Ausgabe 
(3.10.1936) Nr. 275
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parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen

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Volk

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Zielen kjansestadt Vremen

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Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 275 / 6 . Jahrgang

Sonnabend, 5 . aktober 1 SZ 6

kinzelpreis 15 Npf.

^ ^ schützt auch die geistige Weit

dr. Voebbkls aus dem fluwren-kongreß

klne Vankespflichr

Berlin, 2. Oktober.

Der 11. internationale Autorenkongreß fand seinen Höhepunkt am Freitagabend mit dem traditionellen Bankett im Hotel Kaiserhof, zu dem namhafte Persönlichkeiten des kulturellen Schaf­fens der ganzen Welt zusammengekommen waren.

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Dnsvr Ikagvsspiegel

Für die Blockade Madrids sind 180 üvv Mann und 160 Flugzeuge eingesetzt.

Nach der Frankenabwertung versucht sich Leon Blnm in Genf in Ablenkungsmanövern.

Der morgige Staatsakt' aus dem Viickeberg wird auf den Rundfunk übertragen.

Dr. Goebbels sprach auf dem Internationalen Autorenkongreß.

Die Ungarnfahrt des Korpsführers Hiihnlein erreichte in Budapest ihren Höhepunkt.

Die starke Inanspruchnahme des Bremer Flug­hafens erfordert einen Ausbau in nächster Zeit.

Ein verheerendes Grotzfeuer wütete im Dampf- säge- und -Hobelwerk von Rud. Schmedes in der Woltmershauser Straße.

Schalke 01 tritt am 28. Oktober in der Bre­mer Kampfbahn gegen den SB. Werder an.

Der italienische Minister Alfieri hob in seiner Ansprache hervor, daß er schon gelegentlich der Eröffnung des Kongresses auf die hilfreiche Mit­arbeit des Reichsministers Dr. Goebbels hinge­wiesen und bei ihm das verständnisvolle Entge­genkommen gefunden habe. Es sei für alle Kon­greßteilnehmer überwältigend gewesen, zu sehen, welche hervorragende Rolle alle Dinge des Gei­stes und der Kultur im heutigen Deutschland einnehmen. Die deutsche Mithilfe an der Organi­sierung des Kongresses habe mit dazu beigetragen, ihn zu dem wichtigsten Kongreß zu machen, der bisher stattgefunden habe.

Reichsminister Dr. Goebbels dankte dem italie­nischen Propagandaminister für seine Worte und ebenso auch für die Ehre, die ihm selbst durch die Uebertragung der Schirmherrschaft des Kongresses zuteil geworden sei. Er habe mit Freuden fest­stellen können, daß dieser Kongreß in der Tat sehr wertvolle und brauchbare Ergebnisse gezeitigt habe.Ich kann Ihnen als Vertreter der deutschen Reichsregierung", so rief der Minister unter all­seitiger Zustimmung aus,auf das bestimmteste versichern, daß Deutschland die ernste Absicht hat, diesen Entschlüssen Gesetzeskraft zu geben, weil wir der Ueberzeugung sind, daß es in einem Zeit­alter, in dem Hunderte und Tausende von Ge­setzen zum Schutze der materiellen Arbeit erlasse» werden, auch an der Zeit ist, die geistige Arbeit zu schützen. Damit hoffen wir, der so darnieder- liegenden geistigen Arbeit wieder inneren Halt

und Stabilität zu verleihen. Deutschland hat die ernste Absicht, an der Spitze dieser Arbeit zu stehen, und wird auch auf diese Weise zeigen kön­nen, daß es nicht ein Land der Barbarei und Kulturlosigkeit ist.

Wir wollen dafür sorgen, daß die Schöpfer und Gestalter der geistigen Arbeit unseres Jahr­hunderts in allen Ländern wieder durch ihre Re­gierungen den Schutz erfahren, auf den sie gebüh­renden Anspruch erheben können. Was wir in Europa an Kultur und Zivilisation wünschen und täglich gebrauchen, verdanken wir gerade den geistigen Arbeitern, den Ingenieuren, Erfindern, Wissenschaftlern, Künstlern, Dichtern und Musi­kern, die uns das Leben erträglich und lebens- wert gemacht haben. Ist es nicht die Abstattung einer primitivsten Dankespflicht, daß die Regie­rungen dafür die Männer des Geistes in ihren

Die geistige Arbeit ist auch Lebens-, Geld- und Geschäftsfrage. Es ist nun die Aufgabe der Staatsführungen, helfend und fördernd einzugrei­fen, denn es liegt im wohlverstandenen Interesse der Staatsführungen, den geistigen Arbeiter nicht in seelischer und materieller Not versinken zu lassen, weil der verzweifelte Arbeiter den besten Nährboden für Bolschewismus und Anarchismus abgibt.'

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(Fortsetzung auf Seite 2s

Morsen Staatsakt aus Sem vtilkederg

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Sie Vorbereitungen sind beendet - Sroßeinsay der Wehrmacht

Die Llii viixulik! ües Itoielminiiiistors Oaiio kür besvnäorv Iwistungvn in üer'rwuguuSssvIilackt. 8ie viril morgen an 11 bosnnckvr« verdiente Iminlvirtv nnü Lauvrn in üor Kais'srpkalr ün Oosiar in Knvesvnlivit ,les ibiibrer« übvrreielil. Die büirvnz-nbo bestellt aus einem gvsebnitzten Ilnlr- teller, in dessen Kitts eins uns diatnrbernstsin in her 8taatli«ksn Lsrnstsinmanukasttnr Königs­berg gearbeitete Kebre eingelegt ist. (IVsltbilä)

Ane uocWMoke OpLectat

Äle Acutecer

Auf dem Bückeberg, T Oktober.

Am morgigen Sonntag begeht das deutsche Volk zum vierten Male den Erntedanktag auf dem Bückeberg, den Tag, der mit in die Reihe der großen Feste gehört, die die Führung des nationalsozialistischen Deutschlands geschaffen hat und an denen die ganze Nation teilnimmt.

Wir stehen oben auf dem Bückeberg in kern­deutschem Land an der Stelle, an der bei dem fest­lichen Staatsakt am morgigen Sonntag der Führer wieder einmal Hunderttausende von deut­schen Volksgenossen um sich versammelt sehen wird. Die Vorbereitungen sind fast völlig beendet. Die Männer vom Arbeitsdienst haben im Laufe des Jahres fleißig gearbeitet. Die große Umgestal­tung des Berges, für die ein Zeitraum von meh­reren Jahren vorgesehen ist, hat gewaltige Fort­schritte gemacht. Die Landstraßen sind überholt und verbessert. Der gesamte Aufmarsch und die Einfahrt werden sich noch müheloser vollziehen können als früher. Der große Mittelweg, der Weg des Führers, ist um einen weiteren halben Meter erhöht worden.

Hell leuchtend liegt die Sonne über der herr­lichen Landschaft. Höhenzüge, Waldungen und Flußläufe geben diesem Lande das Gepräge. Sagenumwobene geschichtliche Stätten zeugen von germanischer Vorzeit. Das vierte Erntedankfest wird ein Tag derFreude und des Elük- k e s werden. Schon rollen aus dem entfernter gelegenen Teilen des Reiches die Sonderzllge heran, die die vielen Tausende von Volksgenossen in das Herz Deutschlands führen. In der Stadt Hameln, in der jeder einzelne Einwohner an der festlichen Ausschmückung beteiligt war, sind allein 40 000 Privatquartiere bereitgestellr worden. In den kleinen Ortschaften um den Bückeberg herum und in den Niederungen sind die großen Verpflegungs- und Unterkunftszslte aufgebaut worden, die noch zahlreicher sind als in den vergangenen Jahren.

Die an dem große» militärischen Schauspiel be­teiligten Truppenteile sind zum größten Teil schon eingetroffen. Auf den Landstraßen sieht man lange Züge von Kraftwagen und Krafträdern der Wehrmacht. Pioniere sind damit beschäftigt, nicht

weniger als fünf Brücken über die Weser zu schlagen, um den zu erwartenden gewaltige» Ver­kehr bewältigen zu können. Am Fuß des Berges ist bereits dasVückedorf" entstanden, um das herum die Kampfhandlungen sich abspiele» wer­den. Schon am Freitagvormittag fanden hier Uebungen der Wehrmacht statt. Ein ganzes Pan­zerregiment marschierte im Tal aus. Die Geschütze donnerten, die Maschinengewehre knatterten und in der Luft kreisten mehrere Flugzeuggeschwader. Die große Schauübung am Sonntag wird noch umfangreicher werden als im vorigen Jahr.

In Hameln marschierte Freitag mittag unter gewaltiger Anteilnahme der Bevölkerung das Ehrenbataillon ein, das am Sonntag vor dem Führer paradieren wird. 680 Polizeibeamte und Tausende von SA., SS.- und NSKK.-Män- nern sind zur Regelung des Straßenverkehrs am Sonnabend und Sonntag allein in der Stadt Hameln eingesetzt. Außerordentliche Vorsichtsmaß­nahmen sind an den Dampferanlegestellen getrof­fen worden.

Reichshauptamtsleitcr Dr. Brummenbaum, der technische Leiter der Erzeugungsjchlacht, gewährte einem Mitglied unserer Berliner Schriftleitung eine Unterredung über die Bedeutung der Flachs- spende des deutschen Bauerntums. Aus den Aus­führungen des Reichshauptamtsleiters geht fol­gendes hervor:

Im Rahmen der Feierlichkeiten des großen Erntedankfestes auf dem Bückeberg überreicht morgen das deutsche Bauerntum dem Führer den Ertrag von 2000 Hektar Flachsanbauungen. Die­ses Opfer verdient ganz besonders hervorgehoben zu werden, weil es nicht nur die Einsatzbereit­schaft des deutschen Bauern in der Wiederauf­bauarbeit herausstellt, sondern, weil es darüber hinaus ein deutliches Bild von den Möglichkeiten dieses Zweiges der Rohstoffgewinnung im eigenen Lande aufzeigt.

Als bei der Machtergreifung vom National­sozialismus auch das Gebiet des Flachsanbaus und seine Möglichkeiten überprüft wurden, stellte es sich heraus, daß nur rund 1900 Hektar deut­schen Bodens mit Flachs bebaut wurden. Die Bauern hatten immer mehr die Erfordernisse des Anbaus verlernt. Die Zahl der Flachsrösten ging zurück, und der Anbau dieses für die deutsche Rohstoffbasis wichtigen Erzeugnisses drohte lang­sam überhaupt aufzuhören. Es ist selbstverständ­lich, daß der Reichsnährstand auch hier sofort Schritte einleitete, um den Flachsanbau wieder zu fördern und der deutschen Rohstoffwirtschaft gerade durch dieses Gebiet, eine wichtige Quelle zu erschließen. Eine entscheidende Aktion in die­sem Rahmen stellt die Organisierung der Flachsspende für den Führer dar. Ihr liegt der Gedanke zugrunde, durch einen Anbau in kleinen Parzellen, an dem sich jeder Bauer beteiligen sollte, eine große Menge Flachs zu er­zeugen, die dann dem Führer als Dank für seine Sorge um das deutsche Bauerntum überreicht werden soll. Darüber hinaus sollte aber jedem einzelnen Bauern durch diesen Anbau in einer Menge, die für ihn kein Risiko bedeutet, die Möglichkeit gegeben werden, sich mit den Erfor­dernissen des Flachsbaues wieder zu beschäftigen und die Erfahrungen zu sammeln, die für einen Anbau in größerem Maße nötig sind.

Es war zuerst geplant, pro Morgen einen Quadratmeter Flachs anzubauen Die geschlossene Beteiligung all der Bauern, die über einen für Flachs zuträglichen Boden verfügen, machte es

, aber unmöglich, an diesem Plan festzuhalten, da s in diesem Falle die Menge der Erzeugung so groß gewesen wäre, daß die zur Verfügung stehenden Rösten sie arbeitstechnisch nicht hätten bewäl­tigen können. Es wurde deshalb beschlossen, im Rahmen der Flachsspende für den Führer nur pro Hektar einen Quadratmeter Flachs anzu­bauen. Trotzdem wurden insgesamt 2000 Hektar Gesamtfläche bebaut, deren Ertrag jetzt dem Füh­rer zur Verfügung gestellt wird. Die deutschen Bauern haben diesen Anbau völlig unentgelt­lich durchgeführt und auch das Saatgut aus eige­ner Tasche bezahlt. Bei der Bergung der Ernte wurden sie durch ZJ. und VDM. tatkräftig un­terstützt. Auch die Flachsröster beteiligten sich be­reitwilligst an der Spende und zeigten, daß sie hinter der Opferfreudigkeit der Bauernschaft nicht nachstehen wollten. Sie sorgten dafür, daß bei

Nundsunküberlragung vom Viickeberg

Der deutsche Rundfunk, dessen Programm am Sonntag im Zeichen des Erntedankfestes Kteht, überträgt von 12 bis 11 llhr auf alle Sender den Staatsart auf dem Bückeberg mit der Rede des Führers.

der Verarbeitung dieser riesigen Mengen Flachs keine allzu hohen Kosten entstanden. Die Arbei­terschaft dieser Rösten, die ebenfalls dem Reichs­nährstand angeschlossen sind, stellten je 6 Stunden Lohn als freiwilliges Opfer zur Verfügung, wäh­rend die Unternehmer ihrerseits die Auslagen für 6 Stunden Arbeitszeit auf sich nahmen.

Heute ist dieses Werk vollendet, das auch ein Zeichen für die ausgezeichnete Organi­sation des Reichsnährstandes ist, die trotz der kurzen Zeit ihres Bestehens diese große Aktion ohne Schwierigkeiten zur Durchführung bringen konnte. 2000 Hektar Gesamtanbaufläche der Spende, gibt es einen größeren Beweis für die Opferfreudigkeit und Tüchtigkeit des deutschen Bauern? Der Ernteertrag ergibt rund 1800 Tonnen Faser! Wenn man annimmt, daß diese Rohstoffmenge der Wehrmacht, die der stärkste Verbraucher von Flachsfaserstoffen in Deutschland ist, zugute kommt, so bedeuten diese 1600 Tonnen wiederum 360000 Drillich- anzüge und rund 2 Millionen Stück Militärhandtücher. Der Erlös beträgt

Die IVebrinaobt probt kür äas Lrnteckanükest. Lanrervagen bei einer Hebung kür ckie Vorkübrungen aus ckem küeüvderg am kommende» Sonntag.

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