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parteiamtliche Tageszeitung
TlachrichtenblaN der veutschen flrbeitsstont Bremen
der Nationa
flmtsblatt des Senats
Vremens
nen Hansestadt Vremen
Erscheint 7mal wöchentlich. Monotsbezng: RM. 2,Z0 cinschl. 30 Pf. Zustcllungsgeb.: durch die Post RM. 2,30 einschl. llberweisungSgeb., ausschl. Postbestellgeld. Bezugspreis ist im vornus zu entrichten. Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Änspruch auf Erstattung od. Ersatz. NS.-Gauvcrlag Wescr-Ems G. m. b. H., Bremen. Gecrcn 6/8 / Fernsprecher: 841 21 und 81118.
Nr. 252 / 6. lalirgang
Das amtliche Derkündungsblatt des Neichsstatchalters m Oldenburg und Vremen
Anzeigen-Grundpreise: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 Ps., die 70 -rnm-Zcile im Textteil 7o Ps. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige dedinginigen Preisliste 8 (Nachlatzstassel L). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschlutz 18 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schristliitung Dienstag und Freitag 12X-13N Uhr.
donnerstag, W. September 1SZ6
kinzelpreis 15 Npf.
Ner neue Vlerjaliresplan des fülirers
Proklamation Wolf kjitlers vor dem patteikongreß
„Parteitag der kkre"
(LiZsnsr Orntitdsriclit äsr „ 82 .")
(t. s. v. Nürnberg, 10. September.
Voll stärkster Eindrücke, als tiesinneres Erleben setzte sich, groß, wie er am Vortage begann, der zweite Tag des Reichsparteitages 198« fort.
Der Auftakt zum ersten Kongretztag war der HI. vorbehalten. 1609 Hüter-Jungen sind
Unser lagvsspiegvl
Der Führer verkündete im Parteikongreg seinen »enen Vierjahresplan.
Am gestrigen Vormittag nahm der Führer den Vorbeimarsch der HJ.-Bannfahnen ab. Rudolf Hetz eröffnete in Nürnberg die Ausstellung „Das politische Deutschland."
Im Rahmen der Kulturtagung im Nürnberger Opernhaus hielt der Führer eine große Rede.
Der oom Führer gestiftete ^Preis der NS- DAP. für Kunst und Wissenschaft" wurde dem Dichter Heinrich AnaSer und Pros. Lenard zuerkannt.
Die politische« Leiter Vremens traten gestern die Fahrt nach Nürnberg an. Reichsorganisationsleiter Dr. Sey äußerte sich über die nationalsozialistischen Musterbetriebe. In London trat der Nichteinmischungsausschuß im Spanien-Konflikt zusammen.
Bei einem Abendspiel in der Bremer Kampfbahn trennten sich Werder und die Bremer Sportfreunde unentschieden 1:1.
Aus der Dauerprüfungsfahrt zum Plattensee erzielten Deutschlands Fahrer eine» weiteren großen Erfolg.
Im Radländerkamps gegen Polen führt Deutschland auch weiterhin.
aus den 25 Gebieten mit S70 Bannfahnen im „Adols-Hitler-Marsch" durch ganz Deutschland gezogen. An diesem Morgen nun war der Marsch von insgesamt 12 99» Kilometer beendet, und mit leuchtenden Augen durften die Hitler-Jungen mit ihren Fahnen vor dem „Deutschen Hos" an dem Führer vorbeimarschieren.
Schon zu früher Morgenstunde hatten sich vor dem .Deutschen Hof" die ersten Schaulustigen angesammelt, die diesen feierlichen Augenblick miterleben wollten. Vor dem Eingang des Gästehauses waren mit dem Stellvertreter des Reichsjugendführers, Stabsführer Hartmann Lauter- Lacher, die Amtsleiter der Reichsjugendführung, die Eebietsführer und Gebietsjungvolkführer angetreten. Punkt N10 Uhr hörte man vom Plärrer her den ersten Trommelschlag.
Im gleichen Augenblick erschienen auch der Führer mit dem Reichsjugendsührer Baldur von Schirach aus dem Balkon des Gästehauses des „Deutschen Hoses".
Vorbeimarsch der 61. am sichrer
Minutenlang jubelte die Menge dem Führer zu; dann kamen der Mustkzug und der Spielmannszug des Gebietes Franken heran, die in schneidigem Schritt vor dem „Deutschen Hof" einschwenkten. Nun marschierten obergebietsweise die Hitlerjungen mit ihren Fahnen am Führer vorbei. Man merkte ihnen die Strapazen des viele hundert Kilometer weiten Marsches nicht an. um so mehr aber die Freude darüber, daß sie nun am Schluß ihres Marsches am Führer vorbeimarschieren dürfen, nachdem sie auf ihrem Zug durch alle deutschen Gaue in den letzten Wochen so viel Schönes und Großes erlebt und gesehen haben. Die schöne symbolische Handlung des Marsches der Jugend aller deutschen Gaue mit ihren Fahnen zum Führer, die von nun an immer ein Bestandteil der Reichsparteitage werden soll, hatte damit ihr Ende gefunden. Vor dem Hotel begrüßte auch Reichserziehungsminister Ruft die Jugend des Deutschen Reiches.
Nach dem feierlichen Vorbeimarsch der HJ.-Fahnen vor dem Führer begann um 11 Uhr die feierliche Eröffnung des grandiosen Kongresses der Nationalsozialistischen Deutscksn Arbeiterpartei in der Luitpold- Halle, dem vorläufigen Ersatz der gewaltigen Kongreßhalle, die noch im Bau begriffen ist zwischen Luitpold-Arena und Zeppelinfeld und von 259 Meter Länge, 224 Meter Tiefe und 5V Meter Höhe einen Raum für 89 999 Personen haben wird neben einem kleinen Saal mit Fassungsraum für 2999 Personen
und noch einem Konzertsaal für 5599 Personen, insgesamt eine Fläche von 47 999 Quadratmetern überdeckend.
Die Luitpold-Halle bietet von außen wie von innen ganz dasselbe Bild wie im Vorjahre mit ihrer Länge von 189 Meter, mit ihrer Breite von 44 Meter und ihrer Höhe von 18 Meter. Nur die im südlichen Teil dieser Halle befindliche Holztribüne, wo zum größten Teil die Pressevertreter ihre Plätze haben, ist durch ein schönes, bequemes und gefälliges massives Gestühl ersetzt und eine Orgel mit einer Motorenleistung von 28 PS. ist ein
gebaut worden mit 5 Manualen und einem Pedal mit 229 klingenden Stimmen, die durch 18 913 Pfeifen der verschiedensten Größe erzeugt werden — die größte Orgel Europas, erbaut von Rudolf Wurlitzer. Nach der
flnkunft des siistrers
der durch den Musikzug der Leibstandarte mit den Klängen des Badenweiler Marsches empfangen und in der bis auf den letzten Platz gefüllten Riesenhalle mit unaufhörlichen stürmischen Heilrufen begrüßt wurde,
spielte das Reichs-Symphonieorchester unter der Stabführung seines Kapellmeisters Adam die Rienzi-Ouvertüre von Richard Wagner, wonach die 699 Standarten der Bewegung, voran die Blutfahne, unter den Klängen des Nibelungen-Marsches der Leibstandarte ihren feierlichen Einzug hielten. Es ist immer und immer wieder ein überwältigender Anblick, den schier endlosen Zug dieser 699 Standarten — diesmal auf beiden Seiten der Halle je in zwei Reihen — einziehen zu sehen.
liuvols heß eröffnet den Kongreß der NSlW
Der Stellvertreter des Führers grüßt den Führer, betritt das Rednerpult und eröffnet den Kongreß des Parteitages der Ehre mit folgenden Worten: „Der
Kongreß des 8. Reichsparteitages der NSDAP. ist eröffnet. Diese abermalige große Heerschau der neuen deutschen Bewegung trägt den stolzen Namen „Parteitag der Ehre".
„Wir gsdenken, wie Tradition und Herz es uns vorschreiben, zuerst der Toten, die für die Ehre Deutschlands ihr Leben gaben. Der Stabschef der SA. verliest die Namen der Gefallenen."
Stabschef Lutze betritt nun das Rednerpodium, neben ihm zu seiner Rechten nimmt die gesenkte Blutfahne Ausstellung. Unter leisem Trommelwirbel verliest nun Stabschef Lutze nach einem kurzen Gedenken der 10 089 Verletzten, die im Kamps um Deutschlands Wiedergeburt ihr Blut ließen, die Liste der gefallene» Opfer der NT- DAP. Zunächst erklingen die Namen der 16 Märtyrer, die am 8. November 1923 vor der Feldherrnhalle zu München ihr Leben liehen. Es folgt die unendlich lange Reihe all jener Blut- opfer, die von den Februartagen des Jahres 1823 an von den Feinden der Bewegung gemordet wurden.
Stehend hören die 16 000 die Totenliste und gedenken in Ehrfurcht und Ergriffenheit ihrer gefallenen Mitkämpfer.
Mit den Namen der dahingegangenen Opfer, die freudig ihr Leben für den Führer und die Bewegung hingegeben haben, ersteht vor den Augen ihrer alten Kampfgefährten zugleich auch die mit dem Blute dieser Männer geschriebene Geschichte der nationalsozialistischen Bewegung von den ersten Vlutopfern vor der Münchener Feldherrnhalle am 9. November 1923 angefangen bis zu den Männer», die der rote Mob Spaniens in den letzten Tagen hingemordet hat. In tiefer Bewegung haben alle stehend die Namen der von Jahr zu Jahr erschreckend anwachsenden Totenliste vernommen. Irgendwo in dem Riesenraum sagt es eine Stimme, was alle empfinden: „Auch 'ie marschieren im Geiste in unseren ' eihen mit!"
Nudolf keß spricht
Dann hat der Stellvertreter des Führers wieder das Wort. „Eilt unser erstes Gedenken unseren gefallenen Kameraden, die unlösbar mit uns verbunden sind, die für uns lebten und starben und für deren Vermächtnis wir leben unv kämpfen, so gilt der erste Gruß der Partei des deutschen Volkes den anwesenden Hinterbliebenen unserer Toten. Ferner grüße ich namens der NSDAP. die Gäste aus dem In- und Auslande, an der Spitze die hohen Vertreter fremder Mächte, die der Partei die Ehre gegeben haben, an ihrem Parteitage teilzunehmen.
Ich grüße die Mitglieder der Reichsregierung und die zahlreichen sonst anwesenden Vertreter des nationalsozialistischen Staates, insbesondere die Vertreter der Wehrmacht des deutschen Volkes. Es waren die großen soldatischen Begriffe Ehre, Treue, Kameradschaft, Disziplin — der Ehrbegriff dem deutschen Volke gegenüber,
Treue zum Führer, Kameradschaft untereinander und Disziplin gegenüber dem gegebenen Befehl — welche die NSDAP. zu jenem Kampfinstrument zusammenschweißten, mit dem der Führer den Wiederaufstieg des deutschen Volkes in die Reihen der Nationen von Ehre erkämpfte.
Und unerhörter Stolz beseelt uns Deutsche, daß wir wieder als Nation von Ehre neben den anderen Nationen stehen. Deutschland ist im Besitz der vollen Gleichberechtigung. Deutschland ist im Besitz der vollen Souveränität über alle seine Gebiete, seitdem die deutsche Wehrmacht den Schutz der vordem entmilitarisierten Zone am Rhein übernahm.
Dank der Wehrhaftmachung des deutschen Volkes vermag Deutschland seine Souveränität und das Selbstbestimmungsrecht seines Volkes erfolgreich zu verteidigen. Die Ereignisse in Spanien haben bewiesen, daß Deutschland auch seinen Angehörigen in der übrigen Welt den Schutz ange- deihen zu lassen vermag, den eine Nation von Ehre ihren Volksgenossen außerhalb der Grenzen geben muß. Die Männer, welche des Führers Kämpfer waren in dem Ringen um Deutschlands Ehre, Gleichberechtigung, Sicherheit und Frieden, die „alten Kämpfer" der Bewegung, sie lobten den Begriff der Ehr e. Nur die „alten Kämpfer" selbst wissen, was es hieß, innerhalb des eigenen Volkes gegen die Feinde dieses Volkes zu kämpfen, trotz Polizeiknüppel und Gefängnis, trotz Not, trotz Elend unter Einsatz der Stellung, unter Einsatz der Zukunft, unter Einsatz des Lebens — zu kämpfen in einer Umgebung des Unverstandes und Hasses für den damals im Volke scheinbar wesenloser Begriff der Ehre. (Forts, auf Seite 2)
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Lsiebswlotstsr Dr. Sosdbsls, Usiebsorganisationslsitsr Dr. I-szi, RsiebssebatiMelsteii Sellvar-^ ksiebskübrsr 88. Himmler, 8tabscbsk Imtre
der b/nbrer, (Bauleiter. 8trsicker nnd Osnsrslöbsrst Üürlnz. oltblld)
Roh und gerechtfertigt
(vrabtbsriobt unseres in HürnberU vsiisndsN Ukmptsobrlktlsitsrs),
» Nürnberg, 10. September.
„Zwei Empfindungen sind es, die uns in der Stunde des Kongresses der Ehre erfüllen" sagte der Führer in seiner einzigartigen Proklamation dieses Jahres» und er meint damit die Empfindung des Stolzes im Rückblick auf das, was das nationalsozialistische Deutschland in den letzten vier Jahren geleistet hat, und die Empfindung des Gerechtfertigtseins im Hinblick aus eine völlig in sich zerrissene und haltlos gewordene Umwelt.
Vier Jahre, so war abgemacht zwischen dem Führer und dem deutschen Volke, vier Jahre sollte er Zeit haben, als Lenker des Reichsschicksals zu arbeiten und die ungeheuren Aufgaben zu lösen, die vor ihm keine andere Regierung hatte lösen können, Ausgaben, die vielen, auch wenn sie der nationalsozialistischen Bewegung nicht unfreundlich gegenüberstanden, einfach unlösbar schienen, an deren Lösung durch den Führer nur das kleine, dem Führer auf Tod und Leben immer vertrauende Häufchen seiner allergetreuesten, seiner unentwegten, seiner blind vertrauenden'Anhänger glaubte.
Wie herrlich hat sich ihr Glaube, ihr Vertrauen, ihre Treue und ihre Zuversicht gerechtfertigt! Und doppelt ergriffen mutzten gerade sie sein bei der mit geballter Wucht in der Proklamation des Führers zusammengestellten Aufzählung der ungeheuren, menschlich einfach unabsehbar gewesenen und klügelnder Vernunft heute noch unbegreiflichen innen- und außenpolitischen Erfolge der nationalsozialistischen Staatsführung von vier knappen Jahren. Ja, es ist richtig und niemand kann es leugnen, was der Führer in der Proklamation betonte. Unter dem Gelächter einer ganzen Welt hätte man Adolf Hitler als einen Wahnsinnigen ge- brandmarkt, wenn er — so wie er damals von seinen Gegnern und vermeintlichen Freunden gedrängt worden ist — ein Programm entwickelt haben würde, das als Prophezeiung auch nur einen Teil dessen in sich geschlossen hätte, was heute bare Wirklichkeit, was heute unerschütterliche Tatsache geworden ist.
Und wenn der Führer nun gestern einen Plan für die nächsten vier Jahre verkündete, wenn er unter der höchsten Begeisterung einer seinem Genius ergriffen zu- Mbelnden Kongretzteilnehmerschaft den gewaltigsten Wirtschaftsplan, den es je gab, entwickelte, wenn er den Neubau einer großen deutschen Rohstoffindustrie skizzierte und den unermeßlichen Aufstieg des deutschen Volkes verhieß, so können angesichts dessen, was in den letzten vier Jahren in Deutschland unter seiner Anordnung geschah, selbst seine skeptischsten Kritiker im Auslande nicht mehr zweifelnd lächeln, sondern müssen wohl oder übel angesichts dessen, was aus allen Gebieten unseres nationalen Lebens innerhalb der letzten vier Jahre an unermeßlichem Ausstieg eingetreten ist, auch an den weiteren, setzt vom Führer verkündeten Aufstieg des deutschen Volkes glauben und müssen sich darauf einstellen.
Einstellen müssen sie sich auf die Voraussagen vom deutschen Aufstieg des Führers ebenso, wie sie sich einstellen müssen — und zwar zu ihrem eigenen Heile — auf des Führers Voraussagen bezüglich der die Welt mit Unruhe, Haß und Mißtrauen erfüllenden kommunistischen Irrlehre, deren Opfer das übrige Europa zu werden die Wahl hat wenn es sich nicht — wie es Deutschland in sich tat — zusammenschließen will, um gemeinsam den gemeinsamen Feind zu bekämpfen. Denn nicht Deutschland muß den Bolschewismus fürchten - das national- sozialistlsche Deutschland steht ehern gefestigt ein Fels im Meer, unerschütterlich mitten in der ringsum tobenden Brandung der Moskauer Sturmflut —, sondern Europa und immer nur Europa, bei dem es sich um Sein oder Nichtsein handelt.
,,.Ar geschlossene willensmäßige und tatsächliche Einsatz des deutschen Volkes, geführt von Adolf Hitler, verbürgt Deutschlands Sicherheit Europas Sicherheit kann nicht anders als durch ebensolche Geschlossen- heit verbürgt werden. Diese innere Geschlossenheit Europas wird bestimmt nicht erreicht ^ Methoden, die in den meisten euro- paischen Landern heute angewendet werden. Und wenn Deutschland weit davon entfernt ist, die Anwendung seiner Methoden dem Auslande zu empfehlen — das Ausland muß selber wissen, was ihm zukommt —. so empfindet Deutschland nichtsdestoweniger die größte Befriedigung darüber, daß eben seine
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