Ausgabe 
(3.9.1936) Nr. 245
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Nr. 244

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parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitssront Dremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Freien kjansestadt vremen

EMeint 7mal wöchentlich- Monatsbezug: RM. S.M einschl. Z8 Pf. Zustellungsgsb.: durch die Post RM. 2,30 einschl. Uberweisungsgeb., ausschl. Postbestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zu entrichten. Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung od. Ersatz. RS.-Gauverlag Wcser-Ems G. m. b. H., Bremen, Geeren 6/8 / Fernsprecher: Z41 21 und 51115.

Das amtliche Verkündungsblatt des Deichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Anzeiaen-Grundpreiso: Die M-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 Ps., die 70 -mm-Zeil« im TeMil 75 Ps. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sssnstlg« Bedlngrmgen Preis­liste 6 (Nachlaßstasfel C). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit: V-rlag werktäglich 12-1S Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag 12^-13Z4 Uhr.

Nr. 245 / 6. Jahrgang

donnerslag, Z. September 1956

kinzelpreis 15 Npf.

Neutschland wider die Machte der finstemis

Unser lagesspiegsl

Die Pariser Regierung plant Erhöhung der aktiven Dienstzeit auf 2*/, Jahre.

Der englische Journalist Ward Price würdigt die Verdienste des Führers im Kamps gegen den Bolschewismus.

Angesichts des Ansturmes der spanischen Na­tionalisten hat in Jrun eine Massenflucht eingesetzt.

Italien warnt Frankreich vor weiterer Ver­letzung der zugesicherten Neutralität im Spamenkonflikt.

In Erlangen begann die 4. Reichstagung der Anslandsorganisation der NSDAP.

Der NS.-Studentenbund erhält Uniform und Fahne.

Die Reichsführung SS. wendet sich mit einem Aufruf an alle Vetriebssührer.

Die Ausführung des Walfangmutterschiffes Terje Biken" wurde von den ausländische» Auftraggebern hoch anerkannt.

Das Programm für die Weinwerbewoche in Bremen wurde aufgestellt.

Unser II. Bataillon (Vremen) bestand sein erstes Manöver-Gefecht.

,No«onalsopalistischer Musterbetrieb'

Die vom Führer erlassene Verordnung k. Berlin, 2. September.

Der Führer hat, wie dieBremer Zeitung" bereits in ihrer gestrigen Ausgabe berichten konnte, eine Verordnung erlassen, nach der allen Betrieben, m denen die Idee der Gemeinschaft auf das vollkommenste verwirklicht" ist, der EhrentitelNationalsozialistischer Musterbetrieb" verliehen werden kann. Damit wird zum ersten Male eine Auszeichnung für die Gesamtheit aller in einem Betrieb Täti­gen geschaffen, an deren Erringung jeder ein­zelne durch seine Haltung und sein Handeln An­teil hat.

Viel ist auf dem Gebiet der Gemeinschafts- gestaltung an den Arbeitsstätten bereits geleistet worden. Es ist nun Vorsorge getroffen, daß diese Verdienste künftig auch nach außen hin sichtbar in Erscheinung treten: derNationalsozialistische Musterbetrieb" wird zu einem fest umrissenen Begriff gestaltet. Dabei ist es von vornherein klar, daß dieser Begriff mehr umschließt, als es etwa durch reine Aeutzerlichkeiten, durch schöne Ausschmückung der Arbeitsräume, durch hygie­nische Anlagen oder auch durch gerechte Entloh­nung zum Ausdruck kommt. Vorbildlich im Sinne des Nationalsozialismus ist ein Betrieb erst dann, wenn zu diesen heute schon selbstverständlichen Dingen jene innere, durch die Tat bekundete Hal­tung tritt, die jeden einzelnen fest an die Ge­meinschaft bindet und die ganze Gefolgschaft zu einer einzigen großen Familie werden läßt.

Slückwunsch dessührers anvlomberg

Berlin, 2. September.

Der Führer und Reichskanzler hat an Eeneral- feldmarschall v. Blomberg folgenden Glückwunsch gerichtet:Mein lieber Eeneralfeldmarschall! Zu Ihrem heutigen Geburtstage sende ich Ihnen meine herzlichsten Grüße. Ich verbinde sie mit dem Wunsche, baß Sie auch im kommenden Jahr Ihre ganze Kraft in voller Gesundheit dem Wiederauf­bau der deutschen Wehrmacht widmen können, (gez.) Adolf Hitler."

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Der Stabschef der SA.. Viktor Lutze. hat fol­gendes Telegramm an Generalseldinarschall von Blomberg gesandt:Zu Ihrem heutigen Geburts­tage spreche ich Ihnen, zugleich im Namen der Sturmabteilungen, die besten Wünsche für Ihr persönliches Wohlergehen aus. Möge eine gütige Vorsehung es fügen, daß Sie noch viele Jahre Ihre erfolgreiche Arbeit für das nationalsozia­listische Deutschland und den Führer fortsetzen kön­nen. (gez.) Lutze."

Auch Ministerpräsident Generaloberst Eöring. der zurzeit beim Führer in Berchtesgaden weilt, richtete ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschschreiben an den Eeneralfeldmarschall.

NSV.-StlldenrenbunV erstatt Uniform

München, 2. September.

Mit Genehmigung des Stellvertreters des Füh­rers ist dem NSD.-Studentenbund laut NSK. als Gliederung der NSDAP. eine einheitliche Uni­form für die Stamm-Mannschaften und die Amts­träger des Studentenbundes verliehen worden.

Die Uniform besteht aus einer schwarzen Dienstjacke, die bis zur Gürtellinie reicht und zum Offentragen gearbeitet ist. Darunter wird das Braunhemd mit schwarzem Binder getragen. Der Uniformjacke sind Schulterklappen aufgelegt. Dazu werden schwarze Stiefelhosen und schwarze Marschstiefel getragen. Die Kopfbedeckung besteht aus einer schwarzen Mütze in Schifschenform. Ge­tragen wird schwarzes Koppel mit Schulter­riemen.

Die Fahn e,' die aus hochrotem Flaggentuch mit zwei weißen Längsstreifen und aus einer im weißen Feld senkrecht stehenden Hakenkreuzraute besteht, kann von den Eaustudentenbundsführungen und den Studentenbundsgruppen geführt werden. Die Fahnen des RSD.-Studentenbundes (ausgenom­men die Hausfahnen) führen in der oberen in­neren Ecke, dicht an der Fahnenstange auf beiden Seiten einen Fahnenspiegel, der für die Eau­studentenbundsführungen auf schwarzem Grund in weißer Schrift den Namen des Taues trägt.

ward prlce:Her führet Wächter kuropas"

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London, 2. September.

In derDaily Mail" nimmt der bekannte eng­lische Journalist Ward Price er wurde seiner­zeit auch vom Führer empfangen zur Abwehr der bolschewistischen Gefahr Stellung. Er führt in seinem Aufsatz zunächst aus, daß der Kamps zwischen der faschistischen oder nationalsozialistischen und der bolschewistischen Weltanschauung über alle Grenzen Hinausreiche und jedes Volk ersaßt habe.

Obwohl der Bolschewismus in Frankreich und Spanien Fortschritte erzielt habe, sei ihm durch die Wiederaufrüstung Deutschlands ein neues und mächtiges Hindernis in Mitteleuropa entgegenge­stellt worden. Wie Luzifer vor dem Fall wolle

Stalin die Mächte der Finsternis mobil machen, aber der deutsche Erzengel Michael bereite sich schnell daraus vor, das Feld zu behaupten. Auf Grund von Erwägungen über die deutsche Lan­desverteidigung und infolge der antikommunisti- schen Grundsätze des Nationalsozialismus sei der deutsche Führer zum Wächter Westeuropas gegen den Bolschewismus bestimmt.

Obwohl die Verstärkung der sowjetrussischen Rüstungen von den übrigen westeuropäischen Mächten kaum zur Kenntnis genommen worden sei, so seien sie nach deutscher Ansicht doch bedroh­lich. Die Tschechoslowakei habe den ersten Schritt zur Schaffung einer neuen Gruppierung in Mittel- europa ergriffen, indem sie ein Militärbündnis mit der Sowjetunion abgeschlossen und es dadurch den Sowjetrussen ermöglicht habe, sich dem Herzen

Deutschlands zu nähern. Sowjetrussische Militär­flugplätze seien auf tschechischem Gebiet errichtet worden.

Sowjetrussische Militärflieger könnten dadurch Berlin und München in zwei Stunden erreichen.

Rumänien wiederum baue eine strategische Eisenbahnlinie, um Sowjetrnßland mit der Tschechoslowakei zu verbinden. Ward Price ver­weist weiter auf die bitteren Erfahrungen, die Ungarn mit dem Bolschewismus unter Bela Khun gemacht habe und spricht die Ueberzeugung aus, daß auch Oesterreich, Italien und Polen auf Deutschlands Seite stehen würden. Die Stellung­nahme Frankreichs sei von der Entwicklung des zurzeit in Gang befindlichen sozialen Kampfes und von der tatsächlichen Wirksamkeit des Franko- sowjetrussischen Pakte: im Kriegsfalle abhängig. England, so schließt der Verfasser, müsseim Falle eines Konflikts" zwischen dem Bolschewismus und dem Nationalsozialismus neutral bleiben.

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fluftakt;ur Vierten Neichstagung öer flusiandsorganisation der NSVflp. in erlangen

Erlangen, 2. September.

Heute sind in unserm neuen Deutschland auch die Ausländsdeutschen zu einem gewaltigen und har­ten Block zusammengeschweißt, der Auslands­organisation der NSDAP. Zum vierten Male treffen sich in diesen Tagen die Politischen Leiter der Auslandsgruppen, die ihr Gauleiter Bohle wiederum nach der fränkischen Universitätsstadt Erlangen gerufen hat. Wie ehrlich die Freude über die Auszeichnung ist, die Erlangen dadurch zuteil geworden ist. kommt schon in dem Bild zum Ausdruck, das sich dem Besucher dieser Stadt bietet. In den schnurgeraden breiten Straßen der Stadt, die in diesem Jahre den 250. Jahrestag ihrer Gründung feiern konnte, flattern die Fahnen der Bewegung, leuchtet freundlich das Grün der Girlanden und grüßen von den Fenstern bunte Blumen Auf den Straßen und Plätzen herrscht Hochbetrieb wie sonst wohl nie.

Mit einem Sonderzug trafen am Mittwoch noch 800 Ausländsdeutsche. Männer und Frauen, aus Hamburg und Berlin kommend, auf dem Erlanger Hauptbahnhof ein, wo sie Gauleiter Bohle selbst erwartete. Im geschlossenen Zug marschierten die 800 zur Eoethestraße und nah­men hier Front, um den Gruß ihres Gauleiters entgegenzunehmen.

Ich freue mich", so führte Gauleiter Bohle in seiner Ansprache aus,Sie alle in Erlangen zur Vierten Reichstagung der Ausländsdeutschen begrüßen zu können. Wir sind in bisher nicht

erreichter Zahl hier zusammengekommen, um in ernster Arbeit und froher Kameradschaft einige Tage zusammen zu verbringen. In unserm Gau, dem jüngsten Gau der Bewegung, ist es nur einmal im Jahre möglich, daß der Gauleiter zu seinen Männern von draußen spricht. Um so mehr freue ich mich jedes Jahr auf diesen Augenblick. In diesem Sinne heiße ich Sie herzlichst will­kommen.

Wir müssen, jeder einzelne von uns, dafür sorgen, daß diese Tagung ein voller Erfolg wird. Unser erster Gruß gilt unserm Führer."

In das Sieg-Heil auf Adolf Hitler stimmten die 880 Ausländsdeutschen begeistert ein. Anschlie­ßend wurden im StudentenhausGermania" vom Presseamtsleiter Veinhauor die zur Tagung erschienenen auslandsdeutschen und deutschen Pressevertreter begrüßt. Pg. Beinhaner sprach bei dieser Gelegenheit über Ziel und Zweck der Er­langer Tagung und über die Ziele und Aufgaben der Auslandsorganisation. Die Tagung solle Führer und Gefolgschaft der Auslandsorganisa­tion der NSDAP. Gelegenheit geben, sich ein­ander persönlich näherzukommen. Im Mittelpunkt der Tagung stehe die Aussprache des Gauleiters mit den politischen Hoheitsträgern auf der gan­zen Erde. Weiter bringe sie zahlreiche Beratun­gen zwischen den Amtsleitern, den Leitern der Auslandsorganisation und den Hoheitsträgern der Bewegung im Auslande. Das Ziel der Äus-

landsorganisation habe Gauleiter Bohle wie folgt umrissen:

Unser Ziel ist erst dann erreicht, wenn jeder einzelne Deutsche draußen derartig von der nationalsozialistischen Weltanschauung gesangen- gehalten ist, daß er niemals sein Deutschtum ver­gessen kann."

In diesem Geiste kämpfen und arbeiten die politischen Leiter der Auslandsorganisation als pflichtgetreue politische Soldaten ihres Führers Adolf Hitler. Den ersten Tag der Reichs­tagung beendete eine festliche Aufführung des Hugenotten-Festspiels im Schloßgarten.

Am Donnerstag wird Gauleiter Bohle die eigentliche Tagung der Auslandsdeutschen in Er­langen in dem großen, 4000 Personen umfassenden Zelt am Puchta-Platz eröffnen. Der Oberbürger­meister wird hier die Tagungsteilnehmer begrü­ßen. Anschließend findet eine Kranznieder­legung auf dem Ehrenfriedhof und am Ge­fallenendenkmal statt. Gegen Mittag wird die im Collegienhaus aufgebaute B u ch a u s st e l l u n g, die den Auslandsdeutschen einen Einblick in das Schrifttum und das Geistesleben des neuen Deutschlands geben soll, zur Besichtigung frei­gegeben. Am Nachmittag spricht eine Reihe Ausländsdeutsche!: und Seefahrer aus allen Tei­len der Erde von ihrem Kampf und ihrer Arbeit.

Der 4. September beginnt mit einem Vortrag des Reichsleiters Buch. des Vorsitzenden des Obersten Parteigerichtes der NSDAP.

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kandbemerkungen zum rhema Solschewismus

k. blü. Bremen, 3. Sept.

Diktator und Wo sich Stalin, der Macht- "riikn-ei- Haber der Sowjets, am sicher- " ^ sten fühlt? Nicht in Moskau, dem Zentrum der Roten, nicht inmitten des russischen Volkes, das er zu führen vorgibt, sondern hinter den Bajonetten der GPU. Nur wenigen ist es bekannt und sogar den Bolschewisten wird es verheimlicht, daß der kommunistische Tyrann, sofern er in seiner Furcht vor seinen eigenen Partei­genossen nicht in Panzerwagen Zuflucht sucht, sich in einer Villa 30 Kilometer von Moskau entfernt zeitweise der Außenwelt gegenüber buchstäblich abkapselt. Die an die Villa heran­führende Straße ist mehrfach von Zug­brücken unterbrochen, an denen Tag und Nacht schwer bewaffnete Soldaten der GPU. Wachdienst versehen. Aber damit nicht ge­nug: die abgelegeneResidenz" Stalins selbst ist, wie kürzlich ein wagehalsiger englischer Journalist feststellen konnte, von einer hohen Mauer umgeben. Damit das äußere Bild der mittelalterlichen Festung durch nichts gestört wird, ist die Mauer mit Sehschlitzen ausgestattet worden, hinter denen gleichfalls bewaffnete Mitglieder der bolschewistischen Geheimorganisation Posten stehen. Man kann sich angesichts dieser Angstmaßnahmen des bolschewistischen Oberhauptes mühelos vorstellen, wie erst . das Schlafzimmer Sta­linsgesichert" sein mag. Gibt es einen besseren Beweis für die Unzufriedenheit der Genossen" mit dem Leiter der Sowjet- Politik als dessen unfreiwillige, unter mili­tärischem Schutz stehende Abgeschiedenheit? Welch Gegensatz zwischen den Furchtkom­plexen des zurückgezogen lebenden Sowjet­machthabers und der tiefen: wechselseitigen Volksverbundenheit Adolf Hitlers und seiner Mitstreiter! Durch die Reihen Hunderttau- sender, ja der Millionen Volksgenossen schreitet der Führer offenen Blickes, gefei­ert, geehrt, umjubelt. Der hohe Schutzwall, der ihn umgibt, ist die Blutsgemeinschaft einer unüberwindlichen, durch ihn geeinten Nation, sein Schild die Treue des ganzen deutschen Volkes. Dort. in Sowjetrußland, muß sich der bluttriefende Diktator einer Minderheit vor dem Zorn enttäuschter und irregeführter Massen feige verkriechen hier, im nationalsozialistischen Deutschland, steht der Führer, allen sichtbar und auf dem unbegrenzten Vertrauen aller fußend, an der Spitze einer unüberseh­baren Gefolgschaft...

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Dementi und London ist über Moskaus Widerlegung Kriegsvorbereitungen beun­ruhigt. Ganz plötzlich, über Nacht, ist man hinter denNichteinmischungs"- Schwindel des Kreml gekommen, nachdem Stalin der Roten Armee über den Rund­funk zugerufen hat:Der Krieg ist unver­meidlich. Dies ist der Augenblick, den ihr erwartet habt!" Auch das Dementi der sowjetrussischen Regierung vermochte die Wellen der Erregung in der englischen Haupt­stadt nicht zu glätten, denn im Verlauf der nächtlichen Moskauer Rundfunksendung haben die Gewährsleute der ZeitungEve- ning News" dietiefe Stimme Stalins" klar hören können. Der rote Diktator betont, von Londoner Stellen in die Enge getrieben, jetzt lediglich, er habe wedereine solche Rede gehalten noch einen Aufruf ausgesprochen". Nun, dieses Dementi ist nicht so sehr durch seinen Inhalt als durch das, was nicht in ihm steht, interessant. Wohlgemerkt: der , Befehlshaber der Komintern versichert nur, er habe die Rede nicht gehalten, hütet sich aber wohlweislich, hinzuzufügen:Wir den­ken gar nicht daran, die Brandfackel des Krieges in Europa zu entzünden" wie er sich auch scheut, die Wahrheit zu sagen: Wir kennen nur ein Ziel, die Rote Armee zum Angriffsheer der bolschewistischen Welt­revolution auszubauen." Als Reichsminister Dr. Goebbels vor zwei Jahren in einer großen Rundfunkrede Auslandslügen, die gegen die nationalsozialistische Staatsfüh­rung gerichtet waren. Punkt für Punkt widerlegte, lautete seine positive Fest­stellung:Das deutsche Volk geht in Ruhe und Ordnung seiner täglichen Arbeit nach. Es hat vor allen Völkern, die ein gleiches tun, nur Lichtung und Respekt." Den Geist der Wahrheit, der aus diesen Worten spricht, atmen auch alle späteren Erklärungen der Neichsregierung. Moskau dagegeii drückt sich um das offene Bekenntnis zu seiner wah­ren politisch-militärischen Zielsetzung herum, bestätigt aber damit wider Willen seine