Ausgabe 
(1.9.1936) Nr. 243
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront vremen

der Nationalsozialisten Vremens

Amtsblatt des Senats der Freien Hansestadt vremen

Erscheint 7mal wöchentlich. Monatsbezug: RM. 2,30 einschl. 30 Pf. ZustellungSgeb.; durch die Post RM. 2,30 einschl. UberweisungSgeb., ausschl. Postbestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zu entrichten. Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch auf Erstattung ob. Ersatz. RS.-Gauverlag Weser-Ems G. m. b. H., Bremen. Gecren 8/8 / Fernsprecher: 64121 und 61116.

Das amtliche verkundungsblatt des Neichsstatchaliers in Mdenburg und Vremen

Anzeigen-Grundpreise: Die W-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 Pf., die 70-mm-Zeile im Textteil 75 Pf. Ermäßigt- Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 6 INachlaßstafsel Ö). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit: D-rlag werktäglich 12-13 Uhr: Schriftleitung Dienstag und Freitag 12)4-I3>4 Uhr.

Nr. 245 / 6. Jahrgang

Dienstag, 1. September 1SZ6

kinzelpreis 15 Npf.

Schlogwetterunglück fordert über 20 lote

Unser lagesspiogel

Die deutsche Botschaft in Spanien wurde nach Alicante verlegt.

Dr. Goebbels sprach vor der deutschen Kolo­nie in Venedig.

Bei einem schweren Grubenunglück zu Bochum wurden 43 Arbeiter verschüttet.

In der Ausstellung „Bauer am Werk" in Oldenburg fand eine große Bauernkund­gebung statt, wobei Gauleiter Rover sprach.

In Gegenwart des Reichsministers Dr. Schacht wurde im Adols-Hitler-Koog die Neulandhalle geweiht.

Der Juli zeigt ein erfreuliches Ansteigen des Absatzes von Tabakwaren.

Auf der Leipziger Herbstmesse findet vor allem die Abteilung Textilien starke Beachtung.

Die „Neptun" beabsichtigt, ihren Spanien- Ostküstendienst wiederaufzunehmen.

Im Raum zwischen Padervorn und Kassel hält unsere 22. Division gegenwärtig ihre Herbstübung ab.

Das Walfangmutterschiff „Terje Viken" ver­ließ heute Bremen zur ersten Werftprobefahrt.

Bei der Jadewoche war das Bremer Boot „Das Wappell von Vremen" erfolgreich.

Im Kampf gegen die Verkeftrsunfätle

Berlin, 31. August.

Der Chef der Ordnungspolizei, General Daluege, eröffnete am Montag in der Jmmelmann-Kaserne in Schöneberg im Auftrage des Reichsführers SS. und Chefs der deutschen Polizei. Himmler den ersten Stratzenpolizeilehr- qang für motorisierte. Eendarmeriebereitschaften. Die ISO Lehrgangsteilnehmer sind ehemalige Feldjäger, die bisher in der Schutzpolizei Dienst taten und jetzt aus ganz Preußen für diesen Lehr­gang zusammengezogen worden sind, um nach Ab­lauf eines Vierteljahres als bestens geschulte motorisierte Eendarmeriebereitschaften im Stra­ßendienst auf dem flachen Lande eingesetzt zu werden, ähnlich wie die motorisierten Schutz­polizeibereitschaften, die in den Großstädten Dienst tuen. Rein kraftfahrtechnisch sind diese Lehrgangs­teilnehmer bereits in Suhl ausgebildet worden.

General Daluege hielt an die Teilnehmer des Lehrganges eine längere Ansprache, in der er die grundsätzlichen Richtlinien zusammenfaßte, die künftig auf dem Gebiet der Straßenverkehrspoli­tik hinsichtlich der Erziehung der Verkehrsteilneh­mer maßgebend sein sollen. Die Belehrung über die Verkehrsvorschriften müsse noch stärker als bisher schon in der frühesten Jugend ein­setzen und sich im übrigen auf alle Altersgruppen erstrecken. Vorbedingungen für den Erfolg über­haupt seien klare Gebote und Verbote. General Daluege betonte, daß die Polizei im Laufe der Zeit dazu übergehen werde, die gebührenpflichti­gen Verwarnungen zu erhöhen, damit jeder Stratzenpolizei von wesentlicher Bedeutung.

Wachtmeister-ersatz der Schutzpoli;ei

Berlin, 31. August.

Der Reichsfiihrer SS und Chef der deutschen Polizei macht in einem Runderlaß den Polizei­behörden und Landesregierungen Mitteilung von einer Vereinbarung mit dem Reichskriegs­minister, wonach der Ersatz der Wachtmeister für die Schutzpolizei aus den im Herbst 1936 aus der Wehrmacht ausscheidenden zwei- bis fünfjährig gedienten Soldaten zu entnehmen ist. Nach einer Anweisung des Reichskriegsministers legen die für die Wachtmeister-Laufbahn der Schutzpolizei in Frage kommenden Wehrmachtsangehörigen ihre Anträge auf Einstellung in die Schutzpoli­zei auf dem Dienstwege vor. Außer einer vor­wurfsfrei abgeleisteten Dienstzeit bei der Wehrmacht von mindestens zwei. höchstens fünf Jahren sind die üblichen für die Einstellung in den Polizeidienst geltenden Bedingungen zu erfüllen, vor allem müssen die Bewerber vor ihrem Eintritt in die Wehrmacht der NSDAP. oder ihren Gliederungen angehört haben.

„Unser Wille ist ehern"

Prag, 3l. August.

Am Sonntaa sprach Konrad Henlein in drei Bezirkskundgebungen der sudetendeutschen Partei in Westböhmen, und zwar in Tepl. Tachau und Cbotieschau. „Wenn in den letzten Tagen", so führte Henlein u. a. aus. „im Wahlkreis Karlsbad bereits zum dritten Mal dir Abhaltung eines Kreisparteitages der sudetendeutschen Partei ver­boten wurde, so muß ich vor aller Weltöffentlich­keit dagegen Stellung nehmen, daß entgegen den Grundsätzen der Verfassungsurkunde und des Minderheitsvertrages der Tschechoslowakei die Presse- und Versammlungsfreiheit uns verwehrt wird. Wenn man glaubt, uns dadurch zu treffen, so irrt man sich in den Methoden. Wir werden um so geschlossener und fester verlangen, daß wir die Belange unserer deutschen Heimat selbst ver­walten können. Wenn man andererseits dem Aus- lande glauben machen will, das Sudetendeutschtum sei gar nicht mehr einig, so beweisen unsere Kund­gebungen das Gegenteil. Sie sind heute stärker und gewaltiger als zur Zeit der Wahlen. Unser Wille ist ehern, eherner und geschlossener als vor einem Jahre."

Nasche Wsmaßnalimen für Sie Verletzten

krploston auf der Zeche „Vereinigte Präsident"

Bochum, 31. August.

Aus der zur Bergbau A. E. Lothringen ge­hörenden Zeche „Vereinigte Präsident" ereignete sich am Montag eine Explosion im Flötz „Dicke Bank" auf der neunten Sohle.

Die Bergungsarbeiten auf der Zeche gingen nur langsam vonstatten, da die von her Explosion be­troffene Strecke teilweise zu Bruch gegangen ist. Bis 19 Uhr waren 17 Tote und 12 Verletzte zu Tage gefördert.

Sofort nach Bekanntwerden des Unglücks fan­den sich die Vertreter der Deutschen Arbeitsfront, der Bergbehörde und der Polizeipräsident von Bochum auf der Schachtanlage ein. Zur Unter­suchung des Unglücks und zu den Bergungs­arbeiten fuhren die Vetriebsfllhrung der Zeche ..Vereinigte Präsident", weiterhin Berghaupt- mann P o l st e r, Oberbergrat Keiser und ein Vertreter der Deutschen Arbeitsfront in die Grube ein.

Der amtliche Bericht über das Grubenunglück in Bochum teilt mit, daß die Schlagwetterexplosion bisher 2V Todesopfer gefordert hat. Drei Mann werden noch vermißt; mit ihrem Tode muß gerech­net werde». 29 Bergleute wurden verletzt; drei

von ihnen sind im „Vergmannsheil" in Bochum bereits verschieden. Eine Erhöhung der Gesamt­zahl der Opfer ist nicht zu erwarten.

Die Bergbehörde hat unter Leitung von Verg- hauptmann Polster und unter Beteiligung von Vertretern der Reichsbetriebsgemeinschaft Berg­bau und des Leiters der Grubenrettungsstelle in Essen die llnglücksstelle befahren. Ueber die Zün­dungsursache des Schlagwetters läßt sich vor Be­endigung der sofort aufgenommenen Aufräu­mungsarbeiten noch nichts feststellen.

*

Immer wieder erfordert von Zeit zu Zeit der Kampf mit den Naturgewalten um die Lebensnotwendigkeiten einer Nation Opfer. Das deutsche Volk, das sich dessen bewußt ist, was es denen verdankt, deren Beruf sie Gefahren aussetzt, die bei aller gegebenen Vorsicht und bei den denkbar besten Sicher­heitsmaßnahmen nie ganz ausgeschaltet wer­den können, sieht auf solche Männer der Arbeit mit besonderer Hochachtung und ehrt sie als Helden, wie man nur Helden ehren kann.

Vollends die Opfer der Arbeit, und so­mit auch diejenigen, die jetzt wieder in der Grube bei Bochum ihr Leben Hingaben, da­

mit ihr Volk bestehen kann, stehen in hohen Ehren bei den Volksgenossen. Und an der Bahre der gestern als Opfer ihres Berufes Gestorbenen trauert heute ein ganzes Volk, ergriffen von tiefstem Mitgefühl für die Hin­terbliebenen, die nicht nur der ehrlichen Teil­nahme aller Volksgenossen, sondern auch der Fürsorge der Nation sicher sein können. Das Andenken der Männer, die für Deutschland starben, wird immer leben. ä.

Seilewstelegramm vr. Legs

Berlin, 31. August.

Der Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, hat aus Anlaß des schweren Unglücks auf der Schachtanlage „Vereinigte Präsident", Bochum, an die Vetriebsführung dieser Schacht­anlage das nachstehende Telegramm gerichtet:

„Betriebsführung Schachtanlage „Vereinigte Präsident", Bochum. Tief erschüttert über das mir soeben gemeldete schwere Unglück aus Ihrer Schachtanlage bitte ich Sie, den Hinterbliebenen und Verletzten meine aufrichtige Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Ich habe die zuständigen Dienststellen der Deutschen Arbeitsfront ange­wiesen, sofort Hilfsmaßnahmen durchzu­führen und werde am Dienstag selbst bei den Opfern und deren Hinterbliebenen sein.

Dr. Robert Ley."

veutschland schützt seine Volksgenossen

Neichsminister Vr. Soebbels vor der deutschen Kolonie in Venedig

Venedig, 31. August.

Montag morgen hatte Reichsminister Dr. Goebbels im Hotel „Excelsior" in Venedig eine Abordnung der deutschen Kolonie empfan­gen, um an die auslandsdeutschen Volksgenossen einige Worte zu richten Der Leiter der Orts­gruppe Venedig der NSDAP.. Pg. Kahrs, gab der großen Freude der Auslandsdeutschen in Venedig über diese Stunde des Zusammenseins Ausdruck.

Reichsminister Dr. Goebbels erklärte in einer kurzen Ansprache, daß lein privater Besuch in Venedig dazu beigetragen habe, die freundschaft­lichen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien noch enger zu gestalten. Diese Tatsache sei gerade für die in Italien lebenden Reichs­deutschen von großer Bedeutung, da der Umstand der freundschaftlichen Verbundenheit zwischen Italien und Deutschland ihren Aufenthalt im Vergleich zu einigen anderen Ländern so an­genehm gestalte.

Dr. Goebbels kam dann auf den Wandel zu sprechen, der sich in der Einstellung der Heimat den Volksgenossen im Auslande gegenüber voll­zogen habe. Die Streitigkeiten des früheren Re­gimes mit einem ausländischen Staat seien im­mer auf dem Rücken der auslandsdeutschen Kolo­nie ausgefochten worden. Weil Deutschland damals weder die Mittel hatte, seine Reichs­angehörigen im Auslande zu schützen, noch über­haupt in der Lage war, einen Streit kraft seiner moralischen Stärke zu seinen Gunsten zu entschei­den. Reichsminister Dr. Goebbels wies die Aus­ländsdeutschen darauf hin, daß gerade in diesen Tagen durch Entsendung deutscher Kriegsschiffe zum Schutze der Reichsangehörigen dieser gewal­tige Wandel aller Welt sichtbar zum Ausdruck gekommen sei.

„Was wäre wohl aus unseren braven Lands­leuten geworden," so rief Dr. Goebbels aus, „wenn wir sie dem roten Mob schutzlos preisge­geben und nicht eine» Teil der deutschen Kriegs­flotte an die spanische Küste geworfen hätten, mit

dem für alle Welt deutlichen Befehl, Leben, Ehre und Eigentum der Deutschen zu schützen? Diese Sprache hat die ganze Welt verstanden,

Auch für sie ist das Bewußtsein der Rücken­deckung inder Heimat ein erhebendes Ge­fühl. wenn Sie auch das Glück haben, in einem mit uns freundschaftlich verbundenen Lande zu leben. Mit Ihren auslandsdeutschen Kameraden in aller Welt können Sie jetzt die stolze Ueber­zeugung haben, daß Sie nicht mehr allein auf vor­geschobenem Posten stehen, sondern daß Sie die Kinder eines großen und starken Volkes sind. Zu­gleich aber haben Sie die Freude, in diesem mit uns so befreundeten Lande zu weilen, von dessen weltanschaulicher und politischer Interessengemein­schaft mit dem neuen Deutschland wir manchen Vorteil für Europa erhoffen." Der Reichsminister schloß mit dem Appell an die Auslandsdeutschen, sich stets als die von der Heimat betreuten un­vergessenen Angehörigen des wiedererstarkten deut­schen Volkes zu fühlen.

(Siehe auch Seite 2)

l>or Liiliroi- bssivlitigto, via borioütot, in Xürnboi-g in Usgloitung von Uoiolmministor lieb, lb'N'ii-orgon'mationslsitsr Dr Lsv uml Vrebitokt Spssr äis Kur-! vor ibrsr kortixstsIlunZ stsbomisv Lauten äss Leiokspartsitagsgolanäss. ' (IVoltbilcl.l

Her 6ou, der dieweil umfaßt

Aufbau und Aufgabe der Auslands-Organisatiou der NSDAP.

Am morgigen Mittwoch beginnt in Erlangen die IV. Neichstagung der Auslandsdeutschen, die die Auslands-Organisation der NSDAP. ver­anstaltet. Die Reichstagungen sind die großen Appelle des Auslandsdeutschtums. Der nach­folgende Aufsatz des Leiters des Presseamtes der Auslands-Organisativn der NSDAP., Eugen Beinhauer, gibt einen Uebcrblick über die Aus­gaben der Organisation.

Der 30. Januar 1933 bedeutet nicht nur eine revolutionäre Umwälzung innerhalb der deutschen Reichsgrenzen. Dieser Tag ist von einschneidender Bedeutung für das ganze deutsche Volk, auch für das Deutschtum jenseits der Grenzen gewesen. Auch die Deutschen jenseits der Grenzen haben den Kampf Adolf Hitlers und seiner Getreuen um die Macht mit größter Anteilnahme verfolgt, denn die Deutschen draußen in der Welt wissen ganz genau, was es für sie bedeutet, ob ein starkes Reich über sie seine schützenden Hände hält, oder aber ob ein von Parteien zerrissenes Vaterland, das schwach und elend darniederliegt, ihnen den notwendigen Schutz nicht bietM kann.

Es ist selbstverständlich, daß die Deutschen in der Welt, die reichsdeutsche Bürger sind, mit besonders lebhaftem Interesse an dem politi­schen Geschehen in Deutschland teilnahmen. Sie selbst als Bürger des Deutschen Reiches sind nicht nur die Repräsentanten des Deutschtums, sondern auch seiner staatlichen Organisationsform: des Reiches. Als der erste große Wahlsteg der NS­DAP. am 14. September 1930 seine Wellen weit über des Reiches Grenzen hinausschlug, da wuchs in vielen Reichsdeutschen im Auslande der Wunsch, selbst Mitglied dieser großen deutschen Erneuerungsbewegung zu werden uiÄ Adolf Hit­ler mit allen Kräften zu dienen.

Am 1. Mai 1931 wurde von der Reichsleitung der NSDAP. die Ausländsabteilung der NS­DAP. bestätigt, die Ende 1930 ins Leben gerufen worden war, nachdem schon einige Auslands- gruppen in Uebersee in den Jahren vorher ent­standen waren. Die Ausländsabteilung erhielt ihren Sitz in Hamburg. Der 30. Januar 1933 brachte vom Reich her eine Welle grenzenloser Freude zu den Deutschen in aller Welt, die, von dieser mächtigen Welle der Zuversicht und deut­schen Hoffnung mitgerissen, zahlreich ihren Bei­tritt zur NSDAP. erklärten. Selbstverständlich wurden und werden in die Reihen der National­sozialistischen Deutschen Arbeiterpartei nur Reichsdeutsche aufgenommen. Der Name „Ausländsabteilung der NSDAP." wurde dann später in Auslands-Organisation der NSDAP. umgeändert. Der Sitz der Auslands-Organisation der NSDAP. wurde im Frühjahr 1935 von Ham­burg nach Berlin verlegt.

Wenn so viele Tausende von Parteigenossen im Auslande im Rahmen einer Auslands-Organisa­tion geführt werden, an deren Spitze ein Gau­leiter steht, dann drängt sich in den organisatori­schen Fragen ein Vergleich zu den anderen Gauen der Bewegung auf: Sieht nun in der Organisa­tion dieser jüngste Gau der Partei den anderen Gauen ähnlich? — Ja und nein. Ja, denn er hat ein Stabsamt, ein Presseamt, ein Schatzamt, ein Kulturamt, ein Rechtsamt und ein Partei­gericht, ein Amt für Beamte, ein Wirtschaftsamt und andere Aemter, wie alle übrigen Bauleitun­gen. Und nein, denn die Organisation ist ent­sprechend den einzigartigen Aufgaben dieses Gaues, der als sein Eaugebiet die ganze Welt umfaßt, eine ganz andere.

Das zeigt sich schon bei den Aemtern, die dieser Gau mit den anderen Gauen gemeinsam hat, wie z. B dem Wirtschaftsamt, dem Rechts­amt, dem Kulturamt und dem Presse­amt. Das Wirtschaftsamt führt bei der AO. den Namen: „A u ß e n h a nd e l s am t." Es ih dem Beauftragten für Wirtschaftsfragen der Aus­lands-Organisation der NSDAP., dem stellver­tretenden Gauleiter Alfred Hetz, unterstellt und hat die Aufgabe, für die Belebung der deut­schen Wirtschaft im Auslande zu sorgen, die wirt­schaftlichen Interessen der Auslandsdeutschen zu wahren und unter den Auslandsdeutschen für Verständnis der nationalsozialistischen Wirt­schaftsauffassung zu werben. Das „Rechts- a m t" hat die Aufgabe, die Gruppen und Dienst­stellen der Partei im Auslande auf dem Gebiete des Rechts zu betreuen, desgleichen die unbemit­telten im Ausland lebenden Volksgenossen. Das „Kulturam t" versorgt die reichsdeutsche Presse mit Nachrichten und Aufsätzen über das Aus­landsdeutschtum und vermittelt auslandsdeutschen Blättern Nachrichten und Berichte aus Deutsch­land. Ihm untersteht eine grotze Anzahl von eigenen Parteizeitungen, die von den Gruppen der Auslands-Organisation im Auslande heraus­gegeben werden. Erwähnt werden muß auch die Arbeit der „Film- und Funkstelle" die den Auslandsgruppcn der NSDAP. deutsche Filme zu Vorführungen in geschlossenen Kreisen zur Verfügung stellen konnte. Von den anderen Aemtern sei noch hervorgehoben das „Amt für