Ausgabe 
(16.11.1936) Nr. 319
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Parteiamtliche Lageszeitung

VlachrichlenblaN der Deutschen Arbeitsfront Vremen

der National

flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Vremen

Nr. Z1S / 6. Jahrgang

Das amtliche VerkündungsblaN des Neichsstatthalters in Oldenburg und Nremen

Montag, 16. November 1SZ6

Anzkigcn-Grundpr-is-: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil ISPs. die 70-mm-Zeile im Textteil 75 M. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u. a., sowie sonstige Bedingungen Preis, liste 6 (Nachlaßstassel L). Für Anzeigen durch Fernsprecher kein« Gewahr. Annahmeschlutz 16 Uhr. Sprechzeit: B-rlag werktäglich 12-1 3 Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag 12^-13)1 Uhr.

kinzelpreis 15 Npf.

M kwigkeit des Volkes in der NSVW.

tlnser lagesspiegsl

Vor den Eauamtsleitern aus Burg Vogel­sang sprach Reichsorganisationsleiter Dr. Leq über die Ausgaben der Parteiorganisa­toren.

In einer Feierstunde in der Deutschlandhalle gedachte die Hitler-Jugend der Helden von Langemarck.

Begeisterte Zuhörer fanden die Konzerte der Londoner Philharmoniker in Dresden und Leipzig.

Die Kündigung der internationalen Strom­akte durch Deutschland findet im Ausland starke Beachtung.

Senator Dr. von Hoss erössnete die Wil- Helm-Petersen-Ausstellung in der Kunsthalle.

Ab 1g. November stehen weitere verbilligte Brotansstrichmittel dem Verbraucher zur Verfügung.

Ein beachtenswertes Unentschieden erzielte Deutschlands Fußball-Nationalelf gegen den Weltmeister Italien.

Deutschlands Rugbyspieler errangen eine» 28:1K-Sieg über Holland in Hilversum.

Durch einen 2:1-Erfolg über Hannover SS wurde Werder-BremenHerbstmeister" Nie- dersachsens.

Aus dem Fest der deutschen Sportpresse stellte der deutsche Gewichtheber Mauger einen neuen Weltrekord aus.

Einen ko.-Sieg über den Amerikaner Gene Stanley errang Adolf Henser in Frankfurt.

Sie Londoner Philharmoniker in Vresden

Dresden, 15. November.

In Fortsetzung ihrer Deutschlandreise weilten die Londoner Philharmoniker unter ihrem be­rühmten Leiter Sir Thomas Beecham am Sonnabend in Dresden. Das von ihnen in der Sächsischen Staatsoper veranstaltete Konzert ge­staltete sich zu einem künstlerischen und gesell­schaftlichen Ereignis erster Ordnung, ^n der Re­gierungsloge hätten u. a. Reichsstatthalter und Gauleiter Mutschmann mit den sächsischen Ministern Dr. Fritsch. Lenk und Kamps sowie Oberbürgermeister Zörner Platz ge­nommen. Sir Thomas Beecham wurde ber seinem Erscheinen mit überaus herzlichem Ver­fall empfangen. Er dirigierte das umsang- reiche Programm auswendig und bewres eine Be­herrschung des Stosses und der Stilarten, die höchste Bewunderung abnötigten.

Im Anschluß an das Konzert hatte Reichsstatt­halter Mutschmann die Londoner Philharmoniker mit ihrem Leiter zu einem Empfang mit an­schließendem geselligen Beisammensein geladen. Der Gastgeber wies auf die engen k u l t u r e I - len Beziehungen zwischen Deutsch­land und England hin und sprach die H»n- nung aus. daß diese Beziehungen durch die iN Deutschland so begeistert ausgenommene Rene der Londoner Philharmoniker noch eine Vertiefung erfahren möchten.

... und in Leiprig

Leipzig, 15. November.

Von Dresden kommend gab das Londoner phil- laimonrsche Orchester unter Leitung von Sir ichomas Beecham am Sonntagabend imLeip - iger Gewandhaus mit beispiellosem Or- olg ein Konzert. Vorher fand rn der Wandel- salle des Gewandhauses eine Begrünung durch >ie Stadt Leipzig statt. Als Hausherr des Ee- vandhauses und zugleich im Namen des Ee- oandhaus-Kapellmeisters Professor Abendroth mach Dr. von Hase herzliche Erugworte. ^Als ilusdruck des Wunsches, daß sich die groge, i.ra- ntion dieses Hauses fruchtbringend auch für die llusländer. die in ihm konzertieren, auswirken nöqe. widmete er dem Orchester eine o°MmiIe- Üusgabe der k-moll-Messe von Bach. Sir Thomas Leecham erklärte in seiner Erwiderung, er er­innere sich gern an seine letzte Deutschlandreise ind besonders gern an Leipzig, denn hier herrsche sie Atmosphäre Bachs und Bach schätze man m ganz England über alles. Er wünsche, datz auch seinem Ürchester von dieser Atmoiphare etwas zu­teil würde.

Steuersteckbriefe erlassen

Berlin, 15. November, die nachstehend aufgeführten Steuerpflich- sind Steuersteckbriefe erlassen worden reter Leo Kuttner, geb. am 7. Apr.l Berlin, und seine Ehefrau Bella geborene geboren am 30. Juli 1897 zu Frankfurt Oder zuletzt wohnhaft in Berlm-Erune- Umenauerstr. 11. zurzeit im Arwland. we- nchsfluchtfteuer in Hohe von 22 2,1 RM Finanzamt Wilmerdors-sue,. 2 Kau.- Iaques Sander, geboren am 28. Jum Bocholt und seine Ehefrau No,a geborene cq, zuletzt wohnhaft in Hamburg 39, trage 99III, zurzeit im Ausland, vermut- lland^ wegen Reich«tluchtsteuer >» Hohe von RM vom Aisanzamt Hamburg-Nord. rgeht hiermit die Aufforderung, die oben ten Steuervslichti«n. falls sie ,m Inland -n werden, voiläukig festsilnehmen und sie Varaaravb 11 Abs. 2 des Rk-chssluchtsteuer- unverAÄich dem Amtsrichter des Bez^s. chem die Festnahme erfolgt, vorzuführen.

Vroße siusgaden für die Patteiorganisatoren

Vr. Leg vor den 6auamtslettern

Vogelfang, 15. November.

Reichsorganisationsleiter Pg. Dr. Leq weilte erneut auf der Tagung der Eauamtsleiter auf Burg Vogelfang, um ein großangelegtes, grund­sätzliches Referat zu halten und den verantwort­lichen Fachmännern aller Arbeitsgebiete der Partei eine grundlegende Ausrichtung zu geben.

Dr. Ley ging von dem historischen Aufbau der Partei in ihren Frühzeiten aus, um darzustellen, wie die ersten Organisationsformen der NSDAP. entstanden. Um die ersten Künder des Nationalsozialismus sammelten sich Gefolgs­leute, kristallisierte sich die Organisation; es bil­deten sich Zellen um Zellen ohne Zwang. Die Bewegung wurde aus den Zellen gebaut, nicht aber von oben herorganisiert". Aus der Früh- zeit der Kampfjahre stammt das Bewußtsein, daß man Erkenntnisse, die richtig sind, nicht durch neue ersetzen, sondern in ständiger Er- ziehungs- und Propagand allrbeit untermauern muß. Die Weltanschauung, so betonte Dr. Ley, muß fortgesetzt geübt und er­probt werden, wenn sie nicht ihre Stoßkraft und ihren Anhang verlieren soll.

Die Partei, so fuhr der Reichsorganisations­leiter fort, ist der Motor des Lebens im neuen

Deutschland, der drängende Faktor, während der Staat und andere Organisationen auf Ruhe und Bestand angewiesen sind. Darum muß auch der Politische Leiter immer den Mut zum Wagnis haben. Die Bewegung ist nicht mit einem in allen Einzelheiten fertigen Programm in die Macht hineingegangen, sondern mit dem Wagemut ihrer kämpferischen Vergangenheit. Aus der Verwirk­lichung der nationalsozialistischen Erkenntnisse heraus ist die Ordnung in der Organisation der Partei an der Front zu erklären.

AIs höchstes Ziel bezeichnet Dr. Ley dann die Eingliederung des Volkes in den Orden der Partei und die Verbände als Gemeinde. Nichts ist daher logischer als die Organisierung der Ge­meinde nach dem Prinzip des Ordens.

Es muß sich alles in Deutschland auch organi­satorisch nach der Partei richten, denn die NS­DAP. hat den Anspruch auf die Totalität der Menschenführung. Alle anderen Systeme der Volkssührung haben vor dem Nationalsozialis­mus die Möglichkeit gehabt, ihre Fähigkeiten der Volkssührung zu beweisen und haben versagt. Der Nationalsozialismus aber ist der große Glaube des deutschen Volkes geworden.

Hinsichtlich der kommenden Aufgaben der Or­ganisation der Partei stellte Dr. Ley das Pro­blem des Füh rern achwu ch ses als die ent­scheidende Frage des Nationalsozialismus in den Mittelpunkt. In einer großartigen Uebersicht schilderte der Redner dann die Erfordernisse und die Methodik der Nachwuchserziehung des politi­schen Führertums, wobei er besonders die For­derung hervorhob, daß der künftige Führer aus alle Fälle irgendeinen beruflichen Ab­schluß vorweisen muß, die erste Stufe der Be­währung vor seiner weiteren Führerausbildung.

In unserem Volke muß darüber hinaus ein solches Gefühl der Kameradschaft herrschen, daß sich niemals jemand in Deutschland verlassen suhlt, sondern immer im Schoße der Volksgemein­schaft geborgen wissen kann.

Vor dem Reichsorganisationsleiter sprach der Reichspresseches der NSDAP., Reichsleiter Dr. Dietrich, der den Teilnehmern ein klar gezeich­netes Bild von der Entwicklung, Organisation und politischen Aufgabe der nationalsozialisti­schen Pressearbeit vermittelte. Nach ihm erläu­terte Staatsrat Weinberg das Gebiet und die Forderungen der Ernährungswirtschaft. Die Reihe der Vortrage schlag der Oberste Parteirichter, Reichsleiter Buch, mit Ausfüh­rungen über das bedeutungsvolle Thema der Parteigerichtsbarkeit ab, wobei er eine Abwand­lung der Verfahrensordnung ankündigte.

Unsere Weltanschauung setzt sich durch

Die nachstehenden Ausführungen des vom Führer mit der Uebrrwachung der gesamten politischen und weltanschaulichen Schulung der Partei beauftragten Neichsleiters Alfred Rosen» berg sind demAalender der Teutschen Ar­beit" entnommen.

Der Nationalsozialismus ist ein Kind unserer Zeit und eine durchaus neue Fassung des deutschen Gedankens, ein Sieg in neuer Form, aber ein Sieg des ewigen deutschen Charakters. Darum holen wir uns den Maßstab für eine Bewertung und Deutung des Lebens nicht aus Jnstitutioiten der Vergangenheit, sondern nur aus uns selbst.

Die Gesamthaltung des Charakters, die den Deutschen wieder zu sich geführt hat, die Entschlos­senheit, in Schicksalszeiten auch seine Sachs auf nichts zu stellen, die Erkenntnis der rassischen

VeutsthlandItalien 2:2 l2:1)

Berlin, 15. November.

Vor über 1V9VV9 Zuschauern, der größten Zu- schauermenge, die jemals aus dem europäischen Festlands einem Fußballspiel beiwohnte, kam am Sonntagnachmittag im Olympischen Stadion zu Berlin der 6. Länderkampf zwischen den National- mannschasten von Deutschland und Italien zum Austrag. Das Spiel endete unentschieden 2:2 (2:1). (Ausführlicher Bericht im Sportteil.)

Kräfte und Kämpfe in der Völkergeschichte und die unerbittliche Bewertung der Eharakterwerte macht die Einheit der nationalsozialistischen Weltan­schauung aus. Aus diesem einen Kern entwickeln sich nunmehr die Bestrebungen nach allen Richtun­gen, und die nationalsozialistische Revolution wird erst dann gesiegt haben, wenn auf allen Ge­bieten desLebens diese innere Haltung auch durch die nach außen sichtbare Tat in Erscheinung getreten ist.

Wir haben instinktiv und bewußt die Durch­setzung dieser Anschauungen begonnen, um eine neue Einheit des Lebens zu finden. Wir haben zurückgeblickt in die deutsche Geschichte und fan­den, daß viele politische Zwiespältigkeiten schließ­lich ihren Ausgang aus einer bestimmten Ee- dankenhaltung. aus einer bestimmten weltanschau­lichen Bindung hatten. Das Mittelalter war ge­kennzeichnet durch ein weltanschauliches Denken, das erklärte, daß der Leib der Seele feindlich gegenüberstünde, daß Leib und Seele nichts mit­einander zu tun hätten, daß die Seele in höchst« Reinheit zum Himmel entschwinden könne, auch wenn der Leib in fürchterlichster Verwahrlosung dahinlebe. Nach vielen Protesten gegen diese An­schauung erstand das liberale Denken des 18. Jahrhunderts. Aber auch dieses Denken fand keine neue Einheit und Bindung, sondern es er­klärte nunmehr, daß der absolute Geist die Herrschaft antreten müsse, und wieder war der Leib, war das Leben dabei zu kurz gekommen. Und der Versuch, aus einer abstrakten geistigen Lehre heraus Staatengründungen vorzunehmen, ist nach fürchterlichen politischen und sozialen Zuckungen schmählich verendet. Denn auch dw Demokratie und der ganze Wirtschaftsindioidua- lismus sind nur noch die äußeren Zeichen dafür, daß eine weltanschauliche Behauptung eine Auf­spaltung des menschlichen Wesens vorgenommen hatte.

Aus dieser inneren Erkenntnis heraus hat der Nationalsozialismus sich bemüht, eine neue wirkliche Einheit herzustellen. Wir haben vom ersten Tage an erklärt, daß wir die Ein­heit des staatlichen und sonstigen Lebens darin erblicken, daß wir uns zu der Dreieinigkeit von Leib. Seele und Geist bekennen, d. h.. daß wir das eine ohne das andere nicht denken können, daß wir die Gesundheit des Leibes auch als Vor­aussetzung der Gesundheit der Seele und des Gei­stes betrachten. Und aus dieser inneren Erkennt­nis heraus ist auch das große Erlebnis der Kampfzeit entstanden; Hand in Hand mit die­ser politischen Kampfbewegung ist dann auch eine neue Wissenschaft, die Rassen künde, zum Leben erweckt worden. Die Richtigkeit dieser Haltung haben wir letzten Endes aber nicht aus der Wissenschaft geschöpft, sondern wiederum aus dem Leben selbst. Wenn 11 Jahre lang der poli­tische Kämpfer Tag und Nacht unterwegs war, um den neuen Gedanken zu lehren, um unter schweren Kämpfen und Opfern diese Gedanken vor einer verhetzten Volksmasse zu verteidigen, dann war das der größte Beweis für die Elau- benskraft dieser Menschen und für die Richtigkeit dessen, daß wir den deutschen Charakter ausge»

vas Vermächtnis ver Helden von tangemarch

weihevolle Feierstunde der Hitler-Jugend in der Veutsthlandhalle

Berlin, 15. November.

In einer Feierstunde gedachte am Sonntag die Hitler-Jugend in der Deutschlandhalle gemein­sam mit der Wehrmacht und der nationalsoziali­stischen Bewegung der gefallenen Helden von Langemarck, deren Opsertod sich in diesen Tagen zum 22. Male jährte.

Vor der Feier legte Reichsjugendsührer Bal- dur von Schirach und Gauleiter Adolf Wag­ner (München) gemeinsam mit dem Vorsitzen­den des Langemarck-Ausschusses General Frei­

herr von Erste am Ehrenmal Unter den Linden einen Kranz nieder. Bei der Feierstunde in der Deutschlandhalle waren u. a. zugegen Stabschef der SA. Lutze, Reichsarbeitsführer Hierl, der stellvertretende Gauleiter von Ber­lin Görlitzer, der Chef des Wehrmachts­amtes General Keitel, General Kessel­ring, die Obergruppenführer von Iagow, Herzog von Coburg und Heißmeyer, Reichskriegsopferfiihrer Oberlindober, die Amtsleiter der Roichsjugendführung, die Rek­toren der Berliner Hochschulen sowie zahlreiche Generale der alten Armee und der Wehrmacht

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und weitere hohe Vertreter der Partei und des Staates.

Beim Fahneneinmarsch wurde neben den Bannern der nationalsozialistischen Jugend auch die Langemarck-Traditionsfahne des Köni- gin-Augusta-Earde-Erenadier-Regiments in den Saal getragen. Das dichterische Heldendenkmal des Langemarck-Kampfes, die Langemarck-Kan- tateDie Briefe der Gefallenen" von Wolfgang Eberhard Möller und Georg Vlumensaat, das alljährlich auf der Langemarck-Feier aufgeführt wird, leitete die Feierstunde ein. Das Landes­orchester des Gaues Groß-Berlin, eine vielköpfige Singschar der §J. und der Sprecher Georg Keppler gestalteten dieses von der Jugend sur das Andenken der Helden geschaffene Werk in meisterhafter Form.

Reichsjugendsührer Baldur von Schirach sprach über die Bedeutung der Feierstunde. Zum dritten Male finde sich die Jugend des Dritten Reiches mit den Soldaten des großen Krieges zusammen, um am Tage von Langemarck jenes Opfertodes zu gedenken, der als leuchtendes Vor­bild für alle Zeiten die deutsche Jugend ver­pflichte.

Der Leiter des Traditionsgaues München-Ober- bayern, Gauleiter Adolf Wagner, schilderte aus eigenem Erleben den Kampf der jungen Frei­willigen im großen Kriege. In packenden Worten brachte er den jungen Zuhörern das Erlebnis der Front nahe, das alle trennenden Schranken niederriß und ein Millionenheer zu einer ein­zigen stahlharten Kameradschaft zusammenschloß. Doch der unerhörte Einsatz der Front und der Opfertod der Besten hätten vergeblich bleiben müssen, wenn nicht Adolf Hitler nach dem Zu- sammenbruch das ganze deutsche Volk ebenso wie­der zu einer Frontka m e radschaft im frieden zusammengeschlossen und ihm seine starke Wehr wiedergegeben hätte. Hinter den Gefallenen des Weltkrieges und der Bewegung stehe setzt eine Jugend, die bereit sei. das Erbe anzutreten, um es dereinst ebenso rein und un­befleckt an kommende Geschlechter weiterzugeben. Das heutige Deutschland der Ordnung und der Stärke sei der beste Garant für die Wieder- genesung Europas und der Welt.

Dann erneuerte Baldur von Schirach das feier­liche Gelöbnis der deutschen Jugend, das Ver­mächtnis der Toten von Langemarck hoch zu hal­ten und jederzeit wie sie bereit und entschlossen zu sein. Ehre und Freiheit der Nation zu ver­teidigen. Im Anschluß an die Feierstunde wurden in der Langemarck-Gedenkhalle im Glockenturm des Reichssportfeldes an der von Stahl einge­hüllten Erde von Langemarck Kränze niedergelegt.

Deutsche Wückwünsche für Nvd;-3mig!u

Warschau, 15. November.

Anläßlich seiner Ernennung zum Marschall sind dem Oberbefehlshaber der polnischen Armee aus allen Ländern Glückwunschtelegramme zugegangen. Das Telegramm des Ministerpräsidenten General­oberst Eöring veröffentlichen fast alle polni­schen Blätter im Wortlaut. Weiter wird daraus hingewiesen, daß der deutsche Militärattache dem Marschall Rydz-Smigly ein Handschreiben des Generalfeldmarschalls von Blomberg über­reicht hat.