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parteiamtliche Tageszeitung
NachrichtenblaN der Deutschen Arbeitsfront Vremen
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der Tiationals^ralisten Vremens
flmtsdlatt des Senats der Zreien kjansestadt Vremen
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Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalters m Oldenburg und Vremen
Nr. 275 / S. lalir-ang
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Vonnerstag, 1. Oktober 1S56
kinzelpreis 15 Npf.
Veutschlands Valirungsgrunlilcige bleibt stabil!
Neichsdankpräsident Vr. Schacht: „Sie Länder, die mit uns Sandei treiben, sollen wissen, daß die national sozialistische kegierung gerade in der Beständigkeit eine unerläßliche Srundlage des internationalen Verkehrs steht"
Keine Mackaliwertung
Berlin, 30. September. In der Mittwoch-Sitzung des Zentralaus- schusses der Reichsbank gab Reichsbankpräsident Dr. Schacht eine Erklärung über die
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l/nsvr Vagssspisgsi
Das Programm für den Staatsakt am Erntedanktag liegt nunmehr vor.
Reichsbankprästdent Dr. Schacht gab Erklärungen über die stabilen Grundlagen der deutschen Währung ab.
2n der französischen Abwertungsasfäre nahm der Senat gegen Kammer und Regierung Stellung.
Der Danziger Völkerbundskommissar Lester ist von seinem Posten abberufen worden.
Der spanische General Franco wurde zum Regierungschef ernannt.
Die Roten Spaniens setzen nunmehr sogar Kinder zur Vesreiung Madrids ei«.
2n Palästina kam es zu einem schweren Gefecht zwischen britischen Truppen und arabischen Freischärlern.
2n Prag geriet man auf die Spur einer internationalen Bilderfälscherbande.
Auch in Bremen nahmen die Reservisten fröhlichen Abschied von ihren Kameraden.
Nach dreijähriger Pause stellt Bremen wieder eine neue Personenstandsliste auf.
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deutsche Auffassung zur Währungslage ab. In der Erklärung heißt es:
Die französische Regierung hat am 27. ds. Mts. der Reichsregierung die von den drei Regierungen in Paris, London und Washington veröffentlichte Erklärung über die Abwertung des französischen Franken zugehen lassen und hat dabei besonders die Ausmerksamkeit gelenkt aus den Absatz S, in dem die Mitwirkung der übrigen Nationen bei der Durchführung der in der Erklärung sormrlierten Politik gewünscht und nachgesucht wird. Dieser Umstand und die Tatsache, daß die Abwertung des französischen Franken erhebliche Rückwirkungen auf die Gestaltung der internationale« Wirtschafts- und Währungsbeziehnngen haben nutz, legte es nahe, die deutsche Auffassung in diessr Angelegenheit gleichfalls der Oeffent- lichkeit zur Kenntnis zu bringen.
Veutschvnds Wille
Die in der Erklärung der drei Mächte bekundete Abstzt, „den Frieden ;u wahren, die Schaffung von Bedingungen zu begünstigen, die am besten -«^Wiederherstellung der Ordnung in den internatiwalen Wirtschaftsbeziehungen beitragen können u« eine Politik zu betreiben, die auf die Entwillung des Wohlstandes in der Welt und auf die Blserung des Lebensstandards der Völker abzieln entspricht vollinhaltlich dem Wunsche und WLen, den der Führer und Reichskanzler in seinen wiederholten feierlichen Erklärungen namens derMeichsregierung vor der Weltöffentlichkeit zum Ausdruck gebracht hat. Ich verweise zum Belege dessen nur auf die Reichstagsrede vom 21. Mä 1935 mit ihrem Bekenntnis zur wirt chaftlichen Zusammenarbeit und auf die diplomatische Note der Retchs- regierung vost 31. März 1936, die einen umfassenden Frieensplan enthielt. Wenn die Drei-Mächte-Eklärung es als eines der ständigen Ziele ihdr Politik bezeichnet, „das größtmögliche Eleichewicht auf dem internationalen Währungsmarktzu erhalten," so wird diese Erklärung von uw, gern begrüßt, kann aber leider den Hinweis daüus nicht verhindern, daß durch die englische soEl wie die amerikanische Abwertung das »rtschaftliche Gleichgewicht der Welt auf das empfindlichste gestört worden ist.
Das wird inessen die deutsche Regierung nicht abhalten, ihrerseits alle Bestrebungen zu unterstützen, je nach der Drei-Mächte-Er- klärung bezwecke^ „nach und na j, mit dem Ziel der völlige» Beseitigung, da» gegenwärtige Koutingcntilrungs- und Währungskon- trollsystem zu mil^rn".
Wenn an solchen ^sichten die Abwertung des französischen Frankenünd ihre Modalitäten gemessen werden, so mul leider festgestellt werden, daß an der Unsicheveit der internationalen Währungslage durch stesen Schritt wenig geändert worden ist. Ich während der Block der Eoldländer bisher wenfstens für seinen Bereich Stabilität gewährleiste^, so ist nunmehr auch diese verschwunden, nachem die Abwertung des französischen Franken dieUbwertung der Schweiz und der Niederlande na^sich gezogen hat.
Das Währungsabkommen zwischen den zwei Mächten sieht nicht einmal innerhalb dieser drei Währungen ein gegenseitiges festes Verhältnis vor. Ebensowenig haben die Schweiz und Holland ein solches hergestellt, so daß die Unstabilität gegenüber dem bisherigen Zustande noch vermehrt worden ist.
Es gibt im Augenblick, nachdem die frühere allgemeine Verknüpfung mit dem Golde aufgehoben ist, außer in Deutschland und drei oder vier anderen Ländern keine Währung in der Welt mehr, die prinzipiell eine seststehende Grundlage hätte, vielmehr sind sämtliche übrigen Währungen teils innerhalb gewisser Grenzen, teils unbeschränkt willkürlicher Manipulierungen ihrer Regierungen unterworfen und haben ganz überwiegend auch untereinander kein festes Verhältnis.
Wenn wir deshalb auch nicht an den Erfolg solcher nicht aufeinander abgestimmter Maßnahmen glauben, so ist Deutschland doch weit davon entfernt, die Maßnahmen, die die französische Regierung geglaubt hat treffen zu müssen, zu kritisieren oder in irgendeiner Weise zu stören. Im Gegenteil kann es uns nur sehr willkommen sein, wenn der von der französischen Regierung laut ihrer Erklärung gewünschte Erfolg eintreten und insbesondere die internationale Zahlungssicherheit und Zahlungsfreiheit wieder erreicht würde. Auch fühlen wir durchaus die Pflicht, zu prüfen, durch welche etwaigen Maßnahmen unsererseits wir zu der Erreichung dieses Zieles beitragen können.
Reichsregierung und Reichsbank sind bei dieser Prüfung ohne Schwanken zu der Entschließung gekommen, datz wir die durch die Abwertungsmatznahmen des Auslandes er
höhte Unsicherheit des internationalen Verkehrs nicht noch dadurch vermehren wollen, datz auch wir ein unsicheres Element in die Währungslage hineintragen. Die Länder, die mit uns Handel treiben, sollen wissen, datz wir gerade in der Beständigkeit eine unerläßliche Grundlage des internationalen Verkehrs sehen. Wir wünschen aber, datz nicht nur das Ausland dies erkenne, sondern es soll auch der deutsche Sparer und Arbeiter sich darauf verlassen können, datz die nationalsozialistische Regierung seine Kaufkraft und seine Arbeitsleistung in ihrem vollen Werte zu erhalten wünscht.
(Fortsetzung auf Seite 2)
vas Programm für den kmtedanktag
See siilrrer wird am kommenden Sonntag beim Staatsakt auf dem Vückeberg sprechen
Kirchohsen, SO. September.
Der diesjährige Erntednnktag wird eingeleitet durch einen Empfang von Abordnungen des Reichsnährstandes in der Stadthalle Hannover, gegeben von der Reichsregierung, die durch Reichsminister Dr. Goebbels vertreten wird. Die Abordnung setzt sich zusammen aus je zwei Bauern aus jeder Landesbauernschast, die besondere Verdienste in der Erzeugungsschlacht auszuweisen haben. Ferner gehören der Abordnung neben zehn landwirtschaftlichen Facharbeitern, wie Schäfer, Gärtner usw., 13 Landarbeiter an, deren Familien sich als besonders bodenständig erwiesen haben.
Im Laufe des Sonnabendabends und in der Nacht zum Sonntag treffen auf den Bahnhöfen rund um den Vückeberg zahlreiche Sonde r- züge mit Festteilnehmern aus allen Teilen des Reiches ein. Die Sonderzugteilnehmer werden, soweit sie bis ö Uhr früh ankommen, in Privat- und Massenquartieren untergebracht und verpflegt. Am Sonntag, dem 4. Oktober, beginnt gegen 7,30 llhr der Aufmarsch der Volksgenossen von den Bahnhöfen und von den Quartieren zum Festplatz auf dem Bückeberg. Um den auf dem Berg den Beginn des Staatsaktes erwartenden Festteilnehmern die Zeit zu verkürzen, werden auf großen Podien am Fuße des Berges Darbietungen bäuerlicher Tanz- und Spielgruppen abrollen. Mehrere Musikkorps der Wehrmacht werden abwechselnd mit dem Sängerkreis Hameln-Pyrmont musikalische Darbietungen bringen.
Der Aufmarsch wird etwa um 11 llhr beendet sein. Längs des Mittelweges, der — erhöht angelegt — zür oberen Tribüne führt, werden bäuerliche Trachtengruppen aus allen Gauen Spalier
bilden. Am Fuße des Berges finden ein Ehren- bataillon der Wehrmacht sowie Ehrenstürme der SA., des NSKK., des Reichsarbeitsdienstes und der SS. Aufstellung.
Gegen 12 Uhr wird der Führer aus dem Knnd- gebungsgelände eintreffen. Während er die Front der Ehrenformationen abschreitet, feuern die Batterien der Salutabteilung 21 Schuß Salut. Dann begibt sich der Führer, allen auf dem Bückeberg versammelten Volksgenossen sichtbar, mit seiner Begleitung aus dem Mittelweg zur oberen Tribüne.
Nach seiner Ankunft auf der Höhe des Berges wird Reichsminister Dr. Goebbels den Staatsakt mit einer kurzen Eröffnungsansprache einleiten. Anschließend übergibt eine saarländische BauernaLordnung dem Führer eine Erntekrone. Gleichzeitig singt der Gemischte Chor des Sängerkreises Hameln-Pyrmont die „Hymne an die deutsche Erde". Die Wiederholung des Liedes soll von allen Volksgenossen mitgesungen werden. Dann folgen etwa eine halbe Stunde lang Schauiib ringen der Wehrmacht unter Einsatz fast aller Truppengattungen.
Danach begibt sich der Führer wieder über den Mittelweg an den Fuß des Bückeberges. Nach einer kurzen Rede des Reichsobmannes des Reichsnährstandes Pg. Meinberg wird sich der Führer von der untere» Rednertribüne in einer Ansprache an die versammelten Volksgenosse» wenden. Die Kundgebung wird gegen 14 Uhr beendet sein. Sie wird von allen Reichssendern übertragen.
Am Abend des 4. Oktober wird der diesjährige Erntedanktag mit einer Feier in Goslar ab
geschlossen werden. Gegen 17 Uhr werden die Ehrenabordnungen der deutschen Bauern, die von dem Staatsakt auf dem Bückeberg kommen, in Goslar eingetroffen fein. Sie begeben sich zu Fuß durch die Straßen der altehrwürdig-en Stadt zur Kaiserpfalz, wo sie gegen 19 Uhr vom Führer empfangen werden. Um 20 Uhr wird der Führer von der Terrasse der Kaiserpfalz den Zapfen st reich der Wehrmacht, ausgeführt von fünf Trompeterkorps, entgegennehmen. Die Feier wird durch ein großes Feuerwerk beendet. Am Abend wird in der Stadthalle in Goslar ein fröhliches Erntefest, veranstaltet von der NS.-Eemeinschaft „Kraft durch Freude" in Zusammenarbeit mit der Reichspropa- gandaleitung der NSDAP., den Erntedanktag 1936 abschließen.
Kriegs- und flrbeitsopfer auf dem vückeberg
Kirchohsen, 30. September.
Die Organisationsleitung des Erntedanktages 1S3K teilt mit, daß für die Kriegs- und Arbeitsopfer der Gaue SLdhannover-Braunschweig und Westfalen-Nord 7ÜK Sitzplätze auf dem Vückeberg vorgesehen sind. An die Kriegs- und Arbeitsopfer dieser Gaue find entsprechende Ausweise ausgegeben worden. Auf Grund der räumlichen Beschränkung ist es unmöglich, weitere Sitzplätze für diese» Zweck zur Verfügung zu stellen. Die Organisationsleitung bittet deshalb alle Kriegs- und Arbeitsopfer, sowie alle sonst Körperbehinderten nur dann zum Bückeberg zu kommen, wenn sie unbedingt marschfiihig sind.
MG-
In äiesen Lsrlallvnäeu läncklivkon „«smeinrvesen" muü cksr svvjetrussiseks Lauer sein Loben tristen. (Weitblick (in. Qensbw. Nibelungen-Vsrl.)
Unser Standpunkt
(Orabtberiokt unserer Berliner Lodrlktlsltung)
k. Berlin, 1. Oktober.
Reichsbankprästdent Dr. Schacht hat gestern in seiner angekündigten Rede vor dem Zentralausschutz der Deutschen Reichsbank noch einmal die deutsche Stellungnahme zu den bekannten Ereignissen auf dem Gebiete der internationalen Währungspolitik umrissen. Es sei vorweggenommen: eine Aenderung der grundsätzlichen deutschen Einstellung, so wie sie in den Erklärungen Dr. Schachts selbst am Tage nach Bekanntwerden der Beschlüsse der französischen Regierung sowie auch in den Erklärungen Staatssekretärs Reinhardts eindeutig zum Ausdruck kam, konnte nicht erwartet werden. Alle dahingehenden Kombinationen der Auslandspresse mußten daher zwangsläufig enttäuscht werden: Die Mark steht fest, und Mark wird auch in Zukunft gleich Mark sein. Die nationalsozialistische Regierung will, datz der deutsche Sparer und Arbeiter sich darauf verlassen kann, daß seine Kaufkraft und seine Arbeitsleistung in ihrem vollen Werte erhalten bleiben.
Die internationale „Ungleichung" der Währungen bedeutet für eine Regierung, die soziale Forderungen auf ihr Programm geschrieben haben will, in allererster Linie die Notwendigkeit einer Ungleichung der Löhne, der Staatsgehälter und der Sozialleistungen. Damit würde aber derKreisderKrise schon geschlossen: steigen die Löhne, so steigen auch automatisch die Preise der Exportindustrie, die den relativ größten Nutzen der Abwertung haben sollte, und damit kann die nächste Abwertung fällig sein — wenn man schon der Ansicht ist, daß Wäh- rungsoperationen ein wirklich einschneidendes Hilfsmittel im internationalen Konkurrenzkampf sind.
Deutschland kann es sich ersparen, wie Dr. Schacht gestern ebenfalls unmißverständlich erklärte, über die Möglichkeit und die Wahrscheinlichkeit oder etwa auch die tödliche Sicherheit einer derartigen Entwicklung düstere Prognosen für Frankreich aus-
Der Bauer kämpft für die Steigerung der Erzeugung. Ausgabe des ganzen deutschen Volkes ist es. als Ergänzung der Erzeugungsschlacht gegen den Verderb von Nahrungsgütern zu kämpfen.
Ereignissen interessiert, ist in erster Linie ihre internationale Seite, die gerade in Paris stärkste Hervorhebung gefunden hat. Zunächst dürfte es heute feststehen, datz eine wichtige Behauptung durch die Tatsachen selbst schon bestätigt ist:
Zumindest vorläufig hat die große Währungsentente und Währungsstabilisierung einen neuen Wähvungswirrwarr hervorgerufen. Entscheidend ist auch hier, daß von einer eigentlichen Währungs„stabili- sierung" um so weniger die Rede sein kann. als eine wirkliche Stabilisierung weder auf französischer Seite noch auf feiten der Länder, die der französischen Aktion mehr oder weniger gezwungenermaßen gefolgt sind, festzustellen ist. Das dreiseitige Währungsabkommen selbst sieht denn auch, wie Reichsbankpräsident Dr. Schacht mit Recht nachdrücklich hervorhob, nicht einmal innerhalb der drei an ihm beteiligten Währungen eine Stabilität vor.
Hinzu kommt, daß die Währungsverhält- nisse im allgemeinen durch die Frankenabwertung in einen solchen Zustand der Unsicherheit abgeglitten sind, daß heute noch nicht feststeht, in welchem Umfange die hauptsächlich in Mitleidenschaft gezogenen Länder dem französischen Beispiel folgen oder nach einem gewissen Zeitraum zu folgen gezwungen werden. Vergegenwärtigt man sich diese Sachlage, so darf es sicher als ein Beweis des guten deutschen Willens gelten, daß Reichsbankprästdent Dr. Schacht auch gegenüber den jetzigen Ereignissen die mehrfache deutsche Erklärung wiederholte, das nationalsozialistische Deutschland sei auch in Zukunft überall da mitzuarbeiten bereit, wo in Wahrheit Hand an den Ausbau der zerrütteten Weltwirtschaft gelegt wird.