mlk
parteiamtliche ^geszeitung
Nachrichlenblatt der Deutschen flrbeitssrant Vremen
der Nationalsozialisten Vremens
flmtsblatt des Senats der Zreien kjansestadt vremen
Erscheint 7mal wöchentlich. Monatsbezug: RM. 2,30 einschl. 30,Pf. Zustellungsgeb.t durch die Post RM. 2,30 einM. Uberweisungsgeb., ausschl. Postbestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zu entrichten. Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch auf Erstattung od. Ersatz. RS.-Gauverlag Wescr-Ems G. m. b. H„ Bremen, Geeren 8/8 / Fernsprecher: S11 21 und 811 15.
Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatthalters in Mdenburg und Vremen
«nzeigen-Grundpreise: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 Pf., die 70-mm-Zeile im Tertteil,o Ps. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen n. ah sowie sonstige Bedingungen Preisliste 6 (Nachlaßstassel L). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmsschluß lS Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-IS Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag 12^-13^ Uhr.
Nr. 247 / 6. Jahrgang
Sonnabend, 5. September 1SZ6
kinzelpreis lS Nps.
das große wiedersehen mit dem führn
Programm des kelchsparteltages Nürnberg IM
Schutz der ftrbeitskraft
Zur Neuregelung des Strchrechts
Vom S. bis 14. September
Berlin, 4. September
Die NSK. teilt mit: Das Programm des diesjährigen Reichsparteitages der NSDAP., der vom 8. bis 1t. September in Nürnberg stattfin-
WUUUUWUUIUUUUWUUWUUUWUWWWWWUUWW
Unser logvsspisgel
In Sowjetrußland droht infolge der Mißernte und Unfähigkeit der Machthaber Millionen der Hungertod.
Die spanischen Nationalisten haben Jrun erobert; unzählige spanische Marxisten fliehen nach Frankreich.
Die Madrider Regierung segelt nunmehr auch offiziell unter kommunistischer Flagge. Die kritische Lage in Palästina hat zur Einberufung englischer Reservisten geführt.
Aus der Erlanger Tagung berichteten die Ausländsdeutschen ausführlich über ihre Arbeit.
Das Programm des Reichsparteitags liegt vor. Der Führer empfing in Obersalzberg Lloyd George.
Die deutsche Automobilindustrie stellte im Juli mit 15 650 neuen Kraftfahrzeugen einen Erzeugungsrekord aus.
Ein Bremer Teilnehmer an dem Adols-Hitler- Marsch der HJ. schildert in der „Bremer Zeitung" seine Erlebnisse.
Reg. Bürgermeister Heider und Senator Laue wurden zum SS.-Obersührer bzw. SS.-Stan- dartensührer befördert.
Das Bremer Staatstheater wartet für die kommende Spielzeit mit guten Krästen aus.
det, sieht für die einzelnen Tage salzenden Ablauf der Veranstaltungen vor:
Menslag, S. September
15.30 Uhr: Empfang der Presse im Kulturvereinshaus durch den Reichspresfechef der NSDAP., Pg. Dr. Dietrich.
16.00 Uhr: Einholung der Fahnen der alten Armee und Marine znm Wehrmachtslager.
17.30 bis 18.66 Uhr: Einläuten des Parteitages durch die Glocken sämtlicher Kirchen Nürnbergs.
18.60 Uhr: Empfang des Führers und Reichskanzlers in Anwesenheit der Vertreter der NSDAP. und der Reichsbehörden im großen Rathaussaal.
16.36 Uhr: Im Opernhaus Festaussührung: „Die Meistersinger von Nürnberg".
Mittwoch, S. September
8.36 Uhr: Vorbeimarsch der HJ.-Bannfahnen vor dem Führer am „Deutschen Hos".
11.00 Uhr: Feierliche Eröffnung des Parteikongresses der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei in der Luit- pold-Halle.
16.66 Uhr: Erössnung der Ausstellung: „Das politische Deutschland". — Schirmherr: Pg. Rudols Hetz.
16.66 Uhr: Tagung des Hauptamtes NSBO. und des Hauptamtes „Handwerk und Handel" im großen Rathaussaal.
16.66 Uhr: HJ.-Führertaguug im Sitzungssaal des Rathauses.
16.66 bis 26.66 Uhr: Das Zeltlager des Reichsarbeitsdienstes ist zur Besichtigung freigegeben.
20.00 Uhr: Kulturtagung im Opernhaus.
26.66 bis 21.36 Uhr: Standkonzert am Adols-
Hitler-Platz.
Vonnerstag, 1S. September
10.00 Uhr: Vorbeimarsch und Appell des Reichsarbeitsdienstes vor dem Führer aus der Zeppelinwiese.
Anschließend Abrücken zum Marsch durch die Stadt durch folgende Straßen: Zeppelin-
seld — Herzogstratze — Bayernstratze — Re- gensburgerstraße — Marientunnel — Bahn- hosstratze — Königtor — Königstraße —Hallplatz — Kornmarkt — Jakobstratze — Fär- berstraße — Färbertor — Frauentorgraben — Vahnhossplatz — Vahnhosstraße — Allers- bergerstraße — Lager Langwasser.
18.66 Uhr: Fortsetzung des Parteikongresses.
26.36 Uhr: Antreten zum Fackelzug der Politischen Leiter durch salzende Straßen: Deutschherrnstraße — Pratcrstraße — Spittlertorgraben — Frauentorgraben.
22.00 Uhr: Vorbeimarsch des Fackelzuges vor dem Führer am „Deutschen Hof".
sreitag, 11. September
Sondertagungen:
7.36 Uhr: Reichsrechtsamt der NSDAP. im Kulturvereinshaus.
8.66 Uhr: NS.-Studentenbund im Katharinen- bau.
8.36 Uhr: Hauptschulungsamt im Opernhaus,
9.66 Uhr: Weihestunde der Auslandsorganisa- tion im Herkules-Saal.
16.36 Uhr: Fortsetzung des Parteikongresses.
13.66 Uhr: Tagung der Presseamtsleiter und
Prcssereserenten im großen Rathaussaal.
11.36 Uhr: Hauptpersonalamt im Katharinenbau.
11.36 Uhr: NS.-Kriegsopserversorgung im Kulturvereinshaus.
11.36 Uhr: Finanzwesen und Verwaltung im Sitzungssaal des Rathauses.
11.36 Uhr: Parteigerichtsvorsitzsnde im Opernhaus am Ring.
11.36 Uhr: Hauptamt für Volksgssundheit im Herkules-Saal.
18.66 Uhr: NS.-Frauenschast in der Kongreßhalle.
20.00 Uhr: Appell der Politischen Leiter auf der Zeppelinwiess vor dem Führer.
Sonnabenb, 12. September
8.66 Uhr: Tagung des Hauptorganisationsamtes im Katharinenbau.
10.00 Uhr: Appell der Hitler-Jugend in der Hauptkampfbahn des Stadions vor dem Führer.
11.36 Uhr: Vierte Jahrestagung der Deutschen Arbeitsfront in der Kongreßhalle.
12.66 Uhr: Tagung der NS.-Vollswohlsahrt im Herkules-Saal.
11.66 Uhr: Einlaß zum Volkssest im Stadion- gelände.
15.66 Uhr: Fortsetzung des Parteikongresses.
Ab 15.66 Uhr: Veranstaltung der NSG. „Kraft
durch Freude": In der Hauptkampsbahn, aus der Zeppelinwiese und aus der Mittelwicse: Sportvorsührungen und Wettlämpfe. Aus der Waldwiese und den anderen Plätzen: Spielvorsiihrungen und Volksbelustigungen.
26.66 Uhr: Feuerwerk.
Sonntag, 1Z. September
8.00 Uhr: Appell der SA., SS. und des NSKK. in der Luitpold-Arena vor dem Führer. Anschließend Marsch durch die Straßen: Wodanstraße — Allersberger- straßs — Bahnhofsplatz — Frauentorgraben — Plärrerstraße — Ludwig- straße — Kaiserstraße - Fleischbrücke.
11.30 Uhr: Vorbeimarsch am Adolf-Hitler- Platz-
18.36 Uhr: Fortsetzung des Parteikongresses.
Montag, 14. September
8.66 Uhr: Erste Vorführung der Wehrmacht.
Sondertagungen:
8.36 Uhr: Gauamtsleiter des Amtes für Technik im Sitzungssaal des Rathauses.
6.66 Uhr: Gau- und Reichspropagandaleiter im Herkules-Saal.
9.66 Uhr: Agrarpolitisches Amt im Katharinenbau.
9.66 Uhr: Kommission sllr Wirtschaftspolitik im Kulturvereinshaus.
9.66 Uhr: Gau- und Kreisleiter im Opernhaus.
16.66 Uhr: Amt für Kommunalpolitik in der Kongreßhalle.
16.36 Uhr: Amt sllr Technik im großen Rathaussaal.
12.66 Uhr: Amt sllr Beamte im Kulturvereinshaus.
14.00 Uhr: Vorführung der Wehrmacht unter M.lwirKung von Truppenteilen des Heeres, der Lustwafss und der Marine. Der Führer spricht zu den in Parade- ausstellung angetretene,, Truppen.
17.00 Uhr: Vorbeimarsch der Truppen vor dem Führer auf der Zeppelinwiess.
19.30 Uhr: Fortsetzung und Schluß des Parteikongresses.
21.66 Uhr: Großer Zapsenstreich der Wehrmacht, ausgeführt von sämtlichen am Reichspartcilag teilnehmenden Muiiklorps vor dem Führer am „Deutschen Hof". Anschließend Abtransport der Formationen.
Spanische MnrMen fliehen noch fronkreich
Irun nach kroberung durch die Nationalisten ein Flammenmeer — Zahlreichen Noten der Nückjug abgeschnitten —
„Sgnamiterors" sprengen strbeiterwohnungen
Berlin, 4. September. Der Sonderberichterstatter des DNB. berichtet von der Front vor Jrun:
Am Freitag früh ist es den Truppen des Generals Mola gelungen, die heiß umkämpfte Stadt Jrun zu erobern. Unter Ausnutzung des unsichtigen Wetters konnten die nationalistischen Streitkräste überraschend aus den etwa 800 Meter vor der Stadt gelegenen provisorischen Stellungen vorbrechen. Nach kurzem Infanterie- und Maschinengewehrfeuer wurden die roten Verteidiger zurückgeworfen.
Bereits kurz nach 8 Uhr standen die Streitkräste Molas unmittelbar vor der internationalen Brücke bei Hendaye. Einige rote Truppen versuchten dort noch einen letzten verzweifelten Widerstand zu leisten, nachdem Hunderte von Angehörigen der roten Miliz sowie Frauen und Kinder sich in wilder Flucht über den Grenzfluß in Sicherheit gebracht hatten.
Von den stolzen Kämpfern Moskaus, die „lieber sterben wollten, als die unbesiegte Stadt Jrun in die Hände der Weißen fallen zu lassen", ist nicht viel mehr übrig geblieben als ein trauriger Haufe verängstigter Menschen. An der Brücke und vor dem Bahnhof in Hendaye herrscht eine unbeschreibliche Aufregung.
Die Polizei hat alle Hände voll zu tun. Sie reicht kaum aus für den plötzlichen Ansturm aus dem roten Spanien. Ganze gestohlene Autokolonnen kommen über die Brücke; die Scheiben sind mit kommunistischen Zeichen beschmiert. Das geraubte Einzelgnt wird mitgenommen.
Kaum haben sich die „Verteidiger von Jrun" von ihrem ersten Schrecken erholt, und schon kommt wieder die ganze marxistische Frechheit bei ihnen zum Durchbruch: sie legen ihre roten Armbinden nicht ab, halten den Vorübergehenden drohend die erhobene Faust unter die Nase, beschimpfen Gott und die Welt und tun so, als ob sie bei sich zu Hause wären. Die französische Polizei ist zu schwach, um gegen diesen frechen Mißbrauch des Eastrechtes einzuschreiten.
(Fortsetzung auf Seite 2)
diacü cksw Lomburäemeut unk Iruo. Illussr öilck ygixt siu ckurcb IllisKsrbombsv rsrstörtss krivatxsbäucls m Irrm. (IVsItbilck)
«6
.4 ^ -n
Im Rahmen der Neugestaltung des deutschen Strafrechts kommt dem Schutz der Arbeitskraft der Nation eine hervorragende Bedeutung zu. Dem zur Zeit geltenden Strafrecht ist ein umfassender Schutz der deutschen Arbeitskraft völlig unbekannt. Für die kapitalistische Grundlage dieses Rechts spricht nichts deutlicher als die Tatsache eines ausschließlich vorhandenen Schutzes des Vermögens. Die Quelle jedoch, aus der jeder Vermögenswert erst entsteht, — die Arbeitskraft — entbehrt fast jeglichen Schutzes! Nur mittelbar ist sie strafrechtlich vor Angriffen geschützt durch die Sicherung des Lebens und der Gesundheit. Außerdem sind gegen Müßiggänger und Arbeitsscheue einige Strafbestimmungsn vorhanden. Die Arbeitskraft selbst als besonders schutzwürdiges Gut wird überhaupt nicht genannt.
Für den jungen nationalsozialistischen Staat, der das Ethos der Arbeit verkündet und die Arbeit geadelt hat, stellt es eine Selbstverständlichkeit dar, die Arbeitskraft als solche strafrechtlich weite st gehend zu schützen und diesen Schutz auch so zu gestalten, daß er der großen Bedeutung der Arbeitskraft für das ganze Volk gerecht wird. Gerade für den im Aufbau befindlichen nationalsozialistischen Staat stellt die Arbeitskraft neben ihren ideellen Werten auch rein wirtschaftlich gesehen einen unersetzlichen Faktor dar. Die Arbeitskraft der einzelnen Volksgenossen verkörpert die Arbeitskraft der Nation, die, ebenso wie der einzelne Volksgenosse, von dieser lebt. Bei einem Schutz der Arbeitskraft mutz daher die Eesamtarbeitskraft des Volkes den Mittelpunkt bilden. Die Arbeitskraft des einzelnen ist also allein schon darum zu schützen, weil sie einen Teil dieser gesamten Arbeitskraft des Volkes verkörpert.
Punkt 10 des Parteiprogramms stellt die Pflicht eines jeden Volksgenossen auf, geistig und körperlich für die Nation zu schaffen. Diese sittliche Idee der Arbeit hat die Strafrechtskommisston des Reichsjustizministeriums als Ausgangspunkt für den strafrechtlichen Schutz der Arbeitskraft genommen. Da Arbeit Pflicht und Ehre zugleich jedes deutschen Volksgenossen ist, kann die Arbeit als Wertmatzstab niemals die Art der Tätigkeit haben, sondern allein das Matz an Pflichterfüllung, das der einzelne an dem von ihm ausgefüllten Platze aufbringt. Der kommende strafrechtliche Schutz der Arbeitskraft wird somit grundsätzlich von der früheren individualistischen und materialistischen Betrachtungsweise abweichen und dem nationalsozialistischen Rechtsdenken entsprechen, das dem neuen Strafrecht seinen Stempel aufdrücken u»d dessen Charakter einschneidend bestimmen wird. Wichtigste Voraussetzung und Grundlage der deutschen Arbeitskraft zugleich ist der Arbeitswille des Volkes.
Unter den geplanten Vorschriften gegen Angriffe auf die Arbeitskraft wird der Schutz des natürlichen Arbeitswillens des deutschen Volkes an erster Stelle stehen. Neben der Zersetzung des völkischen Arbeitswillens durch den Versuch, den Arbeitswillen des deutschen Volkes zu lähmen, sollen Bestimmungen zum Schutz des Arbeitsdienstes als der Verkörperung des völkischen Arbeitswillens stehen. Jede Anfeindung des Arbeitsdienstes oder Aufwiegelung seiner Angehörigen wird mit Gefängnis geahndet. Da jeder einzelne Volksgenosse Mitträger der Arbeitskraft der Nation ist, von deren Stärke das Schicksal des Volkes abhängt, so kann die Gemeinschaft nicht tatenlos zusehen, falls jemand durch körperlichen Eingriff seine Arbeitskraft zerstört. Der wichtigste Fall dieser Zerstörung seiner Arbeitskraft, die Selbstverstümmelung, wird als Herbeiführung der Arbeitsunfähigkeit mit Gefängnis bestraft werden.
Zu den einschneidendsten Kampfmatznahmen, die sowohl den Arbeitsfrieden.stören wie auch die Arbeitskräfte lähmen, gehören Aussperrung und Streik. Für beide gibt es im nationalsozialistischen Staat keinen Platz mehr. Es gilt daher das Volk vor beiden Maßnahmen, die die Arbeitskraft der Nation aufs empfindlichste schwächen, auch strafrechtlich zu schützen. Daneben sind vor allem die Nötigung Arbeitswilliger, die Hetze zu Arbeitskämpfen und auch die Verweigerung unentbehrlicher Arbeiten, die der Befriedigung lebens- oder kriegswichtiger Bedürfnisse des Volkes dienen, als Angriffe auf den Arbeitssrieden unter Strafe zu stellen. Aber auch die Arbeitsfreiheit des deutschen Arbeiters gilt es gegen jeden Angriff zu schützen. Die Verfemung von Arbeitern durch Eintragung geheimer Merkmals in ihre Arbeitspapiere, um