Ausgabe 
(11.9.1936) Nr. 253
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parteiamtliche ^geszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen

der Nationalsozialisten Dremens

Amtsblatt des Senats der Freien fjanseftadt Vremen

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Nr. 255 / 6. Jahrgang

sreitag, U. September 1S5S

kinzelpreis 15 Npf.

Nr. Goebbels entlarvt den volscliewismus

Sie jüdischen Vratzt;ietzer müssen vernichtet werden, wenn kuropa wieder gesunden soll"

rag desslrbeitsdienstes

(Ligsvsr Orabtbsrlebt cksr. 8 . 2 .")

1. 8. o. Nürnberg, 11. Sept.

Es konnte nicht anders sein: die Sonne mutzte ja endlich kommen an diesen diesmal witterungsmiitzig ungünstig gelegenen Ta­gen des Reichsparteitages. Sie mutzte kom­men, und wenn es nur war, während die unübersehbaren Kolonnen des Reichs-

.............

Unser lagesspiegel

43 000 Arbeitsmänner marschierten in Nürn­berg vor dem Führer auf.

Die Reichsleiter Dr. Goebbels und Rosen- berg rissen in grohangelegten Kongretzreden dem Bolschewismus die Maske vom Gesicht.

Den Abschluß der gestrigen Nürnberger Ver­anstaltungen bildete der traditionelle Fackel- zug der Politischen Leiter vor dem Führer.

Der Reichsparteitag findet in der Weltpresse stärkste Beachtung.

Die Zahl der Arbeitslosen im Reich ist wieder um 72 000 gesunken.

Die englische Regierung regt eine Westmächte- konferenz für Oktober an.

Aus der Weltkraftkonferenz in Washington trat der deutsche Entwicklungsoorsprung klar in Erscheinung.

SchulschiffDeutschland« lief gestern in Bre­men ei».

Der Reichssportführer erlägt eine Verord­nung über die Einziehung des Sportgroschens.

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arbeitsdienstes aus der Zeppelinwiese vor dem Führer zwei Stunden lang vorbeimar­schierten. Und sie kam wirklich, durchbrach die trüben Wolkenschleier und bestrahlte das herrliche Bild, das sich den Blicken bot, als der Reichsarbeitsführer dem Führer Mel­dung von dem angetretenen Reichsarbeits­dienst machen konnte. 48 000 Mann stark waren die jungen, fvnnengebräunten Sol­daten der Arbeit mit den schimmernden Spaten auf den Schultern unter ihren prachtvollen Fahnen in schmucken Uniformen angetreten, um dem Führer vor den mehr als IM M0 Zuschauern in feierlicher Weihe­stunde das innige Gelöbnis Zum Dienst an der deutschen Erde abzulegen.

Tief ergreifend war es, als unter klagenden Fanfarenklängen und dumpfem Trommelwirbel bei tief zur Erde gesenkten Fahnen am Arbeits­mal junge Arbeitskameraden zur Toten­ehrung Kränze für die Helden des Krieges, für die Toten der Bewegung, für die Opfer der Arbeit und die Kameraden, die in Lagern star­ben, niederlegten. Tief ergriffen vernahm man den Gesang der Mannschaft:

Hängt die Kränze mit den bunten Bändern in das Morgenrot,

niemals sind der Kameraden Namen aus­gelöscht und tot.

Auch für uns kommt die Zeit, jeden Tag find wir bereit, unsere stolzen Fahnen aber ragen in die Ewigkeit.«

Nein, diese Arbeitsmänner, die mit dem Spa­ten Neuland aus dem Meere gewinnen, die Oed- land in fruchtbares Feld verwandeln, Moore kultivieren, Flüsse regulieren und so zu ihrem Teil gewaltig dazu beitragen, dem deutschen Volke die Brotfreiheit zu erringen, sind nicht wie es Juden und bolschewistische Presse im Aus- lande wahrhaben möchten gedrückte, mißmutige Zwangsarbeiter, sondern, wie der Reichsarbeits­führer in seiner Ansprache an den Führer stolz feststellen durfte, frische, frohe, selbst­bewußte Männer, die echten Söhne eines glücklichen, selbstbewußten Volkes, die froh und freudig dem Rufe der Pflicht folgen, wie ihr frohes Singen bei dem stundenlangen Rückmarsch durch Nürnbergs Straßen nach dem immerhin äußerst anstrengenden Appell bewies.

Und wenn der Führer in seiner Ansprache an diese Arbeitsmänner die sie mit dem höchsten Stolz erfüllenden Worte sprach:Wenn ich euch sehe.

wird mir schwer, zu sprechen . . . Was uns das .Herz in diesem Augenblick so übervoll werden läßt, ist, daß hier die Fanfaren verkündigen, daß ein neues Volk geboren wird", so hat der Füh­rer Ausdruck den Empfindungen nicht allein der Hunderttausend gegeben, die zu dieser Stunde zu­gegen waren, sondern des ganzen Millionenoolkes der Deutschen, das stolz auf seine Arbeits­männer ist.

Die schönen Stunden des 8. Reichsparteitages fanden, während noch die Kolonnen wieder zu ihrem Lager zurückmarschierten, ihre erhebende Fortsetzung in der Wetterführung des Partei­kongresses um 6 Uhr abends, wo in Gegenwart des Führers durch die Reden Alfred Rosenbergs und Dr. Goebbels' der Bolschewismus Sowjet- rußlands eine Abrechnung erfuhr, die von der Welt nicht überhört werden kann.

tritt nach der Feierstunde vor den Führer und berichtet:Mein Führer! Als wir im vorigen Jahr auf diesem Platze zum Reichsappell vor Ihnen aufmarschierten, war das Gesetz zur Ein­führung der allgemeinen Arbeitsdienstpflicht noch nicht zur Auswirkung gelangt.

Heute sind zum ersten Male die Abordnungen aus allen deutschen Gauen angetreten, die das Ge­setz zum Dienst mit dem Spaten gerufen hat. Mein Führer! Sie haben das Bekenntnis und Gelöb­nis dieser Männer vernommen. Sie haben beim Vorbeimarsch in ihren Augen gelesen. Sie wissen, mein Führer, Ihre Arbeitsmänner sind keine ge­drückten. mißmutigen Zwangsarbeiter, sondern frische, frohe, selbstbewußte Soldaten der Arbeit, die stolz und freudig dem Rufe der Pflicht gefolgt sind, um ihrem Volke Dienst zu leisten mit ihrer Arbeit am deutschen Boden und ihrer Arbeit an sich selbst. Und wenn diese Männer nach wenigen Wochen wieder Abschied nehmen werden von ihren Arbeitslagern, die ihnen ein halbes Jahr Heimat waren, dann werden sie aus ihrer Dienstzeit für ihr ganzes Leben mitnekmen die bohe Auffassung von der Arbeit als sittlicher Pflicht und die Er­kenntnis der Ehre und Würde einer so geleisteten Arbeit.

Diese Männer haben in der engen Lagergemein­schaft den Bruder aus dem Volke, der ihrem Lebenskreis bis dahin fernstand, als Arbeits- kameraden kennen und achten gelernt. Sie haben den wahren Sozialismus erlebt: Die durch Pflicht, Zucht und Kameradschaft zusammen­geschweißte Gemeinschaft. Sie werden bei ihrem Scheiden die im Arbeitsdienst eingelebte Einsatz­bereitschaft zum Dienst am Volk mitnehmen.

Ueber ihrem künftigen Leben wird das Ge­löbnis stehen, daß ihre Kameraden hier auf

Den Abend beschloß ein wundervoller Fackelzug der Politischen Leiter vor dem Führer am Deut­schen Hof.

Ver Verlauf des WV.-flppells

Nürnberg, 10. September.

Kurz nach 10 Uhr dröhnen die Landsknechts­trommeln, schmettern die Fanfaren. Zu gleicher Zeit klingt von der Auffahrtsstraße her der Jubel auf das gewaltige Feld, der den Führer begleitet. Mit dem nun schon so oft erlebten Begeisterungs­sturm fährt der Führer bis zur Mitte der Straße, wo ihn der Reichsarbeitsführer Meldung erstattet. Dann begrüßt er die Arbeitsgausührer und die Amtschefs der Reichsleitung.

Ver Vorbeimarsch

Schon naht der erste Spielmanns- und Eau- musikzug zum Vorbeimarsch, den der Führer, in seinem Wagen stehend, erwartet. Neben dem

Wagen stehen der Stellvertreter des Führers und Reichsinnenminister Dr. F r i ck. Der Mustkzug schwenkt vor der Ehrentribüne ein.

Der Reichsarbeitsführer hat sich an die Spitze der erdbraunen Marschsäulen gesetzt, die in Zugkolonnen zu zwei Zügen prachtvoll ausgerichtet, mit geschultertem blitzendem Spaten strammen Schrittes an ihrem Führer vorbeimarschieren, ein Bild, das von den Zu­schauern mit brausendem Beifall aufgenom­men wird.

So zieht Gau um Gau, Gruppe um Gruppe und Abteilung um Abteilung in 18er-Reihen, an­geführt von den Eauarbeitsführern hinter den Fahnengruppen vorüber, um am Osttor die Zeppelinwiese zu verlassen und durch die eigent­liche Aufmarschstraße in gewaltigen Marschblocks wieder einzumarschieren.

Barm!

wird kuropa das Signal besolgenk

(vrabtbsrlobt unseres in Mrvbsrg vsilsväsü Aauxtsobrittlsiters)

« Nürnberg, 11. September.

Der rote Ost droht, aber der Führer wacht«, das war der Grundgedanke der bei­den hervorragenden Referate, die bei der Fortsetzung des Partei-Kongresses am Don­nerstagabend durch Reichsleiter Ro sen­de rg und Dr. Goebbels zum Bortrag kamen.

Der entscheidende Weltkampf" benannte Reichsleiter Rosenberg sein Referat,Der Bolschewismus in Theorie und Praxis« Dr. Goebbels das seine. Und beide ergänzten sich zusammen zu einem großen, einheit­lichen Ganzen, zu einer grimmigen, weit ausholenden und mit unwiderleglichen Tat­sachen belegten Abrechnung mit der vom Juden zur Erreichung der Weltherrschaft über die gesamte übrige Menschheit erdach­ten Irrlehre des Kommunismus, der in sei­ner ganzen brutalen Nacktheit, Häßlichkeit

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und bodenlosen Bestialität von den beiden Rednern aller Weit aufgezeigt wurde.

Nach diesen Referaten wird sich die Welt dereinst nicht entschuldigen können, daß sie etwa im Dunkeln über Absichten und Wesen des Bolschewismus tappte. Nach diesen Refe­raten werden die heute für das Schicksal der europäischen Völker verantwortlichen Statsmänner in Zukunft keine Ent­schuldigung mehr haben, wenn sie ihre Völker in den furchtbaren Abgrund des Bolschewismus gleiten lassen, in den Ab­grund, der mit ungeheurer Zähigkeit und unter Anwendung satanisch schlauer tak­tischer Methoden vom Weltjudentum der an­ständigen Menschheit bereitet wird.

Zeigte Alfred Rosenberg in unerbittlicher Aufzählung einer unendlich scheinenden Reihe von jüdischen Namen, wie sehr der Bolschewismus eine rein jüdische An­gelegenheit ist, wie Sowjetrußland zu , 98 Prozent von Juden beherrscht und bru- talisiert wird, so zählte Dr. Goebbels die Echand- und Greueltaten des Bolschewismus in endloser Reihe auf und bewies der Welt, wie zielbewußt die Planung des Weltjuden­tums zur Weltrevolution allenthalben vor sich geht und wie blind die Völker sind, wenn sie immer noch nicht sehen, in welch unmittelbarer Gefahr Europa sich befindet.

Es war ein Alarm Europas, ein Signal, die eindringlichste Warnung vor un­mittelbarer Gefahr, was hier vom 8. natio­nalsozialistischen Parteikongreß aus an die Welt erging, und man kann nur immer und immer wieder um der europäischen Mensch­heit willen, um der noch im Dunkeln tappen­den europäischen Völker willen wünschen, daß dieser Alarm nicht überhört, daß das laute und deutliche Signal von den Völkern Europas und ihren Staatslenkern nicht Über­gängen wird.

Unwillkürlich wird man bei dem Gedan­ken dieses grandiosen Aufrüttelungsversuchs, den soeben die Welt von Nürnberg aus erfuhr an das ungeheure Werk der Aufrüttelung des deutschen Volkes durch den National­sozialismus erinnert, und unwillkürlich stellt sich der heiße Wunsch ein. es möchte auch Europa. so wie das deutsche Volk ja auch endlich für die Heilslehre Adolf Hitlers sich zugänglich erwies, für die deutsche Warnung endlich zugänglich sein, zugänglich, bevor es AU >pat ist zugänglich, solange das Letzte und Allerfurchtbarste, die Bolschewisie rung Europas, noch vermieden werden kann.

Es erging die Warnung Deutschlands an die Welt vor dem Verbrechertum des Bol­schewismus gewiß nicht um Deutschlands , willen Deutschland ist heute Manns genug, sich vor dem Bolschewismus außen zu schützen, nachdem es ihn im Innern bis auf den , letzten Funken ausgetreten hat Deutschland warnt, wie Dr. Goebbels sagtet

Her WchsarbeitsMrer Konstantin stlerl

diesem Felde für sie alle abgelegt haben, das Gelöbnis:Unser ganzes Leben soll ein großer Arbeitsdienst für Deutschland sein!«

Und wenn Liefer Jahrgang ausgeschieden ist, dann werden neue Rekruten der Arbeit einrücken, derselbe Geist wird sie in den Lagerk umwehen, und sie werden in dieselben Auffassun­gen hineinwachsen. So wird Generation um Gene­ration von Avbeitsmännern und künftig auch von Avbeitsmaiden durch diese Schule der Nation gehen, so wie Ihr Wille, mein Führer, es befahl.

Es ist wohl kein Zufall, daß die Besucher aus dem Auslande gerade im Arbeitsdienst eines der wesentlichsten Merkmale des von Ihnen geschaffe­nen neuen Deutschlands der Arbeit, Zucht und Volksgemeinschaft erblicken. Und wenn alle, die auf diesem weiten Platz diese Stunde erleben,

längst nicht mehr auf Erden weilen, dann wird, das glauben wir, noch das große Gesetz fortbe­stehen, das Sie dem deutschen Volke geschenkt haben. Der Geist, aus dem dieses Gesetz entsprang, der Geist des Nationalsozialismus, Ihr Geist, mein Führer, wird durch dieses Gesetz weiter wir­ken von Geschlecht-zu Geschlecht. " - '

So ist der Reichsarbeitsdienst unlöslich ver­bunden mit Ihrer Person und der von Ihnen ge­schaffene» Bewegung, und diese Verbundenheit gehört zu seinem Wesen und bildet die Quelle seiner besten Kraft. Wo immer Arbeitsmiinncr oder Arbeitsmaiden singend zur Arbeit ziehen, und wo sie sich nach getaner Arbeit zur Feier­stunde versammeln, Ihr Name und Ihr Geist, mein Führer, ist es, der sie dabei leitet. So ist es, und so soll es bleiben für alle Zukunft!

Her Meer spricht seinen Mbeitsmünnern

Nach der Rehe des Reichsarbeitsfiihrers tritt der Führer an die Rednerkanzel und wendet sich an die jungen Ärbeitsmänner vor ihm und im ganzen Deutschen Reich mit folgender Ansprache: Meine Arbeitsmänner! Als wir in Deutsch­land das Gesetz des Nationalsozialismus ver­kündeten, war uns klar, daß man nicht auf dem Wege papierener Proklamationen oder Anord­nungen einen gegebenen Zustand würde beseitigen und einen neuen schaffen können. Wir wußten, daß ein wahrhafter Sozialismus nicht entstehen kann auf dem Wege einer Aenderung des staatlichen Firmenschildes, einer Namens­änderung der Staatsform oder Gesellschafts­

ordnung, sondern daß der Mensch es ist, der diesen Formen den inneren Gehalt gibt und damit ihr Wesen bestimmt. Wir wollten nicht eine Klasse überwinden, um eine andere an ihre Stelle zu setzen, sondern wir wollten als National­sozialisten unser Volk zu /einer neuen Ee- meinschaftsauffassung erziehen. Dieser Arbeit dienen alle die Maßnahmen, die wir seit­dem getroffen haben und die wer will das bestreiten? nicht das äußere Antlitz, sondern das innere Wesen unseres Volkes jzu ändern im Begriff sind.

(Fortsetzung auf Seite 2)

L.- - L

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