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Vlachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Dremen
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Nr. 254 / 6. Jahrgang
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Strahlen über dem Neichspartettag
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1. 8. o. Nürnberg, 12. September. Der vierte Tag des Reichsparteitages stand im Zeichen strahlender Sonne. Nachdem sie sich am Vortage beim Appell des Reichsarbeitsdienstes durch das regnerische Gewölk
Unssr lagssspisgel
Der Parteikonaretz nahm mit wichtigen Referaten seinen Fortgang.
Im Mittelpunkt der Weihestunde der Auslandsorganisation stand eine Rede Rudolf S-tz'.
Dr. Goebbels sprach auf der Sondertagung des NS.-Studentenbundes.
Der Führer und Frau Scholtz-Klink sprachen in Nürnberg zu den deutschen Frauen.
Mit einem Appell der Politischen Leiter vor dem Führer schlössen die gestrigen Nürnberger Veranstaltungen.
Reichsarbeitssührcr Hier! wurde zum Reichs- leiter ernannt.
Die spanischen VolschewisteN setzen ihr unmenschliches Zerstörungswerk fort.
Der Lufthansa ist ein zweiter Nordatlantik- - Postflug gelungen.
Die Herbstmanöver der 22. Division nahmen gestern ihren Ansang.
In Bremen fand gestern ein Vrotwettbewerb statt.
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durchgekämpft hatte, stand sie nun lachend den ganzen Tag über am Himmel und beschien die marschierenden Kolonnen der Politischen Leiter, die gestern noch aus vielen Gauen zu dem für den Abend festgesetzten Appell vor dem Führer eingetroffen sind. Unter den Klängen heimatverwurzelter Märsche marschierten sie überall, und wo sie durchkamen, wurden sie herzlich begrüßt aus ihrem Marsch durch die Straßen der Stadt.
Inzwischen nahm der Kongreß mit seinen Tagungen und den daneben laufenden Sonder- tagungen seinen Fortgang, u. a. auch die,vom Reichspresseches in den Großen Saal des alten Nürnberger Rathauses einberufene Sondertagung der Presseamtsleiter und Pressereferenten, welche sich bis in die Nachmittagsstunden ausdehnte. Gleichzeitig fand eine Tagung der Verlagsleiter statt.
Wie täglich, umsäumten auch gestern wieder in unabsehbarer Menge die Menschen die Straßen, durch welche der Führer zur Kongreßhalle fuhr, und harrten viele Stunden, bis er wieder zurückkam, um ihn wieder und wieder sehen und ihm immer wieder in hellen, freudigen, weithin durch die Stadt vernehmbaren Heilrufen ihre Ergebenheit, ihre Liebe und ihre Treue bezeugen zu können.
In dem mit schwerem Eoldbrokatstoff und rotem Tuch ausgeschlagenen Herkules-Saal des alten Rathauses tagte inzwischen unter dem Hakenkreuzbanner in Gegenwart des Stellvertreters des Führers, des Reichsaußenministers, des Reichs- finanzministers und des Botschafters von Ribben- trop sowie zahlreicher geladener Ehrengäste unter Eauleiter Bohle die Auslandsorgani- sation der NSDAP., um in hehrer Weihestunde im Namen der im Auslande weilenden deutschen Volksgenossen als Träger des nationalsozialistischen Gedankens und Verteidiger der Ehre des Deutschtums im Auslande zu Führer und Heimat ihr Treuegelöbnis abzulegen. Nachmittags hatte die Frauenschafft ihre Tagung in der Kongreßhalle, wo neben der Reichsfrauen- führerin der Führer in lebendiger Sprache zu den Herzen der Frauen sprach, bei denen seine Rede tiefste Wirkungen hinterließ.
Den Höhepunkt der großen Geschehnisse am Freitag bildete aber der Appell der Politischen Leiter vor dem Führer aus der Zeppelinwiese. Dies war das strahlendste Erlebnis dieses Tages. Wir wissen noch aus den Vorjahre», daß der Augenblick, wo der Führer vor seine? zu hunderttausend Mann angetretenen Politishcn Leitern spricht, einer der erhabensten, wenn nicht der erhabenste jedes Parteitages ist. Unvergeßlich blieb uns auch das Bild, das sich dem Auge bietet, wenn das von den hunderttausend Uniformen der Politischen Leiter braun schimmernde Feld des Aufmarschgeländes, umsäumt von einem Wald flatternder Fahnen, unser Auge entzückt. Unübertrefflich schien uns der Eindruck, wenn von den hohen Treppen der Umwallung des Aufmarschgeländes die Fahnen der Bewegung herab sich
langsam wie ein blutrot flutendes Meer in den Ausmarschrauur ergossen. Was wir indes gestern erlebten, übertraf alles noch, was eine lebhafte Phantasie an Großartigem und Schönem bei diesem Ausmarsch der Politischen Leiter hätte hinzudenken können.
Es fand dieser Aufmarsch diesmal in den Abendstunden — um 20 Uhr — also bei Dunkelheit, statt. Von Scheinwerfern golden bestrahlt, gaben die Uniformen einen wundervollen Schimmer von sich, ein Eindruck, der indes noch iiber- troffen wurde von dem plötzlichen blau aufleuchtenden Schimmer von Hunderten aus riesigen Scheinwerfern emporgesandten Märchenstrahlen, die, hoch über der Mitte des Platzes zusammenfließend, das ganze Aufmarschgelände mit einem ätherischen Schimmer übergössen, gleichsam ein Zelt spannend, oder, wenn man will, dieses Gelände mit einer hochgestreckten, herrlichen, stolzen
Kuppel umfassend und überdeckend, so daß es schien, als ob überirdische Kräfte über dem Ganzen walteten.
Und nun als der Führer, gefolgt von seinen Gauleitern, durch die mittlere Aufmarschreihe geschritten war und aus der großen Tribüne Platz genommen hatte, da ergoß sich, bestrahlt von der
(Die Ansprache des Führers an die Politischen Leiter veröffentlichen wir im Innern des Blattes).
Lichterflut all der nun auf einmal spielenden Scheinwerfer, ein Meer von mindestens 50Ü0V Fahnen durch die Reihen der im Block aufgestellten Männer, langsam, lautlos, still, feierlich, in blutrotem, goldllbergossenem Gefunkel durch die Gassen der Blocks, eine so märchenhafte Pracht über das Feld ausziehend, daß jedem Zuschauer
unwillkürlich der Atem stillstand und das Herz schönheitstrunken pochte.
Es folgte nun der Treusakt mit dem Schwur- lied, gesungen vom Führernachwuchs der Ordensburg Vogelsang, dann die ergreifende Totenehrung, wo die tief. gesenkten. Fahnen plötzlich in blutroten Schimmer getaucht waren, alles tief ergreifend. All das Herrliche, das Wunderbare wurde noch übertroffen durch den bei der Ansprache des Führers entstehenden Eindruck, als er zu seinen Getreuen sagte: „Ich fühle euch und ihr fühlt mich." Es war das der erhabenste Augenblick bei dieser erhabenen Feier, und niemand, der ihn miterleben durfte, wird imstande sein, ihn jemals wieder zu vergessen.
Man kann ja nicht voraussagen, aber es scheint fast, als ob mit diesem wundervollen Abend des gestrigen Tages der Höhepunkt des Reichsparteitages 1936 erreicht wurde.
weltzestunSe der siuslandsorganisation
feierliches Ireue-lZelöbnis der deutschen jenseits der Srenzen gegenüber fuchrer und Volk
Nürnberg, 11. September
Würdig und feierlich war der Herkules-Saal geschmückt, in dem am Freitagvormittag - die Wer he stunde der Auslandsorganisation der NSDAP. stattfand.
Mächtig leuchtete von der Stirnwand des Saales unter einem goldenen Hoheitszeichen das Hakenkreuz' herab, das heute Sinnbild der Gemeinschaft aller deutschen Men- s ch en ist, wo immer sie leben. Nach den Klängen des Präsentiermarsches betrat der Stellvertreter des Führers den Saal, von den auslandsdeutschen Volksgenossen stürmisch begrüßt. Nach dem Fahneneinmarsch und nach der Eröffnung der Weihsstunde durch den Hauptamtsleiter der Auslandsorganisation Ruberg, der ein begeistert aufgenommenes Sieg-Heil auf den Stellvertreter des Führers ausbrachte, sprach
Sauleiter Voßle
In seiner Rede gedachte Eauleiter Bohle der schweren Opfer an Gut und Blut. die das nationalsozialistische Auslandsdeutschtum in dem Jahre seit dem Reichsparteitag der Freiheit für das Reich gebracht hat und betonte, daß die vielen Opfer uns alle verpflichten, uns Rechenschaft über die Notwendi gkeit dieses Kampfes abzulegen, den deutsche Nationalsozialisten seit vielen Jahren draußen um des Reiches willen führen. Diese Verpflichtung habe in einem ganz besonderen Maße die Auslandsorganisation der nationalsozialistischen Bewegung als diejenige Stelle
im Reich, die die deutschen Staatsbürger jenseits der Grenzen erfaßt und in jahrelanger mühseliger Arbeit in die große Volksgemeinschaft Adolf Hitlers einzuführen vermocht hat. Wo Opfer an Leben im Kampf um die Durchsetzung einer Idee gebracht werden, entstehe zwangsläufig die Frage, ob dieser Kampf notwendig ist und ob die eingeschlagenen Wege richtig sind/ Als verantwortlicher Eauleiter der auslandsdeutschen National-^ sozialisten wolle er sich bemühen, den Sinn des Kampfes für das Dritt»>Reich und Adolf Hitler zu erläutern und damit die Frage nach der absoluten Notwendigkeit der Arbeit der Auslandsorganisation zu beantworten. Eauleiter Bohle führte dazu u. a. aus:
„Wir auslandsdeutschen Nationalsozialisten gehen bei unserer Arbeit von der elementaren Erkenntnis aus, daß es keine „Frage" des Auslandsdeutschtums gibt, sondern daß unser Deutschtum draußen sich aus einzelnen deutschen Menschen zusammensetzt, die nur als Deutsche bestehen können, wenn sie unter sich eine
llnrerstörbare Demeinschaft
bilden und wenn diese Gemeinschaft fest eingefügt ist in die Gemeinschaft, die Adolf Hitler den Volksgenossen im Reich gab. Wir glauben an die ewigen Werteder Rasse und des Blutes und wir fühlen uns als die berufenen Hüter dieser Werte im Auslandsdeutschtum. Ein Staat, der wie das nationalsozialistische Reich aufgebaut ist aus den ehrernen Gesetzen von Blut und Rasse, kann nicht anders, als sich seines eigenen Blutes immer und überall annehmen und sei es im fernsten Winkel der Erde.
Die Auslandsorganisation ist darum das Sammelbecken für jeden einzelnen Volksgenossen des Reiches, der — sonst nur auf sich selbst gestellt — dem Reich verlorenginge. Die Auslands- orgänisatiön will den deutschen Menschen — sei er wo auch immer in der Welt —^ei er arm oder reich, jung oder alt — diesem Reich erhalten in der Erkenntnis, daß keine Sünde größer ist als die, freiwillig deutsches Blut aufzugeben.
Eauleiter Bohle wies auf die Lage des Deutschtums draußen vor der Machtergreifung hin, das die gleiche Zerrissenheit gezeigt habe wie die Deutschen im Reiche selbst, das wegen des Niederganges der alten Heimat auch im Ausland gering geachtet wurde, und unterstrich, daß erst wenige Jahre vor der Machtergreifung durch die Gründung von Ortsgruppen der damals im Ausland noch unbekannten oder totgeschwiegenen NSDAP. ein ungeheurer Wandel einsetzte. Ueberall draußen fanden sich einige beherzte Männer und Frauen, die an Adolf Hitler trotz aller Verleumdungen glaubten und den Kampf um die Gesinnung ihrer deutschen Mitmenschen für die Weltanschauung der neuen Bewegung begannen. Der Nationalsozialismus trat draußen auf den Plan — ebenso unbeliebt, ebenso verspottet und ebenso wenig ernst genommen wie Jahre vorher in Deutschland. Aber auch draußen wurden aus den wenigen immer mehr. Und als der Eeneralfeld- marschall des Weltkrieges dem Führer Adolf
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Ui« IVeibostiiniIe äer -Vu^IanckAorgsiiisatio» (IVöltbiicl)
Lie kaknen senken sied rvskrenä äer keierlicden Totenekrun^ im Uei-Knlesssal in Nürnberg, ln Svr Ritte: kvivlisininister kuäolk Hell.
Hitler die Macht im Reich übertrug, standen draußen 3000 Parteigenossen bereit, dem Führer seine Deutschen im Ausland erobern zu helfen.
Das fluslandsdeutschtum stellt rum süffrer
Heute, knapp vier Jahre nach der Machtübernahme, können wir mit Stolz und Freude feststellen, daß unsere Parteigenossen draußen das Auslandsdeutschtum erobert haben, erobert für den nationalsozialistischen Gedanken — erobert ohne irgendeinen äußeren Zwang — erobert durch die Kraft der Ueberzeugung — erobert durch die Taten des Führers im Reich! Der Führer mutzte kommen, um uns allen die Tatsache einzuhämmern, daß der deutsche Mensch nicht wählen kann und nicht wählen darf, ob er deutsch fein will oder nicht, sondern daß er als Deutscher auf diese Welt von Gott gesetzt worden ist, und datz Gott ihm dabei Pflichten als Deutscher auferlegte, deren er sich nicht entledigen kann ohne Verrat an der Vorsehung zu üben. Deshalb glaube» wir und wissen wir, datz der Deutsche überall Deutscher ist — mag er leben im Reich oder in Japan, in Frankreich oder in China oder sonst wo auf dieser Welt. Nicht Klima oder Umgebung, sondern Blut und Nasse bestimme» die Gedankenwelt des Deutschen.
Es ist das Wunderbare an unserem neuen Reich, daß dieses Reich keinen seiner Bürger aus seinen heiligen Pflichten gegenüber seinem Volk freiwillig entläßt. Damit hat ös' jeder Reichsdeutsche selbst in der Hand, deutsch zu denken, deutsch zu handeln und deutsch zu bleiben; wo auch immer er sein mag — er wird wissen, daß Deutschland bei ihm ist und daß dieses neue Deutschland entschlossen ist. jeden einzelnen seiner Bürger außerhalb der Grenzen zu schützen, Als bolschewistischer Terror in Spanien zu rasen begann und Leben und Eigentum deutscher Bürger bedrohte, erschienen deutsche Kriegsschiffe in den spanischen Gewässern. Der Führer sorgte für seine auslandsdeutschen Volksgenossen.
vedingungslose Ireue;ur Nation
muß auch den letzten Bürger unseres neuen Staates draußen in der Welt zur Selbstverständlichkeit werden. Diese Treue ist nichts anderes als die Treue zu seinem eigenen Leben und damit Treue zum Allmächtigen. Diese Auffassung als die eindringliche Stimme des Blutes auch dem letzte« Volksgenosse» des Reiches jenseits der Grenzen verständlich zu machen, ist der tiefe Sinn unserer Arbeit in der Auslandsorganisation. Unsere Aufgabe ist deshalb eine rein deutsche. Niemals kann die Auslandsorganisation diesen Weg verlassen, niemals wird sie sich um Mensche» oder Angelegenheiten kümmern, die nicht des Reiches sind.
Wenn darum gewisse Kreise im Ausland glauben, unsere Arbeit draußen vor der Welt beargwöhnen und entstellen zu muffen, so wissen wir, daß sich darin nur die Wut und die Enttäuschung derer offenbart, die in ihren Träumen hoffen, die Deutschen draußen vom Nationalsozialismus fernhalten zu können. Sie haben die Kraft und den Willen des nationalsozialistischen Reiches, alle seine Volksgenossen zu umfassen, ebenso verkannt wie den gesunden Drang des Deutschtums im Ausland, zum Reich zurückfinden zu wollen, um für alle Zeiten Lei diesem neuen Reich zu bleiben.
Die Welt wird sich daran gewöhnen müssen, daß Deutschland wieder seinen Platz unter den großen Nationen und Völkern dieser Erde eingenommen hat. Wer heute einen reichsdeutschen Volksgenossen beleidigt oder angreift, mutz wissen daß er damit das Reich beleidigt. Das ist das stolzeste und schönste Gefühl, das der Nationalsozialismus den Bürgern des Reiches im Aus- land zu geben hat. Wenn die Auslandsorgani- satwn m zäher Arbeit darangeht, unsere Reichs- burger im Ausland in immer größerem Maße mit der Weltanschauung des neuen Deutschlands vertraut zu machen, so ist sie damit nur
Vollstreckerin des willens fldolf Killers
denn — wer sich -um Reich bekennt und den Schutz dieses neuen Reiches genießt, mutz ein Ee- folgsmann unseres Führers sein. Wenn dre Auslandsorganisation diese Aufklärung unter den Reichsdeutschen im Ausland durchführt, so erfüllt ste damit eines der primitivsten Rechte die i^er souveräne Staat besitzt. Das hat das neue Reich nicht nötig, datz es seine Volksgenossen im Ausland untätig fremden und underitschen Ideen,verfallen läßt, um sie sodann diesem Reich »elbst fremd werden zu lassen. Der Deutsche wird immer im Ausland der beste Gast des fremden «taates fein - der selbst mit dem Land seiner 5.5 v e r w u r z e l t ist und in national- ozialistifcher Disziplin fremde Gesetze und An- »chauungen so achtet, wie wir von allen Staaten der Welt verlangen, daß sie bei unseren Bürgern die nationalsozialistische Ueberzeugung respektieren^ Und dieses eine hat der Führer gerade uns Auslandsdeutschen im reichen Maße gegeben - die Gewißheit, daß sein neues Reick, überall Respekt fordern kann.
Voll Stolz auf den Führer und auf ihr Deutschtum werden unsere Volksgenossen im Ausland