Ausgabe 
(9.9.1936) Nr. 251
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pachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Dremen

der National

flmtsblatt des Senats der Zreien kjansestadt Bremen

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Nr. 251 / 6. Jahrgang

Mittwoch, S. September 1S56

kinzelpreis 15 Kpf.

Iriumphaler kmpfang des führers in Nümberg

feierlicher veginn des keichsparteitages ISZS

Vr. Vietrich vor -er presse

(8i§svsr Orsbtbsriebt äse8.2.")

1. 8. 0. Nürnberg. 9. Sept. Das Erlebnis von Nürnberg hat begonnen! Eingeleitet wurde es gestern um 15)4 Uhr mit dem Eintreffen des Führers und zu gleicher Zeit durch den schon zur Tradition

Dnssr logssspiegek

Der Reichsparteitag wurde gestern «ach Ein­treffen des Führers in Nürnberg feierlich eröffnet.

Dr. Dietrich sprach in Nürnberg zur Presse über das Wesen des nationalsozialistischen Staatsgedankens.

Beim Empfang im Nürnberger Rathaus wurde dem Führer als Geschenk der Stadt eine wertvolle Urkunde überreicht.

Der Reichsjugendsiihrer sprach zu den Teil­nehmern des Adols-Hitler-Marsches.

Die gestrigen Veranstaltungen des Reichs­parteitags endeten unter Anwesenheit des Führers mit einer Festaufführung von WagnersMeistersingern" im Nürnberger Opernhaus.

Frankreich steht im Zeichen einer neuen ernsten Streikwelle.

Die spanischen Marxisten fliehen in Massen aus Sän Sebastian.

Kreisleiter Blanke übermittelte derBremer Zeitung" herzliche Grüße aus Eau-Algesheim. Ueber die Neuregelung der Meisterprüfungen sprach in Bremen Daurat Zillhardt vom Reichsstand des deutschen Handwerks.

Präses Kallsen sprach vor dem Tabakwaren- einzelhandel.

Durch den Sturm in der Nordsee wurde die Schiffahrt stark in Mitleidenschaft gezogen. Mit einer wahren Rekordjagd wurde die internationale Dauerprüsungssahrt vom Bodensee zum Plattensee beendet.

gewordenen Presseempsang im Kulturver­einshaus der Stadt vom Reichspresseches der NSDAP.. Pg. Dr. Dietrich.

Es war auch diesmal wieder ein festliches Bild, das sich hier den Teilnehmern bot, wobei die ge­fragenen Klänge und Weisen des Reichs- Symphonieorchesters von der Empore des schön geschmückten Saales herab gut die Stimmung vorbereiteten für die Ausnahme der Rode Dr. Dietrichs, die, von tiefstem Gehalt und sittlichem Ernst, besonders bei allen, die als Vertreter der Auslandspreise dem festlichen Akte beiwohnten, einen nachhaltigen' Eindruck hinterließ.

Es ist gut, daß die Auslandspresse gerade auch auf den Parteitagen zahlreich zugegen ist, und besonders erfreulich, daß sie gestern den Worten des Reichspressechefs so aufmerksam Gehör schenkte. Denn alle sei es aus Unwissenheit, sei es aus 'Bosheit im Auslande verbreiteten Unwahr­heiten über das Wesen und Walten des Na­tionalsozialismus in Deutschland mutzten zerflat- tern bei der schlagenden Widerlegung durch den Reichspressechef.

Nein, der Staat Adolf Hitlers ist keine De­spotie, ist alles andere als «ine angemaßte Dik­tatur: der für alle Zeiten mit dem flutenden Leben der Nation verbundene nationalsoziali­stische Staat ist die modernst« Demokra­tie derEeschichte. Denn Demokratie be­deutet, wie Dr. Dietrich klar und unwiderleglich sich ausdrückte, Herrschaft des Volkes und nicht Herrschaft einer Mehrheit im Volke, also nicht Herrschaft der Zahl, was, wie die Geschichte lehrt, stets Herrschaft des Geldes bedeutet hat.

Aus der gehaltvollen Rede des Reichspressechefs etwas Besonderes hervorzuheben ist völlig über­flüssiges Beginnen. Indem wir sie im Wortlaut folgen lassen, spricht Satz für Satz darin für sich selbst in unübertrefflicher Klarheit und Eindring­lichkeit. Und so ist diese Rede ein unmißverständ­licher Herold einer Staatsfllhrung, die einer . kalsch verstandenen verantwortungslosen Demo- fatie mit unseligem Parlamentarismus den , rantwortungsgrundsatz des echten demokrati- 'n Führerstaates entgegenstellt, eines Staates, '^rhalb dessen die Bewegung, die NSDAP.. ^unaufhörlich wirksame, lebendige Bindeglied ^en Volk und Staat ist und beide zu einer -irennlichen Einheit bindet, e

Sie Nebe Vr. Metrichs

) Reichspressechef führte aus:Wenn wir ie Vertreter der deutschen und ausländi- Zresse, hierher nach Nürnberg zr r großen ru der Partei gebeten helen, und diesen :g im Laufe der Jahre zur traditionellen stng unserer Reichsparteitage werden dann bitte ich Sie, darin den Ausdruck : Willens zu gegenseitigem B - rständn is

und sachlicher Zusammenarbeit erblicken zu wollen. Wir bezeugen der Presse als der Trä­gerin der öffentlichen Meinung unsere Achtung und erwarten von ihr, daß sie ihrer publizistischen Aufgabe in gleichem Geiste dient. Das ist, glaube ich, eine Plattform, auf die wir alle treten kön­nen, und die es auch den Vertretern der Presse ermöglicht unbeschadet ihrer beruflichen Pflich­ten persönliches Erleben in dieser schönen deutschen Stadt in sich aufzunehmen.

Wir Journalisten führen , ja nun einmal ein -Leben besonderer Art, ein Berufsleben im wahr­sten Sinne des Wortes. Denn unser Beruf ist wirklich von unserem Leben nicht zu trennen. Dieses Leben verbindet uns mit allen und trennt uns doch von vielen.

Ich glaube, es wäre gut, wenn die Presse über ihrer Arbeit für andere nicht zu oft vergessen würde, auch einmal ihrer eigenen Zusammen­arbeit und Stärke Ausdruck zu geben. Und nicht zuletzt aus diesem, die Presse und ihr Ansehe« selbst berührenden Gedankenkreis heraus ist es mir eine ganz besondere Freude, Sie hier so zahlreich auf einer Beranstaltung begrüßen zu können, die der Presse gewidmet ist und Ihrer

eigenen persönlichen Anwesenheit in Nürnberg dient. Es ist unser Wunsch, auf dem Reichspartei­tag, der repräsentativsten Jahresveranstaltung der NSDAP., unserer Verbundenheit mit der Presse Ausdruck zu geben und ihr den Platz ein­zuräumen, der ihrer Bedeutung und der Größe ihrer verantwortungsvollen Aufgabe entspricht. Die Presse ist

das Sprachrohr der Völker,

das Auge und das Ohr der Welt. Sie steht immer und überall an den Brennpunkten der Ereignisse. Und wenn Schmerz und Leid in den letzten Jahr­zehnten ihr mehr die Feder führten als Freude und Glück im Schicksal der Menschen, so dürste sie oft genug doch auch frohe Künderin des Schönen und Erhabenen unserer Zeit sein.

Vor wenigen Wochen noch feierten in unserem Lande die Völker der Erde das Fest der Jugend in friedlichem Wettkampf der Nationen. Es war ein wahrhaft olympisches Fest, .ein Fest des Friedens in beglückender Eintracht, voll heite­ren Frohsinns und schäumenden Lebensgefühls.

Die Presse aller Länder und die Besucher aus aller Welt haben dem neuen Deutschland für die glänzende Durchführung der Spiele und für den fairen Geist, von dem sie getragen wurden, in ehrlicher Bewunderung ihre Anerkennung gezollt. Sie haben sich wohl gefühlt in der Atmosphäre freudiger Lebensbejahung und herzlicher Sym­pathie, die ihnen vom deutschen Volk entgegen­gebracht wurde. Viele Vorurteile gingen über Bord, angesichts dieser, wie man sich ausdrückte, Oase der Ruhe und Ordnun g" inmitten einer aufgewühlten, brodelnden politischen Welt. Was man Lei uns mit eigenen Augen sah, war etwas ganz anderes als das, was ihnen zu Hause von böswilligen Elementen vorgetäuscht worden war. Statt niedergedrückter, unter dem Joch der Tyrannei seufzender Menschen, fanden sie ein glückliches und selbstbewußtes Volk.

Statt einer zusammengebrochenen Nation er­lebten sie ein aufblühendes Volk voll ungeahnter Organisationssähigkeiten, großartig in der Ent­faltung neuer Lebensformen und gewaltig in seiner nationalen Ausdruckskraft. Viele kamen als kritische Beobachter und gingen als Propa­gandisten der Wahrheit.

Nürnberg - Pulsschlag der Nation

Aber wenn in diesen Wochen der olympischen Feier die Welt Gelegenheit hatte, ein echtes Bild des neuen Deutschlands zu sehen, dann wird sie es überzeugend nur begreifen, wenn sie auch die inneren Kräfte erkennt, die es geformt und ge­staltet haben. Und wo könnte man das tragende Element der deutschen Wiedergeburt, die national­sozialistische Partei. in ihrer dynamischen Ver­bundenheit mit dem gesamten Leben der Nation, in ihrem inneren Wesensgefüge und ihrer gei­stigen Wertordnung besser kennenlernen als hier in der einzigartigen geschlossenen Ausdrucksform des Reichsparteitages.

Die Reichsparteitage der NSDAP. in Nürn­berg sind ja keine Veranstaltungen im üblichen Sinne, mit begrenzter politischer oder kultu­reller Zielsetzung. Der Reichsparteitag ist die alljährlich wiederkehrende umfassende Kund­gebung, auf der sich das Sein und Wollen der Partei zum Sinnbild und Wesensausdruck der ganzen Nation erhebt.

Was Worte nur schwer begreiflich zu machen, was Rede und Schrift nur unvollkommen auszu­drücken vermögen, das kann der unvoreinge­

nommene Betrachter hier als ein erlebtes Ganzes in sich aufnehmen. Hier in Nürnberg, inmitten der Ergriffenheit der Hunderttausende, die den Gleichtakt ihrer Herzen mit den Pulsschlag der Nation fühlen, wird er erkennen, daß die nationalsozialistische Weltanschauung wirklich dem innersten Wesen des deutschen Volkes entspricht.

Sie modernste Vemokratle der Seschichte.

Und hier auf dem Reichsparteitag, wo der Zusammenklang von Führung und Volk durch das lebendige Band der Partei so wunderbar in die Erscheinung tritt, wird er aus eigenster Anschauung bestätigt finden, was wir behaupten: daß die nationalsozialistische Staats­form als autoritäre Volksherrschaft in Wahrheit die modernste Demokratie der Ge­schichte ist."

Dr. Dietrich belegte und erläuterte diese Fest­stellung dann durch einige Hinweise, die zeigten, daß die Entwicklungsgeschichte aller demokratischen Staatsformen von einem einzigen großen Problem beherrscht ist, dem grundsätzliche und ent­scheidende Bedeutung zukommt:

Von dem Problem der Ueberwindung der Spannungen zwischen der Erstarrungstendenz der

Staatsorganisation und dem ewig in Fluß be­findlichen Leben des Volkes. Demokratie bedeutet Herrschaft des Volkes, nicht Herrschaft der Mehr­heit des Volkes, nicht also Herrschaft der Zahl. Der Nationalsozialismus, der diesen unfrucht­baren und verhängnisvollen Irrweg erkannte, hat einen grundlegend neuen, wie wir heute wissen, richtigen Weg. zur Verwirklichung der Demokratie beschritten. Der nationalsozialistische Staatsgedanke stellt dem Mehrheitsprinzip einer falsch verstandenen Demokratie das Verant­wortungsprinzip des echten demokratischen Füh­rerstaates entgegen. Er sieht den Willen des Volkes nicht in der toten Zahl, sondern erfaßt ihn in der ständigen Verbundenheit mit dem Leben des Volkes selbst.

Die Institution, die der Erreichung dieses höA- sten staatspolitischen Zweckes dient, und ich möchte sagen die geschichtliche Problematik der Demokratie legt, ist die nationalsozialistische Partei. Sie ist nicht Partei im parlamentarischen Sinne, sondern sie ist die Partei des deutschen Volkes.

(Fortsetzung auf Seite 2)

(lVsItbilö.)

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(vrsbtbsriebt unssrSs in bsllrnbsrg vsilsväsp llauptZekrlktlsitsrs)

* Nürnberg, 9. September.

Der Führer hat in Nürnberg seinen Ein­zug gehalten! Unter dem Glockengeläute einer ganzen Stadt und umjubelt von einem starken, selbstbewußten und glücklichen Volke, wie es Dr. Dietrich nannte, wurde er empfangen von den Spitzen der Partei und des Staates und hat wiederum erlebt die grenzenlose Bewunderung, die unbeschreib­liche Anhänglichkeit, die große Liebe eines Volkes, das sein Volk ist.

Es ist sein Volk, das deutsche Volk. Nicht allein darum, weil er aus dem Schoße die- sesiVolkes geboren ist, nicht allein darum, we^' er schlichter Arbeiter unter den Arbei­tern dieses Volkes war, nicht allein darum, weil seine Voreltern starke Bauern unter den Bauern dieses Volkes waren, nicht allein darum, weil sein Vater Beamter unter den Beamten dieses Volkes und seine Mutter eine Mutter unter den Müttern dieses Volkes gewesen ist, sondern auch darum, weil er, der Führer, dieses Volk erst zu einem richtigen Volke gemacht hat, indem er unter ständigem Einsatz seines Le­bens und seiner Gesundheit dieses Volk un­ablässig aufklärte, belehrte, erzog und zuletzt ihm einen Staat gab, um den uns man mag es jenseits der deutschen Grenze nun leugnen oder nicht die ganze Welt beneidet.

Es wax vor zwei Jahren hier in Nürn­berg, da gab die Stadt dem Führer Albrecht Dürers weltberühmtes Bild vom Ritter, Tod und Teufel zum Ehrengeschenk. Das war gut und sinnig, erinnerte dieses Bild doch daran, wie der Führer als Streiter seines Volkes und gleichsam in schimmernder Wehr, tadellos im Sinnen und Trachten, aber auch furchtlos, nicht des Todes und keines Teufels achtend, alle die Jahre hin­durch seinen Weg genommen hat durch alle Fährnisse und Widerstände einer ungeheu­ren, einer überaus schlimmen, einer satani­schen Gegnerschaft dem Ziele zu, das der Ret­tung seines Volkes aus den Klauen böser Dämone, als da sind Materialismus, Doktri-- narismus, Marxismus, Bolschewismus und Konfessionalismus, galt.

Im vorigen Jahre erhielt der Führer durch die Stadt Nürnberg dann das Reichs­schwert. Es ist das Symbol des höchsten Fllhrertums, des höchsten Richtertums, das Symbol der Staatsgewalt, die er, der geni­alste Staatsmann, die er, der weiseste und gerechteste Richter in der Welt, Kraft seines Amtes als Führer und Kanzler innehat. Und wenn dem Führer nun in diesem Jahre die Stadt Nürnberg in kostbar gearbeiteter Kassette ein Dokument überreichte, das in innigem Zusammenhang steht mit der Wehr- haftmachung der alten Burg zu Nürnberg und somit der alten Reichsstadt, so ist das wiederum ein sinniges Symbol dem Manne gegenüber, der Deutschland wieder wehrhaft, der Deutschland wieder frei machte, ein Symbol also für eine Tat, für ein Verdienst, für ein Walten des Führers, ein Geschenk also, das einzig ist in seiner Art wie der Führer selbst.

Aber auch dieses Geschenk, so unermeßlich wertvoll es ist, so unschätzbar es gelten muß, es ist und kann wiederum nur sein das Sinnbild eines Teiles der Eigenschaften und Verdienste dessen, dem es überreicht wurde. Und so viele Jahre noch kommen mögen und so viele Jahre wieder vergehen mögen, wann immer wieder und immer wie­der die Stadt Nürnberg als das edle Schatz- kästlein des Deutschen Reiches dem Führer zum Beginn jedes neuen Reichsparteitages ein Geschenk darbringt: sie wird sich nie und nimmer erschöpfen können in dem, was sie dem Führer gibt als äußeres Zeichen für die Bewunderung seiner Größe, seines Waltens, seiner Verdienste und seines Schaffens. Denn so gigantisch ist des Führers Größe, so herrlich sein Walten, so unausmeßbar sein Schaffen, daß nichts Gegenständliches, und es Geschenke von noch so unerhörtem Werte, ausreichen werden, um dem gerecht zu werden, was dem Führer, zukommt.

darstellen kann für all das, was der Führer seinem Volke gab und noch gibt Das ist du grenzenlose Liebe des Volkes für den Füh rer, die unerschütterliche Tr«ue zu ihm unt der unbedingte Gehorsam gegenüber aller seinen Weisungen. Das ist es aber auch, wa­hrer in Nürnberg das Volk gleichzeitig mil der herrlichen Kassette, gleichzeitig mit den