ganzen höheren Bil­dungsaufbau als Elementarschule." Dieser Elementarschule eine schmalere Basis zu geben wäre gleichbedeutend mit der Ver­engung des allen Volksgenossen gemein­samen Bodens der Bildung.

Aber auch rein pädagogische Gründe sprechen gegen den Verzicht auf ein Grundschuljahr: Es würde nicht im In­teresse der geistig-seelischen Entwicklung des Kindes liegen, den ohnehin recht frühen Zeitpunkt, da der reine Wissensstoff an den Lernenden herangetragen wird, noch vorzu­verlegen. Hierüber ist auch in Fachkreisen .die Diskussion längst abgeschlossen. Ferner: sogar noch nach Ablauf des 4. Schuljahres ist es nicht immer leicht, zu entscheiden, ob sich dieser oder jener Schüler zum Uebergang auf die höhere Schule eignet, da Begabung und Interessenrichtung oft erst auf späteren Altersstufen klar hervortreten. Die unver­meidbaren Schwierigkeiten, die in dieser Beziehung gegeben sind, würden durch einen früheren Abschluß der Grunüschularbeit noch wesentlich erhöht werden. Völlig undisku- tabel ist übrigens für uns der Vorschlag, die Grundschule nur für die Anwärter der höhe­ren Schule um ein Jahr abzukürzen, den ge­samten Lehrplan der Volksschule also nicht zu verändern.

geltend gemacht wird. erweist sich bei rer Prüfung als nicht stichhaltig. Die nach der Grundschule, so wird von m Serie hervorgehoben, stünden mit im - der HI.-Arbeit, die bereitsderart vw m Anspruch nehme, daß eine erneute >