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parteiamtliche Lageszeitung
TlachrichtenblaN der Deutschen flrbeitsstont vremen
der Nationalsozialisten Nremens
Amtsblatt des Senats der Lreien kjansestadt vremen
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Das amtliche Verkündungsblati des Neichsstatchalters m Oldenburg und Vremen
Nr. 24S / 6. Jahrgang
Sonntag, 6. September 1S56
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Minister Inskip warnt vor Moskau
vedrohte Nüstung
London, 5. September. Der britische Verteidigungsminister Sir Thomas Inskip äußerte sich in einem Kreis Interessierter über die großen, England MWMWWWUMUWUUUMMUUMWMWWWMUMWU
Unsel lagssspiegel
Deutschland beteiligt sich am Neutralitiits- ansschuß im Spanienkonflikt.
Die spanischen Nationalisten haben die Stadt Talavera besetzt.
Die roten Mordbanden in Spanien haben 114 Augustinermönche erschossen. Regierungsfeindliche Kundgebungen der Marxisten in Paris haben zu einer Volksfrontkrise geführt.
Der britische Verteidigungsminister äußerte sich über die bolschewistische Gefahr.
In Belgrad wurde ein deutsch-jugoslawisches Luftfahrtabkommen unterzeichnet.
Zur Verordnung des Führers über die DAF. bat Dr. Sey Ausfiihrungsbestimmungen erlassen.
Die Opernspielzeit in Vremen hat mit einer Festaufführung des „Nosenkavalier" begonnen. Werder-Bremen konnt« Wacker 64-Berlin 3:1 besiegen.
durch den Kommunismus erwachsenen Gefahren. Der Verteidigungsminister erklärte, es sprächen Anzeichen dafür, daß der Versuch gemacht werde, die bolschewistische Verschwörung gegen die Freiheiten Englands zu verstärken. Der Versuch würde nicht allein nur darum unternommen, um sich der Gewerkschaftsbewegung zu bemächtigen, sondern er ziele auch daraus hin, der Regierung in ihrem Rüstungsprogramm Schwierigkeiten zu bereiten. Er hoffe aber, daß die,Arbeiterpartei mit dieser Bedrohung auf ihre Sicherheit und Freiheit fertig werden würde.
Auf die Unruhen in Palästina eingehend, meinte Sir Thomas Inskip, daß es sich im Augenblick gerade dort zeige, wie notwendig es für Großbritannien sei, ausreichende Streit- kräfte zu haben. Es liege auf der Hand. daß britische Truppen eingesetzt werden müßten, um das britische Ansehen in Palästina sicherzustellen. Das sei schon um so notwendiger, als die britische Untsrsuchungskom- mission erst ihre Arbeit beginnen könne, wenn wieder Ordnung in Palästina herrsche.
Sir Thomas Inskip wies dann die Behauptung zurück, daß das Wiederaufblühen des britischen Handels von dem britischen Rüstungsprogramm abhänge. Ein Problem in dieser Beziehung sei, wieweit der Aufrüstung eine Vorherrschaft über dem normalen Handel eingeräumt werden solle. Seine sdes Ministers) vordringlichste Aufgabe bestehe in der Abwägung, wieweit die Hersteller ihrem Ausfuhrhandel und ihren Aufträgen für den heimischen Markt genügen könnten und wie gleichzeitig binnen kürzester Frist das Rüstungsprogramm des Landes durchgeführt werden könne.
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Es ist erfreulich, daß ein so einflußreicher Staatsmann wie der britische Verteidigungsminister die auch England von Moskau her drohenden Gefahren so deutlich erkennt und nicht minder deutlich ausspricht. Wir können nur wünschen, daß auch diejenigen Mitglieder des Londoner Kabinetts, die sich hinsichtlich ihrer sowjetfreundlichen Haltung noch immer nicht eines Besseren belehren lassen wollen, den treffenden Ausführungen ihres Ministerkollegen besondere Beachtung schenken.
vestim in Menschengestalt...
vluttaten über Mullaten der Morbkommune In Spanien / 114 pugustinermönche erschossen
London, S. September.
Das Londoner Blatt „Daily Mail" verössent- licht einen Bericht eines in Spanien ansässigen Engländers, der furchtbare Einzelheiten über die viehischen Greueltaten spanischer Marxisten gegenüber Frauen und Kindern enthält. So haben die Roten in Baona in Andalusien Hunderte von kleinen Kindern ermordet, indem sie sie mit den Köpfen nach unten an Balkönen aushängten. Andere seien an Haustüren gekreuzigt worden. Zahlreiche Frauen seien an Pferde gebunden und von diesen durch die Straßen geschleift worden. In Sän Roque bei Gibraltar hätten die Roten die Frau und die Tochter des Earnisonskomman- danten als Geiseln festgenommen. Ihre Leichen seien später mit schrecklichen Verstümmelungen ausgesnnden worden. Das Blatt veröffentlicht ferner einen Bericht, den eine finnische Firma in Manchester aus Sevilla erhalten hat. Darin werden marxistische Greueltaten beschrieben, die vor dem Siege der Nationalisten in der Provinz Se
villa begangen wurden. In Arahal schlössen die Roten 47 Personen in einen kleinen Raum, übergössen sie mit Benzin und verbrannten sie bei lebendigem Leibe.
In Cazalia de la Sierra wurden 87 Personen lebendig in eine tiefe Grube gestürzt, in die die Marxisten alle drei Minuten eine Dynamitpatrone warfen. Kurz nach der Erstürmung von Irun durch die Nationalisten haben die Roten 81V Geiseln erschossen. Unter ihnen befand sich der Erzbischof von Valladolid. In Almeria haben die Kommunisten den dort amtierenden 72 Jahre alten Bischof erschossen.
Nach einem Bericht aus Hendaye kam dort ein aus Irun stammender Spanier namens Valleso an, der aus dem Fort Euadalupe geflüchtet ist, wo er als Geisel der Roten einen ganzen Monat festgehalten worden war. Es war ihm gelungen. über die dreifache Stacheldrahtumzäunung zu klettern, ohne von den anarchistischen Posten bemerkt zu werden. Völlig erschöpft, mit zerschun- denen Händen und Füßen kam der Mann in Hendaye an und erzählte, daß im Fort Euadalupe
kin neuer Sieg Seneral francos
Me Stadt lalavera de 1a Nema nach hartem Kampf besetzt
Lissabon, 5. September.
Den spanischen nationalistischen Truppen ist es gelungen, einen neuen beachtlichen Erfolg zu erringen. Die etwa 7V Kilometer westlich von Toledo gelegene Stadt Talavera de la Reina konnte am Sonnavendmittag nach zweitägigem erbittertem Ringen von den Nationalisten besetzt werden.
Ueber die Kämpfe, die zur Besetzung dieser Stadt führten, berichtet der Sonderberichterstatter der Lissaboner „Seculo" aus Caceres u. a., daß die Nationalisten am Donnerstag in aller Frühe unter Führung des Kommandanten Pague, des Siegers von Badajoz, zum Angriff gegen die Regierungstruppen vorgingen. Die Gesamtstärke der Roten betrug etwa 3000 Mann, die sich aus Zivilgarde, Zollbeamten, Sturmscharen und Miliz zusammensetzten und mit Tanks und Panzerwagen ausgerüstet waren. Die Nationalisten rückten über Calera, das am Tage zuvor besetzt worden war, vor und eröffneten das Feuer gegen die in Schützengräben verschanzten Roten. Eine andere nationalistische Gruppe ging unter Führung des Obersten Ascensto über Gemoral vor und eine dritte aus Marokkanern bestehende Gruppe griff von Nordwesten her an. Die letztere Gruppe besetzte zunächst den Flugplatz von Talavera und anschließend die Bahnstation. Die Stadt selbst wurde nach hartem Kampfe um 14 Uhr von den Nationalisten eingenommen. Die Roten ermordeten vor der Einnahme 200 national- gesinnte Einwohner, raubten die Banken und die Privatwohnungen aus und begingen die unmenschlichsten Greueltaten. Die Marxisten hinterließen etwa 1500 Tote. In den Straßen der Stadt liegen Hunderte von Leichen. Kurz nach der Ein
nahme Lombardierten Regierungsflieger, die eroberte Stadt. Die nationalistische Gruppe Caste- jon hat die Verfolgung der flüchtenden marxistischen Truppen aufgenommen.
Mit Matratzen auf Sem Nücken ...
Front vor Irun, 5. September.
Die letzten Gruppen der Roten, die sich bei Irun noch am Kopfende der internationalen Brücke befanden, wurden um die Mittagsstunde des Sonnabends durch einen überraschenden Angriff der Nationalisten, die unerwartet von Norden her verbrachen, nach einem kurzen, aber außerordentlich heftigen Gefecht gezwungen, über die internationale Brücke nach Hendaye zu flüchten. In den letzten fünf Minuten hatten sie an Verlusten 13 Tote. Um 12.1V Uhr besetzten die Abteilungen der Militärgruppe den spanischen Brückenkopf.
Der Sonderberichterstatter des DRV. befand sich während des Gefechtes neben dem französischen Grenzposten an der internationalen Brücke. Die Geschosse zischten unaufhörlich die Brücke entlang und schlugen links und rechts ein. Alles warf sich nieder und versuchte, die schützenden Hauseingänge zu erreichen. Ein Zivilist blieb liegen, er hatte einen schweren Beinschuß erhalten, es gelang aber, ihn in Sicherheit zu bringen. Als die Roten erkennen mußten, daß jeder Widerstand vergeblich war und ihre Verluste immer größer wurden, liefen sie in langen Sätzen über die internationale Brücke, ständig bedroht von dem Feuer der Nationalisten. Einige ganz Vorsichtige hatten sich zum Schutze Matratzen auf .den Rücken gebunden.
noch 160 Männer als Geiseln säßen, die wahrscheinlich sämtlich erschossen weiden würden.
Die ersten Wächter, in der Mehrzahl baskische Separatisten, seien am Freitag geflohen. An ihre Stelle seien anarchistische Wächter getreten, die sofort zwei Geiseln, den Monarchisten Honorio Maura (Sohn des verstorbenen spanischen Ministerpräsidenten und Bruder des republikanischen ehemaligen Ministers Miguel Maura) und den Abgeordneten von Navarra, Vounza, erschossen hätten. Die Anarchisten hätten beabsichtigt, auch alle anderen Geiseln zu erschießen, doch sei es einigen baskischen Landsleuten gelungen, sie im letzten Augenblick davon abzuhalten. Die Unmenschen hätten daraus die „Angelegenheit" vertagt.
Wie der Pariser „Iour" aus Burgos meldet, sind l14 Augustinermönche des Escorial von den roten Milizen erschossen worden, ohne daß vorher ein Urteil gefällt worden wäre. Dieses schreckliche Drama habe sich trotz des formellen Versprechens des Präsidenten der Republik, Azana, abgespielt, der ein ehemaliger Schüler dieser Patres gewesen ist. Azana hatte erklärt, so lange er an der Macht sein würde, brauchten sie nichts zu befürchten. Wie man sieht, ein leeres Versprechen, denn der Präsident hatte nicht die Möglichkeit es zu halten.
VeteMgung Veutschlands am Neulralltätsausschuß
Berlin, 5. September.
Wie wir hören, ist die französische Regierung und danach auch die britische Regierung vor kurzem an die deutsche Regierung mit der Anregung herangetreten, die an dem Waffenembargo gegenüber Spanien beteiligten Staaten möchten für die weitere Behandlung dieser Fragen in London ein Komitee bilden, das sich aus den dort beglaubigten diplomatischen Vertretern zusammensetzen könnte. Nachdem in den diplomatischen Unterhaltungen der letzten Tage die Aufgaben und die Zuständigkeit dieses Komitees näher geklärt worden sind. hat sich die deutsche Regierung damit einverstanden erklärt, daß ihr Geschäftsträger in London an den Zusammenkünften des Komitees teilnimmt.
Luftfatzrllinie verNn—velgrad
Deutsch-jugoslawisches Luftsahrtabkommen Belgrad, 8. September.
Der jugoslawische Ministerpräsident und Außenminister Stojadinowitsch einerseits sowie der deutsche Gesandte von Heeren andererseits unterzeichneten ein deutsch-jugoslawisches Luftsahrtabkommen und ein Sonderabkommen über die Einrichtung einer ständigen Luftfahrtlinie zwischen Berlin und Velgrad.
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* Bremen, 6. September.
Zum achten Male begeht die nationalsozialistische Bewegung ihren Reichsparteitag. Deutschland weilt in diesen Tagen in Nürnberg, Deutschland, von dem wir wissen, daß es identisch ist mit der Partei, so wie die Partei identisch ist mit Deutschland. „Pär- tei heißen wir uns und sind doch Deutschland", sagte im Vorjahre der Führer in Nürnberg. Deutschland in seiner Einigkeit, Deutschland in seinem neuen Willen, Deutschland in seiner neuen Lebensauffassung und auch in seiner neuen Tatkraft. Und weiter setzte der Führer hinzu: „Partei heißen wir uns, weil dieses Deutschland in dieser Bewegung seinen geistigen und willensmäßigen Mittelpunkt besitzt."
„Es ist gut, wenn wir uns so jedes Jahr wieder einmal sehen können, ihr den Führer und der Führer euch", sprach Adolf Hitler beim Appell der Hunderttausend Politischen Leiter und kennzeichnete so in der ihm eigenen unübertrefflichen Anschaulichkeit den Sinn und den Zweck der grandiosen Reichsparteitage zu Nürnberg. Den Führer zu sehen war noch immer ein unvergeßliches Erlebnis für alle, die das Glück besaßen. Ihn in Nürnberg zu sehen und sprechen zu hören vor derganzen Partei, vor der ganzen Bewegung, vor seiner Bewegung, ist ein erhabenes Ereignis. Nie kann der Kontakt inniger sein zwischen dem Führer und seinem Volke, als gerade in den Tagen, wo er bei allen seinen Getreuen weilt, wo er zu Hunderttausenden spricht und wo in Millionen Herzen eine Begeisterung glüht, wie sie nie und niemals vorher ein Sterblicher aus Erden erfuhr.
Diese Begeisterung zu sehen und immer wieder zu erkennen, wie oer Führer seinem Volke alles ist, wie dieses Volk an ihm hängt, ihm felsenfest vertraut, auf ihn baut, ihn liebt und zu jedem Opfer willig bereit ist, das hinwiederum ist für den Führer ein Erlebnis, woraus er neuen Mut, neue Kraft und neue Stärke schöpft für sein aufreibendes, aufopferndes Schaffen, für sein unbändiges Wollen seinem Volke das zu sein, was er diesem Volke ist und was es in ihm in Ehrfurcht verehrt: den großen, gottbegnadeten Retter Deutschlands, den genialen Gestalter eines wundervoll neugeschaffenen Reiches, den starken Schützer und Schirmer des Rechtes nach innen und'.nach außen, den unbeirrbar sicheren. Führer der brut
schen Nation. „Alles was ihr seid, seid ihr durch mich und alles was ich bin, bin ich nur durch euch allein", sprach der Führer bei einer anderen Gelegenheit im vergangenen Jahr, und wiederum in Nürnberg sprach er zu seinen Getreuen: „Nicht einer hat Deutschland erobert, sondern alle gemeinsam haben Deutschland erobert."
Nichts war und nichts würde sein Deutschland ohne den Führer und von neuem müßte der Führer beginnen, Deutschland zu erobern ohne sein Volk. Darum ist es geradezu schicksalhafte Notwendigkeit, daß dieses Volk von Zeit zu Zeit seinen Führer sieht, daß er zu ihm spricht, daß er mitten unter ihm ist, daß — mit einem Wort sei es gesagt — erneut der wunderbare Treu- bund zwischen Führer und Volk bekräftigt werde, der Treubund, der beruht auf der ungeheuren Kraft des Glaubens von achtundsechzig Millionen Menschen deutschen Blutes an den Führer und auf dem unbegrenzten Vertrauen dieses Führers in den Anstand, in die Ehrliebe, in die Redlichkeit, in die Treue dieses Volkes.
Aus den riesigen Schwierigkeiten, die Deutschland Kraft dieses Treubundes schon überwunden hat, erwuchs von selber und mußte herauswachsen der unerschütterliche Glaube dieses Volkes, daß es nichts, aber auch gar nichts geben kann an Schwierigkeiten, was Führer und Volk im Augenblick der Not nicht zu überwinden imstande wären, solange das Volk stark im Glauben, anständig in der Gesinnung und ehrliebend im Herzen ist. Daß dieses Volk aber stark im Glauben, anständig in der Gesinnung und ehrliebend im Herzen bleibe, das zu bewirken ist die große staatspolitische Ausgabe der Partei, als der weltanschaulichen Gestal- terin und politischen Lenkerin des deutschen Schicksals. Und daß die Partei diese ihre große erhabene geschichtliche Aufgabe erfüllen kann und erfüllt, ist hinwiederum Sinn und Zweck der unermüdlichen Arbeit des Führers an der Partei, eine Arbeit, die vor allem auf dem Reichsparteitage in Nürnberg ihre Verwirklichung findet, wenngleich dort selbstverständlich auch neben der Ausrichtung der inneren Fronten die Ausrichtung der Front nach außen hin Hand in Hand geht.
Und wenn nun auch in diesem Jahre wieder die ganze Welt nach Nürnberg schaut, nachdem Kongreß und Aufmärsche längst ein Symbol geworden sind, — ein Symbol von